Beiträge von Rüdiger Roxlau

    Ich hab einen 6cm großen Schmetterer im Hauptbecken, den wir dort nicht herausbekommen. Nun wird er einfach manchmal mitgefüttert und lässt alle anderen Insassen in Ruhe. Muss aber auch nicht immer so glimpflich abgehen. Denk mal eine frisch gehäutete Weißbandputzergarnele hat er vor einem Jahr erwischt :grinning_squinting_face:

    Ansonsten: Artenbecken :wink

    Gruss

    Rüdiger

    Das kommt jetzt echt auf den Abschäumer an. Du kannst die Innenabschäumer ja zur Not auch auf eine Unterlage stellen, falls der Wasserstand zu hoch sein sollte. Von daher würde ich den Wasserstand für den Abschäumer auf 25 oder 30cm fixieren.

    In unserem neuen Technikbecken kommt z.B. ein H&S F200 2xAquabee 2001 zum Einsatz, der einen max. Wasserstand von ca. 25-28cm verkraftet (Händler hat den gleichen an der Korallenanlage stehen).

    Wenn dein Unterschrank hoch genug ist, lieber ein bisschen höher den Wasserstand, etwas unterlegen kann man immer.

    Gruss

    Rüdiger

    Klaus Jansen hatte grad geschrieben, das MDF für den Aquarienbau völlig ungeeignet ist, da es Wasser wie ein Schwamm aufsaugt. Ich kann dem nur beipflichten, die Platten dehnen sich dabei sehr aus und verformen sich massiv.

    Wenn du die Platten wirklich verwenden willst, dann versiegel sie sehr sehr gründlich. Ich würde sie nicht einbauen, lieber versiegelte Multiplex oder Siebdruckplatten.

    Gruss

    Rüdiger

    edit: Joe war schneller :grinning_squinting_face:

    Ich richte mir das Becken primär aus Eigennutz ein, also nach meinem Geschmack und unter dem Hauptaspekt, das die ausgesuchten Bewohner es halbwegs gut haben (wenn man sie denn schon hält).

    Wenn ich Natur sehen will, gehe ich tauchen :grinning_squinting_face: Die Natur hat Dimensionen, welche im Aquarium einfach nicht zu realisieren sind. Nicht mal mit sehr viel Geld und viel gutem Willen, das sieht man doch selbst in den Großaquarien.

    Von daher ist "naturnah" zwar ein guter Ansatz, die Frage ist eben, zu welchem Prozentsatz das zu realisieren ist, m.E. nur zu einem sehr geringen.

    Von daher ist es doch zäh, über den reinen Geschmack von jemanden zu philosophieren.

    Ich finde das Becken schon beeindruckend, wären mir aber auch zu viel SPS, zu wenig Schwimmraum und viel zu bunt.

    Gruss

    Rüdiger

    Naja, man hat im Riff natürlich immer einen erklecklichen Anteil an abgestorbenen Flächen - z.B. durch aufgewirbelten Sand bei höherer Dünung - welche noch nicht, oder nur sehr dünn, besiedelt sind. Das meinte ich mit "nicht attraktiv", wer will schon quadratmeterweise abgestorbene Fläche im Aqua haben, oder eine Korallenart, die sich auf das ganze Beckenmaß ausdehnt. In "echt" sind eben die aus dem Aquarium bekannten Arten immer einen Tick größer, das würde im Aqua dann überdimensioniert oder langweilig aussehen.

    Gruss

    Rüdiger

    OT: Der Franzosenkaiser ist mir nach dem Bild fast noch an den Kopf geschwommen, weil ihn ein Artgenosse da weggejagt hat :grinning_squinting_face:

    Hi Frank :wink

    Ja, ich hab dich angesprochen :grinning_squinting_face:

    Stimmt, dein Becken kommt rein optisch schon nah an natürlich gewachsene Riffe ran. Die meisten versuchen doch aber möglichst viele Arten in einem Aqua zu halten, allein schon wegen der Optik.

    Man muss dann natürlich auch in Kauf nehmen, das (teure) SPS mal von Weichkorallen oder Schwämmen überwuchert werden. Ich denke mal auch, wenn ein Schwamm anfängt, mehr als 50% deiner Beckengröße zu überwuchern, wirst du schon gärtnerisch tätig, in der Natur ist das egal. Dann wächst auf ein paar Quadratmetern eben nur Schwamm.

    Du wirst in einem von Menschen gestalteten (Privat-)Aqua immer Tiere zusammen halten, welche in der Natur nie zusammen vorkommen werden, Fische sowohl als auch Korallen. Aquarien werden nach Geschmack eingerichtet, dein "naturnaher" Geschmack muss nicht unbedingt etwas mit der wirklichen Natur zu tun haben. Das ist jetzt keine Kritik an der Optik, ich finde deine Becken nach wie vor sehr schön, entspricht aber der Realität.

    Deswegen von mir als Taucher einfach der Grundsatz: Aquarien sehen NIE aus wie das Riff. Hat sich bisher immer wieder bewahrheitet und wird auch so bleiben.

    Gruss

    Rüdiger

    Zitat

    Original von Frank Mohr
    Hallo Klaus :smiling_face:


    Mag sein, nur will man wirklich genau solche Anschnitte des Riffs nachahmen? Also ich hab lieber die Ecken wo viele bunte Fische das Leben im Riff bestimmen :winking_face:
    Gruß Franky

    Bestimmt nicht, aber das hat Peter damit vermutlich auch nicht ausdrücken wollen. Im Riff wird man eine solchen Anzahl verschiedener (SPS) Korallenarten auf so kleinem Raum, wie ein Aquarium es nunmal darstellt, einfach nicht finden. Sicher ist alles voller Leben, nur sind das bei weitem nicht nur Korallen, sondern auch Schwämme, Algen, abgestorbene Flächen etc. Meist setzt sich eine Spezies durch, die dann diesen Riffabschnitt dominiert, das kann auch durchaus eine 2m³ große Porites oder eine Acroporaart auf 50m² Fläche sein. Die dominierende Art ist also oft größer als das Aquarium an sich.

    Will nur sagen kein heimisches Aquarium kommt auch nur annähernd an die Zustände im reellen Riff ran, das will man aus optischen Gründen auch nicht, hier ist ja eher höchste Artenvielfalt auf kleinstem Raum angesagt.

    Beispielbild unten, willst du so eine Optik wie im Hintergrund im Becken haben ? Wohl kaum :winking_face:


    Gruss

    Rüdiger

    Für jene, die das noch ncht wussten:

    Wolfgang Groß von der Amazonas und Seewasser Zentrale Berlin, welcher hier schon mehrfach als ein fairer und sehr guter Händler hervorgehoben wurde, ist nun in neue Räumlichkeiten gezogen und hat durch eine stärkere Konzentrierung auf den Servicekundenbereich auch andere Öffnungszeiten.

    Der neue Laden ist wesentlich heller und freundlicher als das alte Souterrain und verfügt nun über eine gemütliche Sitzgelegenheit zum Plauschen. Das Angebot ist nach wie vor prima, es ist alles da, was man so braucht, aber mehr ebend auch nicht. Der Handel mit Seewassertieren beschränkt sich nunmehr auf Korallen, Fische bietet er aus verschiedenen Gründen nicht mehr an. Die Preise für die Korallen sind sehr fair, auch ist die Auswahl meist gut.

    Hervorzuheben ist nach wie vor die faire Beratung für die Kunden. Da er primär von Stammkundschaft lebt ist die Beratung immer fair und direkt, er versucht einem weder "seine" Sachen aufzuquatschen noch gibt er unnütze Tips, die letztendlich nur in ein Verkaufsgespräch münden. Er lehnt auch mal lukrative Showaquarien ab, wenn es nach seiner Meinung nicht vorteilhaft für die Tiere durchführbar ist. Von daher nach wie vor die für mich beste Adresse in Berlin

    Aquaservice Wolfgang Groß
    Discusfische u. Meerwasser
    Hobrechtstr. 48
    12047 Berlin Neukölln

    Tel./Fax: 030/613 43 46

    Öffnungszeiten: Mi-Fr 12-19 Uhr , Sa 10-14 Uhr

    Gruss

    Rüdiger

    Mmmh, ich denk mal, das kommt auch auf den Aufbau und die Einrichtung des Beckens an, wie die Wavebox läuft, oder ? Ich wollte es auf jeden Fall mal versuchen, finde die Wasserbewegung echt toll.

    Wir wollen das Becken ja sehr locker einrichten, deswegen auch "nur" 100kg Lebendgestein und vielleicht 30-40kg Lochgestein für den Unterbau. Soll mehr Schwimmraum als Platz für Korallen da sein und richtig große Sandflächen. Sonst würde ich ja nicht so viel Platz brauchen :grinning_squinting_face:

    Vielleicht können Leute mit so großen Becken mal Bilder von Ihrem Aufbau posten, wär echt toll als Anregung. Man weiss ja schon so ungefähr, wie es aussehen soll, aber sicher ist man sich ja nie :grinning_squinting_face:

    Gruss

    Rüdiger

    Hi Ingo :wink

    Dank dir für die Tips. Den Schacht werde ich jetzt auc in der Mitte planen, ist denke ich für den Oberflächenabzug auch am Günstigsten. Das werde ich heute aber noch mal mit meinem Aquabauer durchsprechen, was er davon hält.

    Die OSCI MOTION hatte ich schon mal auf Roberts Seite bewundert, ist mir aber atm zu teuer. Aber das kann man ja später noch nachrüsten.

    Bin am überlegen, wie ich das Technikbecken gestalte. Ich würde mir gerne die Möglichkeit eines kleinen Jaubert Refugiums offen halten, und deswegen das Technikbecken eher etwas zu groß planen.

    Gruss

    Rüdiger

    Ich wollte den Thread nur noch mal aus der Versenkung holen, um zu sagen, das die Beckenplanung nicht umsonst war.

    Die Untermieter sind voraussichtlich zum 01.10.2005 aus der Wohnung raus, dann wird renoviert und dann kommt das neue Becken im Wunschmaß ~1300L. Ob nun 80, 90 oder 100 tief wird sich zeigen :grinning_squinting_face:

    Ich lass mir jetzt in den nächsten 6 Wochen Angebote machen und werd weitere Fragen dann in einem Extra Thread stellen (die garantiert kommen werden)

    *stöhn* Das gibt Arbeit :grinning_squinting_face:

    So long :wink

    Rüdiger

    Zitat

    Original von Alexander Grah
    nun, WENN du filterst, wird der filter ruckzuck voll und du darfst ihn täglich oder alle zwei tage saubermachen. wenn du nicht filterst, liegt der drek halt im technikbecken oder sonstwo und fällt auch nicht weiter auf. wie gesagt, unser wasser ist ziemlich klar und auf dem boden liegt auch nix...

    War früher auch meine Meinung, seh ich mittlerweile anders. Wir haben das Becken fast ein Jahr ohne Filter betrieben, bis sich wirklich jede nicht so gut umströmte Ecke der Bodegrund mit nicht sichtbarem Mulm zugesetzt hatte. Der Dreck ist halt da, auch wenn man ihn nicht immer sieht.

    Folge war das Phänomen was Ilja beschrieben hatte, immer wenn man oder etwas was im Becken gemacht hat, war das Wasser trübe wie blöd und wurde erst nach ein paar Stunden wieder klar. Letzten August wurde mir das dann zu viel und ich habe einen Schnellfilter an unsere JBL Pro Flow 1000 gehangen. Zusätzlich saugen wir beim Wasserwechsel immer noch kräftig Bodengrund und Mulm ab und haben eine Filtermatte zusätzlich im Technikbecken, damit in Klarwasserkammer nix mehr ankommt. Die Watte wird alle 2-3 Tage gewechselt.

    Seitdem ist das Wasser deutlich klarer geworden und wir haben die Gammelecken im Griff. Die Optik hat dadurch deutlich gewonnen m.E. nach.

    Gruss

    Rüdiger

    Also bei uns hat nachhaltig nur Salzsäure geholfen, ansonsten waren die Glasrosen immer nach spätestens einer Woche wieder da.

    5h sind da nichts, wenn die nach ein paar Tagen nicht wieder auftauchen, sind sie definitiv weg. Glasrosen sind verdammt hart im Nehmen, nur eine Zelle reicht aus, um ein neus Tier zu erzeugen.

    So was hatten wir zu Anfang im Becken, die Große war nur mit Salzsäure weg zu bekommen:

    Gruss

    Rüdiger

    Wir hatten damals, nachdem das Salz initial reinkam, uns irgendwie eine Bakterieninfektion und eine damit verbundene Wassertrübung zugezogen. Diese ging schlagartig nach dem Einbringen des Lebendgesteins weg. Also wenn die Trübung bestehen bleibt, nicht verunsichern lassen, sondern ruhig das Lebendgestein einbringen.

    Gruss

    Rüdiger

    Da gibts mehrere Möglichkeiten (ich kenne jetzt das Anthias 120 nicht direkt ist aber immer das Gleiche bei den Abläufen). Soweit ich das gesehen habe, ist der Schacht ja qusi "rohrlos".

    1. Blaue Filtermatte in den Ablaufschacht klemmen und regelmäßig auswaschen (bringt wenig, wenn der Ablauf am Boden ist)

    2. Kugelhahn in die Verrohrung bauen (eh empfehlenswert bzw. ein Muss) und Wasser zurückstauen, so das die Plätschergeräusche minimiert werden.

    3. Durso-Verrohrung in den Schacht bauen --> Durso Standrohr

    Gruss

    Rüdiger

    <seufz> :frowning_face: Leben geht weiter aber im Becken fehlt was

    Wir haben ihn gestern noch aus dem Becken geholt und etwas "untersucht". Sein Bauch war von der Konsistenz her wesentlich weicher als der Restkörper. Von daher könnte die Diagnose von Christine stimmen, aber um so etwas zu bestätigen fehlt mir natürlich die Ahnung.

    Caulerpa frisst er nur tagsüber ein wenig, meist Algen vom Aufbau aber eben auch viel Frostfutter.

    Beim Händler waren Massen Caulerpa im Becken und da hat er vor unseren Augen schon sehr viel gefressen. Im Händlerbecken war er nach der Aussage des Verkäufers schon 4 Wochen, könnte da also in der Zeit schon sehr viel Caulerpa verspeist haben. Gekauft haben wir ihn schon mit dem dicken Bauch, dachten, er ist gut genährt.

    Boh, wir sind echt betrübt

    Hallo

    Ich hatte vor einer Stunde schon das merkwürdige Verhalten unseres Salaris bemerkt, jedoch nicht weiter beachtet. Er schwamm nicht weg, als ich ans Becken rantrat und außerdem ging er nicht ans Futter, was für ihm schon sehr außergewöhnlich ist. Ansonsten sah und sieht er ganz normal aus, keine weiteren äußerlichen Anzeichen.

    Grad haben wir mit der Futterzange mal angestupst, keine Reaktion, also er bleibt ganz einfach liegen. Fressen tut er nach wie vor nicht. Er atmet auch ziemlich schnell, aber das macht er eigendlich immer.

    Seitdem wir ihn haben, also seit ca. 3 Monaten, hat er schon einen sehr dicken Bauch (kleiner Fetti) und frisst quasi alles: Flocken, Caulerpa, Noris, alle Arten von Flockenfutter. Die Sache kommt ziemlich plötzlich, gestern frass und verhielt er sich noch völlig normal.

    Allen anderen Fischen geht es gut, keine Anzeichen von irgendwas. Was kann das nur sein ??

    Sind ein bisschen in Panik :winking_face_with_tongue:

    Hier noch mal der dicke Bauch, Foto ist ca. 2 Wochen alt:

    Kaltlichtkathode ist aber auch schon ganz schön hell, da wär ich auch unruhig :grinning_squinting_face: Wird wohl am Wechsel gelegen haben.

    Mir wär eine Kaltlichkathode zu hell für die Fische, die sollen ja noch schlafen können

    Gruss

    Rüdiger

    BJ befällt wohl lt. Literatur primär LPS, bei uns konnte ich aber durchweg gegenteilige Beobachtungen machen. Am meisten betroffen sind bei uns Weichkorallen (Pilz-, Fingerleder), danach kommen gleich die SPS und an LPS hatte ich erst einen Fall von BJ, eben die genannte Goniopore, welche wieder genesen ist. SPS scheinen ab einer gewissen Erregerdichte im Becken sehr anfällig dafür zu sein. Wenn man sie dann noch wechselnden Parametern (Beleuchtung, Strömung) aussetzt, kann es plötzlich zur Infektion kommen. Meist fängt diese am Fuß an, und setzt sich dann innerhalb von 2-3 Tagen bis in die Spitzen fort. Das Problem hierbei ist, das man das betroffene Gewebe nicht vollständig aus dem Kalkskelett entfernen kann und sich der Erreger damit immer weiter nach oben fressen kann. Man kann lediglich versuchen, ein Ausbreiten auf andere Korallen durch Absaugen des "Jellys" zu minimieren. Falls ein solcher brauer Brocken von Erregern auf eine andere Koralle (egal ob SPS.LPS oder Weich) trifft, ist die Infektionsrate nahezu 100%

    Deswegen bin ich dazu übergegangen, Korallen, welche von BJ befallen sind, entweder radikal zu bescheiden (Weichkorallen, SPS) oder, falls möglich, sofort aus dem Becken zu entfernen.

    Gruss

    Rüdiger