Beiträge von toms_korallen

    Hi Alex,

    das ist eine tolle Idee! Ich bin mal gespannt, wie sich dann die Korallen in dem Kreisel machen.
    Bei mir stehen auch noch ein paar Azoos herum, die langfristig ein eigenes Becken bekommen sollen.
    Vielleicht kann man sich ja bei Dir etwas abschauen ;). Also fleißig weiter berichten!

    Gruß,
    Thomas

    Hi Thomas,

    das einzige was gegen einen höheren Futtereintrag für Fische sprechen würde ist, dass dann die Nährstoffe erst von den Fischen verwertet werden um schließlich in gelöster Form bei den Korallen an zu kommen. Und dann sind da die Algen, die viel aufnehmen, bevor die Korallen etwas davon haben.

    Deswegen mein Gedanke, die Korallen gezielt zu füttern um zumindest in der ersten Runde, die das Futter durch das Becken dreht, den Korallen den Vorzug zu geben.

    Welches Futter wäre da geeignet? Ich füttere für die LPS und Azoos ja bereits rotes Plankton und Lobstereier. Dass das bei den Korallen gut ankommt sieht man. Die LPS stehen allesamt super. Allerdings ist das Futter noch zu grob, als dass die etwas SPS davon hätten. Es gibt doch mittlerweile eine Menge an Futterpräparaten auf dem Markt. Mit welchen habt ihr gute Erfahrungen gemacht? Wie sieht's da z.B. mit Sangokai aus?

    Gruß,
    Thomas

    Hi Marcus,

    die Koralle hat an sich immer im unteren Bereich des Beckens gestanden, ca. 40cm von der Lampe entfernt. Bei Gergor stand sie zuvor im Ablegerbecken, etwa 20cm unter 6x26W T5. Ich glaube nicht, dass es an einem Lichtschock liegen sollte. Vielleicht das falsche Spektrum?

    In meinen ersten Aquas hatte ich auch Seriatoporen. Die waren hart im Nehmen. Nur die Calliendrums sind nicht gut mit KH-Schwankungen zurecht gekommen. Aber damit habe ich an sich keine Probleme mehr.

    Gruß,
    Thomas

    Hallo zusammen,

    mich treibt gerade ein Problem um. Bis auf Seriatoporen und Poccis stehen in meinem Becken an sich alle Korallen ganz gut. Die LPS wachsen, dass es eine Freude ist und auch die Acros machen sich gut und sind schön bunt. Allerdings wollen insbesondere Seriatoporen nicht bei mir wachsen. Eine neu eingesetzte Calliendrum stirbt von den Spitzen her ab und auch Ableger von S. Hystrix sind eher Weiß und sterben teilweise ab. Da ich mit LED beleuchte habe ich auf einen Lichtschock getippt, aber egal wo ich die Korallen hinstelle, ergibt sich das selbe Bild.

    Die Wasserwerte in der Anlage sind im Rahmen:

    KH 8°dH
    Ca 450mg/l
    Mg 1250mg/l
    No3 n.n.
    Po4 n.n.

    Zur Anlage: ca. 400l netto, 1 Hauptbecken mit 50*70*65cm, 1 Ablegerbecken mit 80*70*25cm, 100*60*40 Technikbecken. Petterfilter mit ca. 100ml BioPellets von Fauna Marin, Kalkreaktor Meerwassertechnik Größe II, Korallenzucht Abschäumer Revolution S, 1x 200W LED (ca. 150W in Betrieb) über Hauptbecken, 1x 110W LED über Ablegerbecken.

    Die Nährstoffe waren schon immer ein Problem. Um mehr Nährstoffe einzubringen füttere ich unausgewaschenes Frostfutter (ca. 2 Würfel pro Tag, Arthemia, Rotes Plankton, Lobstereggs). Es befinden sich auch ein paar Azoos in der Anlage, die aber gezielt gefüttert werden können. Somit ist der Nährstoffeintrag moderat.

    Um eine kontinuierliche Mengenelementeversorgung zu haben läuft ein groß dimensionierter Kalkreaktor mit. Hier wird neben Calcium und Magnesium ja auch Phosphat gelöst und sollte den Korallen zur Verfügung stehen.

    Als Konkurrenz um die Nährstoffe gibt es allerdings einen Algenfilm auf dem Riffaufbau. Das Becken ist mit ca. 90% Riffkeramik eingerichtet. Auf dieser wächst ein Rasen aus Fadenalgen, der aber von einer Armarda an Weidetieren (Schnecken, ein Globolus und ein Seehase) kurz gehalten wird. Im an dem am gleichen Kreislauf angeschlossenen Ablegerbecken wachsen übrigens so gut wie keine Algen.

    Was würdet ihr davon halten, Korallenfutter für die SPS zuzugeben? Dieses würde nicht sofort von den Algen aufgenommen werden und den Korallen zur Verfügung stehen. Wenn ja, welches Futter würdet ihr vorschlagen?


    Danke für eure Tipps,
    Thomas

    Hi!

    Über meinem Ablegerbecken habe ich in ca. 30cm Abstand zur Wasseroberfläche eine Teszla. Die Wassertiefe beträgt in etwa 22cm. Das Becken war von vorne herein nicht auf SPS ausgelegt. Für LPS reicht das Licht völlig aus. Auch die Lichtfarbe finde ich schön. Als Test stehen ein paar SPS-Ableger direkt unter der Lampe. Dafür ist sie eindeutig zu schwach.

    Gruß,
    Thomas

    Hi Cemil,

    hast recht, die Tunze gibt's auch günstiger. Ja, die Qualität hat schon nachgelassen, die neuen Magnethalter sind ein Witz.

    Den Strömungskreisel habe ich bei meinem Ablegerbecken an einer 1000er Resun im Einsatz und bin bislang sehr zufrieden. Sollte eine Quick'n'Dirty-Lösung sein und funktioniert wunderbar.

    Gruß,
    Thomas

    Hallo Martin,

    in dem Preissegment bekommst Du eine gebrauchte Tunze 6055 mit Singlecontroller.
    Eine sehr günstige Lösung, die bei 300l noch funktioniert, wäre ein Strömungskreisel an der Rückförderung. Allerdings bräuchtest Du da noch weitere Strömungspumpen, da eine Pumpe mit Kreisel nicht ausreichen wird.

    Gruß,
    Thomas

    Hallo Olaf,

    dass es ein Pärchen ist habe ich angenommen, da sie beim Händler zusammen geschwommen sind.
    Leider ist der kleinere von beiden innerhalb von zwei Tagen eingegangen. Bis dahin haben sich beide Fische auch nur versteckt und kaum Futter abgenommen. Das muss den Kleinen zu sehr geschwächt haben. Der andere ist inzwischen putzmunter und hat seine Ecke an der Rückwand wo der mit dem Bauch zur Seite und Kopf nach unten in der Strömung steht.

    Mrutzek ist leider recht weit weg von Berlin. Und Fische versenden ist mir zu riskant - gerade wenn diese beim Einsetzen so heikel sind. Naja, inzwischen habe ich bei einigen Händlern meine Nummer hinterlegt und hoffe, dass sie sich melden, wenn neue Tiere reinkommen sollten.

    Gruß,
    Thomas

    Hallo Michael,

    Deinen Aufbau habe ich noch nicht ganz verstanden. Die Osmoseanlage sowie der Schalter für das Magnetventil sind im Keller. Ein Schlauch geht dann von unten von der Osmoseanlage hoch zum Techbikbecken im Erdgeschoß? Dann müsstest Du doch irgendwo den Schlauch verlegt haben. Da könntest Du doch noch parallel ein Kabel mit unterbringen.

    Gruß,
    Thomas

    Hallo Michael,

    warum nutzt Du nicht den Schwimmschalter, um das Magnetventil bei Erreichen des Pegels auszuschalten und den Zufluss zu sperren?

    Bei meiner Anlage habe ich das so gelöst, dass ein Magnetventil im Zufluss der Osmoseanlage sitzt, welches stromlos sperrt. Dann ist ein Schwimmschalter in Reihe geschaltet und zudem ein normaler Schalter. Es ist ein Risiko, sollte der Schwimmschalter mal undicht werden, da hier die vollen 240V durchgehen, allerdings hängt auch ein FI-Schalter an der Anlage. Sollte hier ein Kurzschluss entstehen, betrifft dies auch nicht den gesamten Wasserkreislauf, sondern nur das Osmosebecken. Und die Osmoseanlage wird nur aktiviert, wenn ich im Hause bin.

    Insgesamt ist der Ablauf so, dass ich das System über den normalen Schalter einschalte und bei Erreichen des gewünschten Pegels der Schwimmschalter ausschaltet. Dann schalte ich das System über den Schalter wieder aus und setze es stromlos. Bei den Komponenten habe ich mich bei Conrad beraten lassen. Das Magnetventil hat die 6mm-Druckschlauch-Anschlüsse und hängt im Zulauf der Osmoseanlage. Der Schalter ist für 50W an 240V geeignet. In Summe hat die Elektrik etwa 40€ gekostet.


    Gruß,
    Thomas

    Hi,

    ich habe ein sich gerade lösendes Algenproblem und einen sehr aktiven Seehasen. Heute habe ich eine Aquabee 3000 zum Schnellfilter umgebaut und mit dem Strahl mal alle Höhlen und Zwischenräume ausgespült. Verdammt, was so ein Seehase alles kacken kann! Naja, irgendwo müssen die Algen ja hin.

    Zum Entfernen vom Mulm kann ich diese Methode auf jeden Fall sehr empfehlen. Mein Becken war für etwa 30min komplett braun, und dann wieder klar. Der ganze Mulm hängt jetzt in der Filterkartusche.

    Gruß,
    Thomas

    Edit: So böse war das Wort gar nicht :winking_face: Das hatte nicht mal ein "sch" drin. Naja, ihr wisst, was gemeint war.

    Hallo miteinander,

    das Problem ist behoben. Die Kombination aus Milieuwechsel und der stärkeren Beleuchtung hat wohl bei den Korallen eine Stressreaktion bewirkt. Nachdem ich die Beleuchtung etwas reduziert hatte, haben sie rasch wieder etwas "creme"-Farbe an den betroffenen Stellen bekommen.

    Zudem lag die LED-Lampe bislang auf dem Becken und nur 3cm von der Wasseroberfläche entfernt. Dadurch gab es extrem helle Spots. Die betroffenen Korallen standen unter diesen Spots. Jetzt hängt die Lampe etwa 15cm hoch über dem Becken. Die Ausleuchtung ist jetzt flächiger.


    Gruß,
    Thomas

    Hallo Armin,

    das Vorgängerbecken war sehr nährstoffarm. Es gab zwar einen starken Fischbesatz aber auch eine Menge Steinkorallen, die die entstehenden Nährstoffe verbraucht haben. Alle Korallen in dem Becken waren sehr hell gefärbt. Die Wasseraufbereitung erfolgte über Lebendgestein und die Zugabe von BioDigest sowie Bakteriennahrung. Algen waren keine zu sehen.

    In meinem Becken gibt es momentan einige Algen, die aber sofort die Nährstoffe aus dem Wasser aufnehmen. Gestern habe ich mit Salifert gemessen, da waren No3 und Po4 nicht nachweisbar. Das war in meinem Becken bislang immer so. Da das Becken noch relativ frisch ist und die Riffkeramik noch nicht mit Kalkrotalgen bewachsen ist, gibt es Siedlungsgrund für niedere Algen, die diesen gerne nutzen - aber das ist ein anderes Thema. Nährstoffe sind jetzt zumindest im Becken vorhanden und die Korallen erleiden keine Limitierung.

    Im Gegensatz zum Vorgängerbecken habe ich in der Pumpenkammer des Technikbeckens einen Pelletfilter. Dieser steht im Pumpenbecken, damit die abgelösten Bakterien aus dem Filter noch eine Runde durch das Becken machen, bevor sie abgeschäumt werden. Wenn man das Polypenbild der blauen Acro betrachtet, wird diese Nahrungsquelle auch gut wahrgenommen. Übrigens stammt die blaue Acro auch von Gregor, hat aber über Umwege ihren Weg zu mir gefunden. Ich habe sie aus einer Beckenauflösung. Bei Gregor hat diese Koralle nicht so ein ausgeprägtes Polypenbild.

    Unter'm Strich würde ich sowohl das Becken von Gergor als auch meines als nährstoffarm im Bezug auf gelöste Nährstoffe betrachten. Hauptunterschied wird sein, dass bei ihm die Korallen aufgrund des Fischbesatzes sicher auch wesentlich direkt über die Ausscheidungen (Ammonium) ernährt werden, wobei in meinem System Macroplankton eine größere Rolle spielt.

    Gruß,
    Thomas

    Hi Joe,

    da die Korallen mit viel Mühe angeklebt sind, werde ich einfach die Beleuchtung auf etwa 70% reduzieren.
    Aber heftig, da die T5-Beleuchtung rein subjektiv heller wirkte als meine LEDs. Im Ablegerbecken haben die Korallen bei Gregor unter 4x24W T5 in 20cm Abstand zur Lichtquelle gestanden.

    Also, abdimmen ...

    Edit: Aber es kann doch auch nicht Sinn der Sache sein, bei jeder neuen Koralle die Beleuchtung herunter zu fahren ;). Aber passt schon, schont ja auch die Leuchtmittel.

    Gruß,
    Thomas

    Hallo miteinander,

    am Wochenende habe ich ein paar neue Acroporen eingesetzt.
    Die Korallen wurden neben bereits im System etablierten Korallen platziert.
    Die alten Korallen zeigen ein sehr vitales Polypenbild und Wachstumsspitzen. Die neuen Korallen expandieren ebenfalls, zeigen aber an den Spitzen bzw. an den dem Licht zugewandten Seiten weiße Stellen. Das Gewebe ist intakt, nur die Zooxantellen wurden abgestoßen.

    Anbei findet ihr auch zwei Fotos von betroffenen Korallen. Ist das ein Lichtschock? Mein Becken wird mit 150W LED (gedimmt, max 200W) auf 50*70*65cm beleuchtet, die Korallen standen zuvor unter T5. Aber einen Lichtschock kann ich mir schwer vorstellen, weil auf Höhe der Tischacro auch eine Euphyllia steht, der es prächtig geht.


    Gruß,
    Thomas

    P.S.: Die Fäden sind Fadenalgen. Mit denen habe ich momentan kleinere Probleme, die Algen gegen aber bereits zurück.

    Hi Hans-Werner,

    sorry, falls ich mich missverständlich ausgedrückt habe. Ich meine auch das "Delta", also die Zeit des Übergangs. Die scheint schneller zu gehen, als sich die Korallen akklimatisieren können.

    Übrigens haben sich meine Acros, die anscheinend aus nährstoffreicheren Becken gekommen sind, erfolgreich akklimatisiert. Zuvor waren sie zwar auch hell, zeigten aber kaum Polypen. Inzwischen haben sie ein starkes Polypenbild entwickelt. Besonders nachts stehen sie weit offen. Daraus schließe ich, dass sich die Ernährung über Zooxantellen hin zur Ernährung über Schwebeteilichen (Macroplankton aus dem Pellet-Filter) entwickelt hat. Dieses Polypenbild kann man ja auch bei Zeo-Becken beobachten. Die Umstellung braucht natürlich Zeit. Wenn den Zooxantellen die Nahrung genommen wird, die Korallen aber noch auf die Algen angewiesen sind, ist es natürlich von Nachteil, wenn diese Nahrungsquelle wegbricht. Es wäre mal interessant zu wissen wie lange diese Umstellung braucht.

    Bei meinen LPS konnte ich das auch beobachten. Neue LPS, die nicht gefüttert wurden, zeigen nachts ein komplett anderes Polypenbild als die Korallen, die bereits regelmäßige Fütterung gewöhnt sind. Auch das Ansprechverhalten der Korallen auf Futter unterscheidet sich sehr.

    Da ich anfangs Probleme mit zu niedrigen Nährstoffen hatte, verwende ich gerade kein Bactobalance. Wenn das Becken richtig läuft, wage ich mich mir für's Feintuning wieder dran.

    Gruß,
    Thomas

    Hi Claude,

    bei Deinem LPS-Becken ist mir aufgefallen, dass Du die Acans auch nur mit 50W auf 1x1m beleuchtest. Das scheint bei den Korallen ja voll auszureichen. Die Acans stehen da ja hervorragend. Wie weit man das bei den SPS treiben kann, wäre noch interessant zu wissen.

    Mein Ableger- und Experimentierbecken beleuchte ich mit einer Teszla auf 70x80cm. Den LPS gefällt es auch sehr gut. Testhalber habe ich noch einen Acro-Ableger mit in das Zentrum des Lichtkegels gestellt. Mal schauen, wie sich der entwickelt.

    Gruß,
    Thomas

    Hi Stefan,

    ja, das ist ein gutes Beispiel. Gerade da finde ich die Wirkung richtig super, weil einem das ganz andere Möglichkeiten eröffnet. Die hohe Bakteriendichte als Ernährung für die Filtrierer ist toller Nebeneffekt. Bin ja auch ein Azoo-Fan und hoffe, da mal wieder experimentieren zu können.

    Gruß,
    Thomas

    Einen hab' ich noch:

    Du schreibst, dass eine Mindestmenge an Po4 und No3 enthalten sein soll, um eine Limitierung zu vermeiden.
    Aufgrund des hohen Wirkungsgrades kann ich mir vorstellen, dass die geringe Zudosierung bei ohnehin nährstoffarmen Becken ausreicht, diese ans Limit zu bringen. Durch die geringe Dosierung kommen anscheinend nicht genügend Nährstoffe durch BB ins System, um die Limitierung abzufangen.

    Edit: Der Aufdruck suggeriert dem Benutzer, dass er das System durch BB nicht ans Limit fahren kann. Deswegen verleitet es dazu, es einfach mal auszuprobieren. Wenn dann Probleme wegen einer Limitierung auftauchen, sei es auch aus dem Einstellungsvorgang von nährstoffreich zu nährstoffarm, führt zu schlechter Stimmung, weil ja genau die Probleme durch das Mindestmaß an Nährstoffen vermieden sein sollten.

    Gruß,
    Thomas

    Hallo Hans-Werner,

    ich muss Stefan und einigen Mitschreibern zustimmen und versuche das oft emotional geschriebene etwas rationaler zu fassen. Das Problem ist, dass Bacto Balance ein Mittel mit hohem Wirkungsgrad ist und man es sehr schnell überdosieren kann. Vergleichen mit anderen Mitteln, die am Markt sind, ist die Wirkung von BB stärker, bzw. stellt sich bei nicht optimaler Dosierung schnell ein negativer Effekt ein. Wenn man also BB nur "mal ausprobieren" will und sich nicht 100% im Klaren darüber ist, was man da macht, kann es schnell vorkommen, dass man sich ein paar Korallen ins Jenseits befördert. Das passiert bei vielen anderen Mitteln nicht so schnell, weil sie bei der Mindestdosierung oft kaum einen Effekt zeigen.

    Nun ist es wahrscheinlich auch nicht einfach, pauschal eine Dosierung von BB anzugeben, weil der Bedarf/Verbrauch je nach Beckenbiologie stark unterschiedlich ist und die Becken genau so unterschiedlich reagieren. Soll heißen: Was bei dem einen Becken kaum einen Effekt zeigt, kann für ein anderes Becken schon zu viel sein.

    Sicher keine einfache Sache, denn dieses Mittel ist anscheinend nicht "idiotensicher" sondern nur etwas für Fortgeschrittene, die frühzeitig Reaktionen der Korallen lesen können.


    Gruß,
    Thomas

    Hi Thorsten,

    dann sind das hoffentlich Gonioporen, sonst haben die Rostocker nicht lange Freude am dem Becken.
    Wirklich bunt bleibende Korallen bei der Beckengröße einzubringen ist sicher nicht einfach. Wenn man überlegt, wie viel Licht da benötigt wird ...

    Sind die Aufbauten eigentlich massiv oder innen hohl?

    Gruß,
    Thomas

    Hi,

    zu Hause würde ich mir so etwas auch nicht hinstellen wollen. Aber wenn man sich die Porites-Blöcke im roten Meer anschaut, kann man schon solche Strukturen finden. Sei dahingestellt, ob ein bestimmtes Biotop abgebildet werden soll, oder ein farbenfrohes Riffaquarium ...

    Mal eine Frage: Sind die Korallen im vorderen Bereich Xenien?

    Gruß,
    Thomas

    Hallo miteinander,

    man kann übrigens auch einfach ein Rohr auf eine Spritze kleben. Das ist billig und funktioniert super.

    Übrigens füttere ich eine Korallen momentan täglich, weil ich ein Nährstoffproblem in meinem Becken habe (zu wenig Po4). Sie bekommen eine wechselnde Diät aus Mysis, rotem Plankton, Lobstereiern, Arthemia und den LPS-Pellets. Anscheinend haben sich die Korallen daran gewöhnt. Die Acans sind des Nachts so weit expandiert, dass man sie fast mit Tubastreas verwechseln könnte ;).

    Allerdings scheinen sich die Korallen erst an regelmäßige Fütterung gewöhnen zu müssen. Neue Acans gehen deutlich zaghafter ans Futter als meine erste. Die Größe der Polypen hat seit der Fütterung deutlich zugenommen. Auch wachsen unten neue Polypen. Trotzdem hält sich das Wachstum des Skeletts in Grenzen.

    Anbei ein paar Fotos hungriger LPS.

    Gruß,
    Thomas

    Hi miteinander,

    interessanter Link. So günstige Reaktoren habe ich bisher noch nicht gesehen.
    Könnte man da statt einer Leuchtstoffröhre nicht auch LED-Streifen einsetzen?
    Es müssten ja nicht einmal HighPowerLEDs sein. Die warmweißen Streifen aus dem Baumarkt sollten da doch ausreichen?

    Gruß,
    Thomas

    Hallo Thorsten,

    irgendwas habe ich ja nicht reingeschüttet, sondern Marino Stabil. Oder welches Mittel meintest Du, das ich zugegeben hätte? Das hast Du mir ja mitgegeben. Allerdings ist das hier mit dem Augenmaß eine schwierige Kiste, wenn man zuvor davon ausgeht, dass KH passt und erst bei einer versehentlichen Erhöhung feststellt, dass der anscheinend die ganze Zeit zu niedrig war.

    Aber wie Du schon sagst: Finger raus, keine vorschnellen Handlungen. Ich warte jetzt mal ab, messe nachher mit einem ordentlichen Test und der Referenz gehen und peile mal einen Ziel-KH von 8°dH an. Sollte der berechnete Verbrauch und die automatische Nachdosierung zu gering angesetzt sein, geht nicht gleich alles den Bach runter. Denn anscheinend kommen die Korallen eher mit einer zu hohen als einer zu niedrigen KH zurecht.

    Gruß,
    Thomas

    Hallo miteinander,

    ich wollte einen kurzen Zwischenbericht abgeben. Die Grundel macht sich gut und gräbt fleißig um. Die Schwebeteilchen stören nicht und werden auch recht fix vom Schnellfilter im Überlauf herausgeholt. Zudem habe ich die Fütterung auf etwa 2,5 Würfel Frostfutter ergänzt und füttere nun Arthemia, Rotes Plankton und Lobstereier.

    Dann ist mir ein Missgeschick passiert: Beim Messen der Wasserwerte lag Ca wieder bei 500. Es ist also gestiegen. In Erwartung, dass somit KH gefallen sein müsste, habe ich mich erschrocken, als ich 3,5°dH gemessen habe. Das habe ich dann mehrfach kontrolliert, aber nicht bemerkt, dass ich den Test falsch angewendet habe. Für mich erschien das auch plausibel, weil Ca nur so steigen konnte, wenn KH sinkt.

    Folglich habe ich mit Marinostabil ausgeglichen - und dann beim richtigen Messen eine KH von 14°dH festgestellt. In Gedanken habe ich mich schon auf den Supergau gefasst gemacht. Den Abend von der Arbeit nach Hause gekehrt schaue ich ins Becken und - Überraschung. Die Korallen stehen richtig gut. Die LPS sind weit aufgeblasen und die SPS sagen auch irgendwie besser aus.

    Da fängt man natürlich an, an den Messwerten zu zweifeln. KH habe ich mit Salifert gemessen und mit einer mitgelieferten Referenz gegengeprüft. Aber wie man hier oft liest, scheint der Test selbst mit Referenz nicht wirklich zu gebrauchen zu sein. Vor einer Stunde wurde mir der KH-test von Gilbers mit Multireferenz geliefert. Heute Abend werde ich mal messen, wie es wirklich um die KH steht.

    Die SPS machen aber anscheinend Fortschritte. Die Florida ist zwar inzwischen sehr stark angeschlagen, aber ich bilde mir ein bei den anderen SPS Wachstum an den Fußscheiben zu erkennen. Auch die Wachstumsspitzen werden wieder etwas lebendiger.

    Es bleibt also spannend ...

    @Thorsten: Wie lange löst sich denn Calcium aus der Riffkeramik? Ich bin überrascht, dass Ca immer noch steigt. Aber wenn die Korallen erst mal wachsen, ist das ja eine willkommene Sache ...

    Gruß,
    Thomas

    Hi Joe,

    also, vor allem bin ich ja erst mal sehr froh, das Problem inzwischen überhaupt benennen zu können.

    Dann sollte man vielleicht besser von einem hohen Verbrauch von Nährstoffen bei der Erstbesiedlung von sterilem Dekorationsmaterial sprechen. Bei mir ist es nun mal Riffkeramik, aber das Letzte, was ich im Hinterkopf habe, wäre durch die Nennung des Namens Thorsten oder irgendwem zu schaden.

    Gruß,
    Thomas

    Hi, danke für eure Antworten. Bin gerade unterwegs und antworte morgen noch mal ausführlich. Ihr habt recht, was die Vergleichbarkeit der Systeme angeht. Ich habe das jetzt auch erkannt und werde erst mal keine Koralken nachsetzen. Vielleicht noch LPS, die ich aktiv füttern kann. SPS gibt es erst wieder, wenn die Keramik besiedelt ist. Kh und mg wird über Ghl dosiert.

    Gruß,
    Thomas

    Hallo Corinna,

    vielen Dank für Deine Antwort. In meinem Münchener Becken habe ich ein Paar Sexguttatas auf 550l gesetzt. Irgendwann haben sich die beiden nicht mehr vertragen und sich gehetzt, bis ein Tier zu grunde gegangen ist. Deswegen habe ich gezielt ein einzelnes Tier ausgewählt. Ich weiß, dass mein Becken gernzwertig für den Besatz mit Schläfergrundeln ist, jedoch gibt es kaum einen anderen Fisch als Alternative, der den Bodengrund so gründlich durchkaut. Im Vergleich zu Puellaris oder dern Goldstirn-Schläfergrundeln ist die Sexguttata noch ein zarteres Geschöpf.

    Dass die Acroporen keine Einsteiger-Acros sind, ist mir bewusst. Wenn das Becken so eingefahren wäre, wie ich es erwartet hätte, wäre es auch kein Problem gewesen. Allerdings verhält sich die Einfahrphase mit Riffkeramik doch etwas anders als mit 100% Lebendgestein. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich etwas verschätzt habe. Lebendgestein macht vieles einfacher. Ich war der Annahme, dass, so lange ich die üblichen Parameter im Auge behalte, alles gut gehen würde. Da macht einem der künstliche Fels allerdings einen Strich durch die Rechnung.

    Übrigens finde ich das, was sich bei mir und vielen anderen gerade abspielt, durchaus erklärbar und auch nicht negativ, wenn man darauf vorbereitet ist. Abgesehen von den bekannten Schwankungen bei den anorganischen Mengenelementen (sinkende KH, Lösung von Ca, Lösung von Si), die mir der Riffkeramik verbunden sind, führt eine andere Eigenschaft bei vielen Anwendern zu großen Problemen: Reduzierung der Nährstoffe. Heute habe ich mit einem Händler gesprochen, der meinte, an sich dürfe es keine Reduzierung geben, er betreibe seine Korallen-Nachzuchtanlage ja auch ohne Lebendgestein und ohne Probleme mit Limitierungen. Klar, er hat da ja auch keine vergleichbaren Oberflächen, die es gilt, mit einem Biofilm zu überziehen.

    Ich denke, dass die hier so oft beschriebene Limitierung daher rührt, dass die Keramik eine große Oberfläche bietet, die zunächst besiedelt werden muss. Die poröse Struktur der Keramik bietet hier eine enorme Fläche. Die dort siedelnden Bakterien nehmen erst einmal alles verfügbare No3 und Po4 auf. Lebendgestein bringt einen ausgereiften Biofilm mit, der bei der Keramik vollkommen fehlt. Von daher gibt es hier da auch bei "Nullwerten" keine vergleichbaren Probleme.

    Die Herausforderung beim Einfahren eines Beckens mit Riffkeramik besteht also anscheinend darin, nicht nur die üblichen Wasserwerte unter Konrolle zu haben, sondern auch die Besiedlung der Oberfläche der Keramik bestmöglich zu unterstützen. Ich denke, dass man ein Riffkeramikbecken erst mit einem Becken mit 100% Lebendgestein vergleichen kann, wenn die Oberfläche besiedelt ist. Hier wird es auch noch interessant, in wiefern die Diversität der Organismen eine Rolle spielt. Wenn man nach H. W. Balling und seinem Artikel in der aktuellen Koralle geht, müsste ein künstlich strukturiertes Becken ja mit den Start im Stadium eines Old Tank Syndroms bedeuten - eben wegen der fehlenden Diversität.

    Da die Neubesiedelung irgendwann einmal abgeschlossen ist, muss ich darauf achten, dann die Futtermenge wieder zu reduzieren und einen darauf angepassten (Fisch-) Besatz zu haben, da hier keine neue Biomasse mehr gebildet werden kann und die bestehenden Bakterien nicht in der Lage wären, die anfallenden Stoffwechselrestprodukte zu verarbeiten.

    An sich ist das alles trivial, aber es hat bisher kaum Threads mit Antworten auf die Fragestellung gegeben. In den meisten Threads endet es so, dass die Leute die Riffkeramik rausschmeißen, Lebendgstein einbringen und glücklich sind, dass alles wieder wie früher läuft. Das finde ich schade, denn mit der Keramik hat man viele Gestaltungsmöglichkeiten. Mein Becken würde aufgrund der Abmessungen die mit Lebengdestein nie so strukturierbar sein.

    Ich würde jetzt gern noch auf den Mischbesatz zu sprechen kommen, aber dann wird das hier zu lang. Aber es gibt inzwischen doch einige Beispiele von Becken, in denen das hervorragend funktioniert. Ich glaube, dass hier die Pellets als stationäre Kohlenstoffquelle und Futter für Bakterien, die dann als Korallennahrung dienen in näherer Zukunft einiges mehr ermöglichen werden.

    Gruß,
    Thomas

    Hallo,

    so, jetzt schwimmt eine Valencienna Sexguttata im Becken und ist schon fleißig bei der Sache. Der Bodengrund hat eine Körnung von 1-1,5mm, also keine Feinstaubgefahr. Zur Notz hängt auch ein Schnellfilter im Überlauf, den ich wöchentlich auswasche. Stefan, haste Deine Echphyllia wiedererkannt? Die Fugi zickt noch ein wenig, aber die wird schon.

    Dann habe ich noch ein Kilo Lebendgestein mitgenommen. Es hat nicht so viele Kalkrotalgen, ist aber hochporös und schön leicht. Etwas zerkleinert steckt es jetzt gut integriert in der Riffkeramik.

    Thorsten, danke für den Tipp am Telefon mit dem roten Plankton. Es war sogar vorrätig, heute Abend werde ich es mal füttern.


    Gruß,
    Thomas