Beiträge von Schmagauke

    Das Teil hält die Innenwandungen des Schaumrohrs sauber, wodurch der AS länger seine Leistung halten soll.

    Ich hätte eher Bedenken, daß der AS dadurch irgendwann stark zu stinken anfängt, allein deswegen würde ich ihn öfter reinigen/leeren.

    600€ ist auch alles andere als billig für eine umgebaute Küchenmaschine...

    Andererseits zählt irgendwann schlicht auch der Arbeitsaufwand.
    Bei Torbens 5.500l ist jede Arbeit, die man sich sparen kann, wichtig. Sonst wird das Becken zu einem 24/7 Job.
    Da zählt HighEnd Technik, sonst mutiert das Becken zu einer lästigen Arbeit.

    Ein Doktor, von dem eine Gruppe möglich wäre und den ich persönlich sehr schön finde ist der Acanthurus Pyroferus.
    Ich war gestern nach Ewigkeiten mal wieder im Duisburger Zoo, dort schwimmen jetzt 4 Stück (und ein Paar Achilles...) herum.

    Der Pyro ist sehr friedlich und für einen Acanthurus auch äußerst robust, der musste bei mir leider einiges mitmachen (böser Tominiensis) und hat nie auch nur ein Pünktchen gehabt, und ich benutze kein UV.
    In einer kleinen Gruppe ist er herrlich zu beobachten, sie waren auch unentwegt damit beschäftigt, an den Steinen zu zupfen.
    Noch ein kleiner positiver Nebeneffekt beim Pyroferus:
    Er frisst Fischkot. Meiner ist immer ganz schnell dabei, häufig bevor überhaupt etwas zu Boden sinken kann.

    Leucosternon, Achilles&Co wären mir vermutlich zu heikel, auch in einem großen Becken.
    Aber bei 5.500 Liter würde ich meinem Pyroferus eine Schubkarre voller Freunde gönnen :smiling_face:

    R. Latka schreibt, daß der blaue Filterschwamm etwas ins Wasser absondert, welches Cyanos begünstigen kann.
    Eine meiner erfolgreichen Maßnahmen gegen meine Cyanos war damals, den Schwamm komplett zu entfernen.
    Irgendwas gibt er auf jeden Fall ab, denn wenn man eine Matte längere Zeit benutzt und nur immer wieder reinigt, stellt man fest, daß der Schwamm an Farbe verliert.

    Ich konnte bei meiner Valencienna beobachten, daß sie durchaus "wählerisch" ist.
    In großen Anführungsstrichen.
    Sie wühlt natürlich den Boden durch. Auch bei z.B. leichten Cyanobelägen oder der "üblichen" Menge an Mulm.
    Sobald die Cyanos oder Dinos aber irgendwo dicker werden oder regelrechte Mulmberge sich auftürmen, verschmäht die Grundel diese Stellen.

    Sie hält den BG in Bewegung, aber als "Müllmann" kann man sie nicht mißbrauchen.

    Deswegen verstehe ich nach MEINEN Beobachtungen den ganzen Hype um Grundeln als Cyanobekämpfer auch nicht.
    Bei mir hat die Grundel Cyanosand über Korallen gespuckt, wonach ich den Korallen regelmäßig helfen musste. Auch tauchten Cyanos auf den Steinen auf, auf welche die Grundel BG verteilt hat. Zuvor waren die Cyanos nur am Boden.

    Ich betone aber: Bei MEINEN Beobachtungen. Bin wie gesagt erst ein Jahr dabei und möchte natürlich viel erfahreneren Aquarianern nichts abstreiten.

    Mein Fazit mit V. Strigata (vielleicht sind die anderen nicht so schlimm):

    Pro:
    - toller, interessanter Fisch, friedlich
    - hilft, den BG in Bewegung zu halten
    - relativ anspruchslos, leicht zu halten, springt nicht mehr wenn eingewöhnt

    Contra:
    - hilft nicht wirklich bei Kampf gegen Cyanos, verteilt diese nur
    - tötet die Mikrofauna im BG, was in meinen Augen beim Kampf gegen Cyanos wohl eher kontraproduktiv ist
    - eine Grundel wirbelt mehr Dreck auf ins Wasser als meine vier Lippis zusammen
    - spuckt den Aufbau und Korallen voll, hat bei mir mindestens eine LPS auf dem Gewissen, eher mehr
    - tötet Einsiedler&Co, indem sie diese in ihre Wohnburg einbaut und verschüttet
    - sorgt für eine Mondlandschaft im Becken, stellenweise bis auf den nackten Glasboden

    Ich werde mir keine Grundel der Gattung Valencienna mehr holen.

    Hallo BJörn,

    danke dir für deine ausführliche Ausführung (wunderbares Deutsch, richtig? :grinning_squinting_face: ).
    Dann brauche ich ja keine Bauchschmerzen haben, die beiden M. Meleagris mit 2 Mandarins einzusetzen.
    Hattest du deine beiden Grundeln zusätzlich drin oder sind andere "Boden-Fische" dazu gekommen, nachdem du sie rausgefangen hattest?

    Gern geschehen :smiling_face:
    Aber immer unter Vorbehalt, ich bin halt auch erst seit einem Jahr voll dabei.

    Ich denke auch, daß man meine Erfahrungen nicht komplett verallgemeinern kann, bei weniger Gestein im Becken gibt es natürlich auch weniger Schlupflöcher für Kleinstgetier etc, somit weniger Nahrungsangebot usw usw

    Ich hatte nur eine Strigata, keine zwei.
    Nein, ich habe die Grundel rausgefangen, danach alt eingefahrenen Bodengrund bekommen (von DEM Händler der Umgebung, welcher auch noch so nett war, jeweils eine Schüppe aus verschiedenen Becken zu sammeln), um überhaupt erstmal wieder Leben in den Boden zu kriegen, danach erst die Anampses. Die Mandarin waren aber schon mit Grundel drin, die beiden sind aber zu 90% an den Steinen unterwegs, selten am Boden.
    Die Lippfische hingegen suchen die meiste Zeit fressbares am Boden. Und wühlen dabei auch rum, also Dreck auf, ähnlich wie die Grundeln.

    Nach meinen bisherigen Erfahrungen würde ich Valenciennas nur noch in ein sehr großes Becken setzen, mit entsprechend viel BG. Eine ausgewachsene V. reicht nach meinen Beobachtungen, um den BG eines 700l Beckens "tot zu lutschen".
    Bakterien mögen natürlich noch drin gewesen sein, aber sonst gar nix mehr.
    Seit die Grundel weg ist sehe ich auch wieder Gänge im BG (an den Scheiben), irgendwelche "Zipfel", die herausragen usw
    Sehr auffallend auch:
    Mein grabender Seestern ist MIT Grundel dauernd unterwegs gewesen. Halbe Stunde weg, wieder aufgetaucht, weitergewandert.
    OHNE Grundel taucht er ab, ist stundenlang weg, bevor er wieder wandert.
    Das heißt zwar wahrscheinlich, daß jetzt (logischerweise) wieder mehr Dreck im Boden ist, aber der Mircofauna im Becken bis einschließlich Seestern scheint es gut zu tun.

    Steffi:

    Ich sehe die beiden nur äußerst selten einmal FroFu aufpicken.
    Rote Mücken und Artemia.
    Aber wirklich nur ganz vereinzelt.
    Trotzdem sind beide abends immer kugelrund und wachsen auch.
    Meine Flohkrebspopulation ist drastisch zurückgegangen, seit die Anampses im Becken sind. Copepoden, Minimysis etc scheinen aber noch in sehr großer Zahl vorhanden zu sein.

    Frage 1: ist das möglich, die Lippfische mit dem Mandarina zu kombinieren oder ist es nicht so eine gute Idee 4 Fische einzusetzen, die rein/hauptsächlich auf/in dem Boden leben?

    Darauf ist ja noch niemand eingegangen, also:

    Ja, das geht.
    Mein Becken ist ja nicht viel größer als Eures und ich habe mittlerweile 4 Lippfische und ein Pärchen Mandarin drin.
    Daß sie hauptsächlich in Bodennähe unterwegs sind, kann ich nicht bestätigen. Die Mandarinen schwirren wie Kolibris überall herum, wo etwas leckeres sein könnte, die nutzen den gesamten Aufbau, schlafen aber gerne unter Steinen am Boden.
    Die Anampses und der Halichoeres sind überall unterwegs. Der H. schwimmt auch gern mal einfach frei herum, braucht also etwas Platz. Der Bipartitus hält sich (mit kurzen Freischwimmausflügen) allerdings wirklich meist in Bodennähe auf.
    Lippis:
    1 H. Chrysus (frisst Turbellarien)
    1 Anampses Twisti
    1 Anampses Meleagrides
    1 M. Bipartitus

    Reihenfolge des Einsetzens:
    1. Chrysus, bereits nach wenigen Wochen. Hübscher toller Fisch und somit war schonmal ein Wurmkiller drin.
    2. + 3. Nach ca. 7 Monaten die beiden Anampses. Wunderschöne Tiere.
    4. Die Mandarinen, nach ca. 6 Monaten erst, bei viel LS und großem Steinaufbau.
    5. Bipartitus, erst vor ein paar Tagen als Schneckennachwuchskiller.

    So aktiv, wie alle 6 sind, finden sie wohl jeder für sich genug Kleingetier zwischendurch.

    Ein Tip noch von mir als Anfänger:
    Mach Deine Wunschbesatzliste in einer Anzahl fertig, die zur Beckengröße passt.
    Danach streiche 3-5 Fische wieder als "Reserve".
    So kannst Du jederzeit noch Fische als Fressfeinde gegen Plagen einsetzen, ohne überzubesetzen.

    Ich habe den Fehler gemacht, sehr schnell alles hübsche ins Becken zu werfen und habe danach noch Fressfeinde wie den Bipartitus nachgesetzt.
    Fazit:
    Ich habe in 700l satte 25 Fische...
    Es ist eine schöne Fischgesellschaft, alle vertragen sich (nach der Pyroferus/Tomminiensis Geschichte...) und obwohl ich viel füttere habe ich keinerlei Probleme mit Phosphat oder Nitrat (0,05-0,07 und 5mg, ohne Adsorber o.ä.).
    Aber es ist schon arg voll, auch wenn viele kleine wie z.B. Demoisellen dabei sind.

    Wie gesagt: Ich brauche ein größeres Becken :grinning_squinting_face:

    Wenn, dann scheuchen wohl eher die Tomminiensis den Blenny...

    Einen Tommi habe ich auch im Becken.
    Der kann extrem biestig werden, natürlich und besonders anderen Docs gegenüber.
    Als ich meinen A. Pyroferus nachgesetzt habe, hat der Tommi sogar sein Skalpell eingesetzt, der Pyroferus hatte 2-3cm lange Schnittwunden.
    Zwergkaiser kann meiner auch nicht leiden.

    Habe im Laden meines Vertrauens für solche Fälle folgenden Tip bekommen, der sehr gut war:
    Wenn Du Zweifel hast, trenne eine Ecke des Beckens mit einer Acrylgalsscheibe ab und setze Neulinge dahinter. Die Scheibe habe ich zwecks Wasseraustausch zigfach durchbohrt.
    Als mein Tommi keine Lust mehr hatte, gegen die Scheibe zu donnern, habe ich diese rausgenommen. Bis dahin war der Pyro aber wieder bei Kräften und hat sich gewehrt.
    Jetzt gibt es keine Probleme mehr, alles ist bestens.
    Ich habe aber echt geschwitzt, da ich bei dem Acanthurus sofort mit Pünktchen gerechnet habe, zumal er wirklich verletzt war.
    Hat er aber nie bekommen, der Pyroferus scheint sehr hart im Nehmen zu sein und auch sonst robust. Er hatte noch nie auch nur ein Pünktchen, wächst und gedeiht und ist putzmunter :smiling_face:
    Und wie der wächst...
    Ich versuche meiner Frau schon schonend beizubringen, daß 700l echt zuwenig sind, also so ganz allgemein, und daß ich mir auch so 1.200l+ vorstellen könnte :grinning_squinting_face:
    Von meinem Pyro würde ich mich nur ungern trennen, ich liebe diesen Fisch. Aber 700l bringens auf Dauer nicht, er wird ja noch größer.

    Öhm, ich schweife unwesentlich ab :grinning_squinting_face:

    BTT:
    Mit den Borstenzahndocs sei vorsichtig, wenn Neulinge kommen, die für die Borsten irgendwie nach Futterkonkurrenz aussehen könnten, das ist meine Erfahrung.
    Hol Dir ne Plexiglasscheibe, die kann echt helfen.

    Ah, noch eins:
    Mach nicht denselben Fehler wie ich :smiling_face:
    Ich habe die Scheibe in der Ecke des Beckens eingesetzt, die genau vor der Schlafhöhle des Tommis lag...
    Habe ich in dem Moment nicht drüber nachgedacht.
    Seine Laune hat das nicht gerade verbessert...

    Ja, aber das ist bestimmt genauer als einfach irgendwelche Mengen "frei Hand" ins Becken zu kippen.

    Bei einem Nano bzw Becken bis 150 oder 200 Litern finde ich Produkte wie All-in-One gut, wenn da mal eine Koralle den Kopf hängen lässt und man einen Verdacht hat, sind mehrere WW oder größere WW kein Problem.
    Bei größeren Becken wird es schon schwieriger, außerdem sind solche Produkte dann eine sehr teure Methode auf Dauer.

    Beim Balling Light von FM wird ja auch darauf hingewiesen, daß regelmäßige WW in einer bestimmten Größenordnung vorrausgesetzt werden.
    Ich nehme an, damit sollen genau die Ungenauigkeiten, die Du meinst, wieder aufgefangen werden.

    Ich überlege, Anfang Dezember auch mal einen Test im Labor machen zu lassen.
    Dann steht mein Becken knappe 1 1/2 Jahre und ich kann mal schauen, wohin meine derzeitige Methode geführt hat.
    Idee dahinter: Ab Weihnachten habe ich zwei Wochen Urlaub. Bringen die Testergebnisse irgendetwas ans Licht, was Handeln erfordert, habe ich wenigstens die Zeit, das in Ruhe zu tun.

    Ich als "auch-noch-Neuling" würde dasselbe vermuten wie Du.
    Bei nur etwas über 5% WW pro Woche und sonst keiner Spurendosierung wird das ganze irgendwann vor die Wand fahren.

    Daher mache ich größere WW und benutze das FM Balling Light System.
    Bin selbst alles andere als ein Profi, deswegen ist FM für mich einfach in der Handhabung.
    Du hast weiterhin KH, Ca und Mg in separaten Kanistern, aber bei KH kommt 1 Zusatz und bei Ca 2 rein.
    Wenn ich bislang alles richtig verstanden habe, steht der Verbrauch von Ca und diversen Spurenelementen in einem gewissen Verhältnis zueinander, z.B. Ca und Strontium bei SPS xy.
    Das FM Balling Light ist quasi so angerührt, daß Du (regelmäßige WW immer vorrausgesetzt) nichts überdosieren kannst, wenn Du also täglich die KH um 1° korrigieren musst und 5mg/l Ca nachgeben musst, gibst Du die restlichen Spurenelemente im passenden Verhältnis automatisch mit dazu.

    Anders bei ML All-in-One.
    Da kannst Du nur selbst schätzen und vermuten, wieviel rein muss. Die Angabe auf der Flasche ist ja mehr oder weniger für´n Popo, da die nötige Dosierung im Prinzip ausschließlich von Deinem Besatz abhängt, und das noch in Zusammenhang mit Beleuchtung und Nährstoffen (Wachstum der Korallen). Diese Angaben hat ML aber nicht, also musst Du raten.
    Eine zu niedrige Dosierung bringt Dir dann nix, zu hoch ist schlecht, genau richtig wäre ein Glückstreffer.

    Mit irgendwelchen Spurenelement Mischungen zum "frei reinkippen" bin ich für meinen Teil sehr vorsichtig, da der ganze "Kleinkram" mit unseren üblichen Mitteln nicht zu testen ist. Was genau da drin ist, weiß man auch nicht.
    Dann schiesst einem z.B. der Kaliumwert in den Himmel, oder meinetwegen Strontium. Die Korallen verabschieden sich und das große Rätselraten beginnt von vorne.
    Jeden Monat eine Probe zu Gilbers&Co schicken kann man machen - muss man aber nicht.

    Ich will keine Werbung für FM machen, von anderen Herstellern gibt es sicherlich ähnliches.
    Ich an Deiner Stelle würde mich aber nach so einem System umschauen. Ist nicht die billigste Methode, funktioniert aber und jemand wie ich, der nicht Armin heißt (:D) kann nicht allzuviel falsch machen (hoffe ich).

    Bevor Du viel Geld für Mittel ausgibst:
    Wie ist denn die Besetzung Deines Beckens bisher und machst Du regelmäßig Wasserwechsel?

    Ich benutze z.B. Balling Light mit den Traces von Fauna Marin zusammen mit TM Salz bei mindestens 3x 10% WW pro Monat.
    Mehr habe ich nicht gebraucht bis heute.
    Nun probiere ich gerade von FM die Reef Vitality aus, mal schauen, ob es was bringt.

    Futterkonkurrenz wäre mein letzter Tip.
    Sieht ja stark nach retrogemma aus. Die habe ich auch, allerdings nur sehr wenige und die ausschließlich im (beleuchteten) Ablaufschacht.
    Die Würmer sind Algenfresser.
    Mein Theorie dazu:
    Ich habe ungefähr soviele algenfressende Minischnecken im Becken wie Du Würmer.
    Daher vermute ich, daß die Schnecken den Würmern nicht viel übrig lassen und diese sich dadurch nicht so stark vermehren. Was dann an Würmern im Becken sein könnte (ich sehe da aber keine) übernehmen dann wohl meine Wurmfresser. Ähnlicher Besatz wie bei Dir, ein Pärchen Mandarinen, Halichoeres und Anampses Lippfische.

    Ein totaler Schuss ins blaue: Stenopus Hispidus. Davon habe ich auch ein Paar und ich persönlich glaube, daß die alles fressen, was nicht bei drei auf den Bäumen ist.
    Sind schwierig zu beobachten, weil bei mir nur nachtaktiv.
    Aber wie gesagt: Ein Schuss ins Blaue, das ist wilde Spekulation meinerseits. Von Turbellarien fressenden Stenopus habe ich noch nie gelesen.

    Wenn Du magst, schicke ich Dir ein Pfund Schnecken. Mit Glück vermehren die sich bei Dir. Vielleicht stimmt meine Theorie. Wenn nicht, hast Du halt bloß Schnecken im Aquarium, nix negatives.

    Damit hättest Du eine Fehlerquelle ausgeschlossen.
    Erhöhe Phosphat doch einfach auf 0,05. Dann hast Du einen deutlich messbaren Wert, der nicht bis zum nächsten Morgen auf 0 fällt.
    0,05 tut auch niemandem weh, es ist nicht zuviel.
    Das würde ich aber über ein paar Tage verteilt machen, damit die Korallen jetzt keinen PO4 "Schock" bekommen.

    Ich finde Hans-Werners Colamethode ziemlich cool :smiling_face:
    Eine Alternative ist Natriumdihydrogenphosphat-Dihydrat aus der Apotheke. Das Rezept gibt es in Glasers Buch "Lecker Nudelwasser anrühren mit Armin - 100 schmackhafte Rezeptideen". :smiling_face:

    Danke für den Hinweis mit den Schnecken, Hajo.
    Da muss ich wohl mal überlegen, ob ich nicht doch noch einen bipartitus ins Becken setze, obwohl ich den eigentlich gar nicht haben wollte...
    Aber ich weiß vor lauter Schnecken nicht mehr wohin.
    Die reduzieren meine Strömung schon um 25%, weil sie immer auf den Gittern sitzen...

    Die Grundeln fressen auch Ersatzfutter, deswegen ist der frische Bodengrund nicht ganz so dramatisch.
    Eingefahrenen BG buddeln sie eh tot, so zumindest die Erfahrung bei mir. Nachdem die Grundel raus war musste ich meinen BG wiederbeleben.

    Filtermaterial am Ablauf kann zu größerem "Rückstau" führen, was den AS dann "überkochen" lässt.
    Das hängt aber natürlich vom AS ab.

    Wenn die Pumpe nicht regelbar ist, kannst Du es aber umgekehrt probieren:
    Drossel die Leistung, indem Du am Ansaugrohr irgendein Filtermaterial oder eine Verengung anbringst.
    Wenn ich meine AS Pumpe frisch gereinigt habe, haut sie auch Blasen raus, bis wieder etwas Dreck die Leistung leicht reduziert.

    Die Strigata würde ich mir gut überlegen, zu anderen Valenciennas kann ich nix sagen.

    Bei mir ist sie in wenigen Monaten auf gute 15cm gewachsen und hatte als Lieblingsbeschäftigung das Zuschütten von LPS mit Sand und das Verwandeln des Bodens in eine Mondlandschaft.
    Vielleicht hatte ich nur Pech, aber meine hat den Sand grundsätzlich irgendwo wieder ausgespuckt, aber nie dort, wo sie ihn aufgenommen hat.
    Sie hat mindestens eine Caulastrea auf dem Gewissen, andere Korallen geschädigt, für permanent dreckiges Wasser gesorgt, Cyanos verteilt statt bekämpft, die Mikrofauna im Bodengrund zerstört, Einsiedler durch zuschütten gekillt etc etc

    Herausfangen ging leider nur auf die brutale Tour mit einem Angelhaken (ohne Widerhaken), die Biester sind nicht dumm, alle anderen Fangversuche sind über Monate missglückt.

    Für mich nie wieder diese oder ähnliche Grundeln, es gibt andere Möglichkeiten, den Boden sauber zu halten.
    Es sind schöne Tiere, wenn man sein Becken der Grundel anpasst...

    Naja, wurdemannis habe ich gerade ausprobiert.
    Da ich aber viel füttere (habe eine sehr vielfältige Kugelfischsammlung :D), fressen sie lieber den Fischen alles weg und haben die Rosen ignoriert.
    Zukleben sah erst nach Erfolg aus, aber die Rosen sind durch irgendwelche Ritzen wieder rausgekommen.
    Aiptasia-Ex hat nun geholfen (sogar "über Kopf").

    Auf wurdemannis verlasse ich mich nicht mehr :smiling_face:
    (Aber als Prophylaxe lasse ich sie drin).

    Ich würde noch R. Latkas Buch über Plagegeister dazu nennen.

    Mögliche Plagen gibt es ja leider genug, dieses Buch hilft einem gerade als Anfänger zu lernen, worauf man sich eventuell einrichten muss.
    Außerdem erkennt man so eine Plage viel schneller, bevor sie ausufert.
    Zu vielen Dingen hat Latka auch eigene Experimente angestellt, z.B. Glasrosen.

    Dieses Buch verhindert auch, daß man irgendwelchen "absolut unfehlbaren Geheimtips" aufsitzt, die die Sache nur noch schlimmer machen, viel Geld kosten und einem eventuell sogar das Becken zerschiessen.

    Last but not least gibt einem das Buch auch eine Übersicht über mögliche Fressfeinde für mögliche Plagegeister.
    Das ist eine wertvolle Hilfe bei der Besatzplanung (immer in Abhängigkeit von der Beckengröße).

    Eine solide Grundlage, was die unschönen Seiten des Hobbys anbelangt.

    Jetzt werde ich langsam neugierig :smiling_face:

    Klingt so, als bestünde die Möglichkeit, daß sich die Polymere von FM Reef Vitality und die des TM Bio Actif Salzes im Idealfall sogar prima ergänzen könnten.

    Wie genau kannst Du die Wirkung Eurer Polymere beschreiben?
    Ich würde dann ggfs. noch Hans-Werner nerven und wenn es keine Bedenken gibt, die Kombination sogar testen.

    Ich habe keine Ahnung von den Details, bringe daher mal ein aus der Luft gegriffenes Beispiel, bei dem mein Test sinnlos wäre:
    Wenn die einen Polymere Nährstoffe binden und für den AS besser greifbar machen, die anderen hingegen Nährstoffe lösen/umwandeln, um sie für die Korallen besser verfügbar zu machen, wäre die Sache natürlich Unfug.

    Interessieren tut mich das Thema, da ich dazu bislang noch nix an Literatur gefunden habe.

    1)
    Es gibt von Maico Lüfter, normalerweise im Bad eingesetzt, denen man sagen kann, ab wieviel % Luftfeuchtigkeit sie anspringen/ausgehen sollen. So einen würde ich für den Raum wählen. Kernbohrung oder KG-Rohr nach außen, fertig.

    4)
    Besser eine Harzbeschichtung. Du wirst ja auch viel planschen und mit etwas Pech frisst Dir das Salz die Fugen kaputt. Oder aber einen vollverklebten Industrie-PVC, so wie man ihn in Ladenlokalen findet. Den gibt es auch in toller Optik und das Zeug ist nahezu unverwüstlich.

    6)
    Stein, und sei es nur Ytong. Rigips neigt dazu, Feuchtigkeit magisch anzuziehen und schimmelt dann schnell.

    7)
    Unabhängig von FI-Schaltern im restlichen Haus.
    Ich würde mir dann eine genaue Steckerbelegung überlegen und alles über eigene, seperate FI-LS absichern. Habe ich bei mir auch gemacht, so kann die Aquarientechnik nicht ausfallen, wenn im Haus irgendetwas ist, man ist geschützt (alles FI) und es kann nie die gesamte Beckentechnik auf einmal ausfallen (z.B. Strömung weg, RFP und AS laufen aber noch etc).


    Mit dem Gedanken eines Technikraums habe ich auch schon gespielt.
    Eine Idee hatte ich, die ich aber noch nicht zuende gedacht habe:
    TB wie von Dir gedacht, auf einem Ytong-Unterbau, in dem Fussbodenheizungsschlangen liegen, Temperaturfühler über ein Magnetventil gesteuert.
    Bei einer modernen Heizungsanlage ist das bei einem so großen Becken wesentlich günstiger im Unterhalt, als die Temperatur elektrisch zu halten.
    Ich gehe davon aus, daß Du so einen Pott mit LEDs beleuchtest, da wirst Du wieder eine Heizung brauchen.

    Überhaupt:
    Plane eine Wärmepumpe mit Flächentemperiersystem. Dann kann die Fussbodenheizung im Sommer auch "rückwärts", das bringt ein paar Grad im Haus und schaltet damit gleich ein Wärmeproblem im Becken aus (ist aber natürlich keine Klimaanlage).

    Meinst Du den meleagris?
    Im Video ist der bipartitus.

    Ist tatsächlich ein traumhafter Anblick, aber ich halte das Video eher für einen Werbegag.
    Die sehen noch sehr jung aus, ich kann mir nicht vorstellen, daß sie als adulte Tiere immer noch in einer Gruppe unterwegs sind (vielleicht täusche ich mich, kenne diesen Lippfisch nicht).

    Ich persönlich habe mich gegen ihn entschieden, weil mir zu viele "Horrorstorys" kursieren und ich meine Krabbeltiere (Garnelen etc) gern habe, da wollte ich nicht das Risiko eingehen, daß dieser Lippfisch die irgendwann lecker findet.

    Frage:
    Was hat es mit den Biopolymeren genau auf sich?
    Ich habe mir die Organics nun auch gekauft, um sie mal auszuprobieren.

    Zeitgleich nutze ich Tropic Marin Bio Actif für die WW, welches sich auch diesen Bestandteil auf die Fahne schreibt.
    Bei den Organics steht ausdrücklich, daß man andere Dosierungen vorerst deutlich reduzieren sollte, die Wasserwerte kontrollieren soll und Dosierungen erst wieder hochfahren soll, wenn sich das System an die Organics gewöhnt und stabilisiert hat.
    Aber was ist mit den Biopolymeren? Kann ich die auch überdosieren? Sollte ich besser wieder normales Salz (z.B. das bei mir bewährte TM Pro Reef) verwenden?

    Anmerkung:
    Für den Anfang dosiere ich die Organics lieber geringer (noch kein riesiger Korallenbesatz).
    Statt der empfohlenen Kapsel alle 4 Tage auf 500l werde ich am Anfang nur eine Kapsel pro Woche auf 700l dosieren und beobachten, wie sich das Becken verhält.

    Ich klinke mich hier mal mit einer Frage an Bernd in den Thread ein:
    Ich habe schon unzählige Male gelesen, in welcher Höhe im Becken das Wasser für die UV-C Anlage abgesaugt werden soll.

    Mir stellt sich aber immer folgende Frage dabei:
    Sind die Erreger nicht komplett im Wasser verteilt?
    Das sind mikroskopisch kleine Biester und wir alle arbeiten mit Strömungspumpen, die ein kleineres Wellenfreibad versorgen könnten. Ich dosiere extra wenig Wodka, damit ich nicht alle meine Fische betrunken platt an eine Scheibe gedrückt auffinde.
    Gab es mal mikroskopische Untersuchungen von Wasser unterschiedlicher Schichten (bei laufenden Pumpen), oder woher kommt die Regel?