Beiträge von toms_korallen

    Hi Hans-Werner,

    vielen Dank für Deine Einschätzung.

    Die Ca-Versorgung erfolgt über einen Kalkreaktor. An sich wird dadurch ja immer Po4 gelöst. Aber ist das genug, um das Becken zu versorgen?
    Momentan wird sicher ein Großteil des Po4 von den Kalkrotalgen verbraucht. Diese müssen ja erst einmal die ganze tote Deko überziehen.

    Gruß,
    Thomas

    Hallo Hans-Werner,

    leider habe ich von den alten Bildern keine RAWs, sodass die Möglichkeit leider wegfällt. Für zukünftige Vergleiche habe ich bei der Kamera feste Einstellungen für die Becken in den Benutzerprogrammen abgelegt. Zukünftige Fotos haben dann also immer den gleichen Weißabgleich. Lediglich Belichtungszeit und Blende werden da verändert, da ja nicht jede Koralle gleich hell steht.

    @achillesfan (name unbekannt)
    Dass man die Werte mit dieses Tests nicht genau ermitteln kann, ist mir klar. Das macht in meinen Augen auch weiter nichts, denn die Korallen stehen nicht kurz vor dem Aus. Die Tests zeigen mir aber Tendenzen, wenn sich etwas verändert. Und im Becken ist es lediglich ein Feintuning, gut vielleicht schon etwas mehr, aber eben keine notwendige Veränderung, die die Gesundheit der Korallen beeinträchtigen würde.

    Marco
    Normalerweise würde ich Dir zustimmen, dass, wenn genügend Verschmutzer im Becken sind, man sich über Nährstoffe keine Gedanken machen müsste. Wenn das Becken jetzt aber noch recht frisch ist und die Besiedlung der Deko noch nicht komplett abgeschlossen ist, denke ich, dass erst mal ein höherer Bedarf an Nährstoffen da ist, als bei einem normal laufenden Becken mit dem üblichen Fischbesatz. Deswegen möchte ich vermeiden, mehr Verschmutzer einzubringen, als das Becken zu einem späteren Zeitpunkt vertragen kann. Gut, nun sagt Joe, dass das Becken mehr Nährstoffe braucht wenn die Korallen wachsen. Das stimmt. Nur in welchem Verhältnis steht dann der Verbrauch? Was, wenn später doch nicht so viele Nährstoffe verbraucht werden, wie man sie einbringt? Da würde ich ungern mit Absorbern arbeiten müssen.

    Generell noch mal eine Frage in die Runde, auch weil achillesfan es angesprochen hat:

    Welche Risiken sehr ihr bei der Zudosierung von Stickstoff/Ammonium?
    Mir bekannt wären:


    - Herbeiführung einer Po4-Limitierung: Stickstoff wird in Bakterien umgesetzt, diese vermehren sich und binden Po4. Bakterien werden abgeschäumt und somit Po4 entfernt.
    -> Möglich, deswegen habe ich das Frostfutter nicht ausgewaschen und die Korallen beobachtet

    - Ammonium wird zu Ammoniak und wirkt giftig auf die Fische
    -> Sollte bei der geringen Dosierung noch nicht auftreten. Zudem erfolgte die Dosierung nicht auf ein Mal, sondern 2x Täglich 5ml

    - Ammonium begünstigt niedere Algen wie Bryopsis, da diese Ammonium direkt verwerten können
    -> Habe ich beobachten können und deswegen vorerst die Ammonium-Zugabe eingestellt

    Gruß,
    Thomas

    Hallo Hans-Werner,

    auf den Fotos ist, auch aufgrund der leicht anderen Einstellung der Kamera, nur schwer ein Unterschied festzustellen. Bei der Chesterfieldensis sieht man einen klaren Unterschied, aber bei den anderen Korallen ist es schon sehr schwer, einen signifikanten Unterschied zu erkennen.

    Was auf jeden Fall anders ist, ist das Wachstum. Da hat sich vorher recht wenig getan und gerade bei der Hyacinthus sieht man, dass sich da jetzt etwas bewegt.

    Gruß,
    Thomas

    Hier noch die anderen Korallen in der Gegenüberstellung.
    Im direkten Vergleich sieht man, das sich gar nicht so viel getan hat. Aber die Korallen sehen, wenn man davor steht, vitaler aus.
    Dass die Farbe bei der weißen Acro um so viel kräftiger wirkt, liegt daran, das sie jetzt an einer anderen Stelle steht. Dort bekommt sie mehr Blau ab.
    Sie ist schon kräftiger gefärbt, aber nicht ganz so grell wie auf dem Foto.

    Gruß,
    Thomas

    Hallo zusammen,

    die letzten zwei Wochen habe ich das Frostfutter dann nicht ausgewaschen und Nh4Cl dosiert. Zudem wurden wöchentlich 3 Ampullen Reef Booster zugegeben. Darauf haben sich folgende Veränderungen eingestellt:

    + Die Korallen sind etwas eingedunkelt und die Farben insgesamt kräftiger geworden
    + die Fluoreszenz ist stärker geworden
    + Die Wachstumsspitzen der Korallen sind dicker geworden
    + Das Polypenbild hat sich verbessert

    - Im Hauptbecken wachsen grüne Cyanos (recht wenig) und im LPS-Becken wachsen rote Cyanos (schon einige)
    - Im Hauptbecken gibt es eine Stelle, an der ich Bryopsis vermute. Kann es aber noch nicht genau sagen, da auch grüne Cyanos darauf wachsen. Nachdem ich den großen Pfaffenhut wieder ins Hauptbecken gesetzt habe, beginnt dieser aber, die Stelle abzuweiden. Es ist also nicht so schlimm.

    Die Veränderungen der Korallen sieht man besonders gut an einer A. Chesterfieldensis. Die Valida, die ich zunächst als Indikator genommen habe, ist nur etwas dunkler geworden und die Spitzen sind kräftiger durchgefärbt. Die Fotos unten zeigen die Chesterfieldensis.

    Um die Cyanos nicht weiter zu fördern, wurde die Nährstoffzufuhr wieder etwas zurückgefahren. Das Frostfutter wird wieder ausgewaschen und die Nh4Cl-Dosierung wird ausgesetzt, bis die Algen, die Bryopsis sein könnten, verschwunden sind (Bryopsis werden durch Ammonium begünstigt). Wenn die Korallen zu sehr aufhellen sollten, gebe ich wieder etwas zu.

    Zudem dosiere ich nun Bacto Blend um konkurrierende Bakterien zu den Cyanos einzubringen.


    Gruß,
    Thomas

    P.S.: Das Bild mit grünen Polypen ist das aktuelle Foto. Das andere Bild wurde vor ein paar Wochen geschossen.

    Hi!

    Da Ca in meinem Becken auch recht hoch ist habe ich mir Gedanken gemacht ob das schädlich sein kann. In Gesprächen mit anderen Aquarianern sind da immer "verbrannte Spitzen" als mögliche Folge des zu hohen CA genannt worden. Das würde hier ja passen.

    Viele Grüße,
    Thomas

    Hallo Hajo,

    In dem Becken schwimmen bereits zwei Docs, zehn Anthias, fünf Lippfische und ein paar Grundeln. Da wimmelt es schon ganz gut. Und gerade die Doktoren und Lippis werden noch wachsen. Wenn ich jetzt noch mehr einsetzt gibt es später sicher Probleme mit dem Besatz und den Nährstoffen.

    Gruß,
    Thomas

    Hi Joe,

    Du würdest auch sagen, dass ich die Nährstoffe ruhig etwas hochfahren kann, bis das System "gesättigt" ist?
    Gemeint ist, bis sich genügend Biofilme und Kalkalgen gebildet haben und nicht mehr den Korallen alles vor der Nase wegschnappen, was man ins Becken gibt.

    Mir wurde ja schon oft gesagt, ich solle einfach mehr Fische einsetzen. Aber davon halte ich aber nichts. Zum einen wachsen ja die Fische, die schon im Becken sind, noch ein wenig und setzen dann natürlich mehr Futter um. Und dann fällt ja irgendwann der Verbrauch durch den Aufbau von Biomasse auf der Deko weg. Dann habe ich das gegenteilige Problem einer Limitierung, dann wird's zu viel.

    Gruß,
    Thomas

    Hi Armin,

    Referenzlösungen habe ich noch nicht benutzt, da ich die Messungen bisher nur als grobe Anhaltspunkte genommen habe. Bislang hat es ganz gut geklappt, auf die Korallen zu sehen und die Vermutung noch mal mit den Messergebnissen zu bestätigen.
    Die Systeme, die ich in den letzten Jahren gefahren habe, hatten allerdings immer Aufbauten aus 100% Lebendgestein. So ein auf totem Material aufgesetztes System reagiert da doch anders.

    Als Anhaltspunkte für "nicht richtig in Schwung kommen" ziehe ich Vergleiche zu meinen alten Aquarien:
    - Der Wuchs der Kalkrotalgen hat erst nach der Zugabe von Magnesium (auf von 1200mg/l auf 1400mg/l angehoben) und Strontium (nicht gemessen, 1/2 Dosierempfehlung von Bio-Strontium) begonnen und geht verhältnismäßig langsam von statten. In einem kleinen System nebenan mit höherem Nährstoffeintrag wachsen die Kalkalgen viel schneller.
    - Der Wuchs der Korallen ist langsam. Die Wachstumsspitzen sind bei vielen Korallen recht dünn und haben erst seit Beginn der Zugaben an Umfang zugenommen
    - Die Farben einiger Korallen sind verwaschen. Es wird zwar langsam besser, aber beispielsweise ist eine Acropora Hoeksemai ist von Blau in ein fahles Grau umgefärbt.
    - Rote Korallen sind zwischenzeitlich sehr verblasst und haben das Wachstum eingestellt. Eine Acropora Hyacinthus ist zwischenzeitlich komplett beige geworden. Jetzt ist sie hell und die Farben kommen langsam zurück. Endlich bildet sie nach Monaten erste Wachstumsspitzen.

    Gruß,
    Thomas

    P.S.: Anbei ältere Fotos um die blasse Farbe zu zeigen. Die Hycinthus wirkt so funkel, weil sie von unten fotografiert wurde. Inzwischen steht sie besser. Ich schieße mal noch ein Vergleichsfoto

    Hi Ingrid,

    habe gerade zwei Bilder von Korallen gemacht, die ich als Referenz hernehme. Das ist einmal eine Acropora Valida und eine weiße Acropora (Tenuis ?).
    Beide Korallen fluoreszieren nicht so stark. Von daher kann man ganz gute Rückschlüsse auf die Zooxantellendichte ziehen.

    Die Fotos zeigen jetzt so ziemlich das Gegenteil, von dem, was ich eben erzählt habe. Als ich sie gerade angeschaut habe, habe ich mich gefragt, worüber ich mich hier eigentlich beklage.
    Allerdings ist das Polypenbild und auch die Eindunklung bei der Valida etwas besser (kräftiger) geworden, seit ich mit den Zugaben begonnen habe. Eben habe ich in der Aufzählung noch den ReefBooster vergessen. Hier gebe ich momentan wöchentlich drei Ampullen (auf ca. 1400l) zu. Auf Dauer wird mir das aber zu teuer.

    Vorher hatte die Valida kaum Wachstumsspitzen und ein nahezu weißes Gewebe. Auch die Spitzen sind jetzt erst richtig lila geworden.
    Das Wachstum der Korallen ist aber immer noch zurückhaltend.

    Gruß,
    Thomas

    P.S.: Übrigens noch eine Sache: Krustenanemonen kann ich so gut wie keine halten. Frische Zoas sterben meist nach dem Einsetzen und die anderen Kolonien degenerieren sehr langsam. Hier füttere ich inzwischen mit Claudes Acan- und Zoafood mit Min D zu.
    LPS sind unproblematisch, weil sie regelmäßig gefüttert werden.

    Hallo zusammen,

    in einem eingefahrenen Becken kann es an sich ja selten zu einer Nährstofflimitierung kommen. Mein Becken ist recht frisch erweitert und läuft an sich recht stabil, abgesehen davon, dass die Korallen nicht richtig in Schwung kommen, weil zu wenig Nährstoffe im Becken sind.

    Inzwischen düsen 20 Fische durch die 840l und werden 5 mal pro Tag gefüttert. Neben einigem Frostfutter (Artemia, Calanus und Cyclops), das ich immer auswasche und abtropfen lasse, wird noch Einiges an Flockenfutter ins Becken gegeben.

    Nährstoffe sind allerdings, mit Salifert gemessen, immer noch nicht nachweisbar. Den akuten Verbrauch von Nährstoffen führe ich darauf zurück, dass der Aufbau zu 90% aus totem Riffgestein besteht und erst besiedelt werden muss.

    Als Gegenmaßnahme habe ich zunächst Aminos dosiert. Hier konnte ich bis auf einen Zuwachs von Cyanos im alten Becken, das am gleichen Kreislauf hängt, keine Veränderung feststellen.

    Dann habe ich begonnen Nh4Cl nach der Anleitung von Jörg Kokott zuzudosieren. Nach einer Woche hat sich hier an den Nährstoffwerten auch nichts getan. Ich nehme an, dass der Bedarf so groß ist, dass das Ammonium direkt verbrauch worden ist. So sollte es ja auch sein.

    Jetzt hätte ich vor, die Dosierung des Nh4Cl von 1ml/100l Stammlösung auf 1,5ml Stammlösung täglich anzuheben. Desweiteren möchte ich verhindern, dass es durch den Stickstoffeintrag zu einer Po4-Limitierung kommt und würde erst einmal das Frostfutter nicht auswaschen.

    Was meint ihr dazu?


    Viele Grüße,
    Thomas

    Hi Naif,

    hat die dem Diagramm nach nicht ihren Peak bei 410nm?
    Übrigens laufen über meinem Ablegerbecken keine UVs, nur "normale" LEDs. Hier stehen auch ein paar LPS zum aufpeppeln.
    Die knipse ich mal eben, denn das Rot sieht da auch nicht so schlecht aus. Aber wie gesagt, wegen der geringen Zooxantellendichte wirken die Korallen eh alle etwas heller und die Farben nicht so satt wie auf Deinem ersten Bild.

    Gruß,
    Thomas

    Hallo Naif,

    den Effekt, dass Rot bei den Acans zu Orange wird, kann ich in meinem Becken nicht bestätigen.
    Die Korallen stehen auch unter 100% LED, allerdings einer DIY mit recht vielen verschiedenen Emittern, auch mit Rot un UV.

    Dass Rot verschwindet, ist bei mir nicht so problematisch. Ein paar Acans hatten aber, als ich sie gekauft habe, lila Gewebe an den Rändern und der Unterseite der Polypen. Da ist die Farbe fast vollständig verloren gegangen. Allerdings kann das auch durch eine Abnahme der Zooxantellendichte kommen, da das Becken recht nährstoffarm fährt.

    Gruß,
    Thomas

    P.S.: Poste gleich noch aktuelle Fotos der Korallen mit dem Handy.

    Hi Reinhard,
    Über dem großen Becken sind zusätzlich zu den LEDs ja noch T5 montiert. Allerdings habe ich hier noch keine Acros, die die rote Pigmente haben. Die Hysterix ist noch zu frisch, um dazu was sagen zu können.

    Wie sieht's mit Kalium aus? Wäre das eine Option?

    Gruß,
    Thomas

    Hallo zusammen,

    seit ein paar Wochen schwimmen mehr Fische (+ 10 Pseudanthias Dispar, +2 Gitterdocks) in meiner Anlage und endlich gibt es einen nennenswerten Nährstoffeintrag.
    Die Korallen haben auch bereits reagiert. Die Wachstumsspitzen sind bei den meisten Korallen dicker, und das Wachstum ist bei einigen SPS stärker geworden. Auch machen sich die Zoas jetzt schon besser.

    Allerdings kommen manche Farben noch nicht so richtig raus. Die Korallen dunkeln zwar schon ein wenig ein, die Farben sind aber immer noch sehr verwaschen. Als Beispiel habe ich mal viel Bilder angehängt:

    Acropora in Grün mit roten Wachstumsspitzen:
    Das Rot ist kaum zu erkennen. Dies trifft an sich für alle Acros zu, die rote Pigmente haben sollten.

    Acropora Hyacinthus:
    Der Ableger mit den längeren Polypen ist tatsächlich eine Hyacinthus. Der Mutterstock ist schön rot durchgefärbt. Bei mir im Becken ist die Farbe verloren gegangen. Statt dem Rot ist eine grünliche Fluoreszenz dazu gekommen. Einen leichten rosa-metallischen Schimmer hat sie noch, der sich kaum mit der Kamera einfangen lässt. Gleiches gilt für die Inverse-Shortcake. Sie hat Wachstumsspitzen mit gelben Kringeln, das Rot kommt aber nur ganz zaghaft durch.

    Acropora Hoesmakai:
    Diese Acropora sollte an sich blau und nicht stahlgrau sein. Das Wachstum ist okay und die Spitzen haben tolle neon-gelbe Kringel, aber die Grundfarbe war schon mal intensiver.

    Grüne Korallen stehen alle Top. Die LPS stehen auch alle super. Da sie regelmäßig gefüttert werden, sind die gelösten Nährstoffe im Wasser hier nicht so relevant.

    Kurz noch mehr Infos zur Anlage:
    Insgesamt laufen ca. 1200l Netto im Kreislauf an 3 Becken. Die Wasseraufbereitung besteht nur aus Filtersocke, Abschäumer, Kalkreaktor und ca. 100ml Aktivkohle.
    Beleuchtet wird über dem Hauptbecken (160x80x65cm), in dem die meisten SPS stehen mit 400W LED von meerwassertechnik.com und 2x 80W T5. Die anderen Becken werden mit 100% LED beleuchtet.
    Über eine Dosieranlage wird eine geringe Menge Spurenelemente (1ml/Tag: Fauna Marin, Color Elements) hinzugegeben.

    Die Wasserwerte sind:
    Po4: NN
    No3: NN
    KH: 6-9°dH (schwankt momentan ein wenig, habe noch nicht richtige Einstellung beim Kalki gefunden. Verstopft ab und zu)
    Ca: 400mg/l (ca.)
    Mg: 1450mg/l (ca.)

    Mg und Strontium wurden gesondert zugegeben, um das Wachstum der Kalkrotalgen anzukurbeln. Funktioniert auch wunderbar.
    Die Kalkrotalgen wachsen übrigens fast nur unter den Steinen. Da wo das Licht direkt auftrifft wachsen sie nicht.

    Da das System erst vor zwei Monaten erweitert wurde, sind 800l frisches Wasser dazu gekommen. Übrigens sind beim Zusammenschluss vom neuen und alten Kreislauf keine nennenswerten Effekte in Sachen Algenblüte oder Veränderung der Farben der Korallen aufgetreten.
    Vielleicht liegt das auch daran, dass die gesamte Anlage mit sehr wenig Lebendgestein und somit auch verhältnismäßig geringer Biomasse fährt, die durch Absterben bei Milieuveränderung zu Schwankungen im Nährstoffhaushalt führt. Der Riffaufbau im alten Becken (1,5 Jahre Standzeit) besteht aus Keramik von Korallenwelt, das neue Becken hat einen Aufbau aus totem Riffgestein. Insgesamt befinden sich ca. 15kg Lebendgestein in der Anlage.

    Natürlich kann man jetzt argumentieren, dass man dem Ganzen doch erst einmal eine ordentliche Einfahrphase gönnen sollte. Da ich seit inzwischen 7 Jahren das Hobby betreibe, hätte ich gedacht bei eventuell auftretenden Problemen auch entsprechend reagieren zu können. Eine unerwartete Hürde war beim Start meines kleinen Beckens vor einem Jahr eine Nährstofflimitierung. Das war neu für mich, bisher hatte ich immer mit der Reduktion von Nährstoffen zu kämpfen, und nicht mit der Zugabe. Das neue System lief dann so gut an, dass ich den Kreislauf schneller schließen konnte als gedacht und bisher gedeiht auch alles prima. Der Besatz ist so gewählt, dass die meisten Fische eine Funktion im Becken haben. Die Anthias dienen der Nährstoffgenerierung ;).

    Hättet ihr einen Tipp, wie die Farben der Korallen noch etwas kontrastreicher bekommt?
    Was wäre der richtige Weg? Eine höhere Dosierung der Spuris, Aminos oder die Futtermenge der Fische noch etwas erhöhen?

    Danke & Gruß,
    Thomas

    P.S.: Der abgestorbene Bereich am Fuß der Enzmann im Hintergrund war so, als ich den Ableger bekommen habe. Sie regeneriert inzwischen. Anscheinend hat die Koralle den Kleber nicht vertragen, mit dem sie aufgeklebt worden ist.
    P.P.S.: Hier noch mehr Infos zum Becken

    Hi,

    das Thema mit der Cites geht hier in Berlin auch gerade um. Naif, evtl waren wir beim gleichen Händler. Da habe ich gehört, dass es beim Veterinäramt wohl Überkapazitäten geben soll, und die Leute jetzt zunächst die Händler und dann die privaten Halter nach Cites für ihre Korallen kontrollieren sollen.
    Angeblich sollen Korallen, für die keine Cites nachweisbar ist, konfesziert werden und als Spende ans Zooaquarium Berlin abgegeben werden.

    Wenn das der Fall sein sollte, könnte es in so einigen Becken demnächst etwas leerer aussehen. Oder ist das nur wieder Panikmache? Gibt es dafür eine rechtliche Handhabe, oder müssen Privatleute demnächst Zuchtbücher führen?

    Gruß,
    Thomas

    Hi Stefan,

    das sehe ich ähnlich. Absorber kommt bei mir erst zum Einsatz, wenn ich PO4 nachweisen kann oder meine Acros deutlich eindunkeln.
    An sich möchte ich durch einen angepassten Fischbesatz auch vermeiden, dass eine chemische Entfernung von PO4 notwendig wird.
    Momentan habe ich das gegenteilige Problem: Wennnicht jede Woche eine Ampulle Reefbooster zugeben wird, verhungern die SPS.

    Gruß,
    Thomas

    Hi Mirco,

    wenn, dann sollte so ein kleines Becken ein Artenbecken sein. Mit Miniamenonen (Crassa) sollte man keine Anemonenfische halten. Denen solltest Du schon eine Quadricolor gönnen. Aber wie Markus schon sagt, würde die Anemone nach einiger Zeit das gesamte Becken ausfüllen. Wenn man damit leben kann, dass jegliche andere Korallen im Becken irgendwann von der Anemone vernesselt werden würden...

    Allerdings sollte man sich auch vor Augen führen, dass die Amphiprion ocellaris um einiges größer werden, als man sie in den Händlerbecken sieht. Auch wenn sich die Fische meist nicht so weit von der Anemone entfernen, sind 112l wirklich grenzwertig klein.


    Gruß,
    Thomas

    Hi Thorsten,

    Po4 ist in der Anlage mit Salifert nicht nachweisbar und die Farbe der Korallen bestätigen das Messergebnis.
    Allerdings schwanken KH, CA und MG gerade etwas, da mein Kalki so stark gedrosselt läuft, dass er sich immer mal zusetzt. Brauche mehr SPS, damit ich den etwas mehr aufdrehen kann ;).
    KH schwankt zwischen 7-10°dH und MG musste ich gerade von 1200mg/l angeben.

    Im Ablegerbecken habe ich einen Blaugepunkteten Seehasen herumflitzen. Der hat sich da kleinerer Cyanoflecken angenommen und gefressen.
    Allerdings kann der noch nicht ins andere Becken, da die aufgebohrte Tunze sonst Hasenragout draus macht.

    Denke auch, dass die Cyanos wieder verschwinden, wenn sich alles etwas stabilisiert.


    Gruß,
    Thomas

    Hallo zusammen,

    in meinem kleinen Becken bilden sich gerade von den Korallen ausgehend rote Beläge auf der Keramik, die sehr nach Cyanos aussehen.
    Was mich allerdings stutzig macht ist, dass diese Beläge nur auf der Keramik zu finden sind und nicht auf dem Bodengrund.

    Das kleine Becken steht seit etwa 14 Monaten und ich hatte nie Probleme mit Cyanos. Allerdings ist vor etwa einem Monat ist mein großes Becken im gleichen Kreislauf online gegangen, sodass sich im Milieu meiner Anlage eine Menge geändert hat. Von daher kann es gut sein, dass jetzt ein paar Irritationen auftreten. Allerdings wundert mich, dass diese Beläge von der Keramik und nicht vom Bodengrund ausgehen.

    Was meint ihr, handelt es sich um Cyanos?
    Mein weiteres Vorgehen wäre wie immer: Beobachten, ggf. absaugen und schauen, dass die Wasserwerte stabil bleiben.


    Gruß,
    Thomas

    Hi Buhr,

    da Du Dich ja bereits über Gewichtsproblematik schlau gemacht hast, möchte ich noch einen anderen Punkt bringen, den ich nicht unwichtig finde:
    Bei meinem alten Becken hatte ich ein Gestell von Marine Systems mit den Abmessungen 130x70x80cm. Es hatte drei Abteile und der Fußboden war nicht zu 100% plan. Das Gestell hat die kurvige Form des Fußbodens einfach nach oben weitergegeben, weil es flexible Kunststoffverbinder hat. Dieses Problem wirst Du bei einer Beckenlänge von 2,4m wahrscheinlich auch haben. Das sind massivere Profile einfach besser geeignet (zudem sie noch nicht einmal viel mehr kosten).

    Gruß,
    Thomas

    Hi Buhr,

    ich habe mein neues Becken auch auf Systemprofilen von Motedis stehen. Wenn ich da Dein Gestell mit 40mm Profilen gegenrechne kommen 239.16€ raus. Das hat dann allerdings erste eine Verstrebung. Bei 240 cm sollten aber drei Verstrebungen ausreichen, die kosten dann nochmal etwa 50€. Damit liegst Du unter'm Strich günstiger und hast ein WESENTLICH stabileres Gestell.

    Gruß,
    Thomas

    Hi!

    Samstag habe ich meine Pumpe in Betrieb genommen. Zunächst habe ich sie stark gedrosselt betrieben, da nur ein Teil der Verrohrung fertiggestellt war. Da wurde der Durchfluss über Kugelhähne auf knapp 3000l/h gedrosselt. Dabei hat sie sich angehört wie eine Turbine. Nicht ganz so laut, aber deutlich wahrnehmbar. Interessant ist hier, dass sie nicht brummt (kein typisches 50Hz-Brummen), sondern der Klang wirklich eher in Richtung Triebwerk geht. Als dann Sonntag der Rest der Verrohrung fertiggestellt war, konnte sie frei arbeiten. Damit war dann auch die Geräuschkulisse deutlich erträglicher. Sie ist schon hörbar, aber mein Kalki und der Abschäumer (Korallenzucht Revolution S) sind deutlich lauter. Für mich passt da alles. Sie verbraucht wenig Strom und alle Becken werden versorgt. Da meine Anlage im Souterrain steht, ist die Geräuschkulisse nicht ganz so wichtig.

    Viele Grüße,
    Thomas

    Hi Macro,

    Dein Vorhaben hört sich wieder einmal interessant an. Allerdings würde mich interessieren, wie Du bei dem schlanken Becken eine laminare Strömung erzeugen möchtest. Meinst Du nicht, dass die Oberflächen- und Bodenströmung sich auf der Beckenlänge durch Turbolenzen vermischen könnten?

    Gruß,
    Thomas

    Hallo Marco,

    ich habe die 8000er Variante als Rückförderpumpe für meine Anlage geplant und werde sie voraussichtlich heute Nachmittag in Betrieb nehmen.
    Was den Druck angeht, so wird bei diesen Pumpen vom Hersteller geschrieben, dass sie zwar große Volumen bewegen, aber wenig Druck erzeugen.
    Optimal sei der Einsatz für Anwendungen, bei denen keine große Höhe überwunden werden muss (z.B. Bachläufe).
    Bei mir muss sie ca. 1,7m Höhe meistern. Heute Abend kann ich mehr dazu sagen.

    Gruß,
    Thomas

    Hi,

    meine Berghias passen nicht in die Pipette. Beim Einsaugen haben sie immer Zotteln verloren. Ich nehme einen Kunststoddspatel, mit dem ich sie vorsichtig von der Scheibe löse und sie dann im Wasser drauf landen lasse. Mit etwas Übung klappt das wirklich gut und die Schnecken landen unversehrt im Transportbecher.

    Gruß,
    Thomas

    Hi,

    mit Bubble Magus habe ich auch gute Erfahrungen gesammelt. Allerdings sollten sie eine Aquabee-Pumpe haben und komplett zerlegbar sein. Dann gibt es in dem Preissegment nichts auszusetzen. Insgesamt habe ich in den letzten Jahren 3 Abschäumer von denen gehabt (BM Hero 180, BM CS 180 und NAC3.5). Lediglich mit dem NAC3.5 bin ich nicht zufrieden, weil die verbaute Atman-Pumpe zu laut ist und zu viel Strom zieht. Ansonsten waren alle Skimmer sehr solide verarbeitet.

    Gruß,
    Thomas

    Hallo Stefan,

    dass die Heizung bei LEDs wieder eine Rolle spielt, kann ich bestätigen. Bei meiner Beckenvergrößerung habe ich extra eine Tauchpumpe statt einer externen Pumpe genommen, damit die Abwärme ins Wasser und nicht in die Luft abgegeben wird.

    Allerdings muss man dazusagen, dass meine Becken im Souterrain stehen und wir auch hier im Sommer bei 40°C Außentemperatur entspannte 25°C hatten.

    Edit: Georg, dass ein Aquarium immer wärmer als die Raumtemperatur ist, mag dann stimmen, wenn es eine Abdeckung hat. Die Wasserverdunstung kann aber auch einige Wärme aus dem Becken ziehen. Da aber eure Becken abgedeckt sind, kann das schon hinkommen.

    Gruß,
    Thomas