Hi zusammen
ich denke man kann Lebendgestein oder totes Material nicht mit einander vergleichen. Selbsverständlich entstehen von Beginn an, also während der Einfahrphase, aber auch im weiteren Verlauf Unterschiede. Nehmen wir die Bakterien und Kleinstlebewesen mal als Beispiel für die positive Entwicklung aus den lebenden Steinen, stehen die nicht gewollten "Tiere" als contra dagegen, usw. Ich würde das Verhältnis und den langfristigen Erfolg dieser Konzepte daher mit einem 1:1 bewerten.
Es wird immer mal Leute geben dir wegen einer "Pest" aufgeben, oder auch wegen evtl. Probleme resultierend aus fehlender Biologie evtl. auch durch totes Material scheitern.
Aber in beiden Fällen sind das nicht die einzigen Kriterien für Erfolg. Man kann icht einfach 3 Moante abwarten, sondern muss das Becken lesen und dann handeln bzw. regulierend eingreifen, unabhängig vom Dekomaterial.
Daher ist auch eine Art pauschale Einfahranleitung, wie sie immer noch oft beschrieben wird, nur noch bedingt brauchbar, bzw. übertragbar.
Welche Menge Substrat macht in meinem Aquarium Sinn, welche Beschaffenheit des Materials ist optimal für meinen Besatz und die Belastung des Systems, welche Technik will ich einsetzen, wie realisiere ich die Anordnung im Aquarium um meinen persönlichen Geschmack zu treffen, vor allem aber was haben die später einziehenden Tiere für Ansprüche, und und und.
Einen Erfolg oder Mißerfolg nur auf totes Material oder lebendes Material pauschal herunter zu brechen, wäre mir zu einfach, da nicht richtig.Tausende von Aquarien je Gruppe, beweisen es geht beides.
Selbst künstlich kitschig oder sehr reduziert besetzte Becken strahlen oftmals schon nach Monaten in voller Schönheit. Ich brauche keine Tribüne oder Geröllhalde in der es biologische nicht überschaubare Sackgassen gibt, und ich den Eindruck habe, das Riff muss immer EIN Klumpen sein.
Die Vorstellungskraft was wird aus meinem (eher reduzierten) Kunstgebilde in ein paar Monaten oder Jahren, sowie ein gutes Grundwissen und der rote Faden bei der Pflege des Beckens, sind für mich persönlich erstrebenswert. Da braucht es keine Zaubermittel oder unnötig viel eingesetzte Biologie um das Ziel zu erreichen.
selbst wenn ich persönlich total auf (gute) Lebendsteine stehe,
denn da kommt ja auch so manche schöne Überraschung raus. Ich sehe Lebendsteine eher als kleinen biologischen Impuls. Quasi ein Stück Natur zum animpfen und beobachten. Ein Garant für den Erfolg ist es m.E. aber nicht mehr.
gruß Norbert