Hi Marc ...
so, jetzt hab ich etwas Zeit .... und man sieht, Du scheinst aus dem Fach zu kommen, kennst dich zumindest aus. Da macht eine wie auch immer geführte Diskussion direkt mehr Spaß, als auf Kommentare zu antworten, dass in D. produzierte Pumpen, preislich deutlich überzogen wären.
Okay, dann mal los : ....
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sollten Sie jetzt über eine BLDC Steuerung mit Sinoider Pulsweiten Modulation reden sowie Ersatz des Hallsensors durch Messung der Induktionsspannung der nicht bestromten Spule, gebe ich Ihnen recht das dies neuer um nicht zu sagen "State of the Art" und effektiver als eine einfache 6 Schritt Trapetz Steuerung.
In bin selbst nicht die hellste Kerze am Christbaum, was Elektronik angeht, aber so einiges hat unser Steuerungsbauer und Softwareguru mir erklärt. Auf Deinen obigen Satz muss man unterscheiden, was das Verfahren überhaupt ist, was deutsche Hersteller verwenden. Ein BLDC oder ein PMSM Motor, denn ein reiner BLDC Motor verwendet keiner hier, sondern PMSM (Permanetmagnetischer-Synchron-Motor. Hallsensoren, Weggeber ect. verwendet keiner. Also wir haben somit denn wohl *State-of-the-Art* Antriebe ?
BLDC können sehr hohe Drehzahlen, haben aber kaum Drehmoment. Die Grenzen zu BLDC und PMSM sind fließend und unterscheiden sich nur in Details.
Dann muss man noch unterscheiden, in welchen Taktfrequenz ein Motor betrieben wird. Je höher die Taktfrequenz, desto ruhiger der Lauf, aber um so höher die Fehlerstromrate, die am Ende aufwendig wieder mühselig runter gedrückt werden muss, um die hiesigen Normen zu erfüllen.
Die Anzahl der Pole ist auch ein wichtiger Punkt... je mehr Pole, umso höher die Dynamik... in der Regel verwendet man 2, 4 oder 8-polige Magneten..... viele Pole bedeutet zwar ein hohes Drehmoment, bedeutet aber im Teil-und vor allem im Vollastbetrieb, elektronische Geräusche in einer sehr unangenehmen Frequenz... die sind anders zu bewerten, als die PWM, also Rechteck, Trapez oder Sinuswellenansteuerung.
Am geräuschärmsten ist die 2-poligen Rotorentechnik, die aber einen aufwändigen Stator benötigen. Diese Teile sind im Vollastbetrieb nahezu geräuschlos, können dafür aber z.B. nicht im 1-Sekundentakt pulsen....
Zu einem Punkt möchte ich noch was anmerken... und zwar Dein der Vergleich mit einem AC-Motor und einem DC-Motor hinkt. An einem AC-Motor gibt es nur zwei Bauteile, die über den Jordan gehen können : ... die Wicklung und der Kondensator. Das wars ... bei einem DC Motor in deutscher Bauart, sind es aber schon zw. 50 bis 100 elektronische Bauteile, die kaputt gehen können. Somit ist ein DC-Motor ganz anders zu bewerten, als eine AC-Maschine.
Ich habe schon 2007 erkannt, dass diesen Antrieben in der Aquaristik die Zukunft gehört denn nicht nur die Effizienz ist deutlich besser als bei einem AC-Motor, sie sind auch, wenn sie richtig gemacht sind, auch viel leiser. Das ist das K.O Kriterium schlechthin in der Aquaristik: ... die Lautstärke.
Und wenn ich jetzt die Reispumpen hier vergleiche, die in diversen Foren als leise bezeichnet werden, kann ich nur mit dem Kopf schütteln .... wie das bei Entwicklungen so üblich ist, haben wir sämtliche Mitbewerberpumpen hier und testen die durch. Wenn unser Firmenradio, welches in 2 Meter Entfernung verrückt spielt und mein Hund Purzelbäume schlägt und abhaut, weil ich die Pumpen eines bestimmten chinesischen Herstellers einstecke, dann weiß ich was Sache ist.... und wenn diese Pumpen schon im Teillastbereich extrem laut pfeiffen, weiß ich nicht, wie man *leise* definieren soll und noch unerklärlicher ist mir, mit welcher Berechtigung auf den Pumpen diverse Zertifikate, aufgedruckt werden.... zumal man ja weiß, was CE in China heißt....
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sollte er dabei so kalkulieren und konstruieren das viel im Grenzbereich der Bauteile liegt und verwendet er dann auch noch den billigsten Kondensator dann ist das Ende der Baugruppe nach Ablauf der Garantie Zeit besiegelt.
Also, ich kann hier nur für uns sprechen... wir haben unsere RD3 Baueile so ausgelegt, dass sie 50 % höher belastet werden können oder könnten. Bei der 230 Watt sogar 120 %, denn da verwenden wir für 110 Volt/60 Hz, die gleiche Baugruppe für 230 Volt/50 Hz und deshalb muss die Elektronik deutlich höher ausgelegt sein, als bei 230 V/50 Hz.... 110 V/60 Hz ist eine so richtig sch...s Spannung .... Wir beschränken und schützen unsere Elektroniken grundsätzlich in der Wattage. Bei 230 Watt, z.B. ist Ende.. oder bei 80 Watt, je nachdem. Überlast, blockaden, Trockenlauf, alles berücksichtigt. Selbst eine zunehmende Verkalkung einer Pumpe erkennt die Elektronik. Ist ein Grenzwert erreicht, schaltet die Pumpe ab, um die Elektronik zu schützen.... gerade die Y-Kondensatoren sollte man großzügig überdimensionieren....
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ich habe eben mal meinen Jabeo Controller zum Spass aufgeschraubt und musste entsetzt feststellen da ist ja gar nichts drin was kaputt gehen kann! Da sind ist gerade mal ne einseitig bestückte Platine hat ca. 8 Bauteile drin.
Du hast nur das Poti aufgeschraubt... die Hauptplatine ist in der Pumpe vergossen... und genau da sitzt auch das Problem dieser Pumpen und warum sie so oft ausfallen. Aber das schreib ich hier nicht, denn auch die Kameraden im Reisland können hier mit lesen
Das sollen die mal schön selbst rausfinden, wo der Fehler liegt... Alle deutschen Hersteller gehen einen anderen Weg . .. die gesamte Elektronik wurde ausgelagert und in einen extra-Kasten eingebaut. Das hält zum einen die Wärme vom Wasser fern und zum anderen, muss man nicht gleich die komplette Pumpe entsorgen, wenn mal ein Bauteil in der Steuerung kaputt gehen sollte. Da tauscht man die Platinen aus und fertig. Zumindest unsere sind Anschluss-seitig alle mit Steckverbindungen ausgestattet und können getauscht werden. Da wurde extra nichts fest verlötet, eben genau aus diesem Grund.... Das diese Bauweise natürlich den Preis einer solchen Konstruktion nach oben treibt, sollte auch klar sein.... allein diesen Kasten zu verdrahten und die Platinen gekühlt am Boden zu befestigen, macht viel mehr Arbeit, als die Platine einfach zu vergießen.
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Da bin ich sowas von still, weil gar keine Ahnung von Strömungslehre und schenke Ihnen da vollstes Vertrauen! Ich finde ich es toll das Sie wohl selber im Spritzguss produzieren und sich damit alle Design Möglichkeiten offen halten und auch solche hoch qualitativen Produkte herstellen können!
Also, bei der Hyrdraulik kann man ganz immens puschen, wenn man weiß wie...
gerade der Impeller und noch mehr beim Pumpenkopf gibt es enormes Potenzial !!! Das ist auch eine der Gründe, warum wir bei der 230er *keine* Spritzgussköpfe verwenden, denn wir haben ein 3-D-Pumpenkopf designt, mit Hinterschnitten die Werkzeugmäßig nicht oder nur mit enormen Aufwand machbar sind. wir drehen/fräsen die Teile alle selbst, was leider auch sehr aufwändig ist. Nur ein Beispiel : ... Ansaug-udn druckseitig haben alle pVC-Verschraubungen einen Bund, wo das eingeklebte Rohr anstößt. Leider ist genau an dem Punkt ein Absatz von ca. 5-6 mm, bis zum Ende der Verschraubung. Dreht man diesen Absatz weg und sorgt dafür, dass innen eine durchgehende Fläche bis um Impeller entsteht, bringt das satte 300-400 Liter mehr Flow.... das nennt man bereinigte Wirbelstromverluste. Genau an solchen Punkten kann man immens die Leistungen steigern. Und natürlich an der Art und Form der Impeller. Die 230er macht bei 50 Watt fast 12.000 Liter Flow....
Die Reispumpen machen sich diese Mühe nicht und haben keinen hohen Wirkungsgrad. Mit einfachen, offenen Impellern, bekommt man das nicht hin. Aber das ist schon so, wie Du schreibst : ... dafür sind sie ja auch nicht gemacht....