Beiträge von HTO

    Hallo Hans-Werner,

    danke für die Info. Probiere gerade die tägliche Zugabe von H2O2 (2.66 ml 3% pro 100 l). Erfahrungen bzgl. Erfolg sind eher durchwachsen was man so liest, die Nebeneffekte sollen überschaubar sein. Bei mir keine negativen Effekte. Andere Algen (kurzbüschelige Haaralgen) leiden, die Dinos (?) leider unbeeindruckt. Immerhin ist mein Redoxwert in bessere Regionen gestiegen...

    LG Kristian

    Hallo Reinhard,

    ja die PDF kenne ich. Die dort abgebildeten Dinos sind es nicht. Die hatte ich 2 Wochen in der Einfahrphase. Deswegen dachte ich, dass sie wieder zurück sind. Tja ätsch. Bei den Goldalgen ist die Qualität des Bildes im PDF zu schlecht um eine sichere Identifikation zu treffen.

    Die runden Murmeln sind übrigens unter dem Mikroskop nicht mobil. Verharren eher auf der Stelle.

    LG Kristian

    Hallo liebe Wissenden,

    die braunen schleimigen Mistdinger sind seit gut 2 Jahren mein treuer Begleiter. Bis jetzt relativ überschaubar und lokal begrenzt. In letzter Zeit leider überhand nehmend. Auf dem Bodengrund quasi garnicht zu finden, eher an Gestein, Technik und leider auch Koralle. Am Morgen optisch weniger und im Laufe des Tages mehr werdend. Dabei augenscheinlich Sauerstoff produzierend. Absaugen und Stelle abbürsten bringt nicht viel. Die Stelle mit heißem Wasser behandelt teilweise.

    Wie klassische Dinoflagellaten sehen sie nicht aus. Eine andere Gattung? Goldalgen?

    UV läuft permanent im System mit. 110 W auf 2250 l Nettovolumen.

    LG Kristian

    Ich schließe mich mal an. In welchem Umfang sollte man Probiotika zugeben? Mehrfach über einen gewissen Zeitraum, um die "guten" Bakterien in die Überzahl zu bringen?

    Bzw. bzgl. dessen eine Frage. Ich hatte schon länger das Phänomen, das meine Hydnophora von der Basis her weiß wurde und das Gewebe immer weiter abstirbt. Nährstoffmangel würde ich ausschließen, PO4 immer deutlich jenseits der 0,05 mg/l. Habe ich weit ins Gesunde Gewebe fragmentiert, in Betaisodona gebadet und eingemörtelt gabs es eine gute Chance, dass das Phänomen nicht mehr auftritt. Kann so etwas auch durch bestimmte Bakterien ausgelöst werden?

    LG Kristian

    Ich hatte küzlich vergleichbare Probleme. Nach einer kurzen Bakterienblüte (trotz 110 W UV und Ozon @ 2250 l Nettovolumen) Fische schreckhaft, kein Interesse an Futter, Schnappatmung und nach und nach Versterben. Eine zugesetze Meerbarbe zu einem Zeitpunk, wo es noch kontrollierbar erschien (1,5 Jahre zuvor ähnliches Problem ohne Verluste), zeigte innerhalb von 2 Tagen gleiche Symptome. Zum Höhepunkt quasi im Stundentakt tote Fische.

    Ich kann dir nur raten, such dir einen Tierarzt, der auf Zierfische spezialisiert ist und nimm ein oder zwei noch lebende Fische mit, welche die entsprechenden Symptome zeigen. Alles andere artet sonst in Kaffeesatzlesen aus, vor allem aus der Ferne. Bei mir waren es Nematoden, Fräßkopfwürmer, Cryptocaryon irritans und eine bakterielle Infektion on top. Nur ein Doc hat Punkte gezeigt. Levamisolbehandlung brachte z. T. Erfolge, nach Beendigung (WW + Aktivkohle) ging das Sterben so richtig los. Im Endeffekt Pott ausgeräumt, verbliebene Fische gefangen und mit Antibiotikum sowie Tank Transfer Methode (TTM) gegen Cryptocaryon behandelt. Der Pott bleibt 76 Tage Fischfrei bis alle Erreger im Cystenstadium geschlüpft und verstorben sind. Nähere Infos hier bzw. hier. Die Fische, welche den Tank Tranfer überstanden haben (waren fast alle) sind inzwischen wieder richtig fit, betteln und fressen wieder sehr gut. Bei mir geht ab sofort alles (auch Korallen, Garnelen etc.) durch Quanrantäne/TTM und prophylaktische bzw. angebrachte medikamentöse Behandlung.


    LG Kristian

    Ich habe seit drei Jahren Acryl 5 mm über dem Hauptbecken sowie 8 bzw. 10 mm Macrolon über den Ablegerbecken. Bzgl. Staub/Salz der Zustand nach ca. 4 Wochen:

    Pro für mich:
    - Springschutz!
    - weniger Verdunstung > weniger Heizbedarf im Winter sowie weniger Wasser in der Bude
    - Acryl und Macrolon kann man einfach selbst bearbeiten/kleben
    - immer Sommer bessere Kühleffekt durch eine Art Kamineffekt:

    Nachteile:
    - man kommt schlechter schnell ins Becken
    - man muss regelmäßig putzen, wobei bei mir das inzwischen nur alle 4 - 6 Wochen passiert

    Einschränkungen durch weniger Licht im Becken konnte ich nicht beobachten. Da haben andere Werte wie pH, Spuris, Macroelemente einen viel größeren Einfluss.

    Gasaustausch macht der Abschäumer wesentlich effektiver. Zumal die Scheiben bei mir dank aufgeklebter kleiner Acrylstücke nicht plan aufliegen. Da kommt immer Luft durch zur Wasseroberfläche.

    Ich würde sie nicht mehr missen wollen.

    LG Kristian

    Du kannst z. B. mit rein 550 nm LEDs einen hohen PAR Wert haben. Schaut man sich die Absorptionsspektren von z. B. Chlorophyll an, ist in dem Bereich ein Absorptionsminimum. Die Pflanze hat also nicht viel von dem hohen PAR Wert, kann die Lichtleistung nur bedingt nutzen > der PUR ist klein.

    LG Kristian

    Par bewertet das Licht so wie es Pflanzen benötigen.

    Hier sollte man auch vorsichtig sein. Der PAR Wert ist die Summe der Leistung des Lichts zw. 400 und 700 nm Wellenlänge. Je nachdem wo die die Zöglinge bzw. die Lampe ihre Absorptions- bzw. Emissionsmaxima haben, kann das mit der Nutzbarkeit doch varrieren. Eine Natriumdampflampe hängt i. d. R. nicht über Meerwasseraquarien :grinning_squinting_face: Das schimpft sich dann PUR (Photosynthetically Useable Radiation).

    LG Kristian

    Mit dem Atemkalk wird CO2 ausgefiltert und wahrscheinlich ist damit überhaupt kein Kohlenstoff (der ja im CO2 ist) mehr im Wasser

    Ohne "Kohlenstoff" respektive CO2, welches mit HCO3- und CO32- im Gleichgewicht steht, hättest du eine KH von null. Da wären nicht nur die LPS platt.

    Mein Becken befindet sich übrigens fast immer im Bereich der Übersättigung. Trotz Atemkalk. Und ich würde mal behaupten, dass ist bei der überwiegenden Anzahl der Becken so.

    LG Kristian

    die Salinität kannst Du nur indirekt ableiten vom Natriumgehalt. Dieser ist im normalen Bereich, deshalb dürfte die Salinität im normalen Rahmen sein und Ca, Mg durch die Ballingzufuhr stark erhöht sein.

    Augenscheinlich bestimmt Triton den Chloridwert nicht? Da bleibt ja nur die Hoffnung, dass Na und Cl im passenden Verhältnis sind, sonst kann man da auch bös auf die Nase fallen...


    Der PO4 wert lag ja bei 0,006. P lag aber bei >2. Da sehe ich keine Limitierung.

    2 µg/l = 0,002 mg/l P = 0,006 mg/l PO4. Das ist schon wenig, wenn man bedenkt, dass man mit der ICP organischen und anorganischen Phosphor erwischt.

    Edith sagt Hans war schneller :winking_face:

    Es wird hierbei nicht die Alkalität (KH) beeinflusst

    Hallo Hajo,

    Alkalinität wird als Säurebindungsvermögen definiert. Und mit Kalkwasser, egal ob mit Kalkwasserrührer oder in der PE Flasche angesetzt, gibt man Calcium- (Ca2+) und Hydroxidionen (2x OH-) zu. Und Hydroxidionen können Säuren (z. B. H+ oder R-COOH (organische Säuren)) neutralisieren/binden. Mit 1 l Kalkwasser, in welchem 1,6 g Ca(OH)2 gelöst sind, erhöht man auf 1000 l Ca um 0,87 mg/l und die Alkalinität um 0,12 °dKH.

    Ca(OH)2 + 2 CO2 > Ca(HCO3)2

    Bei hinreichendem Angebot an CO2 wird aus den Hydroxidionen auch Hydrogencarbonat/Karbonathärte gebildet, was ja letztendlich der Hauptteil der Alkalinität ist.

    Da bei einer KH von 7,5 die Sättigungskonzentration von CO2 im Meerwasser bei einem pH von ~ 8,32 vorliegt, würde ich sagen, bei den meisten liegt der Zustand der Übersättigung vor. Zumindest bei mir trotz Atemkalk. Ich dosiere Nachts 3 l Kalkwasser und musste meine KH Dosierung um den Alkalinitätsbeitrag des Kalkwassers senken, damit die KH stabil bleibt.

    Durch die Kalkwasserdosierung ist mein pH absolut ca. 0,1 nach oben gegangen und die Tag/Nacht Differenz von ca. 0,3 auf 0,2 gesunken.


    LG Kristian

    Bei Deiner Konstruktion frage ich mich, ob der Luftzug durch das viele Granulat gebremst wird, selbst mit der Erhöhung auf 20mm Schlauch.

    Der Schlauch geht sogar noch ~ 60 - 70 cm bis zum Abschäumer. Den Schalldämpfer habe ich rausgenommen. Bis dato konnte ich keine Limitierung beim AS feststellen (akustisch bzw. Wasserstandslevel).


    Welches Gerät hat Du Dir angeschafft?

    Dieses hier. Und ich habe die Autokalibration rausgenommen (siehe hier). Das Messmoped aus dem letzten Link ist baugleich zu dem aus dem ersten Link, nur sind die Knöpfe nicht von außen zugänglich (warum auch immer). Wenn man das Gehäuse öffnet kommt man aber leicht ran. Über die Knöpfe kann man Warnlevel, Altitude und Autokalibrationsinterval ein-/ausstellen bzw. Werksreset machen. Bei mir stand er bzgl. Autokalibrationsinterval auf Auto und nimmt somit den niedrigsten Wert der vergangenen 8 Tage als Referenzwert für frische Luft mit ~ 400 ppm. In Folge kommt dann irgendwann Murks bei den Zahlenwerten heraus.


    Ich habe allerdings zur Sicherheit noch eine weitere "Nachbrennerkartusche" hinter das Messgerät geschaltet.

    Kanonen auf Spatzen oder bastelst nur gerne? :thup :grinning_squinting_face:

    LG
    Kristian

    Hallo alle zusammen.

    Von allem BlingBling was man so fürs Meerwasseraquarium kaufen kann, hat Atemkalk bei mir mit den größten positiven Effekt gehabt. Mein KH/Ca Verbrauch ist, verglichen 3 Monate vor/nach dem Start, um etwas mehr als das doppelte angestiegen. Der pH Wert ist durch den Atemkalk von 7,8/7,9 - 8,0/8,1 auf 8,1/8,2 - 8,3/8,4 hoch gegangen. Meine damals vorhandenen Cyanos sind merklich zurückgegangen.

    Ich verwende 4,5 l Gebinde aus dem Medizinbedarf-Großhandel. Dieser kommt in einen modifizierten 5 l Skimbreeze Reaktor. Der Auslass ist auf 19 mm erweitert und der Deckel kann vernünftig befestigt werden.

    Hinter dem 5 l Filter befinden sich noch 2 650 ml Filter, welche als "Nachbrenner" fungieren. Der Atemkalk zieht auch noch CO2, wenn er bereits blau geworden ist. Ich würde daher immer den größt möglichen Filter wählen (je nach Platzangebot). Wird das Granulat in der 2. Nachbrennerkartusche blau, kommt das Granulat aus dem 5 l Filter in den Müll, das Granulat aus den beiden Nachbrennern in den 5 l Filter und der Rest wird mit frischem Granulat aufgefüllt (4,5 l). Den PVC Schlauch habe ich inzwischen durch einen passenden Silikonschlauch ersetzt.

    Ich kontrolliere das noch mit einem CO2 Messgerät, da der Blauton in den Nachbrennern aufgrund des leicht blauen Materials der Hülle schlecht zu erkennen ist.

    Der Atemkalkfilter und der AS (BK 300) stehen im Keller, welcher zumindest Frühjahr bis Herbst durch angeklappte Fenster im Grunde Außen-CO2 Werte hat. Im Winter halt je nach Lüften und wie viel man im Keller ist mehr. 4,5 l Atemkalk reichen bei mir ca. 7 - 8 Wochen.

    LG
    Kristian

    Wenn das Natriumcarbonat tropfenweise dosiert wird, bildet sich bei jedem Tropfen ein kleiner Nebel der aber unmittelbar wieder verschwindet.

    Hallo Andreas,

    ich dosiere auch Natriumcarbonat in das Abteil der RFP. Bei mir ist eine kleine 6045 Tunze in der Kammer, welche für ordentlich Bewegung sorgt und den sich bildenen Niederschlag in 1 - 2 Sekunden verschwinden lässt. Ich habe ca. 1/3 deiner Menge an Natriumcarbonat in der KH Lösung. Ca und Mg Werte vergleichbar. Ich dosiere aktuell fast das Doppelte deiner Dosis und konnte bis dato keinerlei Kalkablagerungen feststellen.

    In wie vielen Einzeldosen gibts du die KH Lösung zu? Bei mir sind es 2x 48 Einzeldosierungen (2 Kanister falls ein Problem bei einem Kanister/Dosierpumpe) mit 5 min Zeitversatz.

    LG
    Kristian

    Hallo Stefan,

    hast du für die zweite Messung mit dem Checker eine neue Tüte verwendet? Ich hatte bereits mehrfach den Fall, das in einer Charge Tütchen, welche noch weit vor dem MHD waren, bei einzelne Tütchen das Pulver nicht weiß sondern leicht gelblich war. Die Messungen mit dem leicht gelben Pulver waren durch die Bank deutlich zu hoch.

    Was die Messung deutlich verfälscht sind Schwebeteilchen und Luftblasen im Strahlengang. Auch aufgrunddessen wie Hajo schreibt, die Messung mehrfach wiederholen und den Mittelwert bilden. Bzw. offensichtliche Ausreißer streichen.

    Noch eine weitere Möglichkeit, beim Umrechnen einfach eine Zehnerpotenz vergessen? Die beiden Checkerergebnisse durch 10 geteilt und du bist in der Größenordnung des TM Test's...

    LG Kristian

    6 Streifen oder den Lippi den Sebastian81 hier unter Biete verkauft einsetzen.

    Hab 3 Diamantlippis im Becken, welche Nachts pennen. Vermutlich wie die meisten anderen Lippis auch. Somit leider keine Lösung da die Strudler sich nur Nachts blicken lassen.

    Das war der erste Kontakt mit der unbeliebten Art in meinem jetzigen Becken. Ich habe mir ein Paar Mirakelbarsche ( oder 2 junge Fischchen ) bestellt. Vielleicht vernaschen sie evtl. nachts die Viecher ?!?!

    Laut Andy augenscheinlich leider nein :frowning_face:

    Widerspricht sich das nicht?

    Du meinst weil Nachts eh alle Katzen grau sind :kissing_face:


    Nö! Echte Cineasten verdunkeln ihre Bude für besseren Kontrast. Nur einen Minibeamer in die Dose zu bauen könnte schwierig werden. Vielleicht sind die Strudler ja nicht ganz so anspruchsvoll und ihnen reicht ein gutes wasserdichtes Handy mit hoher Auflösung?

    Ich kann ja ein Spiegelsystem in die Falle integrierten, dann kann ich durch die Scheibe projezieren.

    An die Außenseite kommt noch Free Candy ran. Oder Free Wifi, für die jungen Strudler :grinning_squinting_face:

    Grüße
    Kristian

    Hallo Thomas,

    vielleicht wenn eine Doku über Muscheln und Schnecken läuft. Müssen aber Nacktschnecken sein :grinning_squinting_face:

    Ich hoffe mal Dunkelheit an sich reicht schon. Wenn ich etwas Zeit habe, werde ich aus schwarzen PVC-Platten was bauen. Da sollte dann auch nicht wie bei Dosen Licht durch die Wandung scheinen. Außer man eine dunkle Dose...

    Grüße
    Kristian

    Hallo Thomas,

    danke für das Photo. Ich hatte ja auch schon eine verwinkelte Falle gebaut, in welche sich ein Strudler an eine Gehäuseschnecke aus dem Garten verirrt hatte. Aber die war auch durchsichtig. Mehr Erfolg hatte ich mit der dann nicht. Deine ist im Innern dunkel, dass finden die Strudler ggf. auch besser.

    Bei dem Köderfleisch ist es vielleicht wirklich der Gammelgrad und die Sorte. Mit gefrorenen Miesmuscheln hatte gar kein Glück. Da gingen die ersten 24 h nicht mal die üblichen Verdächtigen rauf.

    Grüße
    Kristian

    Hallo Thomas,

    dann scheinen die toten Austern besser zu funktionieren als lebende. Habe zwei lebende seit ca. 2 Wochen im Becken aber noch kein Strudler dran gewesen.

    Kannst du mal ein Photo von der Falle machen?

    Kleinere Strudler (1-2 cm) habe ich bereits mehrere gesehen aber nur einen fangen können. Ich hoffe einfach, dass die Kleinen noch nicht geschlechtsreif sind...

    Grüße
    Kristian

    Hallo Robin,

    dass Leopardenstrudelwürmer Bostenwürmer auf dem Speiseplan haben, habe ich in einem der Kommentare im MeWaLex gelesen (wenn ich mich recht entsinne). Wäre ja zumindest eine positive Seite bei den Strudlern. Bei meinen Borstenwürmern konnte ich leider noch keinen Schwund feststellen, eher im Gegenteil. Es sind allerdings auch Blaustreifenfeuerborstenwürmer.

    Hinsichtlich der Einsiedler. Ich habe drei im Ablegerbecken, welche plötzlich nur noch auf den Korallen saßen. Unter einem Ablegerstein entdeckte ich dann einen Strudler. Nach dessen Auszug turnen die Einsiedler auch wieder auf dem Boden herum.

    Wie sehen den deine Leopardenstrudelwürme von der Farbgebung her aus. Wie die auf den oberen Bildern oder anders?

    LG Kristian

    Hallo Andy,

    vielen Dank für die Information. Hatte eh Bauchweh einem Fisch den ganzen Stress zuzumuten, nur um etwas auszuprobieren :neutral_face:

    Ist zwar schade, dass Mirakelbarsche auch keine Option ist, aber ich bin froh über eine klare Aussage.

    Danke und Grüße
    Kristian

    Habe mir mal dieses Buch zu Gemüte geführt: The World of Polyclads - Leslie Newman, Lester Cannon

    Interessantes Buch, beschreibt allgemein die Welt der Würmer und die Einordnung der Polycladida Plattwürmer, zu denen die Leos gehören. Umfassender wird dann auf die Polycladida eingegangen.

    Zusammenfassend habe ich folgende Dinge aus dem Buch mitgenommen:

    - die Leos in meinem Becken gehören rein von der Optik her zu den langweiligen Vertretern
    - es gibt Strudler mit Toxinen, solche welche das Aussehen von Strudlern oder Nacktschnecken welche Toxine enthalten imitieren und es gibt Strudler welche auf Tarnung setzen - meine Leos gehören wohl eher zur letzten Kategorie
    - es gab Versuche mit künstlichen Strudlern (aus Agar), welche die Optik verschiedener Strudler nachbildeten. Lippfische haben tendenziell die mit Toxinen bzw. deren Mimikry's gemieden. Allgemein wurden Fische als Fressfeinde umfangreich ausgeschlossen
    - als potentieller Fressfeind wurde Canthigaster valentini benannt, gestützt auf die Tatsache, dass er ein ähnliches Toxin wie die Strudler enthält
    - Strudler haben männliche und weibliche Geschlechtsmerkmale, nutzen aber wohl nur im Ausnahmefall beide selbst - also eher 2 Strudler für Vermehrung notwendig. Es sei den, Samen sind schon bevorratet, dann reicht einer
    - Strudler sind recht zäh - kommen wohl mehrere Monate (!) ohne Nahrung aus :astonished_face:

    Da die Sattelspitzkopfkugelfische Nachts schlafen, fallen sie als Fressfeind für die Leopardenstrudler ja leider aus. Aufgrund ihrer versteckten Lebensweise werden die Leos wohl kein Toxin enthalten. Ich bin folglich immer noch nicht weg von der Idee, mal einen Calloplesiops altivelis auszuprobieren.

    Grüße
    Kristian

    ps: auch sehr schön: True Facts: Bobbit Worm and Polychaete Pals allerdings nicht unbedingt tauglich fürs Abendprogramm mit der besseren Hälfte :kissing_face:

    Aber das er nun auch noch langfristig als Po4-Killer dient

    Das war bei mir definitiv endlich. Bei Beckenstart stabiler PO4 Wert bis die Beckenbio loslegte. Dann musste ich PO4 dosieren. Irgendwann kerrte sich das um, ich habe momentan mehr Eintrag durch Futter als Verbrauch.

    Phosphatlimitierungen allein auf eine bestimmte Sandsorte zurückzuführen halte ich auch für gewagt.

    Grüße
    Kristian

    Also mein ATI Sand entfernt mir kein PO4 :frowning_face: Gibt's da verschiedene?

    Mal Spaß beiseite, mit dem Entfernen des Sandes hast du ggf. Siedlungsfläche für Bakterien entfernt welche bei der Vermehrung Nährstoffe verbrauchen?

    Grüße
    Kristian

    Na die eine unter vielen fällt nicht auf ob da oder nicht :kissing_face: :smiling_face_with_halo:

    Beim Einmörteln haben die Krepel immer Wege durchs Gestein gefunden... insofern ist heiß Wasser schon toll, da sind sie dann schlecht zu Fuß :thumbs_up:

    Gruß
    Kristian

    Hi Daniel

    Oder es gibt eine Vorratsbefruchtung, aber das sollen die Biologen besser klären.

    wäre eine Option. Wäre mir die liebste, ich hatte gehofft das mindestens zwei Leos für die Großfamilie notwendig sind. Interessant wäre noch, ob Iodbad oder andere Produkte zum Korallen baden die Eier schädigen können. Aktuell habe ich drei Leos in einem 72 l Becken wohnen, wenn es da weitere Gelege gibt, werde ich mal versuchen zu testen. Danke für die Links :thup


    Danke für den Bericht Kristian!

    Gerne. Das Problem scheint da doch nicht so selten zu sein, ich hoffe immer noch, dass jemand mit einer praktikablen Lösung um die Ecke kommt...

    Eine weitere erfolgreiche Jagdmethode konnte ich heute Nacht testen. Leo auf Stein, normalerweise keine Chance den da zu erwischen. Ich habe eine 20 ml Einwegspritze mit heißem Leitungswasser gefüllt und den Leo damit eingenebelt. Leo macht lustige Verrenkungen und man kann ihn in dem Zustand mit der Spritze vom STein saugen. Mit etwas Übung bekommt man das Aufziehen der Spritze auch mit einer Hand hin, dann ist man recht flexibel bei der Jagd.

    Grüße
    Kristian

    Neuigkeiten von der Strudlerfront.

    Habe einen Strudler mit einer Dosis Lanthanchlorid beglückt, welche 0,05 mg/l PO4 entspricht. Nach zwei Stunden keine augenscheinlichen Veränderungen beim Strudler. Dosis auf 1,0 mg/l PO4 Equivalent erhöht. Das zeigte nach 24 h durchaus einen sichtbaren Effekt, man konnte lustige Verrenkungen beobachten. Zur Strecke hats den Strudler aber nicht gebracht.

    Nach weiteren 24 h habe ich frisches Wasser zugegeben und abgewartet. Die Mobilität wurde dann von Tag zu Tag besser. Also keine bleibenden Schäden. Zur Krönung des ganzen - man könnte durchaus behaupten das Vieh zeigt mir den ausgestreckten Mittelfinger - hing eine Woche später etwas am Rand des Bechers.

    Ich vermute mal stark das sind Eier. Also zusammengefasst. Lanthanchlorid tötet keine Leos. Leos sind dann immer noch umfangreich fortpflanzungsfähig und augenscheinlich kann der Leo das auch alleine, immerhin war er gut 3 Wochen alleine in dem Gefäß. Läuft...

    Zur Erheiterung / Anschreckung - Leo beim Dinner. Der Leo ist ca. 1.5 - 2 cm groß und vernascht eine ca. 7 mm Nassarius.

    Grüße
    Kristian

    Hallo Thomas,

    das ist ja auch eine stattliche Anzahl an Leos :frowning_face: Das Gefühl gegen Windmühlen zu kämpfen habe ich aber auch. Man schaut in einer Tour des Nachts ins Becken und es tauchen immer wieder welche auf. Hast mal ein Bild von der Futterpipette? Die Idee gefällt mir. Mit Schlauch und Eimer bekommt man sie zwar auch an blöden Stellen weg, aber man muss zu Zweit sein und mit dem Schlauch aufpassen um nicht Randale im Becken zu veranstalten. Zudem ist meine bessere Hälfte nicht so angetan den Hilfsscheriff zu spielen bei den nächtlichen Streifzügen.

    Hast du einen Mirakelbarsch (Calloplesiops altivelis) im Becken? Es reizt mich ja, dass mal in einem separaten Becken auszutesten, ob der als nachtaktiver Jäger die prinzipiell fressen würde.

    Gruß
    Kristian

    Hallo Ralf,

    ich habe eine blaue Acropora sp., welche bei einer Mangelsituation deutlich die Mesenterialfilamente zeigt. Der Stock war nur durch Fragmentieren zu retten.

    Eine weitere Acropora sp. zeigt immer nach der Fütterung, wenn Scheiben geputzt wurden oder die Fische den Bodengrund aufgewirbelt haben ihre Mesenterialfilamente. Das Tier ist an sich gesund und hat auch jedes Tief ohne Murren überstanden.

    Gruß
    Kristian

    Ha ha!! Ein Leo mit klaren Prioritäten!

    Ja, meinen Respekt hat er... der Leopold (ist es bedenklich wenn man anfängt ihnen Namen zu geben :face_with_rolling_eyes: )

    Kieferwürmer sind schlimmer. Alleine schon, weil sie dich immer beobachten. Die Leos kommen direkt danach.

    Da würde ich nicht tauschen wollen. Das mit der Muschelhälfte steht aber auch noch auf meiner To do Liste. Sollten allerdings die günstigeren sein :grinning_squinting_face:

    Hätte nicht gefacht das die Viecher so robust sind.

    Hatte auch gehofft mit Levamisol eine elegante Lösung zu finden. Werde den kürzlich gefangenen großen Leo mal mit Lanthanchlorid beglücken. Ggf. wirkt das ja.

    Waidmanns Dank
    Kristian

    Bin inzwischen zum Testen einer höheren Dosis gekommen. Konzentration 30 mg/l Levamisol, also das 40fache dessen womit Turbellarien traktiert werden. Das Versuchkanninchen war der gleiche Leo, Größe ca. 2 - 3 cm.

    In der ersten Stunde bemerkte man eine stark erhöhte Aktivität beim Leo welche fließend in akrobatische Einlagen überging. Nach 24 h ergab sich dieses Bild:

    Geknautscht aber noch am Leben. Ich habe dann das Wasser gewechselt, nach kurzer Zeit sah er wieder ganz normal aus.

    Ich würde sagen, bei Leopardenstrudelwürmern kann man Levamisol vergessen. Es lähmt sie zwar, tötet sie aber nicht. Zumal 30 mg/l bei meinem Becken 54 g Levamisol entspricht. Das wären z. B. bei Verwendung von Concurat L 540 g. Neben den 54 g Levamisol kippt man dann aber noch noch ca. 490 g Füllstoff in Form von Glucose und Siliciumdioxid ins Becken... :face_with_open_mouth:


    Konnte letzte Nacht noch einen Leo "fangen". Saß praktischerweise auf dem Scheibenreinigungsmagneten und vernaschte eine Nassarius. Zeigt keine Regung als ich den Magneten aus dem Becken nahm. Erst Anstupsen mit einem Zahnstocher brachte ihn in Bewegung. Die Schnecke hat er dabei mitgenommen!

    Gruß
    Kristian

    Ja, am vorderen Ende hatte ich ein Stück hartes Rohr. Wobei der Schlauch (12 mm Eheim) schon recht hart ist. Zur Not hätte man auch mit kratzen können. Der Leo war/ist ca. 2 - 3 cm groß. Hat geholfen drunter zu "hebeln", war dennoch schwer. Ein größerer Leo hat noch mehr Haftfläche und wenn da eine Lücke/Öffnung in der Nähe ist, dann gute Nacht. Da flutscht der einfach rein.

    Was mir noch auffiel. Solange ich mit der Rotlichtlampe direkt auf den Leo geleuchtet habe, war er recht still. Ging man etwas weg mit dem Lichtkegel, bewegte er sich. Ggf. versucht er bei beim direkten Anleuchten seine Tarnung auszuspielen. Muss ich mal beim nächsten überprüfen.

    Grüße
    Kristian

    Da ich wieder einen der Krepel erwischen konnte, durfte dieser Leo als Versuchskanninchen herhalten. Gefangen wurde er mittels Schlauch und absaugen vom Stein. So kann man die Jungs immerhin auch von Steinen pflücken, allerdings benötigt man schon eine zweite Person als Hilfe beim Händling mit dem Schlauch und die Jungs kleben am Stein wie Kaugummi unter dem Schuh :face_with_rolling_eyes:

    Traktiert wurde der Leo mit Concurat L (10% Levamisol-Gehalt). Bei Turbellarien liegt die Empfehlung bei 7,5 g Pulver auf 1000 l, also 0,75 mg/l Levamisol. Ich habe 1 h mit 1 mg/l behandelt > keine Auswirkungen. Dann nochmal 2 mg/l zugegeben > der Leo wird in seiner Reaktionsgeschwindigkeit träger. Mehr aber auch nicht.

    Nach 24 h war er wieder putzmunter. Levamisol baut sich im basischen Milieu ab, vermutlich war nur noch wenig/garkein Levamisol mehr vorhanden, so dass es den Leo nicht mehr beeinträchtigte.

    Werde morgen mal eine höhere Dosis probieren.

    Grüße
    Kristian

    dann mach das mal, ich sehe das anders.

    Mache ich und ich fahre damit sehr gut.

    nur ist ICP nicht gleich ICP

    Sowohl Triton als auch ATI verwenden ICP-OES. Der Unterschied liegt in Nuancen der Nachweis-/Bestimmungsgrenze. Mit den Grenzen der OES haben beide zu tun. Oder welchen Unterschied meinst du, außer das augenscheinlich für dich ATI doof und Triton gut ist? Versteh mich nicht falsch, ich bevorzuge keinen von beiden.

    Was machst du den wie in diesem Fall bei viel zu niedriger PSU und selbst für 35 PSU zu hohen Werten?

    Mach doch mal bitte einen soliden Vorschlag wie der TE Ersteller das Problem angehen soll. Mit Adsorber wird er nur einen Teil der Probleme lösen können.

    der Na-Wert sollte bei 35 psu bei 107000mg/l liegen und bei viel anderen Werten ist das ähnlich.

    Da wir den Pfad des Sachlichen bereits verlassen haben. Ich hoffe nicht, dass du diesen Wert in deinem Becken hast. Ich bevorzuge eine Zehnerpotenz niedriger, ich vermute die meisten anderen Meerwasseraquarianer auch :winking_face:

    Grüße
    Kristian