Beiträge von Schmagauke

    Guck mal, was Deine Einsiedler nachts so treiben, wenn Du viele hast...

    Ich hatte mich auch monatelang über seltsame nächtliche Geräusche gewundert, die zu Deiner Beschreibung passen.
    Bei mir waren es die Einsielder, die sich gerne mal nachts gegenseitig was auf die Mütze gehauen haben...
    Ich hatte zwar ausreichend Ersatzhäuser im Becken, habe gelegentlich auch mal neue reingelegt, wenn die ungenutzten zu verkalkt waren, aber die Doofmänner haben sich lieber gegenseitig die Häuser geklaut.

    Ich gebe Dir bei allem Recht, Du hast aber noch eines Vergessen:

    Dank permanenter medialer Gehirnwäsche (Geiz ist geil / Ich bin doch nicht blöd) ist nicht nur die Schnäppchenmentalität in DE schlimmer als in vielen anderen EU-Ländern.
    Hinzu kommt noch, daß jeder alles haben will - und zwar sofort.
    0% Finanzierung, bequeme Raten etc, habe gestern erst wieder eine Werbung der TARGO gesehen, in der gezeigt wird, wie leicht der Klassenausflug des Sohnes per Kredit geregelt werden kann.

    Wenn man natürlich Haus, zwei Autos, zweimal pro Jahr Auslandsurlaub, neueste Elektronik, 5 Smartphones nebst Vertrag, bestes Essen im Kühlschrank, tolle Fahrräder, jede Menge lustige Ausflüge, Schränke voller Markenklamotten (für jeden Tag des Jahres eine eigene Garnitur - jedes Jahr neu, man muss ja mit der Mode gehen) etc, die Liste ist endlos, haben will - dann muss man halt auf jeden € achten, auch wenn man 10k Monatsgehalt hat.

    oder wenn die qualitätsbewußten deutschen Hersteller immer weniger werden und am Ende auch der eigene Arbeitsplatz gefährdet ist, weil andere auch so denken und handeln.

    Naja...
    Ich komme aus einer Branche, in der die Arbeitgeber gerne den Preis für deutsche Wertarbeit vom Kunden verlangen aber ihren Angestellten chinesische Löhne zahlen :winking_face:
    Da würd der Angestellte sich mit Sicherheit auch lieber die 800€ Pumpe kaufen, muss aber zur 100€ Pumpe greifen oder das Hobby ganz aufgeben - wer schießt da wem ins Knie?

    Ich habe mich gerade mit dem Thema beschäftigt, da ich mein Becken ja auf Süßwasser umgestellt habe.

    Im SW gibt es auf jeden Fall sehr gute Alternativen.
    Beispiel:
    Eine Dennerle Amazon hat ca. 6.000K, kostet satte 32€ (80W). Ja, noch wesentlich teurer als MW-Röhren.
    Eine Osram HO 865 hat ca. 6.500K, ein fast identisches Lichtspektrum und hat mich gerade mal 5,76€ gekostet...

    Eine 80W ATI Blue Plus hat mich zuletzt um die 18€ gekostet.
    Die Osram 67 in 80W kostet 12€, ich finde aber keinen Vergleich des Farbspektrums.

    Für den relativ geringen Preisunterschied würde ich da keine Experimente machen und bei den bekannten Marken wie ATI bleiben.
    Bei meinen 8 Röhren könnte ich ja gerade mal nen Fuffi sparen, dafür riskiere ich keine Algenblüten, krumme Korallen oder weiß der Geier.

    Beim SW war der Preisunterschied gute 180€, Unterschied ist nur, daß die Pflanzen halt nicht in absoluter Rekordzeit wachsen, kein Risiko, ist im SW-Bereich zigfach in Gebrauch.

    Bei mir wuchsen mehrere ohne Fußscheibe gut und waren ansonsten gesund.
    Meine einzige Sorge dabei war, daß sie vielleicht irgendwann abbrechen, wenn sie z.B. nach 6 Monaten die Größe einer Kastanie erreicht haben und nur von 1cm² ReffBond gehalten werden.

    Wenn man einen riesen Steinhaufen nur aus LS plant, dann mag die Formel stimmen...

    24kg für 540l sind mehr als genug, um das Becken ordentlich einzufahren, und das ist der Hauptzweck von Lebendgestein.

    Die Finanzierung ist eine Sache, die andere Sache ist die deutsche Schnäppchenmentalität, oder auf der anderen Seite die "Mein Haus - Mein Auto - Meine Yacht" Mentalität.
    Die einen wollen keine Ableger aus dem Aquarium für´n Zehner sondern den 30cm E. Ancora Stock aus dem Wildfang für 300€.
    Die anderen sind nicht bereit, für einen Ableger, der im Laden 69,50€ kostet, auch nur 30€ zu bezahlen, wenn er von privat kommt. Auch wenn dieser vielleicht bessere Eingewöhnungschancen hätte.

    Aaaaaber:
    Ich denke, bei Korallen darf man das nicht ganz so eng sehen. Es ist wie ein Garten. Niemand weint um sein Gebüsch, wenn er es zurückschneidet und den Rest auf den Kompost wirft.
    Schade ist es dann, wenn durch die privaten Ableger Raubbau am Riff vermieden werden kann. Ein Grund, warum ich Korallen immer nur beim Joe gekauft habe und niemals Importe. Ok, ich kriege vielleicht nicht die Ultra Acro oder irgendwas aus dem GBR, aber damit konnte ich leben.

    Stefan hat Recht, ich habe damals ein gebrauchtes Becken angeboten bekommen, aus Transportgründen hätte es zerlegt und neu geklebt werden müssen.
    Das neu Verkleben hier vor Ort hätte mich durch den günstigsten Aquabauer weit über 400€ gekostet, das macht keinen Sinn.

    Glas kostet "nichts", Du zahlst immer den Lohn und das Silikon, plus An- und Abfahrt.

    Zieh mal von Deinen 250l noch die Steine und die Deko ab, dann weißt Du, was ihm als Bewegung bleibt.
    Also stell Dir für Dich eine Zelle von 2x2m vor, in der noch nen Tisch und 3 Stühle im Weg rumstehen.

    250l hat mein Technikbecken.
    Wenn ich mir jetzt vorstelle, daß ich meine Docs (Beispiel Deines Kumpels) aus den 700l oben rausnehme und da unten rein packe...
    Sorry, das geht gar nicht.
    Ich habe auch den Fehler gemacht, nen Tominiensis und einen A. Pyroferus zu kaufen.
    Bei 700l gehen m.M.n. 2 Hawaiidocs, der Tomi war ein Fehler, dem würde ich 1.000l minimum gönnen. Der Pyroferus gehört in 1.200l minimum, besser noch viel mehr.
    Putzerlippfische gehören nur in 3m+ Becken mit vielen größeren Fischen.
    Ich hatte auch einen, ich weiß wovon ich rede. Die Betonung liegt auf HATTE. Und das lag bei mir garantiert nicht an den Werten oder dem Futter.

    Durch jedes Futter kommt PO4 ins Becken. Besonders viel, wenn man das FroFu nicht ausspült, das kannst Du ja vorrübergehend so machen.
    Viele Trockenfuttersorten "versauen" das Wasser auch recht stark.

    "Hauptgrund" kann man nicht sagen, es kann noch andere Ursachen haben. Aber Nährstoffmangel - vorrausgesetzt, Deine Tests stimmen - sollte natürlich erstmal beseitigt werden. Was nutzt einer Koralle der perfekte Stellplatz, wenn sie nix zu essen hat?

    Zum Abschäumer kann ich nix sagen, das wissen andere vielleicht besser.
    Wenn der nicht läuft, bleibt natürlich mehr im Becken, andererseits verschlechterst Du den Gasaustausch damit auch gravierend.

    Die Literzahl ist erstmal nebensächlich. Wenn Du viel fütterst und wenig Verbraucher im Becken hast, werden die Werte schnell klettern.
    Wenn Du viele Verbraucher hast, kann Füttern alleine u.U. nicht reichen und man muss irgendetwas dazudosieren, das ist halt bei jedem Becken unterschiedlich.

    Die Sangkai Produkte sind zweifelsohne gut, aber auch nicht gerade billig. Da ist die "mehr füttern" Methode für den Anfang günstiger, später, mit vielen Korallen, kann man dann wieder einen Blick auf diese Sachen werfen. Mit Sangkai scheint fast jeder Nutzer sehr zufrieden zu sein.

    Zitat

    NO3 = n.n.; NO2 = 0; PO4 = n.n

    Abgesehen davon, daß das Becken eh noch frisch ist, hast Du da die Antwort.
    Weich- und Lederkorallen kommen besser mit leicht erhöhten Nährstoffwerten zurecht, wenn nix im Wasser ist, finden sie das gar nicht toll.

    Ich kann das bei mir beobachten, bei niedrigen Werten habe ich manchmal das Gefühl, daß die Montis (SPS) schneller wachsen als die Weichen.

    Was hast Du schon an Fischen im Becken und wie fütterst Du diese?

    Nur einmal wiederholt.
    Ich werde morgen früh noch einmal dieselben Tests machen, mal sehen, was dabei rauskommt.

    Mir ist noch aufgefallen, Daß die Messwerte meines ersten Posts und die gestrigen sich auch nicht decken.
    Erster: Soll: 1mg/l, Ist 0,1mg/l
    Gestern: Soll: 1mg/l, Ist 0,3mg/l

    Fehler meinerseits sind natürlich möglich, auch wenn ich die Tests sehr sorgfältig durchführe.
    Flaschen schön senkrecht, gleich große Tropfen etc.
    Ich sehe auch genau hin. Bei den TM Fläschchen kann es ja z.B. schonmal vorkommen, daß beim ersten Tropfen Luft mit dranhängt und somit quasi ein halber Tropfen fällt. Solche Tests verwerfe ich und fange neu an.

    Schade, jetzt habe ich endlich mal Zeit und will anrufen, da sehe ich die Homepage...

    Vielleicht kann ja trotzdem jemand hier erklärende Worte abgeben :smiling_face:

    Ich habe gerade mal wieder alles durchgetestet und mit Referenz geprüft.
    Die Referenzlösung wurde nicht verdünnt.

    Phosphat Aquarium: 0,05mg/l, PO4 Referenz: 0,3mg/l, korrigiertes Ergebnis: 0,16mg/l Test und Ref Gilbers.
    Nitrit: Aquarium 0,1mg/l, mit Referenz Korrigiertes Ergebnis: 0,01mg/l Test TM Ref Gilbers
    Nitrat: Aquarium 2mg/l, Referenz: 10mg/l, korrigiertes Ergebnis: 2mg/l Test TM Ref Gilbers

    Nun fehlt mir wohl Erfahrung oder Wissen (oder beides :smiling_face: )
    PO4 kann natürlich so sein. In der Referenz sollte ja, wie früher schon geschrieben 1mg/l sein, der Test zeigt mir aber nur 0,3mg/l an. Nach der Formel auf der Flasche umgerechnet wäre es dann also 0,16mg/l, demnach schon viel zu viel.
    Trotzdem komisch, meine SPS (auch die Acros) stehen sehr gut da, die Hystrix ist knallepink. Ich habe mehrfach gelesen, daß die Hystrix quasi ein Indikator für PO4 sein soll, da sie bei zu hohen Werten angeblich ihre schöne Färbung verlieren soll. Das passt bei mir aber nicht, Farbe und 0,16 widersprechen sich.

    Wundern tut mich auch der Nitrit/Nitrat Test.
    Es ist ja ein und derselbe Test.
    Wieso liegt der Nitrittest um Faktor 10(!) daneben und der Nitrattest stimmt? Kann doch eigentlich nicht sein.

    Wundern tut mich auch das Verhältnis Nitrat 2mg/l und PO4 0,16mg/l.
    Ich habe ja nun schon genug gelesen um zu wissen, daß es durchaus möglich ist, wenig Nitrat und eine PO4 Bombe im Becken zu haben.
    Da ich aber schön regelmäßig WW mache und auch immer kontrolliere, halte ich es bei mir für unwahrscheinlich. Da ich noch immer den ersten PO4 Test benutze, müsste demnach mein PO4 Wert schon immer falsch angezeigt haben und der Wert im Becken müsste schon immer zu hoch gewesen sein, nämlich immer über 0,1mg/l bzw knappe 0,2mg/l. Warum geht es meinen Korallen dann insgesamt so gut? Braun ist keine einzige.
    Ist also die Referenz überlagert, geht das überhaupt?
    Kosmische Strahlung?
    Böses Karma?
    Die Aura unsäglicher Dummheit meines Nachbarn?
    Fragen über Fragen...

    ERGÄNZUNG:
    Ich habe PO4 jetzt nochmal 1:10 verdünnt und gemessen.
    Also 2ml Referenz + 18ml Osmosewasser.
    Es verschieben sich nur die Kommata, Ergebnis Test: 0,03mg/l (in dem Bereich aber schwierig abzulesen), nach Flaschenangabe sollten es 0,1mg/l sein. Korrigiert also immer noch: Becken 0,166mg/l, KF 3,33

    Hat schon jemand Erfahrungen mit diesen Pumpen gesammelt?
    Daß ich keine allzu hohe Lebenserwartung fordern kann und die Leistungsdaten vermutlich nicht ganz stimmen ist mir klar.

    Es geht mir primär um die Lautstärke. Zur Zeit habe ich eine Aquabee im Einsatz, wenn die Aquaforte nicht noch lauter ist, reicht mir das schon.
    Mehr kann man bei dem Preis wohl eh kaum erwarten.

    Es gibt eine Wurmart, die sich auch in die Skelette von Steinkorallen frisst.
    Frag mich aber nix genaues, da müsstest Du googeln oder hier auf jemanden warten, der mehr weiß.

    Es könnte aber natürlich auch noch eine andere Ursache sein.

    Das kann verschiedene Ursachen haben.

    Setze sie erstmal von den Steinen weg, damit sie sich entfalten kann.
    Rechts scheint eine relativ stark nesselnde Scheibenanemone zu sitzen, korrigier mich, wenn ich falsch liege. Wenn Deine Koralle sich öffnen will, wird sie von der Scheibe vernesselt und zieht sich teilweise oder ganz zurück.

    Vielleicht gefällt ihr der Platz nicht, also zu viel/zu wenig Strömung, das Bild sieht nach Bodennähe aus, also vielleicht auch zu wenig Licht, ober eine Kombination aus beidem.

    Sitzt sie auf einem Ablegerstein? Kann man schlecht erkennen. Wenn nicht, kann es auch sein, daß sie keine Möglichkeit hat, sich zu befestigen. Dann musst Du schnell handeln, sonst ist sie fix hinüber. Wenn sie ohne Stein kam, könnte sie auch schon angeschlagen sein und eh schlechte Chancen haben.

    Wenn alle anderen Korallen gut stehen, sind falsche Wasserwerte unwahrscheinlich, aber die solltest Du auch kontrollieren. Bereits eingewöhnte Korallen tolerieren eher für kurze Zeit Schwankungen als eine, die neu dazugekommen ist.

    Eventuell wurde sie geärgert, von einem Fisch, einem Einsiedler oder ähnliches. Zwei meiner Einsiedler haben z.B. seit ein paar Tagen irren Spaß daran, in eine meiner Hornkorallen zu klettern, was diese nicht witzig findet und mich in den Wahnsinn treibt...

    Somit weiß ich wieder ohne geeichtes Meßgerät nicht, woran ich bin.
    Ich finde es reichlich frustrierend, daß es so schwierig zu sein scheint, ein präzises Instrument für die primitivste physikalische Messung überhaupt herzustellen.

    Hol Dir das Tropic Marin Aräometer, die Spndel ist sehr groß und sehr präzise.
    Selbst Refraktometer muss man hin und wieder mit einer Spindel überprüfen, was auch der Grund ist, warum ich keins besitze. Da nehm ich doch gleich die Spindel.

    Zu den Salzen:
    Analysieren kann ich die wohl kaum, aber ich habe durchaus schon unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Die schlechteste war bisher, daß neu angesetztes Wasser über mehr als 24h komplett milchig blieb, ein Salz eines bekannten und eigentlich guten Markensalzes. Ich habe es weggeschüttet.
    Wenn ich den Aquacalculator richtig verstehe, ist auch jedes Salz etwas anders zusammengestellt.
    Um irgendwelche Zahlen in den Raum zu werfen:
    Das eine kommt mit 380mg/l Ca daher, das nächste ist als Nachschub für SPS-Becken gedacht und hat 480mg/l.
    Das hat natürlich nichts mit der Qualität zu tun, aber es gibt halt doch relativ große Unterschiede bei den Salzen.
    Qualitätsunterschied würde verschiedene Reinheitsgrade bedeuten. Wenn Du irgendwo 25kg für´n Zehner siehst, hat vermutlich jemand in einem MW-Laden gefegt und alles in den Eimer gekippt. Hätten alle Bestandteile pharmazeutischen Reinheitsgrad wäre das Salz entsprechend teuer.

    Bei guter, neuer Technik ist man sicherlich bei 10€ pro Liter Beckenvolumen an Anschaffungskosten.

    Die monatlichen Unterhaltskosten sollte man bei mindestens 20 Cent pro Liter ansetzen, drunter geht es eigentlich nicht (Strom, Wasserwechsel, Futter usw usf, die Liste ist lang). Je nach Besatz und Aufwand können das auch schnell 25 Cent werden, sogar 30 oder noch mehr.

    Dabei ist aber noch kein Tier gekauft, oder Korallenkleber und was man sonst noch wieder alles braucht...

    Nie vergessen: Den "Notgroschen".
    Wenn irgendetwas aus dem Ruder läuft, und sei es nur kaputte Technik, ist schnell mal der ein oder andere Hunderter weg. Im Worst Case auch noch mehr.

    Vorab:

    Wieder mal ein wundervoller und superinteressanter Thread, danke an alle Beteiligten :smiling_face:
    Diese Art von Threads sind in meinen Auge die wirklich große Stärke dieses Forums, darum macht es so viel Spaß, hier jeden Tag zu lesen :thumbs_up:

    Und damit direkt zu diesem:

    Eins würde mich noch interessieren: Hier wird sehr ruhig über höchstwahrscheinlich streßbedingte Verluste von Fischen diskutiert. Warum geht es hier eigentlich immer so ab, wenn ein Forumsneuling auftaucht, der Doktorfische in einem Becken hält, das nach der nicht objektivierten Meinung einiger (oder von mir aus vieler) zu klein ist. Wird hier irgendwie in Edelfisch und Gammelfisch unterschieden oder wo ist da mein Problem? Irgendwie kapier ich das noch nicht. :confused_face:

    Grüße

    Hans-Werner

    Ich denke, das hat mehrere Gründe, hier die wichtigsten:

    a) Viele Neulinge scheinen sich von sehr windigen (aber auch findigen...) Händlern MW-Becken aufschwatzen zu lassen als sei´s ein Goldfischglas. Selbstinformation ist da oft Mangelware oder gar nicht vorhanden. Das liest man sehr schnell heraus und dann springt natürlich jedem MW-Aquarianer, der es mit seinen Tieren ernst nimmt, der Draht aus der Mütze.
    b) Viele "alte Hasen", als sehr gutes Beispiel Hajo, Bernd, Torsten etc, schreiben sich hier täglich und wirklich sehr ausführlich die Finger wund, um zu helfen. Natürlich auch um zu helfen, Fehler zu vermeiden. Wahrscheinlich können sie sich selbst nicht mehr reden hören, weil sie jede Frage in den letzten Jahren schon xxx mal beantwortet haben - sie helfen trotzdem immer wieder. Danke dafür. Wenn man dann das Gefühl bekommt, ignoriert zu werden und hinterher das Gejammer auch noch groß ist, fliegt einem natürlich die Mütze komplett weg.

    Vereinzelt mag es vielleicht Leute geben, die ihre Tiere nur nach finanziellem Wert behandeln, ich hoffe aber, das ist die Ausnahme.

    Es gibt aber auch andere Faktoren, z.B. die eigene Erfahrung.
    Egal, wieviel hier beraten und geholfen wird, viele Zusammenhänge in einem MW-Aquarium sind äußerst komplex und bei allem Lesen und Fragen nicht immer auf Anhieb komplett zu verstehen.
    Das gilt natürlich nicht für einen Sohal oder Lineatus in einem 250l Becken, da gibt es nix zu verstehen, das ist einfach bescheuert.
    Für viele andere Dinge gilt es aber doch.
    Und da treffen dann auch zwei Welten aufeinander. Ich grabsch mir einfach mal wieder den guten Hajo als Beispiel :smiling_face:
    Viele Dinge sind ihm vermutlich dermaßen in Fleisch und Blut übergegangen, daß es ihm gar nicht mehr bewusst ist. Für ihn sind es so simple "Basics", daß sie keine Erwähnung mehr finden. Ein Anfänger weiß aber vielleicht nix davon und muss auch das erst lernen. Hajo berät also auf Level 12 (137.091 XP und noch ein paar Bonusfeats, die er während Abenteuern gesammelt hat), der Neuling hört aber auf Level 0 (und der GM war geizig mit dem Start Equipment) zu.
    Das kann auch daneben gehen.

    Ich denke, wenn ein Thread hier wirklich ausartet, dann meistens nur deshalb, weil der jeweilige Neuling sich alle Mühe gibt, den Anschein zu erwecken, hier nur rumzujammern und ansonsten vollkommen beratungsresistent zu sein.
    Davon ab bewegt sich dieses Forum im Vergleich zu vielen anderen, die ich kenne, nämlich auf einem angenehm hohen Nivea :grinning_squinting_face:

    Bin eben erst aufgestanden und lese schon was von schwulen Pazifistenkrabben.
    Ich glaub, ich geh wieder im Bett....
    Und wieso fällt mir dabei auf, daß meine Schere plötzlich magnetisch ist, ist das wichtig und wen interessiert das überhaupt?
    Der Tag nimmt kein gutes Ende.

    Zu den Kugelalgen und Fischen:

    Ich habe auch immer ein leicht schlechtes Gewissen bei 24 Fischen in 160x70x65.
    Ich denke aber, es kommt auf die Beckengestaltung und die Art der Fische an, die man hält. Es sind ja keine 24 Acanthurus oder Kaiser.
    Wenn die Fischgesellschaft gut funktioniert und das Becken den Besatz von den Wasserwerten her bewältigen kann, ohne daß man die Tiere hungern lässt - was spricht dann dagegen?
    Ich setze kein Zeolith, keine Adsorber und nix ein und alles läft gut, nicht perfekt, aber wirklich gut.
    Dafür habe ich mittlerweile 3 Seewalzen, einen Buddelstern, Strombus und Nassariusschnecken, eine Kompanie Einsiedler etc, die helfen auch sehr gut, das Becken in Ordnung zu halten.
    Gut ist auch der Diadem, durch sein Abraspeln der Kalkalgen von den Steinen sorgt er dafür, daß diese "atmen" können und ihre Filterwirkung nicht so schnell verlieren.

    Kugelalgen habe ich nach wie vor sehr stark im Ablaufschacht und immer noch keine im Hauptbecken.
    Ich bin fest davon überzeugt, daß dies an den Unmengen von kleinen Turbos liegt, die ich im Becken haben. Glücksfall, eingeschleppt durch LS.
    Ich vermute, daß diese Kugelalgen fressen, wenn diese sich gerade erst entwickeln. Ob sie auch große fressen, weiß ich nicht, ich teste dies gerade. Ich habe eine handvoll Miniturbos in den Ablaufschacht gesetzt, mal schauen, was passiert. Zu Testzwecken wird also der Schacht voll mit beleuchtet, keine Abdeckung drauf.
    Mein Ablaufschacht ist eh Testgelände :grinning_squinting_face:
    Gestern habe ich eine meiner Garnelen darin entdeckt. Scheinbar können die kurze "Trockenheit" ab und über den Kamm klettern. Der Schacht ist relativ dreckig, weil ich alles darin wuchern lasse, deswegen bin ich mir nicht sicher, ob es eine Wurdemanni, Seticaudata oder was auch immer war, aaaaaaber: Heute morgen war die Garnele nicht mehr im Schacht - und auch keine Retrogemmas mehr, die dort sonst hausten.
    :confused_face:

    @Daniel:
    Wenn der Fuchs nicht hilft und die Kugeln Überhand nehmen, könntest Du noch folgendes, eventuell heikles Experiment wagen:
    Ich schicke Dir 100-200 Miniturbos und Du piekst über einen längeren Zeitraum die großen Kugeln kaputt, Sporen hin oder her. Wenn meine Annahme mit den Turbos stimmt, sollte sich das Problem dann irgendwann erledigen.
    Wenn meine Theorie Tinneff ist und irgendetwas anderes die Ausbreitung der Kugeln in meinem Hauptbecken verhindert, hast Du noch mehr Kugeln und ne Schneckeninvasion.

    Da staune ich nun aber auch.
    Meine eigene Erfahrung ist, daß die Korallen besser stehen wenn ich nicht 400ml KH-Lösung auf einmal reinkippe sondern diese aufteile. Ausfällprodukte müsste ich dann eigentlich nach Monaten im TB feststellen können, oder nicht? Ich gebe die Lösung immer in den Ablaufschacht.
    Ich möchte mir eigentlich eine Dosierpumpe kaufen, um weiter aufteilen zu können und die Kanister nicht mehr herumzuschleppen. Wenn "alles auf einmal" besser wäre, würde ich mir die Pumpe allerdings sparen...

    Es hängt aber stark davon ab, welche Fische Du bereits im Becken hast und welche Du nachsetzt.
    Viele ignorieren sich auch untereinander.
    Wenn Du Docs zu Docs setzt, gibt es bestimmt Ärger, wenn Du aber stattdessen einen Lippfisch einsetzt, sollte dies die Docs überhaupt nicht interessieren.
    Mein letzter Neuzugang waren z.B. Feilenfische. Das hat meinen Altbesatz (auch Docs, Zwergkaiser, Riffbarsche etc) überhaupt nicht interessiert. Die haben alle einmal kurz geguckt, wer da gekommen ist, und das war´s.
    Bei Lippfischen habe ich die Erfahrung gemacht, daß man ruhig Anampsesarten zu einem Halichoeres setzen kann, das stört diesen nicht. Später habe ich zu den H. und A. noch einen Macropharyngodon gesetzt, das hat auch keinen anderen Fisch gestört.

    Pauschalisieren kann man da gar nix, es hängt wirklich in erster Linie davon ab, wer neu kommt und was schon da ist.

    Alles bestens :smiling_face:

    Auf Madelines Bild "Reproduktion" unten rechts ist gut zu erkennen, wie es hier gestern aussah.
    Also wohl Sperma/Eiabgabe.

    Temperaturschock kann ich allerdings ausschließen, bei einem kleinen WW gleiche ich nicht an, aber bei 180l wie gestern bringe ich diese vorher auf 25°C.

    Die nächste interessante Frage wäre nun, ob es bei Walzen Männchen und Weibchen gibt oder nicht. Geben die entweder Eier oder Sperma ab oder gleich beides? Sie vermehren sich ja auch durch Abschnürung, wie bei mir schon geschehen.

    Bin gespannt, wie es weitergeht, ich mag die Viecher eh gern :smiling_face:

    Ich sitze hier gerade mit 3 Packungen Baldrian intus und einem 120l Müllsack voll Trockeneis auf der Stirn.

    Habe vorhin einen 180l WW gemacht, alles bestens, Dichte, Temperatur, KH etc

    10 Minuten später:
    Eine meiner Holothuria Hilla kommt ungewöhnlich weit unter ihrem Stein hervor, bäumt sich senkrecht auf und stößt mehrmals milchige Wolken aus einer Öffnung 2-3cm oberhalb des "Kopfes" aus.
    Vor´m geistigen Auge sehe ich gerade alle meine Fische mit dem Bauch nach oben schwimmen.

    Anderer Gedanke:
    Das war eine Ei-/Spermaabgabe. Meine anderen Walzen verhalten sich völlig normal.


    Frage:
    Wie setzen Seewalzen eigentlich ihr Gift frei?
    Muss man sie essen?

    Ich habe neulich von sog. "Cuiverschen Schläuchen" (o.ä.) gelesen, wonach das Gift der Walzen in einer Art Fäden/Netz sitzen soll, welches sie bei Bedrohung aus dem After "abfeuern".
    Hat jemand nähere Infos dazu? Wäre nett, wenn mir irgendwer die Sorgen um meine Fische nehmen könnte :smiling_face:

    Verstehe ich nicht ganz.
    Die Durchführung ist in 40mm oder in 25mm?
    Wenn die Durchführung in 40mm ist und sich das Rohr erst im Becken in 2x25mm gabelt, ist alles bestens, Du verteilst den Druck/die Strömung damit halt in zwei Richtungen.
    Wenn die Durchführung schon nur 25mm hat und sich danach noch gabelt, reduzierst Du natürlich den ohnehin schon gebremsten Druck pro Auslass noch weiter durch die Teilung.

    Mir stellt sich da noch eine andere Frage:
    Hast Du am Hauseingang (Wasser) nur einen Druckminderer oder eine Hauswasserstation (mit Filter)?
    Der Druckminderer zickt normalerweise, wie Reinhard auch schon sagt, erst bei sehr hohen Entnahmemengen rum und dann auch nur, wenn er schon recht alt ist und die Regelmembran defekt.

    Bei Dir könnte es sein, daß (erster Hahn nach Hauseingang) sehr viele Partikel aus der Leitung in Deiner UO-Anlage landen, was Dir den Druck runterziehen würde.

    Reinhards Idee des Eckventils geht auch in eine richtige Richtung, allerdings etwas anders. Ich nehme an, Du hast die Anlage an einen Hahn angeschlossen, wie man ihn üblicherweise auch für Waschmaschinen hat.
    Davon gibt es zwei Varianten. Eine hat einen integrierten Rückflussverhinderer, das ist nix anderes als eine Feder. Nach x Jahren sind die Dinger auch nicht mehr die besten und wenn dann nur sehr wenig Wasser gezapft wird und besonders bei UO-Anlagen, ist die Durchflussgeschwindigkeit nicht hoch genug und die Feder drückt Dir den Querschnitt zu.

    Zapfhahn ohne RV:

    Zapfhahn mit RV:

    Funktionsprinzip:

    Wenn der Wasserdruck gering ist und die Feder nach Jahren verdreckt, kann der Dreck quasi wie eine Verstärkung des Federdrucks wirken, bei geringem Durchfluss öffnet die dann kaum noch oder gar nicht mehr.

    Z.B. beim Joe.
    Habe mir vorgestern auch eine mitgenommen. Fleissig, das Tierchen.
    Bearbeitet bisher nur die obere Schicht des BG und gräbt sich nicht bis auf´s Glas runter.

    In sämtlichen Becken, die ich kenne, ist sie auch tagsüber immer auf freier Fläche sichtbar und toll zu beobachten.
    Bei mir natürlich nicht.
    Ich muss so scheisse aussehen, daß sie die Einsiedler in Sachen Kletterkünste noch getoppt hat, um zwischen zwei Steine zu turnen, als ich sie beobachtet habe.
    Doofes Vieh.
    Bin deprimiert.