Beiträge von Sandy Drobic

    Hallo Klara,

    entscheidend sind die kritischen Werte, wenn die Korallen so schlecht stehen. Alles andere kann erst mal aufgeschoben werden.

    Deiner Beschreibung nach dürfte der pH-Wert deutlich zu niedrig sein, denn so wenig Lüften reicht in einem Zimmer nicht, wo sich Menschen aufhalten. Etwa alle zwei Stunden muss ich 5-7 Minuten bei mir lüften, wenn die Terassentür zu ist. Zum Messen des pH-Wertes ist so ein günstiges 20€-Gerät wie der Arka MyAQua pH-Meter ausreichend und allemal eine sinnvolle Investition. Wenn hier unter 8 angezeigt wird nach Beginn der Beleuchtung würde ich Atemkalk vor den Abschäumer setzen. Notfalls reicht eine Colaflasche, deren Boden gelöchert wird und mit einem 6mm Luftschlauch verbunden ist zum Abschäumer.

    Ob Technikecke oder Technikbecken, der Zweck ist der gleiche, nur hat man mehr Platz im Technikbecken. Wenn ein Abschäumer läuft sollte zumindest genügend Sauerstoff im Wasser sein und ein Oberflächenabzug laufen.

    Wenn jetzt noch ausreichend NÄhrstoffe im Wasser sind und kH-Wert passt ist das wichtigste vorhanden.

    Zu viel ist immer schlecht, deshalb lieber unter pH 8,4 bleiben. Die Phosphatlösungen gehen gerne in Depots ein, weswegen ich sie auch nicht so mag. Partikuläres Phosphor kann von Korallen aufgenommen werden, ohne die Wasserwerte zu steigern. Um zu sehen, ob die Korallen ausreichend versorgt sind müssten sie aber zuerst mal halbwegs gut stehen, was jetzt nicht der Fall ist.

    Affenhaar und Zoas kommen mit den meisten Lichtwerten aus, da sollte es keine Probleme geben, wenn die Beleuchtung etwas reduziert wird. Wenn möglich kannst Du bei Gelegenheit auch mal ein ParWise- oder Quantum-Meter zum messen ausleihen um das zu prüfen.

    Wenn Du dieser Messung trauen kannst ist das völlig in Ordnung, ich würde das mit einer guten Referenz mal überprüfen. Oder eben einem ICP-Test, der auch Parameter wie kH und pH zusätzlich abcheckt.

    Bei Deinem Yeti-Fell, dass sich über fast alles zieht, sieht das nach einem Mischbefall aus. Das rote sind eindeutig Cyanos, die sich auch gut absaugen lassen sollten. Das braune könnte eine Mischung von Dinoflagellaten und Kieselalgen sein. Oft ist das "Grundgerüst" dieser Fäden Algen, über die sich Cyanos und Dinos ziehen und die dann fest sind.

    Was genau Du dagegen machen kannst hängt nun auch von den Belägen ab. Die Cyanos breiten sich über alles aus, was sich nicht stark genug wehren kann und sind meist bei einem Ungleichgewicht der Nährstoffe zur Stelle. Abweichend von 1:100 im Verhältnis Phosphat zu Nitrat, wobei beides gut nachweisbar sein sollte.

    Kieselalgen benötigen als Grundlage Silikat, das bei erschöpftem Harz hinter der Osmose sich anreichert. Dinoflagellaten treten gerne bei Strahlungsstress der Korallen auf, wenn die Korallen die Symbionten aufstoßen, weil zu viel Licht für die Koralle kommt.

    Wenn der Phosphatwert so niedrig ist wie Du sagst ist es nicht gut, den kH so hoch zu jubeln, dann sollte der kH nicht über 7,5 sein.

    Wissensdatenbank - Fauna Marin
    www.faunamarin.de

    Schau Dir mal den Punkt "Karbonat - P Relation" an.

    Ich würde als erstes einen guten Wasserwechsel machen und die Beläge so gut wie möglich absaugen, dann auf genügend Phosphat und passenden kH achten, im Zimmer gut und häufig lüften, die Oberfläche gut beströmen für einen guten Gasaustausch und das Licht und Osmosewasser noch mal einer Prüfung unterziehen.

    Du hast "keine Fische" und nichts von einem Abschäumer erwähnt. Ich vermute deshalb, dass der pH-Wert jetzt in der Heizperiode abgesackt ist, was Algen deutlich bevorzugt und Korallen eher behindert. Wenn der pH-Wert tief genug fällt tut sich nichts mehr beim Korallenwachstum, was auch den stagnierenden Verbrauch erklären würde.

    Du kannst das mit einem günstigen Arka MyAQua pH-Meter schnell testen, ob der pH-Wert wie vermutet im Keller ist.

    Gegenmittel in dem Fall wären besser Lüften, Kalkwasser, Atemkalk (vor Luftansaugung des Abschäumers).

    Für ein kleines Becken reicht auch meist eine Einkanal-Lösung mit All4Reef und ähnliche Sachen, wenn man regelmäßige Wasserwechsel macht. Eine alte Grotech-Dosierpumpe verwende ich z.B. auch für die Wassernachfüllung am kleinen Becken.

    Die Chihiro ist eher für Süßwasser vorgesehen, wie man auch am Edelstahl-Halter merkt. Kannst es vielleicht mit Klarlack einsprühen als Rostschutz.

    Hallo Chris,

    den kH-Wert habe ich schlicht vergessen, gut, dass Du ihn noch einmal explizit erwähnst. Tatsächlich kann gerade am Anfang öfter ein kH-Verbrauch festgestellt werden, denn Alkalinität wird von praktisch allen Lebewesen verbraucht in Meerwasser, von den Bakterien angefangen zu Muscheln und Korallen. Und der Anfang der Einfahrphase ist gekennzeichnet von den Siedlungskämpfen der Mikrobeläge und Bakterien. Wenn dann noch jemand Bakterienkulturen in das Wasser kippt kann der kH teils deutlich absinken.

    Für Anfänger ist es tatsächlich wichtig erst mal zu sehen, was genau überhaupt "normal" ist in einem Meerwasseraquarium. Dazu gehört auch der Betrieb der Pumpen, des Abschäumers und der Dosierpumpen. Inzwischen gehört auch der Kampf mit den vielen Apps zur Steuerung der Geräte oft zum teils nervenraubenden Alltag. Wohl dem, der diesen Kampf ausgefochten hat, bevor Tiere in das Aquarium einziehen. Es gibt viel zu tun vor dem freudigen Einkauf im Meerwasserladen, nicht zuletzt der Test, was passiert, wenn der Strom beim Becken mal ausfällt, ob alle Geräte noch wieder normal aufwachen, ihre Einstellungen oder Uhrzeit oder Netz-Zugangsdaten vergessen haben oder das Technikbecken beim Abschaltern der Rückförderpumpe überläuft.

    Viele Sachen merkt man aber erst dann, wenn man vor dem Problem steht, weil die Strömung zu stark/schwach ist oder die Lampe zu spät/früh einschaltet und die Steuerungs-App sich aufgehängt hat oder mitten in der Nacht zwei Stunden läuft usw. Wer hat so etwas noch nicht erlebt? Je mehr Technik und Abhängigkeiten, desto fragiler ist das System.

    Hallo Torsten,

    das wichtigste zuerst: mache Dich nicht verrückt mit hundert Werten und sich gegenseitig widersprechenden Ratschlägen! Den Anfang kannst Du am besten mit etwas Gelassenheit angehen und die Konzentration auf einige wenige wichtige Werte. Verstehe am besten erst mal, was da überhaupt passiert im Aquarium und hake nach, WARUM jemand dies oder jenes empfiehlt. Sinnvoll ist auch, sich einen erfahrenen Aquarianer, am besten im Umkreis, zu suchen, der einem etwas hilft, das wichtige von weniger wichtigem zu trennen und das Becken auf Kurs zu bekommen.

    Sehr wichtig ist die Salinität, da davon alle anderen Werte abhängen und diese deshalb gut bestimmbar sein soll. Ich verwende den Hanna HI 98319, da dieser sehr bequem ist und eine Temperaturanpassung hat.

    Im Winter ist wegen mangelnder Lüftung und der Anreicherung von Kohlendioxid in der Raumluft auch eine Versauerung des Beckenwassers sehr häufig, dies wird über den pH-Wert angezeigt. Dieser schwankt im Tagesverlauf von morgens (Tiefpunkt) bis abends (Höchststand) durch die Beleuchtung und den Effekt der Fotosynthese und sollte möglichst im Bereich von 8,0 - 8,3 etwa liegen. Günstig und brauchbar ist etwa Arka MyAqua pH-Meter. Steinkorallen reagieren deutlich empfindlicher als Weichkorallen, da sie für die Bildung der Kalkskelette auf höhere pH-Werte angewiesen sind.

    Temperatur: Korallen fühlen sich nur in einem relativ kleinen Temperaturbereich wohl, etwa bei 23-27°C. Viele Thermometer haben große Abweichungen und sind deshalb schlicht untauglich. Ich verwende gerne die Aqua Medic T-Controller twin 2.0, weil sie eine große Anzeige haben und einigermaßen genau sind. Zusätzlich kann man sie für einen Lüfteranschluß und für einen Heizstab verwenden.

    Phosphat: der wichtigste Nährstoff. Wichtig ist, dass er vorhanden ist und nicht an der Nachweisgrenze herumeiert. Bei gebrauchtem Gestein sind oft starke Nährstoffdepots eingelagert, die zu sehr hohen Werten führen. Für den Anfang sollte der Wert bei 0,05-0,1 mg/l liegen. Ich verwende den Hanna HI 736 seit langer Zeit, wegen Bürokratie ist es schwierig geworden, die notwendigen Materialien nachzubestellen und deshalb geht dies oft nur noch über das Ausland. Mit den Tröpfchentest und Farbnuancen auf Täfelchen komme ich meist nicht so gut zurecht.

    Nitrat: sollte etwa 100:1 im Verhältnis zu Phosphat sein. Also 10 mg Nitrat zu 0,1 mg Phosphat.

    Alles andere kannst Du erst mal außen vor lassen, auch Calcium, da dies erst interessant wird, wenn Du einen guten Anteil von Steinkorallen hast, die wachsen.

    Besorge Dir eine Meerwasserreferenz und teste mit dieser, ob Deine Wassertests die angegebenen Werte anzeigen oder wie meist, eine Abweichung zeigen. Damit kannst Du einen Korrekturwert ermitteln, mit dem die gemessenen Beckenwerte korrigiert werden.

    Licht brauchst Du erst mit dem Zeitpunkt, wo Korallen oder lebende Steine ins Becken kommen. Anstelle von Bakterienpräparaten würde ich empfehlen, etwas lebende Steine ins Becken zu bringen, denn diese bringen alle notwendigen Bakterien dann direkt mit. Es ist der beste und einfachste Start, den man als Anfänger haben kann.

    Gerade bei solchen Aktionen, wo mehrere Messungen zu einer Aktion zusammengefasst werden kommt es schnell zu seltsamen Verzerrungen. Da hilft es oft, wenn man zumindest einige Messungen als zuverlässig einstufen kann. Bei so etwas fange ich gerne mit einer Volumenmessung an, diese sollte zuverlässig sein, wenn man nicht mit Knick in der Pupille misst.

    Dies noch einmal mit der Waage gegenzuprüfen zeigt auch schnell, ob die Waage selbst sinnvolle Angaben macht. Bei schwacher Batterie kann dies nämlich zu deutlichen Abweichungen führen. Ist mir selbst leider auch schon passiert. Claude empfiehlt deshalb auch, alles auf Volumen zurückzuführen wie ein passendes Gefäß für das Salzabmessen. Die Varianz ist bei dem feinen Salz meist sehr gering.

    Es hilft auch, wenn Du Kalibriergewichte hast, um die Waage richtig einzustellen.

    Nimm eine kleine Pumpe mit Schlauch und pumpe das Wasser aus dem Technikbecken in das Ablegerbecken. Baue entweder einen Ablaufschacht in das Ablegerbecken oder nimm eine Overflowbox zur Rückleitung. Dosierpumpen würde ich nicht dafür nehmen.Eine Strömungspumpe und Lampe über dem Becken und die Technikausstattung ist fertig.

    Du musst nur sicherstellen, dass bei Stromausfall das rücklaufende Wasser aus beiden Becken im Technikbecken aufgefangen wird.

    Wenn man die Erwartung an den UVC-Klärer realistisch hält, dann kann man durchaus zufrieden damit sein und viel Anteil hat der notwendige Wechsel und die Kosten der Ersatzröhren.

    DeBary 25W: akzeptabel, fiddeliger Austausch der Röhre, gibt es nur noch gebraucht.

    JBL 36W: Röhrentausch relativ einfach, aber nur, wenn die Dichtungsringe jährlich mit ausgetauscht werden. Röhre relativ teuer.

    Eheim 9W: relativ schwach, billige Röhre, viel Platzverschwendung, Röhrenwechsel einfach.

    hw-wiegand: sehr lange Röhren, guter Ruf mit guter Wirksamkeit, tanzendes Licht, was etwas irritiert, sehr teure Ersatzröhren.

    Mit hoher Wahrscheinlichkeit Samtkrankheit, das ging rasend schnell. Von außen sah man im kaum was an, selbst die Kiemen waren relativ sauber, habe aber keine Mikroskopaufnahmen gemacht zu der Zeit. Letztendlich war es aber auch egal, der neue war abgehärtet und hat noch Jahre gelebt, der alte Zwergkaiser war zum Glück der einzige Todesfall. Und ich hatte wieder einen Single Zwergkaiser und habe es danach aufgegeben, in zu verkuppeln.

    Das ist ein Spiel mit dem Feuer, denn eine Kontrolle über den Keimdruck ist praktisch nicht möglich. Ein völlig gesund wirkender Fisch kann durchaus Träger von Parasiten sein, mit denen er wunderbar zurecht kommt, wo der Altbestand jedoch hilflos gegen ist. Ich hatte einmal einen Zwergkaiser nachgesetzt, um ein Pärchen zu bilden mit dem Ergebnis, dass der alte Zwergkaiser zwei Tage später tot war und der neue unbeeindruckt frisch und lebendig im Becken verblieb.

    Wenn Du ein Quarantänebecken hast, kannst Du zumindest mit kleinen gegenseitigen Wasserwechseln eine vorsichtige Annäherung an die Belastung der jeweiligen Becken vornehmen. Ohne Quarantänebecken ist es immer eine ganz oder gar nicht Lösung.

    Okay, das ist eine Erklärung. Leider muss ich Dir mitteilen, dass es nicht sinnvoll möglich ist, Dein 1200l Aquarium mit einem UVC-Klärer auszustatten, der alle möglichen Erreger plattmacht und die Schwärmerkrankheiten im Keim erstickt. Die dafür nötige Leistung wäre jenseits von gut und böse.

    UVC

    Auf dieser Seite kannst Du etwas jonglieren, um zu sehen, wie sich das eine oder andere Gerät machen würde. Cryptocarion etwa würde so viel Leistung erfordern, dass Du besser ein eigenes Kraftwerk zuerst errichten müsstest.

    In den meisten Fällen ist es deshalb am sinnvollsten, ein kleines Quarantänebecken aufzusetzen, wo der UVC-Klärer dann auf ein kleines Volumen einwirkt und so deutlich effektiver wird.

    Bei mir läuft eine 36W UVC auf 800l und dient nur der allgemeinen Keimreduzierung und war am Anfang hilfreich bei Schmeralgen. Als ich vor einiger Zeit einen kleinen Kaiser eingesetzt hatte war der prompt wie ein Streuselkuchen aufgeblüht, und das innerhalb weniger Stunden. Das hatte ich selten so heftig gesehen. Das hatte sich jedeoch in wenigen Tagen schon wieder gegeben und nach einer Woche war er komplett frei. Da dürfte der Stress der Umsetzung in eine neue Fischgesellschaft viel zu beigetragen haben, denn die 36W UVC ist für so einen Fall bei 800l eher stark unterdimensioniert.

    Von daher ist es eher eine Stressreduzierung durch reichliche Fütterung und eine friedliche Zusammenstellung der Fischgesellschaft bei mir gewesen als die UVC, die eher nebenbei läuft.

    Hallo Frank,

    verzeih mir, wenn ich direkt nachhake: WARUM willst Du eine UVC bei Dir am seit Jahren laufenden Becken anschließen? Was versprichst Du Dir davon? Normalerweise sollte die Besatzplanung abgeschlossen sein und ich gehe nicht davon aus, dass Du noch laufend Fische nachsetzt. Deshalb grübele ich etwas über Dein Motiv, nach den Jahren jetzt eine UVC reinzudonnern. Auch Schmieralgen und ähnliches dürfte seit Jahren kein Thema mehr sein. Planst Du vielleicht eine größere Besatzänderung?

    Das erste, was Du brauchst ist eine Vorstellung, wie ein Meerwasseraquarium technisch funktioniert, welche Werte wichtig sind, wie sie sinnvoll zu messen sind und welche Geräte dafür verantwortlich sind, dass die Werte im Rahmen bleiben. Wenn Du dieses Wissen hast, beantworten sich viele Fragen von selbst. Was mehr oder weniger kritisch ist in Deinem spezifischem Fall hängt von Deiner Umgebung ab, hier fehlen Daten! In einer Dachgeschoßwohnung ist das was ganz anderes als in einem Kellerkabuff.

    Hier mal ein paar Stichpunkte:

    Gasaustausch/Nähstoffaustrag: Abschäumer, er sorgt für den Gasaustausch mit der Umgebung. Wenn im Winter wenig gelüftet wird kann der pH-Wert trotzdem abrauchen.
    Stichwort: Atemkalk, Kalkwasser

    Temperatur: zu niedrig im Winter: Heizstab, im Sommer zu hoch: Lüfter, laufende Temperaturkontrolle und Anzeige hilft. 23-27°C

    Wassernachfüllung: Dichtestabilisierung (kann auch täglich manuell nachgefüllt werden)

    Osmoseanlage: für Herstellung von Reinwasser, Leitungswasser hat oft problematische Bestandteile.

    Medienfilter: für Aktivkohle/Phosphatadsorber Hilfreich zur Regulierung, wird früher oder später meist nötig.

    Rückförderpumpe, Leistung etwa so viel Umsatz beim Hochpumpen des Wassers wie der Abschäumer an Wasserleistung zieht.

    Problem ist, dass es nicht viel empfehlenswerte Technik für derart kleine Becken gibt. Die üblichen Anfängergrößen sind bei etwa 200-300l Beckenvolumen, dafür ist das Angebot deutlich größer.

    Ein vernünftiger Name zum Ansprechen wäre auch nicht schlecht.

    Jede Besatzänderung kann zu Irritationen sowohl bei Neuankömmlingen als auch dem Altbestand führen. Zusätzlich ist der Stress von Fang, Transport und Eingewöhnung in ein neues Becken und die Fischgesellschaft nicht zu unterschätzen. Mein Kaiser war schon während der Eingewöhnung zum Streuselkuchen mutiert und fast zu einer anderen Spezies geworden, obwohl er sich ganz normal verhielt und wunderbar integrierte. Nach einer Woche war alles vorbei und er schwimmt seit dem ohne Pünktchen durch die Gegend und beisst mit Wonne in meine Korallen.

    Sinnvoll ist natürlich gerade bei Besatzänderungen UVC laufen zu haben für eine Keimreduzierung und für gute Wasserwerte zu sorgen.

    Schwierig wird es immer dann, wenn die Fische seit Jahren keine Veränderung in der Gesellschaft mehr hatten und das Immunsystem durch fehlende Impulse nachgelassen hat.

    Vielleicht ist ja die Leistung der Ozongeneratoren auch exorbitant gestiegen in den letzten 10 Jahren. :grinning_squinting_face:

    Ich drehe einen Aqua Medic 100 fast halb auf, rieche nichts und alles ist gut. :winking_face:

    Sinnvoll ist auf jeden Fall, die Ozonstrecke auf Undichtigkeit zu prüfen. Meinen ersten Silikonschlauch konnte ich nach zwei Monaten in Stücken bröseligem Schlauch abnehmen. Da es jedoch angesaugt wird sollte eine Undichtigkeit mit der Ansaugung von Außenluft sich nicht direkt bemerkbar machen. Vielleicht mal prüfen, ob durch den Silikonschlauch wirklich Luft angesaugt wird.

    Schlimmstenfalls hast Du eine Massenvermehrung der Turbellarien und sie sehen häßlich aus. Bei extremem Befall können sie auch die Fotosynthese der Korallen behindern. Fressfeind wäre z.B. ein Kanarienlippfisch (Sandschläfer). Kleine Turbellarien könnte auch der Sechsstreifenlippfisch nehmen.

    Hallo Maik,

    grundsätzlich kannst Du Ozon so einleiten. Was Du prüfen solltest ist, dass alle Komponenten in dem Weg, wo Ozon durchläuft, auch wirklich ozonfest sind. Nicht nur der Schlauch, auch die Plastiktülle, die Verzweigung und der Schlauch vom Abschäumer selbst. Ozon ist wirklich agressiv und zersetzt die meisten Plastikarten in wenigen Wochen.

    Es ist nicht ohne Grund, dass bei meinem Bubble King Ozon erst direkt auf der Mischdüse eingespeist wird, unabhängig von der normalen Luftzufuhr des Abschäumers. Wenn der Abschäumer keinen dedizierten Ozonanschluß besitzt kannst Du es wie schon gemacht nur über ein T-Stück einspeisen. Je mehr Bauteile Du verwendest desto mehr Bauteile können sich zersetzen durch das Ozon.

    Ich habe mir meine Lampe selbst gebaut, daher kenne ich mich mit den neueren Modellen nicht so aus. Aber die Hybrid, besonders die 6x80W + 4x 75W LED hat mächtig Wumms über dem Becken. Das merkt man am Stromverbrauch und dem Wärmeeintrag ins Becken. Leuchtstärke oben dürfte bei Vollbeleuchtung über 700 PAR sein. Trotz aller Werbeversprechen: von nichts kommt nichts.

    Einen einfachen Test könntest Du noch durchführen: hänge die Lampe mal 10cm tiefer, so dass deutlich mehr Licht ins becken kommt und schau mal, ob der Verbrauch in den nächsten Tagen anzieht. Andere Faktoren hast Du bereits weitgehend ausgeschlossen, wenn jetzt der Positivtest ebenfalls noch sagt, das Becken braucht mehr Licht. Dann brauchst Du wirklich mehr Umpf über dem Becken. Alternativ die Kanäle höher stellen, Du verwendest im Augenblick 70%, nicht wahr?

    Ich sehe da keine besonderen Probleme, da sind die Ursachen von stockendem Wachstum nicht.

    Die Ati-Auswertungen kenne ich nicht so gut, leider ist dort nicht kH und pH verzeichnet. Dann noch einmal ph-Verlauf von morgens zu abends prüfen und wenn das nicht hilft, einmal ausleihen von einem Apogee Quantummeter, die sind etwas genauer. Einige Händler bieten diese zum Ausleihen für eine Woche. Wenn da auch zu wenig Licht herauskommt, mein Beileid. Die Ati-Lampe sollte aber eigentlich genügend Leistung bieten.

    Die Lampe ist das teuerste Gerät in der Ausstattung des Aquariums, da lohnt es sich, erst einmal alles andere abzuklopfen, bevor eine dicke Investition getätigt wird. Also erst mal Abschäumer gut warten und einstellen, Oberfläche des Aquariums von Kahmhaut befreien, In der ICP Hinweise überprüfen, die manchen so gar nicht zuerst auffallen. Werf die ICP mal hier rein, ich schaue mal, ob mir etwas auffällt.

    Da ich noch ein ganz kleines bisschen Chlor im Wasser habe, überlege ich, ob ich noch nach der Osmoseanlage einen Harz oder Kohle Filter anschließen kann, um die Wasserqualität zu verbessern.
    Was meint ihr?

    Meerwasser besteht zum größten Teil aus Natriumchlorid = Salz. Du hast also jede Menge Chlor im Becken.

    Wenn Du nicht gerade in der Situation bist, wo die Rohre gechlored werden sollte kein freies Chlor im Wasser sein. Der Test ist für Süßwasser und unbrauchbar für Meerwasser.