Beiträge von Wolfgang Colsman

    @Inken

    ich versuche mich an Apogon cyanosoma, die Larven halten sich so ca. in der Mitte der Wasserhöhe (5cm) auf, werden aber trotzdem angesaugt. Mit der Larvendichte hat sich jetzt nach 3 Tagen relativiert, die meisten sind schon futsch. Möglicherweise liegt es daran, dass meine Nano-Kultur gerade nicht so gut läuft, falls es mit denen überhaupt geht. Ohne Algenzusatz scheint es nicht zu funzen. Füttern tue ich Brachionus die 12 Stunden mit Rotiselco ALG angereichert wurden.

    @jens

    das mit der Lichtquelle werde ich mal testen, danke für den Tip

    Hallo zusammen,

    wie macht ihr das eigentlich, dass beim Mulm absaugen nicht die Hälfte der Brut im Eimer landet? Erstens finde ich es sehr mühsam, die kleinen wieder rauszufischen und zweitens finden die das bestimmt auch nicht so toll, eine Verletzungsgefahr ist ja sicherlich auch da.

    Ich habe es mit einem 4mm Luftschlauch versucht, und habe immer so ein halbes Dutzend Fischies mit dabei. Die sind einfach so klein (2,5 mm) dass ich sie im Aufzuchtbecken nicht rechtzeitig sehe. Gibts irgend nen Trick, oder muss ich da durch?

    Hallo zusammen,

    ich pflege seit einigen Monaten einen mini-Schwarm von 5 Apogon cyanosoma in einem gut strukturierten 500l Becken.

    Fütterung: 2 x täglich Frostfutter. Abweichend von der Beschreibung im Lexikon zeigen sie kein Interesse an Cyclops und Lobstereiern, nur gröberes Futter wird genommen.

    Es hat sich ein Paar gebildet, was regelmäßig Nachwuchs hat. Larven gesehen habe ich aber noch keine. Die Zeit bis zum Schlüpfen kommt mir mit 6 Tagen extrem kurz vor, evtl. frißt das Männchen sie auf? Zu wenig Futter?

    Das größte Tier (welches nicht zum Paar gehört, Geschlecht unbekannt), ist das dominanteste, danach kommt das Weibchen des Paares. Gemeinsam unterdrücken sie die beiden verbleibenden Tiere, das Männchen ist friedlich und kümmert sich nur um den Nachwuchs und die Balz.

    Da die beiden unterdrückten Tiere sichtlich abbauen muss ich aktiv werden.

    Woran kann es liegen, dass die sich so zoffen?
    - zu wenig Futter?
    - Schwarm zu klein / zu groß?

    Ich weiss nicht, wieso bei Wolfgang Mai alle anderen Versuche ohne Larvenquirl fehlgeschlagen sind. Bei mir schlüpfen die LSD-Fische auch in einem 5l Eimer, der in einem Wasserbad temperiert und mit einem Luftschlauch belüftet werden. Das hat Brons glaube ich auch mal so beschrieben.

    Die Aufzucht habe ich noch nicht versucht, weil mir das nötige Plankton fehlte

    Hallo Henry

    Zitat


    ... bei den Hydroxiden handelt es sich um Absorber, das Posphat wird angelagert und es entsteht FePO4 (Eisenphosphat) welches nicht mehr gelöst werden kann und letztlich entfernt wird.

    mit der Löslichkeit ist das so eine Sache: bei Kalkwasser wird Phosphat ja auch in eine unlösliche Form gebracht, und trotzdem bekommt man Probleme, wohl durch biologische Prozesse, die das gebunde Material irgendwie aufspalten, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Was meinst Du mit "letztlich entfernt"? Wenn das Zeug sedimentiert, im Gestein oder Bodengrund, könnte es dort nicht von den Algen genutzt werden? Nicht alle Schwebestoffe landen im Filter, gerade bei gut strukturierten Becken.

    Hallo Riccardo,

    so wie ich das verstanden habe sind die Caulerpa ja nicht alleine für die Filterleistung verantwortlich, sondern im Bodengrund findet auch Nitratabbau statt. Für die Diffusion ist nicht der Wasserdurchsatz sondern die Strömungsgeschwindigkeit entscheidend. Durch den Einbau der Platten wird der Strömungsquerschnitt verkeinert und damit die Geschwindigkeit erhöht. Da Stefan zwar ein vergleichbares Volumen aber einen größeren Querschnitt hat, sind die Platten ein einfacher Weg die Geschwindigkeit zu erhöhen.

    Hallo Riccardo,

    ich bin zwar kein MM-Experte, will sagen ich fahre so ein System erst seit einem knappen Jahr, aber ich bin nicht so sicher, ob die Menge MM was mit dem Caulerpawachstum zu tun hat. Bei mir wachsen Caulerpa auch ohne Bodengrund.

    Die Lichtmenge hat sicherlich Einfluss auf das Algenwachstum, auch bei nur einer Röhre werden die Caulerpa wachsen, ist halt nur die Frage wie schnell. Aber vielleicht reicht es ja, ich habs nicht probiert.

    Zum Thema Strömungsgeschwindigkeit gibt es zwei Aspekte:

    Erstens muss die Stömungsgeschwindigkeit zur Schichtdicke des Bodengrundes passen, s. die diversen Diskussionen zum Thema DSB. Je höher der Bodengrund, desdo größer muss die Geschwindigkeit sein, damit eine ausreichende Diffusion stattfindet.

    Zum zweiten gibt es auf der EcoSystems-Seite eine Reihe von Artikeln, die durchaus lesenswert sind. Einer davon beschreibt einen Fall, wo bei zu niedriger Strömung die Caulerpa von - wenn ich mich richtig erinnere - Fadenalgen überwachsen wurde. Durch Erhöhung der Strömung wurde das Problem behoben.

    Es gibt sicher viele Möglichkeiten, die MM-Methode zu modifizieren. Prinzipiell meine ich sollte man sich aber am Anfang, wenn man noch keine Erfahrungen hat, an die Methode halten. Es wird leider viel zu oft den diversen Methoden nachgesagt, dass sie nicht funktionieren. Wenn man nachfragt stellt sich dann heraus, dass irgendein Detail nicht befolgt wurde.

    Ich für meinen Teil bin gespannt, wie lange mein Becken hält, denn ich halte mich ja auch nicht dran :smiling_face:

    Du machst 2 PVC oder Glasstreifen von 50 cm Länge und 35 cm Höhe und klebst die so auf den Boden, dass der eine rechts und der andere links 5 cm Abstand zur Wand hat. so fließt das Wasser schlangenförmig durchs Becken. Durch die Verkleinerung des Querschnitts wird sich die Strömungsgeschwindigkeit in etwa verdreifachen.

    3 Beutel sind das Minimum bei der Größe, das haut schon rein.

    Es gab hier aber die Tage einen Thread mit einer Alternative (Quarzsand), musst Du mal suchen.

    Hallo Stefan,

    bei der Größe würde ich 4 Beutel (kg weiss ich gerade nicht) rein tun

    Als Beleuchtung wird Tageslicht empfohlen (z.B Sylvannia), ich habe bei mir aber Pflanzenlicht drüber und das geht auch. Einen Vergleich habe ich nicht gemacht. 2 Röhren sind möglicherweise etwas knapp, die habe ich bei mir auf 45x30. Da solltest Du evtl. Platz zum Nachrüsten vorsehen. Vielleicht fragst Du da auch mal Markus Resch um seine Meinung?

    Die Strömung ist weniger als im Originalsystem beschrieben, bei mir läuft der (kleinere) Filter aber auch nur mit 2100 l/h. Ich habe die Strömung durch eine Trennwand umgelenkt um die Geschwindigkeit zu erhöhen.

    Hallo Wolfgang,

    die ersten beiden Gelege haben sie kurz unter der Wasseroberfläche auf der Silikonnaht abgelegt. Das ist wahrscheinlich ein eher untypischer Platz?. Nach 24 h waren sie verschwunden, d.h. von einem anderen Beckenbewohner gefressen.

    Ich habe dann ein Rohrstück 10cm x 16mm mit einem Saugnapf direkt daneben befestigt, was nach ca. einer Woche akzeptiert wurde.

    Bewacht das Männchen erst einmal das Gelege, kann man das Rohr woanders im Becken platzieren. Bei mir hat es auch schon mal einen Tag auf dem Boden gelegen, als der Saugnapf sich gelöst hatte. Die Fische lassen sich dadurch nicht von der Brutpflege abhalten.

    Das Rohr kann nun auf den Ansaugstutzen der Fischfalle gesteckt werden.

    Das Rohr ist dauerhaft im Becken, denn die Fische legen bereits 1-2 Tage nach dem Schlupf ein neues Gelege ab, bei mir immer tagsüber. Der Schlupf erfolgt am 7. - 9. Tag in den ersten Abendstunden.

    kam mir nur so gerade als Idee: Wenn die Euplotes eine höhere Dichte vertragen, kann man dadurch die Brachionus abtöten? Oder vertragen die das auch?

    Edit: ich mache das beim Phytoplankton so, dass ich bei einer Verunreinigung mit Brachionus den Salzgehalt kurzfristig verdopple. Die Frage wäre also, ob die "Schmerzgrenze" bei Euplotes höher ist. Den Salzgehalt langfristig so hoch zu halten geht auch, die Vermehrungsrate der Algen geht aber zurück.

    P.S. Die kleine Eden-Pumpe, die den Phytoplankton in Bewegung hält, zerhächselt die Brachionus leider nicht

    Ich habe das gleiche Problem. Die Percnon-Krabben zupfen zwar an den Algen rum, fressen aber auch gerne alles andere, z.B. Frostfutter.

    In meinem 500 l Becken haben 2 Krabben nach 2 Monaten keinen nachweislichen Nutzen gebracht.

    Vor 4 Wochen habe ich einen Seehasen (Dolabella auricularia) dazugesetzt. Den kann man beim Fressen der Algen beobachten. Gleichzeitig sauge ich die Algen alle 2 Wochen unter Zuhilfenahme einer Zahnbürste ab. Jetzt ist das Becken weitgehend frei, aber weg sind die Algen noch nicht.

    Hallo Torsten,

    ja, ein Miracle Mud Filter. Dafür habe ich ein 60x30x30 -Becken verwendet. Die hinteren 10 cm sind abgetrennt in zwei Kammern für Zulauf bzw. Rückförderung, der Rest ist für die Algen. Der Algenteil ist nochmals durch einen Steg der Länge nach getrennt, um die Strömungsgeschwindigkeit zu erhöhen. Zur Rückförderung nehme ich eine Eheim. Als Bodengrund habe ich 2 Packungen MM drein, Wasserhöhe im Betrieb ca. 15 cm, bei Pumpenstillstand ist das Becken voll. Beleuchtung 2 x 40 cm T8.

    Bei dieser Größe ist das aber nur eine Ergänzung, als alleinige Filterung reicht das auf keinen Fall.

    Hallo Herr Gohmann,

    ich habe heute mal untersucht, warum die Aquaspacelight lauter brummt als alle meine Pumpen zusammen. Der Grund ist, dass die beiden zusammenstehenden Vorschaltgeräte mit der oberen Kante an das Aluminumprofil stoßen. Ich habe daraufhin die Leuchte komplett zerlegt, und beim Zusammenbau zwischen alle Teile Ofendichtband (aus dem Baumarkt) geklebt. Jetzt hört man so gut wie nichts mehr. Vielleicht wäre es eine Überlegung wert, an den entsprechenden Stellen eine Dämmung serienmäßig vorzusehen? Das kann doch eigendlich kein großer Kostenfaktor sein.

    Beim Aufhängen habe ich dann eine Überraschung erlebt: Das Stahlseil löste sich aus der Verankerung an der Decke und ich hatte die Lampe in der Hand! Puh, Glück gehabt, dass die nicht in Abwesenheit im Becken gelandet ist!!!

    Ursache war, dass sich in der Hülse Kondensat gebildet hat, und dadurch die Aluminum-Plombe an den Pressstellen durchkorrodiert war (das Becken steht im Wohnzimmer, Standzeit 6 Monate). Die Hülse ist nicht ganz formschlüssig mit der Decke verbunden, möglicherweise liegt da der Grund? In der anderen Hülse konnte ich nichts dergleichen beobachten. Ich kann also nur empfehlen, unter die Plombe noch einen Knoten ins Seil zu machen. Vielleicht kann man da ein anderes Material als Aluminium verwenden? Ich habe die Plombe durch eine Lüsterklemme ersetzt.

    Hallo Torsten,

    Fotos habe ich keine. Die Reste kannst Du mit einer Rasierklinge abschaben, ich habe dafür einen Ceranglas-Schaber verwendet (Küchenzubehör). Das Loch für die Rückförderung habe ich zugeklebt und durch eine Bodenbohrung ersetzt, die das Wasser in einen kleinen Schlammfilter leitet. Den Abschäumer habe ich 5 Stunden/Tag an (wenn ich nicht da bin, den Lärm kann ich kaum ertragen), da der Schlammfilter für das Becken zu klein ist.

    Hallo Timmy,

    Ich habe zwei potentielle Fressfeinde beobachtet:

    - Percnon-Krabben
    - Leierfische

    Ich habe eine Percnon-Krabbe bei der Jagt auf eine ca. 3 mm große Assel beobachtet (ob es Killerasseln sind, weiss ich nicht). Die flinke Krabbe hat die Assel so lange gejagt, bis sie sie erwischt hat. Ob sie das aber in großem Stiel machen, kann ich nicht sagen. Reine Algenfresser sind sie auf jeden Fall nicht.

    Meine Beobachtung der Leierfische findest Du hier

    Hallo zusammen,

    neulich habe ich versucht, eine Tanzgarnele mit der Genius Fischfalle zu fangen. Die Fischfalle ist ein Plexiglaskasten, der vorne in der Falltür einige Löcher mit ca. 1,5 cm Durchmesser für den Wasserabfluss hat. Als Köder hatte ich eine zerhackte Muschel verwendet. Auf den Boden der Falle hatte ich etwas Bodengrund (Livesand) gestreuet. Die Falle stand auf dem Boden des Beckens.

    Schon nach wenigen Minuten tummelte sich eine ganze Schar von Asseln auf den Muschelstücken.

    Die Tanzgarnelen hat dieser tolle Aufbau nicht wirklich interessiert, so habe ich dann eine Stunde nach Einbruch der Dunkelheit einfach die Falltür geschlossen und die Falle im Becken gelassen.

    Am nächsten morgen gab es dann eine kleine Überaschung: einer meiner ohnehin wohlgenährten LSD-Fische hat sich während der Nacht oder in den frühen Morgenstunden durch eines der Löcher gezwängt und pickte lustig in dem von Asseln durchsetzen Muschelhaufen herum. Es war zu sehen, dass der Fisch dabei auch Muschelstücke erwischte.

    So einen fetten Fisch habe ich vorher noch nicht gesehen :smiling_face: Entweder ist er Schizophren und hält sich für einen Kugelfisch, oder es gib zu Ostern Leierfisch-Stopfleber.

    Die Geschichte brachte mich auf die folgenden Ideen:

    - evtl. kann man die Leierfische so leichter bzw. schneller an Frostfutter gewöhnen
    - evtl. kann man so die manchmal doch recht traurigen Gestalten aus dem Händlerbecken aufpäppeln
    - evtl. eigen sich Leierfische als Fressfeind für die Killerasseln (evtl. nur Asseln bis zu einer bestimmten Größe?). Ich weiss allerdings nicht, um was für Asseln es sich bei mir handelt. Mich bzw. meine Fische haben sie bis jetzt nicht angefallen. Die ausgewachsenen Asseln haben eine Größe von ca. 5 mm.

    Hallo zusammen,

    mich würde mal interessieren, ob schon jemand über die Verwendung eines Planktonkreisels zur Aufzucht von pelagischen Larven bzw. Plankton nachgedacht hat oder das mal ausprobiert hat.

    Vorteile:
    - Larven bleiben in der Schwebe
    - Laminare Strömung
    - Cross-Flow-Effekt verhindert Zusetzen des Siebgewebes und schützt die Larven vor der Pumpe

    Nachteil:
    - Aufwändige Konstruktion
    - weitere?

    Wer nachlesen möchte, wie so ein Teil gebaut wird, gibt es einen Artikel vom Monterey Bay Aquarium zur Quallenhaltung mit einer guten Beschreibung des Aufbaus und verschiedenen Alternativen:
    Collection and Culture Techniques for Gelatinous Zooplankton. Biol. Bull. 204: 68-80. (February 2003)

    http://www.biolbull.org/cgi/content/full/204/1/68