Beiträge von MarcoBO

    Evtl. erzählst du mal, durchaus auch ausführlich, was du so pflegst und mit welchem Aufwand. Gerne auch mit Fotos hier im Thema

    Hallo Norbert

    Klar, mach ich doch gerne!

    Das Becken, bzw die "Anlage" wurde aus einem älteren Becken im Februar 2002 als Mischbecken, allerdings noch ohne Azoos, gestartet. Es besteht aus dem 60x60x40 cm Mischbecken (etwas kleiner als deines), einem 60x60x50 cm Algenrefugium mit DSB unter dem Mischbecken und einem 40x30x30 cm TB über dem Mischbecken. Das Refugium und das TB werden über getrennte Kreisläufe gespeist. Es war von Anfang an geplant das Mischbecken auch mit Azoos zu besetzten. Ich wollte dies aber langsam angehen, da ich die Futtergaben nur langsam steigern wollte. Grund dafür war, dass ich der abfallverwertenden Fraktion der Bewohner Zeit geben wollte sich zu vermehren.

    Technik:
    Das Mischbecken wird zur hälfte (vorderer Teil mit zooxanthellaten Korallen) mit einer Maxspect R420 120Watt 10'000K beleuchtet. Als Strömungspumpe dient einerseits eine Vortech MP10 (auf 60% Leistung) sowie die Rückförderpumpen aus dem Refugium (2500 l/h) und dem TB (1000l/h)
    Das Refugium hat die 2500l/h der Rückförderpumpe sowie 2 Tunze Nanostream 6055. Beleuchtet wird es mit einer AI SOL Blue. Ja, ich weiss ein bisschen overkill. Ich wollte die verkaufen aber niemand wollte sie. Folglich dient sie jetzt dem Algenwachstum :smiling_face:
    Im TB hat es einen ATB Mikro Size AS (für 600l) ausgerichtet sowie einen Pelletfilter (TM) und gelegentlich Aktivkohle. Der AS wird mit ca 3mg/h Ozon betrieben.
    Kh wird über Dosierer konstant gehalten

    Zu den Tieren:
    Es ist ein ziemlich kunterbuntes durcheinander an Tieren, von welche sich längerfristig gezeigt hat, dass sie mit den Verhältnissen eines Azoo-Beckens klar kommen.
    Fische:
    Eviota nigriventris (4 Stück) müssten allerdings eher crassiventris heissen (bei den Futtermengen)

    LPS:
    Goniopora spec
    Cynarina
    Blastomussa (serbelt)
    Duncanopsammia
    Caulastrea furcata
    Cycloseris
    Weichkorallen:
    Neospongodes
    Pseudoplexaurea
    Muricea
    Capnella (im Refugium)
    Klyxum (Im Refugium)
    SPS:
    Montopora digitata
    Acropora tumida (Im Refugium) ist ein Test wegen Schleimproduktion
    Sonstiges
    Einige Scheiben
    Viele Corynactis
    Gelbe Krusten

    Azoos:
    Tubastrea diaphana
    Tubastrea faulkneri
    Dendrophyllia sp. gelb
    Dendrophyllia sp. Orange (big head)
    Diodogorgia nodulifera
    Menella spec
    Euplexaura spec.
    Eugorgia spec.
    Alcyonium spec.
    Nephthyigorgia spec.
    Scleronephthya
    Unbekannte kleine azoo Steinkoralle
    Und natürlich die allseits beliebten Glasrosen in allen Grössen. Dagegen leben 3 Lysmata wurdemannis im Becken, die sie knapp in Schach halten können.

    Dazu noch jede Menge Röhrenwürmer viele kleine und einige grosse Schwämme (20cm max), Seescheiden und was da sonst noch kreucht und fleucht.

    Zur Fütterung:
    Ich habe aktuell DREI Futterautomaten im Einsatz (Ich weiss, total verrückt)
    Einen Fishmate F14 für Staubfutter (Produkte von FM, TM und ReefPearls) 3 x zwischen 23:00 und 09:00
    Einen zur Fütterung von lebenden Artemia Nauplien und Phytoplankton (9 x zwischen 22:30 und 05:30) Siehe Bild
    Einen zur Fütterung von aufgetautem Frostfutter (12 x zwischen 19:00 und 08:00) (Lobster Eggs, Oyster Eggs, Cyclops und Brachionus) mit einem Waeco Milchkühler 0.5l. Die Installation ist noch in der Testphase, scheint aber gut zu funktionieren

    Aufwand für die Fütterung ca. 1/2h bis 45min pro Tag. Mit den Futterautomaten wurde es deutlich weniger (vorher über 1h/Tag). Ich bin auch meine Tubis am reduzieren, da ich diese noch direkt alle 2-3 Tage gefüttert habe.

    Wasserwerte:
    NO3 zwischen 5 und 15 mg/l
    PO4 zwischen 0.2 und 0.4 mg/l
    Kh bei 6.5 konstant
    WW 10% pro Woche mit HW Professional Sea Salt

    Bilder mal ein paar. Die anderen sind mit meinem Computer grade in Berlin :winking_face:

    Lg Marco

    Hallo jana
    So schlecht sieht die gar nicht aus. Zumindest auf dem bild ist kein gewebeverlust erkennbar. Versuchs mal mit fauna marin ultramin d. Alex rügamer hat damit eine lila menella zum öffnen gebracht. 1/2 h baden und ich würde sie in ziemlich starke strömung stellen
    Lg marco


    Sent from my iPhone using Tapatalk 2

    Hallo

    Aktuelles update zu meinem Experiment: Der aktuelle Zustand ist ein bisschen zwiespältig. Ich hatte die Dosis Bacto Balance auf 1ml/Tag erhöht, bin aber mittlerweile auf 0.6ml zurückgegangen und werde vermutlich weiter reduzieren. Ich konnte zwar keine Algenblüte beobachten aber das Bakterienwachstum hat ein Ausmass angenommen, dass vielen Korallen nicht mehr gefallen hat.
    Nun die Beobachtungen zu den einzelnen Tieren.
    Eine Positive Reaktion sehe ich bei allen Tieren, die vermutlich von einer höheren Dichte an "Bakterienplankton" profitieren. Schwämme und Röhrenwürmer zeigen ein erfreuliches Wachstum. Zwei Kolonien von Seescheiden, die seit zwei Wochen im Becken sind, habe ich als Experiment eingesetzt (Clavelina robusta und Rophalaea crassa). Ich bin gespannt ob sie von dem für Filtrierer positiven Milieu profitieren können. Nachdem die Clavelina fast vollständig von einem spezialisierten Strudelwurm gefressen wurde (habe den mittlerweile entfernt), scheint sie wieder Zooide auszubilden.
    Die Gorgonien stehen weiterhin gut und hier macht mir vor allem die Eugorgia grosse freude. Ich hatte vor drei Wochen ein weiteres Exemplar in Pflege genommen, das schon starke Degenerationsmerkmale trug. Die Koralle wurde in 3 Teile fragmentiert und an verschiedenen Stellen im Becken verteilt. Von den 3 Fragmenten haben sich zwei sehr gut erholt und das Gewebe ist eindeutig dicker geworden. Das eine Fragment stand an einer Stelle mit zu wenig Strömung und war dann nicht mehr zu retten. Die Menella wächst weiterhin sehr gut und auch die Euplexaura ist nach einer erneuten Häutung meist expandiert. Die Diodogorgia war bis vor 3 Tagen offen und macht nun eine ihrer Pausen. Bei der Nephthyigorgia bin ich mir nicht sicher aber ich glaube dass sie sich ein wenig zurückgebildet hat.
    Die Weichkorallen (Capnella, Lobophyton und Klyxum) stehen ausgezeichnet und auch die Neospongodes sowie die Pseudoplexaura sehen sehr gut aus.
    Bei den LPS ist das Bild unterschiedlich. Cynarina, Cycloseris Turbinaria und Goniopora wachsen eindeutig. Die Duncanopsammia und Caulastrea sind stationär, die Blastomussa merletti tut sich schwer und die Acanthastrea ist verschwunden. Auch die Scheibenanemonen bilden sich zurück und die eine Zoanthus Kolonie ist auch am verschwinden. Alle Korallen, die Probleme haben, hatten diese schon vor dem Einsatz von Bacto-Balance. Die Acanthastrea ist nie richtig gewachsen und mit Scheiben und Krusten hatte ich schon immer Probleme.
    Die Cyanos im Refugium sind wieder nahezu vollständig verschwunden. Im Korallenbecken waren sie zu keiner Zeit vorhanden. Die Anzahl Copepoden und Amphipoden hat drastisch zugenommen was ich auf die erhöhte Bakteriendichte (Biofilme) zurückführe.
    Die Tubastreas zeigen sich wie erwartet unbeeindruckt von den Massnahmen. Einzig die Fütterung mit Artemia Nauplien über den Lebendfutterautomaten scheint ihnen zu gefallen. Vor allem zwei Tiere (verm. Dendrophyllias), mit denen ich bisher grosse Probleme hatte, expandieren täglich mehr.
    Die Sleronephthya ist ein Wackelkandidat. Nachdem ich sie schon fast abgeschrieben hatte, begann sie plötzlich wieder Polypen zu zeigen und wächst tatsächlich. Das führe ich aber nicht auf das BB zurück sondern, was ich nie gedacht hätte, auf die Fütterung mit Artemia. Die Korrelation zwischen Anfang der Fütterung und erneutem Wachstum ist sehr eindeutig.
    Die Wasserwerte sind weiterhin unverändert. NO3 liegt bei 8mg/l und PO4 bei 0.4 mg/l. Bei PO4 sind aber offenbar grosse Depots vorhanden die ich aktuell versuche mit dem Einsatz von Diakat B abzubauen.

    So das wärs, Bilder mach ich dann mal bei Gelegenheit

    Lg Marco

    Hallo Norbert

    Spannende Idee! So was in die Art wäre auch mein Wunschbecken, hätte ich denn den Platz. Etwas würde ich allerdings anders machen. Ich würde den dunklen Bereich in den Vordergrund nehmen und gegen Hinten heller und offener gestalten. So quasi der Blick aus der Schlucht ins offene Riff. Die Tiefenwirkung wäre meiner Meinung nach noch deutlich gesteigert. Durch eine entsprechende Rückwandfolie könnte man sogar einen Effekt der unendlichen Weite schaffen. Das sauber halten der Rückwand sollte mit dem Set-up auch kein Problem sein und die Schattenzone im Vordergrund verhindert die Veralgung der Frontscheibe. Ein nach hinten dunkler werdendes Becken staucht meiner Meinung nach die optische Tiefenwirkung doch massiv.

    Lg Marco

    Hallo Dirk

    Mach mal ein Bild der Alge. Ich hatte das mit meiner Halymenia. Allerdings ist die nicht gestorben sondern hat sich offenbar einfach den Lichtverhältnissen angepasst. Macroalgen dauerhaft und in einer entsprechenden Vielfalt zu halten ist definitiv grosse Kunst. Da sind die meisten Korallen einfacher. Denen sieht man es relativ schnell an wenn was nicht stimmt. Bei den Algen ist es dann meist zu spät. Eine Zudosierung von Eisen und Jod könnte auf jeden Fall helfen.

    Lg Marco

    Hallo Alex

    Hab noch ne Frage zu deinem Futterautomaten. Sorgst du irgendwie dafür, dass das FroFu durchmischt wird oder hast du es so dickflüssig angesetzt, dass es keine Rolle spielt, wenn es sich absetzt? Ist die Dosierpumpe auch gekühlt? Was geschieht mit dem Futter das in den Futterpausen im Schlauch bleibt?

    Fotos des Automaten wären wirklich nett :winking_face:

    Lg Marco

    Hallo Hans-Werner
    Klar, könnte man, wenn man eine hätte;-). Scherz beiseite, Schlauchquetschpumpe bei Frostfutter ja, bei Lebendfutter hätte ich bedenken wegen dem wort quetsch. Zudem kann ich die schläuche in denen das medium während der Futterpausen steht extrem kurz halten. Bei schlauchpumpen hab ich rein konstruktionsbedingt viel längere schläuche. Zudem macht selber basten einfach mehr spass und das ganze kostet ohne luftpumpe ca. 40 euro
    Lg marco


    Sent from my iPhone using Tapatalk 2

    Hallo Mirco

    Passt zwar nicht unbedingt in das board aber hier mal Bilder. Ist nicht meine Erfindung, hab ich von jemandem aus dem .at Forum.
    Was du dazu brauchst ist:

    • Eine Petflasche
    • Luftschlauch
    • Gardena Absperrhan und "Nippel"
    • Magnetventil --> Conrad Nr. 582341 oder ähnliches aus Kunststoff mit genügend grosser Öffnung wegen verstopfen
    • Abschlusskappe Magnetventil (finde ich nicht mehr aber hatte ich nicht gekauft, habs aber mit Silikon verschlossen)
    • Netzgerät für das Ventil --> Conrad Nr. 512799
    • Sekunden Zeitschaltuhr --> Terraristik Bedarf
    • Luftpumpe


    Das Ganze funktioniert wie einer Artemia Zuchtflasche nur unten mit dem Magnetventil. Die Zeitschaltuhr hat 9 Einstellungen pro Tag. Hab jetzt allerdings eine bestellt, die kann bis zu 48 mal pro h schalten. Damit werde ich im 1/2h Intervall Füttern. Die benötigte Öffnungszeit für das Ventil musst du halt austesten. Einziger Nachtei ist, dass die Durchflussmenge pro Zeiteinheit mit sinkendem Pegel in der Flasche abnimmt. Das kannst du aber mit einem entsprechenden Zeitintervall steuern. Ich setzte die Flasche täglich neu mit Nauplien und Phytoplankton zur Anreicherung an und ein Luftschlauch von Oben dient der Luftversorgung (Blubber). Die Flasche wird täglich mit heissem Wasser gereinigt und zusammen mit dem Ventil wöchentlich mit medizinischem Alkohol gespült.
    Grundsätzlich kann man damit auch Copepoden (sogar Tigerpods) oder Brachionus verfüttern. Bei den Brachionus ist aber eine tägliche Reinigung zwingend. Ich überlege grade ob ich nach einem ähnlichen Prinzip auch einen Frostfutterautomaten bauen könnte. :grinning_squinting_face:

    Lg Marco

    Hallo Torsten

    Da hast du schon recht, nur Depots dürften nach 4 Wochen noch kein Thema sein, ausser der Inhalt war auch gebraucht. Fütterung sollte auch noch nicht der Schlüssel sein. Aber genaues wissen wir nicht :smiling_face:
    Lg marco


    Sent from my iPhone using Tapatalk 2

    Hallo

    Nitrat ist weiterhin auf 6mg/l und PO4 habe ich mit Diakat B auf 0.35 mg/l gesenkt. Zielgrösse wäre 0.1 mg/l zu halten. NP Bacto-Balance dosier ich weiterhin 1ml/Tag. Die Filtrierer stehen weiterhin ausgezeichnet und die beiden grossen Schwämme, die in letzter Zeit eher zurückgegangen sind wachsen auch wieder. Das führe ich aber eher auf die Zugaben von Silikat zurück, das ich über eine Beimischung von Leitungswasser zum Nachfüllwasser dosiere. Im Refugium wachsen seit der Zugaben von NP-Bacto Balance Cyanos an den Scheiben und auf dem Bodengrund. Habe sie nun mal abgesaugt und schaue wie sich das entwickelt. Ich hatte seit ich mit Azoo's arbeite noch nie Cyanos in nennenswerten Mengen.
    Meine Chaetomorpha linum stagniert im Wachstum und das trotz der Nährstoffe im Becken. Caulerpa ist blassgrün und wächst nicht. Scheint dass Bacto-Balance ein super Mittel zur Eindämmung von Algen ist :grinning_squinting_face: (Gel Linda!).

    Entgegen den Beobachtungen von Anderen, gefällt meinen LPS mit geringem Skelettanteil das aktuelle Millieu ausgezeichnet. Die Goniopora und die Cynarina sind aufgeblasen wie noch nie. Die Acanthastrea und Blastomussa zeigen dagegen deutliches Unbehagen. Die Caulastrea und Turbinaria sind dagegen unverändert.
    Den Azoos und allen voran den Gorgonien geht es ausgezeichnet.

    Lg Marco

    Hallo

    Habt ihr nur das Becken oder auch den Inhalt gebraucht gekauft? Falls der Inhalt ebenfalls gebraucht ist, dann besteht natürlich die Möglichkeit, dass durch die Umsiedlung einiges durcheinader geraten ist. Das heisst, die Verhältnisse sind gestört. Davon profitieren vor allem Pioniere wie Cyanos.
    Wie sehen die WW des Ausgangswassers aus - ihr verwendet Leitungswasser? Im Zweifel, würde ich eine Osmoseanlage sehr empfehlen! Ein UV-Klärer hilft bei Cyanos nicht wirklich, da Cyanos ja hauptsächlich substratgebunden sind und daher mit dem UV-Licht kaum in Kontakt kommen. Da gibt es aber sicherlich fundiertere Meinungen, da ich selber keinen habe.
    Ansonsten mal abwarten. Stellt mal Bilder ein, das hilft oft bei der Beurteilung.

    Lg Marco

    Hallo Marc

    Wie sieht Nitrat und Phosphat aus? Die roten Büschel sind sehr hartnäckig! Ausreissen ist eher kontraproduktiv, da sich kleinste Fragmente überall neu ansiedeln. Daher eher versuchen die Büschel abzusaugen. Bei mir sind sie bei Nitrat > 5mg/l nahezu vollständig verschwunden, da sie scheinbar eher tiefe Werte mögen. Du hast auch einige interessante höhere Algen im Becken (Botryocladia und die rote sich verzweigende Art). Ich würde grade diese Arten unterstützen, denn sie bilden eine Konkurrenz zu den anderen Arten und sind nicht invasiv. Zudem sind sie, wenn sie schöne Bestände bilden ausgesprochen dekorativ.
    Was hast du an Schnecken im Becken? Versuch möglichst verschiedene Arten von herbivoren Schnecken einzusetzen. Bei mir sind es vor allem Stomatellas die den Algen an den Kragen gehen. Und wie Armin schon geschrieben hat, die Einsiedler und Schnecken unterstützen indem du die Fadenalgen kurz hältst.

    Lg Marco

    Hallo Jens

    Da hast du sicher Recht. Nur entsprechen unsere Becken halt nicht wirklich der Natur und wenn der Fressfeind die "Plage" mal beseitigt hat, was dann? Ist er ein Spezialist verhungert er. Ist er kein Spezialist, dann widmet er sich vielleicht Organismen im Becken die wir nicht als Plage betrachten. Ich würde versuchen die Umweltbedingungen so zu ändern, dass das Wachstum der Röhrenwürmer eingedämmt wird oder das durch das Wachstum entstehende "Problem" kreativ zu lösen. Röhrenwürmer sind ja per se keine Plage, da sie andere Organismen nicht schädigen können. Zumindest wäre mir das neu.

    Lg Marco

    Hallo Sascha

    was gibst du in dein Becken, dass die so wachsen? Hast du keinen AS? Das mit dem Detritus sehe ich schon ein aber einen solchen Fall hab ich jetzt noch nie erlebt. Wenn du sie wirklich stören willst, dann musst du dafür sorgen, dass es dort eine starke und turbulente Strömung gibt. Das mögen sie nicht so. Du kannst versuche die Strömung auch nur zeitweise einzusetzen. Damit entfernst du den Detritus und die Würmer können vielleicht trotzdem bleiben. Fände es schade, wenn du sie vollständig vernichten würdest.

    Lg Marco

    Hi

    Seit Beginn der Dosierung von Bacto Balance haben sich die Wasserwerte forgendermassen geändert: NO3 von 20mg/l auf 6mg/l und PO4 von 0.5mg/l auf 0.39 mg/l. Der PO4 Rückgang könnte grösser sein, da ich dadurch Gefahr laufe, dass ein Ungleichgewicht zwischen den beiden Nährstoffen entsteht, In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass vor allem Cyanos und Dinoflagellaten von derartigen Konstellationen profitieren. Tatsächlich nehmen die Cyanos im Algenrefugium zu. Mittlerweile sind die Scheiben, der Bodengrund und die Algen betroffen. Auf den Weichkorallen und den Steinen hat es bisher noch keine.
    Die Korallen und Filtrierer stehen weiterhin sehr gut. Eine schon ziemlich angeschlagene Eugorgia sp. hat täglich mehr Polypen gezeigt und wurde heute fragmentiert.
    Die Tagesdosis Bacto Balance liegt weiterhin bei 1ml und das werde ich so auch mal beibehalten.

    Lg Marco

    Hallo Anette

    Ich hatte mal das zweifelhafte Vergnügen einen Ecsenius bicolor aus dem Becken fangen zu müssen, weil ich ihn abgeben wollte. Hab ihm zu diesem Zweck ein 16mm PVC Rohr als Versteck angeboten. Löcher sind für Schleimfische unwiderstehlich. Nach ein paar Tagen ging er da auch wirklich rein. Als ich ihn dann fangen wollte, weil sein neuer Besitzer ihn abholen wollte ging er da aber partout nicht rein. Hab dann den Stein in dem er sass als ganzes rausgenommen und einfach so lange über einem Eimer mit Wasser geschüttelt, bis ihm das zu blöd wurde und er raus kam. Kann aber muss nicht funktionieren. Die Lösung mit dem Röhrchen war eleganter. Fisch drin, Daumen drauf, hinten zu und fertig.

    Lg Marco

    Hallo Alex

    Ich dachte du bist ein grosser Fan des Staubfutters vor allem von FM :winking_face: ? Kann aber schon sein, dass das nicht vergleichbar ist mit Frofu. Hab mir das allerdings noch nie unter dem Mikro angeschaut. Bisher scheint es zu funktionieren. An die Reef Nutrition Produkte komme ich in der Schweiz leider nicht ran und die deutsche Vertretung ist irgendwie verschollen. Nächste Möglichkeit wäre UK, wenn da nicht der Schweizer Zoll wäre. Die bringen es fertig und lagern das für mich für 4 Wochen :loudly_crying_face: . Ich verwende halt Rotiferen von BCUK als Frostfutter was ja eigentlich nix anderes ist. Dito mit Oyster eggs, welche für die Kleinpolypigen auch gut sein sollten. Dekapsulierte Artemia hab ich noch nicht versucht aber werd ich mal anpeilen.
    Dein Frostfutterautomat würde mich mal wirklich interessieren. Du setzt den ja täglich neu an. Bei deiner Beckengrösse arbeitest du dann ja auch nicht mit 1kg sondern eher im Bereich von 5-6 Frostwürfeln. Mischst du aufgeteutes Frofu und frierst es wieder ein oder machst du die Mischung täglich frisch? Hast du das Futter in Bewegung?
    Wie gesagt, für die Menella, Diodogorgia und Nephthyigotgia werde ich wieder Artemianauplien dosieren. sobald die Cysten endlich geliefert wurden.

    Lg
    Marco

    Hallo Alex

    Ich hab halt kein reines Azoo-Gorgonien-Becken sondern ein Mischbecken, was der Quadratur des Kreises entspricht - ich weiss. Wie du ja bemerkt hast, füttern wir nahezu gleich. Ich gebe aber deutlich mehr Staubfutter zu, da ich auch zwei Gorgonien mit ziemlich kleinen Polypen habe (Eugorgia und Euplexaura). Pellets sind ein Versuch die Werte zu senken und zusätzlich die Filtrierer zu Füttern. Bei Nitrat klappt es, bei PO4 nicht. Daher setze ich natürlich auch PO4 Adsorber und AK ein. Ozon auch aber deutich weniger.
    Mit Nauplien meinst du Artemia Nauplien nehme ich an oder die von den Tiggerpods? Ich habe mit Artemia sehr gute Erfahrungen mit der Menella und der Diodogorgia gemacht. Ich füttere Artemien 9 mal täglich über einen Lebendfutterautomaten. Die Artemien werden mit Phyto angereichert. Phyto sonst gebe ich auch nicht zu.
    An spurenelementen gebe ich über balling light die entsprechenden Komplexe zu. Da ich ja auch SPS habe, brauche ich da geringe Mengen.
    Hauptunterschied dürfte wohl sein dass ich ein grosses Algen/DSB Refugium habe. Wie sich das in Zukunft bewährt wird sich zeigen.

    Lg Marco

    Hallo Hans-Werner

    Betreffend O2 mach ich mir eigentlich keine Sorgen. Ich habe zwei Überläufe in meinem System, den AS, ein Algenrefugium und ca 60fache Umwälzung im Riffbecken. Ich hoffe, dass vor allem die kleinpolypigen Azoo-Gorgonien auf das Safterl ansprechen. Meine unbekannte Gorgonie wurde von Harald als Eugorgia identifiziert und die hat noch immer ein ausgezeichnetes Polypenbild und ist praktisch permanent offen. Einzig eine Euplexaura zickt rum. Das hat sie aber schon vorher gemacht.

    Muss bei Gelegenheit auch mal Bilder einstellen

    Lg Marco

    Hi Alex

    JA, mach mal Bilder von deinem Automaten. Ich habe einen Lebendfutterautomaten mit dem ich Artemianauplien füttere. Die grosspolypigen Gorgonien, die Nephthyigorgia und die Tubis sind begeistert davon. Aktuell läuft er noch nicht weil ich grad im Urlaub war und keine Cysten mehr habe. Automat besteht aus einer 1l Pet-Flasche verkehrt aufgehängt mit einem Magnetventil das über eine Sekundenzeitschaltuhr gesteuert wird.

    Lg Marco

    Hi Alex

    Dass die Calanus den AS zum Absturz bringen hab ich relativ schnell rausgefunden. Ok, werd ich mal vermehrt Mysis füttern. Mit den Calanus hab ich halt gute Erfahrungen vor allem mit Dendrophyllias gemacht. Da machen meist auch die zickigsten auf. AS für 2000l ist ganz schön heftig. Mein Azoo-Becken hat nur ca 110l. Daran hängt ein 150l Refugium und ein 40l TB. Ich hätte gedacht, dass da ein AS für 600l reichen sollte. Mit den Pellets hab ich soweit keine schlechten Erfahrungen gemacht. Natürlich reagiern vor allem Schwämme und Röhrenwürmer positiv. Die sind mir als Filtrierer und verwerter von Detritus aber auch wichtig. Mit den WW bin ich ansonsten zufrieden und die Korallen scheints auch. Ausser meine Euplexaura die olle Zicke. Die häutet sich alle 2-3 Wochen, macht dann aber immer schön wieder auf und zeigt keinerlei Gewebeverluste.
    Ja ja, Azoos halten ist fast so aufreibend wie Kinder gross ziehen. Da gibt es immer eine die einem Sorgen bereitet. Immerhin haben alle meine drei Wochen Urlaub mit Minimalstversorgung gut überstanden.

    Lg Marco

    Hi Micha

    Futterpause ist von ca 06:00 bis 18:00 unterbrochen von einer Dosis Staubfutter mit Cyclopeeze über 3h verteilt. Die Frostfuttergaben erfolgen zwischen 18:00 und 23:30 und dann gibt es die ganze Nacht mehr oder weniger immer Staubfutter allerdings ohne Cyclopeeze. Die Gorgonien sind praktisch 7/24h offen. Nur die Tubis öffnen richtig erst mit dem Frofu. Ich denke schon, dass der AS auch bei Nasseinstellung Eiweiss entfernt. Zusätzlich soll bei dieser Einstellung auch Phosphat vermehrt abgeschäumt werden. Ich versuche mit dem AS vor allem die aus dem Pellets-Reaktor ausgespülten Bakterien zu entfernen um so einen Nährstoffaustrag zu erreichen. Die Pellets sind ja vor allem für den heterotrophen Nitratabbau im Einsatz. Phosphat können sie zwar auch abbauen, bzw. die Bakterien tun das ja aber nicht in dem Masse wie es ein Azoo-Becken braucht. Daher hab ich auch Adsorber im Einsatz.

    Lg Marco

    Hallo Zusammen

    Mich würde mal interessieren wie ihr mit der Problematik umgeht, dass der AS in Azoo-Becken aufgrund der hohen Futtermengen kaum eine richtige Schaumbildung hinbringt und daher die Abschäumung aus meiner Sicht eher suboptimal abläuft, wo sie doch grade in solchen Becken sehr gut sein sollte.
    Ich betreibe aktuell ein Azoo-Mischbecken mit DSB-Algen-Refugium und TB mit einem Gesamtvolumen von ca 300l. AS ist ein ATB Micro Size ausgelegt für 600l der mit Ozon betrieben wird. Zusätzlich laufen 200ml Bacto-Pellets von TM und PO4 Adsorber mit. WW sind NO3 10mg/l und PO4 0.5mg/l. Der AS ist aktuell ziemlich nass eingestellt weil ansonsten gar nix rauskommt. Die hohe Menge an Salzwasser, die dadurch verloren geht und über die Nachfüllanlage mit osmosewasser ausgeglichen wird, führt zu einer kontinuierlichen Reduktion der Salinität, welche permanent ausgeglichen werden muss. War nun 3 Wochen im Urlaub und hatte nun nur noch 32 PSU im Becken !
    Probleme gibt es logischerweise vor allem mit Frostfutter. Der hohe Fettanteil macht dem AS sehr zu schaffen. Aber auch das Staubfutter beeinträchtigt die Leistung enorm. Gefüttert wird mit FM und TM Staubfutter über einen FishMate F14 Futterautomaten 4 mal täglich sowie Frostfutter (Lobster eggs, Oyster eggs, Calanus, Rotes Plankton und Rädertierchen).

    Habt ihr futterlose Zeiten, in denen der AS sich erholen kann ?
    Schaltet ihr das TB nur periodisch zu ?
    Habt ihr mit einem bestimmten AS gute Erfahrungen gemacht?

    Ach ja, ich pflege Gorgonien (Diodogorgia, Menella, Euplexaura sowie eine kleinpolypige unbekannte Art), Nephthyigorgia, Tubastreas/Dendrophyllias sowie eine Scleronephthya. Die Tiere wachsen alle sehr gut ausser die Scleronephthya.

    Oder wie geht ihr allgemein mit der Problematik um?

    Danke für eure Erfahrungen

    Lg Marco

    Hallo Zusammen

    Seit dem 13.07. setze ich nun Bacto Balance in der Anfangsdosis von 0.7ml/Tag ein. Da ich jetzt drei Wochen im Urlaub war, konnte/wollte ich die Dosis nicht erhöhen. Folgende Veränderungen nach Rückkehr aus den Ferien sind zu beobachten:

    • Massives Wachstum von kleinen Schwämmen überall im Becken
    • Starkes, schubartiges Wachstum eines Protula bispiralis (2cm neue Röhre gebildet und Krone deutlich grösser)
    • Sehr gutes Polypenbild bei allen LPS (Goniopora, Caulastrea, Cynarina, Turbinaria)
    • Gesteigertes Wachstum bei Montipora digitata
    • Vergrösserung der Krone bei einem Sabellastarte magn. um ca 30%
    • Azoo Gorgonien unverändert (leichter Rückgang infolge reduzierter Fütterung aber kein Problem diese wieder zu "mästen")
    • Tubastreas unverändert (leichter Rückgang infolge reduzierter Fütterung)
    • Leichte Bildung von Cyanos an den Scheiben im Algenrefugium
    • Wasserwerte unverändert (NO3 10mg/l, PO4 bei 0.46mg/l)

    Da die Fütterung der Tiere aufgrund meiner Abwesenheit um ca 50% reduziert war, hätte ich mit einem Rückgang der NO3 und PO4 Werte gerechnet. Kann aber natürlich auch sein, dass dies dem fehlenden Wasserwechsel in der Zeit anzurechnen ist. Werde nun die Menge der Pellets langsam erhöhen und die Zugaben von Bacto Balance langsam auf den Maximalwert steigern. Algenblüte wie von Hans-Werner beschrieben blieb bisher aus. Ozon war wärend der Urlaubszeit komplett aus.
    Lg Marco

    Hallo Alex

    Sieht schon mal vielversprechend aus. Mir ist allerdings deine Strömungsanordnung noch nicht klar. Hast du da vielleicht noch mehr Bilder und eine genaue Beschreibung? Die Streams saugen das Wasser ja aus dem TB. Wie hast du den Rücklauf realisiert? Du hast eine Verlängerung der Ansaugseite des AS direkt ins Becken gemacht, warum das? Finde den Ansatz sehr interessant und überlege mir auch sowas nachzubauen.

    Lg Marco

    Hallo Hans-Werner

    Ok dann werde ich es mal mit der Kombi Ozon und AK versuchen. Ich kippe ja aktuell Phyto ins Becken. Wenn das in Zukunft von alleine wächst und das mit den Hemmstoffen durch die genannten Massnahmen verhindert werden kann, dann wäre das doch auch nicht schlecht :grinning_squinting_face: . Was würdest du als Anfangsdosis empfehlen bei einem Netto-Volumen von ca 270l?

    Lg Marco

    Hallo Hans-Werner

    Das Thema Hemmstoffe beschäftigt mich auch schon geraume Zeit. Ich habe das aber eher im Zusammenhang mit Macroalgen beobachtet. Ich hatte einen grossen Busch Sargassum im Refugium und null Wachstum bei Caulerpa, Chaetomorpha etc.. Ich konnte sogar einen Rückgang der anderen Macroalgen beobachten. Auch die zooxanthellaten Korallen waren not very amused und erst nach dem vollständigen Entfernen des Sargassum hat sich die Lage normalisiert. Ich setze aktuell Ozon im Dauerbetrieb ein. Sicher, Ozon in der von mir eingebrachten Menge hat kaum einen Einfluss auf die Algen aber das sollte doch zumindest die Hemmstoffe zerstören. Oder sehe ich das falsch? Eventuell müsste zusätzlich zum Ozon auch noch Aktivkohle in grösseren Mengen eingesetzt werden. Das finden aber meine Gorgonien, allen voran die Diodogorgia nicht so cool.

    Spannendes Feld das sich da auftut

    Lg Marco

    Hallo Hans-Werner

    Danke für das Feedback. Interessant die Geschichte mit den mixotrophen Phytoplanktern. Das dürfte dann vor allem in einem Becken wie meinem, mit relativ starker Beleuchtung, zum Problem werden. Wie erklärst du dir das, dass die Filtrierer - gilt das auch für Schwämme - das gesteigerte Wachstum an Phytoplankton nicht mögen? Siehst du in den Becken eine positive Reaktion des Zooplanktons? Normalerweise vermehrt sich dieses ja nach Zugabe von Phyto eher besser. Hmm UV-Klärer wird ja eh empfohlen bei Azoo-Haltung. Muss ich mir mal überlegen. Ich denke, ich werde nach meinem Urlaub mal einen Test starten.

    Lg Marco

    Hallo

    Ich betreibe ein Mischbecken mit einigen Azoo's (Tubastrea, Dendrophyllia, Diodogorgia, Menella, Nephthyigorgia, Scleronephthya, Euplexaura sowie LPS, Weichkorallen und eine Montipora digitata). Das Becken hat 120l Volumen und wird mit einem 160l DSB / Algenrefugium sowie einem 50l TB im Bypass betrieben. Neben AS (ATB Mikro Size) setze ich Ozon und TM-Bacto-Pellets sowie Diakat B ein. NO3 liegt bei 20mg/l und PO4 bei 0.5mg/l. Zusätzlich dosiere ich 0.2ml Alkohol reinst (100% Laborqualität). Die Gorgonien haben eine höhere Dosierung von Alkohol nicht vertragen, da sich auf den Ästen Beläge gebildet haben. Die Sclero war für mehrere Wochen zu zeigt aber seit der Reduktion des Alkohols deutliches Wachstum. Auch alle anderen Korallen stehen gut. Einzig die LPS und SPS hben mehr und mehr Mühe mit den Werten. Ich würde die Werte gerne auf 5mg/l No3 und 0.1 mg/l PO4 senken und habe an den Einsatz von Bacto Balance gedacht. Die meisten setzen das Mittel ja bei niedrigen Werten ein. Ich bin mir aus den ganzen Informationen hier im Forum nicht sicher, ob ein Einsatz in meinem Becken zielführend wäre.

    Besten Dank für Feedback
    Lg Marco

    Hallo Alex

    Falls noch aktuell, ich füttere meine Gorgonien unter anderm auch mit dem Fishmate f14. Ich find das Teil echt für diesen Zweck toll geeignet obschon so vom Entwickler vermutlich nicht geplant ;-). Ich habe 4 Fütterungszeiten eingestellt. Pro Fütterungszeit gibt der Automat über ca 2h Stunden langsam das Futter ins Becken. Allerdings bleibt jeweils 1/4 drin. Der geht dann bei der nächsten Fütterung vor dem eigentlichen Zeitpunkt rein. Somit dauert jedes Intevall ca 3h. Ich Füttere ebenfalls FM Produkte und da gibt es kein Verkleben. Der Automat ist in 3 Minuten gereinigt und ich brauche 2 Minuten um ihn zu befüllen.

    Lg Marco