Heute mal ein kleiner Zwischenstandsbericht über den Prototypen, der bei Torsten läuft. Wir haben wirklich Glück, dass Torsten selbst ein erfahrener Ingenieur ist und sich in die Thematik des Filters sehr gut reindenken kann.
Folgendes werden wir ändern müssen : ..
* das aufstauen des Wassers bis hoch zum Sensor wird verworfen, weil die Pumpenkammer dann zu tief absinkt. Wir werden jetzt ein anderes Relais mit Doppelfunktion, einsetzen.
* der Niveausensor wird ersetzt durch den Schieberegler unserer neuen Abschaltautomatik, die im Februar von Royal-Exclusiv auf den Markt kommt.
* die Einfallrohre in der Vorflutkammer werden tiefer gezogen
* die Trockenkammer für das verbrauchte Vlies ist zu feucht. Der starke DC-Motor an der Aufwickelhaspel presst das Wasser aus dem Vlies ...
Gründe :
das aufstauen bis zum Niveausensor hat zur Folge, dass die Pumpenkammer fast trocken läuft. Wenn in der Pumpenkammer noch eine Nachfüllautomatik installiert ist, wird diese Wasser nachfüllen, bis zum Anschlag. Wenn das Vlies dann aufgerollt wird, fließt schlagartig das aufgestaute Wasser in die Abschäumerkammer und Pumpenkammer. Das kann u.U. eine Erhöhung der Abschäumerkammer nach sich ziehen und den Abschäumer überkochen lassen.
Die Strategie des gesamten Vliesfilters in der Dreambox muss daher noch mal neu überdacht werden.
Die Lösung : ( Vorschlag von Torsten ) ..
Im Frontbereich wird der neue, flache Sensor mit Schieberegler in die Dreambox bündig eingelassen. Der kapazitive Niveausensor steuert das Zeitrelais an. Steigt das Wasser in der Box mehr als 1 cm, gibt der Sensor ein Signal an das Zeitrelais. Nach einer Zeit XY, so ca. 10-30 Minuten, beginnt das Vlies sich aufzurollen. Mit dem zweiten Signal des Relais wird über eine weitere Zeitvorgabe in Sekunden (Zehntelsekunden genau), das verschmutzte Vlies nur ein Stück aus dem Wasser gezogen. Weil aber der Wasserstand im Vlieser nicht höher ist, als ca. 20 bis max 25 cm ( + 1 cm über Niveau durch das verstopfte Vlies) liegt jetzt das verschmutze Vlies überhalb des Wasserspiegels auf der Schlitzplatte, aber noch in der Vlieserkammer und kann erst mal abtrocknen, bis es beim nächsten Signal dann vollständig in die Trockenkammer gezogen wird.
Vorteil : ... der Wasserstand im Filter selbst, ist nahezu gleich, das schmutzige Vlies kann abtropfen und trocknen, das plätschern unterhalb der Schlitzplatte gibt es dann nicht mehr, das verschmutze Vlies wird viel schneller aus dem Kreislauf entfernt, weil der Vlieser nur stückweise nachschiebt. (Den Vorschlag hat hier schon mal jemand gebracht)
Die Einlaufrohre der Vorflutkammer müssen tiefer gezogen werden. Sie ragen nur ca. 60 mm in die Box rein. Ab 5000 Liter Durchfluss reisst das einlaufende Wasser zu viel Luft mit, so dass eine große Unruhe in der Vlieserkammer herrscht. Das muss unbedingt verhindert werden. Torsten hat einen Durchflussmengenmesser installiert und so können wir genau sagen, wie viel Wasser die Vlieser-Dreambox packt ... Ideal sind ca. 2000 bis 4000 L/H. Ab 6000 Liter wird es extrem unruhig im Filter. Das kann aber auch daran liegen, weil viel Luft mitgerissen wird.... Ich ändere noch mal den Hauptzulauf in einen tiefer gelegenen Punk, so dass die Leitung unterwasser liegt und wir testen dann noch mal. Ich fahre zu Torsten und fräse ein neues Loch 40er in die Rückwand, schweiße ein Rohr ein und verlegen den Haupteinlauf neu. Zum Glück steht Torsten sein Filter im Keller auf einem Gestell.
Grüße ... Klaus