Beiträge von Sandy Drobic

    Wenn Du eine Heizung dranseetzen möchtest, ist das Becken in der ungeheizten Garage oder Keller? Im Wohnzimmer sitzt Du wahrscheinlich nicht im Pelz, da stellst Du eher die Raumheizung an als dass es den Fischen im Becken kalt wird. Den Rest erledigen Lampe und Geräte.

    Solltest Du für den Fall vorsorgen wollen, dass Du in Urlaub bist und es ein Problem im Haus mit der Wärme gibt, würde ich das ganze ohnehin hinter eine Temperaturcontroller wie AM T-Control oder so setzen. Die Gefahr, dass der Heizstab verrückt spielt ist weit größer als dass die Heizung ausfällt.

    Versuche es ruhig! Kardinalbarsche sind eine der wenigen Arten, wo es mit Artemia (-Nauplien) funktioniert. Gib ihnen einen künstlichen Seeigel rein, damit Sie einen Ort zur Deckung haben. Sonst frisst der Bock sie vielleicht noch direkt aus lauter Hunger.

    Du fängst am besten ganz niedrig an und steigerst Dich schön langsam an, beobachte, wie sich der Gelbstich entwickelt und belasse die Dosis, wenn dieser aufklart. Du musst nicht aufdrehen, bis es stechend riecht, das ist nicht der Zweck der Sache! Und wie immer in der MeWa-Aquaristik, lasse Dir und dem Becken Zeit, es muss nicht sofort von Null auf Hundert gehen, wenn ein Knöpfchen gedrückt wird.

    Bei Deiner angegebenen Größe und Haltungsbedingungen wird das wohl nicht funktionieren. Du kannst durchaus an entsprechende Schnecken oder Krabben kommen, aber die fressen oft genau die Pflanzen, die Du großziehen möchtest und brauchen auch meist ein deutlich größeres Volumen mit sowohl tieferem Bodengrund als auch ein größerer Trockenteil mit eben den Pflanzen, die sie gerne fressen. Mit 10l wirst Du wohl nicht ans Ziel kommen.

    Vor allem hält sich der notwendige Aufwand doch im Rahmen, den auch ein privater Aquarianer sich gut leisten kann. Zugegeben, der private Aquarianer wird sich wohl kein WTW für die Salinität oder pH-Wert anschaffen, aber es gibt auch ausreichend gute Geräte für ein Zehntel des Preises, da es in der Praxis ohnehin häufiger benötigt wird. Etwa 200€ halte ich noch für vertretbar.

    Für Leute, die bei relativ kleinen Becken nur wenig Bedarf sehen kann ich nur empfehlen, Fische möglichst nicht über Nacht verschicken zu lassen und lieber über den Händler in der Nähe zu ordern, wo der Transport ins heimische Aquarium nur kurze Zeit benötigt, so dass diese Probleme gar nicht auftreten sollten. Kostet vielleich ein paar Euro mehr, aber das Sparen am letzten Cent ist letztendlich oft am teuersten.

    Wo ich jetzt den Beitrag von hajo mit dem großen und wertvollen Altbestand an Fischen sehe: im Laufe der Zeit verlieren Fische ihre Immunität gegen Erreger, wenn sie nicht immer wieder mal auf sie treffen. Im Riff ist immer eine gewisse Grundlast an Erregern vorhanden, so kommen viele Fische mit Parasiten in die Fangstation, aber meist nicht mit hoher Belastung, da die Dichte in der Natur sehr gering ist. Die Immunisierung ist dadurch aber immer wieder angeregt, der Fisch kann zwar leicht befallen sein, ist aber trotzdem mobil und aktiv.

    Wenn dieser leicht befallene Fisch jetzt aber in den Altbestand eines Aquariums geführt wird, wo der Altbestand seit Jahren nicht mehr in Kontakt mit Erregern gekommen ist, dann sind genau diese Fische aus dem Altbestand dem Erreger schutzlos ausgeliefert mit den beschriebenen verheerenden Folgen. Deshalb kann ich gerade den Aquarianern mit altem Bestand ohne regelmäßige Neuzugänge nur raten, neue Fische über eine längere Quarantänezeit laufen zu lassen, auch wenn es nervig ist.

    Hallo Chis,

    ich habe auch den DC200 an einem 500l Becken, allerdings habe ich den Vlieser rausgenommen, weil ich unzufrieden damit war. Ich habe eine sehr hohe Fischlast in dem Becken durch viel Fütterung, daher muss ich mich nicht über zu wenige Nährstoffe sorgen.
    Bei zu geringen Nährstoffen kann die Schaumsäule zusammenbrechen, vor allem, wenn gleichzeitig zu wenig Durchsatz im Technikbecken ist im Vergleich zum Wassereinzug des Abschäumers. Bei mir läuft er aber auf fast voller Leistung, fast 50 Watt.

    Wenn die Nährstoffe bei Dir stimmen, dann ist der Abschäumer in der Tat überdimensioniert, dann ist es auch nicht sinnvoll, den Abschäumer etwas feuchter zu stellen.

    Es ist der einzige Grund, warum ich den elenden Refraktometer noch nicht weggeworfen habe: um zu testen, ob die Salinität normal ist, wenn ich den Fisch auspacke, für die Spindel ist meist nicht genügend Wasser im Beutel.

    Es kann an Problemen bei zu hoher Differenz in der Salinität liegen, teilweise kann es auch an Vergiftungserscheinungen liegen, wenn der Transport etwas länger dauern. Dann reichert sich Kohlendioxid an durch die Atmung des Fisches, gleichzeitig kommen durch den Stoffwechsel des Fisches Ammonium dazu. Solange der pH-Wert niedrig ist, bleibt es relativ ungiftiges Ammonium, sobald aber der pH-Wert angehoben wird im Rahmen der Angleichung, kommt es zur Vergiftung des Fisches, weil das Ammonium sich teilweise zu Ammoniak wandelt. Du merkst es meist an der Atmung des Fisches, das etwas nicht stimmt. Ich hatte auch einmal einen Lippfisch, der nach drei Tagen gestorben war, obwohl er nach einer Stunde aus dem Geschäft bei mir zuhause war. Kann natürlich auch ein Cyanofang gewesen sein, aber ich nehme an, es war die zu schnelle Anpassung bei zu hoher Dichtedifferenz.

    Das sollte nicht auftreten bei ein oder zwei Stunden im Beutel vom Geschäft nach Hause, aber wenn sich jemand Fische zuschicken lässt, die einen Tag im Beutel waren, würde ich unbedingt Salinität, Ammonium und pH prüfen VOR einer Angleichung. Wenn der Test Ammonium in erhöhtem Maß anzeigt, dann Temperatur angleichen (Beutel ins Technikbecken), Beckenwasser in Angleichbehälter mit Osmosewasser auf Salinität des Beutels anpassen und den pH-Wert mit etwas Kohlendioxid auf den Wert im Beutel angleichen. Dann Fisch ohne Wasser aus Beutel direkt in den Angleichbehälter setzen und dort dann langsam an das Beckenwasser angleichen. Über den Daumen nicht mehr als 1-2 Promille Salinitätsunterschied pro Stunde. Wenn der Fisch von einer Dichte von 1,018 nach 1,023 gebracht werden soll, dauert es schon 3-5 Stunden.

    Damit sollten Probleme mit Ammoniak oder Salinitätsunterschiede weitgehend unterbleiben.

    RE hat sogar traditionell drei Pumpenmodelle im Einsatz. Die RD1 ist die Urform der Pumpen, nicht steuerbar und läuft mit 220V, hat also noch das Problem, dass ab und zu das typische 50Hz-Brummen zu hören ist, dafür enorm robust und zuverlässig.

    Die RD3 (Speedy) kam dann mit der noch massiveren Technik als der RD1, was für sehr hohe Laufruhe sorgt, und der Steuerbarkeit über einen Controller, das geht sehr fein in 2W-Schritten. Von der Bedienung im laufenden Betreib ein absolut großer Wurf, aber relativ lange waren die Controller von hoher Empfindlichkeit geplagt und versagten häufiger den Dienst, insbesondere Ausschalten und der Induktionsstoß beim Einschalten hat viele Controller gehimmelt. Ich durfte einige Controller austauschen, deshalb kann ich von einem Gebrauchtkauf nur abraten, wenn es nicht nachweislich ein Gerät der letzten drei Jahr ist. Du hast den Abschäumer ausgestellt, gut gesäubert und willst ihn wieder einschalten und... der Controller rührte sich nicht. Inzwischen soll das Problem endlich beseitigt sein, aber ich bin immer noch sehr vorsichtig, fahre die Pumpen immer bis zum Stillstand runter, bevor ich sie vom Netz trenne, das Herzklopfen beim Wiedereinschalten ist aber noch da. Ich verwende sie ungefähr seit 10 Jahren. Trotzdem, eine fantastische Pumpe, die ich als RFP und Abschäumerpumpe einsetze. Eine Ersatzpumpe habe ich aber trotzdem bereitliegen. :grinning_squinting_face:

    Die neueren Pumpen der RDX-Serie sind ein etwas anderes Konzept, wenn ich mich recht erinnere: Fertigung in China als Auftragsware mit vielen Vorgaben, deshalb deutlich billiger als die RD3, viel kleiner, aber trotzdem sehr leise und leistungsstark, auch mit Controller und steuerbar, aber nicht so fein wie die RD3.
    Allerdings habe ich noch keine Langzeiterfahrung mit der RDX, ich verwendie die Pumpe für den UVC-Klärer.

    Das sind so grob die Unterschiede der drei Pumpenmodelle für die RE-Abschäumer.

    Die geringe Salinität bei Fischbecken haben Händler gerne im Einsatz, weil dies die Ausbreitung und Vermehrung von Parasiten stark behindert. Ich achte deshalb beim Kauf von Fischen immer darauf, ob auch Korallen im Verkaufsbecken sind, dies zeigt ziemlich sicher an, dass weder Kupfermedikamente noch stark reduzierte Salinität im Einsatz ist. Ist das nicht der Fall sollte man direkt den Händler fragen, ob eines oder sogar beide im Einsatz sind.

    In Verkaufsbecken mit verringerter Salinität haben diese meist eine Dichte von 1,017- 1,018 g/l Salinität, bei einer Hyposalinität-Quarantäne geht es teilweise noch deutlich darunter bis etwa 1,012 oder so, und es dauert dann Tage, das wieder nach Abschluß der Quarantäne an die normale Salinität anzupassen, sonst ist der Umstieg zu hart.

    Wenn Du ein eigenes (Fisch-)Quarantänebecken aufsetzten möchtest ist die Austattung nicht sehr aufwendig, besser tatsächlich, wenn sie spartanisch ist, schließlich muss sie nach jedem Einsatz desinfiziert werden. Viel Licht ist hier sogar unangebracht für Fische, besser ein paar PVC-Röhren als Versteck außer Oberflächenabzug, Heizung, leichte Strömung, UVC, bei kleinen Becken ein Abschäumer und eine Versteck-Ecke muss da nichts rein.

    Wenn die Priorität auf leise und gute Leistung/Qualität ist, dann ist RE die richtige Antwort. Je nachdem, was das für Fische sind, ist ein RE Double Cone 180-200 mit RDX-Pumpe gut dimensioniert. Dieser reagiert aber relativ empfindlich auf schwankende Wasserstände im Technikbecken, wenn das ein Problem ist, wird es richtig teuer mit einem Bubble King DeLuxe 200, kleiner geht diese Reihe nicht.
    Bei viel Fischmasse (große Doktoren etwa) ist ein Supermarin 200 eine gute Wahl.

    Ich habe die Double Cone 200 und 250 im Einsatz und habe kein Problem damit die Dinger mit offenem Technikschrank direkt im Wohnzimmer zu betreiben.

    Was sehr viel praktiziert wird ist die Quarantäne und allmähliche Absenkung der Salinität. Dies ist schonend und nicht schädlich für die Fische und wirkt gegen mehrere Arten von Parasiten ohne alle Medikamente. Allerdings dauert es relativ lange und braucht Platz und steigert den Versorgungsaufwand.
    Suche mal nach "quarantine + hyposalinity", da gibt es eine Menge Berichte zu.

    das kann man so pauschal nicht sagen!
    Es geht auch völlig problemlos ohne Abschäumer!
    Ich habe ein 250 Liter Becken (244 Liter Brutto) und insgesamt 15 Fische im Becken und es läuft total problemlos.

    Genau das halte ich für ein Alles-über-einen-Kamm-geschoren-Pauschalaussage. Ganz anders sieht es aus, wenn Du schreiben würdest "Es KANN auch völlig problemlos ohne Abschäumer gehen". Aber es muss eben nicht unbedingt problemlos verlaufen, und genau dann ist der Abschäumer eine wichtige Absicherung und Stabilisierung.

    Hallo Sven,

    ich habe das seltsame Gefühl, dass Du eine andere Sprache verwendest als ich. Zumindest kommt es mir so vor, weil ich kaum verstehe, was Du da erzählst. Wie kann ein Becken gleichzeitig stabil laufen und dabei eine komplette Einfahrphase durchmachen?!?

    In Deinem Profil steht "Juwel Lido 200", ist dies das Becken, wo der Doktor drin schwimmt? Das wäre schon für den Zwergkaiser eigentlich zu klein, für den Doc deutlich zu klein. Denke bitte daran, dass eine kleine Fütterung für kurze Zeit und langfristig etwas ganz anderes ist. Allein schon um einseitige Ernährung zu verhindern.

    UV-C sollte zumindest so lange laufen, bis der Besatz komplett ist und dann auch noch mindestens zwei Monate über das letzte Einsetzen hinaus. ich lasse UVC durchgehend laufen, auch wenn der Besatz abgeschlossen ist, weil es die Keimdichte reduziert und so für ein besseres Milieu im Becken sorgt.

    Ob der Abschäumer überflüssig ist hängt von vielen Details ab. Zum einen ist er für die Nährstoffkontrolle wichtig, zum anderen aber auch für den Gasaustausch zwischen Becken und Raumluft. Wenn das Becken abgedeckt ist hat sich die Frage praktisch schon geklärt: Du brauchst den Abschäumer unbedingt allein für den Gasaustausch.

    Danke Sandy für deinen ausführlichen Post!

    ob ich mit dem Aufbau so glücklich bin weiß ich auch noch nicht, habe aktuell leider nur keine bessere Idee… da war vorher noch deutlich mehr drin an Gestein, habe da schon einiges entfernt.

    Die Belastung der Steine und des Sandes habe ich auch schon fast befürchtet… Deinen Versuch mit dem frischen Wasser-Sand Gemisch hab ich direkt gestartet, schauen wir morgen mal

    wie würde man denn Sand austauschen? Ich habe so nen Sand Absauger um den vom Mulm zu befreien - aber damit den Sand abzusaugen könnte wohl „etwas“ dauern.
    Gesteins Austausch gegen Keramik riffgestein habe ich auch bereits erwägt. So in 4 Schritten immer 10-15% austauschen.

    leider bin ich noch nicht so tief im privat-Markt drin in der Szene - über Tipps (gerne per PN) bin ich sehr dankbar
    Das Thema mit „der dicken Suppe“ sehe ich eben auch in Verbindung mit der Anschaffung von einem größeren Schwung Korallen, daher war ich bisher vorsichtig mit der großen Korallen Shopping Touren…
    Macht es Sinn mit Hilfsmitteln erstmal NO3 und PH4 in den Griff zu bekommen, damit das einsetzen „sicherer“ ist?

    Wie Steffen bereits sagte verwende ich auch während des Wasserwechsels den Schlauch. Damit es einfacher zu Handhaben ist, habe ich beim Schlauch noch ein Stück PVC-Rohr reingesetzt, damit kann ich besser die Absaugung steuern kann.

    Quellen für private Korallenverkäufe sind unter anderem: Facebook-Meerwassergruppen, Whatsapp-Gruppen, Ebay Kleinanzeigen und natürlich die Meerwasser-Foren. Helfen tut es hier schon deutlich, wenn Du den Wohnort in das Profil einträgst, so wie ich z.B. "Düsseldorf" bei mir eingetragen habe. Dann klären sich direkt schon viele Fragen wie "Kannst Du mal bei mir vorbeischauen und Dir das ansehen?" Das wäre bei mir etwas weit weg, aber wenn jemand sieht "Oh, der ist ja ganz in der Nähe, da kann ich doch mal vorbeihüpfen!" kommen vielleicht direkt ein paar Angebote. Ich denke, die Meerwasserszene ist in Deiner Gegend nicht ganz so stark vertreten, aber ein Versuch ist es wert.

    Ich würde auch davon abraten, da es ein Becken ohne Technikbecken ist, die Technik mich auch nicht vom Hocker reisst (ist die Lampe eine Maxpect Razor?, die dürfte nach 3 Jahren abgenudelt sein).

    Es gibt immer wieder Becken zu kaufen und die richtigen Kosten kommen erst nach der Anschaffung. Lasse Dir lieber etwas Zeit zu klären, was genau Du wirklich haben möchtest und suche dann gezielt danach. Schaue Dir ruhig auch mal ein paar Becken bei Aquarianern an und lasse Dir erklären, wie es betrieben wird.

    Bei mir ist ein 65l-Becken neben einem 800l-Becken, und rate mal, was lauter ist?!?

    Hallo,

    es ist eine klassische "Kaimauer-Deko", die nicht jedermanns Geschmack ist, aber durchaus funktioniert und ausreichend Höhlen für die Fische bietet. Dein Problem mit den Nährstoffen hast Du bereits erkannt und ist auch nicht ganz trivial, denn Du brauchst mehr große Korallen als Nährstoffverbraucher, aber neue Korallen, die meist deutlich weniger Nährstoffe gewöhnt sind, in diese starke Suppe einzusetzen kann zu Problemen führen. Wöchentliche Wasserwechsel sind gut und können auch gerne mit 20-30% etwas größer ausfallen, die Frage ist, wieviel Nährstoffe im Sand und Gestein gespeichert sind, so dass dies einige Zeit brauchen könnte, bis diese Depots abgebaut sind. Eventuell ist ein Austausch vom Sand über mehrere Wochen verteilt sinnvoll, mache ruhig die Probe mit einer kleinen Schippe Sand im Becher mit frischem Meerwasser, einmal gut durchrühren und nach einem Tag Nitrat und Phosphat messen. Wenn der Wert Dich aus den Socken haut, tausche den Sand im Verlauf der Wasserwechsel Stück für Stück aus.

    pH ist okay, aber kH schon recht hoch, im Laufe der Wasserwechsel sollte das dann sinken.

    Der Rotmeerdoktor ist schon etwas grenzwertig für die Beckengröße, aber für den Korallenbesatz bzw den fehlenden Korallenbesatz zu viel. Fische sind teuer, große Fische richtig teuer. Nein, nicht im Anschaffungspreis, sondern wegen der Preise für die Korallen, die für die Verarbeitung der Nährstoffe nötig sind.

    Mein Vorschlag: senke durch Wasserwechsel und Austausch von Sand evtl auch belastetes Gestein die Nährstoffe auf einigermaßen akzeptable Werte, suche privat nach großen Korallen, die schnell wachsen und gut Nährstoffe aufnehmen, um erst mal ein stabile Milieu mit Korallen zu etablieren. Du musst Dir auch überlegen, was für eine Art Becken du etablieren möchtest. Viele Weichkorallen am Anfang sind am günstigsten und sollten auch die Nährstoffe gut aufnehmen, aber das Milieu, welches sich durch die vielen Weichkorallen dann einstellt, könnte die Etablierung von SPS-Korallen deutlich erschweren. Dafür sind große SPS-Korallen meist sehr teuer, gerade für größere Becken.

    Es gibt immer wieder Verkäufe von größeren Korallen, wo Du nicht die Niere verkaufen musst, um sie zu bezahlen, dann sollte das Becken aber bereit sein, diesen Korallen ein Zuhause zu geben, wo sie nicht in wenigen Wochen direkt sterben. DAS wäre nämlich richtig teuer.

    Für ein paar Jahre wird noch der Bestand an T5-Lampen mit den Röhren versorgt, aber allein dass keine neuen Lampen mehr produziert werden wird eher früher als später zum Aus führen. Irgendwann gehen nämlich auch die bestehenden Lampen kaputt und können dann immer schwieriger repariert werden. Ati wird auch nicht mehr lange dann Ersatzteile haben. Spätestens in 2-3 Jahren, wenn alle Garantieleistungen für Lampen abgelaufen sind ist es dann vorbei.

    Wir können glücklich sein, wenn es immer noch UV-Röhren gibt.

    Ich fürchte, die Ursache der Probleme ist das starke Mißverhältnis von Fischen zu Korallen. Ein Meerwasserbecken verkraftet deutlich weniger Fischlast als ein vergleichbar großes Süßwasserbecken. Die Nährstoffe sollten als Daumenregel grob im Verhältnis 1:100 zwischen Phosphat und Nitrat sein. Etwa 0,1 mg/l Phosphat zu 10 mg/l Nitrat, wobei ich persönlich gut mit 1:50 leben kann und lieber etwas weniger Nitrat habe. Ein Problem ist die hohe Nitratmenge im Vergleich zu Phosphat.

    Im Prinzip "bezahlst" Du die Fische nicht mit dem Kaufpreis, sondern den Korallen, die notwendig sind, um mit den Nährstoffen der Fütterung ins Gleichgewicht zu kommen. Das, was an Fütterung und Ausscheidungen der Fische an Nährstoffen ins Becken kommt muss über Filterung (Vliesfilter, Abschäumer usw.) und Wachstum der Korallen wieder aufgenommen werden. Der Größe der Korallen nach scheint dies nicht zu funktionieren.

    Ein weiterer Knackpunkt ist, dass Du im Augenblick auf Pump lebst. Der Sand und die Steine fungieren im Augenblick als Phosphatadsorber, was wohl der Grund ist, dass der Wert so niedrig ist. Irgendwann in naher Zukunft ist aber die Kapazität von Sand und Steinen erreicht und der Phosphatwert wird kräftig steigen, obwohl Du nichts geändert hast.

    Der Silikatwert ist normal, es dürfte also normaler meerwasser-tauglicher Sand sein.

    In der Analyse gibt es keine echte Katastrophe, die meisten Probleme bei den Wasserwerten beheben sich, wenn Du mehrere Wochen etwas größere Wasserwechsel machst.

    Abhängig von der Beckengröße würde ich entweder raten, den Fischbesatz zu reduzieren oder die Korallen deutlich aufzustocken. Bei 500l aufwärts würde ich die Korallen aufstocken, darunter eher den Fischbesatz reduzieren.

    Was für eine Beleuchtung hast Du im Einsatz?

    Hallo hier-könnte-Dein-Name-stehen,

    ein Hauruckverfahren nach einem halben Jahr ist nicht angebracht, da Du schon Tiere im Becken hast, die versorgt werden müssen.
    Ich würde auch nicht überstürzt jetzt alles rauswerfen und neu starten, wenn Du nicht weisst, warum das Becken entglitten ist.

    Deshalb fange am besten damit an, die Basis zu überprüfen, Technik, Besatz und Pflegemaßnahmen abzuklopfen und dann die Bedingungen des Beckens Stück für Stück zu überprüfen.

    Für den Anfang würde es wie schon gesagt sehr helfen, Bilder (Gesamtaufnahme Becken) zu sehen, die eingesetzte Technik kurz aufzulisten, den Besatz (Fische, Wirbellose, Korallen) und wieviel von welchem Futter Du verwendest.

    Interessant sind auch Angaben, die nicht aus der ICP-Analyse hervorgehen wie pH-Wert morgens und abends, Temperatur, Strömungsprogramme und Stärke.

    Bisher ist es schlicht nicht möglich zu helfen.

    Dann wird es deutlich einfacher. In der Ecke ist die Ostsee noch einigermaßen salzig, da bist Du mit 15-20 Promille im richtigen Bereich.
    Wenn Du aus der Süßwasserzeit eine Osmoseanlage hast kannst Du das nötige Reinwasser, was Du zum Ansetzen, Wasserwechsel und für Verdunstung benötigst, selbst erzeugen. Ansonsten gehe in ein Fachgeschäft und frage nach Osmosewasser. In Baumärkten kannst Du Osmosewasser ebenfalls manchmal finden, achte auf das Fischsymbol, welches die Eignung für Aquarien anzeigt.

    Die App Aquacalculator kann Dir helfen bei der richtigen Salinität. Diese musst Du natürlich anpassen an die Salinität der Proben. Zum Messen kannst Du einen Refraktormeter nehmen, bei kleinen Problem ist eine große Spindel nicht ganz das richtige. Am einfachsten ist es, wenn Du ein paar Eimer mit Meerwasser vor Ort direkt mitnehmen kannst, dann brauchst Du nicht viel rummischen.

    Eine Membranluftpumpe mit Sprudelstein sollte zumindest behelfsweise für die Tage/Wochen ausreichen, vielleicht hast Du so etwas noch rumliegen. Dieser Gasaustausch sollte das Ersticken der Lebewesen und Pflanzen in der Probe verhindern. Wenn Du jetzt noch eine kleine Portion Staubfutter (Polyplabs Reef-Roids hat bei mir oft für Planktonmassenvermehrungen gesorgt, kleinste Portion reicht) organisieren kannst, dann müsste es für ein paar Wochen ausreichen.

    Hallo Bernd,

    Dein Vorhaben finde ich sehr interessant, aber gar nicht so einfach zu verwirklichen. Klingt etwas seltsam, wenn Du nur ein winziges Töpfchen betreiben möchtest, aber der Knackpunkt ist, dass Du ein Biotop erhalten möchtest, welches vielen Einflüssen und Mechanismen ausgesetzt ist.
    Am ehesten ist ein Zuchtansatz für Plankton eine vergleichbare Situation oder ein Minibiotop mit Luftheber.

    Die Herausforderungen:
    - Verhindern von Kahmhaut auf dem Biotop (Stichwort: Oberflächenabsaugung)
    - Strömung, Gasaustausch (Stichwort: Luftheber)
    - Aufrechterhaltung der Wasserwerte (Stichwort: Wasserwechsel, Nährstoffe, Osmosewassernachfüllung)

    Es zieht einen langen Rattenschwanz von Messungen, Wassertests und Kleingeräten nach sich. Es kommt vieles darauf an, was genau Du erreichen möchtest, da nichts ohne Nebenwirkungen ist. Schau Dir mal den Thread um die Beobachtung eines Stückchens Lebendgesteins an, das trifft am ehesten so Deine Zielrichtung.
    Dauerbeitrag; Experiment mit 1 Lebendstein

    Ich habe mein 800l-Becken auch mit TM Pro Reef aufgesalzt und später dann festgestellt, dass der kH bei über 9 lag, war mich sehr verblüfft hatte. Es ist etwas mehr als ein 25kg Eimer, deshalb würde ich Entmischungsprobleme dabei ausschließen, auch Aufhärtung durch Lösung von Kalkgestein oder Sand, da dieses bei mir komplett fehlt (EpoReef und Bäre Bottom). Dosierung war auch ausgeschaltet und daher nicht die Ursache.

    Das ist noch relativ harmlos, aber etwas ärgerlich, wenn man vor dem Umsetzen der Korallen alle Parameter möglichst anpassen möchte, um Verluste zu verhindern.

    Leider habe ich etwas anders gefunden: Letzte Nacht mit UV-Lampe auf die Pirsch gegangen. In den Gesteinslücken Auffälligkeiten erblickt, die ich heute per Pinzette & Klistierball rauspickte.

    Das deutet für mich auf echtes Riffgestein hin, heutzutage ist ja wirklich extrem viel Plastik an den Küsten zu finden, und das fast überall. Die kleine Koralle zeigt aber deutlich, dass sie wirklich aus einem Riffgebiet kommt und Du hoffen kannst, dass vielleicht noch mehr aus dem Gestein kommt.

    Ich habe aus meiner Erfahrung mit der schlechten Qualität von LS den Neustart meines Beckens ohne Sand und mit EpoReef durchgeführt. Das ist ja praktisch Epoxid-Harz mit Sand gemischt. Bisher hat sich das sehr gut verhalten.
    Einiges an Leben ist bereits durch die Ablegersteine der Korallen eingezogen, trotz Dippen aller Korallen. Es hat sich ein Bakterienrasen entwickelt, aber nicht zu wild, Korallen werden nicht überwuchert.

    Ja, das ist Teil des Gebrauchs von dem Harz. Genau gesagt ist es ein Mischbett-Ionenaustauscherharz, Das Harz gibt also H+ und OH- Ionen ab und lagert dafür andere Ionen an. Während dieses Prozesses zerfällt das Harz auch teilweise, so dass es auch etwas an Substanz verliert. Das sehe ich dann daran, dass der Füllstand von dem Harz etwas geringer wird. Hat also nichts mit meiner Säule direkt zu tun, sondern ist normaler Teil des Gebrauchs. Wenn ich etwa 1000-1500l Reinwasser erzeugt habe sind so etwa 5-7cm an Harz aus der Säule verschwunden.
    Ein kleiner Teil ist normaler Setzungsprozess, dass das Granulat von der Körnung optimiert und weniger Volumen benötigt, aber ein Teil ist eben auch Zersetzung.

    Ich habe ein TDS-Meter mit zwei Messstellen, eines nach der Osmose und eines nach dem Harzfilter. Bei mir ist ziemlich hartes Wasser, der Pegel springt deshalb gerade beim Anwerfen auf über 200 und fällt dann langsam ab, wenn genügend gespült ist nach 1-2 Minuten sinkt der Wert dann auf 16 und ich schalte den Harzfilter dazu, vorher geht das Wasser in den Abfluss. Anlage lasse ich so lange wie möglich laufen, weil dies am effektivsten ist. Der Wert sinkt dann bis auf ca 7-8 herunter nach der Osmose, mehr ist nicht drin.
    Solange auf der Anzeige noch Null steht ist alles gut, aber sobald etas nicht Null ist, geht bereits einiges am Harz vorbei, insbesondere Silikat.
    Dann tausche ich vor dem nächsten Wasseraufbereiten das Harz aus. In dieser Zeit verschwindet etwa 5-7cm aus der langen Säule von dem Harz, anhand des Standes kann ich bereits gut abschätzen, wann es wieder Zeit wird. Gerade läuft die Osmose bei mir mal wieder.

    Die billigen TDS-Meter sind sehr ungenau und grob gerade im niedrigen Bereich, deshalb ist das Harz erschöpft, wenn es etwas anderes als Null zeigt.

    Theoretisch ja,, aber praktisch ist das nicht wirklich. Du musst in mehreren Teilen arbeiten und diese verkleben, denn praktisch kein 3D-Drucker ist groß genug um es in einem Stück zu drucken. Zusätzlich musst Du die Vorlage erst einmal konstruieren und dann die Zeit investieren, es auszudrucken in solider Art, Fehldrucke mit einplanen und nach einer Woche siehst Du ein, dass es einfachrere Methoden gibt.

    Je kleiner ein Bauteil desto besser und einfacher ist es mit dem 3D-Drucker gemacht. Einen Halter für meine Dosierpumpe drucken in Leichtbauweise dauert schon einen Tag.

    Quatsch........

    wir haben den elektrischen Strom, also nutzen wir ihn auch. Bauhaus und Co leihen dir jederzeit gerne Geräte aus.

    Und für einfache Winkelschleifer gibt es folgendes:

    Wie gesagt ich habe einiges an gutem Werkzeug, unter anderem auch Winkelschleifer und Kreis-/Stichsäge, Dremel und Multimaster, den Bauhausmüll (den die "Werkzeug" nennen) lasse ich lieber dafür stehen. Aber das ist nicht unbedingt das beste Werkzeug dafür. Am ehesten noch der Multimaster, aber bei großen Balken mit wildem Profil wird es unbeholfen. Mal sehen, was ich morgen höre.

    Das hört sich danach an, als ob entweder die Reinigung nicht wirklich erfolgreich war oder ob etwas sich gelockert hat und die Pumpe irgendwo sich verkantet oder schleift. Ist vielleicht das Lager des Rotors defekt? Als meine Lagerschale von meiner Tunze Turbelle Stream 3 beim Reinigen offenbar verschwand hat der wubbelnde Rotor heftige Geräusche gemacht, die ich bis dahin nicht kannte. Erst nach dem Ersatz lief alles wieder normal.

    Es ist nicht zu fassen, aber auf der FAQ der Homepage von CurTec lese ich tatsächlich, dass die auch Direktvertrieb zulassen und unter den Adressen ist sogar eine deutsche Kontaktadresse mit Telefonnummer und Email genannt, und zwar genau in Düsseldorf. Morgen werde ich da mal anrufen. :thumbs_up:

    Da muss doch was zu machen sein.

    Ich habe auch schon überlegt, das ganze aus einem Pfahl herauszuschneiden. Mit einer Formenlehre die Kontur auf den Plfahl übertragen und dann die Zähne zusammenbeissen und geduldig mit der Laubsäge oder sogar Stichsäge zu arbeiten, wenn es dünn genug ist. Das ist aber immer eine Menge Arbeit mehr als man am Anfang denkt.
    Zuerst versuche ich deshalb, ein Angebot für diesen Lid Locker zu erhalten, dann weiss ich, ob sich der DIY-Aufwand auch lohnt. Den unteren Halter brauche ich nicht wirklich. Die Tonne steht sehr gut und rutschfest auf der Siebdruckplatte und wenn sie auch dort am Rutschen ist trotz etwas Andruck mit dem Lid Locker dann stimmt etwas nicht beim Andrehen.