Beiträge von HTO

    Nitrat kann man mit ICP nicht messen, genau wie po4 nicht. z. b.

    Die gleiche Baustelle hat Triton aber auch. Da sehe ich jetzt keinen Vorteil, da muss sich jeder der mit ICP messen tut etwas einfallen lassen. Phosphor kann man mit ICP bestimmen und in einen Gesamtphosphatgehalt umrechnen.

    der angepasste Idealwert ist ja das m.E. Problem.

    Ich finde die Herangehensweise garnicht so schlecht. Nehme man an, der TE hätte 420 mg/l Ca im Wasser gemessen bekommen und übersieht wie geschehen seine zu niedrige Salinität. 420 mg/l = Sollwert bei 35 PSU = alles paletti. Leider hat er 31.2 PSU, der angepasste Idealwert beträgt also 376 mg/l. So sieht man auf den ersten Blick beim Vergleich der Werte, dass der Ca Wert zu hoch ist.


    Triton gibt die Messwerte, neben Idealwerten bei 35 psu an. danach kann man die Anpassung berechnen, wenn man die Dosierung nicht machen will.

    Was machst du den wie in diesem Fall bei viel zu niedriger PSU und selbst für 35 PSU zu hohen Werten? Mit Dosieren ist da nicht viel. Aufsalzen bringt auch nichts, da du dann die Ca, Mg und KH etc. Werte noch weiter erhöhen tust. Bei diesen zueinander arg zueinander verschobenen Werten ist der einfachste Weg ein mehrfacher Wasserwechsel. Im Idealfall 100% auf einmal, was aber nicht praktikabel ist.

    Und vergleichen kann man die Werte auch nach dem Wasserwechsel. Indem man sich an den für aktuelle PSU berechneten Idealwerten orientiert > Wert zu hoch/zu niedrig. Oder, wenn man es absolut wissen will, man die Messwerte der Analysen auf 35 PSU normiert und vergleicht.

    Grüße
    Kristian

    Zudem scheinen deine Dichtewerte auch nicht zu stimmen.

    Sie stimmen nicht. Siehe Salinität.

    Wenn du jetzt WW machst kannste die gesamte Analyse wegschmeisen, weil dadurch sich alle Werte ändern. Du weist aber nicht in welche Richtung.

    Eine Analyse ist immer nur eine Momentaufnahme. Warum sollte ein Wasserwechsel diese wertlos machen? Und für die "Richtung" gibt es zum einen bei ATI den angepassten Idealwert und zum anderen den eigenen Taschenrechner/Excel. Wenn es sich einem nicht erschließt, was man rechnen muss, kann man ja hier nachfragen.

    Barium kommt von FE-Absorbern, Abhilfe schafft nur ROWA phos.

    Ich kann mich irren, aber meines Wissens nach basiert auch Rowaphos auf Eisenverbindungen. Oder willst du sagen, dass Rowa kein/wenig Barium abgibt?


    Im übrigen würde ich lieber bei Triton testen lassen, da kann man mehr aussagen machen.

    Welchen Vorteil bietet den Triton? Ich bin noch auf der Suche nach einer Alternative für Peter Gilbers.

    Grüße
    Kristian

    ich betreibe noch keine Balling

    Hast du sonst irgendwelche Versorgungssysteme laufen? Gerade dein Calciumwert ist extrem hoch, vor allem für die aktuelle niedrige Salinität. Wenn man das auf 35 PSU hochrechnet kommt man auf 619.6 mg/l Calcium. Magnesium 1505.8 mg/l und KH 9.95. Welches Salz verwendest du? Bei den gängigen Markensalzen würde ich solche Extremwerte nicht erwarten...


    Mit einem Salifert Kupfer-Test kann ich kein Kupfer mehr nachweisen.

    Da würde ich im Zweifel doch eher auf die ICP-OES setzen. Vor allem wenn man eine Tendez erkennen will, ob die getroffenen Maßnahmen Erfolg bringen oder nicht.


    "ATI Easy Vital ist ein hochaktives, natürliches Tonmineral. Durch seine extrem große Oberfläche besitzt es besonders hohe Adsorbtionsfähigkeiten. Giftige Stoffe und schädliche organische Stoffwechselprodukte werden sehr wirksam gebunden und aus dem Aquarienkreislauf entfernt."

    Ich weiß spontan nicht ob Tonmineralien auch Metallionen binden können. Aktivkohle ist dazu prinzipiell in der Lage.

    Grüße
    Kristian

    Mittlerweile habe ich kein überhöhten Kupferwerte mehr. Auch die restlichen Werte sind im Normalbereich.

    Eher nicht. Deine Salinität ist zu niedrig und relativ dazu betrachtet sind deine Ca, Mg, und KH Werte zu hoch. Auch passt das Natrium/Chlorid Verhältnis nicht zueinander, was aber in der Größenordnung ggf. keine Auswirkungen haben wird. Betreibst du Balling?

    Barium, Nickel und Kupfer sind immer noch recht hoch.

    Ich würde weitere großvolumige WW machen und dann schauen ob es besser wird. Dabei auf die Salinität achten. Aktivkohleeinsatz kann auch helfen. Wenn nicht ist die Quelle noch vorhanden oder du hast ordentlich Depots der entsprechenden Metalle im Gestein oder Sand.

    Grüße
    Kristian

    Hallo Reinhard,

    gegen Turbellarien wirkt es, wenn man genug Phosphat im Becken hat. Eine Lanthanchloriddosis, welche dem Äquivalent von 0,06 mg/l pro Phosphat entspricht, hat bei mir die Turbellarien leider nur für wenige Tage verärgert. Der Zeitpunkt der Dosierung ist ca. 5 - 6 Monate her, da waren die Leos gewiss schon im Becken. Vermutlich juckt diese Dosis die Leos auch nur wenig.

    Eine höhere und wiederholte Lanthanchloriddosierung funktioniert vermutlich, ich kann es ja mal am nächsten Leo der mir zwischen die Pinzette kommt testen.

    Für die Anwendung im Becken habe ich allerdings zu wenig Phosphat (0,04 mg/l) und ich gebe es wenn dann langsam und verdünnt zu und filtriere noch über Watte und Vlieser. Damit kein Lanthanphosphat im Becken sedimentiert. Aufgrund dessen ist vermutlich auch im Becken die wirksame Konzentration an Lanthan unterschritten.

    Aber danke für den Denkanstoß :thup

    LG Kristian

    Hallo Dietmar,

    das mit den lebenden Austern werde ich mal probieren. Am besten halbieren und auf einer PVC/Plexiglasplatte offene Seite nach unten mit Gummiband fixieren? Drunter sollten die auf jeden Fall kommen, die kommen überall durch :frowning_face:

    Die Jungs scheinen auch lernfähig zu sein. Habe die letzten zwei Nächte jeweils mehrere zu Gesicht bekommen aber null Jagdglück gehabt. Die Kollegen sind immer auf oder nahe am Gestein geblieben. Kaum war ich im Becken, Leo unter/in den Stein stiften gegangen...

    Falle war auch leer, hab aktuell Miesmuschelfleisch drinne. Das scheint erst 24 h im Becken gammeln zu müssen, ehe es hinreichend duftet...

    LG Kristian

    Hallo in die Runde.

    Wie der Titel schon andeutet, habe ich bei mir im Becken eine ausgewachsene Leopardenstrudelwurmplage. Da in den Meerwasserforen der Erfahrungsaustausch verglichen mit anderen Strudelwürmern wie Turbellarien eher überschaubar ist, wollte ich hier meine Erfahrungen kund tun.

    Zum Werdgang. Mein Becken steht seit 10/2016, Bruttovolumen 1600 l und zum Start durften Zwecks Beckenpflege 20 Turboschnecken, 6 Babylonia Schnecken und ca. ein Dutzend Nassarius sp. einziehen. Über das eingebrachte Lebendgestein sind zudem Ohrenschnecken mit ins Becken gekommen. Da ich zu Beginn keine Lippfische hatte, vermehrten sich die Schnecken auch recht ordentlich. Bei den Turbos hatte zwischenzeitlich gut 200+ mit einer Größe von 5+ mm. Seit ein paar Monaten beobachtete ich jedoch eine größere Anzahl leerer Schneckengehäuse. Ich dachte zuerst an Futtermangel, da die große Anzahl von Schnecken sowie die Docs den Riffaufbau doch recht sauber hielten. Eines Nachts sah ich im Schein der Rotlichtlampe einen platten gepfleckten Pflatschen weghuschen. Schon ahnend was es war, bestätigte sich meine Befürchtung wenige Tage später, als ich einen Leopardenstrudelwurm des Nachts von der Scheibe sammeln konnte. Die Hoffnung, dass das ein einsamer Mohikaner war, bestätigte sich leider nicht...

    Ich bin inzwischen bei 23 Leopardenstrudelwürmern angekommen, und es sind definitiv noch welche im Becken. Also eher ein Fall von Großfamilie :face_with_rolling_eyes:

    Zu den Jagdstrategien. Bei mir eine reine Angelegenheit für die tiefe Nacht. Erst 1,5 - 2 h nach Erlöschen der Beleuchtung und wenn es im Zimmer komplett dunkel ist, bekommt man die Leos zu sehen. Auch nehmen die Leos den Schein der Rotlichtlampe sehr gut war und gehen recht fix stiften. Auf Gestein braucht man garnicht erst versuchen sie zu packen, die sind ruck zuck im Gestein verschwunden. Auf der Scheibe oder dem Sand hat man recht gute Karten. Auf dem Sand kann man sie etwas hin und her schubsen. Dann schleimen sie ordentlich ab und man panniert sie quasi mit Sand. Dann sind sie etwas besser mit der Pinzette zu packen.

    1)
    Nachts mit Rotlichtlampe im Becken gucken - eher nicht von Erfolg gekrönt. Wenn man da einen Leo erwischt, dann ist das reiner Zufall. Ich konnte Nächtelang gucken, und habe nicht einen gesehen.

    2)
    Falle mit Miesmuschelfleisch - auch nicht so der Bringer. In der ersten Nacht interessieren sich nicht mal die üblichen Resteverwerter dafür. Erfolgreicher war da der Einsatz von Gehäuseschnecken aus dem Garten. Allerdings muss man des Nachts die Falle öfter kontrollieren. Die Leos topfen so eine Schnecke recht fix aus, am kommenden Morgen sind die garantiert wieder weg.

    3)
    Kadaver von verendeten Fischen - damit konnte ich die besten Jagderfolge erzielen. Leos gehen defnitiv auch auf Aas. Wenn man den Kadaver in eine flachen Schale auf dem Boden platziert, kann man die Leos auf dem Weg dorthin relativ gut einsammeln. So konnte ich an zwei Abenden in einer Stunde 5 bzw. 6 Leos fangen.

    Die Variante drei funktioniert zwar recht gut, ist dennoch eine sehr müßige Angelegenheit. Zumal ich den Eindruck habe gegen Windmühlen zu kämpfen. Ich konnte drei verschiedene Größen aus dem Becken holen. 7 - 8 cm, 4 - 5 cm und rund 1 - 1,5 cm. Wir vermehren uns augenscheinlich prächtig. Das Buffet war auch reichhaltig gedeckt, inzwischen sind allerdings in Folge 95% meiner Turbos Geschichte und auch die Nassarius werden merklich weniger.

    Auch nach umfangreicher Suche konnte ich keinen Fessfeind ermitteln. In Frage kommende Lippfische pennen des Nachts im Sand. bzw. die Leos wissen wohl recht genau warum sie nur im Dunkeln herauskommen. Eine Überlegung meinerseits wäre ein Mirakelbarsch (Calloplesiops altivelis) der definitiv des Nachts auf Futtersuche geht. Allerdings konnte ich auch heir keine Information im Netz finden, ob Mirakelbarsche Interesse an Strudelwürmern haben. Zumal das Risiko besteht, dass der Mirakelbarsch meine L. wurdemanni bzw. das Harlekingarnelenpärchen platt macht und man dann zusätzlich Spaß an Glasrosen und Miniseesternen hat. Miniseesterne habe ich eh schon ausreichend, die Harlekingarnelen sind gewiss bis an ihr Lebesende beschäftigt.


    Eine weitere Überlegung ist Concurat L / Levamisol. Ich werde mir Levamisol besorgen und der nächste gefangene Strudler wird ein Levamisol-Bad bekommen. Sollte das Levamisol genauso gut wirken wie bei Turbellarien, wäre dies eine Möglichkeit dem Problem beizukommen.


    Sollte jemand ähnliche Erfahrungen gemacht haben, immer her damit. Ich bin für jegliche Information zu haben :smiling_face:

    LG Kristian

    PS: mal ein Vertreter des Großclans in Farbe. Hübsch anzusehen sind sie ja...

    Hi Daniel,

    in der verlinkten Anleitung von Hanna steht auf Seite 2 3,1 als Faktor, dass passt ja schonmal. Scheinen Sie korrigiert zu haben.

    Wobei ehrlicherweise bei dem Messfehler nahe der Nachweisgrenze es auch hupe ist ob 3,1 oder 3,3 als Faktor genommen wird.

    Grüße vom Leojäger (+1 heute ...)
    Kristian

    420 µg/l = 0,42 mg/l Phosphor

    Phosphor : Phosphat grob 1:3 also ca. 1,26 mg/l Phosphat

    Da stimmt definitiv was nicht. Wie wird bei ATI eigentlich der Nitratwert ermittelt? Photometrisch oder rechnerisch bei der ICP?

    Um noch eine weitere Option in den Raum zu stellen, es gibt auch beschichtete Polycarbonat-Platten welche UV-beständig sind. Habe ich seit 1 Jahr in 6 mm Stärke über dem Ablegerbecken, bis dato keine Probleme bzgl. Eintrübung. Habe noch 1,5 cm hohe 8 mm starke PMMA Streifen auf die Ränder geklebt, um ein Durchhängen zu verhindern (60 cm zw. den Stegen). Folglich auch beim Thema Wölben keine Probleme. Da wölben sich die PMMA Platten über dem Hauptbecken trotz aufgeklebter Stege viel stärker.

    Die Alltop Plexiglas Platten sehen sehr interessant aus. Die werde ich wohl mal testen.

    Gruß
    Kristian

    Hallo Hans-Werner,

    das "Drehen" an den Lampen um kurze Momente des Tages, welche für den Menschen optisch reizvoll sind, zum Tagesstandard zu machen, finde ich auch problematisch.

    Eigentlich führt die Anpassungsfähigkeit der Korallen auch dazu, das es das eine ideale Lampenspektrum so nicht gibt. Auch unter China-Led-Funzeln habe ich schon funktionierende Becken gesehen. Da spielen andere Faktoren eine größere Rolle. Die Temperatur zum Beispiel (um mal den Bogen zum eigentlichen Thema zu schlagen :smiling_face: )

    LG Kristian

    Hallo Hans-Werner,

    bei Helligkeitsangaben in Lumen bin vollkommen bei dir, dass ist hinsichtlich Nutzen für die Korallen ziemliche Verarsche.

    Für den PAR Wert würde aber schon eine Lanze brechen wollen. Er umschreibt halt nur den photosynthetisch nutzbaren Bereich und welche Lichtmenge hier zur Verfügung steht. Das ist meiner Meinung nach zur Zeit die beste Hausnummer um abzuschätzen, wieviel Energie aus der Steckdose überhaupt in relevantes Licht umgewandelt wird. Natürlich gehört zu der Hausnummer PAR immer das Spektrum der jeweiligen Lampe und die Gegenüberstellung zu den Absorptionsspektren relevanter Farbstoffe für die Photosynthese, also die Wichtung der relevanten Spektralbereiche.

    Gruß
    Kristian

    Hallo Burkhard,

    da wäre der PUR Wert (photosynthetic usable radiation) interessant. Den sauber für alle relevanten Korallen zu ermitteln macht allerdings wesentlich mehr Arbeit als ein PAR Wert.

    LG Kristian

    Ich habe den Fiji White von ATI. Zu Beginn ein Baggergrundelpaar und 6 Babylonia. Später noch zwei Mitrasschnecken und ein Paar (?) grabende Seesterne (Siegfried und Roy, die hingen immer beieinander rum). Weiterhin unzählige kleine Schnecken, welche im Bodengrund leben und bei der Fütterung heraus kommen.

    Die Seesterne waren 1 Jahr im Becken, aus einer Auflösung. Mussten dann wegen einer Miniseesternplage ausziehen und wohnen seit 1 Jahr bei einem Bekannten.

    Die Grundeln durften auch nach 1 Jahr ausziehen, da immer Sand auf den Korallen. Umgewälzt haben sie, aber kein Vergleich zu meinen Andamanendemoisellen. Die bewegen richtig was. Weiß ist der Sand nicht mehr, aber durch die Demoisellen wird er gut umgeschichtet und Detritus aufgewirbelt und gelagt zum Vlieser. Die drei Diamantlippies im Becken unterstützen das noch. Durch die Nachtruhe und teils auch durch wühlen am Tage.

    LG Kristian

    Ich habe bei mir auch mit 5 mm Acrylglas das Becken abgedeckt. Kühlen tue ich mit fünf 120 mm PC Lüftern, welche ich auf 6 V laufen lasse. Durch die Abdeckung entsteht eine Art Kamineffekt - würde ich als Vorteil einordnen. Ich kann mich an sich nicht beschweren, max. Temperatur im Becken 26.5°C bei 1800 l Gesamtvolumen. Wichtig ist aber, das man die warme Wassergesättigte Luft nachts aus der Wohnung bekommt. Sonst bringt auch der beste Lüfter nix. Von Vorteil ist bei mir allerdings noch, dass das TB im Keller steht. Da sind es ca. 23°C, nicht 25 - 27°C wie im Wohnzimmer.

    Bei mir liegt der PH Wert morgens bei 8,0 und Mittags bei 8,2

    Vergleichbare Werte hatte ich auch schon ohne erhöhte Atemfrequenz.


    Warum ist der NO2 Wert immer bei 0,05 während Nitrat gerade mal 1 ist?

    Nitrit bei 0,05 würde ich erstmal per se nicht als problematisch ansehen. Da braucht es im Meerwasserbereich schon deutlich höhere Werte. Ich selbst habe durch Ethanoldosierung bzw. Zugabe von NH4Cl immer einen Wert Nitritwert von 0,04 - 0,075 und NO3 2 - 6. Wobei der der hohe NO2 Wert den NO3 Wert verfälscht und einem höhere NO3 Werte vorgaukelt.

    Kann eine Osmose anlage z.B. der Sedimentfilter evtl irgendwelche Stoffe die sich ablagern wieder abgeben?

    Die Sedimentfilter sollen ja die Lebensdauer deiner Membran verlängern. Wenn die Sedimentfilter erschöpft sind und in Folge deine Membran leidet, sollte sich eigentlich nur das Verhältnis Abfallwasser/Permeat Richtung Abfallwasser verschieben. Hast du noch Ionentauscher hinter der Osmoseanlage?


    Eine Sache noch unter dem Riffaufbau liegt eine dünne Plexiglasplatte könnte da evtl eine Ursache sein?

    Wenn sich unterhalb der Platte ein Bereich bildet, wo Sauerstoffmangel vorherscht, könnte hier natürlich Schwefelwasserstoff entstehen. Kannst du einen Teil des Riffs anheben?

    LG Kristian

    Hallo Sandra,

    ich hatte vor mehreren Monaten eine vergleichbare Situation. MeinHawaii-Doktorfisch stellte das Fressen von Frostfutter und später auch Granulat- und Algenfutter ein. Bei ihm und anderen Fischen (mit normalem Fressverhalten) konnte ich eine beschleunigte Atmung feststellen. Weiterhin konnte man bei manchen Fischen längliche weiße Kotfäden beobachten. Ichvermutete einen Parasitenbefall. Den Doc konnte ich für eine medikamentöse Behandlung leider nicht herausfangen. Ich habe durch Zufall ein Flockenfutter entdeckt, welches der Doc doch aufnahm und habe dann auf Empfehlung meine Händlers begonnen, sämtliches Futter mit PREIS Carely zu tränken (Extrakt aus 4verschiedenen Pflanzen, welcher gegen verschiedene parasitäre Würmer helfen soll).

    Das hat über die Zeit (bestimmt 2-3 Wochen Zugabe zum Futter) zumindest hinsichtlich der Atmung geholfen, auch der Doc fing wieder an sich zu erholen.Die weißen Kotfäden konnte ich jedoch weiterhin beobachten. Ich habe dann 3xTremazol von Sera (Wirkstoff Praziquantel)ins Futter gemischt. Augenscheinlich war im Becken kein Effekt zu beobachten,jedoch ist der PO4 Wert innerhalb von 2-3 Tagen von 0,03 auf 0,25+ mg/l angestiegen. Den PO4 Wert habe ich mit Elimi Phos Rapid (Lanthanchlorid) wieder eingefangen. Überraschenderweise lief das Becken danach merklich besser(höherer Verbrauch, besseres Polypenbild). Auch konnte ich seitdem bei den Fischen keine Kotfäden oder beschleunigte Atmung beobachten. Der Doc hat sich vollkommen erholt.

    Ich würde dieses Vorgehen allerdings ungern nochmals wiederholen, da mir die Wahrscheinlichkeit das Ökosystem im Becken massiv zu schädigen, doch sehr hoch erscheint. Also Nachahmen nur auf eigenes Risiko!

    Vielleicht probiere es auch mal mit demPREIS Carely. Es ist bzgl. des Beckens unbedenklich (es gibt auch dieEmpfehlung große Mengen ins Becken Zwecks Behandlung zu geben – wird nur recht teuer bei größeren Becken) und könnte helfen.

    Bei mir läuft übrigens permanent eine110 W UV mit (TMC Pond Pro) mit ca. 3600 l/h und 1800 l Gesamtwasservolumen.Die Infektion ist vermutlich über einen Neuzugang eingeschleppt wurden und konnte sich trotz der UV verbreiten. Bei bekommen daher inzwischen alle Neuzugänge(Fische) ein Tremazolbad.

    LG
    Kristian

    Dazu kam dann noch die neue Lampe, die bei voller Leistung das Wasser auf knapp 30° erwärmt. Die läuft jetzt erstmal nur auf 50%, bis mir mit der Temperatur was eingefallen ist.

    Bei mir pusten temperaturgesteuert 5 PC Lüfter auf 6V gedrosselt auf die Wasseroberfläche, funktioniert recht gut. Das Wohnzimmer hat dann allerdings im Sommer latentes Tropenklima, welches Nachts beseitigt werden muss.

    Grüße
    Kristian

    Die gleiche Analyse an zwei ICP-Labore geschickt dann teilweise deutlich andere Werte liefern, auch wenn viele Werte gut übereinstimmen

    Das wird dir auch passieren, wenn du 10x die gleiche Wasserprobe zum gleichen Labor schickst. Jedes Messverfahren sowie die dafür notwendige Probenvorbereitung ist mit einem gewissen Spielraum behaftet, welche in einem Gesamtfehler resultiert. Da muss nicht zwangsläufig der Labormitarbeiter einen schlechten Tag gehabt haben oder das Gerät schlecht gewartet sein.

    zum einen ist die Empfindlichkeit der Analyse sehr hoch, so dass Spurenelemente überhaupt erst erfasst werden können

    Ja mit aber. Die hier im Forum dominierenden Anbieter messen mittels ICP-OES. Die ist bzgl. der Nachweis- und Bestimmungsgrenze bei einzelnen Spurenelementen bereits überfordert hinsichtlich der natürlichen Konenzentration im Meerwasser.

    Ein gutes Beispiel ist Kupfer. Anbieter x gibt seine Nachweisgrenze (NG) mit ~0,6 µg/l an. Diese 0,6 µg/l kann er also statistisch sauber vom Grundrauschen unterscheiden. Die Bestimmungsgrenze (BG), also die Konzentration bei der man statistisch sauber sagen kann, da ist so und so viel Kupfer drinne, liegt nochmals höher. Es gibt da verschiedene Herangehensweisen, eine Variante ist z. B. BG =~ 3x NG. Für Kupfer heist das 3x 0,6 µg/l = ~ 1,8 µg/l. Der Anbieter x gibt als Idealwert für Kupfer 0,50 µg/l an. Finde den Fehler...

    Wenn man so nahe an der BG misst, ist auch der Gesamtfehler des Verfahrens recht hoch. Kommt auch hier auf das einzelne Element an, da kann man aber schon gut und gerne 10 - 20 oder mehr % Gesamtfehler ansammeln.

    Wer im Spurenelementebereich eine Mangelsituation festellen will, sollte einen Anbieter mit ICP-MS nehmen. Da liegen die NG/BG um 1 - 2 Zehnerpotenzen niedriger. Leider hat der mir bekannte Anbieter (Peter Gilbers) die Tore geschlossen :frowning_face:

    Grüße
    Kristian

    Redfield bezieht sich auf die Stoffmenge (M = mol).

    1 mol P = 30,97 g P
    16 mol N = 16*14,01 g = 224,16 g N

    Messen tuen wir im Becken aber die anorganische oxidierteForm von N und P, also PO4 und NO3 als Konzentration (c = mg/l)

    Hättest du (ja Mondwerte):

    30,97 g PO4 = 0,33 mol PO4 = 0,33 mol P
    224,16 g NO3 = 3,62 mol NO3 = 3,62 mol N

    3,62/0,33 = 10,97:1

    10,97*1,5 = 16,45 > da kommt der Faktor 1,5 her

    Wenn du Redfield als Konzentration PO4/NO3 vergleichen tust, wäre das Verhältnis 1:11

    Ist aber nur ein Anhaltspunkt, da du die Organik nur mit ICP erwischt. Und es ist nur ein Richtwert. Die Größenordnung sollte stimmen.

    LG Kristian

    Laut meinem Aquarienbauer ist es wohl nicht so ganz einfach bei dickeren Silikonnähten Blasen zu 100% zu vermeiden. Z. T. entstehen diese wohl auch erst beim "Aushärten" des Silikons. Bei durchsichtigem Silikon sieht man die Blasen dann super, da hat schwarzes Silikon einfach Vorteile. Auf den Steg würde ich auch nicht verzichten wollen. Aus Gründen der Statik und, wenn die Pumpen Ballet machen, damit kein Wasser über die Kante schwappt. Mein Aquarienbauer hat auch die Innenseite der Fuge mit einer dickeren Schutzschicht Silikon abgedeckt, so dass man eine Art kleines Dreieck aus Silikon in den Ecken über die gesamte Naht hat. Auch auf diesen Schutz würde ich aus optischen Gründen nicht verzichten wollen. Die Steigerung an der Stelle ist ja, dass man noch kleine Glasstege über die Nähte klebt, um bohrenden Beckenbewohnern die Arbeit zu erschweren.

    Gruß
    Kristian

    Atemkalk

    Man hängt vor die Ansaugung des Abschäumers einen Filter mit Atemkalk um CO2 aus der Raumluft zu binden. Das hebt den pH Wert im Becken und führt zu einer höheren Calcifikationsrate. Auch bestimmte Algen/Cyanos tun sich mitunter bei höheren pH schwerer.


    Nährstoffe

    Phosphat habe ich genug, eher Tendenz steigend ohne Gegenmaßnahmen. Um Phosphat auf einem niedrigen Niveau zu halten, dosiere ich Ethanol. Stelle die Ethanoldosierung zur aber auf einen Pelletreaktor um (Kohlenstoffquelle in fester Form). Das ist aber nicht unbedingt Wohnzimmertauglich bzgl. der Geräuschkulisse :winking_face: Mein Nitratwert ist sehr klein Tendenz nicht nachweisbar, daher dosiere ich Stickstoff. Bei mir in Form von Ammoniumchlorid.

    Ich peile PO4 0.03 - 0.06 mg/l und NO3 um die 1 - 5 mg an. Beim Beckenstart kann man ruhig etwas mehr haben, wenn das Becken in Gang kommt zieht es ganz ordentlich. Wenn man dann nicht reagiert, nehmen einen das die Korallen übel und unerwünschte Kandidaten gewinnen die Oberhand.

    Ich bin mir nur nicht sicher ob ich mit einer Lampe auch eine Breite von 100 cm ausleuchten kann?
    Oder ob ich 2 nebeneinander hängen muß.

    Je nachdem was du wie wohinstellen willst in Abhängigkeit vom geplanten Riffaufbau. 80 x 60 cm ist bei der PCC wenn ich mich recht entsinne als der "intensiver" Bereich der Ausleuchtung angegeben. Sonst 100 x 80 cm. Vermutlich wirst du dann in den Randbereichen nur Korallen glücklich machen, welche wenig Licht brauchen. Also eher keine SPS. Willst du viel SPS, dann anders schachteln und mehr Lampen. Ist dann ja dann auch eine Geldfrage (Lampe + Stromkosten).

    Vielleicht ist die Orphek Atlantik V4 noch einen Blick wert. Die Orphek Lampen haben auch keinen schlechten Ruf und die max. Ausleuchtung wird bei dieser Lampe für SPS mit 90 x 70 cm angegeben.

    Gruß
    Kristian

    Ich habe bei 250 x 80 x 80 mit 70er Wasserstand 4 PCC über dem Becken 15 cm über dem Wasserspiegel. Das entspricht ~ 0,5 W/l Netto Beckenvolumen (um den Hausnummer-Wert mal als Anhaltspunkt zu haben). Am Boden hat man 300 - 320 PAR, unter dem Zentrum der Lampen in 5 cm Wassertiefe bis zu 1400 PAR. Die PCC laufen innerhalb von 10 h auf 80 - 100 - 80% als Hauptlast.




    8, 26, 52 und 74 Wochen nach Beckenstart. Das letzte Bild ist 2,5 Monate alt. Die Hystrix und die rote Monti durften inzwischen ausziehen aufgrund ungezügelten Wachstums. Die Hystrix hat mit quetschen in einen 25 kg Salzeimer gepasst.

    Den größeren Einfluss als das Licht haben z. B. Atemkalk und passende Nährstoffwerte gebracht (meiner Meinung nach). Wachstum ist für mich ok, habe allerdings auch keinen Vergleich zu anderen oder mehr Lampen. Manche Leute sagen, ihnen fehlt bei den PCC der letzte Pfiff bzgl. Farboptik und Farben bei den Korallen.

    Grüße
    Kristian

    https://www.meerwasserforum.info/index.php/Thre…-Hypernova-Led/

    Hier wurden einige Schwachpunkte angesprochen. Unter dem Strich kann man sagen, der günstige Preis hat seine Gründe. Die Halterungen für den Beckenrand zählen auch dazu > gebogenes dünnes Alu was an dünne U-Kunststoffprofile angeschraubt ist. Bei mir war das eine ziemlich wackelige Angelegenheit.

    Wie hoch soll den deine Verkleidung werden? Ich habe schon Konstruktionen gesehen, da verschwand der Aufbau für eine Hängeleuchte hinter der Verkleidung. Sowohl als Aufsteller für den Beckenrand als auch mit Befestigung an der Wand (sofern man keinen Raumteiler hat)

    Grüße
    Kristian

    Wenn man aktuell eine Pumpe kauft, sind diese Netze mit bei? Vor 1 Jahr war es jedenfalls nicht so. Habe zur Selbsthilfe gegriffen und aus Unterputzgaze und Angelgarn selbst einen Schutz gebastelt.

    Grüße
    Kristian

    Ich habe das Video nur "überflogen", aber im Grunde soll mit den Luftblasen die Grenzfläche Wasser - Luft vergrößert werden, um einen besseren Gasaustausch zu ermöglichen. In dem Fall der Ein-/Austrag von CO2 / Kohlendioxid. Damit nimmt man Einfluss auf das Gleichgewicht CO2 <> HCO3- <> CO32- und folglich auf den pH-Wert.

    A) Die Oberfläche, welche ein entsprechend dimensionierter Abschäumer erzeugt, dürfte wesentlich größer sein und folglich mehr bringen.

    B) Der CO2 Gehalt im Raum wo die Luft für die Bubbles/Abschäumer herkommt, sollte möglichst niedrig sein. In Wohnräumen hat man eher 800 - 1200 ppm anstelle der ~ 450 ppm CO2 im Freien. Sprich, je weniger Biomasse im Becken und je höher der CO2 Gehalt in der Luft, desto kleiner der Effekt.

    Wenn man den pH anheben will (was durchaus etwas bringt) und an dem CO2-Gleichgewicht spielen will, dann würde ich eher Atemkalk empfehlen. Oder, wenn genügend Verdunstung und entsprechender Ca-Verbrauch vorhanden, Kalkwasser. Die Verwendung von Na2CO3 anstelle von NaHCO3 ist eine weitere Möglichkeit.

    LG Kristian

    Wir haben ein Paar Dascyllus melanurus im Becken und ich kann bestätigen, dass die Beiden Platz 1 bzgl. Zeitraum und Wegstrecke hinsichtlich Stänkern belegen. Die Beiden sind allerdings neben dem Scopas die ersten Beckenbewohner gewesen. Das sie es soweit getrieben hätten, dass die Neuzugänge springen wollten, konnte ich nicht beobachten. Es gab allerdings immer Bereiche, in welche die Beiden nicht auf Verfolgung gegangen sind, so dass die Neuzugänge langsam ankommen und das Becken komplett "erobern" konnten. Alteingesessene werden im Rahmen des Üblichen ignoriert.

    LG Kristian

    Bei mir schwimmen 15 Andamanendemoisellen (Pomacentrus alleni) auf 2 Quadratmeter Grundfläche. Diese Art ist bzgl. ihrer Reviere sehr Bodennah. I. d. R. um/unter einen Stein wird eine Art Trichter freigeschaufelt. Dabei setzen sie ihre Vorstellungen vom Beckenaufbau durch :winking_face: Die Jungs sind da aktiver als Grundeln, schleppen aber den Sand nicht so hoch. Auf 40*40 cm können je nach Struktur ohne Probleme 3 Reviere sein. Es sind meist immer 1-2 Gelege im Becken. Vom Verhalten her finde ich sie ruhiger als meine Docs (Hawaii, Scopa, Rotmeer, Philippinen und Andamanenfuchs). Geplänkel abends mehr, aber nur kurz (max 5s/50-75 cm Jagd). Neuankömmling, welche Bodennah Unterschlupf suchen, haben allerding erstmal ein paar schwere Tage. Hier gilt, je kleiner desto mehr kloppe. Ausnahme waren die Leierfische und Seenadeln. Bei ersteren haben sie warum auch immer Respekt, zweite ignorieren sie. Der Pflegerarm wird immer angegangen. Für das Auge ist das Gewusel der Truppe sehr schön anzusehen!

    LG Kristian

    Hallo Ewald
    Ja die Verarbeitung wäre mir Wurscht ich würde auch zwischen die Panele noch t5 mit rein geben wollen zumindest 180w aber vielleicht gibt es ja wirklich noch Alternativen dazu oder komme ich um eine diy nicht herum? die 2m beckenlänge machen mir zu schaffen Lg Rene

    Die mangelhafte Verarbeitung bei der Verkabelung führte bei mir dazu, dass bei eingestellten 0% die LEDs einzelner Kanäle mit 1 - 30% Intensität leuchteten. Je nach Zustand des Wacklers mehr oder weniger. Nach Transport zum Hersteller in dessen unzureichender Verpackung war der Fehler mitunter verschwunden und nach Rücktransport wieder da. Als Gegenmaßnahme wurde eine Zeitschaltuhr empfohlen. Hat den Vorteil, das du dir die fehleranfällige Steuerung sparen kannst :winking_face:

    Ja leider.

    Kurzversion. Ja die sind relativ günstig. Das merkt man aber deutlich bei Verarbeitung, Beständigkeit der Platinen/LEDs und Temperaturmanagement. Ich musste nach Lieferung 2x reklamieren ehe die Lampen überhaupt akzeptabel nutzbar waren. Dann gingen sie 2 Wochen bis zum nächsten Problem. Gegen den Rücktritt vom Kaufvertrag wurde sich massiv gewehrt. Selbst mit Anwalt konnte ich nur ein Teil des Geldes zurückholen, da ich den Trödel einer gerichtlichen Auseinandersetzung nicht auf mich nehmen wollte.

    Also nimm lieber etwas mehr Geld in die Hand und kauf gleich Lampen, welche ihr Geld auch wert sind.

    LG Kristian

    (zufriedener PCC Besitzer :winking_face: )

    Jemanden ans Telefon bekommen ist nicht so schwer. Bei gewissen Fragestellungen bzgl. Einstellungen in der Software muss man allerdings den Oberindianer erwischen, sonst sieht es eher mau aus. Da dieser recht beschäfftigt ist, muss man da ggf. schon 2 - 3 mal nachhaken.

    Bin gespannt auf die neue Software, die aktuelle Version ist doch ausgesprochen umständlich zu bedienen, vor allem wenn man mehr als eine 42er und mehrere Abläufe definieren/ändern will. Auch eine ausführlichere Anleitung, mit Beispielen über Positionierung und Einstellung der 42er wäre wünschenswert.

    LG
    Kristian

    Danke für die Info.

    Braunol (Ratiopharm) hat laut Beipackzettel pro 100 g Lsg. 7,5 g PVP-Iod wovon 10% "verfügbares" Iod (I2 ?) sein sollen. Das entspräche 3,75 mg/ml Iodid. Laut deinem Link sind im Braunol 5,5 mg/ml Phosphat. Wäre also ~ 1,5 : 1 PO4 : Iodid. Das ist natürlich ein wenig doof wenn man eh zu viel PO4 hat. Für die P+ Anwender wäre es allerdings eine Alternative :grinning_squinting_face:

    Bzgl. der Dosierung der Trace 3 kann ich nichts beitragen, ich würde es nicht machen, da ich unnötigen Eintrag von Fluorid und Bromid hätte. Das kann aber bei deinem Becken anders sein. Insofern kann es bei dir schon Sinn machen.

    Lugolsche Lösung ist ein Kaliumiodid-Iod Komplex, welcher das Iod wasserlöslich macht. Iod ist ein starkes Oxidationsmittel, in einer Umgebung wie unseren Aquarien oder im Meer wird es nur eine recht kurze Zeit Iod bleiben und zu Iodid reduziert. Da Iod in elementarer Form so im Meer nicht vorkommen wird, werden die meisten Organismen damit nix anfangen können. Die oxidativen Eigenschaften sind allerdings schön, wenn man etwas desinfizieren oder Strudelwürmer auf Korallen ärgern will.

    Ich habe das Kaliumiodid bei S3 Chemicals gekauft, bei einem Großkonzern der mal mit Büchern angefangen hat und inzwischen (fast) alles im Angebot hat, bekommst du es auch :smiling_face:

    Kristian

    Ich löse 2,36 g Kaliumiodid in 1 l Osmosewasser. 10 ml der Lösung erhöhen beim meinem Gesamtvolumen die Iodid-Konzentration um 0,01 mg/l. Davon hatte ich 2x 10 ml die Woche dosiert, bis ich zu faul wurde das manuell zu machen :winking_face: Die fertige Lösung kann man auch kaufen, allerdings bekommt man für den Preis pro Liter das Kaliumiodid z. T. im Kilo-Bereich.

    Wenn ich die Elemente in der Trace 3 Lösung von Fauna Marin sehe, ist das vermutlich Kaliumiodid, Natriumfluorid und Natriumbromid. Du würdest nur mehr Kaliumiodid zu deiner KH Lösung geben als du mit der Trace 3 Lösung bereits zugibst, da sollte es in dem Rahmen keine Wechselwirkungen geben.

    Wenn du die Trace 3 erhöst, dosierst du natürlich auch mehr Fluorid und Bromid. Bei mir z. B. muss ich diese Elemente nicht extra dosieren, da reicht der Eintrag durch Futter bzw. WW.

    Beste Grüße
    Kristian

    Du kannst Kaliumiodid nehmen und dir eine Lösung herstellen, welche du dosierst. Bei mir kommt das Kaliumiodid mit in den KH Behälter fürs Balling, dann wird es verbrauchsabhängig dosiert.

    Gibt es auf der Verpackung der Lugolschen Lösung eine Gehaltsangabe?

    Beste Grüße
    Kristian