Beiträge von Sandy Drobic

    Mal ganz im Ernst: ist das jetzt eine Verschwörungstheorie, dass für Verschwürungstheoretiker hier ein Schutzraum geschaffen wird? Ist damit der Poster dieser Theorie, die ohne jedes Beispiel für eine Untermauerung dieser Versdchwörungstheorie jetzt ein Verschwörungstheoretiker, der direkt unterbunden werden sollte?!?

    Dies mal als Beispiel, warum es eben nicht ganz so einfach ist, so etwas als "einfach erkennbar" und für jeden direkt einsichtig abzufertigen. Letztendlich wird auf diese Weise nur definiert, wer bestimmt, was eine Verschwörungstheorie ist und wer abgewürgt werden soll.

    Rüdigers Vorschlag zum Nachweis von genügend Kompetenz vor einem Freischalten als Poster klingt im ersten Moment sehr attraktiv, führt aber wieder zu einem Kontrollgremium, welches bestimmt, wer "kompetent" ist. Dies ist oft auch keine Folge von langer Aquaristiktätigkeit, wie ich selbst erfahren musste. Als mein Becken vor 10 Jahren geplant wurde habe ich mit einem Aquaristikhändler zusammengearbeitet, der viele Jahre Tätigkeit aufweisen konnte. Bei der Realisierung des Aufbaus hat sich aber schnell gezeigt, dass die Verrohrung des Technikbeckens so gestaltet war, dass das Refugium gar nicht durchströmt wurde. Er hatte leider keine Erfahrung mit Refugien und sich erkennbar auch nicht damit auseinandergesetzt. Für die restliche Realisierung des Aufbaus habe ich dann auf seine Mitarbeit verzichtet. Von daher bin ich inzwischen sehr vorsichtig, wer als kompetent bezeichnet wird und auf welche Gebiete genau sich diese Kompetenz erstreckt.

    Wer sachlich diskutieren kann, eine unzutreffende Meinung auch revidieren kann, der sollte von einer Diskussion nicht ausgeschlossen werden. Ich habe auch schon daneben gelegen und mich geirrt in meinen Äußerungen, schließlich bin ich auch nur ein Mensch und kein Computer mit unfehlbarem Gedächtnis.

    Von daher würde ich dafür plädieren, dass vor allem der Ton die Musik macht und bestimmen sollte, ob jemand zum Schweigen gebracht werden sollte. Ein deutliches Kennzeichen dafür wären persönliche Beleidigungen, die grundsätzlich in einer Diskussion nichts zu suchen haben und NIE eine Diskussion weiterbringen.

    Ein Time-Out von drei Tagen etwa wäre eine sinnvolle Maßnahme, die genügend Zeit bietet, dass derjenige sich das ganze noch einmal gut durch den Kopf gehen lassen und in der Zwischenzeit seinen Hitzkopf auf eine normale Temperatur abkühlen kann. Und dieser Time-Out sollte auch ruhig relativ schnell vergeben werden, um zu verhindern, dass eine Diskussion in eine Schlammschlacht abgleitet.

    Gut oder böse ist eigentlich nicht so treffend gefragt, eher, ob die Krabbe an etwas geht, was schmerzt zu verlieren, und das hängt oft vom Becken und den dort gepflegten Tieren und Pflanzen ab. Viele Krabben bevorzugen Algen, gehen aber auf die Suche, wenn diese nicht genügend vorhanden sind, und dann nehmen sie halt, was sie kriegen können.

    Die Bilder sind nicht so gut für eine Bestimmung geeignet, aber schau mal in Richtung Cymo oder Pilodius. Ein gutes Foto von den Scheren und der Frontpartie würde weiterhelfen.

    TM Phos-Start und Phos-Feed laut Homepage ab September 2022 verfügbar. Bisher sehe ich jedoch keine Verfügbarkeit bei den Händlern. Kann jemand etwas zum aktuellen Stand der Verfügbarkeit sagen?

    Wie Rüdiger schon gesagt hatte: am Licht sparen ist letztendlich sehr teuer! Zusätzlich zum pH würde ich auch den Phosphatwert etwas erhöhen, denn das von unten weiss werden könnte damit zu tun haben, dass Deine Korallen schlicht hungern.

    Du kannst es durchaus hinter die RFP setzen, diese sollte dann aber eine Nummer stärker sein. Es hat vor allem auch den Vorteil, dass Du dich nicht mit den kleinen aber lauten Pumpen ärgerst, die oft mehr Rabatz machen als die dicke RFP. Der Nachteil ist, dass Du sauber die Menge bestimmen musst, welche durch den Bypass läuft, da dies auf den nachgeschalteten Filter/UVC angepasst sein muss.

    Die Alternative wäre, separate kleine Pumpen zu verwenden, um die übrigen Geräte mit einem definierten Durchsatz zu betreiben.

    Und hier hast Du schon einen guten Verdächtigen, warum es bei empfindlicheren Korallen nicht so funktioniert: zu stark schwankende Werte gerade bei kH und Phosphat mögen empfindliche SPS gar nicht.

    Messe regelmäßig, seie Misstrauisch, ob die Werte auch wirklich stimmen. Gleiche sie deshalb mit einer Meerwasserreferenz ab.

    Bevor Du an empfindlichere Korallen gehst würde ich erst zusehen, dass die Schwankungen deutlich reduziert werden. Dieser innere Schweinehund bei regelmäßigen Pflege- und Messmaßnahmen ist für viele Probleme bei Aquarien verantwortlich. Wenn Du den Korallen gleichmäßig gute Bedingungen bieten kannst wirst Du merken, dass viele Probleme sich wie von selbst erledigen.

    Hallo Bettina,

    so schlecht sehen die Warte der ICP gar nicht aus, deshalb würde ich keine Panik machen, sondern lieber systematisch vorgehen. Die erhöhten Werte bei Zink und Nickel können auf rostenden Stahl hindeuten, etwas, was durch Salzwasser angegriffen wird und die Stoffe ins Aquarium abgibt. Teilweise kann dies durch Spritzwasser geschehen und später über Verdunstung, Kondensation und Zurücktropfen ins Aquarium, etwa bei der Lampe, die eigetnlich gar nicht im Wasser ist oder mit dem Aquarium in Berührung kommt, oder ein Gerät, was nicht ganz meerwassertauglich ist.

    Kontrolliere auch ruhig, ob Du Ursache und Wirkung wirklich korrekt in Zusammenhang gebracht hast, z.B. die Algen/Cyanos und die Strömung. Häufig hängt genau dieses ungewünschte Wachstum nämlilch auch vom pH-Wert ab, der oft nicht gemessen wird, bei wenig Lüftung im Winter aber deutlich sinkt durch das Kohlendioxid in der Luft.
    Abhilfe wären z.B. Kalkwasser oder Atemkalk an die Lufteinsaugung des Abschäumers anschließen.

    ich würde vor allem regelmäßig Wasserwechsel jede Woche machen, um das Becken zu stabilisieren. Gleichzeitig etwas engmaschiger kH, Phophat, Dichte, Temperatur messen und diese Werte so gleichmäßig wie möglich steuern.

    Wenn das funktioniert kannst Du neue SPS einsetzen. Nimm erst mal relativ einfache wie eine Milka oder Montipora.

    Das wäre in der Tat die optimale Lösung für das Problem, Seeigel sind ohnehin gerne im Dunkeln unterwegs.
    Nur ist es halt schwieriger, die Algenblätter für den Seeigel bereit zu stellen. Vielleicht mit einem kleinen Steinchen, damit das Noriblatt nicht einfach wegsegelt.

    Ich werde heute abend mal ausprobieren. Danke für den Hinweis!

    Hallo hajo,

    das war ähnlich auch bei meinen Docs so. Am Anfang war das Raster von dem Algenhalter völlig uninteressant, die Algenblätter verfaulten unbeachtet im Halter, vor dem hatten sie ohnehin panische Angst. Erst seit der Seeigel gefüttert wurde und die Fische zaghaft dann an das Blättchen gingen, welches am Seeigel hing und laaangsam unter den Seeigel gezogen wurde, haben sie begonnen, zaghaft an dem Blatt zu zupfen.
    Inzwischen sind es regelrechte Raubüberfälle geworden, und die Beute wird energisch runtergerissen und nicht selten dem Seeigel komplett entrissen.

    Hallo Eric,

    danke für die Rückmeldung. Ich konnte mir schon gut vorstellen, dass Doktoren im Anfang mehr auf Plankton stehen und daher dann auch sehr zufrieden mit Frostfutter sind, aber später eben auch mehr auf pflanzliche Nahrung übergehen. Als ich den xanthurus bekommen habe war er nur knappe 3-4cm groß, inzwischen hat er schon ein paar cm zugelegt wie auch der scopas.

    Dein Bericht über das weite Spektrum an Nahrung hat mich jedenfalls dazu animiert, auch immer wieder andere Sachen anzubieten, die Halter dafür liegen schon länger bei mir in der Schublade. (^-^)

    Seit einiger Zeit habe ich ja die zwei kleinen Doktoren im Becken, einen Zebrasoma xanthurus und einen Zebrasoma scopas. Inzwischen haben sich die Prügeleien zwischen den Doktoren deutlich beruhigt und es herrscht einigermaßen Frieden im Becken.
    Als ich vor einiger Zeit gemerkt habe, dass trotz viel Algenwuchs der Seeigel nicht gut aussah habe ich angefangen, ihn mit Nori zu füttern. Vielleicht haben die Caulerpa, die ich im Becken habe, starke Gifte entwickelt, welche die Seeigel behindern. Übrigens gehen auch die Doktoren oder der Fuchs nicht an die Algen, nicht nur der Seeigel.

    Nachdem ich Nori zugefüttert habe für den Seeigel ging es ihm deutlich besser, und so bekommt er jetzt regelmäßig Noriblätter zugefüttert.

    Allerdings ist das in letzter Zeit deutlich trickreicher geworden, denn die Doktoren sind offenbar auf den Geschmack gekommen und fangen an, energisch dem Seeigel die Noriblätter zu entreissen, allen voran der kleine blaue Doktor.

    Noch vor einem halben Jahr haben die Doktoren reingehängte Noriblätter nicht einmal scheel angesehen. Inzwischen kann ich den Seeigel nur noch füttern, wenn ich zuerst die Doktorenmeute befriedigt habe.

    Ist das normal, dass der Geschmack auf Algen erst im Laufe der Zeit kommt und sehr junge Doktoren wenig Interesse an Algen haben?

    Die Fische bekommen wegen den Fahnenbarschen und dem Chelmon zwei mal pro Tag Frostfutter, neben etwas Pellets, was automatisch zugegeben wird, wenn ich im Büro bin. Algen haben sich zur Monokultur entwickelt, eben nur diese eine Alge, die reichlich wächst, aber offenbar nicht gefressen wird. Kann sie jemand identifizieren?

    Die gezackten Ränder sehen wie Caulerpa brachypus aus. Dazu passend wäre, dass anscheinend kaum ein Tier diese Alge deutlich reduzieren möchte. Da werde ich wohl manuell tätig werden müssen...

    Hi Ralf,

    da sieht doch sehr erfolgreich aus! Das Wachstum der Korallen zeigt deutlich, dass das nicht nur im Augenblick funktioniert, sondern konstant und über längere Zeit. Der Lippi dürfte ein Anampses meleagrides sein, ein schöner Fisch, der teils ziemlich groß werden kann viel Bewegung braucht. Also Balling, monatlicher Wasserwechsel 15%, ordentlicher Korallenbesatz der gut wächst zusammen mit Algenrefugium als Verbraucher. Was für Licht verwendest Du über dem Refugium und Becken? Setzt Du Phosphatadsorber ein?

    Hallo Ralf,

    mich würde schon interessieren, welche Fischgesellschaft Du mit welchem Abschäumer und der AM DC 3.3 auf 50% mit Erfolg aufrecht erhalten kannst und wie die Wasserwerte bei den Nährstoffen aussehen.
    Ich gehe jetzt mal davon aus, dass Dein Technikbecken unter dem Schaubecken ist und die RFP die Höhendifferenz zwischen Technikbecken und Schaubecken bewältigen muss. Wenn z.B. das Technikbecken im Nebenzimmer erhöht steht und die Höhendifferenz sehr gering ist wäre das wieder eine andere Sache.

    Es kommt immer auf das Zusammenspiel aller Komponenten an, dass dies funktioniert. Das muss dann nicht allgemein gültig sein, aber es wäre ein funktionierendes Beispiel für Deine Gegebenheiten.

    Bei mir z.B. hatte ich das Problem, dass mein BK200 mit Speedy eine Menge Wasserdurchsatz hat und brav mit viel Wasser versorgt werden will, um eine stabile Schaumsäule zu bilden. Leider hat mein Vliesfilter dafür gesorgt, dass der Durchsatz deutlich weniger als meine Planung war und deshalb flog er raus. Bei mir läuft also auch nur ein Abschäumer, RFP auf 35W mit etwa 2500l/h. Das sind etwa so viel wie der Abschäumer auch an Wasser durchzieht.

    Es ist ähnlich wie man einen Mercedes nicht ständig mit 200 km/h fährt, sondern wegen dem Komfort. Ich möchte auch stark bezweifeln, dass bei Dir bei 50% Leistung 1500l/h durchgehen, das ist deutlich weniger als Du glaubst. Wenn die Pumpe 1,5m Höhenunterschied zu bewältigen hat, dann kommt bei 50% Leistung nur noch ein Rinnsal oben raus. Schließlich ist die Pumpe angegeben mit 2,7m maximale Förderhöhe. in Deutsch: bei 2,7m Förderhöhe kommt bei 100 % Pumpenleistung gerade ein Rinnsal oben raus.

    Aber mal zu den RE-Pumpen: Statt 150€ zahlst Du 220€ und hast etwas mehr Leistung, wenn Du feststellst, dass es bei Dir eben nicht reicht. 70€ reichen nicht mehr weit, wenn man Korallen kaufen möchte, das habe ich schon deprimiert festgestellt.

    Mich interessiert da vor allem, wie die Zusammenstellung aus Tierbesatz mit Abschäumer und Strömung bei Dir aussieht und da es offenbar bei Dir funktioniert, WARUM es bei Dir funktioniert.

    Es muss tatsächlich nicht bei jedem der 10-fache Beckenumsatz durch das Technikbecken sein wie Triton das gerne proklamiert für seine Methode, aber wenn es schon deutlich weniger als der normal veranschlagte 2-3fache Durchsatz durch das Technikbecken ist sollte man schon genau hinschauen und es nicht als allgemein gültig annehmen.

    Das ist nicht so einfach wie man denken würde. Die meisten Korallen kommen gut mit einer Beleuchtung klar, die auch SPS-Ansprüchen genügen würde, und teilweise können SPS bei relativ schwacher Beleuchtung noch existieren, die Spanne ist deshalb nicht gerade gering. Es liegt deshalb auch daran, was die Korallen gewöhnt sind, alle abrupten Wechsel sind schlecht für das Wachstum.

    Grobe Richtwerte sind:
    SPS: 300-450 PAR
    LPS: 100-300 PAR
    Gorgonien: 150-350
    Weiche: 100-400

    Dazu kommt noch die Eingewöhnung in die heimische Fischgesellschaft, die teilweise ganz andere Herausforderungen zusätzlich aufstellt.

    Als Joe z.B. ein paar Chelmons relativ frisch herein bekommen hat, habe ich einen mitgenommen, der so aussah, als ob er sich für das Futter interessieren würde. Aber in meiner Gesellschaft von Doktoren und Fahnenbarschen hatte ein neu hinzugekommener Chelmon wirklich nichts zu melden und er hat schlicht nichts angenommen, egal wie viel Futter und welches ich reingeworfen habe, ob Lebendfutter oder Frostfutter. Nach einer Woche habe ich den Versuch abgebrochen und den Fisch lieber zu Joe zurückgebracht, wo er eine Chance hat, in ruhiger Gesellschaft an das Frostfutter gebracht zu werden.

    Ausgerechnet beim Megazoo habe ich einen Chelmon erwischt, der direkt aus der Wassersäule frisst und heute noch dabei ist. Wenn er sich nur um die Glasrosen kümmern würde wäre ich glücklich. :face_with_tongue:

    Alleine das Demonstrieren, dass ein Fisch überhaupt frisst, ist nicht selbstverständlich und teilweise sind Händler der Ansicht, dass dies in der Verantwortung der Kunden liegt, den Fisch zum Fressen zu bringen. Halt eine Art Glücksspiel, ob der Fisch Frostfutter akzeptiert und überlebt oder nicht.

    Hi Andi,

    ich würde es schlicht in der Praxis ausprobieren und in den nächsten Wochen engmaschig einige relevante Werte messen, die ein Problem aufzeigen könnten. Nach der großen Hitzewelle ist der Zeitpunkt einigermaßen günstig.
    Messe etwas engmaschiger Nährstoffe und wenn möglich ph-Wert, Sauerstoffgehalt und halte ein gutes Auge auf kH als Zeichen des unveränderten Stoffwechsels, vergleiche die Wachstumsspitzen der Korallen auf regelmäßigen Fotos.

    Alarmmerkmale wären, wenn die Schaumsäule im Abschäumer sich nicht korrekt halten kann oder eben kH-Schwankungen deutlich würden oder Wachstumsverlangsamung eintritt.

    Über einige Tage sollte zumindest erkennbar sein, ob sich Veränderungen zeigen bei Nähstoffen oder kH-Verbrauch.

    Die Theorie ist, dass die verengten Dosieröffnungen dafür sorgen, dass die Flüssigkeiten als Mikrotropfen abgegeben werden und so nicht als großer Tropfen am Schlauch hängen oder die Flüssigkeit an der Luft eintrocknet.

    Im Prinzip reicht es aus, verengte Öffnungen anzubringen und gut ist. Ich habe z.B. Kanülen mit engen Öffnungen unten angebracht.

    In der Praxis ist es nicht perfekt aber eine deutliche Verbesserung, gerade bei hochkonzentrierten Flüssigkeiten.

    Hallo Andy,

    wenn die Korallen sich nach einem großen Wasserwechsel erholen ist das schon mal gut zu hören. Dann weisst Du jedenfalls, dass die Wasserwerte nicht in Ordnung waren und laut Messungen immer noch nicht sehr gut sind.

    Mein Vorschlag wäre, vor dem Einsetzen neuer Korallen erst mal sehen, dass die Wasserwerte auch einigermaßen stabil bleiben und im Griff sind, also für ein paar Wochen die Werte mindestens einmal pro Woche messen und zusehen, das kH und PO4 einigermaßen stabil bleiben, bzw. sich wie gewünscht entwickeln.

    Solltest Du merken, dass die Wasserwerte sich nicht wie erwartet entwickeln, dann würde ich vor dem Einsetzen neuer Korallen erst herausfinden, WARUM die Werte sich nicht wie erwartet entwickeln und überlegen, was Du dagegen tun kannst. Beispielsweise jede Woche 20 Prozent Wasserwechsel und die Wasserwechsel wirklich regelmäßig durchführen. Lieber etwas mehr Aufwand bei der regelmäßigen Pflege als Korallen sterben lassen, das ist letztendlich deutlich teurer, bringt jede Menge Frust und ist den Tieren gegenüber auch nicht fair.

    Wenn die Werte dann ein paar Wochen im gewünschten Rahmen bleiben spricht nichts gegen den Besatz mit neuen Korallen.

    Hallo Andy,

    nochmal ganz explizit gefragt: wie sehen die Korallen aus, geht es denen gut oder sterben z.B. die SPS reihenweise ab?
    Wenn nicht, dann Ruhe bewahren und Werte allmählich senken, Futtermenge und Fische in Vergleich setzen und danach dann Phosphatadsoerber einsetzen und allmählich die Werte senken.

    Nur, wenn die Korallen schlecht aussehen, große Wasserwechsel und Phosphatadsorber einsetzen und Werte in Richtung 0,1mg/l lenken.

    Wann immer Du solche Korrekturmaßnahmen verwendest, bitte engmaschig kH und PO4 messen und die Wirkung der Maßnahmen überwachen. Es kann nämlich sein, dass z.B. der Sand sich als Phosphatdepot erweist und Du einen Wasserwechsel machst, der Phosphtwert kurz sinkt und nach ein paar Tagen wieder deutlich gestiegen ist, nachdem aus den Depots der Phosphatgehalt wieder in Lösung gegangen ist.

    Kommt auch darauf an, wie es bei den übrigen Wasserwerten aussieht. Ein großer Wasserwechsel ist immer effektiver, aber wenn z.B. Phosphat niedrig ist, würde durch große Wasserwechsel zwar Nitrat gut gesenkt, Phophat vielleicht aber in einen zu niedrigen Wert gedrückt.

    Großer Wasserwechsel vor allem dann, wenn das Becken auch echte Probleme zeigt. Kleine Wasserchsechsel, wenn es nur um sanfte Korrektur von ungewünschten Werten geht, ohne dass die Tiere im Becken Probleme haben.

    Hallo hajo,

    tatsächlich ist es nicht die Forschung, welche sich so stark verändert hat, sondern vor allem der Zugriff auf die Informationen und Ergebnisse, welcher durch das Internet revolutioniert wurde.
    Wo früher Bücher und Publikationen gesammelt und gedruckt wurden und die Verbreitung so sehr langsam von sich ging, der Zugriff oft teuer und nicht einfach verfügbar war, verbreitete sich das Wissen deshalb sehr träge und oft nur in eingeschränktem Kreis. Mit dem zunehmenden Erfolg des Internets wurde das Auffinden von Informationen deutlich einfacher und für breite Teile der Aquarianer zugänglich und das Verbreiten von Wissen (und leider auch oft Unwissen) deutlich schneller. Inzwischen kann ein Buch es sich oft nicht mehr leisten, Jahre für die sorgfältige Recherche zu investieren, da es sonst überrollt wird von stets neuen Entwicklungen und dem aktuellen Stand des Wissens.

    Dazu gehört auch Facebook, Foren wie unseres und Whatsapp. Eine schnelle Frage im Internet bringt oft eine Vielzahl an Antworten, die Kunst ist heute, die Spreu vom Weizen zu trennen.
    Aber dies ist eine allgemeine Entwicklung, nichts, was für die Meerwasser-Szene spezifisch ist.

    Vor gut 10 Jahren waren es tatsächlich die ICP-Analyse für Endverbraucher und das Aufkommen von LED-Lampen, welche Änderungen brachten.
    Danach eher etwas unterschwellig das Aufkommen von Vliesfiltern.
    In den letzten Jahren die Automatisierung von Messwerten und Dosierungen, welche sich schleichend immer breiter entwickelt.
    Außerdem das fortschreitende Verknappen von aus dem Meer entnommenen Ressourcen wie Meersand, Lebende Steine, selbst Totgestein für die Herstellung von Riffkeramik bis hin zu Fischen und Korallen, die immer wieder von Export- oder Importverboten betroffen sind.

    Hallo Ihr beiden,

    an den vielen leeren Stellen in der Planung merke ich, dass Ihr noch am Anfang der Planung seid und vieles noch nicht geklärt ist. Ich fange mal von hinten an, damit Ihr einen Eindruck bekommt, was das alles in der Praxis für Auswirkungen hat.

    Was ich damit meine ist: stellt Euch vor, das Becken ist im Betrieb und ich frage jetzt: wie läuft die Handhabung jetzt ab? Steht das Becken nur auf seinem Untergestellt oder befindet sich das Technikbecken mitsamt aller Technik unter dem Becken? Der verfügbare Platz wäre dann begrenzt auf die Beckenfläche und wie hoch das Becken auf dem Unterschrank steht. Oder ist das Becken im Erdgeschoß und das Technikbecken kann auch in den Keller darunter verlegt werden?

    Wenn es nicht im Erdgeschoß ist hält die Decke noch oder ist alles zusammengekracht? Normale Zimmerdecken sind für eine lächerliche Flächenlast von 150kg/m² ausgelegt. Wenn es gut ist vielleicht 300kg/m². Bei so einem Aquarium kommt eine extreme Flächenlast von über 1000kg/m² durchaus zusammen. Da muss selbst ein Optimist schon etwas Mut haben, um das dann als Raumteiler nicht an der tragenden Wand, sondern in den Raum als Raumteiler zu planen. Ich hoffe deshalb, dass die Statik von Euch bereits abgeklopft ist.

    Verdunstung und Wärme ist ein weiteres Thema bei der Planung. Ideal ist es, wenn der Raum, wo das Aquarium steht, klimatisiert ist, sonst muss man einiges an Vorbereitung zum Thema Tropffeuchtigkeit, Schimmelvermeidung und Wärmemanagement bei großen Meerwasserbecken abarbeiten, ganz zu schweigen von dem Rost, der an Metalloberflächen entsteht.

    Lasst uns annehmen, dass all dies geklärt ist und das Becken steht und die ersten Wartungsarbeiten am Aquarium stattfinden. Wenn das Becken 80cm hoch ist und der Unterschrank 90cm, sollte das Hantieren im Technikbereich erträglich sein, aber alles im Schaubecken ist auf einer Höhe, die eine Leiter erfordert. Das Platzieren von Korallen kann oft nur mit einem Greifer erledigt werden und "mal eben" mit der Hand reingreifen, um eine Koralle umzusetzen endet in einem Tauchgang, weil der Arm nicht lang genug ist. Bitte keinen Schritt zur Seite machen beim Umsetzen der Koralle, das endet in der Luft, weil Du auf der Leiter stehst. In der Praxis ist das tatsächlich mehr als einem passiert.

    Wenn Du z.B. eine Art Sockel oder Sims umlaufend um das Aquarium planst und so stabil baust, dass Du dort auch stehen kannst ist das für die Wartung später wahrscheinlich Gold wert. Zusätzlich bekommst Du mehr Platz im Unterschrank und dort hat man eigentlich immer zu wenig Platz.

    Zu Eurer Planung:

    bei einem Anbieter zu bleiben verstehe ich so, dass Ihr einen Aquaristikexperten mit der Planung einbezieht und das Konzept über ihn ablaufen lassen möchtest. Alles von einem Hersteller wäre praktisch unmöglich, da dies für diese Größenklasse nicht als fertig konfiguriertes System existiert und mit Euren Vorstellungen vereinbar wäre.

    Lampen, Pumpen, Abschäumer, Versorgungssystem und alles andere an Technik von einem Anbieter ist meist keine optimale Lösung.

    Technische Details zur Umsetzung kann ich zwar nennen, sind aber in diesem Planungsstadium etwas verfrüht. Viel hängt auch von dem geplanten Budget und der eigenen Empfindlichkeit ab, ob es etwas Rauschen darf oder die Pumpen mal dröhnen dürfen oder ob es im Wohnzimmer still zu sein hat und die Technik auch mal für zwei Wochen alleine laufen muss, schließlich möchte man ja auch in Urlaub fahren zum Tauchen im Riff.
    Im Allgemeinen geht man von etwa 10€ pro Liter Beckenvolumen als grobe Daumenregel aus, wenn man keine Premiumtechnik einsetzen möchte, das wäre hier trotzdem noch im Bereich von 10.000€ für so ein großes Becken, und das ist nicht der endgültige Preis, sondern nur der Anfang, bis das Aquarium mit der notwendigen Technik erst mal läuft. Das ist eine Menge Geld.

    Genauso wie auch viele heute arbeiten:
    großzügige regelmäßig Wasserwechsel mit einem guten Salz als Breitbandvorsorge und regelmäßige Kontrolle von pH, kH, Ca und Nährstoffen. Wie ich selbst feststelle sind regelmäßige Kontrollen und Pflegeeinsätze in den Becken die notwendige Voraussetzung für ein ordentlich laufendes Becken.
    Alles zusätzlich wie automatische Regelsysteme, ICP-Kontrolle kommt dann oben drauf als Kür, aber nicht als Ersatz.

    Welche Verschraubung meinst Du? Der kleine 6mm Druckschlauch-Anschluß oder die große Topfverschraubung, wo der Filter reingesetzt wird? Wenn der große Topf undicht ist, dann hilft es oft, die Dichtung mit Silikonfett einzureiben, damit der Topf sich sauber schließen lässt, auf dem Dichtring gleitet und nicht die Dichtung aufribbelt.

    es geht doch in erster Linie nur darum, eine kurze Zeit zu überbrücken.

    Zeit ist relativ zu den Umständen. :face_with_tongue:
    die "kurze Zeit" sollte nach der Reaktionszeit bemessen werden, die zu erwarten ist. Bei mir ist dies etwa 10 Stunden. So lange bin ich nämlich während der normalen Arbeitszeit häufiger nicht vor Ort, sehe somit nicht die Probleme oder schlafe schlicht, wenn das Becken leise stirbt.

    Es ist leider etwas anderes, wenn ich zuhause bin und direkt merke, dass ein Problem auftritt als wenn ich im Büro hocke und nichts von den Problemen mitbekomme. Dann komme ich abends nichts ahnend nach Hause und sehe dann erst die Bescherung.

    Ob also die Reaktionszeit deutlich kürzer sein kann hängt von einer Überwachung des Zustandes des Aquariums ab und ob Du dann auch schnell nach Hause flitzen kannst, wenn z.B. eine Meldung auf's Handy kommt, dass der Strom ausgefallen ist.

    Nur dann reicht es, wenn die Pumpen z.B. ein paar Stunden laufen können und man schnell zur Stelle ist.

    Bei einem Tag wie gestern wäre ein Ausfall von mehreren Stunden vielleicht schon ein GAU, da dann auch die Kühlung ausfällt und die Temperatur schnell über die akzeptablen Grenzen geht, vor allem bei Sauerstoffmangel wegen ausgefallenem Abschäumer und abgedecktem Becken und Hitzestau im Zimmer.

    Wer sich eine Absicherung holt sollte unbedingt testen, ob es auch wirklich funktioniert. Wir hatten mal einen Reinfall erlebt beim Test einer USV-Absicherung: die USV lief, die Server dahinter erzeugten kaum Last, sollten also eine sehr lange Zeit laufen, aber leider stürzten sie einfach ab, weil die USV die geringe Last nicht als echten Betrieb registriert hat und damit nicht auf Batterie umgeschaltet hatte. Erst mit einem zugeschaltetem Heizlüfter war genügend Last für die USV angefallen und sie reagierte wie dokumentiert. Diese Minimumlast war natürlich nicht dokumentiert, weil stillschweigend von einer halben maximal zugelassenen Last ausgegangen wurde (damit wurde getestet).

    Es ist auch oft das Timing, das nicht stimmt. Im Augenblick bin ich kräftig am Umbauen bei meinen Aquarien, da möchte ich keine empfindlichen SPS ins Becken holen und gerade kämpfe ich zusätzlich gegen eine Horde von Glasrosen, da würden die neuen Tiere eher sterben als dass es ihnen gut gehen würde. Deshalb habe ich mich auch nicht gemeldet.
    In einem Monat würde das wahrscheinlich anders aussehen, aber dann sind die Tiere wahrscheinlich nicht mehr verfügbar.

    Eben unpassendes Timing für mich (^-^)