Beiträge von Sandy Drobic

    Grundsätzlich gibt es auf vielen Gebieten im Augenblick Lieferprobleme, das ist nicht nur bei Fischen so. Wenn ein Artikel nicht als "auf Lager" ausgezeichnet ist, dann würde ich mich nicht auf die Lieferzeiten verlassen, die da stehen.
    Unabhängig davon warte ich lieber als ein Tier aus dem Internet zu bestellen.

    Hallo Rüdiger,

    ich kenne den Deltec 400 leider nicht aus persönlicher Erfahrung, aber was ich so gesehen habe lässt mich befürchten, dass das Gerät fast schon darauf programmiert ist zu Brummen.

    Der Beschreibung nach nehme ich an, dass es eine nicht regelbare Pumpe ist, die mit 220V betrieben wird. Da hast Du fast immer das Netzbrummen von 50Hz drin. Das ist der erste Knackpunkt, danach geht es zum KO-Sieg für den Radau: Der Abschäumer ist ein Hangon-Modell, welches direkt an der Aquarienscheibe hängt und so das Brummen über die harte Halterung auf die Scheibe überträgt. Damit hast Du die Aquarienscheibe als Resonanzboden, welcher den Radau verstärkt.

    Lindern kannst Du das ganze, indem die harte Halterung z.B. mit einem Stück Silikonschlauch federnd aufgehängt wird und die Übertragung des Brummens auf die Scheibe so gemindert wird. Überall, wo der Abschäumer mit der Scheibe Kontakt hat muss etwas federndes die Vibrationen dämpfen. Teilweise reicht schon ein Stück Silikonschlauch von der Dosierpumpe dafür.

    Aber letztendlich kannst Du es nur minimieren. Wenn Du das Brummen wirklich beseitigen willst brauchst Du eine elektronisch geregelte Niedervolt-Pumpe, die nicht das charakteristische Netzbrummen aufweist. Diese sind dann meist deutlich leiser, leider aber auch meist eine Ecke teurer.

    Ja, exakt jede Umständlichkeit verführt zum Vorherschieben. War und ist auch bei mir nicht anders.

    Genau so ist es leider. Da ich gerade mein großes Becken neu gestalte und vor allem diese Probleme dabei ausräume habe ich z.B. meine Lampe an einen Rolladenmotor gesetzt, der die Lampe per Knopfdruck hoch und runterfahren lässt.
    Eine 35kg-Lampe kann man leider nicht so einfach verstellen, deshalb war das notwendig, damit kleine Arbeiten tatsächlich mit kleinem Aufwand und schnell möglich sind. Die Lampe deckt nämlich das ganze 2m-Becken ab und ist entsprechend schwer. Ohne den Motor wäre es so lästig, die Lampe zu verstellen, dass mit Sicherheit jede Wartung im Becken verschoben würde.

    Koralle umgefallen? Ach kann ich doch morgen mit xx vornehmen, dann lohnt es sich.
    Morgen: habe gerade keine Zeit, mache ich am Wochenende.
    Am Wochenende: Mensch ist das wieder viel Arbeit am Becken, da wird man ja nur noch zum Sklaven des Beckens! Wo ist eigentlich die Koralle, die war doch hier umgefallen?!? Inzwischen hat die Grundel die Koralle längst verbuddelt und sie ist gestorben.

    Hallo Robert, noch ein Tipp für die Bekämpfung des Inneren Schweinehundes: schau Dir an, wie Du die Wartungsarbeiten und Beckenpflege optimieren kannst.

    Ich habe z.B. vor kurzem gemerkt, dass die Scheibenputzerei lästiger ist als ich angenommen hatte. Ursache war der relativ kleine Wischer, der Zeitaufwand und Mühe unnötig erhöht hatte. Nachdem ich einfach einen deutlich größeren Scheibenputzer rangeholt habe war das eine Sache von einem Bruchteil der Zeit und Mühe. Das jetzt täglich zu machen ist wirklich ein Aufwand, der nur zwei Minuten "mal eben" erfordert.

    Ebenso bei der Technik: werfe einen Blick da drauf und überlege, ob sie wirklich in optimaler Konfiguration ist und vielleicht nicht durch einen relativ kleinen Eingriff deutlich verbessert werden kann, etwa durch Einbau eines Vliesers, damit das Technikbecken sauberer ist und so ein Bio_brick wie oben angeführt auch vernünftig arbeiten kann und nicht direkt die Poren verstopft hat.
    Ganz zu schweigen davon, dass es verhindert, dass durch Fütterung und vergammelndes Futter die Nährstoffe hochgehen.

    Mache Dir die Arbeiten so bequem wie möglich, ich habe da z.B. sämtliche Kabel aus dem Weg geräumt gerade im Technikschrank, so dass ich nicht mehr darauf aufpassen muss, wann immer ich da arbeite. Es entlastet deutlich. Viele kleine Ärgernisse lassen das Fass überlaufen. Wenn die Lampe sich z.B. nur mühsamm weghängen lässt für Arbeiten, überlege Dir, wie sich das ändern lässt.

    Teilweise reicht es dafür, ein Handtuch zum Trocknen der Hände und Wegwischen von Tropfen immer in Reichweite hängen zu haben. Nichts ist ärgerlicher als Laufen zu müssen für jeden kleinen Handschlag.

    Das Becken hat sich über lange Zeit auf dieses Niveau eingespielt, da würde ich nicht in sechs Wochen, sondern lieber innerhalb von sechs Monaten eine Zielmarke von 0,1-0,15mg/l Phosphat anpeilen.

    Die Vernachlässigung fängt immer mit der Vernachlässigung der Wartungsarbeiten wie regelmäßige Wasserwechsel, Scheibenreinigung, Beckenpflege und Messen der wichtigen Wasserwerte an. Es ist lästig und man muss sich dazu aufraffen. Oft kommen die Entschuldigungen, die man sich selbst erzählt, dass man gerade keine Zeit hat und das nachholt, sobald man etwas mehr Zeit hat. Das kann ein oder zwei Mal passieren, aber bei Vernachlässigung wird dies zur Regel, das kenne ich leider nur zu gut von mir selbst.

    Ansonsten wäre nämlich ein derartiges Entgleiten der Parameter gar nicht möglich. Und deshalb ist diese Bekämpfung des Inneren Schweinehundes bei den regelmäßig anfallenden Arbeiten der erste enorm wichtige Schritt für die Wiederherstellung eines gut geführten Beckens. Setze Dir ein Arbeitspensum, was Du wirklich realisieren kannst und überlege Dir, was tatsächlich sinnvoll ist. Je mehr Du automatisieren kannst, desto weniger musst Du manuell machen und Dich als Sklave des Beckens fühlen.

    Deshalb sind diese regelmäßigen und wirklich stattfindenden Arbeiten so wichtig, weil sie Dir die Kontrolle über das Becken zurückgeben. Du weisst, was los ist und wie es sich entwickelt.

    Wenn ich richtig verstanden habe verwendest Du für die Wasserwechsel einfach Leitungswasser, das aufgesalzt wird? Das könnte erkären, wie Nitrat und Phosphat derart hoch sich aufschaukeln können. Viele Wasserwerke veröffentlichen eine Analyse des Trinkwassers von ihren Werten, wie hart das Wasser ist und wieviel Nitrat und Phosphat das Wasser enthält.

    Erschrecken Dich nicht, im Wasser sind bis zu 50mg/l Nitrat erlaubt, und häufig werden auch diese Werte noch überschritten, auch hier in Düsseldorf haben wir über 10mg/l Nitrat. Phosphat wurde inzwischen gesenkt, vorher wurde für den Schutz der Leitungen sogar 1mg/l Phosphat und ebenfalls Silikat dem Wasser hinzugefügt. Es sind aber auch deutlich höhere Werte schon im Trinkwasser gemessen worden.

    Deshalb ist ein Wasserwechsel unbedingt nur mit Osmosewasser, nicht Leitungswasser dringend empfohlen.

    Einen Chelmon würde ich nicht aus dem Versandhandel bestellen und mir immer vom Händler zeigen lassen, dass er an Frostfutter geht, dann kannst Du direkt auch das Futter mitnehmen.

    Chelmons haben eine traurige Berühmtheit erworben durch die Zahl der Futterverweigerer. Als Plan B würde ich auch nach einer verfügbaren Quelle von Lebendfutter suchen vor der Anschaffung. Mit Lebendfutter im Quarantänebecken sollte es möglich sein, den Chelmon durchzubekommen.

    Auf der Seite haben sie ja bereits das größte Problem angesprochen: Die enorme Oberfläche reduziert sich auf einen sehr kleinen Bereich, sobald die Poren verstopft sind, weswegen so ein Klotz am besten nach einem Vliesfilter oder zumindest einer Filterung mit Schwamm/Watte stehen sollte. Dummerweise habe ich nichts von irgendeiner Freischwemmmöglichkeit oder so gesehen.

    Ich würde das als Alternative zu anderen porösen Filtermaterialien sehen, interessant ist eher, was sie vorschlagen zum Animpfen mit den Bakterien, das dürfte die Effektivität des Blocks dann deutlich beeinflussen.

    Ansonsten würde ich das eher als LS-Ersatz ansehen, allerdings reduziert auf die Funktion als Bakteriensiedlungsfläche. Dafür finde ich das Preis-Leistungsverhältnis etwas unbefriedigend.

    Achte direkt am Anfang auf genügend Nährstoffe und setze Korallen rein, die schwankende Werte einigermaßen gut überstehen wie Montipora und Stylophora bei SPS, einfache Acropora wie eine Enzmann sollten auch möglich sein. Bei LPS Acanthastrea, Caulastraea, Lobophyllia, einfache Goniopora (die grünen/braunen, nicht die roten oder violetten am Anfang) und Alveopora. Bei LPS auch durchaus direkt am Anfang regelmäßig etwas füttern.

    Gerade bei Vitaminen in Flüssigkeiten würde ich sehr vorsichtig sein, so große Vorratspackungen anzuschaffen. Die Haltbarkeit von ständig immer wieder geöffneten Packungen sehe ich sehr skeptisch. Nach dem ersten Öffnen tickt die Zersetzungsuhr. D brauchst Du nicht 30 Jahre zu warten, bevor die Packungen sich schlicht in Abfall verwandeln selbst bei guter Handhabung.

    Deshalb nehme ich lieber kleine Packungen die relativ schnell verbraucht werden und hole dann lieber frische neue Packungen. Ist deutlich teurer aber dies ist ein Gebiet, wo Vorratspackungen eher Verschwendung bedeuten.

    Hallo Klaus,

    die Krux von dem Problem wird gerne mit dem Wort "alternativlos" beschrieben. Dies trifft auf die Geräte wie die Abschäumer und Vliesfilter aufgrund der hervorragenden Eigenschaften bei Lautstärke und technischer Funktion auch oft zu. Aber die Wasserbehälter haben eigentlich nur die Funktion, Wasser aufzubewahren und wenig Funktionalität drumherum. Die technische Funktionalität hat kaum Vorteile zu einem Kanister, um es deutlich auszudrücken.

    Tatsächlich hat mein RE-Wassertank sogar ein paar kleine Mängel, die mir etwas die Freude daran trüben und das Bild der wertigen Arbeit mit einem kleinen Sprung versehen. Bei mir ist z.B. die Beleuchtung nicht ganz funktionell, weil sie nur funktioniert, wenn ich den Anschluss am Netzteil der LED etwas unter Spannung setze.

    Was auch noch etwas ärgerlich ist: ich hatte den Behälter wirklich bis fast unter den Deckel gefüllt und dann gemerkt, dass es hinten raussuppt, wahrscheinlich genau aus der Beleuchtungsfunktion. Da war der Wasserbehälter an der Stelle nicht ganz wasserdicht. Das kann mein Kanister zwar nicht so schön, aber eben absolut zuverlässig: was oben reingeht kommt nicht irgendwo raus ausser man kippt ihn um oder pumpt es raus.

    Wenn ich jetzt aber ein Budget von 500€ für einen 50l-Wasserbehälter ansetze, dann kann ich mir auch Alternativen überlegen, die mit einem Schrank und Kanister drin auch hübsch aussehen können und genauso dicht sind. Hier ist der RE-Tank eben nicht alternativlos, weil andere eine ähnlich gute technische Funktionalität bieten.

    Hier fehlen mir die Features, die ich nicht missen möchte bei einem RE-Produkt. Ob das nun ein Levelsensor ist, der mich vorwarnt, wenn ein gewisser Stand unterschritten ist und die Beleuchtung dann auf rot blinkend umschaltet, eine geschickte Erweiterung für den Ferienfall mit einem großen Zusatzbehälter, der einfach angekoppelt werden kann oder was auch immer. Es fehlt eben das "alternativlose" Feature, was nur bei RE verfügbar ist und den hohen Preis dann als akzeptabel erscheinen lässt.

    Es fehlt mir auch etwas die schlüssige Integration in die Dreambox, welche das ganze so angenehm erscheinen lässt bei der Dreambox selbst. Das Kabel verschwinden lassen und die Anschlüsse sauber nutzen können ohne Workaround oder Fummelei mit Schlächen und ähnlichem.

    Das einzige, was Du in Zukunft vielleicht noch tun kannst, ist die Mysis vor der Verfütterung etwas anzureichern mit Vitaminen und ähnlichem, um Mangelerscheinungen vorzubeugen.

    Ansonsten kannst Du nur dem Chelmon etwas entgegen kommen mit der Art der Fütterung. Dem Chelmon ist die Futteraufnahme aus der Wassersäule fremd, da kann es mehr Erfolg geben, wenn er es aus Ritzen und Spalten rausfischen kann, wie er es gewohnt ist. Vielleicht lässt sich über so eine Futterdarbietung auch etwas mehr als Mysis unterjubeln wie Muschel- oder Garnelenstücke oder auch feine Fischstreifen.

    Entsprechende Futtersteine, die präpariert und versenkt werden, könnten vielleicht helfen.

    Das eine, was mir hier noch einfällt ist Sauerstoffmangel. Chelmons reagieren sehr empfindlich darauf, wenn der Sauerstoffgehalt im Becken fällt. Solange das Becken oben offen ist mit Strömung sollte da nicht viel passieren, bei einem abgedeckten Becken muss der Abschäumer immer sauber laufen, sonst kann es kritisch werden, gerade im Winter, wo wenig gelüftet wird.

    Ein Verhungern selbst nach langer Zeit würde ich ausschließen. Danach sah das Tier nicht aus. Selbst bei einer mangelhaften einseitigen Ernährung sollte man Krankheitszeichen oder Verhaltensauffälligkeiten sehen, deshalb denke ich nicht, dass dies das akute Problem war.

    Nach der langen Zeit sollten auch Konflikte in der Fischgesellschaft deutlich sein, weswegen ich das auch als unwahrscheinlich ansehe.

    So kann ich da auch nur im Nebel stochern.

    Bei mir ist das natürlich deutlich günstiger dimensioniert:
    ein BK200 mit 5l Reaktor in einem relativ kleinem Raum bei 500l treibt den pH enorm hoch. In dem Raum habe ich keine Terassentür, die ich komplett öffnen kann, daher ist das Lüften deutlich schwieriger. Ohne Atemkalk würde das nicht mehr funktionieren.

    Ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich eine gute Idee ist, die ECM42 auf einen Schwenkarm zu setzen, denn die Pantha hat einen sehr scharfen Strahl, der dann über einen weiten Bereich gefächert wird. Für Korallenbesatz ist dieser Bereich dann nicht so gut geeignet. Da würde ich eher eine Pumpe mit weichem Strahl an den Schwenkarm setzen.

    Vermutlich wirst Du auch noch etwas mehr an Pumpen brauchen, da Du die Strömung auch an den Seiten umlenken musst. Nutze die Zeit, wo kaum was im Becken ist, um die Strömung mit verschiedenen Standorten zu testen.

    Beim Licht kommt es jetzt darauf an, was an Korallen Du pflegen möchtest. Wenn es ein SPS-Becken werden soll brauchst Du wie Tommy vorgeschlagen hat flächig verteilte starke Beleuchtung. Wenn SPS nur an einigen Stellen kommen sollen und ansonsten LPS oder Weiche gepflegt werden sollen, dann könntest Du mit einem anderen Beleuchtungskonzept arbeiten.

    Da ging es zwar um Glasrosen, aber tatsächlich ist die Chance gut, dass ein GR-Vertilger auch andere Anemonen auf die Speisekarte setzt. Allerdings gibt es nie eine Sicherheit, dass er dies tut. Falter sind hier die wahrscheinlichste Antwort, auch ein Chelmon hat teilweise mit Manjanos aufgeräumt, allerdings ist dies nicht häufig der Fall.

    Und wie gesagt, sehr selektiv wird ein Falter hier auch nicht sein. Deshalb ist die beste Methode immer noch, direkt am Anfang einzugreifen und die Manjanos händisch zu vernichten, wenn man nur wenige sieht.

    Völlig unabhängig von der Pumpe dürfte der CO2-Gehalt ein Winterproblem sein, weil dann zu wenig im Raum gelüftet wird. Der Abschäumer kann nur einen Ausgleich mit der Luft im Raum erzeugen, und wenn dort bereits ein hoher CO2-Gehalt vorliegt wird auch das Becken einen hohen CO2-Gehalt haben.

    Die übliche Methode ist, dies mit Atemkalk oder Kalkwasser zu beheben und die Kontrolle sollte über den pH-Wert gehen, denn dieser ist entscheidend zur Beurteilung, ob der hohe CO2-Gehalt kritisch ist oder nicht.

    Bisher sehe ich keine offenen Wunden, aber der scopas schwimmt häufig eindeutlich mit dem Messer dem xanthurum zugewandt auf ihn zu, Gebeisse gibt es genügend, aber schwere Verletzungen scheint es noch nicht zu geben, was allerdings auch an meinen schlechter werdenden Augen liegen kann. :face_with_tongue:
    Schnittwunden dürften bisher noch relativ leicht sein.

    Heute gibt es erst mal Rucola-Salat zum Dessert.

    Ich werde mir mal überlegen, wie die Halter für die Lichtrasterplatten aussehen könnten und etwas passendes ausdrucken. Wenn ich etwas Zeit gewinnen kann für den xanthurum muss ich ausprobieren, ob die Situation etwas entschärft wird.

    Hallo hajo,

    eine mögliche Unart des xanthurum in Ehren, aber das ist alles Makulatur, wenn er bis dahin von dem scopas gemeuchelt wird. Erst muss das aktuelle Problem gelöst werden, dann kann ich mir über spätere Folgen Gedanken machen. Im Augenblick wird der xanthurum derart massiv angegangen vom scopas, dass dies tatsächlich passieren kann.

    Ich werde es auf jeden Fall noch einmal mit intensiverem Grünfutterangebot versuchen und wenn möglich, den scopas auch noch einmal separieren. Vielleicht werde ich mir auch noch ein Abteil aus Lichtrasterplatten bauen, um ein einfaches Separieren im Becken zu ermöglichen.

    Wenn das keinen Erfolg hat muss ich sie trennen und einen abgeben.

    Eventuell wäre eine Futterneid-Sitation noch möglich. In meinem Becken sind im Moment zwar noch mehrere Algenarten reichlcih am Wachsen, aber vielleicht mag der scopas diese nicht und möchte die gewünschten Algen für sich reservieren. Das wäre vielleicht noch eine Erklärung dafür, dass er nach längerer Zeit anfängt, so einen massiven Rabatz zu machen. Es wird im Augenlbick 2-4 mal am Tag gefüttert, Frostfutter und Flockenfutter mehrere Sorten, deshalb glaube ich nicht direkt an eine Futtermangelsituation.

    Ich habe zwar bereits mehrere Arten von Nori im Becken ausgehängt, bisher scheint da aber hauptsächlich der Seeigel sich dran zu bedienen.

    Hallo Bernd,

    bei mir ist die Situation etwas anders, die beiden Doktoren kannten sich schon aus dem Verkäuferbecken und waren auch schon einige Zeit bei mir zusammen, der scopas hat erst nach längerer Zeit (etwa drei Monate) angefangen, gegen den kleinen xanthurum zu stänkern.

    Wo ich anfangs noch dachte, es geht eher um die Rangordnung im Becken sieht es jetzt doch ziemlich heftig nach einem Vertreibungsversuch aus. Er will ihn offenbar raus aus seinem Revier haben. Nur ist das Revier eben das ganze Becken.

    Der kleine xanthurum versucht tatsächlich die Stirn zu bieten, hat aber gegen den aggressiven und größeren scopas keine gute Position.

    Hallo Leute,

    in diesem Becken habe ich nur Fische, die ich vorher noch nie gepflegt habe, unter anderem zwei kleine Doktoren, einen braunen Zebrasoma scopas und einen Zebrasoma xanthurum. Zuerst schwammen sie friedlich miteinander im Becken, aber inzwischen unterdrückt der scopas den xamthurum massiv, sowohl vor jeder Fütterung als auch zwischen den Fütterungen.

    Vor einem Monat habe ich noch zusätzliche Fische eingestzt, drei Pseudanthias squamipinni , zwei Chromis viridis und einen Meiacanthus grammistes, auch in der Hoffnung, dass mehr Fische einen verteilten Druck aufnehmen würden. Leider scheint sich das Feindbild beim scopas eingebrannt zu haben, die anderen Fische kümmern ihn nicht, er hackt immer auf dem xanthurum herum.

    Hat jemand hierfür einen Vorschlag oder ist eine Trennung der beiden (Abgabe scopas) die einzige Möglichkeit?

    Beide sind noch sehr klein, der scopas vielleicht 7cm, der xanthurum gerade 5cm.

    Hallo Rainer,

    schön zu hören, dass einige andere auch es mit dem Tier gewagt haben. Es bestätigt aber auch, dass wir es immer mit Individuen zu tun haben, die noch nie die Beschreibung gesehen haben, wie sie sich verhalten sollen. :grinning_squinting_face:

    Ein kleines bischen überlege ich schon, ob ich mir so einen Kugelbrummer ins Becken setze. Allerdings habe ich schon drei Seeigel, zwei Pfaffenhüte und einen Kugelseeigel. Für den Moment ist die Nische bereits besetzt.

    Zusatz-Idee als Plan B:

    wenn Du absehen kannst, dass die Freigabe der Kleinfische kurz bevorsteht kannst Du im Ablaufschacht hinter dem Ablaufkamm einen Netzkasten einsetzen, den Du dann täglich morgens kontrollierst auf Fischlarven (musst Du dann ohnehin wegen dem eingespülten Krempel). Ergänzt vielleicht noch durch eine kleine LED, welche den Weg weist über dem Ablaufkamm.

    Das Netz muss natürlich ziemlich fein sein, aber so kannst Du die Fischlarven hoffentlich vor dem Vlieser retten. Als Krönung natürlich auch hier ein kleiner künstlicher Seeigel. (^-^)

    Das war genau der Anlass, warum ich mich damit beschäftigte. Ich hatte mich gewundert, warum der Ablauf so laut war und gemerkt, dass zu viel Wasser über den Notablauf ging. Als dann trotz voll offenem Ventil immer noch zu viel Wasser über den Notablauf ging war die Sache klar und ich habe die RFP einen Ticken runtergeschaltet, und alles war wieder gut.
    Bei mir staut der Vlieser auch das Wasser hoch und reduziert so den Höhenunterschied um gute 10cm. Das macht bereits eine Menge aus.

    Das hängt nicht nur vom Rohrdurchmesser ab, sondern auch von der Gestaltung der Verrohrung (90°-Winkel oder Bögen usw.) und dem Druckunterschied zwischen Oberfläche Schaubecken zu Oberfläche Technikbecken ab. Und wenn am Ende noch ein Vliesfilter hängt, der ebenfalls noch Wasserwiderstand erzeugt ist es wieder etwas anders.

    Deshalb kann die Antwort nur sein "hängt davon ab". Ich kann Dir aber ein paar Beispiele aus meiner Praxis nennen:

    Wenn alles optimal verrohrt ist ohne Strömungswiderstände und Ablaufhindernisse kann ich bei 32er Verrohrung (Rücklauf und Ablauf) die volle Leistung einer 80W Speedy durchlaufen lassen. Dabei ist der Höhenunterschied etwa 1,25m bei zwei 90°-Bögen im Ablauf, Rücklauf geht gerade hoch mit einem 90°-Bogen oben und zwei 45°-Winkeln beim Beckeneinlauf. Das dürften dann etwa 5500-6000 l/h sein.

    Nachdem ich einen Vlieser dahintergeschaltet habe ist die Leistung deutlich gesunken auf ca 3000l/h.