Das 60er steht immer noch
Sieht bissel chaotisch aus, aber die Garnelen lieben es so.
Das Fischernetz auf der rechten Seite ist mittlerweile komplett mit Rotalgen zugewachsen.
Links vorne habe ich einen Busch Gracilaria vermiculophylla, eine invasive Rotalge frisch von der Küste. Oben schwimmt noch etwas japanischer Beerentang (Sargassum muticum), ebenfalls ein Neophyt aus der Nordsee (zählt zu den Braunalgen).
Die Steine habe ich für meine Europäische Borstenkrabbe (Pilumnus hirtellus) dort deponiert, leider habe ich nur noch das Männchen, das Weibchen ist gestorben.![]()
Hier hatte ich den hübschen kleinen Mann mal mit dem Handy erwischt. Das Weibchen war violett gefärbt.
Ansonsten leben dort weiterhin viele Palaemon drin (macrodactylus, adspersus und elegans), ohne Garnelen geht's bei mir nicht. Außerdem ein kleiner Seeigel und Nordsee-Einsiedler (Pagurus bernhardus).
Der Bodengrund ist übersät von leeren Miesmuschelschalen, das ist die Erinnerung an meinen diggen Seestern. Den hatte ich als 1,5cm Winzling im Sommer 2017 von Borkum mitgebracht, im April 2018 ging er mit einer Spannweite von 17 cm (!!) dorthin zurück. Er bescherte mir zahlreiche Spaziergänge im Winter am Watt um Nachschub an Miesmuscheln zu sammeln
Er kam dann im Borkumer Aquarium in den Touch Pool, da dürfen Kinder auch mal Seesterne und Krabben unter Wasser anfassen. Er war dort der Seestern mit den speckigsten Armen ![]()
Hier beide Seesterne, beide waren gleich groß, als ich sie auf Borkum gesammelt hatte... Einer wuchs sehr schnell, der andere schnarchlangsam.
Im HIntergrund die filigrane Grünalge war eine Nordsee-Bryopsis, sie überzieht auch nicht alles, sie hat einen Punkt aus dem sie herauswächst. Leider geht sie in Richtung Frühjahr immer kaputt, dann ist es ihr zu warm. Ist aber z.B. in den Häfen, in denen sie hier oben wächst genauso, nur im Winter...
