Beiträge von Sandy Drobic

    Du hast leider nicht erwähnt, welches System Du verwendest. Sinnvoll ist es, das Jod mit in den Dosierbehälter zu geben, damit es täglich mit dosiert wird. Praktisch jedes System hat Jod und andere Spurenelemente zur Ergänzung verfügbar. Jod, Fluor und Brom sollen im richtigen Verhältnis zueinander sein, hier würde ich eine reine Jodlösung nehmen.

    Bei Phosphat würde ich zweigleisig fahren. Eine geringe Menge dosieren und den Rest über Fütterung mit Min S und Coral Sprint machen.

    Zu Deinem Bild mit dem sterbenden Schwan, äh... der sterbenden Koralle: die sieht wirklich traurig aus und dürfte nicht mehr zu retten sein, eventuel ein kleines Fragment davon noch. Der ICP nach sollte dies nicht geschehen, da ist wohl noch etwas mehr verkehrt. Oder die Koralle kommt aus einem nährstoffreichen Becken und verträgt dann die Phosphatlimitierung nicht.

    Schreibe bitte auch mal dazu, welche Tiere, insbesondere Fische Du im Augenblick im Becken hast.

    Denke wie gesagt auch an das Lüften, wenn die Koralle in erst in den letzten Wochen (Heizperiode) erst diese Probleme aufweist deutet dies dann in Richtung pH, da jetzt geheizt und deutlich weniger gelüftet wird. Hier sind die Stichworte Atemkalk und Kalkwasser zum Anheben des pH-Wertes.

    Grundsätzlich: nicht alle Probleme werden aus einer ICP-Analyse erklärbar, diese ist immer nur eine Momentaufnahme der Wasserwerte und berücksichtigt nicht einige der ganz wesentlichen Einflüsse wie Temperatur, Licht, Strömung und Schwankungen der Wasserwerte.

    Was hier jedenfalls heraussticht ist zum einen der Jodmangel, der tatsächlich behoben werden sollte. Denke bitte auch daran, dass Jod gerade nach einer Mangelsituation regelrecht aufgesaugt wird, weil die Tiere Nachholbedarf haben. Wenn Du also die Spurenelemente wie empfohlen zuführst darfst Du gerade bei Jod direkt die Spurenelement-Zufuhr anpassen. Wenn Du FM Balling Light verwendest kannst Du die Anpassung direkt zu den Dosierbehältern zukippen und es wird direkt mit dosiert.

    Ansonsten ist außer dem zu niedrigen Phosphat (Phosphat:Nitrat sollte etwa im Verhältnis 1:100 vorliegen) und dem zu niedrigen Jodwert wenig zu bemängeln.

    Achte bitte gerade jetzt beim anstehenden Winter darauf, dass genügend gelüftet wird, sonst siehst Du den Grund für die Meeresversauerung direkt im eigenen Becken, weil durch das ausgeatmete Kohlendioxid sich dies jetzt in der Wohnung anreichert und über den Gausaustausch mit dem Becken auch den pH-Wert des Beckens dann runterzieht. Ein pH-Wert unter 8 ist keine Katastrophe, wenn die Probe früh morgens gezogen wurde. Wenn es nach ein paar Stunden Beleuchtungsdauer war ist es dann allerdings ein Grund für Sorge, da der pH-Wert früh morgens am niedrigsten ist (während der Photosynthese wird Sauerstoff produziert und Kohlendioxid verbraucht) und am Ende der Beleuchtungsdauer am höchsten.

    Die häufigste Ursache für Cyanos sind Schwankungen/Ungleichgewichte bei den Nährstoffen Nitrat und Phosphat, dies ist bei Dir auch der Fall, in frischen Becken zieht die Deko wie Sand und Steine viel Phosphat am Anfang, bis eine Sättigung eintratt und dann "explodiert" plötzlich der Phosphatwert, ohne dass Du irgendetwas anders gemacht hast. Sand und Steine fungieren hier als ein Phosphatadsorber. Dieser Umschwung kommt ungefähr ein halbes Jahr nach dem Beckenstart. Du hast genügend Nitrat, aber Phosphat an der Nachweisgrenze, die Cyanos können Phosphat auch aus Detritus und anderen Quellen aufschließen und sind daher im Vorteil gegenüber anderen Organismen des Biofilms.

    Meine Empfehlung: keine Panik notwendig, es sieht ziemlich gut aus. Verwende für den Übergang lieber Korallenfutter, damit die Korallen nicht unter der Nährstofflimitierung beim Phosphat leiden. Empfehlen kann ich hier Min S und Coral Sprint von Fauna Marin, da gehen die Polypen direkt in Fangstellung bei mir. Stinkt zwar, aber den Korallen gefällt es. Reef Roids von Polyplab habe ich auch gute Erfahrungen mit gemacht, bei solchem Staubfutter solltest Du gerade bei frischen Becken am Anfang lieber deutlich geringer dosieren als die Empfehlung, sonst kommt es schnell zu einer Bakterienblüte. Oft kommt es auch zu einer Planktonblüte aus Copepoden oder Isopoden, was aber nicht so kritisch ist, meist freuen sich die Fische darüber. Weniger ist aber wie gesagt oft mehr, erst mit wenig anfangen und die Reaktion beobachten. Wenn Du einen UVC-Klärer zumindest für den Bedarfsfall hättest wäre dies nicht schlecht.

    Unterstütze die Bildung der normalen Biofilme indem Du die Cyanos im Rahmen der Wasserwechsel regelmäßig absaugst und störst, auch ein UVC-Filter hilft hier, weil er zumindest die Bakterien in der Wassersäule reduziert. Du kannst auch eine kleine schwache Strömungpumpe nehmen und die Deko sanft abpusten, um den dort abgelagerten Detritus zu entfernen, denn wenn Du genau hinschaust sind dies die Stellen wo bevorzugt Cyanos sich ansiedeln. Bitte nicht direkt die Korallen anpusten. Gerade LPS mögen das gar nicht.

    Und dann das wichtigste von allem: Geduld mitbringen und Beharrlichkeit, ein Lebensraum wie das Aquarium ist kein Gerät wo man einen Schalter umlegen kann, sondern nur allmählich und ohne große Rucke Veränderungen reinbringen kann. Rechne lieber mit Monaten als Wochen oder Tagen und ja, das ist normal und gehört zur Einfahrphase dazu.

    Viel Erfolg und ein salziges Händchen!

    Ich fürchte, das Spektrum hängt stark von den individuellen Fischen ab, da kann man nicht einmal ganze Klassen wie LPS oder SPS ausschließen. Meine Kaiser waren z.B. immer bei den Bäumchenkorallen am Nippen, da konnte man das gut sehen durch die Farbveränderung, wenn ein Kaiser ganz harmlos vorbeischwamm und sich nur durch den Farbwechsel der Koralle als Nipper enttarnte.

    Es ist einfacher zu sagen, welche Korallen vermutlich am wahrscheinlichsten auf der Speisekarte landen.

    Wenn die Kaiser etwas in der Nahrung vermissen werden sie mit hoher Wahrscheinlichkeit versuchen, das Defizit über Nippen an Wirbellosen auszugleichen. Deshalb ist es sehr ratsam, die Nahrung vielseitig zu gestalten mit Frost- und Algenfutter. Dies verhindert nicht das Nippen, aber es sollte zumindest den Eifer etwas reduzieren.

    Heute abend ab 20 Uhr gibt es von FM und Nautilus ein Video, wo es unter anderem über Kaiser geht, eventuell ist es für Dich interessant.

    http://www.twitch.tv/nautilusaquari…ie_kX8bN4nHF-rY

    Vor etwa 10 Jahren hatte ich so einen Seeigel bei mir im Becken, der ist wirklich nicht harmlos, insbesondere, wenn er nicht genügend Algen zu fressen bekommt. Einer allein war schon mehr als ausreichend in meinem 800l-Becken, der marodierte quer durch das Becken in erstaunlicher Geschwindigkeit, ein faustgroßes Algenbündel hat der in einem Tag niedergemampft. Deshalb habe ich gar nicht daran gedacht, mehr als einen ins Becken zu setzen.

    Ein superschönes Tier, meiner hatte relativ kurze Stacheln.

    2014-11-14roterdiademchsgx.jpg

    Die Nebenwirkungen waren beträchtlich, er hat sich quer durch alle Korallen gebissen, die ihm im Weg waren, von Fungia, die unten lagen bis zu Sinularia, die er gekonnt fragmentierte.

    Einmal hatte ich ihn auch auf frischer Tat ertappt, der fiese Möpp hatte sich regelrecht gebrüstet mit seiner Schandtat:

    2014-04-26-diademseeisci6x.jpg

    Meiner war etwa 8-9cm im Durchmesser ohne Stacheln, er war plötzlich verschwunden, nachdem er ein Plastiknetz zerbissen hatte. Wahrscheinlich hatte er das nicht vertragen, ich hatte ihn nur 15 Monate zu der Zeit.

    Ich würde ihn als Allesfresser einstufen mit Bevorzugung von Algen, aber er nimmt alles, was nicht schnell genug vor ihm weglaufen kann, und er ist gar nicht lahm und nachtaktiv.

    Hallo Thomas,

    ich kenne nur eine 75W-Pumpe von RE, und die ist eine Speedy aus der RD3-Serie. Sie ist schon etwas älter und war nur kurze Zeit auf dem Markt, bis sie von der 80W ersetzt wurde. Tatsächlich hatte ich sie bei mir im Betrieb gehabt und war sehr zufrieden mit Leistung, Regelbarkeit und Lautstärke. Nur hatte sie das kritische Problem vieler RD3-Pumpen, dass der Controller irgendwann versagte. Erst ab etwa 2020 sollen die Controller nicht mehr unter dem Problem leiden, und die 75W war deutlich vor dieser Zeit hergestellt worden.

    Ich gehe davon aus, dass Du die Pumpe gebraucht kaufen willst, denn neu wirst Du sie wohl nicht mehr bekommen. Mich haben die neuen Controller je etwa 170€ gekostet, und ich habe bei jedem Ausschalten der Pumpe für das Reinigen gebetet, dass sie auch wieder anspringen wird.

    Zur Zeit habe ich immer noch die Speedy laufen, allerdings relativ neue Pumpen, eine 100W als RFP und eine 50W Speedy für den Abschäumer. Diese haben die neuen Controller, deshalb hoffe ich, dass ich von der Ausfall-Problematik verschont bleibe.

    Letztes Jahr habe ich jedoch bereits gehört, dass die RD3-Reihe ausläuft und keine neuen Modelle mehr produziert werden, auch die Ersatzcontroller waren teils problematisch zu bekommen in dem Chaos der Logistik-Wirren während der Coronazeit. Schaue einfach auf die Webseite von RE, dann wirst Du sehen, dass nur noch eine Süßwasserpumpe in der Speedy-Serie als lieferbar deklariert ist, alle Abschäumer- oder meerwasserfähige CL- oder Förderpumpen sind nicht mehr lieferbar auf der Webseite.

    Wenn Du eine Pumpe mit aktuellen Controller bekommen kannst erfüllt die Pumpe alle Erwartungen: äußerst leise, fein regelbar (2-W-Stufen bei der 100W, fängt IMHO bei 20W an, also 40 Stufen gesamt), aber allein, weil sie ausläuft und problematisch bei Ersatzteilen sein könnte würde ich sie nicht mehr einsetzen, wenn ich ein neues Becken plane.

    Bei RE wirst Du also auf die RD5-Reihe oder die RDX-Reihe zurückgreifen müssen. Die RD5-Reihe scheint der direkte Nachfolger der RD3-Reihe zu sein, die Controller steuern ebenfalls in 2W-Schritten, allerdings ist ein Riesensprung von 25W nach 130W bei den Modellen in der Serie. Da soll wohl die RDX mit den zwei 40W und 85W Modellen als Lückenbüßer dienen. Diese beiden sind aber wohl nicht so fein regelbar, die Sprünge sind deutlich gröber und viel schwieriger zuzuordnen, da die Drehzahl angezeigt wird.

    Die RD5 hatte ich noch nicht selbst im Einsatz, kann also nichts aus eigener Erfahrung zusteuern, die RDX 40W läuft bei mir als UVC-Pumpe und nicht hörbar und ohne Auffälligkeiten seit einem guten halben Jahr. Sieht wie ein Spielzeug aus im Vergleich zur RD3, aber sie tut, was ich von ihr möchte.

    Die RD1 dürften für Dich nicht in Frage kommen, da sie zum einen nicht regelbar sind und zum anderen nicht wirklich lautlos, bei 220V hört man eben das typische 50Hz-Brummen. Nur sind sie eben nahezu unkaputtbar, perfekt für den Einsatz im Profibereich, wo es ohnehin meist lauter ist.

    Wie Rainer schon gezeigt hat, wenn der Atemkalkreaktor nicht Deinen Wünschen entspricht, nimm einfach den, der Deine Anforderungen erfüllt und dann ist gut. Wenn alle Stricke reissen nimm einfach eine Flasche Deiner Wahl und klebe oben und unten ein Röhrchen ein, wo Die Schläuche befestigt werden. Fertig. Im Prinzip ist jeder Behälter geeignet, wo die Luft zwangsweise durchgeführt (luftdicht) wird und der mit Granulat befüllt und geleert werden kann.

    Mal noch ne andere frage bzgl des hohen co2 im becken wasser: hatte da so einen gedanken, würde es sinn machen einen zusätzlichen sprudelstein über eine separate membranpumpe mit laufen zu lassen um das co2 aus dem wassser zu treiben?

    Siehe Beitrag Nr. 5 hier im Thread. Mit einem Sprudelstein förderst Du im Vergleich zum Abschäumer ein klein wenig den Gasaustausch mit der Luft des Raumes. Wenn Du meist, dass das eine sinnvolle Aktion ist hast Du sicher einen Anzeiger für den CO2-Gehalt im Raum und lüftest regelmäßig, wenn Du siehst, wie er ansteigt.

    Von der Statik und dem punktuellen Gewicht durchaus vergleichbar, genauso wie ein Wasserbett oder ein Flügel.

    Wenn du aber an Folgeschäden interessiert bist. Welchen Schaden verursacht ein Unfallendes volles Bücherregal oder ein rollender Flügel, wenn sich der Boden neigt 🤔 Oder noch schlimmer, herausfallend schlafende Menschen 😱

    Zudem wäre interessant, wie sehr sich der Boden senken müsste, bis ein Aquarium überhaupt ausläuft oder ggfs sogar bricht.

    Das hängt natürlich stark vom Aquarium ab. Unter Umständen können aber bereits wenige Millimeter reichen, um die Naht des Aquariums so zu belasten, dass sie der Spannung nicht mehr standhält und die Scheiben sich lösen. Ungünstigster Fall wäre ein 2m Aquarium mit durchgehender Bodenscheibe, wo der Boden sich in der Mitte etwas senkt, so dass das Aquarium in der Mitte nicht mehr gestützt wird. Ein Würfelbecken, was auch über die Seitenscheiben allein gehalten werden kann, dürfte eher über die Kante auslaufen als durch Spannung zu bersten oder die Silikonnaht reissen.

    Es ist Herbst und Du lüftest weniger, mehr Kohlendioxid sammelt sich im Raum und das Becken ist etwas übersäuert. Ein pH von 7,64 ist eine Ecke zu niedrig. Algen haben mit niedrigem pH kein Problem, Korallen insbesondere SPS schon. Atemkalk oder Kalkwasser erhöhen beide den pH und verbessern das Milieu für Korallen und helfen die Algen zu unterdrücken.

    Dein Nährstoffverhältnis ist deutlich verschoben, Phosphat ist in Ordnung, aber Nitrat in Relation zu Phosphat viel zu niedrig.

    Das zusammen mit etwas größeren Wasserwechseln sollte die meisten Probleme in ein paar Wochen ausbügeln.

    Puh, eine PCC unter 400, wo findest Du die? Ich sehe die nur ab 700, und da ist der Controller noch nicht dabei. Rüdiger, die T5-Variante habe ich bereits oben erwähnt. Lies doch bitte den ganzen Thread bevor du so einen Müll postest.

    Preisgünstig sind z.B. T5-Lampen, weil diese im Ausverkauf sind. Bei Kleinanzeigen etwa findest Du mit "Ati Sunpower" einige Lampen für unter 100€, musst dafür aber in Kauf nehmen, dass jährlich die Röhren gewechselt werden müssen, was bald teurer als die gebrauchten Lampen ist, und gut Strom durchgeht. Dazu immer die Problematik, dass die Röhren jetzt immer weniger verfügbar sind.

    Dafür ist das Licht auch für SPS tauglich, so dass Du alles halten kannst. Lüfterrauschen natürlich inklusive. Passive und lautlose LED-Lampen sind weit teurer in Anschaffung, aber günstiger in der Unterhaltung.

    Kompromiss wäre eine China-LED "Bierkasten" welche für LPS ausreicht, aber nicht für SPS. Ist günstig, nicht lautlos aber ausreichend für LPS. Haltbarkeit ebenfalls wohl nicht viele Jahre.

    Was möchtest Du denn eigentlich an Tieren dort halten, insbesondere an Korallen?

    Denke bitte daran, dass die drei Punkte "Gute Qualität", "Billig" und "Gute Leistung, Lautlos" oft nicht zusammen erhältlich sind. Meist sind es höchsten zwei von drei Punkten, aber nie alle zusammen.

    Er hat noch sehr schwach und langsam geatmet, konnte sich ansonsten aber schon nicht mehr bewegen, nicht mal mit den Flossen wackeln, von Fressen ganz zu schweigen. Er hat in einer Röhre gesteckt und ist nicht mehr herausgekommen. Ich habe ihn vorhin erlöst. R.I.P. kleiner Anthias.

    Genau diese Formula 2 wird von meinen Fischen nur als Wasserverschmutzung angesehen, während sie voll auf die roten Ocean Nutriton Prime Reef Flakes abfahren. Das FM Soft Protect wird nur von wenigen genommen. Letztendlich muss der Fisch das Futter schon nehmen, sonst ist es nur biologische Wasserbelastung.

    Meine bekommen Flocken, Frostfutter gemischtes und ab und zu etwas Calanus Plankton als Nahrungsergänzung.

    Mindestens so wichtig wie was für Futter gegeben wird ist auch die Menge, nicht zu viel und nicht zu wenig.

    Wie gesagt, für mich hat sich das wirklich wie ein Herzinfarkt dargestellt. Tatsächlich war es hier nicht so, als wäre der kranke ausgesondert und weggeschubst worden, im Gegenteil die anderen im Trupp waren eher fürsorglich um ihn herum am scharwenzeln und blieben allgemein nahe bei ihm. Wenn ich mal etwas sauer vor dem Becken war und einem kleinen Gauner mit dem Zeigefinger gedroht habe passierte es durchaus mal, dass der Gauner einen Fisch vor sich drängte nach dem Motto "Friss lieber den, ich schmecke gar nicht!". Offenbar haben sie so etwas bereits gespürt, denn in den letzten Tagen haben sie deutlich mehr Gruppenschluß gesucht. Die ganze Zeit vorher waren die eher weit im Becken verteilt.

    Vor einer Stunde habe ich gesehen, wie er mit weit aufgerissenem Maul etwas zuckend sich noch zur Putzergarnele geschleppt hat, da dachte ich zuerst, er hätte sich verschluckt und vielleicht den Kiefer ausgerenkt, aber es dürfte wohl eher ein Ausdruck des starken Schmerzes gewesen sein.

    Jetzt muss ich dem Armen beim Sterben zusehen, er liegt hilflos auf dem Boden auf dem Rücken, lässt sich nur noch treiben und kann nur noch etwas hecheln. Er hat sich gerade noch einmal mühselig etwas aufgerappelt und ist unter die Deko gehinkt.

    Ich habe bereits gelesen, dass Anthias nicht so alt werden, aber bisher habe ich sie erst seit anderthalb Jahren, obwohl ich natürlich nicht weiß wie alt sie beim Verkauf waren. Ist dies die übliche Todesursache oder eher selten? Beim Umsetzen aus dem alten in das jetzige Becken war bereits einer der Anthias kurz nach dem Einsetzen gestorben. Da dürfte der Stress des Umsetzens Ursache des Kreislaufkollaps/Infarkts gewesen sein. Jetzt allerdings war ich nicht mit großen Aktionen beschäftigt. Zusätzlich habe ich bemerkt, dass die anderen Anthias sich anders als sonst eher als Trupp verhalten haben und nach beeinander geschwommen sind in den letzten Tagen. Auch jetzt sind sie häufig beim sterbenden squamipinni und schauen immer wieder nach. Sonst waren sie eher im ganzen Becken verteilt.

    Am besten ins Technikbecken an eine Stelle mit viel Strömung, damit sich die konzentrierten Lösungen schnell verdünnen, bevor sie zu den Korallen kommen. Die Dosierstelle sollte gut einsehbar sein, da Du ab und zu die Pumpe zum einen Kalibrieren musst und zum anderen kontrollieren musst, dass die Schläuche nicht verstopft sind, dies passiert besonders bei der kH-Lösung gerne. Denke an Wartbarkeit bei deiner Verschlauchung. (^-^)

    Das halte ich für eine Ausrede von Häuptling Faule Socke! :face_with_tongue:

    Es ist deutlich zielführender nur den relevanten Ausschnitt zu posten und optimalerweise die fragliche Stelle hervor zu heben wie Du an den ratlosen Kommentaren, was Du meinen könntest, wohl gemerkt hast. So etwas ist nicht nur für den Fragenden wenig hilfreich, sondern auch frustrierend für den, der helfen möchte und im Wust an unnötigen Sachen untergeht und nicht sehen kann, worum es eigentlich geht.

    Ich habe es ja vorgemacht und dann geht es direkt vorwärts in der Sache. Es könnte sogar noch weiter gehen, wenn ein scharfer Ausschnitt vorliegen würde, wo man es besser sehen könne. (Hint... hint....) :grinning_squinting_face:

    Das Bild ist leider nicht gnz scharf, deshalb kann ich es nicht genau sagen, aber meine Vermutung nach dem Bild sind Kalkgitterschwämme.

    Wie Du an meinem Ausschnitt sehen kannst ist das Foto leider nicht ganz scharf. Bei Fragen hilft es ungemein, wenn Du die Stellen markierst, welche Du meinst.

    Dieses Absinken der kH so schnell kann nur durch Fällungsprozesse bei hohem Ca geschehen, kann es sein, dass bei Dir irgendwo von der Dosierung etwas in einer Ecke liegen geblieben war, dass sich erst verspätet gelöst hat bei Deinem großen Wasserwechsel? Anders ist so ein kH-Anstieg nicht richtig zu erklären.

    Ehrlich gesagt ist die wichtigere Frage, wieso die Werte derart aus dem Ruder laufen konnten und wie Du das in Zukunft verhindern kannst.

    ich würde auch gerne im Lotto gewinnen, aber mit den hier verfügbaren Informationen wird niemand mehr sagen können, als hier bereits geschehen ist. Für nähere Informationen zum Dip würde ich mich an FM wenden. Eventuell wäre es auch hilfreich, das Angebot von Claude anzunehmen und eine Total ICP zusammen mit dem Schleim zur Identifikation einzuschicken. Unter Umständen erledigt sich das mit dem Dip dann direkt.

    Diese Frage lässt bei mir nur noch Verständnislosigkeit aufkommen. Nimm Deine eigenen Werte, wieviel Tage überbrückt werden müssen (Urlaub, Krankheit, Dienstfahrten nach extern) und wieviel etwa dosiert weden muss in dieser Zeit, rechne damit, dass die Korallen wachsen und verdoppele die Menge und dann siehst Du schon, wieviel MINIMUM möglich sein sollte. Was ein anderer meint reicht aus ist völlig egal, es geht um DEIN Becken und DEINE Überbrückungszeit für Dosierungen!

    Das größte Problem bei längeren Transporten ist der Ammoniumgehalt, der durch die Atmung des Fisches und durch das Koten mit jeder Stunde langsam steigt. Da gleichzeitig durch das ausgeatmete Kohlendioxid der pH-Wert sinkt und so unter der kritischen Grenze bleibt, wo es sich in das giftige Ammoniak wandelt überleben die Fische die Transportdauer. Deshalb muss das Transportwasser verworfen werden und für das direkte Umsetzen muss eben Salinität, Temperatur und pH-Wert möglichst angeglichen sein. Der pH-Wert im Beutelwasser ist dann bei 6.x pH mit genügend Ammonium, dass bei Angleichen mit einem Teil des Transportwassers der Fisch vergiftet wird, da Ammonium sich bei steigendem pH-Wert in das giftige Ammoniak wandelt.

    Temperatur kannst Du angleichen, indem Transportbeutel und angesetztes Anpasswasser im Technikbecken getaucht werden.

    Zum Messen von Salinität und pH musst Du an etwas Wasser aus dem Transportbeutel kommen. Wichtig ist halt nur, dass so wenig Luftaustausch wie mögilich mit dem Beutel geschehen darf, also mit einem kleinen Loch etwas Wasser abzapfen und wieder verschließen mit Klebstreifen.

    Wenn das Anpasswasser auf gleiche Dichte, pH-Wert und Temperatur gebracht ist werden die Fische ohne viel Federlesen aus dem Transportbeutel direkt in das Anpasswasser gesetzt, ohne dass das Beutelwasser mitkommt. Jetzt können die Fische normal an die Beckensalinität mit Tröpfchenmethode angepasst werden.

    Guter Hinweis! Etwas in der Art habe ich auch noch im Hinterkopf, aber ich glaube, da ging es hauptsächlich um den pH-Wert und den Einfluß auf die Entwicklung der Larven.

    Er ist allein und wird es wohl auch bleiben, aber ich hoffe, dass er mir noch einige Jahre erhalten bleibt. Auch wenn er gerne Räumkommando auf dem Korallendeck spielt.

    Hallo Ewald,

    die Überlegung kann ich durchaus nachvollziehen, aber der Anschaffungspreis kann leider nicht heruntergerechnet werden. Entweder man kauft sie und zahlt den vollen Preis oder man lässt es sein. Es gibt kein Zahlungsmodell, wo eine Pumpe im Anschaffungspreis billiger wird, wenn man sie in geringerer Leistung betreibt.

    Irgendwann kommen wir vielleicht noch in die Situation, wo die gleiche Pumpe je nach Freischaltcode entweder 30,40 oder 80W hat und Features nachträglich (teuer) freigeschaltet werden können. Bisher ist dies zum Glück aber noch nicht der Fall. Glaube ich wenigstens...

    Da ich in letzter Zeit einige Dokumentationen über Probleme mit Kunststoff und Meerestiere gesehen habe muss ich doch überlegen, ob vielleicht auch der Seeigel bei mir davon betroffen sein könnte. Wie üblich raspelt er ja alles ab worüber er läuft und dabei natürlich auch etwas der Dekoration, die bei mir zum größten Teil aus EpoReef Deko besteht.

    Da die Stücke relativ fein geraspelt sind sollten sie auch wieder gut ausgeschieden werden können im Gegensatz zu den Seevögeln, wo sich die Mägen teils immer mehr mit Kunststoff füllen, bis sie mit vollen Magen angefüllt mit Plastik an Hunger sterben. Aber ein etwas ungutes Gefühl bleibt da doch. Kennt jemand vielleicht Berichte aus der Praxis, wo die Auswirkung von Plastik auf Seeigel im Laufe der Jahre Auswirkungen zeigt? Da nicht genügend Algen im Becken wachsen muss ich ihn ohnehin stetig mit Algen über die Futterklammer versorgen.

    Ich finde Wirtschaftlichkeitsrechnungen sehr gut und sinnvoll, aber bei diesen Betrachtungen muss ich schon etwas den Kopf schütteln. Es wird nach einer Pumpe für ein Becken mit ca. 300l gefragt, also etwa 1200l Durchsatz durch das Technikbecken, tatsächlich eher weniger. Der angenommene Fall oben ist also schon viel zu hoch angesetzt. Bereits die RDX40 ist schon nicht ausgelastet, die Aquabee ist bereits Overkill. Aber den Anschaffungspreis der Pumpe runterrechnen auf eine geringere Leistung als könnte man sich eine Scheibe davon abschneiden passend für den eigenen Gebrauch ist grober Unsinn.

    Die Effizienz der Pumpe und den dadurch geringeren Verbrauch an Strom kann ich gelten lassen, meine Aquabee 5000 hat mich auch durch eine sehr hohe Leistung bei geringem Verbrauch überrascht.