Beiträge von Sandy Drobic

    Das Wasser für die ICP ist morgen um 7:30 Uhr entnommen worden. Dass mein PH eher immer im neidrigen Bereich ist weiß ich. Belüftung von außen geht ledier nicht aufgrund Wohnsituation. Atemkalk wäre möglich, wäre für mich aber die letzte Wahl, weil im Technikschrank eh schon kaum Platz ist. Hab jetzt mal als erste Variante die Abdeckung von meinem Becken runter, das sollte gut helfen. Ich werde mir auf alle Fälle so einen PH Monitor kaufen und dann dementsprechen schauen, ob ich was dagegen machen muss.


    Ich Dosiere aktuell tatsächlich mit All for Reef + Zusätzlich KH von Balling, weil mehr KH als Kalzium und Magnesium verbraucht wird (steht so in der All for Reef Anleitung) + jeden Tag 3ml Jod. Grundsätzlich passen meine wichtigsten Werte eigtl immer, wenn ich messe.

    Temperatur und pH-Wert wird bei mir laufend angezeigt und hat mir teilweise schon sehr wichtige Hilfe gegeben. Das mit dem abgefüllten Technikschrank kenne ich leider ebenfalls.

    Ca ist bei FM im Vergleich zu kH etwa 1:4-1:5 zu dosieren in einem Steinkorallenbecken. Ich habe bisher einen 10l-Kanister verwendet und steige morgen auf einen 19l-Kanister um, damit ich endlich wieder einen guten Monat Ruhe habe.

    Eventuell kannst Du direkt auf Balling light von FM umsteigen. Für mich war das Hauptargument, dass ich die ganzen Zusatzdosierungen alle mit in die Kanister kippen konnte und nicht mehr täglich zig verschiedene Spuris dosieren musste.

    Das Bild sieht im Editor wirklich mies aus, mal sehen wie es im Beitrag dann letztendlich aussieht.

    Hallo Marco,

    da ist ja einiges zu tun bei Dir. Aber mal in der Priorität abgeklappert:

    Dichte ok, das ist viel wert. Wenn dann noch Temperatur, Strömung und Licht ok sind ist das wichtigste geschafft.

    - erster Knackpunkt ist der pH-Wert, der ist mit unter 8 sehr niedrig, zusätzlich der relativ hohe Kohlendioxidgehalt deutet in Richtung unzureichende Frischluft für das Becken. Wenn das morgens war bei geschlossenem Fenster und danach dann das Fenster geöffnet wird und Durchzug herrscht könnte man es noch gelten lassen. Aber ich würde hier eine pH-Wertmessung morgens und abends immer wieder zur Kontrolle machen. Bei mir läuft dafür ein günstiger pH-Monitor von Aqua Medic dauernd. Für schnelle manuelle Messungen reicht im Anfang auch der günstige Arka MyAqua pH-Monitor, das sind etwa 20€. pH und Temperatur laufen bei mir dauerhaft, damit ich immer sofort sehen kann, ob die Werte in Ordnung sind.

    In meinem anderen Becken habe ich ein Problem mit der Lüftung, die funktioniert da einfach nicht richtig. Da konnte ich nur mit Atemkalk den pH-Wert in den richtigen Bereich heben. Der pH-Wert ist für Deinen Fall ebenfalls relevant, da Algen profitieren von niedrigen pH-Werten und Korallen darunter leiden. Eine Ansaugung der Luft für den Abschäumer von außen würde ebenfalls helfen.

    Bor, Fluor, Jod, Vanadium sind ebenfalls deutlich zu niedrig und helfen den Korallen, sich gegen Infektionen zu wehren. Diese Werte würde ich als Prio anheben. Bei so niedrigem Jodwert reicht es nicht, einmal auszugleichen, da wirst Du täglich noch etwas hinzugeben müssen, bis der Wert zumindest bei 50µg/l landet bei Jod. Ich habe am Anfang auch kräftig pro Tag zudosiert.

    Die Nährstoffe sind im Ungleichgewicht. Nitrat ist in Ordnung, aber Phosphat deutlich zu niedrig. Am Anfang agiert das Gestein und der Sand als Phosphatadsorber, das ist leider oft so. Bei mir kommen bei wenig Phosphat im Verhältnis zu Nitrat immer gerne Cyanos, bezogen auf Verhältnis 1:100 bei Phosphat:Nitrat.

    So niedrig würde ich durch Futter ergänzen und eventuell noch Phos-Feed als partikuläres Futter. Phosphat direkt zu dosieren habe ich vorwiegend schlechte Erfahrungen mit gemacht.

    Die dynamischen Elemente sind ebenfalls deutlich zu wenig, gerade Nickel und Zink ist bei SPS schnell spürbar, wenn zu wenig vorhanden ist.

    Barium ist schon sehr hoch, ich würde alles zusammen mit einem 30%igen Wasserwechsel allesamt etwas geraderücken als allererste Maßnahme.

    Dann schauen, was beim pH-Wert machbar ist, ob Ansaugung von außen oder Atemkalk vor dem Abschäumer.

    Als drittes dann die fehlenden Elemente ausgleichen.

    Welches System verwendest Du zur Aufrechterhaltung der Wasserwerte?

    Der Fuchs kann zumindest sehr gut zwischen meiner Mutter und mir unterscheiden, wie wir festgestellt haben. Auch die anderen Fische waren deutlich scheuer.

    Inzwischen habe ich einige Illusionen über Fische verloren. "Stumm wie ein Fisch" ist auch nur eine Redensart von Leuten, die keine Fische kennen. Insbesondere meine Chromis sind echte Rabatzbrüder, die sich lautstark bemerkbar machen.

    Eine ähnliche interessante Frage wäre "Wie lange grollen Fische bei schlechten Erfahrungen". Als ich meine Fische aus dem 500l Becken in das 800l Becken umsetzte war das natürlich mit ziemlich Stress verbunden und ein Schock für die Fische. Mich hatte es etwas verblüfft, dass der Fuchs etwa 2-3 Wochen später bereits wieder zu meiner Hand geschwommen kam um seine Fastfood-Mahlzeit einzufordern. Das hatte er bereits im alten Becken gemacht und kam nach kurzer Eingewöhnung im großen Becken wieder zurück.

    Die Jagd begann, allerdings war recht schnell Schluss damit, der Chelm war unbeeindruckt und pickte weiter. Kurzum: es gab keine Probleme, die beiden werden keine Freunde, aber akzeptieren sich.

    Ich würde es eher ausdrücken als "sie ignorieren sich" da ihre Lebensweise sich kaum schneidet. Mein Chelmon ist auch robust und federt Attacken vom Chromi, wenn er gerade mal wieder auf Krawalltour ist, auch gelassen ab. Meine Erfahrung mit dem Versand von Fischen war bisher ebenfalls nicht sehr berauschend. Wann immer möglich würde ich auch den Kauf vor Ort empfehlen. Dann sieht man das Verhalten des Fisches vor Ort.

    Kommt auf die Insassen an. Einige bevorzugen kühlere Temperaturen und kommen gut mit 22-23°C zurecht, viele andere bevorzugen eher 25-27°C und schwimmen auch gerne in sonnenbeschienene Bereiche, wo die Temperatur hoch geht. Auch viele Korallen sind bei 27°C sehr zufrieden.

    Große Schwankungen jenseits des Bereichs 23-27°C können schon zu Wachstumseinschränkungen führen.

    Bei mir geht die Heizung erst ab 23°C an, Hitze wird mit dem Klimagerät gesenkt und ich bekomme es direkt als erster mit, wenn es zu heiß wird. .:-((

    Das ist wirklich übel! Üblicherweise läuft mein mobiles Klimagerät und kühlt den Raum etwas runter. Das reicht, damit dte Temperatur im Becken normalerweise nicht zu hoch geht. In der Nacht hat es dann Gelegenheit, wieder runterzukühlen.

    Donnerstag habe ich einen Wasserwechsel mit frischem Osmosewasser gemacht mit 19°C, das hat das Becken ebenfalls um 0,7°C runtergekühlt. Nicht viel, aber alles zählt inzwischen.

    Wenn alle Stricke reissen muss es eine Lüfterreihe richten, die über Verdunstungskühlung arbeitet. Sehr laute und nicht sehr gute GHL-Lüfter.. Da werde ich mir was besseres basteln müssen.

    Durchlaufkühler sind zu teuer, ich kann die Abwärme auch nicht nach draußen abgeben, das bringt mir nichts.

    Hallo Joe,

    zumindest konnte ich es mir nur so erklären, dass so ein massiver Befall in wenigen Stunden so deutlich sichtbar war. Wenn der kleine Kaiser jetzt frei bleibt hängt es zumindest deutlich mit Stress zusammen. Bisher sieht es gut aus. Er blieb auch der einzige Fisch, der diese Symptome aufwies.

    Gar nicht so einfach! Grober Korallenbruch wird aufschwimmen und als Detritusfalle dienen, da lagert sich dann der ganze Schmodder am Rand der groben Bruchstücke ab. Wenn Du Tiere hast, die auf feinen Sand angewiesen sind, kannst Du das auch nicht einfach durch deutlich grobere Korngrößen ersetzen. Möchtest Du den Sand teilweise im Rahmen von Absaugungen ersetzen?

    Bei einem Blaustreifen-Samtkaiser bin ich doch schwachgeworden. Hat zuerst als Stressreaktion vom Transport heftig Krätze bekommen, ist inzwischen aber deutlich besser drauf. Ist eine Nachzucht, die ich zuerst gar nicht so prickeld fand nach meinem ersten Nachzuchtkaiser, der nach nur wenigen Tagen direkt gestorben war.

    So sah er wenige Stunden nach dem Einsetzen aus. Das hatte ich noch nie so heftig gesehen. Transport und das neue Becken wo er einer der kleinsten ist, haben ihm doch heftig zugesetzt. Anmerken lies er sich aber nichts, er schwamm normal, zum Glück keinen Stress mit dem vorhandenen Bestand.

    Kurze Rückfrage bei Nautilus, wo ich ihn bestellt hatte, UVC lief, sogar mit neuer Röhre, Ozon am Tag danach mit zugeschaltet und das Futter aus allen Sorten zusammen zusätzlich mit frisch gepresstem Knoblauch und einem Löffel Multisanostol ohne Zucker ziehen lassen.

    Inzwischen hat er sich deutlich beruhigt und der Ausschlag deutlich nachgelassen, praktisch nicht mehr vorhanden. Heute ist Tag 8 nach Ankunft.

    Wie es sich für einen Kaiser gehört beisst er sich kreuz und quer durch die Korallenlandschaft. Zum Glück ist er noch recht klein und die Korallen hatten ein Jahr Zeit zu wachsen. Solange er sich nicht auf eine Koralle konzentriert sollte es machbar sein.

    Wie stark er leuchtet sieht man auf diesen Fotos leider nicht. So langsam sollte ich die Scheiben putzen, das habe ich zur Stressminderung des neuen Kaisers erst mal alles aufgeschoben.

    Bisher fügt er sich gut ein in die Fischgemeinschaft. Nur Schwämmer werden von ihm etwas harsch behandelt. Er muss es wohl am Geruch gemerkt haben, dass dies für ihn eine natürliche Mahlzeit ist.

    Ich dachte schon, dass der Schwamm auf einmal so seltsam aussah, guckte genau hin und habe die Spuren des Gemetzels gesehen. Den hat der Kaiser echt niedergemacht. Den Roten Schwamm hat er nur kurz angenippt, der behagte ihm wohl nicht so sehr.

    Er beisst sich im Augenblick durch das Aquarium. Immerhin zeigt er keine Krätze mehr.

    Ich hätte eher vermutet, dass vielleicht mein neuer kleiner Kaiser sich an den treibenden Happen versucht, aber bisher nichts, nur Korallen und natürlich der Schwamm, obwohl es ein Nachzuchtkaiser sein soll, der nie Korallen oder Schwämme gesehen hat.

    Neosynchiropus ocellatus scheint auch nicht interessiert, der krebst auch mehr am Boden herum.

    Irgendwie ist es schon faszinierend, die kleinen Schlangensterne so rumschweben zu sehen. Ich muss immer an den Song "I Believe I can Fly!" denken bei dem Anblick, wenn sie mit weit ausgebreiteten Armen so in der Strömung schweben. Dachte bisher immer, dass dies eher ein Himmelfahrtskommando sei, aber es gibt wohl nur wenige Fische, die sich an ihnen vergreifen.

    Ja, gibt nur wenige Fische, die mit Artemianauplien hochgezogen werden können, meist müssen es erst deutlich kleinere Futtertiere sind. Wenn Du Glück hast erkennt dieses Zooplankton die kaufbaren Phytoplanktonmischungen als Futter an, meist musst Du jedoch erst gutes Phytoplankton züchten, um die Futtertiere zu versorgen. Nannochloropsis salina reicht dafür nicht, das macht die ganze Nachzucht leider sehr aufwändig, weswegen dies nur wenige machen.

    Suche ruhig nach Nachzuchtberichten von Riffbarschen und welche Futtertiere sie für die Aufzucht verwendet haben. Vielleicht kannst Du etwas finden und hast Glück. Mehr als schiefgehen kann es ohnehin nicht, daher versuche es ruhig. Ansonsten wird der frisch geschlüpfte Nachwuchs als Futter enden. Im Becken selbst hat er keine Chance.

    Beim Betrachten des Beckens sind mir jetzt häufiger kleine Schlangensterne aufgefallen, die sich offenbar mit der Strömung durch das Becken treiben lassen um neue Gebiete zu erreichen. Dabei verwundert mich, dass bisher keiner meiner Fische diese Gelegenheit nutzt für einen schnellen Snack. Normalerweise wird alles, was im Wasser treibt, von den Fischen eingehend auf Fressbarkeit untersucht.

    Diese kleinen Schlangensterne sind ja in vielen Becken zuhause, da müssten eigentlich einige Beobachtungen vorhanden sein, ob diese Schlangensterne für die Fische unappetitlich sind odr meine einfach nicht begriffen haben, was da für sie verfügbar ist.

    Ist eher Wunschdenken aus der Perspektive. Zumindest auf dem Foto ist kaum etwas erkennbar.

    Das 20l-Becken ist bestimmt zu groß für einen Zuchtversuch, da Du dort kaum die notwendige Futterdichte erreichen kannst. Ein kleiner 2-3l Pott wäre besser. Der Knackpunkt für die Aufzucht ist das richtige Lebendfutter. Dieses über längere Zeit zu züchten ist meist die eigentliche Schwierigkeit.

    Wenn Fische bereits tot ankamen dürfte das schon ein deutlicher Hinweis sein, dass auch die übrigen Tiere in Mitleidenschaft gezogen sein dürften und dies eine Folge des schlechten Transports war.

    Bei guter und richtiger Verpackung mit genügend Sauerstoff und Wasser und richtiger Temperierung sollten die Fische auch eine Reise von zwei Tagen überstehen, sonst kämen keine Transporte aus Indonesien oder Australien hier lebend an.

    Am Sendungsverlauf solltest Du ja sehen können, wann sie vom Logistikunternahmen angenommen und bei Dir dann abgegeben wurden. Ich hatte allerdings auch den netten Fall, dass ein Fisch bei mir per Go geliefert wurde, der Auftrag am Liefertag weiterhin "in Bearbeitung" stand, ich keine Sendebestätigung oder Tracking bekam und der Bote dann um 12 Uhr morgens bei mir auf der Matte stand. Zum Glück nichts passiert mit dem Fisch. Sollte nicht so laufen, passiert aber leider immer wieder und jedes mal ärgerlich und Stress auf allen Seiten.

    Tote Tiere bei Ankunft am besten direkt ungeöffnet Foto machen und melden.

    Dann lieber ganz auf Anpassung verzichten und die Fische einfach einsetzen (ohne Transportwasser). Das ist bei längeren Transporten noch besser als eine Anpassung mit Transportwasser. Beutel für 20 Minuten ins dunkle Technikbecken hängen für Temperaturanpassung und dann einfach rein ins Becken.

    Wenn ich über Nacht einen Fisch bekomme hat das Wasser einen pH-Wert von 7,3-7,6 und Ammonium ist noch nicht wirklich kritisch. Da ist eine kurze Anpassung ausreichend und nach 20-30 Minuten kann der Fisch ins Becken entlassen werden.

    So wurde es mir auch z.B. von White Corals explizit empfohlen. Offenbar ist der Händler davon ausgegangen, wenn dieses Hintergrundwissen nicht vorhanden ist, lieber so kurz wie möglich als ein langer Vergiftungsprozess.

    Aber wie heißt es so schön: vertrauen ist gut, messen ist besser! Also Salinität messen, manche Fischanlagen werden auf sehr niedriger Saliniität betrieben, da dauert die Anpassung dann besser etwas länger. pH-Wert ist eine gute Methode die Zeit des Transports abzuschätzen. Wenn der Händler morgens direkt die Fische in den Beutel steckt, abends erst an das Logistik-Unternehmen übergibt und dieser dann erst am nächsten oder gar übernächsten Tag die Lieferung übergibt kannst Du teilweise heftige pH-Werte messen im Transportwasser.

    Bei einem pH-Wert unter 7 im Transportwasser würde ich auf langen Transport umschalten und Ersatzwasser für das Umsetzen vorbereiten. Das Arka MyAqua pH-Messgerät ist sehr billig und ausreichend genau, damit kann man den pH-Wert gut messen. Salinität zusätzlich messen reicht für die Bereitstellung von Ersatz-Umsetzwasser.

    Ich kaufe selten Fische im Internet, auch weil ich die Fische lieber vorher sehe möchte und zeigen lasse, wie sie Futter aufnehmen. Bin auch immer froh, wenn ich etwa bei Joe sehe, wie sie im Korallenbecken rumwuseln, weil ich dann weiss, dass zum einen die Salinität und Wasserwerte normal sind, ich keine große Anpassung vornehmen muss und zum anderen die Fische nicht mit starken Medikamenten behandelt werden. Sind sie im reinen Fischbecken lohnt es sich nach Salinität und Medikamentierung zu fragen. Meist haben sie dann eine Salinität von 30-32, teilweise sogar noch weniger.

    direkt nach Ankunft umgesetzt, schubweise ca 3x Wasser zugeführt

    Bei einem normalen Übernacht-Transport ist das auch völlig in Ordnung und gut. Leider ist es bei einem längeren Transport keine gute Idee. Bei einem längeren Transport sammelt sich eine Menge Kohlendioxid durch die Atmung der Fische an. Gleichzeitig wird durch Atmung und Koten auch einiges an Ammonium ins Wasser abgegeben. Beim Übernacht-Transport ist dies noch nicht im kritischen Bereich, aber bei längerer Dauer führt dies zu signifikanter pH-Absenkung und einem deutlichen Ammoniumgehalt.

    Solange der pH-Wert deutlich abgesenkt ist, bleibt das Gleichgewicht Ammonium zu Ammoniak zugunsten des wesentlich weniger toxischen Ammoniums, aber wenn beim Angleichen mit Beckenwasser der pH-Wert angehoben wird, wandelt sich ein Teil des Ammoniums in das sehr giftige Ammoniak um und vergiftet dann die Fische.

    Deshalb ist es bei längeren Transporten ratsam, zuerst Salinität, Temperatur, pH-Wert und wenn vorhanden Ammonium im Transportwasser zu messen, dann im Umsetzbehälter Salinität, Temperatur und mit Sprudelwasser pH-Wert anpassen und die Fische dann direkt aus dem Transportwasser in den Umsetzbehälter zu transferieren (ohne Transportwasser). Jetzt kann normal wieder an das Beckenwasser angeglichen werden. Das ist in Kürze die Oceamomethode für die Angleichung, wenn der Transportweg zu lange dauerte.

    Ich habe den Verdacht, dass der zu lange Transport die Tiere stark geschwächt und geschädigt hat. Dass bereits Tiere bei Ankunft tot waren deutet sehr stark darauf hin. Zusätzlich könnte es sein, dass durch die lange Zeit mit der entsprechenden Anreicherung von Ammonium und Kohlendioxid das Problem bei der Anpassung noch verstärkt wurde.

    Habt ihr die Tiere nach der Oceamo-Methode angepasst oder normal mit Beckenwasser allmählich angepasst?

    Generell ziehe ich gerade bei Tieren den Gang zum Händler ebenfalls vor, kann aber verstehen, dass dies nicht immer möglich ist, wenn die Strecke zu lang wird.

    Gib ihm ein paar Tage, wenn es sich nicht bessert würde ich ihn umsetzen, und dort direkt auch etwas Lebenfutter für ihn präsentieren. Lebende Rote Mückenlarven, Artemia, Mysis, eine frische geknackte Miesmuschel, egal was, er muss erst mal fressen. Solange er aber nicht mal neugierig wird, wie die Gegend aussieht, wird er wohl auch nicht fressen.

    Die neue Umgebung mit anderem Milieu und Geruch kann ihn dann auch aus dem Schock rausholen, wenn es im großen Becken nicht besser wird.

    Die Grenzwerte, die bei ICP-Analysen genannt werden, sind meiner Meinung nicht wirklich wissenschaftlich belegt.

    Ich denke das ist ein anhaltender Prozess, der vor allem auf Beobachtung fußt. ICP-Analysen auf breiter Front, so dass ein vernünftige Datenbasis zusammen kommt gibt es ja erst seit relativ kurzer Zeit. Wissenschaftliche Studien dazu dürfte es relativ wenige geben. Wenn dann eher wohl in Ländern, wo dies eine kommerzielle Bedeutung hat.

    Hallo Sandy , vom fressen sind wir noch weit entfernt. Er traut sich aktuell ja nichtmal zu schwimmen. In der Box sitzt keiner mehr. Beide im TB. Ich werde den Chelm aber direkt umsetzen so wie Hajo schrieb. Frage ist nur noch wie lange wir mit der erneuten Zusammenführen warten sollen.

    Der Doktor ist ein nigricans.

    Dass der Chelmon erst mal direkt und massiv Prügel bezogen hat und jetzt voll verstört ist kann man nur einen sehr schlechten Anfang nennen. Der brauchst jetzt wirklich Ruhe und die Möglichkeit, ans Fressen zu kommen. Wenn das nicht klappt gib ihn lieber wieder ab, solange der Chelmon noch bei Kräften ist. Ich hatte das Glück, dass der Chelmon wieder zurückgenommen wurde als er nach einer Woche bei mir nicht vernünftig gefressen hat bei der Staubsauger-Rockerbande als Kollegen.

    Eine weitere Möglichkeit sehe ich noch: Du hast noch das kleine Becken, da dürfte er ganz anders zur Ruhe kommen. Zumindest für den Übergang bis er frisst und sich erholt hat wäre das noch eine Möglichkeit. Ist zwar viel zu klein für auf Dauer, aber für den Übergang als Eingewöhnungsbecken viellicht möglich. Hat das Becken einen Abschäumer? Mein Chelmon hat auf zu wenig Sauerstoff bei Abdeckung etwa relativ schnell reagiert.

    Beim Chelmon ist zusätzlich noch das Problem, dass er deutlich langsamer frisst als der Doktor, wenn er überhaupt Futter aus der Wassersäule nimmt. Mindestens für die Zeit der Eingewöhnung und um zu sehen, ob er wirklich ausreichend Futter aufnimmt braucht er erst mal die Zeit, das Futter überhaupt wahrzunehmen, zu begutachten und dann zu fressen.

    Wenn er dann noch Staubsauger wie Doktoren, Fahnenbarsche oder Riffbarsche als Futterkonkurrenz hat wird es für ihn nicht leicht. Besser den Acanthurus (welcher eigentlich?) erst mal in der Box lassen, damit der Chelmon zur Ruhe kommt, das Becken kennen lernen kann und sich alle aneinander gewöhnen können.

    Hallo Peter,

    kann es sein, dass die Pumpe die Schwingung über die Wand/den Boden weitergibt und dies nur nicht richtig zugeordnet wird? Ich habe das häufige, dass ich beim Becken nicht wirklich orten kann, wo der Rabatz von welcher Pumpe herkommt und ich systematisch die Pumpen abschalten muss, um den Verursache zu finden. Bei mir ist die Osmose in einem Gestell rollbar angebracht und ich setze es meist auf den Teppich im Bad, um die Schwingungen zu dämpfen.

    Teste erst mal, ob die Beobachtung des Nachbarn, dass es über die Wasserleitung übertragen wird, auch wirklich stimmt. Ich glaube da nicht wirklich dran.

    Mein Becken läuft auch BareBottom und im Augenblick habe ich ebenfalls viele Schwebestoffe, aber ich denke, ich kenne den Verursache bei mir sehr genau. Bei mir dürfte es der Belag an der Rückwand sein und nicht abgesaugte Detritus-Ecken. Hatte ich gerade noch gesehen, als mein fetter Fuchs über eine Detritus-Sammlung geflitzt ist, da bildete sich ein kleiner Wirbel mit Partikeln.

    Mir ist das ehrlich gesagt ziemlich schnuppe, da bricht mir kein Zacken aus der Krone. Sollte es Dich zu sehr stören würde ich empfehlen, die Scheiben gut zu putzen und bei einem großen Wasserwechsel einmal gründlich Technikbecken und Schaubecken von Detritus zu befreien. Dann sollte der Großteil der Schwebestoffe schnell verschwinden. Bei mir ist nur die Frontscheibe geputzt, der Rest ist für Schnecken und andere Algengraser.

    Wo gesagt? Sehe ich hier nicht!

    Du kannst überall Detritus-Ablagerungen erwarten, wo die Strömung abgebremst wird und es Strömungshindernisse gibt, die die Möglichkeit bieten, dass sich Detritus dort sammeln und anreichern kann. Zwischen den Krustenanemonen hatte sich bei mir eine enorme Menge an Detritus angesammelt. Ebenso auch im Technikbecken, wo es ruhige Zonen gibt. Bei mir haben sich da auch viele Kalkröhrenwürmer eingefunden, zwischen denen sich wiederum Detritus ablagerte. Ähnlich auch im Ablaufschacht.

    Bei mir hat sich dies in einer direkt messbaren Verringerung des Nitratwerts bemerkbar gemacht, dass ich so viel Detritus entfernt hatte, und ich bin noch nicht durch.

    Steht bei mir ja bereits. (^-^) "und von Pumpen und Tieren aufgewirbelt"

    Wenn mein fettes Fuchsgesicht mal Gas gibt wird immer einiges an Dreck aufgewirbelt. Im Sand ist natürlich immer einiges drin. Hat ja seinen Grund, warum empfohlen wird, den Sand außer einer Animpfmenge nicht mit in ein neues Becken zu nehmen.

    Apropos "klares Wasser". Da sind bei mir drei Faktoren für verantwortlich, wenn Schwebestoffe im Wasser sind. Zum einen Detritus, der sich ansammelt und von den Pumpen und Tieren aufgewirbelt wird und zum anderen Algen- und Bakterienbewuchs, der wuchert und sich immer wieder löst und im Wasser rumschwebt. Ich habe gerade ein enormes Wachstum an den Scheiben, weil ich etwas mit den Nährstoffen arbeite. Und als letztes eine funktionierende UVC-Lösung, welche auch Schwebstoffe bekämpft. Ozon und Aktivkohle kann da auch helfen.