Ich denke nicht, dass ein hoher Phosphatgehalt einen direkten Einfluss auf die Abschäumleistung hat. Was ich aber mit gesicherter Erkenntnis sagen kann, dass wenn man Diakat B einsetzt, die Abschäumung erheblich gestört, in manchen Fällen auch gänzlichst eingestellt wird. Auf FB habe ich Leuten empfohlen, das Diakat B mal testweise ganz raus zu nehmen und siehe da.... plötzlich gibt es auch wieder festen Schaum und zwar so viel, dass die Schaumkrone es auch schafft, sich wieder selber raus zu drücken.
Interessanterweise ist dann auch der Phophatgehalt langsam aber sicher gefallen, ohne weiteren Einsatz von Absorbern.
Unser Vließ-Dreamboxenkunde, Torsten Werner, hat ja über einen Zeitraum von mittlerweile fast 2 Jahren, mit RE zusammen sehr intensiv Versuche gefahren mit den Vlieserboxen, einfach um zu testen, was geht und was geht nicht.
Fakt ist, dass Torsten immer mit Phosphat zu kämpfen hatte und ebenfalls Absorber im Einsatz hatte, der Phosphatgehalt aber trotzdem langsam aber stetig nur eine Richtung kannte, nämlich nach oben.
Nach Einbau eines RE-Vliesers und Einsatz des 80 Gramm Vlieses, ist der Phosphatgehalt immerhalb 6 Wochen auf fast 0.0 gefallen und es wurde schnell das Vlies gegen ein 60 Gramm/qm gewechselt. Heute steuert er den Phophatgehalt über die Zeit, wie lange das verschmutzte Vlies im Wasser verbleibt, bevor es entgültig raus gezogen wird und am Ende des Tages der Wert sich bei 0,04 eingependelt hat. Vor ein paar Tage hat Torsten auf FB dieses Bild gepostet, was deutlich zeigt, dass selbst ein sehr leistungsfähiger Schäumer noch in der Lage ist, bei 0,04 Phosphatgehalt noch ordentlich abzuschäumen. Deswegen glaueb ich nicht, dass es einen unmittelbaren Zusammenhang gibt zwischen einem hohen Phosphatwert und Oberflächenspannung, bzw. bessere Abschäumleistung.
Tatsache ist aber, dass Phosphataborber die Oberflächenspannung erheblich stört, aus Gründen auch immer. Spitzenreiter war immer Diakat B.
Bei Einsatz eines Vliesfilters ist aber unbedingt darauf zu achten, ein Vliesmaterial zu nehmen, dass keinen Einfluss auf die Oberflächenspannung nimmt. Bei Testkäufen während der Prototypenphase haben wir nur einen einzigen Hersteller gefunden, dessen Material überhaupt keinen Einfluss auf die Abschäumer nahm. Manche haben schlagartig den Schaum zusammenbrechen lassen. Grund ist die Herstellungsmethode selbst, das heißt, ob das Material thermisch verfestigt wurde, oder einfach nur verklebt wird. Auch ist entscheidend, wie das Vliesmaterial gebleicht wurde. Bei einer Behandlung mit Chlorbleichlauge wird das nix mit Abschäumung. Wir verwenden jetzt ein Material, was eine Zulassung für die Lebensmittelindustrie hat. Die meisten Vlieshersteller verkaufen ihr Material in die Industrie. Z.B. an Schleifmaschinenhersteller, die damit ihre Kühlschmierstoffe filtern. Da spielt es keine Rolle, ob das Vliesmaterial Einfluss auf die Oberflächenspoannung nimmt.
Ab 2018 werden wir nach und nach austauschbare Schaumrohre anbieten. Für die BK-Modelle, die heute schon ein rausnehmbares Schaumrohr haben, geht das ohne Probleme. Die größeren Modelle, wie z.B. den Deluxe 300 haben ab 2018 bereits auf Schraub-Schaumrohre umgestellt. Hier kann der Kunde dann als Option, kleinere Schaumrohre einsetzen.
Für alle Double-Cone und Mini BK-Besitzer wird es bald Wechselsysteme geben, um den Schaumrohrdurchmesser zu reduzieren.
Bei den Modellen, mit fest eingeklebtem Schaumrohr, geht das leider nicht.
Hier mal ein Bild, wo man ein Schaumrohr mit Silikondichtung sieht .....
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Und hier ein Bild von einem Supermarines 250 in der Vlierserdreambox, mit Phophatwert von 0,04 mg/l

Grüße ... Klaus