Beiträge von klaus Jansen

    @konrad...
    stimmt.... Norka Pollux mit tiefbreitstrahlenden Reflektoren. Die Bauart der Pollux entspricht in etwa den Sill-Strahlern, die wir auch oft verwendet hatten. Sill hat aber leider die Produktion dieser Strahler eingestellt. Der Sillentwickler ist später zu Norka gewechselt. Daher ist bei den Pollux auch die Ähnlichkeit zur Sill vorhanden...
    Die Abdeckgläser lasse ich grundsätzlich fehlen, auch bei meinen 2000ern.... die nehmen mir zuviel Licht weg. Allerdings geht das nur mit Brennern Osram-E40 Schraubfassung. Der Glaskolben anisch hat bereits einen UV-Stop.

    Grüße .. Klaus

    Das hat Stefan genau richtig erkannt.... die Spangen, Streben oder Seile bei Großanlagen, die Glaszugstreben bei Vollglasbecken, sind die verwundbarsten Elemente eines Aquariums. Wasser hat leider das außerordentlich hohe Bedürfniss, von der aufrechten, sich in einen See zu verwandeln.. :grinning_squinting_face: (Schwerkraft) Die Zugstreben sind daher elementar wichtig für die Statik. Nach meiner Erfahrung, sind als sicher einzustufen : Glasstreben,.... jedenfalls solange, bis man aus Schusselligkeit, nicht mal grade eine HQI-Lampe beim Brennerwechsel, drauffallen läßt ... kunststoffummantelter Bandstahl, wasserdicht verschweißt und Titanstreben. Oder ganz auf Streben verzichten und den Aquariumkörper aus Beton gießen...
    Auf einige der Hauptprobleme bei Seilen/Streben hat Stefan schon hingewiesen und zwar wenn sie triefend nass sind, ...von unten... aber von oben knallen die HQI- oder T5 drauf.. Dann kommt aber noch ein weiteres Grundübel hinzu... und zwar : ... Salz verdunstet auch mit... wenn auch zwar in kleinen Mengen, aber auf die Jahre gesehen, doch eine Menge. Besitzer von Großbecken, können sicher bestätigen, wenn ein Becken als Poolausführung mitten im Raum steht, sich auf die Umgebung, mit der Zeit ein feiner Salzschleier legt. Und dieser zerstört permanent alles, was irgendwie metallisch ist. Zuerst läuft Messing an, Chrom bekommt Flecken, alles aus Eisen oxydiert. Mit der Zeit fühlt sich dann alles leicht schmierig an und dann hilft nur noch der nasse Lappen. Den Kampf verliert man allerdings. Ich spreche da aus jahrzehntelanger Erfahrung .. :angry_face:
    Mein aktuelles Becken, welches noch im Bau ist, wird aus diesem Grunde hermetisch vom Wohnraum abgeschottet. Alle Öffnungen, wie Türen, Klappen o.ä. die zum Wohnraum führen, sind hermitsch, dreifach abgedichtet. Der Raum über dem Aquarium wird mittels großen Ventilatoren, be-und entlüftet. Der gesamte Innenraum wird innen komplett mit 20er Multiplexplatten ausgekleidet (außer Decken) und mit PVC-Platten beschichtet und verschweißt. (ähnlich wie auf dem ersten Bild..)
    Die Obergrenze für ein Meerwasserbecken, was ohne größere Probleme, offen im Raum stehen kann, würde ich bei ca. 1.500-2000 Liter, festlegen. Abhängig allerdings davon, wie stark die Oberflächenbewegung des Wassers ist. Selbst ein 1000 Liter Aquarium ist durchaus in der Lage, im Sommer bis zu 100 Liter Wasser zu verdunsten, bei starker Oberflächenbewegung....
    Sollte man sich vielleicht überlegen, was man für Streben nimmt oder aus welchem Material so ein Aquarium zu bauen wäre...

    wir verstreben grundsätzlich Großanlagen mit Kunststoffummantelten Bandstahlstreben. Anbei einige Bilder....

    blick in einen hermetisch abgedichteten und kunststoffummenteltem Raum über dem Aquarium ...

    Kreuzverstrebung, kunststoffummentelt...

    ..und so werden die Türen zum Aquariumraum, abgedichtet..



    und so sieht eine Konstruktion aus, wo die Scheiben 150 cm hoch sind und in einem 4-seitigem Auflager, liegen.

    iP...
    Betonbecken sind ganz, ganz ....starr .... und ich glaube kaum, daß es besseres gibt, als Großbecken dieser Art, in Beton zu bauen... Die Seilenkonstruktion ist aber so ziemlich das dümmste, was man machen kann. ; man überlege sich : ... wo geht der Druck hin, der auf den Seilen lastet.. auf die Spangen oder Winkel auf dem Glasrahmen. Da wird der Druck abgeladen und Glas kann bekanntlich nicht viel Druck ab, besonders dann nicht, wenn der Zugseilendruck, auf einer kleinen Fläche lastet. (Knickdrücke) Vor zwei Wochen waren wir für die Angebotserstellung bei einem Aquarium, was nach nur 3 Monaten mit einem lautem Knall, geplatzt ist. Das Aquarium war 150 cm hoch, die Scheiben 50mm Dick. Daran hat es nicht gelegen, daß das Becken gerissen ist. Die Zugspangen (keine Seile) haben dermaßen viel Druck aufgebaut, daß die Überkreuzspangen aus V4A die Glaskanten enorm belastet hatten. Zudem hat der Aquarium-Glasbauer die Rückwand durchlöchert wie ein Schweizer Käse, und genau da ist die Rückwand gerissen. Lt. Sachverständigengutachten, war die Schuld 50-50% je bei den Löchern und den Spangen, zu suchen....
    Ein Aquarium in dieser Größe baut man einfach nicht mehr aus Vollglas. Einschlägige Normen setzen bei Drücken dieser Art, ein sog. 4-seitiges Auflager, voraus. Soll heißten : ... die im Silikonbett liegenden Scheibenränder müssen ringsum in einem freischwebendem Silkonbett oder auch in einer Dichtung, liegen. Der Wasserdruck drückt dann die Scheiben gegen den Rahmen und dichtet somit die Scheibe selbsttätig ab. Bei einer Vollglaskonstruktion ist es aber genau umgekehrt : ... der Wasserdruck presst die Silikonnähte auseinander. Kein vernünftiger Großanlagenbauer, würde so eine Konstruktion wählen...

    @Marcus...
    es ist ein großer Irtum zu glauben, VA-Stähle, seien Meerwasserfest.... Lasse auf V4A Untergestelle mal Salzwasser trocknen und schau die Stelle einige Wochen später an... Rost... naja, bei VA heißt das dann aber nicht Rost, sondern installine Korrosion, oder so ähnlich. VA sieht man nicht unbedingt an, wenn es rostet. Das Material ansich wird angegriffen und zersetzt, ohne merklich dabei die Farbe zu verändern. Reines Meerwasser schadet VA kaum, aber in Verbindung eines hohen Sauerstoffgehaltes und etwas Strom, (beides findet sich immer in unseren Riffbecken) wird VA innerhalb kürzester Zeit, zerstört. Wir haben selber mal eine V4A-Schlange biegen lassen... eine Edellegierung mit 5 % Titanzuschlag, also die beste Qualitätsstufe, die man bei V4A kriegen kann. Aus diesem Rohr, wurde eine Spirale gebogen und an einem Kaltwassererzeuger, sprich Kühler, angeschlossen. Innerhalb 14 Tage, war die 2mm Wand an der Schlange, mit Rostlöchern übersät. Hätte ich die Schlange noch weitere 2 Wochen dringelassen, wäre durch den Lochfraß das Kältemittel in das Aquariumwasser geflossen.
    VA-Stähle sind nicht geeignet für Meerwasseranwendungen. Und als Staitische Maßnahmen, erst recht nicht...
    Dennoch gibt es aber Aquarien, wo VA-Stähle keinerlei Zeichen von Korrosion aufweisen. Das liegt im Besonderen, durch die fehlende elektrische Aufladung im Wasser.

    Frank...
    massive Zugstreben wären in der Tat, besser gewesen. Sehe ich auch so...

    Grüße .... Klaus

    Zitat

    Original von Steffen Schwarz
    ich betreibe mein Becken ganz ohne,
    wenn mir aber mal ein billiger kleiner Abschäumer reinläuft werde ich evtl. noch einen nachrüsten da ich nicht 100% zufrieden bin.
    Mein nächstes Becken werde ich relativ sicher mit einem Abschäumer planen.


    Steffen...
    dann solltest Du vielleicht noch bis Weihnachten warten, dann bringen wir sog. ...Volks-Bubble King´s ... auf den Markt... also für (fast)jedermann, erschwinglich.. :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face:

    Grüße... Klaus

    Zitat

    Original von Oliver Landwehr

    Ne, hab auch gerade mit ihm telefoniert, geht heute leider nicht... Schade....

    @Oliver....

    der Besatz von Hartmut ist echt sehenswert..... vor allendingen, wenn man bedenkt, das er vor 2,5 Jahren erst mit der Aquaristik angefangen hat. Keine Süßwasserkarriere oder so.... blutiger Anfänger halt... und heute sowas... :respekt: wo dann wieder bewiesen ist, wer sich intensiv mit der Materie beschäftigt, auch der Erfolg sich einstellt. Die nötige Geduld hatte er jedenfalls....

    Grüße ... Klaus

    Bild 5 .... Rücksprung an einem 4000 Liter Aquarium, hier 18 cm...

    Bild 6 ... im Vergleich : ... das vordere Gestell ohne Rücksprung (Untergestell von Peter Schmiedel ) das hintere Gestell in fast gleicher Größe, mit 3-fachem Rücksprung.. (Gestell von Hartmut Köln) ... die Gestelle sind verputzt, Flammengerichtet und bereit für die Beschichtung mit Airless...

    Bild 7 .... zum Abschluss noch ein 45 cm Mega-Rücksprung an einem 5000 Liter Aquarium ....

    Ich hoffe, die Problematik eines Rücksprunges dürfte nun erklärt sein.

    Grüße aus Köln ... Klaus

    Hallo, Oliver.

    wir bauen Untergestelle seit über 20 Jahren mit mehr oder weniger großen Rücksprüngen. Ein Rücksprung läßt sich nur mit geschweißten Stahlrohrgestellen aus Stahl oder V4A, herstellen. Im Besonderen müßen die auftretenden Druckkräfte im Bereich der Frontscheibe, statisch abgefangen und an das Gestell weitergeleitet werden, auf die aufrechten Traverse. Als Deckplatte nehmen wir grundsätzlich 40mm Birke oder Buche Multiplexplatten aus finnischer Produktion. Auf keinen Fall russchische Platten nehmen, die oft in Baumärkten angeboten werden. Die werden krumm und lösen in den Laminaten.
    Selbst die beste 40er- Multiplexplatte, wo der qm-Preis um die 200.- Euro liegt, wird sich in der Form verändern, wenn sie denn nass oder feucht wird.
    Wir ummanteln die Platten flächig mit hydraulsichen Großpressen mit 3mm PVC-Platten und die Kanten werden allseitig mit PU-Kantenprofilen, abgedichtet.
    MDF (mitteldichte Faserplatten) sind völlig ungeeignet, für Meerwasseraquarien. Wenn die nur Feuchtigkeit riechen, quellen die vor lauter Freude, von 30 auf 50mm auf.... MDF zu ummanteln ist noch aufwändiger als Multiplex.
    Auf eine so vorbereitete 40er Platte kommt dann eine Lage 10mm Neoprengummi. Das oft verwendete Styropor ist ebenfalls völlig ungeeignet, um Glasaquarien aufzunehmen. Grund : ... die Styroporplatten sind grob gesägt, bzw. Schmelzgeschnitten. Sie haben Toleranzen bis zu 3-5mm pro Platte. Mit einem Finger kann man die Styroporplatte vielleicht eindrücken. Mit der flachen Hand schon nicht mehr. Wird ein Glasbecken auf Styropor gestellt hat die Bodenscheibe schon Spannungen, bevor ein Tropfen Wasser drin ist. Gerissene Bodenscheiben sind ursächlich auf fachlich mangelhaften Unterbauten, zurückzuführen. Rücksprünge verändern gravierend die Statik eines Unterbaus. Wer sich da dranwagt, sollte zumindest einges vom Stahlbau verstehen.
    Anbei einige Bilder von Rücksprüngen an div. Unterbauten. Ich selbst bin ein großer Fan von Rücksprüngen, da sie sofort aus jedem Aquarium die kastige Form nehmen und das ganze luftiger, aussieht. Das man bei Wartungsarbeiten vor dem Aquarium dann nicht ständig mit den Füßen vor die untere Verkleidung stößt, ist einer der Vorteile beim Rücksprung .. :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: besonders wenn man anstatt Füße, Galoschen von über 45 hat... =)
    Einer der größen Nachteile des Rücksprunges : ... man verschenkt Platz im Unterschrank. Es muss jeder für sich selbst entscheiden, worauf er mehr Wert legt. Nach meinem Empfinden hat ein Aquarium immer auch was mit Ästhetik zu tun, was das Auge ansprechen soll.... eine misslungene Konstruktion wird in einer Wohnung immer als störend empfunden. Sei es die Konstruktion als solches, oder ein unglücklicher Ausrutscher in der Farbpalette... =)

    Bild 1 : Vorderer und seitliche Rücksprünge 12 cm

    Bild 2 : Rücksprung 20 cm, von unten betrachtet mit Rechteckrahmen 80x50x3mm Verbundbauweise.

    Bild 3 ... Blick von unten, auf die PVC-beschichtete Multiplexplatte, mit Rohrdurchbrüchen aus PVC

    Bild 4... das Gestell selber, hier aus 50x50x3mm Stahlvierkantrohr, sollte Airless-lackiert sein, mit 2-K-PU-Lacken. Im unteren Bereich, wird das Gestell komplett kunststoffummantelt und wasserdicht verschweißt. ... Denn irgendwann wird jeder Unterschrank mal geflutet .... :grinning_squinting_face:

    ... sehe ich genauso wie Jo... mit Ausnahme der Verkleidung...
    Natürlich muss so ein Aquarium vernünftig verkleidet sein. Nicht nur das innen, auch das drumerum muss stimmen. Die Giga-Strahler von Rossi sind ja optisch nicht gerade der Hit ( hihi... Grüße an die T5-Fraktion.. :arschi: ) .... ich vermute mal, das Aquarium steht auf´m Dachboden oder im Keller, jedenfalls nicht da, wo Weiber in der Nähe sind. Meine Perle würde sowas niemals in der Wohnung dulden ...

    Ansonsten gilt : ... jedem so, wie´s gefällt. Und wer der Meinung ist, so ein buntes Becken wäre mit links zu machen... bitteschön, nur zu...
    Und wer fragt, was an so einem Besatz toll ist, der hat noch nie gelitten wie ein Hund, wenn knatschbunte Steinis, plötzlich wieder braun werden.. :angry3: oder weiß...

    So ein Besatz wie der von Rossi, ist Kunst... und über Kunst streitet man bekanntlich nicht. Es bringt nichts...


    Grüße .. Klaus

    Frank...
    das ist ja ganz klar ein Arten- und kein Gemischtbecken.... Die Belastung muss bei so einem sp. Becken, tief unten gehalten werden. Mit vielen Fischen ist das sicher nicht möglich oder nur schwer kontrollierbar.
    Für solch ein Becken in dieser Klasse, braucht es ein gutes Auge und Gespür, wann was, wieviel doisert werden muss. Dazu braucht es den berühmten salzigen Finger und keinen dicken Geldbeutel .. :grinning_squinting_face:

    Und... mit viel Geld kann man so ein Becken nicht realisieren. Ich kenne genügend Aquarianer die im herkömmlichen Sinne als... reich.. gelten und oft lausige Becken haben. Auch die Größe eines Beckens hat nichts mit der Schönheit zu tun. Ich kenne Aquarianer, die haben sich vom Munde das abgespart, was im Aquarium steht. Ein 200 Liter Aquarium, gepflegt mit Enthusiasmus und Zeitaufwand, kann 100 mal schöner sein, als ein zugekaufter Riesenpott, wie der von David Saxby.

    Schöne Riffbecken haben mit Geld nicht viel zu tun. Es erleichtert die Sache vielleicht ungemein, aber entscheidend ist es nicht.

    Im übrigen bin ich Weichkorallenfan. Eine Riesengorgonie, ein Quadratmeter großes Feld Xenia umbellata, oder eine 50 cm-Gladiella, die im Wasser sich hin-und herbewegt, sticht jedes Steinkorallenbecken aus. Ein Schwarm von 100 Anthias die im freien Wasser stehn, gegenüber einem öden, fischfreiem SPS-Aquarium, ... so ein Becken lebt. Alles in allem, muss ja jeder selbst für sich entscheiden, welchen Weg er nimmt. Was der eine als schön empfindet, muss dem anderen noch lange nicht gefallen. Das oben abgebildete Becken, entspricht eben dem derzeitigem Zeitgeist ...
    Gell Peter ? Jeder Jeck is anders... :wink

    Grüße ... Klaus

    ...@Marcus...
    klar... die Geschmäcker sind verschieden.... solche Becken sind aber z.Zt. das höchste, was die Meerwasseraquaristik ausmacht. Damit meine ich nicht die Ästhetik, sondern solche Steinkorallenbecken, über einen langen Zeitraum, dauerhaft stabil zu halten..... DAS... ist die Kunst. .. :wink

    Grüße ... Klaus

    Zitat

    Original von Marcus Pieper
    Hi Klaus
    ist das dann wie die Rückwand und die Seitenwände auch?? Weil alles ausser die Sichtscheiben im selben Stil das wäre MIR zu Steinkistenmässig!! Ich hatte erst sogar Sorgen mir die Atoll-Deko einzubauen, weil ih dachte ich bastel mir nen Steinsarg!!

    @Marcus,
    stimmt.... aber nur ein halbes Jahr... dann ist alles bewachsen... Meerwasser braucht Geduld... :wink

    Grüße .. Klaus

    Frank...
    ganz ohne Boden, mach ich ja auch nicht... Die Böden sehen bei mir halt so aus : .....

    wenn das mit der Zeit bewachsen ist, gibt es keinen Unterschied zur Deko/Lebendgestein/Riffkeramik. Wer gar nicht auf die Sandoptik verzichten möchte, legt im vorderen Bereich Sand aus. Natürlich muss man bei sandlosen Aquarien, auf einige Fische verzichten. Grundeln und Lippfische geht nicht. Aber die Auswahl der übrig gebliebenen Arten, ist immer noch ungemein groß .. :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face:


    Grüße ... Klaus

    ... jaja.. Frank... Du hast nicht ganz Unrecht .. :wink :wink ..aber das Problem mit den Schnellfilterpatronen ist ein anderes : ... wenn die nicht innerhalb 48 Stunden, also alle 2 Tage, ausgewaschen werden, beginnt der gesammelte Mulm sich wieder aufzulösen. Ich habe mal selbst sehr intensiv mit Patronen gearbeitet. Ab dem 4-5 Tag, wirst Du eine Verschlechterung des Korallen-Allgemein-Bildes feststellen. Der Mulm an den Patronen hat sich zersetzt und kommt als Nitrat-Toxine-Schleuder wieder zurück in den Kreislauf.
    Ferner bringt es nicht viel, die Patronen im Filter zu installieren, da man auf den Wasserkreislauf Filter-Aquarium, ergo die Förderleistung der Kreislaufpumpe, angewiesen ist. Das kann man vergessen, da nicht schnell genug..
    Eine effektive Schnellfilterung kann somit nur mit Aquarium-eigenen Strömungspumpen. gewährleistet sein. Abgesehen von der optischen Erscheinung solcher Patronen, ist es auch ein ständiges Gefummel und Geplätscher neben dem Becken, wenn die Patronen gewechselt werden.
    Eine andere Möglichkeit das Wasser klar zu bekommen, wäre die Oxydationsstufe des Wassers, allgemein anzuheben, mit geringen Mengen Ozon. Die Schwebestoffe oxydieren dann von selbst weg. Allerdings ist hier die Dosierung wichtig : viel hilft nicht viel ....

    Grüße ... Klaus

    @Bernd..
    das wird auch in Zukunft nicht besser werden. Wenn Du großen Wert auf klares Wasser legst, wirst Du wohl oder übel, entweder auf das eine (Grundel) oder auf das andere (Sand) verzichten müssen... ich verzichte übrigens schon lange auf beides. Sand versedimentiert mit der Zeit und jeder Sandboden wird auf die Jahre hin, zur Kloake. Es sei denn er wird gepflegt, soll heißen : .. durchwaschen. Absaugen, im Meerwasser spülen und wieder in das Becken zurück. Allerdings ist diese Prozedur eine heftige Ohrfeige für die Beckenstabilität. Nicht weil der Sand jetzt sauber ist, sondern wegen Unterbrechung der Kontinuität der Beckenbiologie.
    Hinzu kommt noch, daß die Grundeln den Sand aufnehmen, hochschwimmen und dann über alle Korallen verteilen. Tridacnas und eine ganze Reihe weiterer Steinkorallen, mögen das gar nicht....
    Wer gar nicht auf Grundeln und Sand verzichten möchte, wäre ein Artenbecken, sicher eine bessere Lösung.


    Grüße ... Klaus

    @AndreasG..
    können schon, aber wollen ?? Wir arbeiten gerade intensiv an neuen Pumpenantriebssystemen (Brushless DC) und das nimmt alle unsere Zeit und finanziellen Mittel in Anspruch. Man kann nicht auf vielen Hochzeiten gleichzeitig tanzen. Wenn es einen guten Anbieter für eine solche Technologie bereits gibt, wie der Hersteller in den USA, macht es wenig Sinn, ein Konkurrenzprodukt auf den Markt zu bringen, was letztendlich dann zu einem Preiskrieg führt und keiner verdient mehr was.
    @Pumpendriver...
    Mit dem Driver, das ist sicher machbar, wenn die Software das zuläßt. Generell sollten Propellerpumpen einen Sanftanlauf haben, um die Lager-schläge, zu verhindern. Diese Schläge, ein lautes Klacken, zerstören auf Dauer alle Lagermaterialen. Selbst SIC würde beschädigt. Es weist zwar eine extrem hohe Vickershärte auf, ist aber spröde wie Glas. Auch mit pulverlurgischen Feinstkörnungen, stellt die Sprödigkeit das größte Problem dar. Aus diesem Grund gibt es auch keine Pumpenschäfte aus SIC unter 10mm Dicke, in der Pumpenindustrie.
    schiwo...
    3000 Gallonen entspräche knapp 10.000 Liter Pumpenleistung. Ich vermute mal, es handelt sich hier um einen einsträngigen Brushless DC-Motor mit komunitierter Elektronik 2- oder 4-Quadrantenregler/Driver...(das Bild läßt darauf schließen)

    Grüße ... Klaus

    ...der kritischste Moment ist immer der Anlaufpunkt, also wenn die Pumpe innerhalb kürzester Zeit, auf Maximaldrehzahl gehen soll. Reicht die Magnetkraft nicht aus, schlüpft die Pumpe durch. Je nach verwendetem Magnetmaterial, kann sich u.U. sogar der Magnet entmagnetisieren. Der Wirkungsgrad einer magnetangetriebenen Pumpe ist deutlich besser, als bei Pumpen mit herkömmlichen Gleitringdichtungen. Wirkungsgradverluste gibt es nicht, bei Magnetkupplungen. Entweder es läuft, oder es läuft nicht.
    Das Lagerproblem dürfte bei den heutigen Hochleistungskeramiken eigentlich kein Problem mehr darstellen. Letztendlich ist es nur eine Preisfrage, welches Lagermaterial verwendet wird. Das beste Lagermaterial dürfte Silizium-oder Wolframkarbid sein. Kohle-Keramik-Paarungen, gelten als minderwertig.
    Der Luftspalt von 10mm ist gering. Es gibt Magneten, die können noch durch 50mm dicke Glasscheiben halten. Hochleistungsmagnete wie NDFEB-Magnete sind so stark, daß man die nicht mehr lösen kann, wenn die zusammengeknallt sind. Wir bauen aus diesen Magneten Scheibenreiniger bis 50 mm Scheibendicke.

    Grüße ... Klaus

    @Rafael....
    steht in der Werkstatt und verstaubt....
    warte gerade auf den Wellengenerator, der kurz vor der Fertigstellung steht. Die urspüngliche Variante mit 8x12er Red Dragon Pumpe, wurde gecancelt gegen eine 2x30m3 WhiteLine-Wellengenerator-Variante mit Propeller-Flügeln und zusätzlich 4 x 12er Red Dragon. Erst wenn ich die Strömungssteuerung installiert habe, kann das Becken dekoriert werden. Vor der Deko muss das Aquarium aber mit einer Süßwasserfüllung probelaufen , zur entgültigen Beurteilung der Strömungssimulation. Zur nächsten Interzoo wird das Becken dann ganz sicher fertig sein und auf einem Gemeinschaftsstand Royal-Exclusiv-Aqua-Perfekt, auf der Interzoo, zu sehen sein.
    Der erste Brushless-DC-Motor ist fertig und wird an einem 400er extern, an diesem Aquarium, erstmalig laufen...

    Grüße ... Klaus

    Matthias,
    sehe ich genauso.... die elektrische Einheit ist aus dem Wasser, mit dem Magneten kann man die Pumpe hinschieben, wo man sie braucht, das Gebrumme ist weg und das leidige Thema Aufhänung hat sich auch erledigt...
    Ob das Teil was taugt, kann ich nicht beurteilen, aber wie MarkusK richtig angemerkt hat, ist die Produktvielfalt nicht zu verachten.
    Ich finde die Idee geial, weil sie viele bekannte Stream-Probleme nicht mehr hat.
    Ob es die auch in 230Volt/50 Hz gibt ??

    Grüße ... Klaus

    Zitat

    Original von Steffen Schwarz

    , da frage ich mich doch wieviele Leute es gibt die einen 1000W Brenner als Zusatzbeleuchtung nutzen :winking_face:

    Es gibt ja aber auch einen mit 10k


    Steffen....
    hahaa.. ich.... die 1000er simulieren bei mir nur den Sonnenauf-und Untergang ... :wink
    erst wenn dei 2000er angehen, ist Mittag.
    Allerdings ist das Becken auch 150 cm hoch ....

    Norbert....
    nimm den Osram Daylight mit 6000 Kelvin, aber unbedingt die E40-Schraubfassung... Die 1000er bleiben bei mir immer ein Jahr drin. Die 2000er sogar 2 Jahre. Und pack soviel blaue Röhren dazu, wie irgendwie möglich .... Licht ist Leben ...

    Grüße ... Klaus

    Zitat

    Original von Konrad S
      @Klaus:
    Mit den Unterschieden bei den Messungen der Lampen waren aber mehr die sonnenähnliche Helligkeit als die Lichtfarbe gemeint ( "ausreichend die 2000er" ).

    @Konrad...
    ja, in etwa..... daß wir dann auch noch 22 blaue Röhren, 120 + 150 cm verwendeten sowie 8 weiße Lumilux W11, kam auch die Kelvinzahl (Lichtfarbe) dem Sonnenlicht am nächsten.
    Interessant war auch, dass von den, an der Wasseroberfläche gemessenen 120.000 Lux, in 145 cm Wassertiefe, nur noch 30.000 Lux, ankamen.
    Die Osram Lichtmessungen haben sich über einen ganzen Tag hingezogen und habe leider nie erfahren (Osram, schämt euch) welche Auswirkungen die Messungen auf die Entwicklung zukünftiger Leuchten/Brenner, hatte.
    Die Gespräche, die ich beim Mittagessen, mit den Osram- Lichttechnikern führen konnte, waren sehr aufschlussreich. Im wesentlichen dreht sich eigentlich alles um die Wachstumsraten der Korallen-Zooxanthellen. Das ist das Maß der Dinge und nicht welche Farbe Koralle A oder B, unter welchem Licht bekommt. Die Koralle dauerhaft am Leben zu erhalten und Nachzucht, das muss die Messlatte sein.

    Grüße .... Klaus

    Joe.
    100 % Zustimmung...
    meine Entscheidung für die Daylight-Brenner, waren nicht nur allein optischer Natur. Die Fa. Osram, mit Herrn Sauer und einigen Lichttechnikern, hat vor einigen Jahren, an unserem Riffbecken, Lichtmessungen, durchgeführt.
    Es exestieren noch irgendwo Papierbilder davon, in unserem Lager... muss ich mal suchen, scannen und hier einstellen. War sehr interessant.. besonders die Lux-Werte der unterschiedlichen Strahlern, von 250 Watt bis 2000 Watt HQI-Lampen, war sehr aufschllussreich. Nur mit den 2000ern konnte ein naturähnlicher Luxwert auf die Wasseroberfläche geworfen werden. Alle anderen Lampen waren zu schwach... ( das allerdings bei einem 60x60 cm großem Reflektor !!)

    Sensay,
    sicher, .. je tiefer, je blauer.. aber : ... schnorchel mal in 1-2 Meter Tiefe in Korallenriffen... da ist es so hell, das bekommst Du auch nicht mit 3500 er HQI´s hin... von Blau keine Spur. So erst ab 5-8 Meter, da wird es merklich blauer. Und was ist mit den Korallen, die bei Ebbe sogar aus dem Wasser ragen ?? Ich denke doch, daß die meisten unserer Korallen, die Importiert werden, ..nicht... aus großen Tiefen, stammen.

    ansonsten gilt : ... jedem, so wie es gefällt, oder nach Kölner Mundart : ... jeder Jeck iss anders.... aber die Kombination wie Joe sie vorschlägt, halte ich persönlich für die Ideallösung..


    Grüße .. Klaus

    @Konrad,
    ich verwende seit Jahren nur die Daylight-Brenner von Osram, mit 6.000 Kelvin Farbtemperatur. Die Blaulicht-Orgien der letzten Jahre, bis über 20.000 Kelvin habe ich nicht mitgemacht. Wie Du schon richtig erkannt hast, sind die blauen HQI´s wahre Dunkelkammern. Im Besonderen bin ich der Meinung, das gerade die Zooxanthellen in den Korallengeweben eher auf rötlich-gelbes Licht angewiesen sind, als auf blaues. Jedenfalls kenne ich einige Korallenzüchter, die wieder zu Daylight-Brennern zurückgekehrt sind.
    Wahr ist auch, daß die 6000 Kelvin-Lichtfarbe allein, zu Gelbstichlastig ist. Deshalb kombiniere diese HQI-Strahler mit zusätzlichen T5 blau-Röhren, soviele, wie Du unterbringen kannst, oder wirtschaftlich sinnvoll ist. Die T5 eleminieren sofort den Gelbstich.
    Ein weiterer Aspekt kommt noch hinzu : ... bei hohen HQI-Kelvin Brennern, werden stark die Farben der Fische/Korallen verfälscht. Je blauer, desto unnatürlicher die Farben. Gemäß dem Motto: ... ich möchte auch was vom Aquarium haben,.... würde ich schon allein aus diesem Aspekt, auf allzu blaulicht-lastige Beleuchtung, verzichten. Wenn es denn so wäre, daß ein hoher Blaulichtanteil besser für die Korallen wäre, würde ich mich daran gewöhnen müssen, wohl oder übel. Aber wie gesagt : ich habe es lieber extrem hell mit 6000ern..

    Grüße .. Klaus

    Uwe...
    das wollen wir doch nicht, oder ?

    Unterschied Red Dragon-Red Devil...

    die Red Devil ist eine reine Teichpumpe, die Red Dragon eine Süß-und Meerwasserpumpe für Aquarien.

    Die Red Devil hat ein 10 Meter Kabel, die Red Dragon 1,5 Meter. Die Elektronik für die Red Devil ist anders, als die der Red Dragons. Die Red Devil haben eine Hartmetallachse, die Red Dragons eine Keramik-oder wahlweise, Wolframkarbidachse. Beide Pumpen haben verschleissfreie Siliziumkarbidlager....
    Der Vertrieb für die Red Devil-Teichpumpen, läuft exclusiv über die Firma Estrad B.V. in´den Niederlanden, auch Holland, genannt... =)


    Grüße ... Klaus Jansen

    Zitat

    Original von KS
    ich glaube da hängen noch andere Großverbraucher dran:
    Pool, Whirlpool usw.

    ...
    ... Sauna, Sonnenbank, Massagestuhl, Elektrogrill im Wintergarten, Heizstrahler im Wintergarten, Heizstrahler in den Gewächshäusern..... und viele weitere Dinge, die Stefan so das Leben versüßen ... :wink

    Klaus