Beiträge von Sandy Drobic

    Die Kernelemente, die Du austauschen musst sind:

    - Durchflußbegrenzer auf die neue Osmosemembran austauschen (Das Teil, was durch das Spülventil überbrückt wird, das muss angepasst werden)
    - Osmosemembran austauschen
    - wahrscheinlich Gehäuse Membran, wenn die neue große Membran nicht passt.

    Dann gibt es viele kleine Dinge, die wahrscheinlich noch etwas haken wie dass Omosedruckschlauch in 1/4" oder 3/8" benötigt wird für Verlängerungen usw. , die passenden Anschlußteile für die Schläuche eventuel zugekauft werden müssen, das Werkzeug notwendig ist wie der Membranschlüssel um das Gehäuse festzuziehen, Silikonfett für das Schmieren der Dichtungen, damit diese sich sauber verschrauben lassen, Eventuell Klammern zur Befestigung des neuen Membrangehäuses, weil dieses dicker ist usw.

    Ich kenne leider nicht die Aqua Medic Anlage, vermute aber, dass Du einiges umbasteln musst, bis alles richtig läuft, dicht und sauber verbaut ist. Es sind meist die kleinen Tücken, dass das neue Membrangehäuse z.B. mit 3/8" angeschlossen ist, du das auf 1/4" runtersetzen musst für den Anschluß, der Adapter dafür aber wieder Platz braucht, weswegen es schwierig ist, eine vollständige Liste der notwendigen Teile zu nennen, die vollständig ist, um alles für den Umbau zur Verfügung zu haben. Ich hatte mir vor langer Zeit direkt so ein Set mit Teilen von Verbindern und allem möglichen dazugeholt und das hat mir schon oft geholfen, wenn ich "mal eben" wieder die Anlage etwas verändern wollte. Passierte immer wieder mal, weil ich z.B. gemerkt habe, dass eine Verbindung stärker als gewünscht beansprucht wird und der Osmosedruckschlauch durch große Hebelwirkung häufiger Ermüdungsbrüche gezeigt hat. Dann habe ich eben noch einen Winkel reingesetzt, um die Kräfte da rauszunehmen.

    Im Prinzip ist das alles Baukastensystem. Die meisten Osmoseanlagen werden so zusammengestellt. Meine Osmose hat einen Anschluß für den 3/4 Wasseranschluß. Ich habe noch einen Verteiler davorgesetzt, weil ich auch den Wasserschlauch mit anschließen können muss zur Bewässerung.
    Die Osmose hat eine Druckerhöhungspumpe und liefert so eine saubere Leistung, egal, wo man sie anschlließt. Die Filter sind handelsübliche 9Zoll Filtertöpfe mit den entsprechenden Einsätzen.

    Ich habe noch eine 3l lange Harzsäule hintergesetzt und einen Umschalter eingebaut, damit ich erst nach dem Sauberspülen der Osmose das Wasser in die Harzsäule schicke, das erhöht die Laufzeit des Harzes. Da das Wasser bei uns in Düsseldorf ziemlich hart ist macht sich das schon bemerkbar.

    Meine Osmose habe ich alles in ein kleines Wägelchen mit kleinen Rädern gesetzt, da sie vorher auch mobil war.

    Hallo Matze,

    es sieht so aus, als ob Du ein Süßwasserbecken mit kleinen Anpassungen als Meerwasserbecken umfunktioniert hast, was aber nicht richtig funktioniert.

    Reinhard hat schon angesprochen, dass bei Meerwasser die Temperatur im Sommer oft kritisch ist und mehr als 27°C solltest Du nur kurzfristig zulassen, da die meisten Thermometer nicht sehr genau arbeiten und Du real eventuell deutlich mehr hast. Darauf deutet auch das Ausbleichen der Korallen hin. Es ist nicht ganz einfach, die Becken im Sommer unter der kritischen Wassertemperatur zu halten und bei größeren Becken keine Sauna zu erhalten mit hoher Verdunstung.

    Es ist natürlich praktisch, das Becken abgedeckt zu betreiben, um nicht das Wohnzimmer zur Sauna werden zu lassen, aber zum einen wird das Becken dadurch aufgeheizt und zum anderen wird die Beleuchtung vorzeitig gealtert, gerade bei LEDs, die so kühl wie möglich laufen sollen. In einer Abdeckung laufen sie praktisch garantiert zu warm und die Lichtleistung lässt schnell nach.

    Wahrscheinlich stimmen zusätzlich noch andere Parameter nicht wie Dichte, pH-Wert und ähnliches. Lasse eine Analyse machen, wo auch diese Werte mitgemessen werden und vergleiche diese mit Deinen eigenen Werten, welche Du gemessen hast zum Zeitpunkt der Probenahme. Ich vermute, dass z.B. die Dichte nicht stimmt, da die meisten Salze mehr als 35g/l benötigen, um eine Dichte von 35 Promille Salzgehalt zu erzielen. Klingt seltsam, ist aber so. Die meisten Salze benötigen 38-40g/l, um die korrekte Salzdichte im Wasser zu erreichen.

    Eine Analyse von Oceamo oder Fauna Marin kann hier vieles aufklären für einen relativ keinen Preis. Wichtig sind hier vor allem die Grundparameter wie Dichte, pH-Wert, kH-Wert. Erst wenn diese in Ordnung sind kannst Du den Rest und das Verhältnis der Elemente anschauen.

    Bei Oceamo kannst Du Dir auch einen PAR-Meter ausleihen, um die Lichtstärke zu prüfen. Das würde ich aber erst nach der Wasseranalyse und der Temperatursenkung machen. Wichtig ist eine gute Basis bei der Wasserversorgung: richtige Dichte, richtige Messwerte (womit misst Du die Wasserwerte und hast Du diese z.B. mit einer Wasserreferenz überprüft?), konstante Werte (welche Methode zur Erhaltung der Wasserwerte verwendest Du abgesehen von Wasserwechsel? Balling?).

    Temperatursenkung im Becken ist am effektivsten, wenn das Zimmer temperiert wird. Ich verwende z.B. ein kleines Klimagerät, wenn es zu heiß wird, dann wird auch für mich die Temperatur angenehmer und das Becken überhitzt nicht. Du kannst eine Lüfterreihe verwenden, hast aber den Saunaeffekt mit der erhöhten Verdunstung.

    Der entscheidende Grund bei mir, eine LED-Beleuchtung über das 800l-Becken zu setzen, war die Wärmeentwicklung bei T5/HQI. Vor 10 Jahren war Strom war nicht billig, aber nicht so enorm teuer wie heutzutage. Das echte Problem war der Hitzeeintrag, den ich nicht abführen kann aus meiner Wohnung. Vor allem nicht, wenn ich gar nicht vor Ort bin und die Wohnung als Erdgeschosswohnung nicht einfach mit offenen Fenstern zurückgelassen werden kann.

    Inzwischen ist selbst mit LED-Beleuchtung die Wärme ein Problem, gerade wenn Außentemperaturen von 30°C und mehr herrschen. Da ich bei einer Mietwohnung nicht einfach ein Split-Klimagerät installieren kann (bauliche Veränderung notwendig) habe ich nur einen Monoblock zur Kühlung im Zimmer in der heissen Zeit. Dieses Jahr ist durch die Türspaltabdichtung ist zumindest die Effektivität einigermaßen gut und beim neuen Gerät wird die kondensierte Feuchtigkeit direkt zerstäubt und mit der Abluft exportiert, also kann ich es jetzt endlich auch einfach im Dauerbetrieb laufen lassen, wenn ich mal nicht da bin und muss nicht regelmäßig den Behälter leeren. Zusätzlich wird über die Raumkühlung das Becken mit gekühlt.

    Im Augenblick sind 500W über dem Becken installiert, runtergeregelt auf etwa 400W. Geplant war ursprünglich eine konservative 2 x 250W HQI mit 4 x 80W T5, also mehr als das doppelte an Leistung. Das runter zu kühlen wäre wirklich ein Problem.

    Ich mache es ähnlich! Die Osmose steht im Bad und die Kanister in der Badewanne. Das hat mich schon sehr oft vor Überschwemmungen gerettet. Einige male habe ich dennoch eine kleine Überschwemmung gehabt, weil ich direkt das Faß für den Wasserwechsel befüllt habe, aber zum Glück nicht so viel, dass es über den gefliesten Bereich hinausgeht.

    Hilfreich ist, wenn man einen Timer mitlaufen lässt, der einen darauf aufmerksam macht, dass der Kanister jetzt voll sein sollte. Bei mir ist es 26 Minuten im Winter und 22-23 Minuten im Sommer, dass der 20l Kanister überläuft.

    Teilweise altern aber auch die Osmosedruckschläuche und können platzen, dann kann nur ein Leckwarner auf dem Boden helfen und Alarm schreien.

    Die älteren MP40 sind mit WLAN über den Reeflink, einen proprietären WLAN-Accesspoint, angebunden, die neueren sind nur über Bluetooth erreichbar ohne Reeflink. Ich habe lange vergeblich versucht, eine neu gekaufte MP40 wie die bereits vorhandene an den Reeflink anzubinden, musste aber aufgeben und habe eine jetzt über Reeflink eine andere Über Moebius App mit Bluetooth angebunden, und dies auch nur über das alte Handy, auf dem brandneuen Pixel mit Android 13 war keine Verbindung möglich. Bezeichnet sind sie anscheinend beide gleich, eine Unterscheidung nicht möglich. Auch die Anzeige auf dem Controller ist bei beiden ein "W", was bei den neueren eher ein "BT" sein sollte.

    Die Pumpen selbst sind klasse, aber das Preis-Leistungsverhältnis fängt an zu knirschen. Verbunden mit der zerrupften Anbindung (alt WLAN, neu Bluetooth aber nur ältere Handys oder Apple) finde ich das nicht ganz so gelungen. Die Software ist offenbar nicht ordentlich gepflegt.
    Wartung, Steuerung (wenn sie funktioniert) und Geräuschkulisse sind sehr angenehm und leise. Das Strömungsbild ist sehr weich und verwirbelt, für nicht so lange Becken sehr gut.

    Elegant ist, dass keine Kabel über den Beckenrand reinführen, keine Probleme mit Abdeckungen.Nachteil ist dafür, dass sie nur starr im 90°-Winkel zur Beckenwand angebracht werden können und die Dryside nicht im Wasser sein darf. Ich kann auf der anderen Seite also nicht einfach die Dryside in den Rucksack-Ablauf setzen.

    Bei Fauna Marin bekommst Du eine Mail, wo der Eingang der Probe gemeldet wird und dann noch eine Mail, wenn die Probe ausgewertet wurde. Dies kann teilweise etwas länger dauern, aber ich habe schon (am selben Tag) eine Analyse bereitgestellt Mail fast um Mitternacht bekommen. Probe Montag abgeschickt, am Freitag bei FM eingegangen, Eingang gemeldet um 14 Uhr oder so und um 23:12 Uhr oder so die Mail "Analyse steht bereit".Größtes Problem ist da wohl eher der Postservice.

    Mein Beileid!

    Mir ist auch kurz nach dem Kauf direkt eine Euphyllia eingegangen, ein Kopf nach der anderen in kurzer Zeit. Zum Glück geht es den anderen Euphyllia, die bereits seit dem Start im Becken waren, prächtig. Es war die einzige glabrescens, die neu zugesetzt wurde.
    Ich vermute stark, dass es wirklich eine Infektion ist, mit der die Euphyllia nicht zurechtkommen.

    Sollte mir so etwas noch einmal passieren werde ich wenigstens ein Jodbad versuchen.

    Wie immer darf man es weder unter- noch überbewerten. Kermits Kommentar, dass sowohl UVC als auch Ozon nur auf das Schwärmerstadium einwirken können ist richtig und je nach Temperatur dauert es 4-7 Tage für diesen Zyklus. Um Cryptocarion mit UVC wirksam zu bekämpfen bedarf es einer sehr hohen Strahlungsleistung, die etwa beim 4-6fachen von dem einfachen Unterdrücken einer Algenblüte liegt. Also muss der Durchfluß durch den UVC-Klärer entsprechend niedrig sein. Wenn das nicht der Fall ist wird UVC die Schwärmer nicht abtöten können. Wenn ich Navarchus höre gehe ich davon aus, dass es ein Becken jenseits der Tausend Liter ist und da ist selbst ein 55W UVC Klärer nicht hoch dimensioniert. Wie gering der Durchlauf sein muss, um die notwendige Strahlungsleistung für das Abtöten von Cryptocarion irritans zu erreichen kann man sich heraussuchen je nach eingesetztem Modell des UVC-Klärers.

    Der Abschäumer mit korrekter Ozonzufuhr hat einen deutlich höheren Wasserdurchsatz, weswegen diese Maßnahme durchaus effektiv und vor allem schneller wirksam sein kann. Es dürfte zumindest deutlich dazu beitragen, dass der Keimdruck gesenkt wurde.

    Der dritte Punkt, den man nicht vergessen sollte: nicht jeder Fisch reagiert gleich empfindlich auf eine Krankheit oder Parasit. Ich hatte einmal einen Ausbruch bei mir, wo innerhalb eines Tages nach den ersten Symptomen ein Zwergkaiser das Zeitliche segnete, die übrigen Fische aber noch einmal davonkamen. Wären die anderen Fische ebenso empfindlich wie der Zwergkaiser hätte ich wohl einen Totalausfall minus des Seuchenherdes gehabt, denn der verursachende neue Fisch selbst war putzmobil und scheinbar nicht betroffen. Genialerweise war es genau der ältere Zwergkaiser, für den ich den neuen kleinen zur Paarbildung hinzusetzen wollte.

    Ich halte es deshalb für gut möglich, dass die empfindlichen Fische verstarben und die übrigen es nach einiger Zeit überwunden hatten, ,auch durch UVC und Ozon gestützt. Die Fische im Riff sind einer ständigen aber leichten Belastung von Parasiten ausgesetzt, Untersuchungen von frisch gefangenen Fischen zeigten, dass ein Großteil der Fische mindestens zwei Arten von Parasiten hatte, aber nur in geringer Zahl, da aufgrund des hohen Wasservolumens im Riff und des ständigen Austausches mit dem offenen Ozean die Keimbelastung relativ gering aber ständig vorhanden ist. Entsprechend ist das Immunsystem der Fische immer gefordert und aktiv.

    Bei Tieren im Aquarium hingegen hat gerade der Altbestand der Fische, der oft mehrere Jahre schon im Becken gesund und munter vor sich hinschwimmt, ein sehr schwaches Immunsystem, was bei einem plötzlichen Massenauftreten eines Parasiten, wie es im begrenzten Wasservolumen des Aquariums fast zwangsweise erfolgt, diesem nichts entgegenzusetzen hat.

    Wie gut die Bewohner des Aquariums durch einen Parasitenbefall kommen hat deshalb nicht nur eine Antwort, sondern es ist die Summe all dieser Faktoren, von denen wir oft nur einen geringen Teil sehen oder sogar messen können.

    Im Prinzip sind wir im Blindflug und können uns glücklich schätzen, wenn wir überhaupt einen Abstrich machen können, um unter dem Mikroskop nach dem Parasiten zu suchen und ihn identifizieren können. Meist ist das nur im Nachhinein möglich anhand eines toten Fisches und meist sieht man dann eine Mischinfektion aus Primär- und Sekundärbefall. Wie gut das Immunsystem der Fische ist kann man nur schätzen, nach ein paar Jahren im Becken ohne ständige Neuankömmlinge, welche neue Bakterien und Parasiten bringen dürfte das Immunsystem aber stark heruntergefahren sein.

    Kommt auf den Einsatzzweck an. Wenn Du eine Algen- oder Bakterienblüte unterdrücken willst, sollte das reichen. Willst Du aber Schwärmer von Cryptocarion bekämpfen ist es etwas wenig. Irgendwo gab es auch mal ein Angabe, welche Strahlungsleistung gegen welche Parasiten notwendig ist. Damit kannst Du dann anhand der Leistung der UVC-Lampe und der Verweildauer in der Röhre grob festlegen, wie etwas die Parameter für den Betrieb des UVC-Klärers aussehen müssen. Cryptocarion irritans etwa benötigt eine ziemlich hohe Leistung, um wirksam zu sein, da musst die Verweildauer im UVC-Klärer recht lang sein.

    Hallo Ewald,

    ich habe die RE Vlieser als Beispiel genannt, weil diese einen verhältnismäßig großes Volumen haben und entsprechend die Wassermenge klar schwankt, wenn das Vlies befördert wird. Du kannst nur auswählen, wo es schwankt und dies beim Betrieb berücksichtigen. In meinem Fall habe ich eine Dreambox mit drei Abteilen: das Vlieser-Abteil, das Abschäumerabteil, und das Rückförderabteil. Wenn der Wasserstand im Abschäumerabteil also gleich bleiben soll, dann kann das Wasser aus dem Vlieser-Abteil also nur im Rückförderabteil aufgefangen werden und muss dort entsprechend niedriger stehen.

    Die Optimierungsaufgabe ist also, genügend Unterschied zum Abschäumerabteil zu haben, dass das Wasser aufgefangen werden kann und nicht so viel, dass es wie in derToilette am Rauschen und Plätschern ist.

    So habe ich es bei mir jetzt auch gemacht, aber auch die Wassernachfüllung muss dafür passen und diese Wasserschwankungen mitmachen. Denn idealerweise sollte hier das Wasser nicht schwanken und nur durch Nachfüllung immer schön auf dem gleichen Niveau bleiben. Aber es ist das geringere Übel im Vergleich zum Schwanken des Wasserstandes im Abschäumerabteil.

    Der Threadersteller hat aber keine Dreambox und ich weiss nicht, ob er die Möglichkeit hat, sein Technikbecken entsprechend umzukonfigurieren, deshalb habe ich explizit erwähnt, was notwendig ist, um den Double Cone vernünftig zu betreiben.

    Ich kenne die DC Doublecone 250 und DC200, jeweils mit einer RD3 Speedy Pumpe und die Pumpen hörst Du nicht, wenn sie richtig gewartet und aufgestellt sind. Auch nicht, wenn Du direkt davor hockst,so leise sind die. Was Du hörst ist das Rauschen der Blasen im Abschäumer selbst, und auch das ist bei mir fast unhörbar, weil der Ausgang des Schalldämpfers weitergeleitet ist an einen Atemkalkreaktor. Es macht also keinen Sinn, einen überdimensionierten Abschäumer einzusetzen.

    Was viel wichtiger zu klären ist sind die Randbedingungen, wie der Abschäumer laufen kann und ob diese erfüllt sind. Ganz wichtig ist hier, dass der Double Cone Bubble King Abschäumer einen sehr kosntanten Wasserstand hat, weil er empfindlich auf diesen reagiert. Wenn Dein Wasserstand mehr als 1cm schwankt, weil der Vliesfilter so viel aufstaut und dann beim Vlies ziehen freigibt, dann fängt der Abschäumer plötzlich an, mehr Wasser in den Topf abzuschäumen und der Topf füllt sich rasant. Solltest Du also einen stärker schwankenden Wasserstand haben ist dies zuerst zu klären, ob Du das Problem lösen kannst. Wenn nicht, ist der Double Cone Bubble King egal welche Größe der falsche Abschäumer. Dann müsstest Du nämlich über den DeLuxe nachdenken, der weniger empfindlich auf Wasserstandsschwankungen reagiert, aber deftig teuer ist.
    Ohne durch Vliesfilter oder andere Umstände erzeugte Wasserstandsschwankungen mit guter Wasserstandsregelung ist das ein hervorragender Abschäumer.

    Mache Dir mit Malerkrepp an das Technikbecken Markierungen für den Wasserstand und beobachte, wie sich der Stand im Laufe der Zeit verändert bzw. konstant bleibt.

    Zusätzlich sollte der Abschäumer auch mit ausreichend Durchlauf versorgt werden, um konstant mit belastetem Wasser versorgt zu werden. Ein Durchsatz von 1000l pro Stunde macht den Abschäumer zum Wiederkäuer und kann zu Problemen bei der Bildung der Schaumsäule führen, auch ein Grund für eine richtige Dimensionierung und gegen zu große Abschäumer.

    Last but not Least: die RE Abschäumer sind ziemliche Trümmer und brauchen viel Platz im Technikbecken und auch dem Technikschrank.Wenn ich das richtig sehe ist die Abschäumerkammer 51x51cm in dem Technikbecken. Das sollte ausreichen, ist aber schon nicht mehr reichlich. So ein fettes Viech ist das. Auch der Platz über dem Abschäumer muss ausreichend sein, um den Topf vernünftig an- und abschrauben zu können.

    Grundsätzlich ja, der Double Cone 180 ist ein guter und leiser Abschäumer, bei der Wartung auch robust und gut bedienbar. Ich habe ohne Vliesfilter einen DC200 an einem 500l Becken und war gut bedient. Wichtig ist, dass der Double Cone recht empfindlich ist für Wasserstandsschwankungen, die gerade von einem Vliesfilter häufig ausgelöst werden, wenn das Vlies weiterbefördert wird. Gerade die Vlieser von RE mit dem großen Volumen sorgen hier schnell für deutliche Wasserschwankungen, wenn der Vlieser nicht schön niedrig eingestellt ist.

    Schön lockerer Aufbau, den Fische gut durchschwimmen können und wo Detritus gut ausgeführt werden kann. Vorne eine größere Sandfläche?

    Wie wirst Du die Korallen befestigen? Ich habe mir 12mm Löcher gemacht für die oft bei mir eingesetzten Ablegersteine und habe mich schon geärgert, dass ich nicht noch deutlich mehr Löcher vorbereitet habe (vor dem Fluten). Das kann ich jedem nur empfehlen, gerade, wenn man probeweise mal ein paar Ableger positioniert und sehen will, wie sie sich entwickeln an dem Standort.

    Zustimm! Gerade bei Veränderungen kann man mit mehr Futter eindeutig die Fische friedlicher stimmen, da dann die Angst um Futter deutlich reduziert wird und so eines der wichtigsten Triebelemente für Streitigkeiten wegfällt. Dies eliminiert natürlich nicht die Probleme bei Rangstreitigkeiten ganz, aber es lindert viele Streitigkeiten deutlich ab. Ebenso hilft es, das Futter "verläßlich" zu präsentieren, also zu festen Zeiten das gleiche Futter anzubieten.

    Ähnlich verfahre ich auch bei dem Einführen eines weiteren Fisches in die Gesellschaft: mehr füttern, um die Futterangst bei Erscheinen des Neulings zu reduzieren und so die Anfeindunngen milder ablaufen zu lassen.

    Ich denke, mir steht das erst mal bevor, meine Fische sind vor kurzem ebenfalls umgezogen in ein größeres Becken mit völlig neuer Deko, Strömung und Licht, alles ist neu und unbekannt für die Fische. In der ersten Woche waren die Fische bei mir in erster Linie mit der Umgebung beschäftigt und mussten erst mal mit dem Stress des Umzugs fertig werden. Dies haben sie jetzt zum größten Teil geschafft, sie werden auch wieder zutraulicher.

    Allerdings ist das Verhalten im Augenblick immer noch deutlich anders als im alten Becken. Die Chromis bleiben eng beisammen, schwimmen teils fast synchron. Auch die Fahnenbarsche sind meist beisammen. Die beiden Doktoren sind am Anfang ebenfalls meist zusammen gewesen, was sich in der letzten Woche wieder gelöst hat. Sie fangen wieder an, sich etwas zu streiten. Mit anderen Worten: sie fürchten nicht mehr um ihr unmittelbares Überleben, wo sie lieber als Trupp zusammengelebt haben und gehen jetzt zu den niedrigeren Prioritäten über, nämlich Reviere und Rangordnung klären. Neues Becken, neues Spiel, neues Glück.

    Ich habe mich bemüht, die Fische schnell und zusammen überzusetzen, um ja nicht das Bewusstsein, dass sie sich bereits kennen zu zerstören, aber mit der massiven Änderung der Umgebung bleibt es eben nicht aus, dass sich vieles in der internen Rangordnung wieder beweisen muss. Gerade die dominanten Fische attackieren die anderen nicht unbedingt, aber sie demonstrieren Dominanz, um die Rangordnung zu festigen. Das ist meine Interpretation.

    Da sieht man auch schön, wer überhaupt interagiert und wer ganz neben der Rangordnung sein eigenes Ding macht wie etwas der Chelmon.

    Das ist doch ein netter Erfolg! Herzlichen Glückwunsch!

    Jetzt musst Du nur am Ball bleiben und aufpassen, dass Dosierung und Nährstoffe weiter dem Verbrauch entsprechend zugeführt werden. Ich kenne das Problem ja auch, dass man gerne denkt "Sieht doch alles gut aus, Werte kann ich demnächst messen, wenn ich ein Problem sehe." Oft kannst Du nämlich schon an den Werten sehen, welches Problem am Horizont aufzieht und den Blick schärfen, bevor die Korallen in den Seilen hängen.

    Regelmäßiges und stetes Messen der Werte ist wirklich notwendig, es ist viel einfacher ein Problem gar nicht erst auftauchen zu lassen als es mühselig wiederr zu korrigieren.

    Das hat sehr wenig mit "clean" zu tun und sehr viel mit der Frage "Was mache ich, wenn es schief geht? Was ist der Plan B?"

    Bei einem großen Becken ist die Antwort: es darf kein Fall eintreten, wo Plan B notwendig wird. Dann sähst Du nämlich nicht Tomaten für 2,99€ sondern kannst Investition in Kleinwagengröße abschreiben.
    Und deshalb planst Du lieber etwas länger und lässt Dir lieber etwas mehr Zeit, weil ein Neustart gerade mit vielen Tieren eben nicht "mal eben" möglich ist.

    Ja, ich habe die Salzsäure natürlich 1:5 verdünnt, so dass sie nur noch 4-5%ige Säure war. Im Becken ist keine Technik, nur das Becken selbst und die Kalkalgen. Und die dürften morgen hoffentlich verschwunden sein. (^-^)

    Als ich das 800l Becken säubern musste waren dort an der Rückwand teilweise millimeterstarke Kalkalgen, die ich nicht einfach mit dem Klingenreiniger runterschaben konnte. Es hat eine Woche gedauert, diese mit Tüchern und Zitronensäure anzulösen, schaben und wieder anlösen mit aufgelegten Tüchern.

    Bei grünen Algen war Chlor sehr effektiv, diese waren total ausgebleicht und finden an, sich aufzulösen, aber andere organische Sachen wie eine Röhrenkoralle, die in der Lichtrasterplatte steckte, waren wenig beeindruckt davon. Allerdings waren die roten Kalkalgen ganz weiß geworden. Jetzt ist verdünnte Salzsäure drin und es sprudelt gut. Becken ist jetzt abgedeckt mit Handtüchen, weil es doch zum Teil über das Sprudeln in die Luft ging und ich keine Lust auf Säureschäden haabe.

    Ich hatte auch vorher schon einige LPS mit Mysis, Artemia und rotem Plankton von FM gefüttert, deshalb ist im Becken eine Fütterung nicht wirklich neu, wenn natürlch auch deutlich weniger als ich die Fische fütter. Zusätzlich habe ich die Korallen auch mit Reef Roids und neuerdings auch mit Coral Sprint von FM gefüttert, ebeso dem partikulären Phos-Start von TM, um die Korallen zu versorgen.

    Fische scheiden ja nicht nur Kot aus sondern auch Ammonium, was Korallen natürlich deutlich einfacher verwerten können als das Nitrat. Dies kommt den Korallen natürlich entgegen. Aber es sind ja nicht nur die Korallen, die Änderungen zeigen. Auch die Aufwuchsalgen scheinen eine andere Konstistenz zu haben, deutlich anders als der Bakterienbelag, mit dem ich mich vorher so lange herumgeplagt habe. Auch die Copepoden die jetzt auftauchen und sich so erfreulich stark vermehrt haben sind erst da, nachdem die Fische eingezogen sind.

    Ich hatte mich lange Zeit mit dem Bakterienbelag rumgeärgert und viel Aufwand gehabt, diesen in Grenzen zu halten, weil ja bereits Korallen eingezogen waren und verhätschelt werden mussten. Statt dessen habe ich monatelang die Fische im 500l Becken warten lassen, bis ICP und Bakterienbelag akzeptabel waren.

    Es erscheint plausibel, dass die Copepoden erst dann eine echte Lebensgrundlage hatten, als sich normale Algenbeläge gebildet hatten. Nur ist die Frage, ob es einfach "die richtige Zeit" war oder ob die Anwesenheit der Fische erst das Mikroklima in die normale Riffstruktur beinflusst hat durch ihre Anwesenheit und Ausscheidungen auch die Algenbeläge z.B. gefördert haben. Dann wäre nämlich auch für die Einfahrphase die Anwesenheit von Fischen nicht nur als Nährstoffproduzent interessant, sondern auch für die Beeinflussung von Mikrobelägen und Algen.

    Oder ob es nur ein Zufall war, dass kurz nach dem Übersetzen der Fische sich plötzlich ein Schub im Mikroklima ergeben hat, gerade bei den Belägen. Da fehlen mir einfach die Daten, um dies wirklich beurteilen zu können.

    Ich habe hier einen Kanister mit Chlorlösung stehen, die eigentlich für das Bekämpfen von Algen in Schwimmbecken und Teichen gedacht ist. Damit habe ich gerade das stillgelegte Aquarium den Boden einige Zentimeter hoch befüllt. Es riecht gerade wie im Schwimmbad bei mir. Da liegen dann auch die ganzen Plastikteile von Ablauf und Verrohrung drin. Damit sollten sämtliche Grünalgen nach kurzer Zeit sterben, für die Kalkalgen habe ich in einer zweiten Füllung Phosphorsäure und Salzsäure zur Verfügung.

    Das ist eigentlich die falsche Frage. Selbst wenn Du die Algenfitzel restlos entfernst werden über die Strömung in kürzester Zeit neue Algen angezogen, die sich im Gitter der Pumpe festsetzen. Das kannst Du nicht verhindern.

    Wenn Du eine glatte Oberfläche bei dem Gitter hast wird es etwas herausgezögert, also kann es helfen, die Reste der Kalkalgen zu entfernen. Aber es ist nur eine kleine Verzögerung. Die effektivere Frage ist, wie kannst Du verhindern, dass die Algen so schnell wachsen und dadurch die Pumpe abbremsen?

    Algen brauchen zum Wachstum drei Dinge: Licht, Strömung und Nährstoffe. An den Nährstoffen und der Strömung kannst Du nicht drehen, also bleibt Licht übrig und die Lösung der Aufgabe heisst: Abschattung der Pumpe. Entweder, indem Du das Licht der Lampe über eine Blende auf der Lampe regelst oder über eine Abschattung der Pumpe mit einem Dekostein oder ähnlichem. Ähnliches gilt auch für das Verschmutzen des Ablaufschachtes und des Ablaufkamms. Das Abschatten dieser Bereiche ist eine effektive Maßnahme, um die Reinigungszyklen deutlich zu verlängern.

    Ich habe das Übersetzen der Fische in das Wohnzimmerbecken etwas lange herausgezögert, weil zuerst mal die ganzen Korallen eingeklebt werden mussten und davor noch klar sein musste, ob sie wirklich in die entsprechenden Positionen dauerhaft bleiben sollen und können. Meine Einfahrphase ist bisher ziemlich holprig verlaufen mit einer extremen Bakterientätigkeit, welche das Becken aussehen lies als ob es einen Pelz angezogen hätte. Inzwischen ist dies größtenteils verschwunden, die ICP zeigt keine besonderen Auffälligkeiten mehr und ich habe am 26. Mai die Fische aus dem 500l Becken rübergesetzt und konnte das 500l Becken nach dem Herausfischen der Schnecken, die noch verblieben waren, endlich abschalten.

    In dem 800l-Becken im Wohnzimmer hatte ich bisher nur Korallen und Schnecken gehabt und der Kampf und genügend Nährstoffe war endlos. Jetzt mit vier Fütterungen der Fische pro Tag scheint sich das Thema endlich zu erledigen, ich kann jetzt Phosphat messen und muss keine Nährstoffe mehr zudosieren.

    Was ich aber zu der Beckenbiologie beobachtet hatte kann dies nicht allein erklären. Die Goniopora stehen seit dem Einzug der Fische deutlich besser bei gleichen Nährstoffwerten, auch andere Korallen zeigen jetzt besseres Wachstum. Gerade habe ich wieder mal die Frontscheibe geputzt und mich richtig abrackern müssen, weil die Beläge nicht wie in der Bakterienzeit einfach zu entfernen waren sondern im Gegenteil sehr fest an der Scheibe dran hingen und mühselig zu entfernen waren. Zusätzlich habe ich gesehen, wie winzig kleine weisse Punkte und Striche sich bewegten, was ich vorher gar nicht gesehen hatte.

    Es scheint sich um Copepoden zu handeln. Wegen der winzigen Größe sind sie sehr schwierig zu fotografieren. Das ist eher etwas für das Mikroskop, ich muss das die nächsten Tage mal aufstellen und mir das dort drin ansehen.

    Das Erstaunliche daran war vor allem, dass es keine Änderungen mit zusätzlichen Korallen oder Lebendgestein oder ähnliches gab, die einzige Änderung war der Einzug der Fische ins Becken. Aber die Auswirkungen auf das Mikroleben sind doch ziemlich dramatisch. Allein mit der Erhöhung der Nähstoffe kann ich mir das nicht wirklich erklären. Hat jemand hier ein paar Hintergrundquellen, wie sich Fische auf die Beckenbiologie auswirken?

    Die meisten Leitwertmesser sind in den unteren Bereichen sehr ungenau, deshalb wechsle ich das Halz, wenn der Leitwert nach der Harzpatrone etwas anderes als Null zeigt. Der wirkliche Leitwert ist dann wahrscheinlich deutlich höher als der vom Billigteil gezeigte Wert. Da der Silikatgehalt in den Analysen aber stetig sinkt dürfte es gut passen.