Beiträge von deep_blue

    Hallo Jan


    Hi zusammen,

    Habe jetzt die HannaChecker 713 und 755 bestellt. Gibt's sowas wie diese Checker für Nitrat die ihr empfehlen könnt ?

    Gruß

    Jan

    Ich verwende den HI 736 zur PO4 und NO3 Messung. PO4 ganz regulär und für die NO3 Messung wird er "zweckentfremdet" indem ich einen Salifert NO3 Test ansetze und die entstehende Farblösung nach Verdünnung mit dem HI 736 analysiere. Funktioniert ganz gut und ich habe es mittlerweile auch gegen einen Standard getestet. Nähere Infos findest Du ab Beitrag 15 in folgendem
    thread.

    Beste Grüße
    Bernhard

    Hallo Florian,

    da ich selbst noch nicht ganz so lange dabei bin habe ich nicht die absolute Erfahrung ob es noch wesentlich besser geht... Aber ich habe die Gyre schlussendlich in der vorderen Ecke (ja, optisch nicht ganz so der Brüller...) senkrecht und etwas nach oben verschoben (also nicht genau mittig) eingebaut und die beiden Rotoren leicht versetzt, so dass ein Rotor fast parallel zur Seitenscheibe und der andere (oben liegende) etwa diagonal abströmt. Das ergibt bei mir im oberen Bereich eine recht starke Strömung über das gesamte Becken und am Boden ist es schwächer, geht aber auch gut bis in die komplett gegenüber liegende Ecke. Die waagerechte Einbauvariante fand ich nicht so optimal.
    Der inverse Einbau der Rotoren ist meiner Meinung nach Quark und nicht zu gebrauchen....

    Beste Grüße

    Bernhard

    Hallo Florian,

    ich hab die Gyre130 in meinem 200l Kauderni und bin recht zufrieden damit. Da die Schnecken wohl gerne Achterbahn fahren, muß man sie regelmäßig (so alle 2-3 Monate) zerlegen und saubermachen, bislang ist aber trotz der Schnecken keine der Lamellen kaputt gegangen. In meinem Becken reichen 30-40% Intensität aus, um eine für mich akzeptable Strömung zu machen. Ich denke Sie wird bei Deinem Becken auch gut funktionieren wenn Du sie bei entsprechend geringer Leistung betreibst.
    Das einzige was mir nicht gefällt ist dass man den Controller nicht fernsteuern kann, so dass die Strömung immer recht eintönig ist.

    Beste Grüße
    Bernhard

    Hallo Jens,

    da sind wir voll auf einer Linie :thumbs_up: :thumbs_up:
    Ich mag nur eben mehr die Produkte, die mir wirklich einen Mehrwert bringen und die ich nicht nur deswegen kaufen "muß" weil es up-to-date ist ....

    Beste Grüße
    Bernhard

    PS : Bin übrigens gar kein "Apple-Verächter", im Gegenteil ich nutze einiges davon......, sogar im Groben und Ganzen zu meiner Zufriedenheit :grinning_squinting_face:

    Hallo zusammen,


    Klaus,
    ich sag nur "Steve Jobs 2.0". :winking_face:
    Gruß Jens

    Stimmt nicht ganz denn Klaus sagt :

    Zitat
    ... nicht Du bestimmst, was Du machst, sondern der Kunde....

    und Steve Jobs hat alles mögliche entwickelt und auf den Markt gebracht von dem die Kunden anfangs gar nicht wussten dass sie es unbedingt brauchen werden wollen :winking_face: :winking_face: :winking_face: :winking_face:

    Anyway, super neue Entwicklungen - besonders die Vliesfilter Dreambox wird mich interessieren....

    Beste Grüße und weiter so

    Bernhard

    Hi Stefan,

    wobei das schwierig werden könnte, selbst wenn man mit Referenz den richtigen Wert weiß, wird der Hanna wohl bei NO3 nicht linear steigen, denn die eigentliche PO4 Lösung färbt ja blau,

    das war genau die Fragestellung meiner Testreihe, und es hat sich gezeigt dass die Anzeige schön linear mit der Konzentration geht (mit kleinem offset). Du findest alle Details in dem Excel sheet das Du Dir downloaden kannst (Beitrag 17)

    Für diejenigen die es genauer interessiert habe ich hier die Messungen/Auswertung als xls zum download.HI 736.zip


    Beste Grüße
    Bernhard

    Hallo Stef(ph)an und Rainer,

    Frage: Wie verdünnst Du die Salifert Lösung. Sprich mit was auf 10 ml?

    Ich habe noch den alten Hanna Phosphat meter, müsste ja auch damit gehen?

    Wie machst Du dann den 0 Abgleich? Testwasser ?

    ich gehe davon aus, das er nicht die Lösung verdünnt, der Hanna möchte 10ml, er macht 1ml Lösung und füllt mit Wasserprobe/Osmosewasser auf 10ml auf.

    Genau, ich habe den ganz normalen Salifert Test mit dem AQ Wasser gemacht und dann mit Osmosewasser auf 10ml verdünnt. Referenz ist reines Osmosewasser. Für die Konzentrationstestreihe habe ich ersteinmal das 6-fache des Einzeltests angesetzt (d.h. 6ml AQ-wasser und 6-fache Reagenzien), dann auf 60ml mit Osmose aufgefüllt und dann zum Einstellen der geringeren Konzentrationen jeweils unterschiedlich stark weiter verdünnt.
    Wie gesagt, es fehlt noch die "richte" Referenz mit wirklich bekannter Konzentration. Meine 25mg/l können auch 15 oder 40 sein (bin da wohl halb farbenblind :winking_face: )

    Beste Grüße
    Bernhard

    Hallo Stephan,

    ja, von Hanna aus nur für Phosphor.
    Da ich aber dieses Farbskalenschätzen absolut nicht leiden kann, hatte ich einfach einmal eine entsprechende Farbindikatorlösung eines NO3-Tests (Salifert Profi, da wird mit 1ml Indikatorlösung gearbeitet die ich dann auf die für den HI 736 nötigen 10ml verdünnt habe) in den HI 736 gesteckt - und siehe da er hat einen Messwert ausgespuckt. D.h. die im HI 736 genutzte Strahlung (525nm) wird auch von dem Farbstoff des NO3-Tests absorbiert und es ergibt einen Messwert. Mein Test vom Wochenende diente nun dazu zu sehen ob das Messsignal proportional mit der gemessenen NO3 Konzentration geht. Das hat geklappt und jetzt muss ich nur noch einmal eine vernünftige Referenzlösung messen und dann hat das Farbskalenschätzen bei dem NO3 Test ein Ende.
    Ähnliches könnte ev. auch mit den NO3-Tests von anderen Herstellern gehen.

    Beste Grüße
    Bernhard

    So, heute hatte ich etwas Langeweile und habe mal eine kleine Testserie mit dem HI 736 hinsichtlich Verwendung zur NO3 Messung und hinsichtlich Messwertstabilität gemacht. Die Ergebnisse sind ganz interessant :

    - offensichtlich ist es extrem wichtig dass der HI sowohl bei C1 Nullwertkalibrierung als auch bei der nachfolgenden C2 Messung schön gerade auf dem Tisch steht (= Hände weg !). Verkippt man den Checker entweder bei C1 oder C2 - z.B. weil man ihn bei der Messung in der Hand hält und drauf schaut - dann gibt es massive Messwertabweichungen ! Steht alles schön gerade dann sind die Messwerte bei aufeinander folgenden Messungen recht konstant (Standardabweichung im Prozentbereich)

    - er gibt auch bei der Verwendung einer NO3 Messlösung (Salifert Profi, 1ml verdünnt auf 10ml) ein schön lineares Messsignal, das aber einen kleine Achsenoffset zeigt. Berücksichtigt man das ist der NO3-Bereich bis 20mg/l problemlos erfassbar. Will man unter 5mg/l präzise messen muss einfach weniger verdünnt werden.

    Für diejenigen die es genauer interessiert habe ich hier die Messungen/Auswertung als xls zum download.HI 736.zip

    Schönes Wochenende noch

    Bernhard

    Hallo Madeline,

    da wirst Du über eine Abschätzung nicht hinauskommen können, auch wenn Du mit ein paar Experimenten diese etwas belastbarer machen kannst.
    Da die verschiedenen verwendeten Riffaufbaumaterialien von ihrem Gefüge her ja stark unterschiedlich aufgebaut sind, müsstest Du auf jeden Fall einmal konkret das für Deine Arbeit relevante Material betrachten und nicht irgendein Riffgestein. Da würde ich mich Frank anschließen :

    alternativ könntest du natürlich auch ein repräsentatives Stück Gestein in einem Analysenlabor analysieren lassen. Bestimmung der belegbaren Oberfläche nach BET.

    wobei es ja nicht unbedingt ein Analyselabor sein muss, die entsprechenden Methoden (z.B. die auch von Frank erwähnte BET) sollten an der Uni z.B. im Materialwissenschaftlichen Bereich, und hier insbesondere bei den Keramiklehrstühlen vorhanden sein.

    Wenn Du dann eine entsprechende Info über die offene Porosität bekommen hast (nur die ist ja relevant) reicht diese Info für Deine Fragestellung (Abschätzung der Nitrifikationsleistung) leider immer noch nicht. Denn Dich interessiert ja nicht nur für die den Bakterien zugängliche Oberfläche, sondern für die entsprechenden Bioaktivität und die wird sehr davon abhängen wie die entsprechende Oberfläche zugänglich ist, d.h. an-/durchströmt wird. Eine offenen Pore tief in dem Riffgestein bietet zwar eine potentiell aktive Oberfläche, aber wenn nur noch über Diffusion der Nährstofftransport passieren kann, wird die Nitrifikationsleistung eher mau sein. Ev. solltest Du für die Abschäzung nur die Porosität ab einer bestimmten Größe und nur in einem bestimmten Randbereich des Riffgesteins betrachten. Dazu noch ein Faktor der die "Alterung" berücksichtigt :

    Die Poren weisen bei längerer Standzeit einen zunehmenden Grad an Verstopfung auf. Durch Algen- und Korallenbewuchs geht Fläche verloren. Schon alleine durch das Aufeinanderstapeln verringert sich die freie Oberfläche usw.

    und gut ist es. Mehr bzw. genauer wird es kaum gehen. Ansonsten findest Du hier (http://www.keramverband.de/keramik/pdf/01/2001kap5.pdf) noch etwas mehr info zu Porosität und deren Bestimmung.

    Beste Grüße

    Bernhard

    Hallo Armin,

    Bis 26.10. ist das Museum komplett geschlossen, da die Eingangshalle renoviert wird.
    Der Westflügel mit dem Haibecken wird erst nächstes Jahr eröffnet, die Baustelle ist nicht zugänglich.

    Dass Baustellen in öffentlichen Gebäuden für Externe nicht zugänglich sind hatte ich schon vermutet.
    Dann bleibt aber nichts anderes übrig als dass Du uns hier im Forum auf dem Laufenden hältst und wir nächstes Jahr zur Eröffnung ein kleines Vor-Ort Treffen mit fachkundiger Führung organisieren.... :winking_face:

    Beste Grüße
    Bernhard

    Hallo zusammen,

    ja, Mittelwertbildung ist wichtig, sehen dass die Fingerabdrücke vom Anfassen weg sind und dass keine kleine Bläschen an der Glasinnenseite haften bleiben.

    Ich teste auch gerade inwieweit man den HI 736 für Nitratbestimmung zweckentfremden kann. Da ich immer Probleme mit den Farbzwischenstufen habe, nehme ich jetzt den Salifert NO3 Profi Test mit 1ml Testlösung und verdünne auf 10ml und messe einfach. Farbintensität geht zwar ins rötlich-violette, aber der HI 736 spuckt einen ansprechenden Messwert aus. Muß noch mit verschiedenen Konzentrationen testen ob die Anzeige auch schön linear ist, aber wenns klappt sollte der Bereich bis 25mg/l zugänglich sein. Mal sehen....

    Beste Grüße

    Bernhard

    Hallo Armin

    vielen Dank für die Info, die dann doch wieder beruhigt dass alles seinen guten Gang geht. Wie war das nochmal mit der viel strapazierten Geduld beim Einfahren ? Ist wohl bei einem so großen Projekt doppelt wichtig, aber auch doppelt schwer (Stichwort Eröffnungstermin verschieben).


    ich wusste gar nicht, dass hier die BNN gelesen wird

    Nun ja, als neu Zugezogener muß man sich ja irgendwie Informationen über die "Eingeborenenverhältnisse" verschaffen :grinning_squinting_face:
    Aus eigener Erfahrung weiß ich auch wie solche Zeitungsartikel entstehen und wie es dann, oft auch ganz unbeabsichtigt, zu nicht ganz korrekten Aussagen kommt.


    Und dabei gleich noch die Blumenkohltiere erfunden

    Ich fand auch das "Pflanzen der Lebendsteine" nett....


    Das Problem besteht darin, dass der frische Portlandzement, den wir zum Aufbau
    des Riffunterbaus verwendet haben, viel Silicat abgibt.

    Nach der angegebenen Konzentration (da standen doch 4 mg/l ) ist da ja Silikat im kg-Maßstab in Lösung gegangen !

    Schade auch dass erst eröffnet werden soll wenn die Einfahrphase abgeschlossen ist :frowning_face: Ich würde auch jetzt schon regelmäßig vorbei kommen, um mir die Entwicklung live anzusehen.
    Da die Entwicklung des Riffs ja hier auch für viele interessant sein dürfte, wäre es toll wenn Du ab und an ein kleines update der Entwicklung geben könntest :wink

    So long
    Bernhard

    Hallo Thorsten

    vielen Dank für die Info ! Das löst dann hoffentlich das Problem der empfindlichen Rotoren und kommt mir für meine Gyre 130 sehr gelegen, da die Strömung echt gut ist. Über Lautstärke kann ich mich auch nicht beschweren, da in meinen bescheidenen 200l die Gyre mit 30% läuft und ausreichend Strömung macht. Der Controller ist aber wirklich mau und eine Computeransteuerbarkeit wäre auch nötig.

    Beste Grüße
    Bernhard

    Hallo Zusammen

    wie ja hoffentlich bei allen bekannt entsteht im Naturkundemuseum Karlsruhe gerade ein XXL Korallenriff.
    Gestern gab es dazu einen kleinen Artikel in den BNN in dem berichtet wurde, dass das Aquarium gerade eingefahren wird und aufgrund eines Silikatproblems frühestens im Frühjahr 2016 eröffnet werden kann (ursprüngliche Planung Herbst 2015) :st:
    Wäre es nicht toll wenn diese Mega-Einfahrphase hier im Forum mit dokumentiert werden könnte, so dass man aktuelle Infos nicht nur über die Zeitung (die auch sehr kompetent von "Blumenkohltieren" sprach) bekommt ???
    Es muss ja auch nicht gleich ein komplettes "Aquarientagebuch" sein :winking_face:


    Ist doch eine absolut spannende Geschichte die da gerade passiert.


    Beste Grüße
    Bernhard

    Schönen Abend,

    gute Vorschläge und Ideen kommen hier zusammen !

    Torsten

    Jegliche Berechnung auf einen leeren Strömungskörper sind in dieser Hinsicht zwecklos.

    Natürlich geben näherungsweise Berechnungen nicht die Wirklichkeit genau wider, und das sollen sie auch gar nicht. Vor allem sollen sie kein Experiment ersetzen, sondern durch ein klareres Verständnis von dem was abgeht helfen die Anzahl der experimentellen Versuche zu minimieren und damit schneller an das Ziel zu kommen....


    Die Befürchtung mit dem "Anstauen" des Wassers vor der Ablaufplatte kann ich nicht recht nachvollziehen. Wie Klaus bemerkt hat können die Speedies schon Unterdruck erzeugen, der locker ausreichen sollte um genauso viel Wasser aus dem ablaufseitigen Strömungskasten abzuführen wie druckseitig eingebracht wird. Da würde mich das konkrete Experiment, wo ein Anstauen beobachtet wurde schon auch interessieren.

    Durch eine Bohrung mit 4mm Durchmesser und 2cm Länge fließt (bei geeignet geformten Ein-/Auslass :winking_face: ) z.B. bei einer Minidruckdifferenz von 0.1 mbar das Wasser schon mit einer Strömungsgeschwindigkeit von etwa 25cm/s (entspricht Reynoldszahl von 1000, also noch unkritisch) und wenn man 8mm Bohrungsabstand nimmt, reduziert sich diese Geschwindigkeit auf etwa 5cm/s im Becken. Das ist doch schon mal was.
    Diese 0.1 mbar werden als Überdruck im druckseitigen Strömungskasten gebraucht und als Unterdruck im ablaufseitigen. 0.1 mbar entsprechen gerade einmal einer Wassersäule von 1mm, das sollte doch echt unkritisch sein.
    Wenn ich die Strömungskammer mit einem deutlich höherem Druck beaufschlage gibts in den Bohrungen und direkt danach nur Chaos. Damit das nicht passiert muss ich eben entsprechend so viele Bohrungen setzen, so dass der Pumpenflow abgeführt werden kann und der Überdruck ganz klein bleibt (und wenn man 4mm Bohrungen im Abstand von 8mm setzt sind das über die 80x60cm fast 9000 Bohrungen, die insgesamt fast 30l/s durchlassen).

    In diesem Sinne bin ich auf das Experiment schon gespannt wie nochmal was :smiling_face_with_sunglasses:

    Bernhard

    Hallo Klaus

    Den Durchfluss messen wir mit kapazitiven Durchflussmengenmessern der Fa. Krohne/Messtechnik. Wir haben uns aktuell so ein Giga-Modell zugelegt, um größere Pumpen zu testen... die Teile sind sehr genau und messen widerstandsfrei ....


    schöne Messtechnik habt ihr da :thumbs_up: Würde da gerne ein wenig mit rumspielen :grinning_squinting_face:

    Nur schade dass es nur im offenen System funktioniert. Da muss die Pumpe wie im normalen Aquarienleben erstmal Energie aufwenden, um das angesaugte Wasser von quasi Null auf Strömungsgeschwindigkeit zu beschleunigen - bei dem CL-Rohrsystem mit direktem Rücklauf fällt das schon mal weitgehend weg und es sollte in der Tat mit wesentlich geringerem Aufwand ein hoher Fluss aufrechterhalten werden können.

    Alternativexperimentvorschlag für Euren offenen Pumpenmeßstand : Setze 2 Pumpen in Reihe (also Auslauf der einen an die Ansaugung der anderen), gebe mit der ersten Pumpe, die aus dem (offenen) Becken ansaugt, den Fluss für die zweite vor (womit der CL Rückfluss simuliert wird) und teste mit welcher Leistung Du diesen Fluss durch die 2. Pumpe bringst. Oder mache ich in so einer Anordnung die Pumpen eher kaputt ? :confused_face:

    Grüße Bernhard

    Hallo Thomas


    Den Überdruck hast automatisch, egal wie groß die Ausgänge sind, oder? Sonst würds nicht fließen?

    Genau, ohne Überdruck geht nichts durch die Bohrungen. Die Höhe des sich einstellenden Überdruckes wird sich aber nach dem Gleichgewicht zwischen Pumpenkennlinie (größerer aufgebauter Druck = kleinerer Durchfluss durch Pumpe) und "Durchflusskennlinie" der Bohrungsplatte (größerer Druck in der Strömungskammer = größerer Durchfluss durch die Platte ) richten. Die "Durchflusskennlinie" der Bohrungsplatte kann man durch die Anzahl und Größe der Bohrungen variiieren.

    Schönen Abend
    Bernhard

    Hallo Klaus,

    das mit den Formeln ist nicht ganz so schlimm und wenn ich hier meine über 20 Jahre alten Experimentalphysikvorlesungskenntnisse in Hydrodynamik auffrische, könnte ich sogar konkret(er) werden und ein wenig rechnen....
    Aktuell reicht es für folgendes :
    Wir gehen mal von folgenden Annahmen aus :
    1.) wir haben eine laminare Strömung nicht nur im Becken, sondern auch in den Kanälen der Strömungsplatte.
    Dann ist der Durchfluss durch eine Bohrung gegeben durch das Hagen-Poiseuille´sche Gesetz, das da heißt dass der Volumenstrom proportional zur 4.Potenz des Bohrungsradius ist, proportional zum Druckabfall über die Bohrungslänge (das ist der sich einstellende Überdruck in der Strömungskammer) und indirekt proportional zur Länge der Bohrung (hier gibts ein schönes Berechnungstool : "http://www.calctool.org/CALC/eng/fluid/hagen-poiseuille").
    2.) Der Gesamtfluss der ins Becken geht ist natürlich gleich der Anzahl von Bohrungen x Durchfluss pro Bohrung. Dieser Gesamtfluss geht durchs Becken und an der anderen Seite wieder ins Rohrsystem und durch die Pumpe wieder nach vorne. Die Pumpe baut dann den entsprechenden Überdruck in der Strömungskammer auf der für ein Gleichgewicht nötig ist. Hast Du wenig Bohrungen, ergibt das einen hohen Kammerdruck und hohe Strömungsgeschwindigkeit in der einzelnen Bohrung, bei vielen (und größeren) Bohrungen steigt der Gesamtdurchfluss und sinkt der sich einstellende Kammerdruck (und damit die Strömungsgeschwindigkeit in der einzelnen Bohrung).

    Auf der Basis könnte man das Ganze schon etwas genauer rechnen.
    Ein Experiment wäre natürlich noch extrem hilfreich : habt ihr für Eure Speedies schon einmal im "Kurzschluss" die erreichbare Strömungsgeschwindigkeit bestimmt ? D.h. Pumpenausgang über eine kleine Ringleitung direkt mit dem Pumpeneingang verbinden und dann den sich bei einer bestimmten Pumpenleistung einstellenden Durchfluss messen. Dann wüsste man schon einmal relativ genau wieviel Durchfluss maximal möglich ist.

    Beste Grüße
    Bernhard

    Hallo Thomas

    Zitat von »deep_blue«


    Das Argument, wenn die laminare Strömung erstmal angeworfen ist, geht es quasi von alleine, stelle ich mir auch nicht ganz einleuchtend vor, da ab einem bestimmten Durchfluss das Pumpenrad doch auch irgendwann einmal anfängt zu bremsen, bzw. ein Limit bezgl. der erreichbaren Strömungsgeschwindigkeit in der Pumpe hat.
    Hab ich hier einen kapitalen Denkfehler, oder soll die Strömung nur im Bereich von 1-2 cm/s liegen ?

    Ist auch falsch ausgedrückt.
    Bremsen wird die Pumpe nie, weil das Wasser nicht schneller werden kann, als die Pumpe, sonst hätte da wer das erste Perpetuum Mobile erfunden.

    Da hast Du natürlich vollkommen Recht, das ist so falsch ausgedrückt.


    Mir geht es darum welchen maximalen flow die 230W Speedy als CL-Pumpe erzeugen kann (klar, wird deutlich größer als die 20m3 sein, aber wo ist das limit ?) und welcher laminaren Strömungsgeschwindigkeit das in dem von Klaus geplanten Becken etwa entsprechen wird. Sind wir da nur bei 1-2 cm/s oder können es 10 cm/s werden, oder was wäre überhaupt die anzustrebende laminare Strömungsgeschwindigkeit im Becken ?

    Beste Grüße
    Bernhard

    Hallo Klaus,

    ich hätte da mal ne Frage zur Strömung selbst..... Vielleicht totaler Quatsch da ich von Pumpenbau/-betrieb nichts verstehe, aber dumme Fragen gibt es ja bekanntlich nicht.

    Schaffen es die Speedys überhaupt eine signifikante laminare Strömung über den gesamten Aquariumsquerschnitt aufzubauen ??

    Hintergrund ist eine kleine Abschätzung bzgl. der gewünschten zu erreichenden Strömungsgeschwindigkeit der laminaren Strömung.
    Ich habe mal eine Zielströmungsgeschwindigkeit von 10cm/s angenommen - das ist doch nicht zu viel, oder ?
    Das würde dann bedeuten, da die laminare Strömung ja über den gesamten Beckenquerschnitt (ca. 48 dm2) geht, dass die Pumpen einen Volumenstrom von 48l/s oder ca. 173 m3/h bewältigen müssen. Die 230W Speedy macht jetzt ohne Druckaufbau ca. 20m3/h, wenn man berücksichtigt dass die Pumpe im CL Betrieb betrieben wird wird das sicher höher sein, sagen wir mal 30m3/h.
    Wie schafft die Pumpe dann die geforderten 170m3/h anzuwerfen?
    Das Argument, wenn die laminare Strömung erstmal angeworfen ist, geht es quasi von alleine, stelle ich mir auch nicht ganz einleuchtend vor, da ab einem bestimmten Durchfluss das Pumpenrad doch auch irgendwann einmal anfängt zu bremsen, bzw. ein Limit bezgl. der erreichbaren Strömungsgeschwindigkeit in der Pumpe hat.
    Hab ich hier einen kapitalen Denkfehler, oder soll die Strömung nur im Bereich von 1-2 cm/s liegen ? :confused_face:

    Beste Grüße

    Bernhard

    Hallo Christian,

    es ist eine Anordnung von vielen LEDs mit geringerer Leistung. Ich bin zwar kein Physiker, aber mir sagt das, dass viele LEDs mit niedriger Wattzahl die Strahlung nicht so tief ins Wasser eindringen lassen, wie wenige LEDs mit hoher Leistung. Vielleicht liege ich aber auch völlig falsch mit dieser Theorie.

    Deine Überlegung ist teilweise korrekt. Eine LED mit hoher Leistung UND kleinem Abstrahlwinkel dringt in der Tat tiefer ins Wasser ein, aber eben nur sehr lokal.
    Wenn man die gleiche Oberflächenstrahlungsdichte mit mehreren LEDs geringerer Einzelleistung bei vergleichbaren Abstrahlwinkel hinbekommt, dann kommt in der Tiefe genau so viel Strahlung an wie bei einer einzelnen LED.
    Die Strahlung einer LED nimmt einmal mit wachsender Wassertiefe exponentiell ab (wegen Absorption) UND verteilt sich entsprechend dem Strahlungskegel auf eine größere Fläche. Nimmt man mehrer (viele) LEDs überlagern sich die entsprechenden Strahlungsdichten an jedem beliebigen Punkt einfach linear.

    Beste Grüße
    Bernhard

    Hallo Klaus,

    die außen angebrachte Ablaufkammer finde ich schon mal top :thumbs_up: , sieht einfach besser aus. Als Raumteiler so zwar kaum geeignet, aber warum nicht wie von Ewald vorgeschlagen je eine auf beiden Stirnseiten über die gesamte Beckenbreite direkt oberhalb der Strömungskästen anbringen ?
    Welchen Zweck haben die beiden Bohrungen im Becken direkt vor dem Ablaufkasten ?

    Beste Grüße

    Bernhard

    Hallo,

    ich würde auch nicht davon ausgehen, dass die Keramik etwas abgibt, zumindest nichts, was nicht bekannt wäre und stören würde, sondern davon, dass sie etwas aufnimmt. Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber chemisch ist Keramik einem Phosphat-Adsorber nicht unähnlich. Gerade Kalkrotalgen benötigen etwas Phosphat zum Wachsen, eher einen Tick mehr als SPS und die widerum mehr als LPS und Weiche.

    wow, das ist doch eine interessante und mir neue Sichtweise...
    Was dann auch heißen würde, dass diejenigen die mit viel Keramik starten und peinlich darauf achten den Phosphatwert mit Absorbern usw. von Anfang an möglichst niedrig zu halten am längsten warten müssen bis sich alles einpegelt. Bei denjenigen dagegen, die in der Anfangsphase "Probleme" mit zu hohem Phosphat haben läuft das Becken im Endeffekt relativ gesehen schneller (d.h. etwa 1 Jahr warten und nicht 2 :winking_face: ). Ist das so ???

    Beste Grüße
    Bernhard

    Hallo Klaus,

    Zitat von »Niederbayer«



    @Thorsten, unter uns Unternehmern : Mach doch endlich auch du dem Theater ein Ende, nimm n paar 10.000 Euro in die Hand und lass deine Keramik auf Schadstoffabgaben in einem externen, unabhängigen Labor prüfen und dir Zertifkate ausstellen.

    Hi,
    das wird nicht gehen. Das Material ist ja ein Naturprodukt und die Zusammensetzung kann sich jederzeit ändern.

    Bei Naturprodukten ist es natürlich schwieriger, aber wenn ich kritische Inhaltsstoffe in meinen Naturstoffen, die ich für die Herstellung meines Produktes benötige, kenne, dann kann ich auch in einer Qualitätseingangskontrolle hier Schwankungen eingrenzen und die entsprechenden Chargen qualifizieren. Gerade bei Verwendung von Naturstoffen mit den darin auftretenden Schwankungen ist das essentiell und ich gehe auch davon aus dass dies von den RK Herstellern mehr oder weniger intensiv gemacht wird.

    Beste Grüße in die Heimat

    Bernhard

    Hallo Zusammen,

    @ Stefan : super dass Du Deinen Humor noch nicht verloren hast :thumbs_up:

    ansonsten ein paar unbedarfte Gedanken eines Newbies, der versucht das Thema Meerwasseraquarium schrittweise zu verstehen.

    - Für mich enthält das Thema viel zu viele spannende Aspekte und ist es nicht wert durch Polemik a la „wer ein RK Becken nicht zum Laufen
    bringt ist ein Versager“ bzw. „ich habe Probleme in meinem RK Becken, also ist die RK und damit der RK Hersteller Schuld“ platt gemacht zu werden.

    - Eine interessante Kernfrage für mich ist einfach (da auch selbst schon im ersten halben Jahr meiner MW-Karriere beobachtet :grinning_squinting_face: ) : Warum besiedeln
    Kalkrotalgen unterschiedliche Substrate unterschiedlich schnell ? Sind das Effekte des chemischen Oberflächenzustandes, oder physikalische
    Effekte wie Oberflächenrauhigkeit auf der (sub-)Mikrometerskala, oder Temperatur- bzw. Beleuchtungseffekte die
    durch die Oberfläche verändert werden ? Oder ist dieser Effekt indirekt bedingt, d.h. zur Ansiedlung von Kalkrotalgen braucht es eine bestimmte
    biologische Vorkonditionierung der Oberfläche z.B. durch spezielle Biofilmbelegungen ? Falls es hierzu schon klare Untersuchungen gibt würde mich
    von den Experten hier im Forum ein entsprechender Literaturhinweis freuen.

    - Als andere unzweifelhafte Trends sind für mich ganz simpel :

    1.) Jedes gut laufende Becken – egal ob mit RK oder ohne – zeigt Stabilität und konstante Verhältnisse, wobei
    Kalkrotalgenwachstum ein möglicher Indikator dafür ist (aber wahrscheinlich weder eine notwendige noch
    hinreichende Bedingung darstellt)

    2.) Offensichtlich sind aber die Einschwingzeiten, um zu diesen stabilen Zustand zu kommen, zwischen reinen RK Becken und reinen LS Becken stark unterschiedlich. Während man bei RK unbedingt die viel
    beschworene Geduld braucht, führt die Verwendung von lebenden Steinen durch kleinere Einschwingzeiten zu einem wesentlich fehlertoleranteren System. Das sind doch eigentlich einfache Grundprinzipien
    jedes biologischen oder technischen Regelkreises, oder etwa nicht ?

    Spannend ist da schon in der Tat zu diskutieren woran das liegt.... Muß ja nicht gleich eine wie auch immer geartete Kontamination des MW durch die RK sein (siehe z.B. obig angesprochene Oberflächenaspekte)

    Beste Grüße und einen schönen Tag

    Bernhard