Heute wurde der erste finale Prototyp gefräst, der komplett mit CAD/CAM gezeichnet und konstruiert wurde. Sieht sehr gut aus. Am Montag wird das Teil fertig zusammengebaut und dann hier erstmalig und exclusiv, vorgestellt.
Bei der Gelegenheit haben wir im Vliesfiler selbst noch eine weitere kleine Trockenkammer eingebaut, denn wir wollen noch eine Steuerung für den Transport der Vliesrollen in die Box integrieren.
Grund :
1. ... wie Carsten Prang schon angemerkt hat, kann es sein, dass in der Vlieskammer, mit einem leichten Wellengang zu rechnen ist. Wenn das passiert, wird der Niveauregler ständig *hüpfen*, das heißt, er geht alle paar Zehntelsekunden an-und aus, wenn der Wasserstand aufgrund verstopfter Vliesfläche bis zum Sensor angestiegen ist, ihn aber noch nicht dauerhaft schaltet. Wenn das passiert, lebt die Elektronik nicht lange. Das zu verhindern, geht nur mit einer Einschaltverzögerung.
2. ... möchten wir irgendwie den Kunden die Möglichkeit in die Hand geben, dass der Vliestransport auf der Rolle gesteuert werden kann. Grund : .. wir wollen auf jeden Fall verhindern, dass ein Teil des verschmutzen und verstopften Vlieses im Wasser verbleibt, wenn der Niveauregler wieder den Getriebemotor abschaltet. Das geht nur mit einer Nachlaufregelung. Sollte ein Teil des verschmutzten Vlieses unterwasser bleiben, wird innerhalb kürzester Zeit die Nitrifikationsbakterien den mühsam gesammelten Schmutz wieder umwandeln, mit unerwünschten Begleiterscheinungen wie Nitrat, Phosphat und Bakterientoxinen. Das kann nicht der Sinn eines Filters sein, denn der Vlieser in Verbindung mit einem Abschäumer, soll *rausholen* und nicht umwandeln.
Da ich selbst nicht die hellste Kerze am Christbaum bin, was Elektronik anbelangt, haben wir diverse Firmen kontaktiert, welche Steuerungen für uns geeignet sind. Tja,.... es gibt Steuerungen, ( als nackte Platinen) die gehen bei 5.- Euro los und hört auf bei Mulitfunktionsrelais bis ca. 300.- Euro.
Wir werden jetzt mal ein paar Versionen bestellen und testen.
Wichtig ist, dass die Zeitrelais sich auf die Zehntelsekunde genau einstellen lassen. Da fällt der Billigkram schon mal von der Stange. Die Einschaltverzögerung sollte mindestens von 1 bis 60 Minuten einstellbar sein und das Nachlaufrelais von 0,1 bis 10 Sekunden. Nur so kann der Kunde ganz genau den Vliestransport bestimmen, bis das verbrauchte Vlies vollständig aus dem Wasser gezogen wurde.
Mir persönlich gefallen zwei Versionen : ... die digitalen Multifunktionsrelais, ausgestattet mit LED oder LCD Anzeige, interner Pufferbatterie gegen Gedächtnisverlust, die beides Funktionen können oder analoge, sehr einfach einzustellende, Zeitrelais ...
Vorteile lED-Multifunktionsrelais : ..
* sehr gut ablesbare Ziffern, LED oder LCD Anzeige ...
* elektronisch punktgenaue Einstellung der Relaiszeiten ...
* bewährte Industriequalität von bekannten Herstellern ...
* multifunktionale Einstellungen ...
Nachteile : ...
* hoher Preis ...
* etwas Programmierkenntnisse erforderlich ...
* aufwändige Verdrahtung
Vorteile analoger Zeitrelais : ...
* preiswerter in der Anschaffung ...
* sehr einfach einstellbar, mit manuellem Drehkranz ...
* keine Pufferbatterien nötig ...
* ebenfalls in Industriequalität erhältlich ...
Nachteile : ...
* nicht so gut ablesbar, wie eine LED oder LCD ...
* einstellbar nur mit kleinen Reitern ...
Hier mal ein paar Bilder beider Systeme, die in der engeren Auswahl stehen. Vlt. hat ja jemand noch den ein oder anderen Tip für uns parat, der sich mit diesen Teilen auskennt. Wichtig ist für uns, dass die Teile leicht zu verstehen sind und man nicht erst vorher die komplette Bedienungsanleitung rauf-und runter studieren muss, um die Teile zu programmieren.
Grüße aus Köln ... Klaus