Beiträge von Sandy Drobic

    Insgesamt hört sich die Menge durchaus in Ordnung an, wenn bei der automatischen Fütterung nicht zu viel reingeht. Diese Fütterungen sollten wirklich recht klein sein.

    Dass nach etwas einem halben Jahr die Nährstoffe hochgehen hängt viel mit dem Sand und teilweise dem LS zusammen. Der Ati Fiji Sand wirkt ähnlich wie ein langsamer Phosphatadsorber und hat nach einem halben Jahr wohl die Sättigungsgrenze erreicht. Danach steigen die Nährstoffe dann an. Im Prinzip hast Du also ständig auf Pump gelebt und bekommst jetzt keinen Kredit mehr.

    Du könntest den Sand Stück für Stück auswechseln mit frischem Sand, was aber das Risiko für Schmieralgen erhöht in diesen Bereichen, schließlich beginnt hier dann wieder eine kleine Einfahrphase mit neuem Siedlungsgrund. Aus dies gleicht nur einer Verlängerung der Kreditlinie, behebt aber nicht das eigentliche Problem: zu wenig biologisches Wachstum im Vergleich zum Eintrag von Nährstoffen.

    Der Vliesfilter holt viel von dem nicht gefressenem Futter wieder raus, vor allem, wenn Du ein Programm für die Pumpen hast, wo der Detritus einmal aufgewirbelt wird, damit Abschäumer und Vliesfilter den Dreck raushölen können. Bei Vortech etwa nennt sich das "Nutrient Transport" oder so. Das kann durchaus helfen beim Reduzieren der Nährstoffe.

    Die andere Seite ist das Verwerten von Nährstoffen durch Wachstum, und da sind vor allem größere und schnellwüchsige Korallen gefragt, die kleinen Ableger fallen hier kaum ins Gewicht. Schaue Dir mal anhand von Fotos der letzten sechs Monate an, wieviel Wachstum die Korallen gezeigt haben. Habe ein gutes Auge auf das Wachstum, daran kannst Du die Entwicklung sehen. Vorsichtig musst Du vor allem sein, dass nicht das Wachstum der Korallen stagniert, dadurch die Nährstoffe ansteigen, was wieder das Wachstum hemmt...

    Im Prinzip aber sind es immer die gleichen Ratschläge, die man geben kann:
    - halte die Werte möglichst konstant, vor allem Dichte, kH, pH und PO4. Wie genau die Werte absolut sind ist dabei nicht die höchste Priorität, schau auf die Korallen, ob diese sich wohlfühlen.
    - Wenn der kH-Verbrauch sinkt ist es ein Alarmzeichen. Ignorierst Du es können danach bald Korallen ans Limit kommen und sterben.

    Hi Mathias,

    beim Mg würde ich keine Hektik machen, viel wichtiger sind jetzt zwei Sachen: Nährstoffe und Herstellung des richtigen Milieus. Bei den Nährstoffen hast Du relativ viel Phosphat und sehr wenig Nitrat im Verhältnis. Dies solltest Du sachte in ein besseres Verhältnis lenken und gleichzeitig den Besatz mit Korallen starten, sonst werden sich die Algen ausbreiten und bei den Nährstoffen bedienen.
    Setze ein paar robuste und nicht zu kleine Korallen Deiner Wahl ein
    Nimm ein paar Algenfresser als Cleaningcrew an Schnecken, kleine Seeigel dazu. Bei Seeigeln bitte anfangs noch etwas zufüttern mit Algenblättern, das erhöht auch leicht den Nitratpegel.
    Dann sollte etwas Leben ins Becken kommen.

    Du kannst am Anfang auch das Mikroleben und die Korallen durch Staubfutter unterstützen, aber bitte sehr gering dosieren, sonst kommt direkt eine Bakterienblüte. Ein UVC-Klärer kann dies im Keim ersticken.
    Die Ablagerungen im Technikbecken solltest Du im Rahmen der Wasserwechsel entfernen.Es dürften auch Bakterienrasen sein.

    Wie immer im Meerwasser: behutsame Änderungen und nicht alles auf einen Schlag machen, dann entstehen viele Probleme gar nicht.

    Am Anfang musst Du deutlich häufiger Wasserwerte messen als bei einem eingefahrenen Becken, das im Gleichgewicht ist. Alkalinität und Nährstoffe sind deutlich stärker am Schwanken und müssen etwas engmaschiger überwacht werden.
    Es ist die Absicherung gegen ein Entgleiten des Beckens.

    Hallo Isi,

    Anfänger zu sein, Geld sparen zu wollen und das Wissen von Influenzern zu beziehen ist eine ziemlich haarige Konstellation. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird es zu einem schlechten Start führen, da kein Plan B in das Budget passt und dies bei einem Problem schnell zur Resonanzkatastrophe führt. Kleine Anfangsprobleme schaukeln sich da schnell zu einem Beckencrash hoch.

    Schau Dir die Influenzer und ihre Becken mal genau an, die meisten werden von Spartipps sprechen, aber gut Leistung über dem Becken haben. Der Wunsch Geld zu sparen führt oft direkt zum Fehlstart des Beckens.

    Hallo Sebastian,

    werfe am besten mal die Forensuche an und suche nach "Armatus 375 XD", suche nach Threads mit Becken, die mindestens ein paar Monate laufen und sieh Dir die Threads an, was die Besitzer darüber schreiben. Wenn das nicht reicht, frage sie einfach, wie zufrieden sie mit den Becken sind, wo sie nicht zufrieden waren und wie sie es verbessert haben.

    Vertue Dich übrigens nicht, individuell angefertigte Becken sind meist nicht viel teurer als Becken von der Stange, wenn man ein paar Extras wünscht und nicht mit dem Baumarkt-Becken zufrieden ist. Nur musst Du genau wiessen, was Du möchtest. Als Anfänger würde ich Dir aber auch ein Becken von einem einschlägigen Hersteller empfehlen.

    Bevor Du Korallen einsetzt würde ich mir einen PAR-Meter ausleihen und ausmessen, welche Lichtwerte wo unter der Lampe etwa sind. Dies hilft Dir, den geeigneten Standort für die verschiedenen Korallen besser zu finden.

    Ich würde vor allem aber auch die Messungen noch einmal genau überprüfen.
    Bringt jemand dort wirklich Meerwasser mit so geringer Dichte als Profi?
    Ist der Magnesiumwert wirklich derart niedrig selbst mti der geringeren Dichte?

    Das übliche Maß für die biologische Aktivität ist die Änderung des kH-Wertes. Wenn dieser fällt (also "verbraucht" wird) ist das ein Indikator für den Verbrauch des Beckens. Es ist dann nur noch die Frage, woher der Verbrauch dann rührt. Sind es Korallen, Algen oder Mikroorganismen wie Bakterien? Am Anfang wird es meistens das letztere sein.

    Bei so einem großen Becken lohnt es sich, etwas zu investieren in einen sauberen Start mit richtiger Dichte, kH, pH, und der richtigen Spurenelementeverteilung. Mache einen IPC-Test, am besten einen mit gleichzeitigem Test des Osmosewassers.
    Wenn Du da für 4000€ Korallen einsetzt und der Großteil davon hinsiecht und das Becken einfach nur eine Qual ist, weil der Start bereits ungünstig war, dann tut das echt weh.

    Denke bitte auch daran, dass im Winter oft Probleme durch Übersäuerung des Beckens auftreten, weil zu wenig gelüftet wird. Eine regelmäßige Kontrolle des pH-Werts kann ich inzwischen nur aus eigener schlechter Erfahrung empfehlen.

    Hallo Mathias,

    ich würde jetzt keine Hektik an den Tag legen, es ist schlicht nicht notwendig. Was Du brauchst ist eine klare Marschrichtung, die in Richtung Ziel geht und wie die Etappen aussehen.

    Du brauchst jetzt nicht dringend Licht über dem Becken solange keine Korallen im Becken sind. Was Du brauchst ist die Gewissheit, dass Du jederzeit Korallen einsetzen kannst und alles an Technik und Wasserbedingungen in Ordnung ist. Meine Empfehlung wäre, eine Checkliste zusammenzustellen, was alles erfüllt sein muss, bevor Korallen bzw Fische eingesetzt werden können.

    Algen sind etwas, das in Konkurrenz zu den Korallen steht und deshalb möglichst vermieden und unterdrückt werden soll. Sonst ziehen diese die Nährstoffe und Spurenelemente aus dem Wasser und die Korallen kommen in in eine Mangelsituation. Sie kämpfen gegen Korallen um Siedlungsraum, Licht und Nährstoffe. Friedliches Miteinander? Gibt es definitiv nicht!

    • Fange erst mal damit an, ob die Verdunstung eventuell schon zu Problemen führt, diese steigt mit der Temperatur des Beckens.
    • Hat das Becken eine (Netz-)Abdeckung oder Sprungschutzrahmen, die verhindert dass Fische springen?
    • Sind die Strömungspumpen vom Lärmpegel und Strömungsverhalten akzeptabel? Wirf mal etwas Staubfutter oder Easylife rein und beobachte die enstehenden Strömungen.
    • Ist die Wassernachfüllung in Funktion und die Osmoseaufbereitung in Ordnung?
    • Kannst Du Wasserwechsel bequem und einfach vornehmen?
    • Läuft das System zur Aufrechterhaltung der Wasserwerte, egal ob Balling oder ähnliches mit Dosierpumpen oder mit einem Kalkreaktor

    Ich würde mir auch überlegen, ob bei der Größe ein Quarantänebecken nicht sehr sinnvioll ist, denn wenn die Pest erst mal ausgebrochen ist in einem 2000l Becken ist das Geschrei oft groß. Du wirst wahrscheinlich nicht das Becken in einem Rutsch besetzen, sondern nach und nach in Schüben. Wenn das Technikbecken schon im Keller ist, sollte dort auch noch etwas Platz für ein Quarantänebecken sein.

    Erst wenn Licht, Strömung und Wasserwerte überprüft und im richtigen Rahmen sind können dann Korallen eingesetzt werden.

    Was ist denn jetzt eigentlich genau der Stand der Technik der bereits eingebaut ist und funktioniert und worauf wartest Du noch außer der Beleuchtung?
    Was möchtest Du für ein System realisieren und mit welcher Technik? SPS-Becken mit etwas Fischen oder eher LPS/Weiche mit Priorität auf schöne Fische?

    Was ist das eigentlich für ein Wasser, welches diese "Profis" mitgebracht haben? Warum ist der kH jetzt schon auf 10? Ehrlich gesagt hätte ich eine gute Osmoseanlage mit Harzfilter empfohlen und gesagt, bitte mal zwei Tage laufen lassen und auf Temperatur bringen und Aufsalzen.
    Dann bräuchten sie "nur" die Lebenden Steine mitbringen, könnten diese in Styroboxen sauber verpacken und mit einem PKW anrücken. Mit der richtigen Verpackung können sie durchaus einen Tag ohne Abkühlung einen Transport überdauern.

    Hallo Mathias,

    wieso war die Erstbefüllung denn so kalt, so wohl das Wasser als auch die Lebendsteine? Lebendsteine werden üblicherweise wie Korallen verpackt, nur dass sie feucht eingeschlagen werden und nicht voll in Wasser verpackt sind.

    Hoffentlich hast Du nicht den Preis für Lebendgestein gezahlt für dieses Kühlgestein. Außer ein paar Mikroben und Bakterien wird kaum noch etwas dort überlebt haben.

    Algen werden erst wachsen, wenn auch Licht den Antrieb für das Wachstum zur Verfügung stellt.

    Wenn Du erwartest, dass nach dieser Vernichtungsprozedur, die Deinem Aquarium unterzogen wurde, noch vielfältiges Leben herauskriecht, würde ich das eher in der Kategorie Optimismus einstufen.

    Wer hat Dich beraten beim Start des Aquariums, das hätte kein normaler Händler oder Aquarianer so umgesetzt.

    Hallo Peter,

    da gibt es einige Wackelfaktoren, welche das stark beeinflussen können. Fischlastig oder auf Korallen als Prio gesetzt?
    Der Abschäumer gibt vor, wieviel Wasser mindestens im Durchsatz durch das Technikbecken gehen sollte. Dies sollte die RFP auch dann als Netto-Durchsatz im Kreislauf bringen. Daumenregel ist 2-5facher Durchsatz des Beckenvolumens pro Stunde durch das Technikbecken.
    Der Abschäumer sollte ungefähr das Beckenvolumen als Luftdurchsatz pro Stunde haben, bei fischlastigen Becken darf es auch das Doppelte sein.
    Wenn ein vliesfilter den Abschäumer unterstützen soll darf der Abschäumer eine Nummer kleiner gewählt werden.

    Für das genannte Becken könntest Du einen Abschäumer im Bereich von 600l Luftdurchsatz pro Stunde wählen, z.B. ein Bubble Magus Curve 7 für normalen bis leichten Fischbesatz, als RFP eine Red Dragon X 40.

    Das Technikbecken sollte mit Bedacht auf die unterzubringenden Komponenten gewählt werden, die Höhe des Technikbeckens hängt von der Höhe des Unterschrankes ab. Nichts ist quälender als ein großes Gerät in einem niedrigen Unterschrank mit hohem Technikbecken warten zu müssen. Du brauchst eben genügend Handhabungsraum, um bequem arbeiten zu können. Lieber 10cm höher als 3cm zu tief planen, man wird einfach nicht jünger und der Rücken nicht geschmeidiger.

    Wenn ein Bubble King von RE eventuell reinpassen soll, darf das Technikbecken auch gerne 50cm und mehr tief sein. Bei dem Beckenformat würde ich auf keinen Fall an Tiefe sparen beim Technikbecken.

    ich würde da eher an Konzepte wie Technikbecken mit Abdeckung aus Plexiglas oder ähnliches überlegen.

    Ich habe hier von einer Pumpengattung gesprochen, keine spezifischen. Die RE-Pumpen sind von hoher Qualität, allerdings hatte ich auch einige Ausfälle gerade der Controller bei den RD3 Speedy. Meist hat sich RE sehr kulant bei der Abwicklung gezeigt, was den Preis dann relativiert.
    Auch Aquabee hat sich als gute Pumpe erwiesen und macht zuverlässig und sehr leise ihren Dienst.

    Einige haben gute Erfahrungen bei Jebao-Pumpen gemacht, bei mir waren die Erfahrungen gemischt, aber eine habe ich auch noch im Schrank für den Fall der Fälle.

    Aqua Medic habe ich die Niedervoltpumpen nicht ausprobiert, die Brummböcke mit 220V waren dafür zu abschreckend. Die Niedervoltpumpen sollen aber deutlich leiser sein.

    Insgesamt sind die regelbaren eben im Allgemeinen deutlich leiser als die 220V-Brummer. ich merke das immer bei den kleinen Pumpen, die meist eben nicht regelbar sind.

    Grundsätzlich würde ich zu einer Pumpe raten, die mit Niedervolt (max. 24V) läuft. Du hast keine 220V im gut leitenden Salzwasser und Du hast kein 50Hz-Brummen, was teils auch bei sehr teuren Pumpen vorkommt. Was nützt eine unverwüstbare Pumpe, wenn man das Brummen nicht erträgt?
    Diese Pumpen sind regelbar und meist sehr leise. Nachteil ist, dass eine Pumpe mit Reglung mehr Möglichkeiten hat, was alles kaputt gehen kann. Inzwischen habe ich von praktisch allen Komponenten Ersatzteile hier liegen, weil ich die unglückliche Erfahrung gemacht habe, dass ich sie leider immer wieder einsetzen muss.

    Lach! Ich habe noch eine alte Grotech TEC-1 ohne Kalibrierung, da war noch anderthalb Meter von dem Schlauch dabei, den verwende ich für die Ansaugung des Nachfüllwasserers. Die Schlauchverbinder beim GHL Doser habe ich ersetzt und die Schläche mit Kabelbinder gesichert, das scheint zu funktionieren. Das Teil kostet über 400€ und gespart wird an den Schlauchverbindern für ein paar Cent.

    Grins! Das war eine rethorische Frage, da sie für mich natürlich nicht zutrifft. Ich frage mich immer, ob es Olypiaden für Daumenakrobatik gibt für die Handyenthusiasten, die virtuos alles mit Einhand-Einfinger-Daumen-wirbelt-über-das-Handy einklappern.

    ich habe mehrere der GHL-Doser im Einsatz und es hat gute und schlechte Aspekte. Vor allem hat mich auch der Aspekt überzeugt, dass ich ohne Cloud und WLAN-Gerabbel auskommen kann. GHL-Doser kann am einfachsten über USB Verbindung aufnehmen, es geht aber auch über LAN-Kabel und über WLAN.
    Da ich schon häufiger über Probleme bei der WLAN-Verbindung gehört hatte, habe ich es gar nicht versucht darüber und direkt feste IP-Adressen eingerichtet und den Zugriff über LAN konfiguriert. Funktioniert auch... irgendwann wenigstens, beim fünften oder sechsten mal des Verbindungsaufbaus...
    Wenn man mehrere Doser im Einsatz hat und dazwischen wechselt ist der Verbindungsaufbau immer wieder ein Krampf über das GHL Control Center (lokal installiert auf PC). Diese Software ist einfach furchtbar, was den Verbindungsaufbau betrifft.

    Genauigkeit der Dosierung: bitte keine Wunder erwarten! Die D-D H2-Ocean Pro DP4, die ich im Vergleich getestet habe, war eindeutig eine ganze Klasse besser bei der Präzision. Aber immerhin geht es auf 2 Prozent genau, und das reicht aus, da ich auch Wasserwechsel mache.

    Der Doser ist eine fette Kiste, dass sollte man nicht unterschätzen! Den auf den Dupla Dosierbehälter 4-fach unterzubringen ist nicht einfach, inzwischen ist der Standard für das Dosierpumpenformat die Stange mit Würfelquerschnitt, also etwa 8x8x20cm, der GHL-Doser ist dagegen ein Monster, das untergebracht werden möchte.


    Was mir sehr misfallen hat war die absolut billige Anschlußtechnik, welche bei größeren Höhendifferenzen dann zu echten Problemen führt. Solange die Höhendifferenz klein ist wie bei der Dosierung ins Technikbecken ist es kein Problem, als ich mein Quarantänebecken eingerichtet hatte ohne Technikbecken und direkt aus dem Unterschrank nach oben zum Aquarium die Dosierschläuche gelegt habe musste ich merken, dass die Anschlüsse beim Doser den statischen Druck nicht schaffen und undicht waren. Also müssen die Dosieranschlüsse ausgetauscht werden und da bin ich gerade dabei, da Kabelbinder auf den kleinen Nippeln abrutschten.
    Die Schlauchverbinder vieler anderer Pumpen wie auch der H2Ocean Pro etwa sind deutlich besser und dichter.

    Interessant ist die Erweiterbarkeit des GHL-Dosers. Über ein Bus-System kannst Du bis zu 16 Kanäle zu einer Dosierpumpe zusammenfassen und mit einer Verbindung verwalten. Praktisch setzt Du dafür einen Master und (mehrere) Slaves zu einer Verwaltung zusammen. Funktioniert auch. Ein Master kann auch als Slave konfiguriert werden.
    Eine weitere Möglichkeit sind der Anschluss eines Rührwerks, welches vor einer Dosierung die Flüssigkeit durchmischt. Ich hatte eine Dosierung von Phosphat am Anfang benötigt und festgestellt, dass die Flüssigkeit sich extrem entmischt, so dass eine Dosierung nicht vernünftig möglich war. Das Rührwerk hatte dann die Flüssigkeit vor der Dosierung kräftig durchgequirlt, aber wirklich mit Wirbel bis zur Oberfläche des Behälters. Funktionierte auch ganz gut, hat aber einen enormen Lärm verursacht. Welcher runde Dosierbehälter hat einen ebenen Boden, ich habe keinen gefunden, habe es aber letztendlich aufgegeben und andere Lösungen gesucht.

    In der Praxis sind diese Erweiterungsmöglichkeiten nicht so entscheidend, sondern eher die normalen alltäglichen Schritte wie die immer wieder anfallende Kalibrierung und Anpassung der Dosierung, und diese ist durchaus gut handhabbar in der Praxis. Gut hat mir gefallen, dass die Dosiergeschwindigkeit reduziert werden kann, dies senkt auch den Geräuschpegel.
    Das bunte Logo auf der Kiste kann deaktiviert werden.

    Insgesamt ein brauchbarer Dosierer, aber nichts, wofür man in Begeisterungsstürme ausbrechen muss. Gut ist, dass die absoluten Abhängigkeiten von WLAN-Router, Handy und App mit Cloudzwang bei anderen Lösungen nicht bei GHL Bedingung sind, aber das Preis/Leistungsverhältnis kann nur als mies bezeichnet werden. Insbesondere ärgert mich die schlechte Anschlußtechnik der Dosierschläuche, das ist schlicht billige, veraltete und unzuverlässige Technik, andere können und machen das besser!

    Genau deshalb habe ich die Klimatisierung des Raumes empfohlen. Man schafft eine angenehme Umgebung für sich selbst und muss sich nicht um Überhitzung oder Unterkühlung des Beckens kümmern. Mit meinem großen Becken im Sommer gab es regelmäßig Sauna-Feeling, die Luft war bis zur Grenze durch Lüfterkühlung mit Wasser angereichert und draußen war es dann zu heiß für das Lüften.

    Ich scheue eher davor zurück, ein Lazarett mit dem Becken am Tropf hängend einzurichten. :grinning_squinting_face:

    Mein Quarantänebecken hat auch nur 65l, ich möchte keine weitere Technik im Becken sehen und nehme deshalb noch eine Single-Dosierpumpe und pumpe darüber einfach etwas Wasser ins Becken. Wenn es nicht passt kann ich jederzeit die Dosis anpassen, aber zumindest trocknet das Becken nicht ein und ich habe nicht noch mehr Technik in dem winzigen Becken.

    Hallo Uwe,

    sei mir nicht böse, aber ich denke die ganze Zeit, dass Du ein Problem siehst, wo wahrscheinlich eher das entgegengesetzte Problem deutlich markanter ist, nämlich das Becken kühlen zu können. :face_with_tongue:

    Wenn das Becken im Wohnzimmer ist und ihr keinen Iglu dort aufgestellt habt, dann braucht das Becken keine weitere Wärmezufuhr. Über dem Becken sind dort gerne 500 Watt an Lampen am braten bei der Größe und geben eher mehr als gewünscht Wärme ins Becken, deshalb ist im Normalfall der Heizer eher unterbeschäftigt, solange die Tochter nicht die Terassentür im Winter öffnet und einfach geht.
    Im Sommer suchst Du eher Möglichkeiten, das Becken zu kühlen und bist dankbar für einen kühlen Keller, wo das Wasser ein klein wenig abkühlen kann.

    Stahlrohre sind in der Tat eine schlechte idee, der Standard ist PVC-U für Verohrung im Meerwasser. Denke lieber an eine Klimaanlage, welche die Luftfeuchtigkeit und Wärme im Aquarienzimmer reguliert, dann stellen sich viele Probleme gar nicht.

    Im Meerwasser ist die Zieltemperatur bei etwa 25°C, die 30°C aus dem Süßwasserbereich bedeutet oft schon den Kollaps des Meerwasserbeckens.

    Die schlimmsten Probleme im Meerwaserbereich sind Lärm durch die vielen Pumpen und Lüfter , Wärme im Sommer, Wasserwerte stabil halten. Heizen ist irgendwo unter "habe ich noch nicht dran gedacht, kann man das essen?"

    Ewand hat den Punkt schon angesprochen, aber nicht ganz korrekt ausgedrückt. Wenn der Osmoseschlauch tiefer als der Füllstand des Nachfüllbehälters endet kann Wasser ohne die Pumpe nachlaufen. Du kennst den Effekt wahrscheinlich, wenn Du mal mit einem Schlauch Wasser aus dem Aquarium angesaugt hast und dann solange ablassen kannst, bis das Schlauchende bzw. der Wassertsand im Eimer nicht mehr tiefer als der Wasserstand im Becken ist.

    Du denkst an nichts böses und füllst den Nachfüllbehälter schön voll, dann pumpt die Nachfüllautomatik Wasser in den Schlauch, und wenn sie aufhört zu pumpen, läuft das Wasser einfach langsam weiter, bis der Füllstand des Nachfüllbehälters sich dem Schlauchende angleicht.

    Wenn das Schlauchende unter der Wasseroberfläche im Technikbecken endet wird es noch schlimmer, dann gleicht sich der Wasserstand im Behälter mit dem Technikbecken ab. Irgendwann ist der Stand im Nachfüllbehälter niedriger als das Technikbecken und das Wasser läuft wieder zurück aus dem Technikbecken und du fragst Dich, warum das Teil wieder nicht richtig funktioniert.

    Aus den Gründen habe ich ein Stück PVC-Rohr, welches gut befestigt höher als der Nachfüllbehälter ist und in das Technikbecken reicht. In dieses Rohr setze ich den Nachfüllschlauch so, dass der Schlauch locker drin liegt, jedoch oben am Rohr befestigt ist. So saugt er Luft und es kann kein Wasser nach dem Abschalten der Pumpe nachlaufen.

    Die Pumpe ist neu . Kann es sein das es am Acrylbecken liegt? Ich glaub es ja fast nicht . Mit der Sauberkeit der Scheibe muss ich noch mal schauen ich glaube es fast nicht.
    Danke

    Unkenntliche Spuren bringen die MP40 Pumpe nicht merklich aus der Achse, aber Kalkalgen können schon dazu führen, dass die Dryside und Wetside nicht auf einer Achse ausgerichtet sind. Diese Unwucht führt dann zu einem sehr unruhigem Lauf.

    Mit Acrylbecken sollte das kein Problem machen, einzig die Scheibendicke sollte richtig mit einem Spacer angepasst werden. Bei der Beschreibung findest Du auch Hinweise, welcher Spacer bei welcher Scheibendicke verwendet werden soll. Mehr als 15mm geht nicht, wenn ich mich recht erinnere. Bei mir mit 10-12mm ist das kein Problem. Die Dryside bitte unbedingt hängend mit den Klebfüßen absichern, sonst gibt es bei der nächsten Pumpenreinigung einen Krach und eine kaputte Dryside.

    Eine gute MP40 ist eine der leisesten Strömungspumpen überhaupt. Was bei mir Rabatz gemacht hatte in Verbindung mit der MP40 ist:
    - eine defekte Dryside (Motorblock)
    - aufgequollene Wetside (Wasser kam in den abgedichteten Teil und hat den Magneten rosten und quellen lassen)
    - Schnecken: sie lieben es besonders nachts in die Pumpe zu kriechen und sie scheppern zu lassen.
    - Unwucht: Wenn Dryside und Wetside nicht sauber ausgerichtet sind oder die Scheibe nicht sauber ist (Bewuchs durch Kalkalgen z.B.), dann kann sie scheppern.

    Bei einer relativ kleinen Steinmenge sollte der Effekt moderat sein, aber ein Test wäre es wert. Wenn Du eine kleine Menge von dem Gestein und Sand nimmst, und in etwas Osmosewaser für einen Tag legst, kannst Du danach dann Phosphat im Wasser messen?

    Kann passieren, aber gerade bei graduellen Änderungen ist es wichtig, ebenso langsam wieder in die Gegenrichtung zu lenken, damit die Korallen keinen Schock bekommen. Wichtig ist vor allem Konstanz bei den Werten, nicht der absolute Wert.

    Wenn Du lieber in zu geringeren Nährstoffen hinsteuern möchtest dann musst Du zuerst die bestehende Situation analysieren und klären, warum die Nährstoffe sich so entwickelt haben. Beispielsweise ist es typisch, dass am Anfang das Becken oft regelrecht kH und Phosphat frisst um dann nach einem halben Jahr etwa plötzlich umzuschwenken und der Phospahtwert schiesst förmlich in die Höhe.
    Ursache ist dann oft, dass die Deko (Sand und Steine) viel Phosphat aufnehmen und ähnlich wie ein Phosphatadsorber wirken. Wenn dies dann ins Gleichgewicht kommt geht der Phosphatwert dann plötzlich deutlich nach oben, obwohl man nichts an Fütterung oder Korallenbewuchs getan hat und man wundert sich vor dem Becken.
    Im Prinzip hat man dann über die Nährstoffkapazität des Beckens gelebt und der Kredit ist erschöpft. Danach wird die Rechnung präsentiert.

    Danach kannst Du dann nur noch entscheiden, wie das Missverhältnis von Futtereintrag zu Nährstoffverbrauch verbessert werden kann.

    1. Nährstoffeintrag reduzieren durch weniger füttern, weil der Fischbesatz gesenkt wird.
    2. Nährstoffaustrag erhöhen:

      • tärkere Abschäumung, höhere Effektivität durch Ozon
      • bessere Filterung etwa durch Einsatz eines Vliesfilter
    3. Nährstoffverbrauch erhöhen:

      • Mehr Korallenbesatz
      • sehr vorsichtig mehr Lichtleistung (wenn relativ wenig Lichtstärke vorhanden)
      • Alternative Verbraucher einbringen wie Algenrefugium oder Bakterienfütterung durch Kohlenstoff, NP-Pellets, Baktoballs etc.

    Es gibt noch viele weitere Varianten wie durch Futterwahl die Nährstoffe reduzieren, wenn Du z.B. viel Muschelfleisch fütterst auf andere Frostfuttersorten mit weniger Phosphatgehalt zu wechseln, aber diese drei Kategorien wirst Du prüfen müssen für mögliche Änderungen.

    nur hört sich die aussage von sandy wie ein rundumschlag gegen frofu an.

    @Sandy

    wie oben schon erwähnt, gibs schon mal n paar "schmierige" tafeln, d. h. nach dem auftauen ne matschige brühe.

    Hallo Joe,

    das war in der Tat ein fast kompletter Rundumschlag gegen die Frostfutterqualitlät im Tierfutterbereich. Natürlich gibt es viele Zwischenstufen zwischen "die Tiere sterben nicht, wenn sie das Futter erhalten" und "die Qualität wäre auch für menschliche Essensanforderungen genügend". Ärgerlich ist nur, dass die gesetzlichen Bestimmungen eine gleiche Qualität wie für menschliche Verwendung vorschreiben und man eine Ware erhält, die bei bestem Willen nicht in diese Güteklasse einordbar ist.

    Ob die Tiere ein Futter kennen ist völlig unbedeutend, viel wichtiger ist, ob es bekömmlich für die Tiere ist und überhaupt von ihnen als Futter angenommen wird.

    Bei der Qualität habe ich die größten Probleme mit Frostfutter. Vor gut 10 Jahren etwa gab es mal einen strengen Winter über lange Wochen und die Qalität der Mysis war atemberaubend schön, nichts war angegammelt und der Geruch der Mysis war frisch und frei von Verwesung, das Auftauwasser war klar.
    Seitdem ist diese Qualität nie wieder im Handel erhältlich gewesen und es ist klar, dass der Transport des Frostfutters illegal ohne Kühlung erfolgt. Den rechtlichen Bestimmungen zufolge ist Frostfutter ähnlich zu behandeln wie Meeresfrüchte für menschlichen Bedarf. In der Praxis kommt Frostfutter als biologischer Abfall an. Da sind die Artemia von Artemiafarm als heimisch produzierte Ware viel besser von der Qualität als die vielfach aufgetaute und wieder eingefrorene Ware aus USA, China oder Russland.

    Was nützt der Transport der Ware mit Trockeneis zum Endkunden, wenn bereits beim Großhändler nur Müll ankommt. Was fehlt sind flächige Razzien bei Logistikunternehmen und Großhändlern, um die Qualitätsnormen und Einhaltung der Kühlketten durchzusetzen. Vorschriften ohne Kontrolle sind schlicht wertlos.

    Hallo Wolfgang,

    hier geht es um Frostfutter Artemia, denn nur diese sind von normalen Aquarianern ständig und zuverlässig verfügbar. Also keine Nauplien, keine selbst gezogenen und angereicherten , sondern ausgewachsene Artemia, die gefroren mehr oder weniger gut ankommen.

    Diese sind reich an EPA, enthalten aber kaum DHA, deshalb sollten sie bei ständiger Verfütterung entsprechend angereichert werden oder mit anderem Frostfutter, welches reicher an DHA ist wie etwa Mysis ergänzt werden.

    Ich füttere gerne etwas Artemia hinzu, weil sie recht klein sind und die Artemia von Artemiafarm in sehr gutem Zustand sind. Was nützt es Mysis oder Krill zu füttern, wenn dieser schon fünf mal aufgetaut und angegammelt ist und als biologischer Müll beim Aquarianer ankommt. Von daher verteufele ich Artemia nicht.

    Hallo Rüdiger,

    war das eine rethorische Frage?

    Wenn Du das Becken umgräbst und die Biologie durch einen Vielzahl anderer Tiere veränderst, dann hast Du so viele Parameter, dass man aus dem Probieren kaum noch herauskommt. Angefangen von dem anderen Mikroleben von den neuen Steinen bis hin zu den von den neuen Korallen abgesonderten Stoffen oder Belästigungen durch die neuen (beweglichen) Tiere.

    ich kenne die umgekehrte Aussage, dass SPS in einem Becken mit vielen Weichkorallen sich oft nicht etablieren lassen, eventuell liegt hier ein ähnlicher Fall vor, insbesondere, wenn die vielen neu eingeetzten Korallen erst mal kräftig Abwehrstoffe abgeben als Stressreaktion.
    In dem Fall wäre ein etwas größerer Teilwasserwechsel für die nächssten Wochen vielleicht hilfreich, verbunden mit Filterung über Aktivkohle und Ozonzugabe für den Abschäumer.

    Abgesehen von den umgebenden Tieren ist vielleicht der neue Standort (du hattest sie umgesetzt, nicht wahr?) nicht so optimal für sie (Licht, Strömung).

    Du kennst Dein Becken am besten und welche Veränderungen Du vorgenommen hast, setze diese noch einmal kritisch unter die Lupe, ob Dir vielleicht etwas auffällt.

    Es ist nicht so nahrhaft wie etwa Mysis und würde bei alleiniger Fütterung mit Artemia zu Mangelernährung führen.

    Unabhängig davon solltest Du immer auf die Qualität des Futters achten, viele Angebote bei Frostfutter kann man nur als biologischen Abfall bezeichnen. Die Kühlketten werden in den seltensten Fällen eingehalten und entsprechend ist das Frostfutter teils schon mehrfach aufgetaut, angegammelt und wieder eingefroren.

    guter hinweis mit dem osmoseabteil. ist bei mir genauso. war aber letztes jahr kein problem... hab ich auch nie drauf geachtet, aber könnte natürlich zum problem werden.

    Inzwischen habe ich eine Dreambox und der Osmosevorrat ist separat. Aber vorher habe ich ein Riesen-Osmoseabteil mit 100l oder so gehabt und nur eine Trennscheibe zum laufenden Technikbecken. Habe auch gestaunt, wie sehr das große Osmoseabteil die Temperatur runterziehen konnte. Da habe ich auch keinen Heizstab drin gehabt weil ich dachte, im geheizten Zimmer ist das doch völlig überflüssig, das Becken kann ja gar nicht kälter als die Zimmertemperatur werden...

    Nach ein paar Stunden laufender Osmose war das Wasser aus der Leitung saukalt. :grinning_squinting_face:

    Auch das habe ich bei mir gut nachvollziehen können. Bei genügend Durchsatz durch das Technikbecken ist die Temperatur dort die gleiche wie im Schaubecken. Die Temperatur von der Anzeige habe ich dann mit einem Präzisionsthermometer und einem Gastronomiethermometer mit hoher Präzision überprüft.

    In einem beheiztem Raum ist es nur eine Sicherheitsmaßnahme, wenn z.B. jemand im Winter vergisst, das Fenster wieder zuzumachen beim Lüften. Bei mir springt er auch nur bei 23°C an, was selten passiert. Raumheizung läuft bei mir auch noch nicht, deshalb ist es gut, dass er überhaupt da ist. Habe es noch nicht geschafft, den Fischen beizubringen, einen Pulli anzuziehen, wenn ihnen kalt ist.
    Bei 20°C zeigen die Korallen wirklich, dass sie sich unwohl fühlen und ziehen sich zusammen. Hatte ich mal gehabt, als ich den Osmosevorrat im Technikbecken aufgefüllt hatte. Im Winter war das Wasser aus der Leitung richtig kalt und war als Abteil im Technikbecken angelegt und hatte das Wasser gut runtergekühlt. (^-^)