HI,
Also dieses Teil kannst du gleich mal vergessen... Funktioniert im Prinzip wie ein normaler FI. Im Fehlerfall kann dann wieder nicht gesichert sein, welcher FI fällt.
Es gibt aber ein paar vernünftige Möglichkeiten:
Zuerst aber etwas Theorie, wie es in Österreich sein sollte:
Von der Hausversorgungs-Leitung abgehend müssen Schmelzsicherungen montiert werden, eine pro Phase, bei Wohnungen sind 20-25 Ampere pro Phase üblich. Diese sind Schraubsicherungen und sind normalerweise im Hausschaltschrank untergebracht.
Von dort geht es Weiter zum Wohnungssicherungskasten.
In Österreich MUSS dort mindestens ein FI montiert sein, welcher den gesamten Stromkreis absichert. Bei eingeleitetem Drehstrom (3 Phasen, 1 N-Leiter, 1 Erdung) muß ein 4 poliger FI verbaut sein, welcher alle Phasen trennt. Natürlich kann auch jede Phase mit einem eigenem FI abgesichert sein. Danach sind "normale" Sicherungen verbaut, welche die einzelnen Stromkreise vor Überlast schützen. Die Ampere-Anzahl ist dabei abhängig von dem Leitungsquerschnitt der verlegten Drähte. Früher waren 16 Ampere für Steckdosen etc. und 10 Ampere für Lichtstrom üblich, wobei vor ein paar Jahren diese Regelung geändert wurde, und nun auch 1,5 Quadrat mit 16 Ampere abgesichert werden darf.
Soviel zur Theorie..
Möglichkeit 1:
Du lässt alles wie es ist, von der Sicherheit her bist du im grünen Bereich...
Vorteil: Sicherheit ist ausreichend; Kosten = 0
Nachteil: FI fällt, alles dunkel, Aquarium ist auch dunkel wenn ein Toaster den FI auslöst...
Möglichkeit 2:
Dü lässt dir im Sicherungskasten den Stromkreis für das Wohnzimmer (oder in welchem Stromkreis das Aquarium halt hängt) gesondert absichern.
Hierfür wäre ein FI/LS das Mittel der Wahl. Das ist eine Sicherung, welche sowohl die Funktion eines FI (Fehlerstrom) als auch den LS (Leitungsschutzschalter) übernimmt. Diese sind auch nur 2 Einheiten breit, können also verbaut werden, ohne den Sicherungskasten groß umzubauen. Das einzige was dafür noch getan werden muss, ist das der FI/LS direkt mit dem Eingang des Ersten FI verbügelt sein muß.
Vorteil: relativ günstig, das Aquarium hängt nur mehr mit einem Stromkreis zusammen, und nicht mehr mit Küche (Herd, Geschirrspüler,..) und Badezimmer (Waschmaschine,...) zusammen. Wenn der normale FI fällt, ist das Aquarium nicht dunkel
Nachteil: Das Becken hängt immer noch nicht alleine an einem extra gesicherten Stromkreis. Wenn das Aquarium dunkel ist, steht auch das Wohnzimmer.
Möglichkeit 3:
Du lässt dir sogenannte selektive FI´s verbauen. Diese sind so ausgelegt, dass 2 FI's hintereinander geschalten werden können, und im Falle eines Fehlerstroms zuerst der 2te FI auslöst. Damit hast du die Möglichkeit, direkt beim Aquarium einzelne Stromkreise abzusichern, zB Licht / Pumpen
Vorteil: Wenn die Beleuchtung einen Fehler verursacht, löst nur der FI für die Beleuchtung aus, die Pumpen laufen weiter.
Nachteil: Wenn du das nicht mit Variante 2 (siehe oben) verbindest, steht wieder alles, wenn mal der Haupt FI fällt; relativ Teuer
Möglichkeit 4:
Du lässt dir im Sicherungskasten einen weiteren, besser 2 FI/LS verbauen, und legst dir komplett unabhängigen Stromkreise zum Aquarium. Diese müssen Unterputz verlegt werden.
Vorteil: Hohe Ausfallssicherheit, wenn das Aquarium steht, steht nur das Aquarium bzw. sogar nur ein Teil davon, wenn du mit 2 Stromkriesen arbeitest.
Nachteil: Teuer, sehr aufwendig (Stemmen, Leitungen verlegen...); Die Sicherungen sind immer noch im Sicherungskasten, und nicht beim Becken
Möglichkeit 5:
Du lässt dir vom elektriker ein Erdkabel direkt von der Steigleitung zum Aquarium verlegen. Dieses hängt nur mehr an den Schmelzsicherungen und bietet dir alle Möglichkeiten. Erdkabel können Überputz verlegt werden (auch wenn das sehr hässlich ist, so ein 3cm dickes Kabel). Anschließend kannst du dir beim Aquarium einen komplett eigenen Sicherungskasten bauen, und beliebig viele Stromkreise getrennt absichern. Hierbei gilt aber wieder: alle Stromkreise müssen über einen oder mehrere FI´s abgesichert sein. Außerdem kannst du sogar verschiedene Phasen verwenden. Somit läuft selbst bei Ausfall einer Schmelzsicherung immer noch ein Teil des Aquariums weiter..
Voteil: Optimale Ausfallsicherheit, da bei entsprechender Planung sogar einzelne Pumpen getrennt abgesichert werden können. Sol fällt im Idealfall nur das Gerät aus, welches den Fehler erzeugt.
Nachteil: Hier geht es schon echt ans Eingemachte,sehr teuer (zumindest im Verhältniss zu Möglichkeiten 1-3). An so ein Erdkabel muß man sich auch erst gewöhnen, und die Ehefrau ist sicher auch nicht glücklich 
Sodala.. das wars imho.
Jetzt noch zu der Lösung, welche ich realisiert habe:
Ich habe mein Hauptbecken im Wohnzimmer stehen, dort hängt es ganz normal auf Phase 1 im Stromkreis und wird mit dem Haupt FI mit abgesichert.
Mein TB habe ich aber glücklicherweise im Keller, wo auch der Hausschaltschrank steht. Von da aus habe ich mir ein Erdkabel verlegt (5x10Quadrat) - Überputz; Das erfordert allerdings die Genehmigung der Hausverwaltung (bei Gemeindebauten) o.ä.
(Anforderung zur Einleitung von Strom in den Keller). Im Keller habe ich dann einen Sicherungskasten, welcher wie folgt bestückt ist:
1x FI, 3x LS
Damit habe ich folgende Vorteile. Das Aqarium hängt an allen 3 Phasen, auch wenn 2 Schmelzsicherungen ausfallen würden, laufen noch lebenserhaltende Pumpen. Ich bin mit 2 seperaten FI´s abgesichert, dadurch ebenfalls sehr hohe Ausfallssicherheit. Trennung der Beleuchtung von den wichtigsten Pumpen...
Aber wie gesagt, wenn es dir nur um die Sicherheit für Leib und Leben geht, bist du bereits ausreichend abgesichert...
Gruß Mike