Beiträge von Sandy Drobic

    Ich gehe schon ziemlich sicher davon aus, dass wir fröhlich aneinander vorbeireden, aber egal, Du wirst schon machen.

    Mein letzter Tipp ist deshalb: fange morgens an, und habe abends noch die Möglichkeit, einen schnellen Einkauf zu machen, denn irgendetwas ist immer nicht vorhanden, was man nicht richtig bedacht hat. Sei es PVC-Kleber, ein Stück Verrohrung, eine Pumpe, die unerwartet kaputt geht oder eine Schraube, die sich nicht lösen lässt. Oder schlicht etwas Salz oder eine weitere Tonne/Becken.

    Und wenn alle Stricke reissen und der Zeitplan ist nicht einzuhalten, habe einen Plan B, der diese Verlängerung aushält. Setze Dich nicht unter Zeitdruck, eine Deadline einhalten zu müssen.

    Solche Aktionen starte ich wenn möglich Freitag relativ früh, so dass auch am nächsten Tag noch letzte Einkäufe möglich sind. Du kannst an alles mögliche denken, aber die Schrauben zum Befestigen der Steckdosenleisten fehlen dann doch und alles liegt in der Gegend rum.

    Wenn ich das alte Becken leere und die Fische in einen Behälter setze, warum sollte ich sie dann nochmal in das alte Becken am Übergangsstandort einsetzen? Wäre es für die Tiere nicht stressfreier wenn sie aus dem Behälter dann direkt in's neue Becken kommen? Sie würden ja nicht sehr lange im Behälter bleiben müssen.

    Hallo Kai, wir spielen gerade "Ich sehe was, was Du nicht siehst". Und ich sehe leider gar nichts davon, ich hatte deshalb als Beispiel erwähnt, wenn jemand ein Becken an den Platz des bereits vorhandenen stellen möchte. Ob dies bei Dir der Fall ist? Keine Ahnung. Ohnehin ist immer das Vorgehen, erst mal alle Tiere raus aus dem alten Becken, bevor andere Aktionen gestartet werden. Gib ihnen ruhig auch ein paar Röhren zum Unterschlupf, das beruhigt die Fische deutlich.

    Richtig ist, dass die Fangaktionen so wenig wie möglich stattfinden sollten. Das ist natürlich am einfachsten, wenn das neue Becken bereits steht und die Fische direkt nach dem Fang in das neue Becken umgesiedelt werden können. Ist dies der Fall bei Dir?

    Ich hatte vorher bereits erwähnt, dass die Deko abgespült werden sollte, damit das Wasser sauber bleibt. Ähnlich ist es auch mit dem Sand, der komplett umzieht, dann wird beim Umfüllen alles durch das Wasser gekippt und es geht eine enorme Menge in die Wassersäule, was beim normalen Bodenputzen nicht so stark passiert. Nach dem Beckenstart ist ein Messen von Ammonium normalerweise nicht nötig, aber beim Beckenumzug ist das Messen von Ammonium/Ammoniak sinnvoll. Man staunt manchmal, was da auftreten kann.

    Hallo Kai,

    das NEUE Becken aufbauen, während das alte noch läuft, meintest Du wohl. Das sollte nicht das Problem sein. Vor dem Verschieben, bitte das alte komplett leeren, auch die Fische rausfangen. Und damit das relativ einfach ist, zuerst die gesamte Deko raus.

    Faule Menschen heben nicht das ganze Becken hoch, sondern kanten das Becken nur leicht an und schieben dann eine Matte drunter. Dann kann das Becken ohne Probleme gezogen werden.

    Selbst nach nur wenigen Monaten ist der Sand bereits nicht mehr direkt zu verwenden.

    Hallo Kai,

    das geht normalerweise deutlich schneller und sicherer, wenn Du das neue Becken aufbauen kannst, bevor Du das alte ausräumst. Im ungünstigsten Fall musst Du das alte Becken abbauen/verschieben, bevor das neue Becken auf dem alten Standort kann. Normalerweise ist das kein Problem, selbst ein halb befülltes Aquarium lässt sich noch ganz gut verschieben, wenn man es direkt auf einen Teppich zum ziehen setzt. Oder halt Möbelhunde, wenn man kräftige Männerhilfe hat, die was heben können. Ein Aquarium auf Unterschrank lässt sich leer auf einer Schmutzfangmatte problemlos durch die Gegend schieben, ohne dass die Frau einen Anfall bekommt, denn Kratzer kommen so nicht in den Boden.

    So kann jedenfalls entkoppelt vom Abbau des alten Beckens das neue erst mal komplett vorbereitet werden, so dass nur noch die Technik umgesetzt werden muss für den Betrieb.

    Ausreichend frisches Meerwasser ansetzen, da Du vergrößern willst und die letzte Handbreit Wasser etwa nicht wiederverwendet werden kann, weil zu viel Dreck aufgewirbelt wird.

    Aus dem gleichen Grund kannst Du nur ein oder zwei Handvoll Sand zum Animpfen des neuen Beckens verwenden, der Rest wird verworfen (nur Schnecken und andere Tiere rausfiltern), Du brauchst also wieder etwas Sand, im vorhandenen Sand sind zu viele Nährdepots und Detritus, was beim Umfüllen die Wasserwerte ruinieren würde.

    Beim Abbau des alten erst so viel Wasser wie möglich ablassen in Wassertonnen und Kanister, Korallen und Deko säubern und in die Wassertonnen umsetzen und dann die Fische rausfangen und ebenfalls in die Wassertonnen setzen. Wenn es nicht einen Tag dauert, das neue Becken in Betreib zu nehmen (sollte eigentlich nicht), dann muss auch nichts sonst gemacht werden, sonst zumindest eine Strömungspumpe gegen die Wasseroberfläche der Tonne richten, um den Gasaustausch zu sichern. Je nach Temperatur noch den Heizer mit reinsetzen.

    Deko prüfen vor dem Einsetzen, ob alles sauber ist und die Korallen so befestigt bleiben können, dann ins neue Becken und Wasserkreislauf herstellen. Dann Fische umsetzen. Je nach Dauer sollte das auch ohne lange Anpassen gehen. Wenn das neue Becken vorbereitet ist (geputzt, auf Unterschrank, Verrohrung und Technikbecken aufgebaut), dann ist das ganze normalerweise in einem Tag abgeschlossen. Zumindest mit der notwendigen Technik (Strömung, Rückförderpumpe, Abschäumer, Heizer). Alles andere hat Zeit bis zum nächsten Tag (Dosierung, UVC, Steckdosenleisten anbringen usw. )

    Hallo Fabi,

    solange Du die Kalkalgen nicht von der Rückwand schabst ist das eher eine Nuancenfrage, ob Kalkalge auf schwarzem oder blauem Hintergrund. :grinning_squinting_face:

    Ich muss gestehen, dass bei mir auch kräftig Kalkalgen sprießen und ich diese ebenfalls nicht entferne. Bis jetzt jedenfalls.

    Hallo Oliver,

    ich sehe in der Analyse nichts wirklich kritisches, deshalb vermute ich das Problem eher in einem Bereich, der nicht dort aufgeführt ist. Die kleine Analyse hat keine Messung von Nitrat oder Fluor, aber ich gehe jetzt mal davon aus, dass es nicht daran liegt.

    Ist Dir irgendetwas in den Grundwerten Strömung, Licht, Temperatur, pH-Wert, biologische Probleme aufgefallen? Eventuell Licht-Umstellung oder am Becken etwas gebastelt? Einen Filter eingesetzt, Aktivkohle oder Adsorber gewechselt?

    Hallo Burkhart,

    Scharfes Hingucken entdeckt...

    Hallo

    Meine Kh liegt bzw lag laut Salifert Test dauernd bei knapp unter 9.

    Ich versorge mein Becken mit Oceamo Duo und Regulator A und O. Ich hatte jetzt schon nach und nach die Kh Dosierung reduziert aber trotzdem liege ich bei knapp knapp unter 9.

    Vor 4-5 Tagen habe ich die Kh Dosierung ganz eingestellt, um mal zu sehen, ob und wieviel überhaupt täglich verbraucht wird. Aber irgendwie tut sich da gar nix.

    dass Deine Nachfrage bereits beantwortet ist.

    Ich gehe jetzt mal davon aus, dass er vorher einen meßbaren Verbrauch hatte und dieser nicht mehr sichtbar ist. Irgendwo hat er also einen Hemmschuh, der die Korallen fast nicht wachsen lässt. Der nicht vorhandene kH-Verbrauch ist also nicht das Problem, sondern das Symptom. Dummerweise gibt es keine weiteren Informationen, deshalb bitte alle mit Glaskugel diese gut polieren und kräftig losraten!

    Wenn jetzt auch die Nährstoffe noch spürbar steigen ist es klar, dass ein limitierender Faktor das Korallenwachstum behindert.

    Gehe lieber von der wahrscheinlicheren Vermutung aus: sie nutzen Fotosynthese und möchten deshalb viel Licht einfangen. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Kieselalgen sind zusätzlich eine Grundlage der marinen Nahrungskette, von daher kann ein erhöhter Silikatgehalt durchaus Biofilme fördern, welche die Turbellarien fördert. Die Verkettung zu Silikat kommt von den Scheiben halte ich dabei aber ebenfalls für unwahrscheinlich.

    Bei mir gehört ein Trupp aus Chelmon, Leierfisch und Sechsstreifenfisch zur Vorsorge, in diesem Fall vermute ich, dass der Leierfisch sich in erster Linie darum kümmert.

    Du kannst jedenfalls davon ausgehen, dass die Korallen nicht lügen und freiwillig aus Bockigkeit dicht machen. Kann immer mal passieren, dass eine Koralle mal einen Rülpser machen muss, aber selten, dass mehrere Korallen unzufrieden sind ohne externen Anlass. Also ist vielleicht alles top, was Du MESSEN kannst, aber irgendwas ist empfindlich heftig daneben. Es gibt da drei Möglichkeiten, was daneben ist:

    - ein wichtiger Parameter ist daneben, zeigt es aber nicht korrekt an (bei mir war z.B. der T-Controll Twin Temperatursensor undicht und hat von Salzwasser beeinflusst Fantasiewerte angezeigt) Wenn möglich würde ich die Werte deshalb noch mit einer anderen Methode Messgerät gegenprüfen

    - etwas Unerwünschtes ist zu viel im Becken, sei es eine falsche Dosierung von einer durchgedrehten Dosierpumpe, einem Filter, der zuerst blockierte und dann Schwefelwasserstoff beim Starten freisetzt, etwas gammelt zu Ammoniak, die Gattin hat ein neues Reinigungsmittel ausprobiert und fröhlich rumgesprüht, was auch immer.

    - etwas notwendiges fehlt und verhindert den normalen Stoffwechsel der Korallen, sei es Sauerstoff, pH-Wert, Nährstoffe oder Spurenelemente

    Punkt 1 ist Fleißarbeit und methodisches Abklopfen von Technik und Werten, Punkt 2 und 3 kann durch einen größeren Wasserwechsel von etwa 30% zumindest deutlich gelindert werden und wird kaum schaden.

    Hallo Panos,

    ich würde erst einmal abklopfen, ob Deine Technik vielleicht nicht ganz optimal läuft oder noch etwas besser konfiguriert werden kann, denn Abschäumer plus Vliesfilter sind eigentlich schon durchaus brauchbar.

    Bei mir habe ich bei ähnlichem Fischbestand, Größe und RE Technik (Vlieser in Dreambox, Bubbleking DC 250 und RFP 100W auf 40W stehend) auch relativ hohe Werte, mein Nitratwert ist immer bei ungefähr 15-25 mg/l, ich füttere auch eigentlich zu viel für meine paar Fische.

    Wie sieht das Schaumbild von Deinem Abschäumer aus, ist das grobperlig oder eher feinperlig oder ungleichmäßig? Vielleicht passt ja Durchsatz durch das Technikbecken und Mischungsverhältnis Luft/Wasser im Abschäumer nicht ganz zusammen? Könnte vielleicht etwas Ozon die Abschäumung verbessern?

    Ein Problem, was ich z.B. bei mir habe ist, dass ich nicht sauber das vom Abschäumer gereinigte Wasser weiterbefördern kann. Also die Wasserführung optimieren wie der Abschäumer gefüttert wird. Wenn das gut funktiniert ist die Anforderung an die RFP, dass sie wenigsten so viel Wasser netto durch den Kreislauf schickt wie der Abschäumer einzieht im Betrieb. Pi mal Daumen ist sie etwa in der Hälfte der Leistung am effektivsten.

    Hallo Andreas,

    die Fällung von Lanthanphosphat geschieht praktisch unmittelbar, also wirklich in kürzester Zeit, weswegen ich Deinen Kommentar, dass die Senkung über längere Zeit geschehen soll, etwas befremdet aufgenommen habe. Deshalb gehe ich davon aus, dass sich relativ schnell aus den Depots wieder etwas Phosphat gelöst hatte und das schnelle Ausfällen etwas abgefedert hatte.

    Etwas ähnliches hatte ich auch bei Eintreten der Sättigung mit Phosphat bei meinem Aquarium beobachtet, die Nährstoffe sanken mit Lanthan nur allmählich, weil erst die Depots wieder in Lösung gingen. Erst als die Depots zum guten Teil erschöpft waren, sank der Phosphat plötzlich deutlich.

    Auf den Fotos sieht es tatsächlich so aus wie die im MeWaLex beschriebene Art. Hast Du mal versucht, ein paar Turbellarien in einem Becher mit ein paar Tropfen Lanthanchlorid zu versetzen? Das dürfte am einfachsten und effektivsten zeigen, ob die Trubellarien sich von Lanthanchlorid beeindrucken lassen.

    Die Senkung von Phosphat mit Lanthanchlorid ist eine direkte Fällung, deshalb gehe ich davon aus, dass Du bereits einige Depots angesammelt hast und sich aus diesen als Reaktion auf die Fällung wieder Phosphat in Lösung geht.

    Es ist mir auch absolut unverständlich, warum in der "Gebrauchsanweisung" nicht direkt darauf hingewiesen wird, dass Lanthanchlorid nur in verdünnter Form angewandt werden sollte. Hintergrund ist, dass die Fällung wirklich direkt erfolgt und so das Wasservolumen, in den das Lanthanchlorid eingebracht wird, besser so groß ist, dass das Lanthanchlorid direkt vollständig gebunden wird. Das entstehende Lanthanphosphat hat eine klebrige Konsistenz und steht in Ruf, die Kiemen besonders von empfindlichen und aktiven Fischen wie Doktorfische oder Chelmons zu schädigen. Dies kann aber auch durchaus Garnelen treffen, wenn Du solche im Becken hast.

    Da es wirklich tausende von Turbellarien-Arten gibt ist es nicht verwunderlich, dass es nicht alle Arten gleich beeinträchtigt. Auch Waminoa sollen nicht von Lanthanchlorid sonderlich betroffen sein.

    Eventuell hilft es, wenn Du von einer Turbellarie eine gute Makroaufnahme machen könntest, denn ich hätte sie nach den Fotos nicht dorthin eingestuft, insbesondere sehe ich nicht den charakteristischen roten Fleck (denn aber auch andere Arten wohl haben).

    Die beste Methode, Lanthanchlorid in einem kleinen Becken zu verwenden ist wohl die Dosierung in einen Minireaktor gefüllt mit Eisenbasiertem Adsorber.

    So ganz verstehe ich nicht den Sinn der Fragerei, aber hier mal ein paar Punkte:

    Calcium befindet sich im Becken in Lösung, also als Ion, nicht als Salz in irgendeiner Form.

    Die Deko in Form von Totgestein oder Lebendgestein enthält natürlich Calcium in fester Form als Kalk CaCO3.

    Wie löslich Calcium im Reaktor ist hängt vom pH-Wert ab und steht im Gleichgewicht mit Alkalinität und Kohlendioxidgehalt.

    Ich vermute stark, dass bei Dir Calcium wieder ausfällt, was bei niedrigem pH-Wert und hoher Calciumkonzentration passieren kann.

    Mangan ist auch oft als Rieselhilfe enthalten und kann einen hohen Peak aufweisen, wenn die ICP kurz nach einem Wasserwechsel durchgeführt wird, fällt aber auch sehr schnell wieder aus, ähnlich wie Eisen.

    Jetzt grübele ich aber etwas, ob der Sinn der ICP ähnlich sein soll wie der Wasserwechsel von 10% einmal im Monat. In dem Fall wäre es wohl eher zur Beruhigung des eigenen Gewissens geeignet und sollte kurz nach dem Wasserwechsel stattfinden. FM sagt wenigstens 3 Tage seit dem letzten Wasserwechsel.

    Ok, das wusste ich tatsächlich nicht. Wird das tatsächlich manuell von Fauna, Ati und Co bei den ICP gemacht oder haben die ein automatisches, visuelles Verfahren, dass den Farbumschlag viel genauer anzeigen kann wie man selbst zuhause? Weiß das jemand?

    Auch das wird natürlich automatisch ermittelt, aber nicht über die ICP-OES, sondern andere Verfahren, über Leitwertmessungen und ähnliches. Inzwischen gibt es ja einige Geräte, welche gerade kH automatisch ermitteln. Die kleinen Photometer von Hanna etwa machen dies optisch, so ewas kann man auch sehr gut automatisieren für verschiedene Werte. Hier kommt es aber auf eine gute und präzise Kalibrierung an, von nichts kommt nichts und wer viel misst, der misst Mist.

    Diamantaquarien hat schon einen ordentlichen Ruf und macht ordentliche Becken.

    Kommst Du denn an den Ablauf noch dran, wenn da z.B. ein Fisch reingesprungen ist oder er gereinigt werden muss? 80cm ist eine sehr schöne Tiefe, aber Du musst auch bei der Wartung noch dran kommen. Die Maße sind jedenfalls sehr brauchbar, ich habe ein Becken mit 150x65x50 hier (im Augenblick nicht in Gebrauch) und es lässt sich sehr gut damit arbeiten auch für Fische.

    Bei den Leitungen habe ich z.B. alles in 32 gemacht, die 40,32,25 ist eine konservative Auslegung, geht auch. Die Aqua Medic DC Runner 5.3 hat auch einen 32er Anschluß, da bietet es sich eigentlich an, die Druckleitung auch in 32mm zu bauen.

    Mein größtes Problem habe ich mit der Unterschrankgestaltung hinten offen. An der Hinterwand bringe ich z.B. eine Menge Geräte, Steckdosen und Halterungen an. Ohne ist das doch etwas unkomfortabel. Oder bohrst Du die alle an die Wand an? Meine Rückwand ist wirklich komplett genutzt, da ist praktisch nichts mehr frei.

    Tatsächlich haben penible Leute sogar eine doppelte Rückwand, weil dann die ganzen Kabel hinter der ersten Wand verschwinden. Diese ganzen Kabel werden ohnehin noch ein kräftiges Chaos bei Euch erzeugen, ich kann nur empfehlen, Kabelkanäle und Klettbänder und Gerätehalter zu verwenden.

    Abschäumer, Rückförderpumpe und Strömungspumpen sind brauchbar und akzeptabel für die Beckengröße. Ich würde mich noch erkundigen, ob sie einen passenden Vliesfilter empfehlen können.

    Was hier noch fehlt ist eine ATO (Auto Top-Off Automatische Wassernachfüllung), natürlich auch eine Osmoseanlage zur Wassergewinnung.

    Zusätzlich ein Heizer, optimal mit einem Regelsystem, das Heizer und Kühler steuern kann.

    Und natürlich die Dosierpumpe mit Dosierbehälter für die Versorgungsflüssigkeiten.

    Das entscheidende was dazukommt ist dann aber noch die Beleuchtung, für Korallen ist Licht gleich Leben. Für LPS würdest Du mit zwei bis drei Radion 30 auskommen, je nachdem, was Du halten möchtest. Da gibt es viele Möglichkeiten. Zwei Ati Straton pro wäre eine gute Alternative. Eine günstige Alternative (zumindest bei der Anschaffung) wäre eine T5-Lampe mit 6 x 58W, die gibt es auch gebraucht jetzt oft im Abverkauf, weil die Röhren früher oder später nicht mehr verfügbar sind.

    Das Problem mit dem nach und nach Besetzten ist, dass das Becken oft gerade wegen dem schleppenden Besatz oft große Mühe hat, richtig zu starten. Deshalb geht die Empfehlung inzwischen dahin, ein paar große Korallen und nicht zu wenige einzusetzen, damit das Beckenmilieu sich auf Korallen einstellen kann. Sonst werden all die freien Siedlungflächen von unerwünschten Belägen und Algen besetzt.


    Ergänzung wäre eine Möglichkeit zur Filterung mit Aktivkohle und Phosphatadsorber.

    Was ich unbedingt empfehle sind: gutes Thermometer (ich verwende die Anzeige von Aqua Medic T-Control Twin dafür)

    pH-Wert-Kontrolle reicht Arka MyAqua ph

    So ganz begeistert bin ich, ehrlich gesagt, nicht von dem Aquarium. Hauptproblem dürfte hier die Strömungsbildung sein, denn mit dem Mittelschacht ist hier ein fetter Klotz, der verhindert, dass die Strömung über die Längsseite hinten fließen kann. Auch die sehr kleinen doppelten Ausläufe oben dürften den Durchfluß nicht gerade fördern. Die meist angestrebte Ringströmung dürfte jedenfalls so nicht gut einzurichten sein, und das führt oft zu mehr kleinen Pumpen, die mehr Wartung und Ausfallstellen bedeuten.

    Das Format selbst gefällt mir ganz gut und kommt auch den Fischen entgegen, die lieber Fläche als Höhe bevorzugen.

    Beim Technikschrank wird es wieder düsterer. Die Verrohrung scheint unvollständig und nicht direkt einsetzbar. Drei Abläufe in der Mitte sind defininitiv nicht einsetzbar und müssen selbst korrekt verlängert und verklebt werden. Es ist also nur der Ansatz der Verrohrung. Anstelle der Filtersocken würde ich mich auch erkundigen, ob es einen passenden Vliesfilter als automatisierte Lösung gibt. Außerdem fehlt wie gesagt die vollständige Verrohrung auf der Grafik, was etwas befremdet, da der Verlauf des Wassers eigentlich klar ist. Möglich, dass das "Sanitär-Kit" dies beinhaltet, aber eine nähere Erklärung gibt es nicht auf deren Webseite.

    Mir fehlt hier vor allem das übergreifende Konzept, was normalerweise der Grund für einen Systemkauf ist. Wo ist da eigentlich Platz für unterstützende Technik wie Dosierpumpen und Behälter oder die Steckdosen, die ja auch noch untergebracht werden müssen?

    Fehlende Technik ist:

    - Rückförderpumpe Leistung 1500l bei 1,50m Höhe

    - Heizstab (meist nicht nötig im geheizten Wohnzimmer)

    - Lüfterreihe zum Kühlen im Sommer (wenn Raum nicht klimatisiert ist)

    - UVC wenn empfindlichere Fische gepflegt werden sollen für Keimreduzierung

    - Abschäumer (je nach Geräuschempfindlichkeit)

    - anstelle Socken eventuell Vliesfilter

    - Dosierpumpen je nach Versorgungssystem

    - Dosierbehälter

    - Steckdosenleisten mindestens 12 Anschlüsse besser mehr

    - Filter für Aktivkohle/Phosphatadsorber (evtl. mit Pumpe)

    - Abdeckung Technikbecken (DIY)

    Für das Schaubecken selbst fehlt noch Beleuchtung und Strömungspumpen und ich würde einen Sprungschutz empfehlen, fehlender Sprungschutz ist eine sehr häufige Todesursache bei Meerwasserfischen.

    DIY im Aquarium ist eher die Gestaltung des Riffgesteins, was ein großer Teil für einen erfolgreichen Aquariumsstart ist. Viel Platz für Korallen, ausreichend Raum für Wachstum für Korallen, wenig Strömungshindernisse und ausreichend Unterschlupf für Fische und passende Revierbildungen muss alles die Deko ermöglichen.

    Insgesamt würde ich gut überlegen, ob die vielen offenen Fragen zu dem Waterbox Aquarium es nicht sinnvoller machen, sich bei einem kompetenten Aquariumshändler vor Ort zu erkundigen, was es für vergleichbare Systeme gibt und ob eine individuelle Systemerstellung nicht sinnvoller ist. Das dürfte auch nicht teurer werden. Nur musst Du dafür wissen, was genau Du eigentlich willst, und da wären wir wieder mit der Reihenfolge des Aufzäumens von dem unseligen Gaul.

    Überlege Dir auch bitte, was für ein Budget Du Dir vorstellst für die Anfangsinvestition im ersten Jahr, eine Annäherung ist etwa 10€ pro Liter Beckenvolumen, aber es kann auch deutlich mehr werden, wenn man anspruchsvolle Technik und Stille im Raum wünscht. Bei so einem Waterbox Aquarium wirst Du mit 5000€ nicht sehr weit kommen. Da sind dann noch keine Fische oder Korallen drin.

    Hallo ihr beiden,

    nichts für ungut, aber ihr zäumt das Pferd von hinten auf! Das macht keinen Sinn! Zuerst schaut ihr euch an, wo das zukünftige Becken stehen soll, das legt fest, wie man das Becken betrachtet. Es würde z.B. keinen Sinn ergeben, wenn das Becken mit dem hohen Schrank neben einer niedrigen Couch steht und man nicht vernünftig in das Becken schauen kann.

    Wichtig ist auch zu wissen, wo eure Interessenschwerpunkte liegen, ob eher bei Fischen oder bei Korallen, davon hängt ab, wie Abschäumer, Vliesfilter und Versorgungsystem gewählt werden. Erst Technik kaufen und dann schauen, was zu der Ausstattung passen könnte wäre auch ein Fall von Pferd von hinten aufzäumen. Wenn ihr euch dann umbesinnt und wieder kräftig Geld für andere Technik kauft, weil ihr euch anders entschieden habt, geht das schnell ins Geld, das muss nicht sein.

    Erst mal richtig darüber nachdenken ist auf jeden Fall die effektivste Budget-Lösung, die ich vorschlagen kann.

    Die Kosten können einem schnell über den Kopf wachsen bei größeren Becken, auch die monatlichen Kosten beim Strom und Unterhalt sind beträchtlich. Da macht es große Unterschiede, ob man ein 1000l oder ein 300l-Becken hinstellt.

    Hi Sandy


    nicht das Du meinst ich wollte hetzen, aber der Abschäumertopf

    müsste mal geleert werden.

    Ha ha! Das habe ich tatsächlich gerade gemacht! War aber noch nicht so weit, dass der Deckel Schlagzeug gespielt hätte. (^-^)

    Ich war aber faul und habe den Dreck nur abgelassen in einen Kanister. Mit dem SkimClean kann ich die Reinigungszyklen deutlich reduzieren. Letzte Woche hatte ich den Abschäumer noch einmal richtig reinigen müssen seit fast zwei Monaten.

    Hi Sandy. Macht alles Sinn. Danke für die Erläuterungen.

    Welches Granulat nutzt du? Und welchen Behälter? Gibt es da große Unterschiede, auf die man achten sollte?

    In der Funktion gibt es nur sehr wenig Unterschiede, die den teils enormen Preisunterschied nicht rechtfertigen. Da Du auch ein großes Becken hast und wohl einen entsprechenden Abschäumer mit viel Luftdurchsatz brauchst Du schon ein paar Liter Granulat vor dem Abschäumer. Das Granulat verfärbt sich im Laufe der Zeit um anzuzeigen, dass es verbraucht ist. Meist nimmt das Granulat noch ein oder zwei Wochen weiter etwas Kohlendioxid auf, eine pH-Wert-Messung ist deshalb sinnvoll, um dies zu überwachen. Dafür reicht der Arka MyAqua pH völlig aus für unter 20€. Eine 5l-Füllung reicht etwa 5-8 Wochen bei mir.

    Der von Aquaristikshops angebotene Atemkalk ist meist in Kugelform für etwa 15€ pro Liter. Diese haben wenig Abrieb und rieseln nicht so viel durch die Löcher im Boden, aber deutlich günstiger ist es, den Atemkalk von Tauchergeschäften oder medizinischen Geschäften zu besorgen. Diese sind als Bruch mit größerer Körnungsspannbreite erhältlich, deshalb kann etwas mehr durch die Luftlöcher im Boden rutschen und etwas mehr stauben (Das Calciumhydroxid ist stark basisch und sollte nicht eingeatmet, in die Augen oder ins Beckenwasser kommen).

    Intersorb Atemkalk etwa ist um die 3€ pro Kilo, deutlich günstiger.

    Ich habe es mir bequem gemacht und einen Atemkalkreaktor fertig geholt, aber Du kannst auch einfach eine beliebige Röhre nehmen, am unteren Ende viele 3mm-Löcher reinbohren (mit Abstandhalter zum Boden) und oben dann einen Anschluß für den Schlauch basteln. Du kannst auch einfach eine große Flasche nehmen.

    Ich habe bei mir etwas Schaumstoff unten reingesetzt, damit nicht viel durchrieselt.

    Da kannst Du sehen, wie es sich allmählich verfärbt von unten (der Luftansaugung).

    Hallo Marco,

    Atemkalk ist ein Granulat, durch welches die Luft gezogen wird, bevor sie in den Abschäumer geht. Das ist korrekt. Das Sauerstoffproblem kommt ja auch durch die Abdeckung des Beckens, wenn dann zusätzlich der Abschäumer ausfällt. Und weil es nur über das Technikbecken läuft hast Du immer die zusätzliche Abhängigkeit von der Rückförderpumpe. Eigentlich ziemlich einfach, nur muss es einem bewusst sein, wo die Abhängigkeiten sind.

    Nur im Winter hast Du eben das Problem, dass mit der Abdeckung der Gasaustausch nur noch über den Abschäumer läuft, die Oberfläche ist wegen Abdeckung praktisch tot für den Gasaustausch. Sollte jetzt Rückförderpumpe oder Abschäumer ausfallen hast Du direkt ein Sauerstoffproblem.

    Wenn Du also mal das Technikbecken sauber machst und dafür Abschäumer und RFP abschaltest solltest Du immer an die Sauerstoffversorgung des Beckens denken, wenn Du z.B. bemerkst, dass noch weitere Arbeiten notwendig sind und Du überlegst, ob es sich lohnt alles noch mal einzuschalten oder erst mal ausgeschaltet lassen und bis zum nächsten Tag zu warten, wo Du die defekten Teile neu kaufen kannst.

    Deshalb: wenn abgedeckt MUSS das Technikbecken in Betrieb sein, damit über den Wasserkreislauf der Abschäumer seine Dienste leisten kann.

    Beim Kühlen bin ich dazu übergegangen, nicht das Becken zu kühlen, sondern den Raum. Dann ist mir auch behaglicher und die Luftfeuchtigkeit wird reduziert.

    Hi Marco,

    Atemkalk hat nichts mit dem Sauerstoffgehalt zu tun, sondern mit dem pH-Wert. Atemkalk sorgt dafür, dass Kohlendioxid aus der Luft gebunden wird, so wird die Versäuerung des Beckenwassers verhindert. Der pH-Wert ist vor der Lichtphase am niedrigsten, weil bis zu diesem Zeitpunkt die Tiere Sauerstoff verbrauchen und Kohlendioxid ausatmen. In der Lichtphase wird bei Fotosynthese Kohlendioxid verbraucht und Sauerstoff dafür produziert. Deshalb steigt der pH-Wert im Laufe der Beleuchtungsperiode, ist also am Ende der Beleuchtungsphase am höchsten. Auch der Sauerstoffgehalt ist hier am höchsten.

    Wenn also die Probe beim so ziemlich höchsten Punkt in der pH-Wert-Kurve so gerade 8 erreicht würde ich wirklich Atemkalk anwenden. Ich bin seit knapp zwei Monaten auch auf Atemkalk, weil in der Heizperiode einfach zu wenig gelüftet wird.

    Gegen die Abdeckung des Beckens spricht erst mal nichts, nur musst Du Dir bewusst sein, dass die Sicherheit bei der Sauerstoffversorgung jetzt auf einen einzigen Punkt zusammenläuft, nämlich den Abschäumer verbunden mit der Rückförderpumpe. Fällt dieser aus geht der Sauerstoff relativ schnell herunter, besonders, wenn das Becken gut mit Korallen und Fischen bestückt ist und es Nacht wird. Notkonzepte wie eine Strömungspumpe gegen die Wasseroberfläche laufen dann auch ins Leere. Für den Fall würde ich einen Luftheber mit Sprudelstein bereit halten. Denke bitte auch daran, dass der Sauerstoffgehalt im Wasser geringer wird, je wärmer das Wasser ist. Gerade im Sommer ist also der Gehalt am geringsten, wenn es richtig heiß ist.

    Hallo Marco,

    alles nicht so wild! Deine erste Priorität bei so einer Analyse sollte immer sein, die Salinität korrekt einzustellen, alles andere kommt danach! Du brauchst da auch nicht so ganz zimperlich sein, schließlich würdest Du eine neue Koralle auch einfach ins Becken setzen, oder? Auch Fische oder Wirbellose verkraften das ganz gut, wenn die Schritte nicht zu groß sind. Ich würde es tatsächlich in zwei Schritten machen im Rahmen von Wasserwechseln.

    Ansonsten sind mir zwei Sachen aufgefallen, die ich als Prio ansehen würde:

    - pH-Wert: ist mit 8,01 einigermaßen in Ordnung, aber die Frage ist, wann die Probe genommen wurde, denn CO2-Gehalt ist schon ziemlich hoch, da könnte eventuell im Winter Atemkalk sinnvoll sein. Dies hilft auch mit dem allgemeinen Umsatz, so dass die Nährstoffe etwas mehr verbraucht werden.

    - Fluor: sollte im Verhältnis zu Jod und Brom stehen,ist hier mit 0,43 aber sehr niedrig. Wenn Du das noch über 1,0 bekommst wäre das auch für die Euphyllia eine gute Sache.

    Spurenelemente würde ich mich erst drum kümmern, wenn Du die obigen Sachen im Griff hast. Nähstoffe von unter 0,2 mg/l Phosphat und 20mg/l Nitrat sollten kein Problem sein, wenn die Korallen nicht gerade aus einem Minimal-Nährstoff-Becken kommen.

    PS: würde auch die Literzahl für das Becken bei FM eintragen, dann sind die Handlungsempfehlungen für Nachdosierungen auch sinnvoll.

    Das Buch ist im Augenblick leider nur gebraucht zu irren Preisen zu kaufen. Bei mir steht noch 26,80€ als Kaufpreis drauf, die vorhandenen Links führen auf gebrauchte Angebote für etwa 130€. Keine Ahnung, ob der Author eine Neuauflage plant oder der Verlag einfach keine Lust hat eine Neuauflage zu drucken.

    Hallo Oliver,

    ganz schwierige Sache, so etwas aus der Ferne zu diagnostizieren. Deiner Beschreibung nach dürfte es sich ziemlich sicher um eine Krankheit handeln und nicht irgendein Problem beim Becken oder der den Wasserwerten. Ohne eine vernünftige Diagnostik der Ursache der Tode ist es aber schwierig, einen guten Ratschlag zu geben.

    Die große Frage ist auch, wer eigentlich der Träger der Krankheit ist/war: die vorhandenen Fische im Becken oder die neu dazugekommenen Clownies. Insbesondere, wenn die Clownies Nachzuchten waren vermute ich eher, dass die bereits vorhandenen Fische Wildfänge waren, selbst eine gewisse Immunität gegen die Krankheit(en) haben aber trotzdem als Überträger der Krankheit dienten. Wildfänge haben eigentlich fast immer ein paar Parasiten mit an Board, gleichzeitig aber auch deshalb eine gewisse Abhärtung und Immunität gegen die Erreger.

    Gegen diese Erreger hat eine Nachzucht oft keine effektive Gegenwehr, sie haben keine Immunantwort dagegen und sind deshalb relativ hilflos gegen solche Erreger.

    Wenn der Erreger erst mal im Becken ist wird er solange unterschwellig im Becken etabliert bleiben wie Wirte im Becken sind. Deshalb wirst Du den Erreger erst dann los, wenn für lange Wochen kein Wirt mehr im Becken ist, also keine Fische im Becken sind. Rechne ungefähr mit 4-6 Wochen ohne Fische. Praktisch ist das sehr schwierung umzusetzen.

    Eine bessere Chance hättest Du in dem Fall mit Wildfängen, die ein ausreichend starkes Immunsystem mitbringen und hoffentlich besser gewappnet sind gegen den unbekannten Erreger.

    Definiere lange. Auch wenn der Threadersteller nur ein 125 Liter Becken hat. Du weißt ja nicht, ob er sich damit auch am Stück eine 200 Liter Tonne füllt und dann genug Vorrat hat für 4-6 Wochen. Fragen über Fragen.

    Hallo Oliver, langsam werden Deine Argumente albern. Soll ich das wirklich ernst nehmen? "Lange" ist, wenn die Zeit, die die Osmose zum Produzieren von gutem Wasser benötigt im Vergleich zur Zeit des Erzeugens von Reinwasser vernachlässigbar ist. Das Gegenteil wäre, wenn die Osmose jedesmal für ein Glas Wasser anspringt.

    Kern des Problems ist, dass das Harz weit schneller verbraucht wird, wenn die Osmose viele male für wenig Wasser verwendet wird.

    Hallo Oliver,

    überdimensioniert deshalb, weil für gutes Wasser die Osmose möglichst in einem Stück schön lange laufen soll. Wenn Du bedenkst, welchen Bedarf man bei einem 125l-Becken hat wirst Du schnell sehen, dass die Anlage kaum im optimalen Bereich angekommen ist, da ist der Bedarf bereits gedeckt. Es ist ähnlich wie ein Diesel, der nur für 2km Kurzstrecken gefahren wird.

    So einen Inline-TDS-Meter kann ich nur empfehlen, am besten einen mit wenigstens 2 Sonden, besser sogar noch drei, damit man das Leitungswasser, nach der Osmose und nach dem Harz messen kann. So kann man immer überwachen, dass die Osmose und das Harz richtig arbeiten.

    Um das ganze noch zu optimieren, habe ich einen Umschalter zusätzlich eingebaut, der das Wasser erst dann durch das Harz schickt, wenn die Osmose ausreichend gespült ist, dafür ist das TDS ausschlaggebend. Am Anfang muss die Osmose erst freigespült werden, diese höhe Ionenlast möchte ich natürlich nicht durch das Harz schicken.

    Ich bereite immer alle zwei bis drei Wochen Wasser auf:

    - 100l Tonne für Wasserwechsel füllen (sollte aus den bereits befüllten 20l-Kanistern geschehen)

    - dann Wasserwechsel durchführen

    - In der Zeit 6 20l-Kanister befüllen

    - und Nachfüllbehälter der Becken befüllen

    - 100l-Tonne nach Wasserwechel direkt neu befüllen für die nächste Woche wenn möglich

    So sieht mein Idealplan für die Osmose aus, dann habe ich tatsächlich genug für fast drei Wochen. Dann habe ich aber auch 250-350l aufbereitet, und das dauert eben.

    Genau deswegen sollte das Osmosewasser NULL sein. Du weißt nicht, was sich dahinter verbirgt. In diesem Fall ist der Harzfilter zu klein, zu schnell beströmt oder das die Membran taugt nichts.

    Es gibt noch einen wahrscheinlicheren Fall: die Harzfüllung ist zu locker in der Patrone, deshalb findet das Wasser einen Weg um das Harz herum und wird nicht gezwungen, durch das Harz zu sickern, wie es eigentlich sein soll. Das würde dann auch einen Wert ungleich Null erklären.

    Ich habe nur eine 3l-Säule hinter der Osmose, und da ist alles schön nicht nachweisbar. Nach der Erweiterung der Osmoseanlage wirst Du in der nächsten ICP-Total (oder einer dedizierten Osmose-ICP) sehen, ob und was noch durchkommt.

    Ich gehe jetzt mal davon aus, dass Du das nötige Werkzeug (die Drehschlüssel zum Verschrauben der Filter) hast, denn früher oder später wirst Du das Harz tauschen müssen.

    Alle Korallen, die robust sind und sich selbst vermehren können haben das Potential zur Plage. Das gilt selbst für Montipora, wenn man sie zwischen langsamer wachsende Acropora setzt. Ist halt etwas relativ, was eine Plage ist.

    Bei mir mit hohen Nährstoffen war sie vor Jahren mal tatsächlich zur Plage geworden, weil sie dem Licht entgegen gekrochen war und dabei die dort angesetzten SPS niedergemacht hat. Als Anemone sucht sie sich ihren Standort selbst, so habe ich sie quer durch das Becken verstreut aufgefunden. Gar nicht so einfach, die Biester vom Gestein zu lösen. Du kannst sie aber ähnlich wie Glasrosen notfalls totspritzen.

    Nesselkraft ist eher mittel, aber sie decken andere Korallen einfach ab.

    Sie sind definitiv ein Hingucker und sehr interessant zu beobachten, besonders als Paar. Allerdings nicht ganz kompatibel mit SPS-Korallen, da sie dort gerne Flecken freibeißen für ihr Gelege. Da sind ein paar dicke Turbo fluctuosus vielleicht noch besser als Nährstoffproduzenten.

    Ja, sie ist ziemlich überdimensioniert, ich habe für mein 800l-Becken eine 400GPD (macht ungefähr 40l Reinwasser pro Stunde effektiv), damit erzeuge ich in einer Session ungefähr 250-300l und komme damit dann etwa zwei Wochen hin. Damit sie effektiv läuft sollte eine Osmose relativ lange am Stück laufen, bei mir läuft sie dann ungefähr 8 Stunden am Aquarientag.

    Aber vielleicht plant der gute ja eine absehbare Erweiterung auf 500l oder so, dann würde es wieder Sinn ergeben. (^-^)

    Zink:

    Wir haben die Arka myAqua 1900 Osmoseanlage. Ist diese nicht normalerweise ausreichend?

    Und im Osmosewasser wurde Zink mit 8 und im Meerwasser bei 20 gemessen. Wird es durch regelmäßigen wasserwechsel nicht auf 8 dann auch sinken oder verstehe ich etwas falsch?

    Deine Überlegung ist grundsätzlich richtig, aber unvollständig, weil Du vergessen hast, dass vor allem über die Verdunstung eine Anreicherung stattfindet, deshalb ist die Konzentration von Zink im Becken deutlich über dem Gehalt des Osmosewassers und wird demnächst weiter steigen. :winking_face:

    Setze einen kleinen Topffilter mit Harz dahinter und es sollte funktionieren. Kontrollierst Du die Osmoseanlage über einen Leitwertmesser? Das Harz erschöpft sich im Laufe der Zeit und muss ab und zu ersetzt werden. Ein günstiger Inline-TDS-Meter ist zur Überwachung sehr hilfreich.

    Eine weitere kleine Sache:

    Auf dem letzten Foto Deines Beckens habe ich gesehen, dass die Wasseroberfläche sich mit einem Bakterienfilm angereichert hat, der sogenannten Kahmhaut. Dies behindert den Gasaustausch des Beckens mit der Luft und blockiert auch einen guten Teil des Lichts, das eigentlich für die Korallen gedacht ist. Ohne Überlauf für ein Technikbecken würde ich einen Oberflächenabzug reinsetzen wie den Eheim Skim 350 oder ähnliches. Den muss ich auch bei mir im kleinen Becken verwenden, um die Bildung der Kahmhaut zu verhindern.

    So sammelt sich ein kleines Gerätchen nach dem anderen an, auch bei kleinen Becken. So ist das leider bei der Meerwasser-Aquaristik. :loudly_crying_face: