Beiträge von Niederbayer

    Sers StefanR!

    aber für mich steht fest, da stimmt grundsätzlich etwas nicht, habe Analysen von Triton hier liegen und frage mich, woher kommt ein fünffacher Lithium-Wert, ein erhöhtes Kupfer und Aluminium und das trotz großen Wasserwechsel?
    Meine restlichen Werte sind super, auch Licht und Strömung und trotzdem wächst nichts, nein es geht sogar genug ein.

    Hast Du das Wasser vor dem großen WW auch mal gemessen? Und das Thema Strontium? Wird ja auch mit dem Wachstum von Kalkrotalgen in Verbindung gebracht, wobei das m.E. möglicherweise ein Gerücht ist, denn wenn man Artikel von Leuten liest, die man als Fachleute bezeichnen würde, steht da, dass Kalkrotalgen gar kein Strontium einlagern können.

    hajo: 1. Bin wie n Verrückter am Haus bauen, will ja bald einziehen und 2. Abgerechnet wird zum Schluss :smiling_face_with_sunglasses:

    Ich habe für mein neues Becken Keramik von Riffsystem geordert. Insbesondere wegen der positiven Sichtweise von Jörg Kokott - ich werde das Becken auch mit Sangokai betreiben - und einiger Referenzen von schnell besetzten und gut laufenden Becken. Lt. Hersteller ist die RK die einzige, die wirklich nix ans Wasser abgibt und in der alles Silikat gebunden ist. Man benötigt wohl auch keine Silikatadsorber und auch kein spülen. Letztlich war ich auch Vor-Ort und hab mir die RK angesehen: Sehr strömungsoptimale Strukturen. Aber das ist ein anderes Thema. Ich bin gespannt ob sich bei mir schnell KRA ansiedeln werden.

    Was m.E. auch noch ne interessante Frage wäre, inwieweit ein LS/Algen Refugium vorhanden ist (ich werde eins im Bypass einbauen) und wie das betrieben wird? @StefanR: Ich glaube du hast eins, oder?

    Hi!

    jedoch würde ich mal behaupten, mit weniger Performance, wenn es um das Thema CL geht und höherem Preis.

    Ich denke da kann man genauer hinsehen. Die A200 liefert maximal 17m³/h bei 200W, die 230W Speedy liefert bei 200W 18,4m³/h. Ok, dass sind ca. 8% mehr aber irgendwie auch nicht soooo wirklich viel Unterschied finde ich. Der höhere Preis ist auch relativ. Die RE 230W kostet 1160.- bei RE und die A200 bei Mrutzek abzgl. 3% Skonto 1163. Ob es Skonto oder sonstige Rabatte bei RE gibt? Keine Ahnung.

    Ganz ehrlich gesagt, glaub ich dass es sch.... egal ist ob das Ding nun 8% mehr im Maximalbetrieb(!) macht oder nicht. Wichtig ist, dass das Strömungskonzept zur Deko passt. Man wird die Teile eh nicht dauernd voll laufen lassen, wenn das alles passt, so dass man halt in die A200 a bisserl mehr Strom rein stecken muss. Sollen dass mal n paar EUR (vielleicht 50 - wenn überhaupt) im Jahr sein. Bei min. 4 Auslässen hat man wahrscheinlich 2 Stück davon - da könnte einer sagen, dass ist schon etwas Geld, was man da mehr reinstecken muss. Ok.

    Sehr interessanter finde ich z.B. die Möglichkeit 4 Stück 80W Speedy einzusetzen. Damit hätte man 32m³/h Insatallationsleistung bei 320 Watt (vs. 41m³/h bei 2 Stück 230Watt Speedy bei 460 Watt). Preislich wären die 4 Stück 80W Speedy mit 10V Schnittstelle bei 2.716 EUR und die 2 Stück 230W bei 2320.- EUR. Das ist zwar teurer bei weniger Leistung aber halt deutlich flexibler!

    Evtl. gibt es von RE ja doch noch ne Mengenrabattstaffel :winking_face:

    Just my 5 Cents!

    P.S. Persönlich vermisse ich noch den WoW! Ansatz, die RFP Strömung in ein Strömungskonzept zu integrieren. Ruedi von Swiss Aquaristik schreibt, dass er die RFP mittlerweile nicht mehr ins freie Becken lenkt sondern in den Bereich der CL Ansaugung, so dass die Kreisströmung nicht gestört wird. Hmmmm. thommy2fast macht es wohl mit dem FWX ... bin aber nicht sicher ob man 2Stück davon vernünftig synchronisieren kann?

    Servus!

    Würde mich hier gerne mal mit ner Anfängerfrage dranhängen, weil es irgendwie passt: Wie geht das überhaupt, dass man mit LS ein Becken neu einrichtet? Üblicherweise ist da ja kein Wasser drin, wenn man das macht. Wenn ich nun die Geschwindigkeit bedenke, mit der ich so ne Einrichtung durchführen würde, dann ist doch da alles vertrocknet? Oder wie macht man das? Alle 5min Wässern?

    Sorry für die dämliche Frage! :face_with_rolling_eyes:

    Verkehrt oder nicht verkehrt, dass ist hier die Frage! Ebenso ob es denn sicher sei und einfach :smiling_face_with_sunglasses: Ihr Aquarianer seid schon ein witziges Völkchen :winking_face: Es gibt doch viele Wege nach Rom.

    Klaus, warum soll man das rücklaufende Wasser nicht in einen Abfluß laufen lassen? Einfach und sicher ist hier aber auch relativ - das stimmt. Immerhin fehlt dieses Wasser dann im Gesamtsystem. Wenn man es aber einfach und sicher (haha - Wortspiel :grinning_squinting_face: ) wieder nachfüllen kann und das System solange sauber weiter läuft ist alles ok. Ich persönlich finde diese Lösung mit dem Kanal auch ganz elegant. Ich fülle vor/während dem eigentlichen Systemwiederanlauf halt die richtige Menge Wasser nach. Auf diese Weise ist auch gleich a bisserl gewechselt. Geht aber sicher genau so gut irgendwie anders.

    In diesem Sinne peace, love & harmony

    boris: Auf den ersten Blick eine saubere Lösung. Wie läuft's mit der Salinität und der Verdunstungsgeschichte? Passt das für Euch bis jetzt oder habt ihr nen Drift den ihr manuell nachkorrigiert?
    Theoretisch kann man sich die Pumpe im Hauptbecken die abpumpt auch sparen, wenn man nen Notüberlauf (mit Kanalisationsanschluss) hat und das überschüssige Wasser einfach dort überlaufen lässt. Praktisch gesehen ist 40l halt nicht viel an mm Wasserstand.

    LG

    Sers Hans-Werner,

    ich finde Stromausfall, Wiederanlauf und Stromausfall im Wiederanlauf keine Extremsituation.


    Mensch, bei dir geht's ja mächtig ab Zuhause :grinning_squinting_face:

    Was ich halt sagen möchte: So oder so kann man erfolgreich sein. Das geht mit der Gardenamethode genauso wie mit nem voll automatisierten Becken. Wichtig ist das, was der Mensch zwischen den Ohren hat :winking_face: Denn: A fool with a tool is still a fool! In diesem Sinne!

    Servus!

    Bei Automatisierungen sollte man Funktionen ganz klar und scharf abgrenzen und einzelne Funktionen nicht überladen. Das Nachfüllen von verdunstetem Wasser, ein automatischer Wasserwechsel oder gar eine System-Refill nach einem Stromausfall sind aus Automatisierungssicht völlig verschiedene Dinge. Man hat ein gutes Design, wenn diese Funktionsblöcke nicht voneinander abhängen und selbstkonsistent sind. Kapselt man die Funktionsblöcke in der Art, wird Vieles einfacher, leichter beherrschbarer und auch leichter testbarer.

    Ob man dabei nen Gardenahahn nimmt, nen Aquariencomputer oder ne SPS Steuerung spielt eine untergeordnete Rolle und ist meist nur eine Frage der Machbarkeit. Ein sicher zu betreibendes, automatisiertes System ist immer eine Frage des Gesamtdesigns. Leider wird in der Aquaristik meist nur "a bisserl was" gemacht (wo evtl. gar keine Automatisierung besser wäre), das wird dann oft nicht zu Ende gedacht und schon gleich gar nicht getestet - vor allem nicht Extremsituationen wie Stromausfall, Wiederanlauf und erneuter Stromausfall im Wiederanlaufprozess.

    LG N.

    Servus Norbert!

    Hmm. Ich vermute ich weiß was du meinst. :grinning_squinting_face: :smiling_face_with_sunglasses:

    Wenn du das testest, mach das bitte nicht in leeren Becken so wie bei den ganzen Videos von den Pumpenherstellern. Das ist wenig praxisrelevant und dient eigentlich seriös nur Entwicklungszwecken, bestenfalls Abschätzungen oder dem Marketing. Stell Deko und ausgewachsene (!) Korallen in so ein Testbecken und alles sieht wieder ganz anders aus. Wenn du wirklich simulieren/testen willst wie die Strömung wirkt, brauchst du ein realitätsnahes Modell.

    Pass auch bitte auf, dass in Sachen Strömung der Schwanz nicht mit dem Hund wackelt. Ein Strömungskonzept hängt in erster Linie von der Deko ab. Was mit der einen Deko gut funktioniert, geht für die andere Deko gar nicht, weil z.B. Pumpen oder Auslässe an der falschen Stelle sind. Der Weg sollte also sein: Vom Dekoaufbau zur Strömung und nicht umgekehrt. Das ist ein Fehler den viele machen. Sie planen Technik und Strömung und und und... am Ende sind sie gezwungen das Becken so einzurichten wie es die Technikplanung vorgibt und im schlimmsten Fall gefällt es einem dann nicht.

    Sers!


    Martin: Kannst du nicht einfach die Laibung im Mauerausschnitt um 1,5-2cm aufputzen, dann sieht man die Silikonnähte doch auch nicht mehr? Ansonsten ...

    Ich würde kein Polyesterharze verwenden sondern Epoxidharze. Letztere haben meiner Erfahrung nach eine deutlich bessere Haft-/Klebekraft auf anderen Materialien und ein geringeres Schwinden. Ausserdem stinken die Polyesterharze wie sau wg. dem Styrol. Bitte auch einfach RTH (raumtemperaturhärtende) Harze verwenden. Das mit dem Tempern kann man sich für diesen Anwendungszweck echt sparen, da es nicht um strukturelle Festigkeit geht.

    Grundsätzlich: Faserverstärkte Kunststoffe liefern ihre Festigkeit bei Belastung in Faserrichtung. Die Frage ob Biaxialgelege oder Leinwand- oder Körperbindung etc. ist unter diesem Aspekt zu betrachten bzw. unter der zu laminierenden Form. Die strukturelle Festigkeit kommt nicht durch das Harz sondern durch die Faser, die fachgerecht eingebaut ist. Ein Holzaquarium sollte die Strukturelle Festigkeit aber nicht durch eine GfK BEschichtung im inneren, sondern durch die Bauweise erhalten. Ecken und Kanten spachtelt man vorher mit Glasfaserschnitzel aus. Mit Harz anmischen und ggf. mit Thixotropiermittel eindicken.

    Normalerweise werden Laminate unter Vakuum verpresst (oder im industriellen Bereich im Autoklaven hergestellt) und u.a. dadurch ein hoher Faseranteil erreicht (gut). Handlaminate sind gekennzeichnet durch einen geringen prozentualen Faseranteil (schlecht). Grundsätzlich hat man bei GfK Laminaten immer Osmose und Delaminationsgefahr. Die Yachtbesitzer können ein Lied davon singen. Ich weiß, dass es sehr oft so gemacht wird und im Internet steht, trotzdem: Als Abdichtung von Aquarien ist eine GfK Beschichtung eher schlecht geeignet - ist halt "Heimwerkerbastelei". Wie Holzbauweise professionell abgedichtet wird, sieht man bei den alten Anlagen von Klaus Jansen. Was auch geht sind flüssige Kunststoffe; sowas wie z.B. Rhino Linings (ob das salzwasserfest ist weiß ich jetzt gar nicht genau; denke aber schon - bitte selbst schauen).

    Fazit: Eigentlich ist so ein GfK Laminat was Strukturelles und für Abdichtung alleine im Grunde zweckentfremdet. Flüssige Kunststoffe oder PVC-U Platten aus dem Anlagen-/Behälterbau sind da viel besser geeignet. Machen kann man natürlich viel; z.B. mit dem Griff einer Bohrmaschine nen Nagel in die Wand hauen. Das geht auch :winking_face:

    Wahrscheinlich sagen jetzt viele, ja aber:!!! GfK Swimmingpools sind doch der Hit. Naja ... sind sie m.E. nicht. Verkauft wird halt viel. Schnell muss es geh'n.

    LG N.

    P.S. Wenn man es dann macht, sollte man überlegen mit nem Sperrschichtfüller zu arbeiten. Ob das aber wegen den Lebewesen geht? Eher nein. Und vor allem sollte irgendwas als "Top-Coat" drauf, dass die Fasern nicht offen liegen.

    Servus!

    Ich bin auch sehr "glücklich" darüber, dass Du hier schreibst Jörg. Als Alt-Aquarianer aber Meerwasser Einsteiger habe ich sehr viel von Deinen Publikationen "verschlungen" und halte das alles - soweit ich es beurteilen kann - für sehr fundiert. Bitte weiter machen.
    Frage: Wann wird es eine neue Version der sangokai FAQs geben? Ich warte sehr gespannt auf das Thema Riffaquariengestaltung :smiling_face:

    LG von der Isar Niederbayer

    Sers Rainer!

    Nun ja, über die Shore Härte lässt sich sicher trefflich diskutieren. Wenn ich ne 50er oder 60er kriegen würde, würde ich die wahrscheinlich ebenso einbauen. Elastomere werden allerdings regelmäßig als Lager für statische Beanspruchungen im Hochbau z.B. als Compressionslager eingesetzt. Das ist im Rahmen der aRdT. Der Vergleich mit ner Bodenplatte eines Hauses hinkt ja sowieso, denn eine statisch tragende Flachgründung die Lasten direkt in den Untergrund einleitet hat nen völlig anderen Zweck als die Matte zw. Becken und Gestell. Übrigens: Aus meienr sicht könnte man bei geeignetem Aufbau auch nichts unter das Becken legen. Gibt's ja zu genüge und funktioniert. Ich mach's halt mit den Matten.

    LG N.

    Sers!

    Kann man 1k-Silikon und 2k-Silikon parallel verwenden oder sprich da was gegen?
    Warum Neoprenunterlage?

    Unabhängig von den meist unterschiedlichen mechanischen Eigenschaften bzw. Eigenschaften in der Verarbeiteitung, würde ich nicht empfehlen die Silikone paralell zu verwenden. Man kann m.E. ohne genauere Kenntnis des Dicht-/Klebestoffes nicht ausschließen, dass der eine vernetzungsstörend auf den anderen wirkt. Im schlimmsten Fall härtet einer nie voll durch. Gerade die 2k Produkte hätte ich da in Verdacht mimosenhaft zu sein ;). Es ist aber wohl Wurscht wenn du in ein mit 2k verklebten Becken nachträglich einenen Ablaufschacht mit 1k Silikon einklebst oder sowas.

    Ich verwende die solche Chloroprenmatten/Moosgummimatten (Neopren is ja wie Tempo :winking_face: ) recht gerne, weil die recht gute Rückstellkräfte auch nach langer Verformungsdauer haben und sie sind nicht so druckfest wie diese XPS Platten/Trittschallplatten aber auch keine Weicheier wie PS (Styroporplatten) Platten sind die sofort vollflächig zusammegedrückt werden und dann so bleiben. Das Becken liegt immer schön satt auf. Die letzten Matten die ich gekauft habe, hatten so ne Shore Häre von 40 rum. und waren 10mm dick Muss man halt sehen was man preiswert kriegt.

    LG Niederbayer.

    Sers Beieinander!

    Armin: Mei, was soll man da sagen. Einer der Vorposter hat's geschrieben: Das Silikon ist halt schlicht gerissen. Überlastet. Die Frage ist ja warum? Alterung? Ferndiagnose ist schwer.

    Das arbeiten mit Silikon bei Ganzglasaquarien bedeutet das man a) abdichtet und b) klebt gleichzeitig. Letzteres also das Kleben ist das, was man betrachten sollte, wenn es darum geht, dass man eine tragfähige Verbindung für einen bestimmten Anwendungsfall herstellt.

    Offensichtlich haben wir hier ja nicht das Problem, dass das Becken Undichtigkeit als primäre Ursache wurde, sondern die konstruktive Verbindung der Scheiben ist zerstört und in der Folge lief Wasser aus. Wichtig: Man kann das beste Silikon nehmen, wenn die konstruktiven Merkmale für den Anwendungsfall nicht stimmen, bringt das auch nix. Mein Lieblingsspruch: A fool with a tool is still a fool. :smiling_face: Es ist m.E. auch nicht so, dass man keine Ganzglasaquarien mit Silikon bauen könnte, die nicht halten. Ich hab jetzt seit ca. 35 Jahren Aquarien Glasaquarien und mir is noch nie eins ausgelaufen. Einige davon (die kleineren) habe ich selbst geklebt, die meisten habe ich "am Stück" gekauft und ein paar wenige wurden Vor-Ort verklebt. Bei großen Becken scheint mir eine Vor-Ort Verklebung übrigens wichtig - Transport ist immer ne Belastung für so ein Teil.

    Irgendwann wurde es schon geschrieben: Klebefläche vergrößern. Eine große Klebefläche (natürlich passend zur Belastungsrichtung) ist immer eine gute Idee. Hier kommt auch das Thema "Dicke der Scheiben" ins Spiel. Es geht i.d.R. bei der Scheibendicke gar nicht so sehr darum, dass die Scheiben brechen könnten (für den Fall dass man nicht völlig unterdimensioniert). Glasscheiben können sich unglaublich weit durchbiegen, bevor sie brechen. Das ist meist kein Problem oder leicht konstruktiv lösbar. Man muss bedenken, dass die Klebefläche einer 19mm Bodenscheibe (am Rand) um knapp 27% größer ist als die einer 15mm Scheibe.

    Klebeverbindungen sind grundsätzlich sehr gut auf Zug belastbar. Was auch noch so geht ist eine Scherbelastung. Gar nicht gut ist eine sogenannte Schälbelastung. Man muss jetzt noch wissen, dass sich eigentlich immer alles irgendwie biegt. Ist nur die Frage wie viel und wann es "bricht" :grinning_squinting_face: Wenn man sich jetzt eine senkrechte Scheibe seitlich geklebt an eine Bodenscheibe (so werden die Becken ja gebaut) vorstellt und dass sich die beiden Scheiben durchbiegen ("wölben"), dann hat man das Problem, dass die Klebenaht nicht rein auf Zug belastet wird, sondern das es sich hier (auch) um eine Schälbelastung (weniger Scherbelastung -aber meist sind es Mischbelastungen) handelt. Das ist halt nicht gut.

    Wenn man sich jetzt vorstellt, dass man unten am Boden umlaufend zusätzlich Leisten einklebt, hat man folgenden Effekt, dass erstmal die Klebefläche vergrößert wird und die Durchbiegung nicht mehr ganz so groß ist. Mein neues Becken (wenn es nicht doch noch ein Plexibecken) wird, kriegt deshalb unten am Boden umlaufend Zugstreben. Und oben natürlich auch und dann noch zwei Querstreben, dann ist das konstruktiv schon mal nicht schlecht. Wenn man die Bodenscheibe dann noch teilt und am Boden über die Naht eine Querstrebe einbaut, dann ist das schon recht gut. Das diese ganze "Biegerei" und die Belastung der Klebeverbindungen idealerweise so minimal wie möglich gehalten wird, ist klar, deshalb sollte der Unterschrank auch stabil sein. Ich persönlich bin bei großen Becken ein Freund von gemauerten Unterschränken (Steindruckfestigkeit und charakteristische Mauerdruckfestigkeit anschauen), 40er MPX Platte und 10er Neoprenmatte.

    Große Rahmenbecken werden schon verkauft. Da dies Auftragsfertigungen sind, stellt sich die Frage nach Marktfähigkeit ja nicht. Wenn's einer will, bestellt und bezahlt (hoffentlich) er es auch. Einer der renommiertesten und bekanntesten Aquarienbauer in Deutschland z.B. macht bei Becken im Bereich >200 x 80cm praktisch nur noch Rahmenbecken und verwendet auch VSG Scheiben (kann er machen, weil er auch kondensationsvernetzendes 2k Silikonv erwendet). Es ist auch nicht so, dass die Becken unten auf dem Rahmen stehen. Das wird anders gelöst. Oben ist das schon ein umlaufender Winkel, i.d.R. mit Querspange(n). Unten wird der Rahmen i.d.R. aber seitlich umlaufend an das Untergestell geschraubt und ist z.B. aus Flachstahl. Mag es auch andere Konstruktionen geben (gibt ja nix, was es nicht gibt) ich kenne das bei großen Becken aber nur so.

    Ich kann sogar eine aktuelle Preisauskunft dazu geben: Ein 250x100x80 Becken kostet mit 19er Bodenscheibe und 2x12 VSG Scheiben und pulverbeschichtetem Rahmen oben und unten in einem Bereich von 10% das gleiche wie ein Plexibecken der Größe von Schuran. Der untere Rahmen wird von der Kiesblende verdeckt, der obere Rahmen vom Lichtkranz.

    Was ich kritisch sehe, ist, dass viele Designaspekte von Nanobecken (z.B. Poolbecken mit glasbündigem Unterschrank) auf größere Becken übertragen werden, ohne das man genau hinterfragt ob das hier noch geht.

    In diesem Sinne ...

    Grüße von der Isar

    Hmm. Krass. Wobei man fairerweise sagen muss, dass die Zugfestigkeit sicher nur die halbe Wahrheit ist. Das Zeug muss ja auch gut haften :smiling_face: Es ist ja auch wohl meistens so, dass sich die Klebung zumindest partiell löst und nicht, weil das Silikon versagt.

    LG N.

    Danke Klaus. 2,8 N/mm² ist schon ne Hausnummer. Wichtig wäre halt das Prüfverfahren/Prüfkörperausbildung zu wissen. Ansonsten sagt das eigentlich wenig aus. In DE gibt es dafür ja die DIN 53504-S3A bzw. die ISO 37. Wie das da in E ist? ... keine Ahnung. Dann gibt es ja noch die OECD No. 203 ... Giftigkeit für Fische ... Anyway ...

    Das Problem das ich sehe, ist m. E. dass die meisten Handwerker (aka Aquarienbauer) auf das zurückgreifen, was sie schon immer verbauen. So einfach wird da keiner einen Wechsel machen und trotzdem Garantie d'rauf geben. Auf Basis welcher Erfahrungen soll er das denn tun?

    LG N.

    Sers Armin!

    Ach herrje! Mein Mitgefühl hast du. Ich seh das wie Norbert: Jetzt gilt es nach vorne zu schauen. Du kriegst das wieder hin - du hast es d'rauf. :smiling_face:

    Um daraus zu lernen: Wie war denn das Becken gebaut? Hattest du oben und unten umlaufend Zugstreben? Hatte das Becken Querstreben/wie viele? Und ganz wichtig: Weißt du mit welchem Silikon das Becken geklebt wurde?

    Weil Norbet das erwähnt hat: Ich z.B. halte von den kondensationsvernetzenden 2K-Silikonen für die Anwendung bei rahmenlosen Ganzglasaquarien nicht sehr viel. In der Regel sind die mechanischen Kennwerte dieser Silikone schlechter als die der 1k azetatvernetzenden Systeme. Weiter sind die aus meiner Sicht auch komplexer in der Verarbeitung, weil es viel mehr Einflüsse gibt, die eine fachgerechte Verklebung beeinflussen - sind also nicht soooo "fool-proof". M.E. sind diese Silikone allerdings recht gut geeignet, wenn man von hinten in einen Rahmen eine Scheibe - insbesondere VSG Scheibe (wg. der kompatibilität mit der PVB Folie) - einklebt; so wie das bei Großaquarien gemacht wird. Der Punkt ist halt, dass man hier eine konstruktive Trennung zwischen Lastabtragung und Abdichtung gewährleisten kann.

    Viele Grüße aus Niederbayern vom Niederbayern - Kopf hoch!

    EDIT: Das Problem beim Bau großen Ganzglasbecken ist halt, dass man sich ausserhalb von DIN Normen bewegt. Das ist zwar kein KO-Kriterium, weil fachgerechte Ausführungen auch ausserhalb von DIN Normen möglich sind, nur macht das kaum einer.

    Hey Leute :smiling_face: Echt alles chillig - no worries! Alles mit jedem per PN geklärt. :smiling_face_with_sunglasses: Keine fühlt sich angegriffen - ich zumindest bin recht hart im nehmen und gar nicht empfindlich :winking_face: Mein Vorschlag im Sinne Janes: Lassen wir das posten in diesem Thread zu diesem Thema, denn sonst kriegt Klaus noch Hits ohne dass er dafür geile Becken mit RE Equipment posten muss. Das geht ja dann auch nicht, oder? :grinning_squinting_face:

    LG von der Isar

    Hi Klaus

    Sieht super aus! Nicht so ein gestrählter SPS/LPS Tank.
    So sieht das eher wie in der Natur aus, und Fischbesatz
    bei der Tankgrösse Vorbildlich! Thumbs up.... :thumbs_up:


    Geht mir genau so. Diese vollgestopften Knallbonbon-Farb-Blumenkohl-Becken finde ich einfach nur hässlich. Das hier ist zwar auch voll aber es sieht echt natürlich aus.
    Gefällt mir auch und ich habe gerade über mich gelernt, dass mir volle Becken auch gefallen können. Danke!


    LG Niederbayer

    Das ist ja mal geil! :winking_face_with_tongue:

    Wie is'n das genau. Er versorgt ja mit ner zusätzlichen Pumpe aus dem Abschäumerabteil die beiden Medienfilter im Abteil daneben. Soweit so gut. Es gibt aber auch noch den Wasserüberlauf vom Abschäumerabteil ins danebenliegende Mecienfilterabteil.

    Auf dem einen Bild sieht es so aus als würde noch der dritte Medienfilter in der Pumpenkammer von dieser Pumpe mitversorgt. Auf dem anderen Bild sieht es so aus als ob in der Pumoenkammer noch ne zusätzliche Pumpe wäre. Oder ist das etwa die für's Refugium?

    Könntest du die Wasserführung hier mal etwas genauer erklären?

    Danke + Grüße
    Niederbayer

    hajo: Da bringst du was durcheinander. Aufwuchsfresser sind keine Herbivoren. Und der fragliche Fisch kein Algenfresser sondern Aufwuchsfresser. Aufwuchs ist ungleich nur Algen. Aufwuchs in dem Sinne beinhaltet immer auch Kleinlebewesen also proteinreiche Kost.

    Oder anders formuliert: Wer glaubt das Aufwuchsfresser nur Algen abweiden, der irrt gewaltig. Im Aquarium macht allerdings wie überall die Dosis das Gift.

    LG Niederbayer

    Hallo Zusammen!

    Ich will ja keine zu nahe treten, wie gesagt: im Meerwasser bin ich Anfänger. Entschuldigt also wenn das so an kam. Ich habe also recherchiert, weil ich ja lernen möchte.

    Also sowohl im Lexikon der Meerwasseraquaristik von Knop als auch bei wiki steht, dass der Z. xanthurum Aufwuchsfresser ist, d.h. er nimmt Hauptsächlich Algen und nebenbei darin enthaltene Kleinstlebewesen. Weiter habe ich etwas gefunden, was m.E. dem Anfangsstadium der Krankheit hier passen könnte: HLLE

    https://www.meerwasser-lexikon.de/tiere/5115__LLE.htm

    Der Grund ist wohl eine durch Fehlernährung ausgelöste Störung der Verdauung, die dazu führt, dass Vitamine nicht mehr vernünftig aufgenommen werden können. Vor allem trifft das wohl auf Vitamin A und B2 zu. Verstärkt wird die Situation ggf. durch Kohlefilterung. Hier noch ein paar Links dazu, die ich gefunden habe:

    http://archiv.korallenriff.de/doktorfische_2004.html
    http://www.riffaquaristikforum.de/content/54-vit…erwasserfischen

    Da steht Vieles das passt. Vielleicht hilft es ja.

    @ Ina: Stimmt. Blaualgen sin keine Algen. Warum das Tier in der Natur die nicht fressen soll, weiß ich nicht. Evtl. Gibt's die im indischen Ozean nicht? Kann ich mir nicht vorstellen. In den Artikeln die ich lese werden die jedenfalls immer genannt.

    @Gerhard: ich denke nicht, dass die Zusammenstellung nach Ernährungsansprüchen nur im Süßwasser wichtig ist. Soweit ich lese, ist Z. xanthurum regelmäßig ein Wildfang. Wenn das stimmt, ist das m.E. ein sehr wichtiger Punkt. Ich bleibe dabei: Ansprüche an Wasserparameter und an Ernährung müssen passen. Alleine die Salinität der Gebiete in denen der Fisch lt. Knop vorkommt ist lt. Glaser schon deutlich unterschiedlich. Und wenn das wirklich ein Wildfang und keine Fx Generation ist, dann ist m.E. auch das für eine langfristig erfolgreiche Pflege wichtig.

    Wie gesagt, ich möchte nicht g'scheiter sein als ihr, nur irgendwie weiß ich nicht so recht, was ich von der üblichen Zusammensetzung (ich lese ja viel) von Fischgesellschaften halten soll ... richtig wohl fühle ich mich dabei mit 35 Jahren Erfahrung mit Fischen nicht immer. Wahrscheinlich weiß ich halt einfach noch zu wenig ...

    Viele Grüße
    Niederbayer