Beiträge von ChristianS

    Das führe ich zum einen auf die extrem hohen biologisch aktiven Oberflächen zurück und zum anderen auf die im Raum stehende Frage nach der Ungiftigkeit der Keramik, des gemörtelten Bodens und des Klebers.

    Das ist die Frage, Klaus. Lassen wir den persönlich Geschmack einer "schönen" Deko mal außen vor. Da die Keramik weit weniger Wasser aufnimmt, folglich also weit weniger porös ist, kann die biologisch aktive Oberfläche doch gar nicht so groß sein. Ich tippe daher eher auf den zweiten Teil Deiner Vermutung.

    Wobei ich noch nicht einmal von "Giftigkeit" sprechen möchte, sondern eher von einem Stoff, den Korallen nicht er-/vertragen, während wir ihn bislang nicht in Betracht gezogen haben. Und das ganz ohne dem Hersteller etwas zu unterstellen. Ich will niemand in Schutz nehmen, aber auch niemand an den Pranger stellen. Von daher ist die Analyse einiger Brocken recht interessant. Aber ich glaube nicht, dass die Frage beantwortet werden kann, nach was überhaupt gesucht werden soll.

    Ich selbst habe mir die RK-Becken im Meeresmuseum in Stralsund angesehen, muss aber sagen, dass sie zwar groß, aber nicht der Hit sind. Die Becken sind eigentlich nur mit Weichkorallen besetzt, die zumindest bei mir, tadellos wachsen. Wenn ich das aber mit dem großen Korallenbecken von Hagenbeck vergleiche...


    Christian

    @ Christian

    zum Thema porös
    ich hab mal 4 verschiedene steine genommen
    2 tote und 2 Keramik
    anbei mal die bilder mal schauen was sich da bis morgen ändert

    lg stephan

    Hallo Stephan,

    ich deute Dein Ergebnis so, dass die Keramik weit weniger porös ist als ursprünglich angenommen und auch vom Hersteller propagiert.

    Aber!!! Ich leite daraus auch ab, dass gemäß der Theorie, nach der spärlich dekorierte Becken besser laufen, weil sie weniger Oberfläche für Bakterien bieten, es fast egal sein müßte, ob eine geringe oder erhebliche Menge RK im Becken ist. Schließlich scheint sie nicht viel Oberfläche zu bieten.

    Das wiederum würde bedeuten, dass eine Einrichtung mit wenigen Brocken LS, einer umfangreichen Einrichtung mit RK ebenbürtig sein müßte, da die Größe der Siedlungsfläche gleich wäre!? Ich weiß nicht, ob das der richtige Ansatz ist, auch wenn Klaus viele Beispiele toller Becken mit wenig Deko postet.

    Bisher lese ich vor allem aus dem Thread heraus: viel Keramik, viel Probleme. Wenig Keramik, wenig Probleme. Viel oder wenig beziehe ich dabei auch auf das Volumen an Wasser zum Volumen an Keramik. Nicht als komplettes Resultat, aber als Tendenz.

    Christian

    Zu dem Thema porös oder nicht möchte ich gerne drei Dinge anmerken:

    1. Wenn man neue Keramik ins Wasser taucht, steigen lange Zeit Blasen auf. Das ist ein eindeutiges Indiz dafür, dass die Keramik zumindest bedingt porös sein muss, sonst wäre sie nass auch nicht schwerer. Dass LS poröser ist, mag durchaus sein.

    2. Wenn ich an der Keramik ein Stück abbreche, das auf der Oberfläche mit KRA bewachsen ist, ist die Keramik innen schneeweiß. Mit Wasser durchtränkt ist sie aber trotzdem. Geht die innere Besiedlung mit Bakterien zwangsläufig mit einer Verfärbung einher? Letztlich liegt ein Stück LS vorher Jahrzehnte oder Jahrhunderte im Wasser. So lange gibt es Riffkeramik aber noch nicht, um hier einen Vergleich ziehen zu können.

    3. Wenn die Keramik nicht porös ist, was die Bakterientätigkeit hemmen würde/müsste/sollte, müsste das doch der Theorie entgegen kommen, dass spärlich dekorierte Becken besser laufen, da die verfügbare Oberfläche kleiner ist.

    Ich habe zwar auch die Probleme mit SPS, dergestalt, dass sie bei mir kümmern und eingehen, dennoch stehen diese drei Punkte für mich in einem Widerspruch.

    Obwohl ich eine riesen Palette Keramik verarbeitet habe, war z.B. Silikat lange Zeit null. Ebenso PO4 und NO3. Und zwar ohne Einsatz von Adsorbern. Erst plötzlich wendete sich das Blatt. SI ist immer noch nicht nachweisbar, aber PO4 und NO3 liegen bei 0,3 und 50. Algenprobleme hatte ich, bis auf eine kurze Phase am Anfang, jedoch nicht in nennenswertem Umfang.

    Auch ich habe von Hans-Werner das Reef Actif erhalten und dosiere es seit zwei Wochen. Ich werde die Dosierung noch einige Wochen fortsetzen und mir dann zwei oder drei SPS-Ableger organisieren und nach einem Jahr Abstinenz bezüglich Steinkorallen erneut testen.


    Christian

    Hallo Daniel,

    bei mir ist es ähnlich. Manche Tiere wachsen, andere wiederum nicht. Trotzdem fehlt mir der rote Faden bei der Findung des Problems, denn was ist z.B. mit diesem Becken, das ich durchaus als ein sogenanntes "Top Becken" bezeichnen würde...

    http://www.meerwasserforum.com/index.php?page…4933&highlight=

    Und dann gab es noch diesen Thread von Klaus Jansen:

    http://www.meerwasserforum.com/index.php?page…4990&highlight= Man beachte Beitrag Nr. 7: "Ich kann diese fischlosen, Quitschfarbenen, Sammelsurium-Steinkorallenbecken, nicht mehr sehen !!!!!"


    Christian

    Du musst Dich damit abfinden, dass in unserer Gegend nicht so viel meerwassermäßig läuft, wie z.B. in der Region Rhein-Ruhr. Und das bedeutet, dass man fahren muss. Oder auch mehrmals zu verschiedenen Geschäften um das Angebot zu checken. Die von Dir gezeigt Deko packt Dir so keiner in einen Karton. Oder Du bestellst 20 Kilo Kisten und schmeißt zwei Drittel davon weg. So habe ich es gemacht. Der Ausschuss sieht auch als Deko im Garten gut aus.

    Christian

    Hallo Ameo,

    ich bin bei Koelle Zoo fündig geworden, wobei ich immer nach Ludwigshafen gehe. Da gibt es oft große Mengen in der Gitterbox. Manchmal ist es aussortiert, dann sind nur noch riesen Brocken oder Splitter drin, aber große Brocken kann man auch gut mit dem Hammer zerkleinern. Das Kilo kostet 10, Euro. Aber Du hast Recht, man kann es sich selbst aussuchen. Das ist mir auch wichtiger als der Preis. Auch die Riffplatten und Äste sind dort schön. Ansonsten hatte ich mir mal bei aquapro2004.de so eine 20 kg Box bestellt und war auch sehr zufrieden damit.

    Alternativ hatte ich kürzlich eine Box CaribSea South Seas Base Rock bestellt und war begeistert. Die Steine müssen nur noch abgespült werden, da kein organisches Material mehr anhaftet. Allerdings lassen sie sich nur schwer zerkleinern. Falls Du also eine Rückwand selbst bauen möchtest, ist totes Riffgestein etwas einfacher in der Handhabung da man es besser zerkleinern kann. Hat bei mir sehr gut funktioniert.

    Christian

    da wie hier über Geschmacksfragen diskutieren und nicht über Strömung.....

    Da bin ich wieder bei Dir!

    Wenn es soweit ist, werde ich unterschiedliche Dekos ausprobieren, aber ganz sicher nicht eine Kaimauer....

    Warum nicht? Mit Deinem neuen und interessanten Konzept kann sicher auch hier - auch wenn es seine Vorteile nicht so ausspielen kann - eine Verbesserung erzielt werden. Und am Ende könnten seitliche Kästen durch eine Einfassung aus Atoll Riff Deko oder Riffkeramik retuschiert werden.


    Christian

    ich will ja niemand zu nahe treten, vielleicht ist es auch nur ein schlechtes Bild - oder ich verkenne etwas total:
    Aber das erste Bild (das mit den Z.flavescens) zeigt für mich ein total ungepflegtes Aquarium mit einem Disverhältnis Deko und Korallen.
    Vielleicht ist es ja nur schlecht aufgenommen - es sieht (für mich) ziemlich vergammelt aus, selbst der Zustand der Zebrasomas (sehen SEHR dürr aus!) lässt -für mich- nur den Schluss zu, dass da ein Becken gezeigt wird dem "ordentliche" Pflege fehlt...

    Dem schließe ich mich an. Es befinden sich einige SPS im Becken, die über die Größe üblicher Ableger hinaus gewachsen sind. Die Scheiben müssten mal richtig geputzt werden, die Fische ordentlich gefüttert. Wenn man dann noch die HQI mit geschätzt 6000 K gegen eine blaue LED-Beleuchtung oder zumindest blaue Röhren ersetzt, wie es vermutlich auf dem zweiten Bild der Fall ist, dürfte das Becken gar nicht schlecht aussehen. Aber so funktioniert halt Werbung.

    Nicht, dass ich die Idee mit der Strömung schlecht finde, aber hier kommen noch ganz andere Aspekte dazu.

    Christian

    und irgendwie nicht mehr zeitgemäß.

    Was zeitgemäß ist, bestimmt doch der Aquarianer in jeder Epoche der Aquaristik immer wieder neu. Und ja, viele propagieren das "neue Design" mit ein paar spartanischen Säulen in der Mitte. Das ganze noch richtig gepuscht von gerade in der Entwicklung befindlichen Strömungskästen an beiden Enden, die eine laminare Strömung versprechen (sollen). Aber nur weil es nach dem Geschmack einer Teilmenge aller Meerwasseraquarianer gerade nicht mehr "State of the art" ist...

    Somit bleibt mir nur der Weg der Räumung, aber lieber habe ich dann weitere 6-8 Monate ein schwankendes Beckenklima, ich weiß dann aber woher es kommt.

    Lagerst Du Deinen Besatz dann aus oder ziehst DU die Rückwände einfach im laufenden Betrieb raus?


    Christian

    Hallo Stefan,

    es ist eine Anordnung von vielen LEDs mit geringerer Leistung. Ich bin zwar kein Physiker, aber mir sagt das, dass viele LEDs mit niedriger Wattzahl die Strahlung nicht so tief ins Wasser eindringen lassen, wie wenige LEDs mit hoher Leistung. Vielleicht liege ich aber auch völlig falsch mit dieser Theorie.

    Der zweite Punkt ist die Aussage von Marco Pardun selbst, dass keine Reflektoren und keine Linsen verwendet werden, wie es z.B. bei der Radion der Fall ist, um Strahlung zu bündeln/konzentrieren und in die Tiefe zu schicken oder auch bei den Wide-Angle-Linsen, um das Licht für flache Becken eher in die Breite zu streuen. Ansonsten wäre der Einsatz von Linsen bei LEDs zwecklos.

    Wenn Du es besser weißt, bitte ich um Richtigstellung, da ich gerne etwas dazu lerne.


    Christian

    @ Thomas ... bei können kommen so viele Schnecken was wollen denn ich hätte noch keine welche gut 40-50 mm geworden ist. :smiling_face:

    Das ist doch auch völlig wurscht, ob es eine Schnecke oder ein Salzwasserkrokodil ist. Fakt ist, dass es solche Fälle gibt.

    Mir ist mal bei einem früheren Becken ein Lippfisch über den Kamm gesprungen und in den Ablauf geraten. Er rutschte bis zum teilweise geschlossenen Kugelhahn (Wasser wurde im Schacht angestaut) und hat den Hauptablauf dicht gemacht. Das Wasser stieg an und der 25er Notüberlauf hat es nicht mehr gepackt. Am Ende war das TB fast leer und das Wohnzimmer nass.

    Was nun den Ablauf verstopft ist doch letztlich belanglos. Es ist eine riesen Schweinerei, die man mit einem Ablauf identischer Größe zum eigentlichen Ablauf hätte verhindern können.

    Ich sehe nicht, dass etwas stagniert. Ich habe vielmehr den Eindruck, dass die Anzahl derer, die es gerade mal schick finden sich so ein Becken ohne Vorahnung, ohne Vorbereitung und ohne Studium einschlägiger Literatur ins Wohnzimmer stellen, immer größer wird. Und die hören nach den ersten Niederlagen so schnell auf wie sie angefangen haben. Diese Spezies vermute ich auch eher bei Facebook. Hier hat man ja auch keinen Überblick wer neu ist und wer nicht.

    Ich treibe mich gerne mal in den größeren Zoomärkten rum, die hier im Raum Rhein-Main und Rhein-Neckar noch Mewa-Abteilungen haben. Das Bild ist oft ähnlich. Erst sieht noch alles ganz gut aus. Dann verschwinden die Verkäufer, die Ahnung hatten, evtl. weil sie es für die Ziele der Geschäftsleitung zu gewissenhaft meinten, dann wird die Meerwasserabteilung verkleinert und lustloses und /oder ahnungsloses Personal eingestellt. Die Talfahrt beginnt, bis man mit dem verbleibenden Angebot auch nur noch Ahnungslose "fangen" kann.

    Ich stand mal ein paar Tage vor Weihnachten in einem großen Zoomarkt in Wiesbaden. Da stand einer dieser Verkäufer auf einem Plastiktritt mit einem Mikrofon in der Hand. Um ihn herum so ca. 20 Zuhörer. Ich habe mich interessiert dazu gestellt und staunte nicht schlecht über die freudige Kunde. Man warb für ein Plug and Play Becken, was für sich betrachtet noch ok war. Aber weiter hieß es: "Sie erhalten von uns direkt eingefahrenes Meerwasser, so daß es keine Wartezeiten gibt und Sie noch zu Weihnachten mit lebenden Tieren arbeiten können". Und ich dachte für mich spontan: "und zu Silvester mit toten Tieren". Inzwischen ist der Zoomarkt in ein Nachbargebäude umgezogen und hat vielleicht noch 10% seines ursprünglichen Meerwasserangebots. Aber genau hier sehe ich die Chance für den Fachhandel.

    Die Sache mit dem online bestellen ist zumindest teilweise ein hausgemachtes Problem. Ich bestelle noch nicht mal dort wo es vielleicht zwei Cent weniger kostet, sondern bei einem teureren Shop auf den ich mich verlassen kann. Ein Shop, der mich umgehend informiert, wenn ein Artikel gerade ausgegangen ist und in wenigen Tagen nachgeliefert wird. Und es ist nicht so, daß mein Paket einfach nicht ankommt ohne dass ich den Grund dafür kenne. Die Info kommt schnell und vor allem unaufgefordert. Lebende Tiere bestelle ich nicht online. Ein Gerät hat zugesicherte Eigenschaften, aber ein Tier will ich sehen und vorher beobachten können. Was ich online bestelle sind hauptsächlich Verbrauchsmaterialien wie Aktivkohle, Adsorber, Salz, Futter, usw. Diese Artikel würde ich liebend gerne bei einem Händler im Ladengeschäft kaufen. Die Öffnungszeiten sind aber meistens haarsträubend. Was hilft es, wenn um 10 oder 12 Uhr geöffnet wird. Zu dieser Zeit können nur Hausfrauen und Rentner einkaufen. Um 18 Uhr ist oft schluß bzw. samstags auch entsprechend früh. Zu keiner dieser Zeiten kann ich einkaufen und sehe auch nicht ein, dass ich mich dafür abhetzen soll. Also wird's online bestellt. Ein oder zwei lange Abende wären sicher hilfreich, wenn man denn wirklich wert darauf legt, dass auch solche Artikel im Ladengeschäft erworben werden.

    Nicht nur der Kunde bewegt sich aus Bequemlichkeit Richtung Online, auch der Handel ist gefragt.

    Ich bin mir aber sicher, dass sich gute Beratung immer auszahlt und lege auch selbst großen Wert darauf.

    Aber zurück zur ursprünglichen Frage. Es gibt in allen Bereichen ein Auf und ein Ab. Ob es Hobbys, Zinsen, Aktien oder sonst was ist. Spätestens nach dem neuen Dori-Film werden die Halbinteressierten wieder die Zoomärkte stürmen. Gratulation, dass es schon eine Kette gibt, die diese Fische nicht mehr anbietet, damit sie erst im Dingsbums-Cube landen und dann im Klo. Aber das werden wir bei Facebook natürlich nicht zu lesen bekommen.

    Christian

    Hallo Andi,

    danke für das Höhenmaß. Das hatte ich schon befürchtet. Damit müsste ich eine Scheibe aus dem TB raustrennen, damit ich tiefer komme, sonst habe ich keine Luft mehr nach oben um den Deckel abzuheben. Es wäre natürlich ein Versuch wert, ob es geruchsmäßig auch ohne Deckel geht. Das Becken ist komplett verkleidet und dahinter läuft ein Lüfter, der die Luft permanent nach außen befördert, so daß hinter der Verkleideung ein Vakuum entsteht und keine Luft ins Wohnzimmer strömt. Muss ich mir noch überlegen, wie ich das am besten umsetze. Auf jeden Fall muss der Kasten für meinen Geschmack über oder im TB stehen, damit im Falle eines technischen Problems das Wasser ins TB laufen würde.


    Christian

    Hallo,

    die Frage nach den Maßen wurde weiter oben zwar schon gestellt, aber bis jetzt noch nicht beantwortet. Ich komme aus den Angaben nicht klar, was die Länge und was die Höhe ist. Vielleicht kann einer der Besitzer noch etwas dazu sagen.

    Was mich aber viel mehr beschäftigt ist die Frage was passiert, wenn der Motor ausfällt, was scheinbar kein Einzelfall ist. Ich stelle mir das so vor, dass sich das Vlies zusetzt und der Ablauf damit nicht mehr funktioniert. Der Wasserpegel steigt innerhalb des Gehäuses an bis es durch den Notablauf geht. Ist dieser 25mm Auslass überhaupt in der Lage z.B. die 3.000 Liter, die Gordon durchjagt, zu bewältigen oder steigt es dann an bis der Deckel hochspringt und läuft rund herum raus. Warum macht man so einen Quatsch und macht den Notablauf nicht genau so groß wie den Hauptablauf.

    Ich habe auch noch nie den Sinn verstanden, weshalb Notüberläufe so häufig kleiner dimensioniert werden. Auch bei den Bohrungen in den Bodenscheiben blieb mir diese Unart ein Rätsel. Wenn der 40er oder 50er Hauptablauf verstopft, muss doch die gleiche Menge Wasser auch durch einen Notablauf passen....

    Gordon kannst Du für mich mal die Hand vor den Notablauf des Rollermats halten - falls Du das nicht schon getestet hast - und berichten ob der Notablauf das auch noch schafft?


    Christian

    Ich kann mir nicht helfen, aber ich komme mit den genannten Erkenntnissen nicht klar. So wenig Deko wie möglich heißt für mich, dass es ein super Korallenbecken wird, aber wenn ich mich im Geiste in einen Tauchgang versetze, fällt mir immer die Riffwand ein, die mit Korallen besetzt ist. An diese erinnert mich in erster Linie eine Rückwand - jetzt mal egal ob sie aus Keramik, Riffgestein oder PU-Schaum ist, jedoch nicht ein paar Riffäste oder Stative, die mit Kabelbindern verzurrt werden und mit bunten Korallen bestückt sind. Das eine ist die Nachbildung der Wirklichkeit und das andere ist - wie ich zugeben muss - ein von Menschenhand geschaffenes Kunstwertk.

    Das Becken z.B. von Steffi ist ein Traum. Es gefällt mir ausgesprochen gut und ich wünschte, dass ich auch solche Korallen hätte, jedoch nicht unter Verzicht auf meine Rückwand und üppige Deko. Schon deshalb nicht, weil ich meine Fische liebe und üppige Deko viele Verstecke bietet. Für mich hat es aber nichts mit der Wirklichkeit zu tun. Das hat auch nichts mit persönlichem Geschmack zu tun und auch nicht damit, dass ich es auf Grund meiner gefrässigen Fische nicht hinbekomme, sondern mal ganz nüchtern betrachtet mit meiner Erinnerung an das echte Meer.

    Die Erkenntnisse über Keramik finde ich sehr interessant, aber auch mit diesem Wissen wollte ich nicht auf meine Rückwand verzichten. Einmal finde ich den optischen Eindruck natürlicher als ein Aufbau aus einer Säule und drei Ästen mit Kabelbindern, zum anderen hätte ich auf Grund der Beckengröße arge Probleme mit der Reinigung der Rückscheibe. Bei einem Neustart würde ich mit den gemachten Erkenntnissen aber auf keinen Fall Riffkeramik wählen. Nicht weil es länger dauert, sondern weil mir das Handling anderer Materialien, wie z.B. Totgestein einfacher erscheint.

    Christian

    Um Gottes Willen nicht aufstechen!!! Mein Ciliaris hatte das auch mal. Morgens war noch alles ok und abends war es plötzlich riesig. Man konnte auch keine Verletzung oder Trübung erkennen. Es war nur mutiert. Bis es komplett abgeschwollen war, hat es drei Monate gedauert.

    Christian

    Viel Interessanter finde ich eine ganz andere Erkenntnis. Es wurde eingangs berichtet, dass die Keramik innen schneeweiss ist, wenn man nach Jahren ein Stück abbricht. Diese Erfahrung teile ich auch. Es wurde daraus abgeleitet, dass im Gegensatz zu LS oder ehemaligem Totgestein vermutlich keine Bakterien im Inneren siedeln können und in Folge dessen bestimmte Prozesse nicht optimal ablaufen. Diese Feststellungen konnten den Eindruck erwecken, dass man es mit einem enormen Nachteil zu tun hat, wenn man ein derart beschaffenes Material verwendet.

    Norbert Dammers und Klaus Jansen sagen, dass zu viel Oberfläche, die von Bakterien besiedelt werden kann, kontraproduktiv ist, weil sich dann die Nährstoffkonzentration vom organischen in den mineralischen Bereich verschiebt und/oder zu viel Substrat eine zu große Siedlungsfläche bietet, aus der sich evtl. eine Nährstoffarmut ergeben könnte. Klaus hat zusätzlich ein Becken vorgestellt, das mit PU-Schaum ausgeschäumt wurde, der garantiert im Inneren keine Bakterientätigkeit zulässt - gemäß seiner Ausführung. Ich hoffe, dass ich alles richtig verstanden habe - ansonsten möge man mich korrigieren.

    Wenn wir jetzt mal davon ausgehen, dass die sichtbare Oberfläche eines Substrats gleichzeitig den kleinsten Anteil hat, weil die Porosität die Oberfläche in Wirklichkeit ausmacht, dann wären weniger poröse Materialien oder eine äußert geringe Menge an Riffgestein günstiger. Das würde gleichzeitig bedeuten, dass die mutmaßlich nicht so poröse Keramik sogar optimal sein müsste, wenn wir davon ausgehen, dass sie (auch nicht der gescholtene Kleber in der unbeschrifteten Kartusche) keine unerwünschten Stoffe ans Wasser abgibt????

    Ich verstehe es nicht so ganz. Das ist zumindest die Botschaft, die ich aus den Postings gelesen habe!


    Christian

    Hallo Martin,

    wenn ich ein solches Verhalten bei meinen Chromis beobachtet habe, insbesondere das dicht unter der Wasseroberfläche verharren - war der betroffene Fisch nach einiger Zeit meistens tot. Dies geschah ohne äußere Anzeichen von Krankheit und ohne, dass er von anderen gejagt wurde. Ich weiß nicht wie alt Chromis im Meer werden, aber ich glaube, dass sie empfindlicher und anspruchsvoller sind, als es den Anschein hat.

    Christian

    Hallo Ina,

    ich bin ausschließlich mit RK gestartet und habe mir dann fünf Kilo LS handverlesen ausgesucht, weil ich eben Angst vor blinden Passagieren hatte. Diese befanden sich im Hauptbecken und waren lange vor der RK mit Kalkrotalgen überwachsen. Kalkrotalgen haben sich erst nach 9 Monaten etabliert und die Derbesia und Bryopsis und Valonia verdrängt. Kugelalgen wachsen am obersten Rand massenhaft, da die Fisch dort schlecht dran kommen. Nicht das Fuchsgesicht dezimiert die Kugelalgen, sondern der Ciliaris. Vermutlich befindet sich Kleingetier dazwischen, weshalb er die Kugelalgen permanent ausrupft und darunter an der Keramik nagt.

    Letztes Jahr habe ich von Stefan Lodahl einen ordentlich Busch mit Drahtalgen bekommen, die ich im Refugium platziert habe. Dort liegen auch noch ein paar weitere Brocken LS. Wie gesagt, der Bewuchs auf der RK ist von dem Bewuchs auf dem LS nicht mehr zu unterscheiden. Nach der Niederlage mit Steinkorallen, was vor dem Einbringen der Drahtalgen war, habe ich aber keinen Versuch mit Steinkorallen unternommen. Die Scheibenanemonen sind aber fast alle weg bzw. winzig geworden. Die große Rhodactis war wie ein Kuchenteller. Nach sieben Monaten ist sie noch nicht mal die Hälfte im Durchmesser, sieht aber aus wie am Anfang, nur halt kleiner.

    Ich weiß nicht ob es daran liegt, dass ich die Scheiben nicht gezielt gefüttert habe. Andererseits treibt aber immer einiges im Becken, z.B. Frofu, Fockenfutter, feines Granulat aus dem Futterautomat oder zerfetzte Miesmuscheln... Auf jeden Fall öffnen die Sarcophyton, Sinularia, diverse Röhrenkorallen und die Hornkorallen komplett ihre Polypen, wenn nicht gerade jemand daran rupft.

    Gruß Christian

    Weiterhin bin ich auch davon überzeugt, dass sich die ganze Mikro Biologie nur auf der Oberfläche der Keramik ansiedeln kann. Wenn ich jetzt nach fast 3 Jahren 1cm abreche, sieht es darunter aus wie kurz nach dem Herstellungsprozess. Nichts von Porosität, wie bei anderen Keramiken oder LS.

    Das ist auch meine Beobachtung. Ein Stück abbrechen ist wie wenn man eine Gispfigur fallen läßt. Das Innere ist blütenweiss. Nun weiß ich natürlich nicht, ob diese Tatsache überhaupt relevant ist. Andererseits liegt so ein Stück LS nicht ein paar Jahre, sondern ein paar hundert Jahre im Meer. Wie die Keramik nach ein paar hundert Jahren im Meer aussieht, kann heute niemand sagen. Ganz undurchlässig kann die Keramik ja auch nicht sein, sonst würde sie sich ja im Becken nicht mit Wasser vollsaugen können und hinterher fast doppelt so viel wiegen.

    Meine Fische sind alle gesund und Kalkrotalgen wachsen bei mir sehr gut, außer an schwach beleuchteten Stellen.

    Leder-/Weichkorallen gingen mir in den ersten zwei, drei Monaten ein. Jetzt wachsen sie bestens, wenn sie nicht von den Kaiserfischen schikaniert werden, aber dafür kann die Keramik nichts.

    Ich hatte aber im letzten Jahr zweimal Versuche mit Steinkorallen unternommen, die beide gescheitert sind. Der erste Versuch waren SPS nach 1,5 Jahren Standzeit. Es handelte sich um Acropora (Enzmann), Stylopora und Montipora digitata. Sie hielten unterschiedlich lang, aber nach ein paar Wochen, teilweise aber auch Monaten war schluß.

    Der zweite Versuch waren LPS im letzten Winter. Es war eine Wunderkoralle und eine Hammerkoralle. Beide wurden von den Fischen nicht belästigt, befanden sich in der Mittellichtzone und hatten eine leicht wogende Strömung. PO4 ist knapp unter 1 mg/l und NO3 um 20 mg. Gerhard Richter hat in seinem Becken vorhin gepostet, dass er sogar 25 mg/l NO3 hat, also kann es daran nicht gelegen haben. Einen Versuch werde ich noch unternehmen. Sollte er scheitern, schließe ich mich der dem Fazit von Stefan an:

    Mein Fazi: Einmal ja, ein zweites Mal, nein danke.


    Anemonen funktionieren leider auch nicht. Ich hatte eine Quadricolor, die eigentlich als Robust gilt und drei verschiedene Sorten Scheibenanemonen an unterschiedlichen Stellen mit verschieden starker Beleuchtung und Strömung. Früher oder später degenerieren sie, bis sie ganz verschwunden sind.


    Christian

    Hallo,

    ich habe in meinem Becken drei Flavescens. Alle wurden klein und in gleicher Größe eingesetzt. Das sind im Dezember zwei Jahre. Ich bilde mir ein, dass zwei besonders gut miteinander harmonieren. Alle drei sind jetzt exakt gleich groß und ich stelle seit Monaten kein Wachstum mehr fest. Es ist aber (noch) nicht so, dass einer ausgegrenzt wird. Ich kann es manchmal nicht so recht unterscheiden, da ja alle gleich gelb sind:-) Ich habe die Fische aber auch schon live in Hawaii sehen können und kann daher sagen, dass es definitiv KEINE Einzelgänger sind. Sie treten in losen Gruppen auf, die mal enger zusammen oder weiter zerstreut schwimmen. Wenn man ein einzelnes Exemplar sieht, sind andere Flavescens aber nie weit weg. Wer zu wem gehört, konnte ich nicht erkennen, da jeder jeden angezickt hat, sogar im großen Pazifik.

    Christian

    Zu einer vernünftig betriebenen Klimaanlage gehört auch eine Wartung. Dabei wird das Gerät von einem Fachbetriebe für Kältetechnik, neben anderen Arbeiten wie der Druckprüfung und Ergänzung fehlenden Kältemittels und Kompressoröls, geöffnet und gereinigt. Um der Bildung von Schimmel etwas entgegen zu wirken und unangenehme Geruchsbildung zu verhindern, gehört auch eine Desinfektion des Innengerätes/Verdampfers dazu. Eben genau so, wie es bei PKW-Klimaanlage auch gemacht wird, zumindest in einer Fachwerkstatt und nicht bei Billigwerkstätten wie z.B. "Amateure Treiben Unfug"

    Ich gebe aber zu, dass viele Anlagen selbst installiert werden und dann ohne Wartung/Reinigung brummen bis sie den Geist aufgeben.

    Der Denkansatz ist sicher nicht schlecht. Für mich gehört er aber in die gleiche Rubrik wie die Verwendung von Regenwasser oder Kondenswasser des Wäschetrockners. Mag sein, dass es Einzelfälle gibt bei denen so etwas ohne Probleme praktiziert wird. Bei solchen Themen frage ich mich aber immer wieder, warum solche Experimente ohne Not am Mann durchgeführt werden sollten.

    Christian

    ja, das Thema Hitze wird mich wohl auch noch beschäftigen.

    Hallo Andreas,

    damit wären wir wieder bei meinem Steckenpferd. Der Klimaanlage! Ich habe im Haus zwei Daikin Inverter Splitgeräte installiert. Eines im OG und eines im EG (Wohnzimmer) Die Geräte sind sicher nicht mit Baumarktgeräten zu vergleichen, da sie halt ein paar Euro mehr kosten. Aber bei Inverter gibt es nicht nur EIN und AUS, sondern die Leistung des Klimagerätes passt sich fast stufenlos der geforderten Leistung an. Ganz wesentlich ist, dass die Außengeräte kaum hörbar sind. Weil wenn die Nachbarschaft im Sommer bei geöffneten Fenstern im eigenen Saft liegt, ärgert das Brummen der nachbarlichen Klimaanlage doppelt und dreifach. Außerdem ist der Stromverbrauch bei Inverter-Anlagen deutlich niedriger.

    Ich freue mich zur Zeit über angenehme Temperaturen im ganzen Haus (hier im Rhein-Main-Gebiet waren es heute schon 38 Grad und sollen am Samstag 40 werden) und niedrige Luftfeuchtigkeit im Wohnzimmer trotz 2700 Liter Aquarium. Man muss es mit der Kühlung ja nicht übertreiben, aber es ist für mich angenehm und das Becken hat derzeit 26,8 Grad. Die Anlage im Wohnzimmer läuft nur abends fünf Stunden. Im OG ist sie ebenfalls eingeschaltet, aber läuft nachts bei geöffneter Schlafzimmertür im Silent Modus, so daß der Rest des Hauses noch leicht mitgekühlt wird.

    Mein zweiter wichtiger Punkt wäre, dass ich mir einen Raum oder zumindest eine Art Gang hinter dem Becken wünschen würde. Ansonsten finde ich einen Wasser und Abwasseranschluß mit Waschbecken direkt neben dem Becken sehr praktisch.

    Frohes Schwitzen!

    Christian

    Nee Ewald,

    ich fahre nicht hin. Der Sprit kostet mehr als der Versand. Und ATS hat nichts, was andere nicht auch hätten.

    Ich hatte vor ein paar Wochen Probleme mit einer Sendung von Mrutzek. DHL hat das Paket verbummelt wie ich in der Sendungsverfolgung auch sehen konnte. Nachdem ich bei Mrutzek darauf hingewiesen hatte, hat mich der Michael persönlich angerufen und der Sache angenommen. Sogar ein weiteres Paket wollte er los schicken. Kurz drauf kam aber das ursprüngliche Paket an.

    Da Pfeif ich doch auf Rabattaktionen bei anderen oder ob die Dose Futter wo anders 2 Euro billiger ist. Ich will Sevice und der darf auch was kosten.

    Nur: Kohle kassieren und kein Service bieten, das ist halt ein Ding!

    Christian


    in den beiden großen Foren liest man schon seit längerer Zeit (Jahre?) sehr negatives über diesen Shop.

    Das Thema kommt mir auch bekannt vor. Ist ja schön, wenn immer plausible Erklärungen geliefert werden, aber für Kunden sind irgendwelche internen Umstrukturierungen und Querelen auch völlig belanglos. Fakt ist, dass es sich scheinbar immer wiederholt. Und es geht auch nicht darum, dass ein Artikel im Rückstand ist, sondern darum, dass man einen Kunden nicht informiert. Und zwar unaufgefordert informiert, dass bei mehreren Wochen wirklich angebracht wäre, statt zu warten, dass die Kunden sich von selbst melden.

    Wenn sich Unregelmäßigkeiten andeuten könnte man auch einfach einen Störer auf der Startseite anbringen, der die Information drohender Lieferzeiten enthält. Einige Shops machen das z.B. wenn wegen Urlaub geschlossen ist, was ja auch völlig legitim ist. Es ist ja auch bei den ganzen Shops kein Problem ständig neue Werbung für die neuesten Wunderwässerchen einzuspielen.

    Die logische Konsequenz kann für mich nur sein, dass ich bei einer Häufung solcher Berichte so lange wo anders bestelle, bis der Shopbetreiber seine Lektion gelernt hat. Nur das ganze Gelaber, wenn dann einer an den Pranger gestellt wurde, mag zwar einen Grund liefern, aber eine Entschuldigung ist es nicht. Schon gar nicht, wenn es sich - vermutlich nach der nächsten Weihnachtsaktion - wiederholt. Ich bin es einfach leid, dass bestellt Sachen ohne Rückmeldung einfach nicht geliefert werden.


    Christian

    Jetzt aber mal die Emotionen runter fahren. Das Bild von den Achilles z.B. stammt von Hawaii. Der Fang von Rifffischen für den Verzehr ist vollkommen normal, auch wenn wir die Mahlzeit in Euro umrechnen. Diese Menschen essen die Fische ihrer Meere mir der gleichen Selbstverständlichkeit wie wir unsere Makrelen aus der Nordsee. Nur auf Grund der Tatsache, dass der Dornhai vom Aussterben bedroht ist, verzichtet die breite Masse trotzdem nicht auf Fischstäbchen oder auch die Schillerlocken.

    Christian