Beiträge von Schmagauke

    Die Abfallstoffe bleiben nicht im Becken.
    Die sollte man durch gute Strömung im Becken vermeiden.
    Im TB kommt dann an erster Stelle der Abschäumer und holt das Zeug raus, BEVOR es zu Nitrat umgewandelt wird.

    Bei einem Rieselfilter landet der Dreck aber von der Reihenfolge her meist zuerst im Filtermaterial und wird zu Nitrat umgewandelt, bevor irgendein Abschäumer die Chance hat, den Dreck direkt zu entfernen.

    Ich denke, da liegt Dein Denkfehler.

    Jaubert und DSB sind "gefährlich" und schränken Dich auch stark in der Auswahl der zu haltenden Tiere ein.
    Z.B. ziehen die beiden Systeme sehr viel Sauerstoff, grabende Tiere sind tabu etc.


    MfG
    Björn

    Zwischenbericht.

    Ich habe jetzt innerhalb einer Woche Phosphat von n.n. auf ca. 0,06mg angehoben.
    Dabei werde ich es jetzt belassen und weiter beobachten.
    Gleichzeitig habe ich nach einem Tip von Joes Crew* einfach mal das Salz für die WW gewechselt und dabei die Dichte langsam auf 1,0238 angehoben.
    Und siehe da:
    Meine Cyanos verschwinden :smiling_face:
    Ob es jetzt nur am Salz liegt oder es die drei Stellschrauben Salz & Phosphatdosierung & Dichteerhöhung zusammen sind, weiß man natürlich wieder nicht.
    Egal, Cyanos auf dem Rückzug sind ein Grund zur Freude :smiling_face:


    MfG
    Björn

    *
    Hier mal ein großes Lob an die Crew bei Joe.
    Aus Sorge um meine SPS wollte ich allerlei Wundermittelchen kaufen.
    Mir wurde von allen abgeraten (bezogen auf meine Beckenverhältnisse) und man hat sich Zeit für eine wirklich gute und ausführliche Beratung genommen.
    Dadurch sind Joe an dem Tag gute 100€ durch die Lappen gegangen, aber durch so eine ehrliche und gute Beratung (nein, kauf das nicht!) macht man sich zur Anlaufstelle Nr. 1
    Vielen Dank nochmals dafür :thumbs_up:

    Ich zitiere mich mal selbst, um diesen Thread vollständig zu machen:

    Aber zurück zu meinem Einsiedlerproblem.

    Man füge zwei verlorenen Einsiedlern ein ein totes Pärchen Percnons hinzu, außerdem habe ich meine Tomentosuskrabbe schon eine ganze Zeit nicht mehr gesehen.
    Und überhaupt kein Anzeichen einer meiner eingeschleppten Krabben mehr.
    Nun viel mir gerade auf, daß ein schöner Gang in einem meiner Steine (natrülich ruht der halbe Aufbau darauf) mit leeren Einsidlerhäusern und Steinbrüchstücken beidseitig zugestopft ist...

    Der Verdacht, der da nahe liegt, gefällt mir nicht.
    Das wird ne lange Nacht, wahrscheinlich häutet er sich gerade und ich sitze die ganze Nacht umsonst vor´m Becken.

    Kein Fangi, die eingeschleppten Krabben sind alle wieder aufgetaucht, nur die Percnons sind tot.

    Todesursache meiner Einsiedler:
    Meine Valencienna Strigata!
    Sie schleppt die kleinen Kerle durch´s Becken und benutzt sie zum Burgenbau.
    Hat lange gedauert, bis ich sie dabei beobachtet habe.
    Sie keilt die Einsiedler regelrecht in ihrem Wall fest und spuckt sofort zig Maul voll Bodengrund darüber, wohl um ihre Konstruktion zu befestigen.
    Aus dieser Situation können die Zwerge sich nicht befreien.
    Das erklärt meinen Einsiedlerschwund...


    MfG
    Björn

    Wachstum? Wat dat denn :confused_face:

    Bin froh, wenn ich die Degenerationserscheinungen stoppen kann...
    Ich hoffe also, die richtige Diagnose gestellt zu haben, wenn nicht verliere ich gerade viel kostbare Zeit...

    Und wieso Spekulationen?
    Das sind fundierte wissenschaftliche Vermutungen, basierend auf empirisch belegten subjektiven Beobachtungen :face_with_tongue:

    MfG
    Björn

    Ich berichte einfach mal weiter, vielleicht nutzt es ja noch jemand anderem.

    Ich habe heute eine Stammlösung zur Phosphatdosierung angesetzt.
    Abweichend von Armin Glasers Berechnung, weil ich a) nur 100g hatte und b) Natrium-Dihydrogenphosphat in Hydratform.

    Angesetzt habe ich 50g auf 1L Osmosewasser.
    Wenn meine Berechnungen richtig sind (leichte Rundungsfehler und 15% Abweichung wegen des Hydrats, allerdings nach unten und komplettes Verwerfen wegen Übermüdung :grinning_squinting_face: ) sollte 1ml dieser Lösung auf 100l Beckenwasser den Phosphatgehalt um ca. 0,34mg/l erhöhen.
    Was natürlich viel zu viel ist.
    Ergo habe ich 0,15ml auf 700l dosiert, was unter 0,01mg/l Erhöhung bedeutet.
    Jetzt werde ich erstmal 2-3 Tage abwarten, ob sich etwas sichtbares tut und messen, dann ggfs. die nächste sehr schwache Dosierung hinterherschicken.

    Im Becken war mein Phosphat heute morgen wieder n.n., daraufhin habe ich meinen Phosphattest an meiner Stammlösung ausprobiert.
    Was bei der hohen Dosis Phosphat gar nicht so einfach ist, wegen der Genauigkeit.
    Ich habe mit einer 1ml Spritze ca. (die Betonung liegt auf ca.) 0,015ml der Stammlösung auf 10l Wasser gegeben, daraufhin hat der Gilberstest ca. 0,3mg/l angezeigt, der Test scheint also ok zu sein (neu gekauft).
    Als Referenzlösung kann man dieses Experiment aber wohl kaum bezeichnen :grinning_squinting_face:

    Offenbar krankt mein Becken tatsächlich an einer Nährstofflimitierung, da waren wohl meine Phosphatvermeidungstrategien etwas zu erfolgreich... (und das bei 15 gut gefütterten Fischen in einem jungen Becken).

    Da meine Korallen nicht mehr gewachsen sind, ist Ca auch nur von 414 auf 410 gefallen, die KH aber wieder auf 6, wird nun angehoben.
    Phosphatdepots durch Ausfällungen schließe ich zu 90% aus, dahin kann es nicht entschwunden sein.

    Ich berichte weiter.

    MfG
    Björn

    Tests, die man zuhause haben sollte, sind:

    Calcium und Magnesium, meist eh ein Kombitest.
    Phosphat
    Nitrat
    PH
    Dichte natürlich sowieso
    KH, auch sehr wichtig, die muss ich mind. wöchentlich messen und oft korrigieren

    Außerdem noch Ammonium und Nitrit, wobei die beiden (fast) zu vernachlässigen sind, wenn das Becken einmal läuft. Besser ist es aber, wenn man sie auch zuhause hat.

    Nitrit und Nitrat gibt es z.B. von Tropic Marin auch als Kombitest.

    Für alle Tests zusammen (ausgenommen Dichte) musst Du rund 100€ rechnen, wenn Du im normalen Preissegment unterwegs bist, z.B. Tropic Marin, mit denen ich sehr zufrieden bin.
    Es gibt auch günstigere Tests, da habe ich persönlich aber schon sehr schlechte Erfahrungen gemacht und letztendlich doppelt gekauft...

    Mehr Tests kann man natürlich immer kaufen, z.B. noch Silicat etc, die sind aber nicht zwingend notwendigbzw gehören nicht unbedingt zur Basisausrüstung.


    MfG
    Björn

    Mit einiger Verzögerung (leider sieht meine Caulastrea auch nimmer glücklich aus...) habe ich nun endlich Natrium-Dihydrogenphosphat bekommen, allerdings mit dem Anhängsel Hydrat.
    Der Apotheker meinte, anders bekäme er es nicht.
    Armin Glaser schreibt aber nur von Natrium-Dihydrogenphosphat, ohne das Anhängsel Hydrat.
    Laut Apotheker bedeutet Hydrat nur kristaline Wasseranteile, er meinte, ich könne es genau wie gewollt anwenden, ich müsse nur die Konzentration umrechnen. Das Hydrat verringert die Konzentration wohl um rund 25%, also enthalten 100gr der Hydratvariante nur soviel Phosphat wie 75gr "normales" Natrium-Dihydrogenphosphat.

    Kann mir jemand etwas dazu sagen?
    Ändere ich mit der Hydrat Variante noch etwas anderes an meiner Wasserchemie?

    Für Tips wäre ich sehr dankbar.


    MfG
    Björn

    Noch ein Gedanke, bevor ich mehrere Apotheken inklusive Angestellter (als Rührwerk) im Meer versenke:

    Das Verhältnis Cyanos - Phosphat wäre noch eine mögliche Fehlerquelle in meinem Becken.
    Ich habe ja seit einiger Zeit Schmier auf dem Bodengrund, nur ganz vereinzelt auf den Steinen.
    Ich habe es für Schmieralgen (Dinos) gehalten, glaube aber nun eher an Cyanos.
    Bei R. Latka ist eine Reinwasserform von Cyanos erwähnt.
    Mein Anfängergedanke bei n.n. Phosphat ist natürlich die Reinwasserform, klingt erstmal logisch.
    Daher auch meine Hoffnung, der Schmier könnte verschwinden, sobald wieder Phosphat messbar ist.
    Kann es aber auch umgekehrt sein und die Cyanos verbrauchen das bissl Phosphat, welches in mein Becken kommt, so schnell, daß die Korallen / Algen nix abbekommen?

    Bislang habe ich (junges Becken) nur sehr wenige Korallen.
    Ca musste ich noch gar nicht dosieren, WW haben gereicht. (Höchster Wert bisher: 436mg, niedrigster 414mg, also immer im grünen Bereich).

    Danke für die Hinweise, ich werde also bei der Stammlösung auf 0,01mg rechnen und davon nur die Hälfte reinkippen, trotzdem immer messern, ob sich zusätzlich noch was durch Futter o.ä. tut.
    Hoffentlich bekommen meine SPS dann irgendwann wieder Wachstumsspitzen, wenn nicht muss ich wohl noch nach anderen Ursachen suchen.

    MfG
    Björn

    Danke für die Antworten.

    Ich denke ich werde mir Armins Buch schnappen, Montag eine Bestellung in der Apotheke machen und dann - seeehr vorsichtig - etwas Phosphat dosieren.
    Mit Nitrat zwischen 2 und 5mg ist ja alles im grünen Bereich.
    Ich werde dann versuchen, diesen Wert durch Steuern der Fütterung und des Abschäumers zu halten, auch wenn das sehr häufiges Testen in den nächsten Wochen erfordert.
    Bis dahin werde ich keine weiteren SPS einsetzen (auch wenn meine Pocillopora seltsamerweise jeden Tag voll geöffnet ist - Wachstumsspitzen hat sie allerdings auch nicht mehr...).

    MfG
    Björn

    Wie schon in meinem Diskussionsthread beschrieben, haben meine Saliferttests Nitrat und Phosphat 0 angezeigt.
    Das auch noch, nachdem ich das Frostfutter eine Woche lang nicht mehr gespült habe, im Übermaß gefüttert habe und den Abschäumer nur noch nachts an hatte.
    Da ich Salifert eh nicht mehr vertraue, habe ich gestern einen Nitrattest von TM und einen Phosphattest von Gilbers gekauft und damit getestet.
    Ergebnis:
    Nitrat: zwischen 2 und 5mg
    Phosphat: nix, nicht der Hauch einer Trübung oder Färbung des Testwassers

    Stehen Nitrat und Phosphat nicht normalerweise im Verhältnis zueinander?
    Wie kann ich das eine im Becken haben und das andere nicht?

    Meine SPS haben ihr Wachstum inzwischen komplett eingestellt, eine Seriatopora ist schon im Nirvana. :frowning_face:


    MfG
    Björn

    Hallo Zusammen,

    Ich habe auch so meine kleinen Probleme mit dem Ablauf, und zwar kommt es immer mal wieder vor das, dass Wasser von jetzt auf gleich Staut und nicht mehr Abfließt, was dann zur
    folge hat, dass es mir den Nachfüllbehälter Leerzieht(10L) die Pumpe darin Trocken läuf (hier muss ich noch nen Schalter zwischensetzen damit die Pumpe nicht Trockenläuft, aber auch meine RFP zieht dann
    Luftweil der Wasserstand im Technickbecken nicht mehr hoch genug ist, wie kann es sein das, dass Wasser mit einem Mal nicht mehr Abläuft wodurch entsteht das??


    Grüße Basti


    Klingt so, als entstünde irgendwo ein Unterdruck, der das Wasser "festhält".
    Da hilft nur ein Foto Deiner Verrohrung.

    MfG
    Björn

    Abweichungen sind eh ständig da.
    0,6 Liter Wasser sind verdunstet und die Nachfüllautomatik springt erst bei 0,7 an, außerdem ist die Temperatur bei 26°, da stimmt dann auch das beste Aräometer nicht ganz genau.

    Ich hab beim letzten WW zwei verschiedene Thermometer benutzt und dadurch eine Dichteschwankung verursacht (zu gering).
    Über ein paar Tage dann wieder korrigiert und gut war´s.
    Keines meiner Tiere hat irgendeine Reaktion gezeigt. Ob der Bispinosus gedacht hat "hmmm, da könnte noch etwas Salz an meine Artemien" weiß ich natürlich nicht. Da der Kerl aber immer noch einen Schaden hat, hat er offensichtlich keinen Schaden genommen :grinning_squinting_face:

    MfG
    Björn

    Zum Thema Salzwasser kann ich nix sagen, da würde ich mir aber viel mehr Sorgen um das Gußabflussrohr machen, in welches der Bleiabfluss garantiert mündet.

    Anschluss:
    Schwierig, meist wurde das erste Stück des Siphons ins Bleirohr eingelötet und dann der Rest angebaut.
    Es gibt schon noch andere Möglichkeiten, ist aber alles nix halbes und nix ganzes.
    Wenn Du die Möglichkeit hast, schmeiss das Blei raus und lege HT-Rohr rein (ja ich weiß, Wand aufhauen und so...)


    MfG
    Björn

    Ich überlege, mir Anfang des Jahres eine bessere Beleuchtung für mein Becken zu kaufen und möchte dabei auf LED umsteigen.

    Bei meinen Beckenmaßen bin ich aber hin- und hergerissen, was die Ausleuchtung der Fläche anbelangt (1,60m x 0,70m).

    Eine Möglichkeit wäre die Metis Hyperion R2 3x150W 1250mm - (Bereich bis 165x70x70cm).
    Die sieht für meinBecken natürlich perfekt aus.

    Eine andere Sache wäre die Maxspect r420r, allerdings würde ich bei dieser Leuchte zu 3 Modulen je 120W tendieren. Ich möchte keine Acropora auf den Boden stellen, aber in der Beckenmitte sollten sie sich noch wohl fühlen.
    Reichen da 120W oder ist das zu schwach?


    Generell wäre ich für Erfahrungen und Tips dankbar, aber bitte keine 3.000€ Lampen vorschlagen, denn so viel Geld auszugeben bin ich nicht bereit.

    MfG
    Björn

    Ich habe Stücke von Lichtrasterplatten drunter.
    War super, bis ich mir eine V. Strigata geholt habe.
    Nu sieht´s stellenweise echt beknackt aus.

    Mal gucken, vielleicht bastel ich morgen früh ne kleine Druckluftharpune oder so.
    Gegen die Langeweile, versteht sich :grinning_squinting_face:


    MfG
    Björn

    Zur Lampe (aber hör mir nicht zu genau zu, bin selbst noch Neuling :)):

    Da scheint es unterschiedliche Philosophien zu geben. Manche starten mit nur 4 Std am Tag und steigern dann, andere (so wie ich) machen vom ersten Tag an volles Programm.
    Das langsame Steigern verstehe ich persönlich nicht.
    Ich habe UO-Wasser zum starten benutzt, dazu TM ProReef Salz, kein künstliches Material im Becken, nur totes Riffgestein und Atoll Riffdeko, 25kg LS und 2kg Bodengrund aus nem DSB, plus 20kg ATI Fiji White Aragonitsand.
    Als Starthilfe Special Blend und Nite Out von Microbe Lift.
    Die Algen kamen schnell, gingen aber auch sehr schnell wieder. Es war auch absolut keine Algenplage, hielt sich in Grenzen.

    Zum Thema Wasserwechsel:
    Hol Dir das Buch von Armin Glaser (auch hier im Forum) zum Thema Meerwasserchemie, das ist sehr hilfreich (bis ins letzte Detail hab ich es auch noch nicht verstanden, aber kommt noch).
    Dann versteht man den Sinn des WW sehr gut und was er bewirkt.
    Mein Becken steht jetzt 3 Monate, mittlerweile rund ein Dutzend Fische und ein Dutzend Korallen drin, also bei 800l Gesamtwasser relativ wenige Sch**ss*r und Verbraucher.
    Daher habe ich bisher nur Mini-WW gemacht.
    Morgen werde ich den ersten 100 Liter Wechsel machen, obwohl ich das Gefühl habe, daß er noch nicht wirklich notwendig ist, schaden kann´s aber bestimmt nicht.

    Ich beschreibe es mal vereinfacht so:
    Je mehr Korallen und anderes niedere Gewemms Du im Becken hast, desto häufiger musst Du eingreifen, um die Wasserwerte für Deine Tiere optimal zu halten.
    Durch die Eingriffe veränderst Du aber die Wasserchemie, außerdem gibt es viele Stoffe im Wasser, für die es keine simplen Tests im Zoogeschäft gibt, die sind also quasi nicht zu kontrollieren.
    Außerdem bildet sich allerhand Kram im Wasser, den man nicht haben will, z.B. Gelbstoffe durch Ausscheidungen der Tiere etc.
    Gutes Meersalz enthält alle benötigten Stoffe in passender Menge.
    Durch einen WW holst Du also unerwünschte Stoffe aus dem Wasser, benötigte Stoffe werden aufgefüllt und insgesamt wird das Wasser stabilisiert.

    Hätte ich ein Nano, würde ich wahrscheinlich jede Woche 5-10 Liter Wasser tauschen, einfach zur Sicherheit und weil es bei so geringen Wassermengen kaum Arbeit ist und nicht viel kostet.
    Bloß kein Leitungswasser nehmen, sondern mindestens Umkehrosmosewasser.


    MfG
    Björn

    Zwei verschiedene Arten geht bei mir gut, kommt aber wohl auch auf die Arten an:

    Ich habe (beide gleich groß) einen Bispinosus und einen Nox zusammen eingesetzt.
    Funktioniert vielleicht deswegen, weil der Nox einfach schwarz ist und überhaupt niemandem ähnelt.
    Der Nox ist mein friedlichster Fisch, er ignoriert alle anderen.
    Der Bispinosus ist ein kleiner Raufbold, er hat manchmal "seine 5 Minuten" und nervt andere, aber nix ernstes.
    Bispi und Nox tun sich bei mir gar nichts, die sind quasi Luft füreinander.

    Einen Loriculus hätte ich auch sehr gerne, aber das wage ich wegen des Bispinosus nicht, da würde ich mit ernsten Attacken rechnen und nicht nur mit Raufereien mit dem neuen.
    Auf den Lori muss ich also verzichten.


    MfG
    Björn

    Ich habe eine V. Strigata im Becken, kann ich nur beschränkt empfehlen.
    Sie hält den Boden zwar sauber, hat sich aber keine Höhle sondern gleich eine ganze Burg gebaut. Sie hat einen ca. 8cm hohen Wall um einen Handballgroßen Stein herum aufgeschüttet.
    Den Sand dazu hat sie aus dem ganzen Becken zusammengetragen, dadurch sehe ich jetzt stellenweise den Glasboden.
    Außerdem steigt die Strigata zum Ausspucken manchmal relativ hoch, was mir ein paar Stellplätze für Korallen blockiert.

    Ich habe einmal den Sand wieder etwas verteilt, was mir mein Becken mit einer leichten Cyanoplage quittiert hat.
    Die Cyanos, die ich also ohne die Buddelei der Strigata vermutlich gar nicht gehabt hätte, hält diese aber wiederum durch ihre Buddelei gut in Schach.

    Schwebstoffe hatte ich gute 4-5 Wochen in wirklich hässlicher Menge im Becken. Jetzt hat es sich endlich auf ein erträgliches Maß reduziert.
    Das Vieh wächst auch erschreckend schnell. In nur 5 Wochen hat sie ihre Größe fast verdoppelt (nein, das ist nicht übertrieben!).

    Mulmhaufen vermeidet sie besser als jede Strömung, da sie bevorzugt unten an den Rändern der Steine buddelt, wodurch dort nichts mehr hängen bleibt.
    Ablagerungen in Vertiefungen der Steine wühlt sie gelegentlich auch durch, nicht nur den Sandboden. Damit landet das Zeug auch im Filter und ich muss es nicht absaugen.

    Biestig kann sie auch werden, sie hat sogar einmal meinen H. Chrysus angegriffen, als dieser ihrem Höhleneingang zuviel Aufmerksamkeit gewidmet hat.
    Selbst meinen recht großen und gut genährten Bispinosus weist sie zurecht, wenn er sie irgendwie nervt. Insgesamt ist sie aber friedlich.


    Gilt alles nur für die V. Strigata, die anderen Valenciennas kenne ich nicht.

    Sie ist ein wunderschönes und interessantes Tier mit einigen Vorteilen, aber auch nervigen Nachteilen.
    Korallen oder Muscheln auf dem Boden kann man m.M.n. mit Buddelfanatikern komplett vergessen, deswegen würde ich mir gut überlegen, ob ich mir grabende Fische für den Bodengrund hole.

    MfG
    Björn

    Hm, ich fange die A.T. mal raus. Allein schon wegen der Schnecken. Ich hoffe der "Glas-mit-Muschelfleisch" Trick funktioniert. Wenn nicht, sammel ich sie halt so ein, wenn sie günstig sitzen. Allzu flink sind sie ja nicht gerade.


    Werd mir dann neue Percnons holen und gucken, was passiert.
    Hoffentlich opfere ich die dann nicht einem noch unbekannten Problem...

    MfG
    Björn

    Folgende Situation:

    Ich habe gestern Nacht mein Becken mal mit einer Taschenlampe begutachtet.
    Dabei habe ich festgestellt, daß ich zwei A. Tomentosus im Becken habe statt nur einer. Eine von beiden ist recht groß, gute 4cm Durchmesser des Panzers.

    Bislang dachte ich, daß sie hauptsächlich Futtereste und Algen fressen, gestern habe ich die größere aber mit einem Schneckengehäuse verschwinden sehen, etwas, was erklärt, warum meine Schnecken irgendwie nicht mehr werden.

    Vor einigen Wochen habe habe ich mir ein Pärchen P.Gibbesi geholt, auch gut eingewöhnt. Beiden schien es gut zu gehen, nun sind sie aber beide tot.

    In einem anderen Thread habe ich ja schon mein Problem mit toten Einsiedlern geschildert.

    Insgesamt scheint es Wirbellosen in meinem Becken bestens zu gehen, es sind gestern auch einige Winzlinge von Krabben (1cm) zu sehen gewesen.
    Die noch lebenden Einsiedler sind auch putzmunter und im Dunkeln war allerhand Kleinstgetier zu entdecken.

    Der Tod einiger meiner Wirbellosen scheint also nicht an meinem Becken/der Wasserqualität zu liegen.
    Nach langer Beobachtung glaube ich auch nicht mehr an einen Fangi o.ä., den hätte ich mittlerweile bemerken müssen.

    Nun die Frage an die erfahrenen Leute hier:
    Kann es sein, daß die A. Tomentosus, wenn sie groß ist, andere gleich große oder kleinere Wirbellose nachts überfällt?
    Z.B. Einsiedler beim Hauswechsel oder Percnons, die sich häuten (meine Percnons waren noch relativ klein und die A.T. scheint mir wesentlich kräftiger zu sein).

    Eine andere Erklärung für den Tod meiner anderen Tiere habe ich derzeit nicht und ich traue mich nicht, neue Wirbellose zu holen, solange das Problem nicht geklärt ist.


    MfG
    Björn