Beiträge von coralife

    Hallo Sebastian,

    ja , die Vollentsalzung ist zur Osmose eine Alternative. Wieviel Leitungswasser Du letztendlich entsalzen kannst, hängt vom Leitungswasser (Höhe der Härte, Nitrat, ...) ab . Wenn Du im ebay einen kaufen möchtest, dann frage bitte vorher um welche Harze es sich handelt. Es sollte das stark sauere Kationenharz und der stark basische Anionenaustauscher verwendet werden. Mit dem stark basischen Anionenaustauscher kann auch die Kohlensäure und die unerwünschte Kieselsäure bzw. das Silikat entfernt, die eine Osmoseanlage nicht entfernen kann.

    Desweiteren findest Du hier im Forum etliche Einträge über dieses Thema z.B. Link.

    Hallo zusammen, die verwenden einen Laser der Klasse 4 (entspricht der Klasse 4 nach EN 60825-1) mit einer Ausgangsleistung von 1800mW und einer Wellenlänge von 445nm. Wenn, wie im youtube Film gezeigt, eine Glasrose damit bestrahlt wird, ist diese dann komplett zerstört oder bleiben Reste vorhanden, aus denen wieder die tollen Glasrosen heranwachsen.

    Hallo, man liest immer mehr über eine Entfernung von Aiptasia / Mojanos mit starken Lasern. Auf youtube gibt es eine entsprechende Vorführung.
    Hat hier im Forum jemand diesbezüglich schon Erfahrungen sammeln koennen? In welchem Wellenlängenbereich sollte der Laser emittieren und welche Ausgangsleistung (mW) sollte der Laser besitzen?

    Zitat

    Original von Hans-Werner
    Im Abstract steht eigentlich nur, die Stylophora-Ableger sind (bei welchen Konzentrationen?) phosphatlimitiert gewesen und haben bei ca. 0,3 mg/l Phosphat im Wasser mehr Ammonium aufgenommen.

    Hallo Hans-Werner,

    die initiale Phoshatkonzentration lag bei 0,3 mg/l . Die Aufnahmerate war proportional zum heterotrophen „Hungergrad“. Die Aufnahme von Ammonium stieg mit der Phosphatanreicherung an.

    Es liegt nahe, dass eine Phosphaterhöhung die Fotosyntheserate der Zooxanthellen steigert und deren Energiereserven somit schneller verbraucht werden. Und dies fördert wiederum die Kalzifikation bzw. das Wachstum. Die erhöhte Fotosynthese steigert den Bedarf an Carboanhydrase. Dadurch verringert sich das Carbonat, welches für die Kalzifikation notwendig ist, was wiederum den Phosphat Ionen erlaubt als Ersatz für die Carbonat Ionen zu dienen um den optimalen pH Wert in der Zelle zu halten.

    Hallo zusammen, passend zum dem Thema "Phosphat und SPS Wachstum" ist die Erkenntnis von Claire Godinot über die Anforderungen bei der SPS Koralle "Stylophora pistillata" Phosphat auszunehmen.

    Siehe hierzu den Artikel mit dem Titel "High phosphate uptake requirements of the scleractinian coral Stylophora pistillata". Ebenfalls auf Journal of Experimental Biology (J Exp Biol)

    Zusammengefasst: Eine P-Limitierung wirkt sich stärker negativer aus als eine N Limitierung.

    Hallo zusammen,

    es gibt neue interessante Erkenntnisse bzgl dem Wachstum von SPS Korallen in Relation mit dem Phosphatgehalt in Aquarien. Der Artikel von "Experimental Marine Biology and Ecology" (Vol 411) mit der Überschrift

    "Effects of phosphate on growth and skeletal density in the scleractinian coral Acropora muricata: A controlled experimental approach"

    zeigt zusammengefasst folgendes auf:

    Es wurden Acropora Korallen in drei 110 Liter Aquarien unterschiedlichen Phosphatgehalten (0.09, 0.20, and 0.50 mg/L) ausgesetzt. Das Wachstum derjenigen Koralle war im Aquarium mit dem höchsten Phosphatgehalt von 0.50mg/L am größten, die Dichte des Korallenskeletes hingegen war dort am niedrigsten.

    Dies ist widersprüchlich zu unseren bisherigen Erkenntissen und dem Bestreben den PO[t]4[/t] Gehalt im Aquarium so niedrig wie möglich zu halten.

    Hallo Kevin,

    die Salinität des Meerwassers ist nicht temperaturabhängig, die Dichte des Meerwassers schon. Deshalb sollte man bei Temperaturschwankungen im Meerwasseraquarium die gemessene Dichte immer mit der Salinität vergleichen, bevor man voreilig den Salzgehalt neu einstellen möchte. Anbei eine Umrechnungstabelle. Die findest Du auch auf Seite 182 in Armin Glasers Buch "Ratgeber Meerwasserchemie".

    Hallo Thomas,

    ehrlich gesagt war mir gar nicht bewusst, das ich mich im Händler Board befand, als ich auf Dein Thema geantwortet habe und ein anderes Produkt dort erwähnte. War wahrscheinlich zu früh am morgen. :baby:

    @ allen anderen Forenmitglieder: Meine Antwort wurde gelöscht; Ihr könnt sie also nicht lesen.

    Hallo Cemil,

    Zitat

    Vor einigen Tagen habe ich mein gelben Doc seitlich svhwimmen sehen.

    War das Verhalten sofort nach dem Einsetzen des Fisches erkennbar? Wie lange war der Transport vom Händler zu Dir? Wie hoch ist Dein pH Wert im Becken? Je höher der pH Wert, desto mehr Ammonium NH[t]4[/t][h]+[/h] wandelt sich in Ammoniak NH[t]3[/t] + H[h]+[/h] um. Der Ammoniak Gehalt sollte unter 0,01 mg/l sein.

    Hallo,

    auf dem Bild ist das Gewebe des Korallenpolypen nicht richtig erkennbar. Ich habe in Deinem Bild Markierungen reingemacht. Ist der Teil des Korallenstockes, welcher mit "B" gekennzeichnet ist, mit Gewebe überzogen oder ist dort bereits das Kalkskelet (wie "A") erkennbar, welches nur mit Algen überzogen ist? Wenn dies der Fall ist, so ist der Korallenpolyp ("C") sehr weit zurückgezogen. Beim Kauf sollte man immer darauf acht geben; dies ist ein eindeutiges Indiz über den Gesundheitszustand des Tieres.
    Wie sah eigentlich die LPS Koralle vor dem Kauf aus?

    Hallo, wie steht die Euphyllia in der Strömung. Wie sind dort die Lichtverhältnisse. Wie reagiert gerade dein Eiweissabschäumer? Wie sind deine Hauptparameter (KH, PO4, ..). Mach doch mal ein Bild und poste es hier. Wie lange geben Sie den "Rauch" ab? Falls es sich hier wirklich um eine sexuelle Vermehrung handelt, dann rate ich Dir einen größeren Wasserwechsel zu machen und Aktivkohle ins Becken einzubringen.

    Hallo Georg, da muß ich aber den anderen hier im thread zustimmen. Einzig und allein sollten die Inhaltsstoffe und deren Zusammenstellung ausschlaggebend für die Qualität eines Salzes sein. Hierzu kannst Du uns doch sicher einige Details liefern. Werden Chelate verwendet, wie hoch ist der Zink Anteil, welche Reihnheitsgrade werden bei den anorganischen Salzen zusätzlich hinzugemischt (welches Arzneibuch würde hier herangezogen), usw.

    Auf Eurer Homepage steht hierzu recht wenig. Ich habe nur folgende Tabelle gefunden. Die wiederum sind schon ganz ordentlich.

    Hallo zusammen,

    kann man mit dem Hanna Mini-Photometer Checker® HC für Phosphor HI 736 auch den Phosphor- bzw den Phosphatgehalt von Süßwasser/Osmose/Reinstwasser messen. In den Bedienungsanleitungen und technischen Datenblättern findet man hierzu nichts. Wenn ja, stimmt dann die Umrechnungsformel des Meßergebnisses (x3,066:1000) noch, um den Phosphatanteil zu erhalten?

    Hallo zusammen,

    irgendwie beschäftigt mich das Leaching Thema. Man ist in unserem Hobby ja immer bemüht Verbesserungen zu erzielen. Deswegen habe ich einwenig recherchiert.
    Die Harze, welche vornehmlich in den Ionenaustauschern zum Einsatz kommen, sind von der Fa. Bayer das stark saure Lewatit® Kationen-Harz S100 bzw. S100G1 und das stark basische Anionen-Harz Lewatit® MP62.
    Dabei gibt es aber bereits auf dem Markt eine neue Generation leistungsfähiger gelförmiger Kationenaustauscher. Sie zeichnen sich unter anderem durch ihr sehr gutes Leaching-Verhalten und eine ausgezeichnete chemische Beständigkeit aus. Das optimierte Leaching-Verhalten von Lewatit MonoPlus S 108 und Lewatit MonoPlus S 108 H ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal für die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit eines Ionenaustauschers. Je weniger ein Typ zum so genannten Eigen-Leaching neigt, desto weniger TOC (total organic carbon) wird abgegeben. Diese Abgabe von organischen Stoffen ist unerwünscht, da sie zu einer Blockierung der Anionenaustauscher führen und somit die Betriebsbedingungen in der Anlage verschlechtern kann. Eine Qualitätsminderung des produzierten Wassers ist die Folge. Darüber hinaus zeichnen sich laut Hersteller Lewatit MonoPlus S 108 und Lewatit MonoPlus S 108 H auch nach vielen Betriebszyklen durch voll funktionsfähige Harzperlen aus. Selbst bei niedrigen Zykluszeiten – also einem häufigen Wechsel zwischen Regeneration und Beladung – sorgt die spezielle monodisperse Ionenaustauschermatrix für eine lange Lebensdauer. Aufgrund ihrer hohen chemischen und physikalischen Stabilität wird Harzbruch, der zu Problemen in der Anlage führen kann, stark vermindert. Die Harze solle auch optimal für den Einsatz im Mischbettverfahren anwendbar sein.

    Das angehängte Bild zeit die niedricge TOC-Abgabe (Leaching) des Kationenaustauschers in Abhängigkeit von der Lagerzeit in Wochen. Quelle LANXESS Deutschland GmbH (siehe oben PDF)

    Hat jemand unter Euch diese beiden Harze bereits im Einsatz und kann uns darüber seine Erfahrungen mitteilen?

    Hallo zusammen,

    aus der Fachhochschule Aachen (Fachbereich Chemie und Biotechnik) gibt es eine sehr ausführliche Arbeit hinsichtlich "Verfahrenstechnische Untersuchung des Leachingeffektes an Kationenaustauscherharzen". Dort wird auf die Thematik eingegangen:

    „Die aus dem Kationenharz infolge Vernetzung austretenden kurzen Ketten mit Sulfonsäuregruppen setzen sich im nachfolgenden Anionenaustauscher fest und führen zu organischer Verschmutzung. Es wird daher empfohlen, bei festgestellter organischer Verschmutzung der Anionenfilter auch den Kationenaustauscher auf Abbau zu prüfen.“

    Interessant sind die statischen Leachtest in Abhängigkeit zur Standzeit.

    Zusammenfassend wird dort folgendes abgeleitet:

    "Es gilt jedoch zu beachten, dass ein einmal eingeleiteter Leachprozess keinesfalls gestoppt
    werden kann. Die getroffene Empfehlung die Spülzeit zu verlängern und das erste
    Bettvolumen zu verwerfen ist als eine Art Schadensbegrenzung zu betrachten, denn mit
    diesen Mitteln kann der Prozeß des Continuous Leaching keinesfalls gestoppt werden. Beide
    Präventivmaßnahmen sind eine hinsichtlich des Leachverhaltens getroffene Auswahl. Ziel
    muss es sein, die Leachbereitschaft des Kationenaustauschers von vorn herein durch die
    Qualität desselbigen zu begrenzen. Die Höhe der osmotischen Beanspruchung der Harze in
    der Verfahrenstechnik spielt ebenso eine nicht unwesentliche Rolle."

    Eine Lebensdauer der Harze von ca. 10 Jahre, wie z.B. von Fa. Gralla propagiert, kann ich mir aus diesen Gründen nicht vorstellen. Vorallem wenn der VE nicht dauerhaft genutzt wird. Bei mir ist dies zweimal im Monat zum Wasserwechsel.

    Hallo zusammen,

    der Ionenaustauscher (VE) eignet sich, um größere Mengen auf einmal entsalzen zu wollen. Werden nur Teilmengen in kürzeren oder längeren Zeitabschnitten entsalzt, sollten die ersten 5-10 Liter des erzeugten Wassers nicht für das Meerwasseraquarium benutzt werden. Anscheinend tritt durch stehendes Wasser ein " Leaching " im Kationenaustauscher auf (Ausbluten von Polystyrolsäure). Hierbei sollen sich anscheinend die Harzkügelchen zersetzen. Inwieweit diese Zersetzungsprodukte Auswirkungen auf das Meerwasseraquarium Milieu haben, ist mir nicht bekannt. Mir ist auch nicht klar, ob das Leaching des Kationenaustauschers eine Crosskontamination des Anionenaustauscher hervorruft?

    Gibt es hier im Forum Erfahrung hierzu? Ab wann beginnt dieser leaching Prozess? Wie lange könnte man den VE nicht benutzen?

    Hallo HelderDave, Name wäre schön;

    was sehr gut hilft ist ein PVP Jod Bad. Die betroffene Koralle rausnehmen und darin baden. Nicht Osmosewasser verwenden!! PVP Jod Lösung bekommst Du in jeder Apotheke. Man findet es auch unter den Namen Betaisodona.

    Siehe hierzu auch die Plagegeisterbehandlungen von Michael Mrutzek.

    Auf korallenriff.de steht hierzu auch etwas.

    Hallo zusammen, anbei die Antwort von der Fa Gralla zu diesem Thema:

    "technische Salzsäure/ Natronlauge ist vollkommen ausreichend für die Regeneration der Ionenaustauscher. Für den Anionenaustauscher wird das Wasser aus dem Kationenaustauscher für das Verdünnen der Natronlauge verwendet."

    Meiner Meinung nach wird man den Anionenaustauscher mit technischer Natronlauge nicht zu 100 % regenerieren koennen. Technische NaOH enthält meist Carbonat, Chlorid und Eisen. Geringe Spuren an Schwermetallen wie Blei, Quecksilber sind auch möglich. (Herstellung durch Amalgamverfahren aus Kochsalz). Aber der Kosten/Nutzen Faktor ist bei technischer Natronlauge deutlich besser, wie wenn man Natronlauge mit dem Reihnheitsgrad "reinst" verwendet.

    Hallo zusammen,

    können für die Regeneration eines Vollentsalzers (Kationen- und Anionenaustauscher) Salzsäure und Natronlauge mit nur technischer Reinheit verwendet werden. Beim Regeneriervorgang darf beim Anionenaustauscher (stark basischer Anionenaustauscher) kein Leitungswasser verwendet werden, sondern nur kationenfreies Wasser. Setzt man also 4 bis 5%ige NaOH Natronlaugelösung mit technischer Reihnheit an, so hat man im Wasser sehr viele Verunreinigungen u.a. auch ein Vielzahl von Kationen. Bildnachweis Gralla.

    Hallo Thomas, die Haltbarkeit des angesetzten Meerwasser hängt sehr stark von der Sauberkeit des Vorratsbehältnisses ab. Bleiben Wassereste im Gefäß zurück, so werden sich die Bakterien schneller im neuen Wasser vermehren, als wenn man ein sauberes und trockenes Gefäß verwendet. Darüber hinaus hängt es auch von Ausgangswasser ab. Je reiner das Wasser ist, desto besser natürlich.

    Apropos Mineralwasser: Die rechtliche Grundlage von Mineralwasser ist die deutsche Mineral- und Tafelwasserverordnung. Natürliches Mineralwasser darf gemäß Artikel 4 der EG-Richtlinie nur eingeschränkt behandelt werden. So dürfen unbeständige Inhaltsstoffe wie Eisen- oder Schwefelverbindungen mit physikalischen Verfahren entfernt werden (enteisentes und entschwefeltes Mineralwasser). Unter bestimmten Bedingungen ist es erlaubt, mittels Ozon verschiedene aus dem Gestein stammende Inhaltsstoffe zu entfernen. Einem natürlichen Mineralwasser darf – mit physikalischen Verfahren – Kohlensäure entzogen oder hinzugefügt werden. Des weiteren dürfen unerwünschte Bestandteile wie z.B. Mangan oder Arsen mit genehmigten Verfahren entfernt oder reduziert werden. Auch Fluorid darf durch den Einsatz aktivierten Aluminiumoxids entfernt werden.

    Hi Marco, so schlecht sind Deine Werte doch gar nicht. Calcium und Magnesium sind einwenig zu hoch. Hast Du Deine Wasserwerte mal mit einem anderen Test (Referenztests) gemessen. Welches Wasser verwendest Du (Osmose, Reinstwasser)? Sind die Probleme abrupt oder langsam gekommen?
    Deine Problemschilderung weist eher auf ein Phosphatproblem hin oder anderen Bestandteilen (Schwermetalle, Pestizide, ..) Sicherheitshalber kannst Du ja mal gute Aktivkohle für zwei bis drei Tage reinhängen.

    Hallo Marco,

    UV Strahlung ist Licht mit kürzeren Wellenlängen als das sichtbare Licht, in einem Spektralbereich zwischen 100 und 400 nm. Es lässt sich in mehrere Unterbereiche unterteilen,

    UVA (315-400 nm),
    UVB (280-315 nm),
    UVC(200-280 nm)
    und VUV(100-200 nm).

    Hierbei liegt der gefährliche Bereich im UVC. Eine Deaktivierung von Bakterien bzw eine Zellschädigung erfolgt bei Wellenlängen im UVC Bereich und ist bei 270nm am effektivsten. Abbildungsquelle.

    Zitat

    Original von Cemil
    kann den PH nicht im reaktor messen nur im Becken mein Ph ist momentan bei 8.

    Hi Cemil, Du kannst den pH Wert im Kalkreaktor auch direkt nach dem Austritt messen und so entsprechend die CO2 Zuführ regeln. Optimal ist ein pH-Wert von 6,2
    Damit nicht zuviel CO2 nach dem Auslauf ins Becken gelangt, kann man auch eine Gasreduktionskammer anschließen. Er sorgt dafür, daß das Auslaufwasser des Kalkreaktors mit optimalen kH-Wert, hohem Ca-Gehalt sowie einem ph-Wert der dem des Beckens entspricht, dem Aquarium wieder zugeführt wird. Das Bild zeigt die Gasreduktionskammer von GroTech.

    Hallo Johannes, welche Verbindungsart des Natriumcarbonat verwendest Du? Wie Natriumhydrogencarbonat liegt das Natriumcarbonat, welches ein Salz der Kohlensäure ist, oft als Hydrat vor. Hier gibt es z.B.:


      Natriumcarbonat Wasserfrei, Na2CO3
      Natriumcarbonat Monohydrat, Na2CO3 · H2O
      Natriumcarbonat Heptahydrat, Na2CO3 · 7 H2O
      Natriumcarbonat Decahydrat, Na2CO3 · 10 H2O

    In Wasser löst sich Natriumcarbonat unter Wärmeentwicklung (Hydratationswärme). Eine stark alkalische Lösung entsteht. Löst man z.B. 50 g vom wasserfreien Natriumcarbonat in einem 25 °C warmen Liter Wasser, so hat diese Lösung einen pH-Wert von 11.5. Normalerweise könnte man hier mit dem Dreisatz ganz einfach die Mengenzugabe berechnen, um Deine gewünschte pH Wert Erhöhung auszurechnen. Aber leider ist das nicht so. Es spielen etliche andere Faktoren mit, wie z.B. CO2 Gehalt des Aquariumwassers. Unter langsamen Zugabe der Natriumcarbonatlösung werden die OH[h]-[/h] Ionen zum Teil mit CO[t]2[/t] zur HCO[t]3[/t][h]-[/h] verbinden.

    Hallo Patrick,

    Du kannst den biologischen Abbau von Nitrat & Phosphat nur effektiv betreiben, wenn ein ausgewogenes Verhältnis der Aerobe- und Anaerobe-Bakterien vorliegt. Bei älteren Becken oder Becken, die stark mit Ozon behandelt werden, ist dieses Verhältnis meist verschoben. Der Hersteller Aqualight empfiehlt hier eine Zugabe seiner "bio rein" Bakterien. Diese setzen sich zusammen aus

    1.Nitrifizierende Bakterien: Nitrosomas europea, Nitrobacter winogradski

    2.Heterothrope Bakterien: >9 unterschiedliche Stämme z.B.Paracoccus deniftficans, Pseudomonas stuzerii, usw.

    Von Zeit zu Zeit impfe ich mein Becken selbst mit neuen Bakterien, wobei ich aber das entsprechende Produkt von Microlift verwende.

    Hallo Hans-Werner,

    in der Kurzmeldung wird auf das Wachstum heterotropher Mikroalgen verwiesen. Vielleicht sollte man an dieser Stelle die biologische Bedeutung der Heterotrophie erwähnen. Dies ist die Eigenschaft von zooxanthellater Korallen bzw. deren Sysmbiosealgen, den zum Aufbau ihrer Körperbausteine benötigten Kohlenstoff aus bereits vorhandenen organischen Verbindungen zu beziehen. Bereits 2002 wurde in einer Studio der Uni Köln die Abhängigkeit der Karbonatproduktion zooxanthellater Steinkorallen von dem heterotrophen Nahrungsangebot und von abiotischen Faktoren (Licht, Temeratur) festgestellt. Die Untersuchungen von Martin Ludwig, Kuhrau lieferten keine Hinweise darauf, daß die Änderungen der Karbonatproduktion durch das Angebot an heterotropher partikulärer Nahrung in Form von partikulärem organischen Material (POM) gesteuert sein könnten. Wenn ich daraus die Schlußfolgerung ziehe, bringt mir ein Wachstum dieser heterotrophen Mikroalgen durch die neue Rezeptur wenig für die Karbonatproduktion der riffbildenden Steinkorallenarten. Oder?

    Hallo Patrick, meinst Du das Mittel von der Fa. Aqualight. Bei dem Produkt handelt es sich um ein Hochkonzentrat, sollte nicht überdosiert werden und nicht direkt ins Becken gegeben werden. Entweder vorher verdünnen oder ins Technikbecken geben. Eine Empfehlung steht auf der Flasche: Für ein 1000-1200Liter Aquarium: 150 ml AktivBak mit 3 Liter Wasser verdünnen. 2ml pro Stunde ins Aquarium geben.

    Wenn Du mal an dem Konzentrat riechst, wird Du Essig riechen. Die darin enthaltene Essigsäure C[t]2[/t]H[t]4[/t]O[t]2[/t] läßt bei Zugabe des Mittels ins Aquarium den pH Wert extrem schnell sinken. Bei niedrigen KH Wert kann dies noch höher sein. Also unbedingt die Dosierempfehlung vom Hersteller beachten.

    Wie Michael bereits erwähnt hat, klappt die Nitratreduktion auch mit normalen Wodka/Ethanol als Kohlenstoffquelle. Du kannst Dir auch eine Mischung von Wodka, Essigsäure und Zucker selbst herstellen.

    Hallo zusammen,

    wenn ihr Euch Gedanken macht, Baumwolle als Kohlenstoffquelle heranzuziehen, dann wäre es auch legitim, eine ganz billige Methode anzugehen. Der Einsatz von Reishülsen bzw Reisstroh. Folgender Forschungsbericht aus dem Jahre 2009 zeigt auf wie effizient Nitrat entfernt werden kann, indem man Reisstroh als Kohlenstoffquelle und Biofilm Träger verwendet.

    Anbei ein Auszug des oben genannten Berichtes:
    "In this research, rice husk, a lignocellulosic waste from agroindustry,
    was investigated as the sole carbon source as well as
    biofilm carrier in the biological denitrification of wastewater in
    up-flowlaboratory reactors.Anartificialwastewater with a temperature
    in the range of 27–33 ◦C was used.
    Fast startup of the reactor and a high nitrate removal efficiency was observed.
    The highest rates of denitrification about 0.096 kg/m3 were achieved when
    flow rate and nitrate concentration were 41.4 L/d and 25.0 mg/L,
    respectively. Nitrite accumulation in treated water was practically
    zero during the experiments. Flow rate and nitrate concentration
    of the influent were observed to have a significant effect on nitrate
    removal efficiency. A very sharp decline was observed when the
    flow rate reached 30 L/d. The reactor had the ability to accommodate
    a wind range of pH(6.5–8.5) and DO(1.5–4). A time-dependent
    decrease in nitrate removal ratewas observed after 72 days of operation.
    And the addition of new rice husk brought about a rapid
    increase of the nitrate removal efficiency. The results showed that
    rice husk could be an economical and effective carbon source for
    the nitrate removal process."