Ich habe eine V. Strigata im Becken, kann ich nur beschränkt empfehlen.
Sie hält den Boden zwar sauber, hat sich aber keine Höhle sondern gleich eine ganze Burg gebaut. Sie hat einen ca. 8cm hohen Wall um einen Handballgroßen Stein herum aufgeschüttet.
Den Sand dazu hat sie aus dem ganzen Becken zusammengetragen, dadurch sehe ich jetzt stellenweise den Glasboden.
Außerdem steigt die Strigata zum Ausspucken manchmal relativ hoch, was mir ein paar Stellplätze für Korallen blockiert.
Ich habe einmal den Sand wieder etwas verteilt, was mir mein Becken mit einer leichten Cyanoplage quittiert hat.
Die Cyanos, die ich also ohne die Buddelei der Strigata vermutlich gar nicht gehabt hätte, hält diese aber wiederum durch ihre Buddelei gut in Schach.
Schwebstoffe hatte ich gute 4-5 Wochen in wirklich hässlicher Menge im Becken. Jetzt hat es sich endlich auf ein erträgliches Maß reduziert.
Das Vieh wächst auch erschreckend schnell. In nur 5 Wochen hat sie ihre Größe fast verdoppelt (nein, das ist nicht übertrieben!).
Mulmhaufen vermeidet sie besser als jede Strömung, da sie bevorzugt unten an den Rändern der Steine buddelt, wodurch dort nichts mehr hängen bleibt.
Ablagerungen in Vertiefungen der Steine wühlt sie gelegentlich auch durch, nicht nur den Sandboden. Damit landet das Zeug auch im Filter und ich muss es nicht absaugen.
Biestig kann sie auch werden, sie hat sogar einmal meinen H. Chrysus angegriffen, als dieser ihrem Höhleneingang zuviel Aufmerksamkeit gewidmet hat.
Selbst meinen recht großen und gut genährten Bispinosus weist sie zurecht, wenn er sie irgendwie nervt. Insgesamt ist sie aber friedlich.
Gilt alles nur für die V. Strigata, die anderen Valenciennas kenne ich nicht.
Sie ist ein wunderschönes und interessantes Tier mit einigen Vorteilen, aber auch nervigen Nachteilen.
Korallen oder Muscheln auf dem Boden kann man m.M.n. mit Buddelfanatikern komplett vergessen, deswegen würde ich mir gut überlegen, ob ich mir grabende Fische für den Bodengrund hole.
MfG
Björn