Beiträge von Sandy Drobic

    80cm Beckenhöhe ist schon eine Hausnummer! Hängt demnächst die Tauchermaske ständig in Bereitschaft neben dem Becken?!? :grinning_squinting_face: Schon bei meinem 60cm Becken werden meine T-Shirt-Ärmelchen häufig nass beim Putzen. Mit Greifer arbeiten ist häuif ziemlich unbequem.

    Der Umbau meines Beckens im Wohnzimmer hat Jahre gedauert, aber das schlimmste wäre immer, die Geduld zu verlieren und vorzeitig halb fertig zu starten. Deshalb ruhig bleiben, Nerven behalten und beharrlich auf das Ziel zuarbeiten! Nutze die Zeit, wenn keine Deadline existiert und richte das Becken optimal ein, so das später nicht der Gedanke kommt "Hätte ich doch noch gewartet und dies und das gemacht..."

    Erhole Dich gut und lasse keine Torschlusspanik aufkommen!

    Ich hatte mein Filterbecken auf eine Dreambox umgerüstet und bin normalerweise ganz zufrieden, aber mit einigen Abstrichen. Hauptsächlich mit dem Vliesfilter. Ich habe die Eco Vlies Dreambox 3.0 in der Größe 120x49. Hier ist die Vliesführung "suboptimal", jeder Wechsel ist eine fette Panscherei. Bei der Version 4.0 soll diese deutlich besser geworden sein, was auch notwendig war.

    RE hat eine Ausstellung mit einigen Teilen, allerdings nur trocken, nicht in Aktion.

    Meine größten Überraschungen waren eher den Dimensionen geschuldet, weil das Cockpit für die Controller eine Menge Platz im Unterschrank einnimmt und ich kaum noch an die Steckdosen kam mit einem 80cm Unterschrank. Als ich die RFP (eine Speedy 3 100Watt) auf 40 Watt laufen lies hat sich auch im Vliesfilter schon etwas gestaut und der Unterschied zwischen Vlies ist verstopft und triggert Auslösung und Vlies lässt ungehindert Wasser durch verursacht Schwankungen im Wasserstand beim Abschäumer.
    Wenn Du den Vliesfilter auf maximalen Durchsatz laufen lassen möchtest musst Du schon aufpassen, dass Auslösung und Stauvolumen des Vliesers richtig eingestellt sind.

    Du möchtest wahrscheinlich Deine vorhandene RE-Technik übernehmen, was nicht so einfach ist beim Abschäumer. Diese Übersicht etwa zeigt, welche Dreambox welchen Abschäumer maximal aufnehmen kann und ich habe für meinen BK 250 diese Option ebenfalls gewählt aus Kostengründen, aber der ist jetzt überdimeinsioniert und die Handhabung etwas mühselig. Da könnte ein etwas kleinerer Abschäumer sinnvoll sein.

    Ja, davon habe ich auch ein paar. Wieviele siehst Du?

    Bei mir vermehren sich die Täubchenschnecken ziemlich stark. In den meisten Becken dürften diese hartgesottenen Schnecken mehr oder weniger zahlreich vertreten sein. Auch einige Tectus-Arten vermehren sich bei mir, allerdings im 'Fischbecken.

    Keine Ahnung, welche Schnecke das war, es finden sich häufiger Schneckengelege bei mir im Becken.

    Klingt gut! Danke für die Rückmeldung! Im Laufe des Gebrauchs wirst Du noch erfahren, wie es mit Wartung, Reinigung und Problemen mit möglichen Wasserstandsschwankungen aussieht. Mein Bubble King Double Cone z.B. ist ziemlich empfindlich, was Wasserstandsschwankungen angeht. Da hatte sich wohl bei mir die Oberflächenspannung des Wassers geändert, der Stand im Ablaufschacht sank und entsprechend stieg der Stand im Technikbecken, und der Bubble King hat plötzlich einen vollen Topf gehabt und Schlagzeug im Rhythmus gespielt mit dem Deckel.

    Wäre prima, wenn Du in einem halben Jahr etwa noch einen Bericht über den Alltagseinsatz des Schäumers gibst!

    Hallo Christian,

    das mit dem pH-Wert würde ich definitiv abchecken. Wenn Du keinen guten Test dafür hast kann dies auch bei einigen ICP-Analysen mit geprüft werden. Du solltest dann nur schauen, dass Du eine Probe von morgens nimmst, da der pH-Wert im Laufe der Belichtungszeit von morgens nach abends steigt und dann ohne Licht wieder sinkt.

    Ich würde auch eher der normalen Empfehlung von 10 Prozent Wasserwechsel pro Woche folgen.

    Das zwanghafte "muss diese Zahl einstellen" bezeichnen die Amis als "Chasing Numbers" und da raten viele gute Profis auch von ab, wenn der Wert einigermaßen im Rahmen ist, dann ist es wichtiger, diesen möglichst konstant zu halten, denn Korallen lieben konstante Werte. Der absolute Wert etwa bei Phosphat mag nicht das ideale sein (Fauna Marin z.B. gibt einen höheren Phosphatgehalt als sinnvoll vor), aber wichtig ist, dass er beherrschbar und konstant bleibt und dass die Relationen stimmen, also das Verhältnis von Phosphat zu Nitrat, Dichte zu Ca und K, Jod zu Fluor und ähnliche Sachen.

    Das wichtigste ist immer, dass es den Korallen und den anderen Tieren gut geht. Diese sind der Gradmesser, ob das Wasser in Ordnung ist oder nicht, egal, wie die Werte nun sind. Stehen die Korallen gut da, ist der absolute Wert nciht mehr so wichtig. Wenn etwas nicht passt, zeigen sie es meist durch Zusammenziehen oder schlechte Farben.

    Wie groß ist das Becken eigentlich? Zwei Spectrus Twin sind ja schon einiges an Lichtleistung, eventuell ist einigen Korallen das schon zu viel, vor allem, wenn sie vorher deutlich weniger Licht bekamen.

    Läuft ein Abschäumer? Misst Du den ph-Wert? Ein zu niedriger pH-Wert ist normalerweise besonders im Winter, wo wenig gelüftet wird, ein größeres Problem, gerade in Becken ohne Abschäumer. Jetzt bei höheren Temperaturen sollte dies eigentlich kein Problem mehr sein.

    Wie sieht es mit Wasserwechseln aus?

    In der Analyse war ein sehr niedriger Phosphatwert zu sehen, meine Euphyllia zicken schnell, wenn zu wenig Phosphat im Becken ist.

    Optimal wäre es, wenn Du die Montis in ein separates Becken setzen könntest, da sie regelmäßig für mehrere Wochen etwa einmal pro Woche gedippt werden müssen. Es werden immer in paar Montischnecken in der Gegend kreuchen und zurückgesetzte Montis direkt wieder infizieren, deshalb wäre es gut, wenn Du die Montis als Nahrungsquelle direkt aus dem Becken nehmen könntest, so dass alle übrigen Schnecken in ein paar Wochen ohne Montis hoffentlich verhungern. Weitere Gelege sollten dann in der Zwischenzeit auch schlüpfen und die Tiere ohne Montiporakorallen dann verhungern.

    Nur musst Du dafür dann ein separates Becken zur Verfügung haben mit Strömung und Beleuchtung.

    Kein Wunder!

    Ich denke, Andreas hat im Augenblick kein System, deshalb kommen viele Fragen auf, die sonst mit System eine Antwort hätten.

    Wasserwechsel machst Du regelmäßig als Teil des Systems, um Salinität auszugleichen und um Zuviel/Zuwenig langsam und regelmäßig einzuregeln.
    Wenn Du keine Nährstoffe hast, schadet ein Wasserwechsel nicht. Wenn Du Werte aus dem Gleichgewicht hast, hilft er.

    Aktivkohle verwendest Du, wenn Du viele Gelbstoffe im Wasser hast und dafür schaust Du quer durch das Becken oder im Rahmen des Wasserwechsels in einen weissen Eimer.
    Eventuell, wenn viele Nesselstoffe im Wasser sind bei vielen Anemonen oder stark nesselnden Korallen im Becken oder wenn Du Jod völlig überdosiert hast, um es wieder auszufiltern.

    Für Nährstoffe kannst Du Korallenfutter verwenden, wenn sie das Korallenfutter auch aufnehmen. Das würde ich an erster Stelle ausprobieren. Wenn das nicht klappt über Dosierungen von Nitrat und Phosphat (und dies sehr langsam und vorsichtig dosieren, nicht mit einer Dosierung auf 0,1mg/l PHosphat hauen).

    Wie immer die Fragen:
    Was ist Dein Problem, was sind die Symptome?
    Was möchtest Du erreichen?

    Dann können zielgerichtet Vorschläge gemacht werden.

    Du hast zunächst einmal eine zu niedrige Salinität, das ist das erste und wichtigste Problem, alles andere kommt nach dem Ausgleich der Salinität. Bei mir hatte zu niedrige Salinität dazu geführt, dass die Korallen sichtbar blasser waren.

    Erhöhte Ca- und kH-Werte gibt es normalerweise nur durch eine Ursache: zu hohe Dosis an Versorgungssystemflüssigkeiten. Du hast mehr dosiert als durch die Korallen verbraucht wurde. Vermutlich ist das Wachstum der Korallen zurückgegangen und so hat sich ein Überschuss an kH und Ca gebildet bei fortlaufender Dosis.

    Phosphat ist noch niedrig nachweisbar, das geht so eben noch. 0,04 mg/l ist sehr niedrig. Nur Nitrat ist keines vorhanden, dies solltest Du leicht dosieren, denn für Wachstum sind Stickstoff (Nitrat, Nitrit, Ammonium) und Phosphat und Kohlenstoff nötig.

    Das Verhältnis Jod zu Fluor ist sehr schlecht. Ein Vielfaches Übermaß an Jod trifft auf fehlendes Fluorid. Du hast Nickel, Zinn und Eisen deutlich erhöht, dies kann vom Mörteln kommen oder aus rostendem Metallteilen, wenn z.B. ein Eisenteil rostet und dies zurück ins Becken tropft, etwa von der Lampe.

    Mache ein paar Wasserwechsel und rechne mit dem Aquacalculator oder anderen Tools aus, wie Du die Salinität leicht anhebst auf 35 im Rahmen der Wasserwechsel. Damit solltest Du den Großteil der Probleme bereits ausbügeln. Für Nitrat und Phosphat musst Du eine Möglichkeit zur Erhöhung finden, am besten über Korallenfutter oder über direkte Lösungen für Nitrat und Phosphat.

    Überwache engmaschig den Verbrauch anhand von kH und Nährstoffen und passe Deine Dosierung an.

    Glaube nicht, dass es diese sind. Auf dem Video sind deutlich weniger Beine sichtbar und der Körper bei dem Eintrag im MeWALex ist deutlich länglicher. Hatte die Sp. 2 mal im Becken, die sehen wirklich anders aus.Die bewegten sich auch nur vorwärts, die Minikrabben sind auch seitwärts unterwegs.

    Meine Kaiser und Zwergkaiser früher haben sich nicht für die flinken kleinen Viecher interessiert, was mich etwas erstaunte, auch die anderen Fische nicht. Bei Micha hatte ich mal gesehen, wie ein kleiner Doktor hinter so einer kleinen Mysis hinterherflitzte, hatte sie aber nicht erwischt.
    Dieses mal habe ich Fahnenbarsche und Doktoren, die werden wohl aktiv danach jagen.

    Als ich vom Joe die Korallen auspackte habe ich tatsächlich in einem Becher eine Mysis rumschwimmen sehen. Sie schien sogar ein Eipaket zu haben. Ich habe sie ins Becken gekippt und beide Daumen gedrückt. Vielleicht wuseln in ein paar Monaten ja eine Schar bei mir im Becken herum. :winking_face:

    Grundsätzlich ist der erste Ansprechpartner bei Beckenfragen immer Deine Korallen im Becken, diese zeigen Dir schon, ob sie zufrieden sind oder sich eher beschweren über Deine Behandlung. Wenn die Korallen gut stehen ist alles in Ordnung, wenn nicht musst Du weiter suchen, woran es liegen könnte.

    Prüfe immer die wichtigsten und grundlegenden Bedingungen zuerst, bevor es zu exotischen Fragen kommt wie Spurenelemente und Co.

    Temperatur, Salinität, Licht, Strömung, danach kH, Nitrat, Phosphat, pH-Wert, dann erst Probleme bei einzelnen Messwerten in der ICP.

    Gestern habe ich noch mit einem Freund zusammengehockt und mit Methoden zum Messen von Wasserwerten gespielt und wir haben gemerkt, ver viel misst, misst oft Mist und sollte die Messmethoden mit gesunder Skepsis betrachten und hinterfragen.

    Hast Du mal gemessen eine halbe Stunde nach dem Dosieren mit dem Plus NP, ob Du etwas nachweisen kannst? Manchmal können sich solche Nährstofflösungen nämlich entmischen und Du musst erst gründlich schütteln, bis die Dosierung klappt. Wenn dann nichts messbar ist kann es nur zwei Möglichkeiten geben: Du hast nicht das dosiert, was Du meinst oder der Test zeigt nicht das an, was im Wasser wirklich ist.

    Wenn Du die ICP-Probe abschickst solltest Du mit dem gleichen Wasser Deine eigenen Tests machen und aufschreiben. Dann kannst Du die Ergebnisse mit der ICP-Analyse vergleichen und schauen, wo Deine Tests andere Ergebnisse liefern.

    Das hängt meist nicht an einer Ursache, sondern an der Kombination von mehreren Faktoren, etwa zu wenig Jod mit zu viel Licht oder zu wenig Nährstoffe verbunden mit zu viel Licht und ähnliches. Vielleicht ist auch einfach die Strömung zu stark, von außen und ohne Werdegang wie sich das Becken entwickelt hat ist das ganz schwer zu sagen.

    Was machen denn die anderen Korallen und wie hat sich der Verbrauch und die Nährstoffe entwickelt?

    Hallo Quark,

    diese Frage ist am besten an den Hersteller gerichtet. Der kennt seine Pumpen und sollte dies am besten deuten können. Ich hatte bei einer Pumpe auch mal die Kupferwindungen des Motors gesehen und den Hersteller gefragt. War zum Glück kein Problem, aber sie haben daraufhin kein durchsichtiges Harz mehr genommen, da in Meerwasser der Anblick von Kupfer etwas verstörend ist. :grinning_squinting_face:

    Die Empfindlichkeit von Lippfischen muss ich leider auch bestätigen. Ebenso die vielen Versuche, sich selbst umzubringen, vor allem durch Springen. Einen Sechstreifenlippfisch habe ich nach mehreren Monaten im Refugium wieder entdeckt, nur um kurz daraf zu sehen, wie er ins Pumpenabteil sprang und dort gehäckselt wurde. Ein anderer war normal geschwommen, um dann plötzlich wie irre durch das Becken zu zischen, um dann zuckend zu Boden zu sinken und dort zu sterben. Als hätte er einen Herzinfarkt erlitten.
    Wer Lippfische pflegen möchte sollte besser darauf gefasst sein, dass sie wie Kleinkinder umsorgt werden müssen: neugierig, tatendurstig und todesverachtend wie sie sind muss das Becken ausbruchssicher und mit viel Spiel- und Entdeckungsmöglichkeiten, aber auch Schutzmöglichkeiten eingerichtet werden.

    Ich hatte mir die Hyposalinitätsquarantäne einmal sehr genau angeschaut, dort wurde auch erwähnt, dass die Anpassung zurück an die normale Salinität nur über einen längeren Zetiraum erfolgen dürfe. Zugegeben ist dies noch deutlich niedriger als 1,028 wie bei Dir.

    hajo: Was hat die Ammoniakvergiftung mit dem Händlerwasser zu tun?!? Der Fisch scheidet über seinen Körperhaushalt schon Ammoniak aus zusammen mit dem Kohlendioxid. Das ist einfach eine Frage, wieviel Wasser auf wieviel Fisch und wie lange der unterwegs ist. Das Kohlendioxid sorgt dafür, dass über die pH-Senkung es beim relativ ungiftigem Ammonium bleibt. Wenn beim Angleichen über die normale Tröpfchenmethode im Beutelwasser der pH-Wert steigt verschiebt sich das Gleichgewicht von Ammonium zu Ammoniak und der Fisch wird vergiftet.

    In diesem Fall scheint das nicht das Problem zu sein, da Chris ja bereits gesagt hatte, dass er den Fisch nicht mit Beutelwasser angeglichen hat. Einzig die Zeitspanne, die vom Öffnen des Beutels bis zum Entnehmen des Fisches vergangen ist wäre noch eine Möglichkeit, wie über Gasaustausch mit der Luft der pH-Wert steigen könnte, aber diese würde ich jetzt relativ gering schätzen.

    Ich gehe auch davon aus, dass Ammoniak zusammen mit der relativ schnellen Anpassung das Problem war. Das Thema hatten wir doch noch vor kurzem hier im Forum, dass Anpassung über die traditionelle Tröpfchenmethode gerade bei längeren Transporten nicht gut ist.
    Also Ammoniaktest im Beutel machen vor einer Anpassung. Ebenso Salinität und pH-Wert. Wasser im Angleichgefäß auf diese Werte anpassen und Fisch rübersetzen OHNE BEUTELWASSER!
    Damit umschiffst Du erst mal das Ammoniakproblem.

    Wenn Du kannst würde ich die Beckensalinität im Quarantänebecken auch in diesen Bereich setzen, eine Änderung von 2-3 Promille im Salzgehalt geht, für mehr würde ich mehr Zeit veranschlagen und die Anpassung zusammen mit den Wasserwechseln im Quarantänebecken machen.

    Da er eine Baggergrundel und einen Kanarienlippfisch als Sandschläfer drin hat kann man wohl davon ausgehen, dass er genügend Sand im Becken hat.
    Ich würde aber auch keine weiteren Fische reinsetzen, solange die Nährstoffe noch nachweisbar sind ist alles gut. Ein Doktor und zwei Kaiser, dazu noch weitere kleinere Fische sind ausreichend, schließlich wachsen sie ja auch noch.

    Im Aquarium geht, wenn außer toter Deko und Sand nichts im Becken ist. Bei Lebenden Steinen und/oder Life-Sand muss zuerst normal aufgesalzen und auf Temperatur hochgeheizt werden und danach erst Lebende Steine und Life-Sand reinsetzen.

    Osmoseanlage laufen lassen, Wasser aufheizen, Salz hinzufügen und Strömung anstellen, Wasserkreislauf schließen. Das setzt voraus, dass die Verrohrung bereits funktionsfähig ist.

    Einen Seeigel kannst Du problemlos hinzusetzen, musst aber gut darauf achten, ob er wirklikch genug zu fressen bekommt. Seeigel sind echte Fressmaschinen, die dauerhaft mähen wollen. Wenn sie nichts zu beissen bekommen können sie sich auch mal an Korallen vergehen, in der Not frisst der Teufel Fliegen und der Seeigel alles, was nicht weglaufen kann und er erwischen kann. Diese Gefahr ist beim Pfaffenhut und Kugelseeigel sehr klein, meist verhungern sie leider. Ich habe ein Becken voller Algen, aber er kann nur sehr wenig davon fressen wegen der Fraßgifte der Alge, deshalb wäre er mir fast verhungert.
    Du kannst ihn gut mit Norialgen füttern, wenn das Becken zu wenig zu bieten hat, es gibt auch getrocknete Algen von verschiedenen Herstellern. Gute Erfahrungen habe ich mit den roten und grünen Algen von Ocean Nutrition gemacht.

    Die meisten haben Täubchenschnecken im Becken, das kommt meist mit dem Lebendgestein.
    Mache doch mal ein paar Fotos, vielleicht erkennt jemand ja die Arten.

    Hallo Andreas,

    ich habe ein ähnliches Problem und kann die Nährstoffe nur mit Zusatzdosierungen für die Korallen ausreichend verfügbar halten, und selbst dann komme ich immer wieder in die Limitierung, meine Korallen waren ebenfalls sehr hell dadurch. Bei mir sind es allerdings Bakterienrasen, die extrem schnell wachsen.

    Die Korallen können mit den Algen nicht mithalten, was das Wachstum angeht, von daher kannst Du nur die Bedingungen so günstig wie möglich für die Korallen gestalten und für die Algen es so unangenehm wie möglich machen. Das beginnt mit dem Einsetzen von zusätzlichen und passenden Schnecken, dem vorigen Kurzhalten der Beläge, weil die Schnecken meist nur an die saftigen jungen Nachwuchsalgen gehen, eventuell auch ein Seeigel wie Kugelseeigel oder Pfaffenhut, wenn es größere Beläge sind.
    Kontrolliere die Wasserwerte, mache ruhig auch ein paar größere Wasserwechsel für eine solide Basis bei den Wasserwerten und prüfe vor allem die Basiswerte, dass diese wirklich stimmen: Temperatur, Salinität/Dichte, pH-Wert und kH-Wert stabil, Nährstoffe nachweisbar, Strömung und Licht passend für die Korallen, weder zuviel noch zu wenig.

    Teilweise hatte es bei mir früher z.B. gereicht, Atemkalk einzusetzen, um den pH-Wert, den ich früher nie beachtet hatte, in den richtigen Bereich zu heben. Wenn die Wasserwerte im richtigen Bereich und einigermaßen stabil sind, lösen sich meist auch die Probleme bald wie von selbst. Meist sind solche Probleme nämlich ein Zeichen von nicht richtigen Umgebungsparametern.

    Wenn das alles korrigiert ist, sollten zumindest die Korallen wachsen und die Schnecken und Seeigel die Algen eindämmen.

    Die Chance auf so einen gefährliche Bakterie zu stoßen ist extrem klein für Aquarianer, ein Fall von fleischfressenden Bakterien etwa, wo wirklich Gliedmaßen amputiert werden mussten, habe ich bisher nur aus Süßwasser berichtet gesehen, wo jemand sich an Steinen aufgeschürft hatte während einer Rafting-Tour. Entzündungen durch Reizstoffe kann es durchaus geben, gerade, wenn man Tiere mit starken Nesselgiften wie die Teppichanemone pflegt. Damit würde ich die Gefahr aber eher bei den gepflegten Tieren verorten und nicht irgendwelchen Bakterien oder Viren, die vielleicht im Wasser sind. Eine Viren/Bakteriengefahr würde ich nicht absolut ausschließen, aber extrem gering einstufen.

    Wenn man offene Wunden hat, auch kleine Kratzer durch eine Katze oder sich an scharfen Kanten blutig geschnitten hat, also alles, wo etwas direkt in den Körper dringen kann, ist das Risiko höher, aber selbst dann ist es immer noch sehr gering. Trotzdem ist die Empfehlung, nicht mit den nackten Händen im Wasser rumzuwerken, aber die Schuldigen hier sind eher Borstenwürmer und scharfkantige Foraminiferen, Röhrenwürmer und ähnlicher rauher Aufwuchs.

    Ich bin auch immer vorsichtig, wenn mein Fuchsgesicht mir etwa ungeduldig von den Fingern frisst, weil er gerne mit den Stacheln der Rückenflosse zuckt und generell ein eher ängstlicher Schisser ist, der immer bereit ist, schnell zu flüchten. Vorsicht ist immer gut, aber Panik nicht.

    Warum bist Du so fixiert auf Medikamente? Wenn ein Medikament notwendig ist, dann würf alles raus, was für den Zeitraum der Behandlung nicht notwendig ist. Selbst ein Abschäumer kann hier entbehrt werden, wenn Du mit einer Strömungspumpe die Oberfläche gut in Bewegung hälst oder eine Luftpumpe verwendest. Mache Dich kundig, wie das Medikament bzw die Rückstände davon neutralisiert werden, bevor Du das Wasser wegkippst.

    Meine Schlußfolgerung ist auch ziemlich kriminell:

    Doktoren und Kaninchenfische wandern bei nächster Gelegenheit auf den Grill, weil schädlich, dafür müssen Falter und Kaiser einziehen. Damit diese nicht zu große Schäden anrichten, müssen es sehr große Korallen sein, die etwas Fraßschädigung gut verkraften können, was es in normalen Läden oder Handel nicht gibt. Jetzt grübele ich, ob ich beim Aquazoo mit einem LKW vorfahre oder es einen wohlhabenden Aquarianer mit Riesenbecken gibt, wo ich reinschleichen und mit unterdrücktem Ächzen die passenden Korallen abschleppen kann. Wobei mir einfällt, dass ich weder LKW noch LKW-Führerschein habe, die Probleme wachsen immer weiter in die Höhe!!

    ARGH!!!!

    Tatsächlich habe ich so ein Quarantänebecken 60x40x36 laufen mit einem Oase Biomaster 250, aber so ganz glücklich bin ich trotzdem nicht. Der Pflegeaufwand ist für mich höher und schlechter kontrollierbar als wie mit einem normalen Technikbecken. Früher oder später werde ich das bestimmt noch auf ein Technikbecken umbauen. Ich habe es bisher aber nur für Korallen eingesetzt, nicht Fische.
    Was unbedingt in das Quarantänebecken gehört ist eine ausreichend dimensionierter UV-Klärer, das ist Pflicht. Je nach eingesetzten Fischen ist aber die Größe deutlich zu klein und ein Abschäumer ist eventuell notwendig, Außerdem ein Abdeckgitter, damit sie nicht rausspringen.

    Hallo Steffen,

    mein Tipp ist, erst mal nichts online zu bestellen, sondern direkt vor Ort in den Geschäften nachzuschauen. Dort kannst Du auch direkt Fragen stellen, die Korallen mit eigenen Augen sehen (Photoshop ist kreativ!!) und vor allem direkt mit der App Meerwasser-Lexikon (MeWaLex, gibt es für Android und IOS) nachschauen, was im Lexikon über das Tier steht und welche Erfahrungen andere Aquarianer gemacht haben. Diese App kann ich jedem empfehlen, der ein unbekanntes Tier sieht und direkt mitnehmen möchte. Bitte vor dem Kauf nachsehen!

    Hättest Du den Wohnort im Profil genannt könnte man wahrscheinlich direkt das eine oder andere Geschäft in der Umgebung nennen, was in Frage kommt.

    Das spielt mit Sicherheit rein, ich bin gerade dabei, die Spurenelemente per ICP-Analysen in die Reihe zu bekommen und die Nährstofe zu steigern. Das hat auf jeden Fall Auswirkungen. Hoffentlich bleiben die Polypen blau und werden nicht grün. Einen besseren Vorschlag als M. digitata habe ich aber auch nicht. Leuchtstärke hat auch zugenommen, vorher knapp über 300 PAR, jetzt etwa 400-450 PAR.

    UVC-Klärer reduzieren den Keimdruck im Aquarium und sollten durchgehend laufen, weil wegen des geringen Durchsatzes eine Bestrahlung des gesamten Beckenwassers länger dauert als man annehmen würde. ich würde das deshalb mindestens noch 2 Monate weiterlaufen lassen.

    Die Mär, dass UVC effektiver eingesetzt wäre direkt im Becken kommt wohl von der Beobachtung, dass im Riff die Parasiten hauptsächlich relativ dicht über dem Boden treiben. Das wurde wohl als Erklärung dafür hinzugezogen, warum anazlog zu dieser Beobachtung UVC früher empfohlen wurde, direkt im Becken mit Ansaugung dicht über dem Boden zu verwenden.
    Einer realistischen kritischen Untersuchung hält dieser Gedanke nicht stand, die Bodenzone im Aquarium ist das gesamte Becken (alles innerhalb einer Höhe von 1m über Grund) und die Rennbazille, welche es schafft, gegen die Strömung im Becken anzuschwimmen, möchte ich wirklich sehen. Bei 2-5facher Beckenumwälzung durch das Technikbecken ist das Wasser im Technikbecken nicht anders als das Wasser im Hauptbecken.

    Bau den UVC-Klärer also beruhigt im Technikschrank ein. Nur achte auf Entgasung der Röhre, so dass sich keine Luft dort sammeln kann und die Effektivität vernichtet.

    Hallo Stefan,

    Algen im Becken heisst noch lange nicht, dass diese auch Futter für Algenfresser sind. Wie ich selbst feststellen musste, werden einige Algen nur sehr wenig gefressen wegen offenbar sehr wirksamer Fressgifte. Sie können also durchaus verhungert sein.