ich hab mal ein bischen was gesucht... zusammenfassend kann man aber sagen, dass es kaum vorschriften gibt, die irgendetwas vorschreiben. meist wird sich allgemein auf wirbeltiere bezogen. wirbellose scheinen egal zu sein
eigentlich schade, wobei natürlich eine allgemeine vorschrift entsprechend auslegbar ist. ich persönlich denke aber, dass jeder, der das leben an sich achtet, sich automatisch richtig verhält, wenn er denn die achtung des lebens über seine *eigenen* interessen (ästethik, kosten, freizeit, neugier etc.) stellt.
tierschutzgesetz von 1998
oder pdf mit bild von renate als pdf... leider nichts über die haltung von zierfischen
zur ethik (von malawisee.com)
Fische sind Lebewesen mit besonderen Bedürfnissen, die von Fischart zu Fischart unterschiedlich sein kann. Ein Fisch empfindet Wohlbefinden, Unbehagen und Schmerz. Er lernt mit der Zeit seinen Besitzer kennen, schwimmt an die Scheibe wenn er kommt und versteckt sich wenn sich Fremde nähern. Das Aquarium bildet den Lebensraum für den Fisch und ist erst in zweiter Linie als Einrichtungsgegenstand zu betrachten. Der Lebensraum des Fischs, ist Wasser, welches uns als Mensch doch oft in seiner Zusammensetzung unbekannt ist. Dieses Unbekannte wird nur dann zu einem Problem, wenn man sich nicht wenigstens ein bisschen mit ihm beschäftigt.
Fische können bei artgerechter Haltung und Pflege recht alt werden, eine Prachtschmerle erreicht bis zu 40 Jahren, manche Welse sogar 70 Jahre, auch Malawiseebarsche können über 10 Jahre alt werden. Vergleicht man einmal die Fischhaltung mit der von anderen Tieren fällt einem sofort was auf: Würde man eine Katze versuchen wollen an der Leine spazieren zu führen, ist jeder dafür einen Ara in einem Wellensittichkäfig zu halten, oder ein ausgewachsenes Pferd 23 Stunden am Tag in seiner Box zu halten? Der Fisch beschwert sich nicht, aber deshalb empfindet er trotzdem.
Es gibt ein Tierschutzgesetz und ethische Grundsätze. Diese sind hier frei auf die Fischhaltung adaptiert.
-Wer immer sich mit einem Fisch beschäftigt, übernimmt die Verantwortung für das ihm anvertraute Lebewesen.
-Die Haltung des Fisches muss seinen natürlichen Bedürfnissen angepasst sein.
-Der physischen und psychischen Gesundheit des Fisches ist unabhängig von seiner Nutzung oberste Bedeutung einzuräumen.
-Der Mensch hat jeden Fisch gleich zu achten, unabhängig von dessen Art, Alter, Geschlecht sowie Einsatz in Zucht und Hobby.
-Der Umgang mit dem Fisch hat eine persönlichkeitsprägende Bedeutung gerade für junge Menschen. Diese Bedeutung ist stets zu beachten und zu fördern.
-Die Verantwortung für den Fisch erstreckt sich auch auf das Lebensende. Dieser Verantwortung muss der Mensch im Sinne des Fisches gerecht werden.
-Niemand darf einem Fisch ohne vernünftigen Grund Schmerzen und Leiden zufügen.
Man sollte sich darüber im Klaren sein, das alle diese Punkte zunächst bedeuten, sich ständig zu informieren, selbstkritisch zu sein und eigenes Verhalten und seine Fehler zu betrachten.
das thema schall hatten wir ja schonmal:
Fische mögen keine Diskomusik
Die Fischhaltung in einer Diskothek verstößt gegen das Tierschutzgesetz, wenn die Tiere dort hohen Druck- und Schallwellen sowie starken Lichtimpulsen ausgesetzt werden. Wegen ihrer Schall- und Lichtempfindlichkeit können Fischen tierschutzrelevante Leiden (wenn nicht sogar Schmerzen und Schäden) zugefügt werden. Der Amtstierarzt kann daher dem Diskothekenbetreiber die dortige Fischhaltung untersagen.
Verwaltungsgericht Göttingen, Az.: 1 B 323/03
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