Original von Torsten Sause
Hallo Jochen,
alles Gute für dich und hoffentlich bleibt nichts zurück. Mit Palytoxin können die meisten Giftzentralen nichts anfangen, d.h. die googeln dann bestenfalls erst einmal und wenn man Glück hat, dann kommt zumindest eine Rückmeldung. Ähnlich ist es mit anderen exotischen Giften und Gifttieren. In der Praxis kommt das wahrscheinlich zu selten vor.
Eine Bekannte von mir hat vor Jahren mit ihrem Mann bei schönem Sommerwetter im Freien ein altes MW-Becken ausgeräumt und das Lebendgestein mit Krusten ohne Handschuhe gesäubert. Innerhalb von einer Stunde ist sie mit massivsten Vergiftungserscheinungen ins Krankenhaus gekommen und hat es zum Glück überlebt. Im Krankenhaus hat man zunächst ein Multi-Organversagen diagnostiziert. Von Palytoxin hatte dort noch niemand gehört und von den klinischen Symptome auch nicht. Später kam noch heraus, dass offensichtlich schon öfter leichte Vergiftungen aufgetreten sind. Zum einen beim Hantieren im Becken, aber auch, und jetzt wird es sehr kritisch, als chronische Vergiftung der Atemluft. Über den Abschäumer ist das Toxin offensichtlich in geringen Dosen permanent in die Atemluft gelangt. Die Bewohner des Hauses hatten Schimmelpilze im Verdacht, als sie ständig chronische Krankheitssymtome zeigten und Einschränkungen der Lungenkapazität diagnostiziert wurde.
Unser Hobby ist nicht immer unproblematisch und diese Gefahren sollte man ernst nehmen.
Weiterer Fall: Ein Kugelfisch springt aus dem Becken und die Katze findet ihn und "spielt" mit dem sterbenden Fisch. Die Besitzer finden den Fisch später auf dem Teppichboden liegend. Es ist nicht bekannt, ob die Katze versucht hat, den Fisch zu fressen? Wenig später zeigt sie Vergiftungserscheinungen, taumelt und muss zum Tierarzt. Erst nach 14 Tagen ist sie wieder vollständig gesund.
Viele Grüße und gute Besserung,
Torsten