Beiträge von Sandy Drobic

    Ja, das ist ein Astropyge radiata. Größtenteils hatte er sich einigermaßen pfleglich benommen, allerdings hatte er einige Unarten gezeigt und war beim Unterhalt wirklich nicht einfach oder ganz harmlos. Ich würde ihn als Algen bevorzugenden Allesfresser bezeichnen, aber ab und zu brauchte er auch herzhaftere Sachen.

    An dem Foto kann man schon sehen, dass es kein Fliegengewicht war und entsprechend war auch sein Appetit. In einem normalen Becken findet er nicht genügend Algen, um satt zu werden. Und dann macht er sich eben auf die Suche, was sonst noch so fressbar ist. Und dann wird eben alles auf diese Lichte gesetzt, was man als fressbar erkennen und erwischen kann.

    Er war erstaunlich flink und kräftig, unbefestigte Korallen sind grundsätzlich umgeräumt worden. Nicht angenagelte Korallen leider oft auch. Ärgerlich war seine Marotte, nicht runterzuklettern, sondern sich teilweise auch einfach fallen zu lassen, dann wurde das, was unter ihm war, einfach von seinen Stacheln perforiert.

    Er war wirklich kräftig. Vur allem seine Zähne liessen häufiger bei mir die Tränen kullern und am Verstand zweifeln. Eine Sinularia hat er fachgemäß in mehrere Teile zerlegt und das Überflüssige in seinen Magen befördert. Einer Fungia hat er eine neue Furche gezogen auf einem Fressgang, am Boden angefangen und einfach über die Koralle weitergefräst, aber nicht unbedingt die Koralle systematisch niedergemetzelt.

    Selbst den Ablaufschacht, der mit Steinen und Sand durch Harz verkleidet war, hat er erbarmungslos abgefräst, weil dort halt Aufwuchsalgen dort wuchsen, die er regelrecht abgefräst hat. Nicht von den Steinen sondern zusammen mit den Steinen.
    Pinnigorgia hat er auch gemocht und sie sich reingeschoben wie Bugs Bunny seine Karotte.

    Ihn mit genügend AlgenNahrung zu versorgen war schon ein kleines Problem. Teilweise habe ich ihn auch mit Algen aus dem Refugium versorgt. Ein gut faustgroßer Ballen hat gerade mal einen guten Tag durchgehalten, dann war alles niedergemampft. Er nahm zum Glück aber auch Noriblätter, wenn er sie denn gefunden hat. Dann setzte er sich einfach drauf und llies die Fische nicht mehr zum Zug kommen.

    Leider ist er nur ein gutes Jahr bei mir gewesen. Ich vermute, dass er es nicht verkraftet jat, als er ein Kunststoffnetz zerbissen hatte, was ich in der Ecke angeklemmt hatte und etwas bewachsen war mit Algen und Schmieralgen. Die hatte er wohl abgefräst und sich an dem Kunststoff verschluckt. Ich hatte nur noch das zerbissene Netz gesehen und der Seeigel war auf Tauchstation gegangen.

    Ein prächtiges Tier, aber auch nicht ganz einfach und nicht wirklich als "reef-safe" zu bezeichnen. Mit einer tiefroten LED konnte man ihn regelrecht "anknipsen", aber auch sonst leuchtete er wirklich wunderschön.

    Das Foto kann nur unzureichend rüberbringen, wie sehr er regelrecht geglüht hat.

    Ob ich mir noch mal so einen Rabauken ins Becken setzen würde? Ich würde auf jeden Fall sehr gut darüber nachdenken, ob ich mir die Folgen wirklich antun möchte.

    Hallo Max,

    ich habe mir das mal angeschaut, mir sind aber nur zwei Punkte wirklich aufgefallen. Weniger kritisch ist das UVC-Leuchtmittel, welches nach drei Jahren Betriebszeit mehr als Zombie anzusehen ist als ein lebendes Aquariengerät.

    Aber die acht Jahre alten LED-Lampen verdienen einen genauen Blick. Ich kenne die Ati Sirius nicht aus eigener Erfahrung, aber es kann sehr gut sein, dass nach so langer Betriebszeit zum einen die Lichtstärke nachgelassen und auch das Spektrum sich verschoben hat. Habe ich das richtig im Kopf, dass die LEDs getauscht wurden?

    Was hat sich noch getan an Abweichungen seit der Aufnahme der Anamnese?

    Die Angabe von 8 mg/l Phosphat halte ich für ein Versehen.

    Der Beschreibung nach sind das ziemlich deutliche Hinweise, dass die Seesterne verhungert sind. Solltest Du es noch einmal versuchen würde ich vorschlagen, dass Du die Seesterne zufütterst, indem ab und zu etwas Frostfutter und Pelletfutter-Mischfutter in den Sand bei den Seesternen eingebracht wird.

    Ein weiteres typisches Merkmal wäre, wenn die Seesterne an der Wand hochklettern, weil sie abwandern wollen.

    Bei 500l und einem halben Jahr Standzeit könntest Du Dir ein oder zwei grabende Seesterne anschauen. Voraussetzung ist, dass der Bodengrund "schmuddelig" genug und nicht nur mit Cyanos bewachsen wird. Außerdem dürfen keine Räuber im Becken sein. In meiner ersten Phase des Beckens hatte ich leider mehrere, die Jagd auf die Seesterne machten und sie dezimierten. Dazu gehörte unter anderem ein Rauchkaiser, der den Seestern lecker fand und auch ein Verwandter, den ich gar nicht im Blick hatte:


    Als ich die "Bescherung" gesehen habe, war es natürlich schon viel zu spät. Das war mir eine Lehre gewesen.

    Meistens hängt es mit der Fütterung zusammen, welche die Oberflächenspannung des Wassers beeinflusst. Da reicht eine Prise fettiges Futter, und die Oberflächenspannung verringert sich, das Wasser im Ablaufschacht geht zurück und der Schaum im Abschäumer bricht zusammen.
    Nach einiger Zeit reguliert sich das wieder ein und alles läuft wieder normal.

    Wie dramatisch sich das auswirkt hängt auch viel von den eigenen Gegebenheiten ab. Jemand mit einem winzigen Ablaufschacht und hohem Durchsatz durch das Technikbecken wird das deutlich stärker merken als jemand mit größerem Ablaufschacht und weniger Durchsatz.

    Misst Du den pH-Wert elektronisch oder mit einem Tröpfchentest? Mit einer Sonde wirst Du das über Referenzen kalibriert haben, bei Tröpfchentests würde ich das unbedingt mit passenden Referenzen abgleichen. Gerade im Winter mit wenig Lüften kommen schnell schlechte pH-Werte im Aquarium.
    Ich lasse inzwischen eine pH-Sonde ständig laufen und kontrolliere so den Wert, um zu sehen, wann der Atemkalk erschöpft ist. Mein Becken steht nämlich in einem Zimmer, das schlecht zu Lüften ist.

    Die Strömung siehst Du am besten beim Füttern, hier solltest Du einen Blick darauf werfen, wie die Strömung durch das Becken geht und wo eventuell zu viel oder zu wenig Strömung herrscht. Damit habe ich z.B. gesehen, wie stark der Meersalat meine Pumpe abgewürgt hatte und eine "Befreiung" der Pumpe dringend nötig war.

    Beim Licht kann es helfen, wenn man mit dem PAR-Meter die Strahlungsmenge misst bei den Prolbemkorallen. Gerade, wenn man mit Änderungen der Beleuchtung experimentiert kann es helfen, um die Strahlungsintensität einzuschätzen, das Auge ist da hoffnungslos überfordert mit. Du kannst es Dir z.B. bei meerwasser-hardware.de oder anderen Anbietern ausleihen für eine Woche gegen Gebühr und Deine Beleuchtung ausmessen in verschiedenen Bereichen des Beckens. Vorausgesetzt, dass das Spektrum in Ordnung ist (was ich voraussetze bei kommerziellen Lampen von Markenherstellern) kann man über die Lichtstärke eine gute Einschätzung erhalten, ob die Lichtmenge richtig ist oder vielleicht zu stark oder schwach ist.
    Königsweg wäre natürlich ein Spektrometer, aber das kann man sich kaum leisten.

    Bei einem SPS-Becken würde ich zumindest vorsichtig sein und nur sehr wenig Staubfutter oder Aminos verwenden. Das sollte wie gesagt erst an letzter Stelle ausgefeilt werden.

    Ich denke, dass Du den ICP-Bericht als Bestätigung nehmen kannst, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht an den Elementen im Wasser hängt, wenn einige Korallen Probleme zeigen. Dosiere ruhig das Zink, aber suche die Ursache der Korallenprobleme besser bei den nicht in der Analyse erfassten Daten:
    pH-Wert
    Strömung
    Licht(abschattung)
    Zusatzfutter für Korallen

    In der Reihenfolge würde ich auch weiter suchen nach der Ursache.

    Die Füchse gehören zur Gattung der Kaninchenfische und brauchen relativ bald große Becken, da sie dafür bekannt sind, ungeachtet der Beckengröße meist schnell zu beachtlichen Wuchtbrummen heranzuwachsen. Sie haben einen sehr gesunden Appetit auf alles Algenhafte und räumen damit sehr gut auf. Bis sie dann herangewachsen sind und beim besten Willen nicht mehr in ein übliches Ablegerbecken passen, wenn man nicht gerade ein XXL-Ablegerbecken hat.

    Sortiere sie bei der Abschätzung einfach zu den Doktoren, dann liegst Du schon ziemlich richtig. Es gibt selten Probleme bei der Futteraufnahme, sie gehören zu den Staubsaugern im Becken: fressen alles und so schnell wie möglich.

    Chelmons hingegen gehören zu den Faltern und sind Nahrungsspezialisten. Sie haben sich den traurigen Ruf erworben, dass der größte Teil der gefangenen Fische schnell stirbt, da sie problematisch bei der Futteraufnahme sind. Im Riff sind sie die Spezialisten für enge Spalten und Röhren, wo sie mit ihre spitzen Schnauze den ganzen Tag alles nach Würmern, Röhrenwürmern und Kleinkrebsen abstöbern.

    Aus der Wassersäule nach Plankton schnappen ist das letzte, worauf sie kommen würden und da fangen die Probleme im Aquarium an. Wenn sie nicht bereits an Frostfutter umgestellt sind, dann ist es sehr schwierig, sie erst daran zu gewöhnen, da sie zuerst mal totes Futter als Nahrung erkennen müssen und dies dann auch noch aus dem Wassersäule aufschnappen müssen.

    Deshalb gibt es zahlreiche Tipps, solche Spalten und Röhren nachzuahmen und mit Futter zu bestücken (Frostfutter in zerlöcherte Überraschungeier oder Muschelschalen), Futter auf Steine in Ritzen anbringen und vieles mehr. Für Grünfutter sind sie nicht zu haben. Dafür nehmen sie auch Glasrosen oder seltener auch andere kleine Anemonen auf die Speisekarte, einige LPS, sehr selten SPS. Auch Muscheln werden leider häufiger von ihnen belästigt bis zum Tod.

    Das sind also schon sehr unterschiedliche Fischtypen. :winking_face:

    Ich wollte eigentlich noch eine Alternative empfehlen und habe beim Nachschauen gemerkt, dass ich nur noch drei Pötte Reefroids hier stehen habe. Früher hatte ich auch den Nyos Reefpepper (Nachfolger: Nyos Instant Plankton) hier, aber die neue Rezeptur hat mich nicht mehr so ganz überzeugt.

    Die Reefroids sind in der Tat ein gutes Futter, ich habe es vor allem beim Mikroleben bermerkt, weil dieses extrem dadurch gefördert wird. Da gab es dann mal plötzlich eine Schwemme von Kleinkrebsen im Becken. Leider hat es auch ab und zu mal eine Bakterienblüte gegeben, was wohl auf die ziemlich überzogene Empfehlung bei der Dosierung zurückzuführen ist. Ich würde nicht mehr als ein Drittel der Empfehlung verwenden, eher sogar noch weniger.

    Je nachdem, ob die Fischpopulation ausreicht allein durch die Fütterung die notwendigen Nährstoffe über die Ausscheidungen der Fische bereit zu stellen. In einem flachen Aufzuchtbecken mit wenig Volumen aber viel Korallen kann dies oft nicht ausreichen. Dann muss über Staubfutter und notfalls Nitrat und Phosphat eben zudosiert werden.

    Was Rüdiger noch nicht erwähnt hat: Du musst für die notwendigen Nährstoffe sorgen. Vor allem am Anfang, wenn noch keine Fische im Becken sind. Wenn nicht genügend Korallen im Becken sind, um als Rückzugsplatz zu dienen, dann bitte auch noch entsprechende Schlafplätze bereit stellen, notfalls mit PVC-Röhren und ähnichem.
    Notfalls immer wieder etwas zudosieren und Korallenfutter reingeben.

    Wenn es ein echtes Quarantäne oder Behandlungsbecken sein soll, dann ist es nicht nötig, es laufen zu lassen. Sollte es nicht gebraucht werden, lieber die Technik ordentlich reinigen, so dass alles sauber und für den Einsatz bereit ist, einschließlich das Becken und ein paar PVC-Teile als Unterschlupf für Fische. Messe am besten direkt die passende Salzmenge ab und halte sie vorrätig für dein Einsatzzeitpunkt.
    Mehr als Heizer, Strömungspumpe und Abschäumer brauchst Du nicht, ich würde auch ohne Technikbecken arbeiten.

    Bei einem Beobachtungsbecken für neue Korallen würde ich Wasser aus dem Wasserwechsel zum Auffüllen/Auswechseln verwenden, dann hast Du nahezu die gleichen Parameter wie das Hauptbecken. Wenn es nur ein paar Korallen sind sollte der Verbrauch sich auch in Grenzen halten, so dass keine Dosierpumpen nötig sind und einfach durch einen wöchentlichen Wasserwechsel der Verbrauch ausgeglichen werden kann. Eventuell je nach Abdeckung könnte eine Wassernachfüllung noch sinnvoll sein.

    Die sind seit ein paar Wochen bei mir im Einsatz, weil ich mich geärgert hatte, dass da oft so dicke Tropfen am Ende hingen. Ich dosiere oft aber wenig, deshalb kann so ein fetter Tropfen schon einiges ausmachen. Mit der feinen Spitze gibt es keine dicken Tropfen mehr. Notfalls kann ich die Spitze auch auf sehr feinem Durchmesser erst kürzen.

    https://www.amazon.de/Corrines-Mikro…/dp/B07WVZ2ZF2/

    Diese Skimz-Dosierschläuche kann ich sehr einfach dort aufschieben.

    Grundsätzlich sollte die kH-Flüssigkeit nicht in Kontakt mit cer Ca-Flüssigkeit kommen, ich gehe mal davon aus, dass dies nicht der Fall ist und genügend zeitlicher Dosierabstand gesetzt ist, dass sich keine Ausfällungen daraus ergeben?

    Verwendest Du die Flüssigkeiten pur oder verdünnst Du diese noch? Die Kamoer sollte präzise genug sein, dass Du unverdünnt dosieren kannst.

    Wenn Du den Schlauch ins Wasser hängst hast Du eher Probleme, dass die Flüssigkeit im Schlauch unkontrolliert herausdiffundiert. Würde ich deshalb nicht empfehlen.

    Wie sieht denn der Teil aus, wo die Dosierpumpe mit dem Behälter verbunden ist? Ist dort ebenfalls Kristallisation feststellbar?

    Ziehst Du die Flüssigkeit nach Dosierung wieder in den Behälter zurück? Das könnte ebenfalls bei den Rückständen zu Problemen führen.

    Interessanterweise gehe ich genau den entgegengesetzten Web und verkleinere die Öffnung des Schlauches: ich habe eine sehr enge Öffnung auf den Schlauch gesetzt, die verhindert, dass viel Luft an die Flüssigkeit kommt oder ein großer Tropfen am Ende hängt.

    Schau Dir mal genau an, wo diese Auskristallisation der kH-Flüssigkeit stattfindet, nur am Ende des Schlauches. Wenn Du die Oberfläche dort vergrößerst (Schrägschneiden, Durchmesser erhöhen) würde sich das Problem eher vergrößern.

    Phosphat von 0,02 mg/l ist praktisch an der Nachweisgrenze. Da würde ich empfehlen, etwas zuzudosieren in Richtung 0,1mg/l. Wenn auch die Schnecke es nicht geschafft hat, dann ist sie in dem frischen Becken wahrscheinlich schlicht verhungert. Wachsen dort Algen bei Dir? Wenn nicht, spricht das ebenfalls für zu niedrige Nährstoffe.

    Wie sehen die übrigen Korallen aus, geht es denen etwas besser?

    Der einzige andere wichtige Wert ist die Lichtstärke und Mischung, diese kann ich nicht so gut beurteilen, da ich die Lampe nicht kenne.

    Ehrlich gesagt halte ich die Pilzleder für einen schwierigen Fall und glaube nicht so recht, dass sie sich wieder berappeln wird, aber versuchen sollte man es zumindest. Entferne aber alles, was schon weich ist und zerfällt. Eine Pilzleder sollte sich auch aus einem kleinen Rest wieder wachsen können, wenn die notwendigen Nährstoffe vorhanden sind.

    Wenn sie bei leichtem Berühren bereits zerfällt sind diese Stellen schon abgestorben. Viel Strömung ist auf jeden Fall deutlich besser als zu wenig.

    Bei den Wasserwerten nehme ich an, dass GH eher kH ist (Alkalinität)? Der ist in Ordnung. Was Du nicht geschrieben hast ist der Phosphatwert. Dieser ist sehr wichtig und sollte nicht Null sein. Gerade am Anfang kannst Du den Phosphatwert häufig nur durch Zudosieren erreichen. Phosphat sollte etwa 0,1 mg/l sein am Anfang.

    Etwas verblüfft mich, dass Du so hohe Ammoniumwerte messen kannst. Das dürfte entweder eine Fehlmessung sein oder Du hast kräftig was am Gammeln. Kannst Du etwas Schwefeliges riechen wie faule Eier? Das wäre ein Hinweis für Schwefelwasserstoff, was bei Sauerstoffmangel beim Faulen auftritt.

    Wenn Phosphat nachweisbar ist, dann sollte es nicht daran liegen ind irgendwo ist noch etwas falsch. Aber das sind nicht die von Dir genannten Werte.

    Hallo Jens,

    es kann zwar tatsächlich passieren, dass beim Lösen von Kalkgestein etwas in Lösung geht und die Alkalinität etwas erhöht, aber so ein Sprung ist unwahrscheinlich. Frisches totes Kalkgestein oder Sand bindet gerne einiges an Phosphat, gerade beim Start des Beckens. Wenn Du bereits am Dosieren bist, dann kann es aber gut sein, dass durch die Umbauarbeiten die Korallen erst mal das Wachsen eingestellt haben und die Dosierung den kH-Überschuss verursacht hat.

    Es gibt einige Krustenfressende Schnecken, welche ab und zu in Krustenanemonen gefunden werden beim Import.

    https://www.meerwasser-lexikon.de/kategorie/139.html#heliacus

    Ich habe selbst schon zwei Heliacus aureola auf einem Krustenstein bekommen, daher kann ich sicher sagen, dass diese Schnecke Zoas frisst.

    Es ist selten, dass jemand diese Schnecke zum Verkauf anbietet, da sie bis ein Käufer gefunden ist, frölich genau diese Krusten am Futtern ist. Manchmal lohnt es sich, bei Händlern, die Importe von Krustensteinen durchführen, nach dieser Schnecke zu fragen und sie zurücklegen zu lassen, sollte sie gefunden werden. Sonst wird sie nämlich meistens direkt entsorgt als Schädling.

    Das Futter von Ocean Nutrition ist nicht schlecht, ich verwende auch die Prime Reef Flakes (genau, diese roten!) abwechselnd mit Organix Söll Marine Flakes. Dazu dann Mysis, Artemia, Krill, weiße Mückenlarven.

    Dass Tiere die Pigmente ihrer Beute übernehmen kommt häuifger vor, das rote Federkleid der Flamingo etwa kommt von den Kleinrebsen, die sie aufseihen und kann bei anderer Beute auch deutlich blasser bis ganz weiß sein.

    Den DeBary wirst Du kaum noch finden, nur noch Restbestände, bis auch diese auslaufen. Er muss senkrecht installiert werden, da brauchst Du eine Memge Platz für an der Wand. Bei mir wäre der nicht gegeben.

    Bei mir ist der Blasenfang nicht notwendig, da der Abschäumer keine Mikroblasen ins Wasser gibt. Sonst musst Du einen Blasenfang in den Wasserweg bauen, wo das Wasser gezwungen wird, zwischen zwei Trennscheiben von unten durch ins nächste Abteil zu gehen. In diesen Zwischenraum kann man dann notfalls noch ein Stück Schwamm einbringen, etwas Lichtrasterplatte als Unterlage, um die Blasen abzufangen. Allerdings frisst das wieder Platz.

    Bei dem AM Abschäumer würde ich vor einem Kauf wirklich nach belastbaren Berichten Ausschau halten, sonst wird es ein typischer Fall von teuer gekauft, weil man unzufrieden einen anderen kauft.

    Bevor Du die Komponenten im Technikbecken nicht alle definitiv benennen kannst wirst Du das Technikbecken nicht sauber festlegen können. Der Aquabauer möchte diese Angaben nämlich von Dir bekommen.

    Ich denke, dass ist ein klassischer Fall von DIY mit Riffgestein, Mörtel und PVC-Röhren mit Deckel. Da er mindestens ein Korallendeck-Bein als Höhle bereits nutzt und ich ein paar Röhren zusätzlich als Angebot reingesetzt habe sollte ich genügend Zeit haben, ein paar nette Höhlen zu basteln.

    Nette kleine Abendbeschäftigung, wenn ich mal Zeit habe. Was war das noch mal, dieses "Zeit haben"? Kann man das essen?!?

    Sehr hübsch!! Mein Scleimfisch ist auch wie erhofft von selbst aufgetaucht und hat sich der abendlichen Fressmeute beim Frostfuttergemetzel angeschlossen. Im Vergleich zu den dafür optimierten Chromis und Fahnenbarschen ist er aber deutlich zurückhaltender und überlegt mehr, ob er zuschnappen soll.

    Bevorzugt er die Höhle besser geschlossen sein am hinteren Ende oder ist ihm das egal?

    Seit kurzem habe ich einen Zebraschleimfisch, der sich auch gut eingefunden hat im Aquarium. Nur scheint er magisch angezogen von den PVC-Röhren meines Korallenablegerdecks. Dort habe ich Stücke von 25mm Rohr in die Lichtrasterplatte gesteckt als Beine. Die Öffnung wird von der Lichtrasterplatte also praktisch geviertelt.

    Bisher hat er nur immer wieder mit dem Schwanz voraus etwas getastet, weil es doch arg eng ist, aber heute ist er Kopf voraus einfach in die Röhre abgetaucht ohne Rücksicht auf Verluste. Ich hoffe, er findet wieder selbstständig heraus, bin froh, dass ich es gesehen habe.

    Jetzt habe ich mal ein paar Stücke Rohr verteilt befestigt und werde sehen, wie er sie annimmst. Brauchen diese Fische Höhlen oder ist das eher eine Marotte von meinem Exemplar?

    Wie gesagt ist die RFP mit jedem Stück zufrieden und es gibt nur unnötige Vibrationen, wenn das Kabel der Pumpe z.B. an die Seite stösst. Wenn das vermieden wird ist es schon verschwendung, 25cm dafür zu spendieren.
    Auf der anderen Seite ist es nicht schlecht, das Abschäumerabteil etwas großzügiger zu gestalten, der Platzbedarf richtet sich hier nach dem größten möglichen Abschäumer, den Du eventuell einsetzen möchtest. Wenn da z.B. auch ein RE DC 250 reinkommen könnte, würde ich entsprechend Platz vorsehen, bei Vliesfilter darf es auch eine Nummer kleiner sein. Nichts ist so ärgerlich, als wenn man direkt ein neues Technikbecken kaufen darf, weil das gewünschte Gerät (Abschäumer, Vlieser) nicht reinpasst.

    Wenn Du fest vorhast, einen Vlieser zu installieren, dann brauchst Du genügend Platz dafür und er sollte im Wasserweg zuerst installiert werden, um den Schmodder aus dem Technikbecken rauszuhalten und den Abschäumer zu entlasten. Hinter dem Abschäumer sollte die Wasserhöhe, angepasst auf den Abschäumer, mit einer Trennscheibe vorgegeben werden. Weitere Trennscheiben nur, wenn wirklich der Bedarf vorhanden ist. Notfalls kann man auch eine weitere Scheibe nachträglich einsetzen.

    Welcher Medienfilter, wenn mal mit Aktivkohle gefiltert werden soll, oder Phosphatadsorber verwendet wird. Wenn ein Adsorber auf Lanthanbasis, wie möchtest Du die Ausflockungen entfernen, z.B. direkt in den Vliesfilter dosieren?

    Wo genau soll der UVC-Klärer hin und wo stecken die Pumpen, Anschlüsse etc? Welcher UVC-Klärer welche Leistung?

    Ich habe sowohl als auch. Ein Problem ist meist, dass man nie genug Platz hat, sowohl im Technikbecken als auch drumherum. Die beiden entscheidenden Komponenten im Technikbecken sind der Abschäumer und der Vliesfilter, denn diese brauchen Platz, der auch vorhanden sein muss in einem Stück und nicht fünf Abteilungen.

    Je nachdem, wie die Ansprüche sind und welches System verwendet werden soll kann es sehr eng werden. Ich würde deshalb mit einem Abteil für die Dosierpumpe und Dosierflüssigkeiten anfangen, am besten außen, wo man gut drankommt zum Nachfüllen und Kontrollieren.

    Dann das Abteil für den Abschäumer und den Vlieser im Technikbecken. Wenn noch Platz im Technikbecken ist ein Abteil für die RFP, wo dann auch die Wassernachfüllung ist. Ob im Technikbecken der Platz für ein Nachfüllabteil ist oder dies ausgelagert ist in einem Kanister extern musst Du entscheiden. Es sollte genügend Wasser für zwei bis drei Wochen vorhanden sein. Ist das nicht möglich, überlege, ob ein Kanister, Fass oder sonstiger Wasserbehälter irgendwo stehen kann.

    Eventuell wäre auch ein Abteil als Refugium oder Ablegerbecken interessant, wenn der Platz vorhanden ist.

    Du denkst zu kompliziert. Einfach ein Ablegerdeck ins Becken setzen und dort die Ableger heranziehen bis zum Verkauf. Ich habe z.B. gerade eben noch mit zwei Haltern ein Stück Lichtrasterplatte bei mir befestigt, dort können jetzt dutzende von Ablegern in aller Ruhe wachsen ohne weitere Kosten.
    Einziges Manko ist, dass ein perfekt gestyltes Becken dieses kleine Ablegerdeck mit drin hat. Bei meinem Becken kann ich damit gut leben.

    Dank 8x80W über dem Becken gedeiht der Algenteppich wunderbar. :grinning_squinting_face:

    Der Meersalat lässt sich gerne von der Strömung treiben, aber die Hauptquelle ist ziemlich eindeutig die Pumpe, wo er dranhängt und Fetzen dann durch die Strömung verdriftet werden.

    Vermutlich Ulva lactuca, aber so gut kenne ich mich nicht damit aus.

    Was der kleine ganz vorne ist kann ich nicht sagen, scheint noch eine dritte Alge zu sein.