Hallo zusammen,
aus der Fachhochschule Aachen (Fachbereich Chemie und Biotechnik) gibt es eine sehr ausführliche Arbeit hinsichtlich "Verfahrenstechnische Untersuchung des Leachingeffektes an Kationenaustauscherharzen". Dort wird auf die Thematik eingegangen:
„Die aus dem Kationenharz infolge Vernetzung austretenden kurzen Ketten mit Sulfonsäuregruppen setzen sich im nachfolgenden Anionenaustauscher fest und führen zu organischer Verschmutzung. Es wird daher empfohlen, bei festgestellter organischer Verschmutzung der Anionenfilter auch den Kationenaustauscher auf Abbau zu prüfen.“
Interessant sind die statischen Leachtest in Abhängigkeit zur Standzeit.
Zusammenfassend wird dort folgendes abgeleitet:
"Es gilt jedoch zu beachten, dass ein einmal eingeleiteter Leachprozess keinesfalls gestoppt
werden kann. Die getroffene Empfehlung die Spülzeit zu verlängern und das erste
Bettvolumen zu verwerfen ist als eine Art Schadensbegrenzung zu betrachten, denn mit
diesen Mitteln kann der Prozeß des Continuous Leaching keinesfalls gestoppt werden. Beide
Präventivmaßnahmen sind eine hinsichtlich des Leachverhaltens getroffene Auswahl. Ziel
muss es sein, die Leachbereitschaft des Kationenaustauschers von vorn herein durch die
Qualität desselbigen zu begrenzen. Die Höhe der osmotischen Beanspruchung der Harze in
der Verfahrenstechnik spielt ebenso eine nicht unwesentliche Rolle."
Eine Lebensdauer der Harze von ca. 10 Jahre, wie z.B. von Fa. Gralla propagiert, kann ich mir aus diesen Gründen nicht vorstellen. Vorallem wenn der VE nicht dauerhaft genutzt wird. Bei mir ist dies zweimal im Monat zum Wasserwechsel.