Beiträge von toms_korallen

    Hi Stefan,

    die Socke ist sicher etwas gröber. Aber wenn ich sehe, wie viel da alleine schon in den Socken hängen bleibt, dann ist die Rolle bestimmt schnell verbraucht.
    Zudem läuft der Kreislauf mit 8000l/h. Dafür ist der Rollermat nicht ausgelegt und momentan geht der Gesamte Rückstrom durch die Socke. Da sind auch regelmäßig Schneckenhäuser etc. drin, die ich lieber nicht in der Abschäumerpumpe haben möchte. Das Problem würde sich nämlich ergeben, wenn der Rollermat im Bypass liefe.

    Ich denke nach wie vor, dass das ein tolles Gerät ist - aber vielleicht besser für kleinere Becken.

    Gruß,
    Thomas

    Hallo zusammen,

    eure Berichte über den Rollermat finde ich toll! Zum Glück habe ich über oder im Technikbecken keinen Platz, sonst hätte ich das Gerät schon bestellt und würde mich über die hohen Folgekosten ärgern ;). Momentan muss ich alle drei Tage eine große Filtersocke mit 200mü waschen. Ich habe 10 Socken, sodass ich einmal im Monat die Waschmaschine laufen lasse. Wenn ich überlege, was da an Fließ durchgehen würde ...

    Gruß,
    Thomas

    Hi Marco,

    nur Tubastreas im Becken zu halten ist natürlich auch ein Weg. Da brauchst Du Dir um die Strömung aber nicht so einen Kopf zu machen ;).
    Es gibt ja viele Arten, die ähnlich sind, die Du da mit einsetzen kannst. Neben den verschiedenen Farbvarianten gibt es ja noch die Dendrophyllias oder - wenn Du an ein Exemplar herankommen solltest - Rhizotrochus. Die haben alle recht ähnliche Anforderungen und sind leicht zu halten.
    Meine gelben und schwarzen Tubastreas haben sich nach einiger Zeit von selbst ausgebreitet. Das war fast mit Glasrosen zu vergleichen. In jeder Spalte und Höhle sind kleine Polypen gewachsen.

    Für mein LPS-Becken habe ich mir gerade auch wieder einen Stock geholt, der momentan im Ablegerbecken aufgepeppelt wird.
    Hier übrigens ein Artikel in meinem Blog, den ich vor einiger Zeit dazu geschrieben habe. Leider komme ich seit der Geburt meines Sohnes nicht mehr dazu, neue Artikel zu verfassen.
    http://toms-korallen.de/index.php/blog/azoox-aufpeppeln/

    Gruß,
    Thomas

    Hallo Marco,

    die meisten azooxantellen Korallen findet man an Steilwänden oder Überhängen. Hier kommen breite laminare Strömungen mit nährstoffreichem Tiefenwasser entlang.
    Der von Dir entworfene Ring wird eine turbolente Strömung erzeugen, die für Gorgonien & Co eher unpassend wäre.

    In meinem azoo-Becken hatte ich einen zentralen Aufbau mit einer Strömungspumpe, die eine Ringströmung erzeugt hat.
    Das hat ganz gut funktioniert. In meinem 60er Würfel habe ich eine 6045 Nanostream eingesetzt, die schräg gegen die Frontscheibe gepustet hat.

    Übrigens muss der Abschäumer wegen des fettreichen Futters Schwerstarbeit leisten. Ich hatte auf ca. 200l einen Bubble Magus CS 180, der auf 900l ausgelegt sein soll.
    Boris Bielan hat bei seinem 4m Azoobecken auf Tunze gesetzt (wenn ich mich richtig erinnere).


    Gruß,
    Thomas

    Hi Steffi,

    das hört sich ja super an!

    In meinem Bastelkeller habe ich ein paar freie 25l-Becken und probiere mich an der Nachzucht von allerlei Larven, die ich so einfangen kann. Da es mit den Amphiprion akallopisos ganz gut zu klappen scheint, habe ich immer Artemia Nauplien und etwas Plankton zum Eingrünen da. Das lädt ein, mehr auszuprobieren.

    Im November waren wir auf Fuerteventura. Hier habe ich eine Hand voll ca. 5mm großer Einsiedler mitgenommen. Es ist eine Clibanarius-Art, welche kann ich nicht genau sagen. Sie haben braune Beine, weiße Füßchen und orange Augenstiele. Zumindest waren es um die 30 Winzlinge und erstaunlicherweise konnte ich noch keine Verluste feststellen. Inzwischen sind einige Tiere so groß geworden, dass ich denke, dass es demnächst mit der Reproduktion losgehen könnte. Dein Thread hier hat mich auf die Idee gebracht, die größten in ein mit Lebendgestein und Algen eingerichtetes Becken zu geben und mal zu schauen, ob sie demnächst Larven abgeben. Vielen Dank auch für den Link zu Fischhaus Zepkow. Eine Tüte mit Muschelgruß ist unterwegs :).

    Wann laichen Deine Einsiedler? Es wäre doch anzunehmen, dass sie ähnlich wie Krabben und Garnelen, immer kurz vor der Häutung die Larven entlassen?

    Ich drücke Dir die Daumen, dass es bei Dir weiterhin gut klappt und werde berichten, ob sich bei meinen Jungs was tut!

    Gruß,
    Thomas

    Hallo zusammen,

    leider habe ich gerade sehr wenig Zeit und kann deswegen nur kurz antworten:

    Die von Stefan angesprochene Tiefseekoralle war eine Rhizotrochus. Über einen glücklichen Zufall habe ich zwei dieser Tiere von einem Händler als Lebendgestein mitbekommen, weil er nicht wusste, was er da hatte. es war wirklich ein Zufall. Ich habe auch erst zu Hause gesehen, dass aus den Gesteinsbrocken 7cm große Polypen herausgekommen sind.

    Nochmal die Eckdaten zu meinem Azoo-Becken:

    Abessungen: 60x60x60cm

    Filterung:
    - Bubble Magus 180CS
    - Ozon
    - Aktivkohle
    - BioPellets
    - kein Feinfilter (Socke)

    Wasserwechsel: 40l/Woche (Restwasser vom Korallenbecken)

    Wasserwerte: No3 bis ca. 20mg/l, Po4 bis 0,7mg/l

    Fütterung:
    Frostfutter
    - Mysis
    - Cyclops
    - Arthemia
    - Austerneier
    - Calanus
    - Stinte (für die Rhizos)

    Trockenfutter
    - Acan & Zoa Staubfutter
    - LPS Grows & Color
    - Ultra Min D zum Anreichern
    Alles von Fauna Marin

    Gefüttert wurde zwei Mal am Tag, morgens und nach 22:00Uhr.
    Die NPS (Dendrophyllia, Tubastrea, Rhizotrochus) waren sehr gut haltbar. Die schwarze und gelbe Tubastrea haben regelmäßig gelaicht und die neuen Polypen sind schlimmer als Glasrosen gewuchert :).
    Die Gorgonien waren ganz gut haltbar. Generell sind die Gorgonien mit gelben order orangen Polypen immer gut gewachsen (Menella, Swiftia etc.). Diogorgia in rot und gelb/braun sind zumindest nicht degeneriert.
    Mit der Meerhand und Schwämmen sowie Seescheiden hatte ich leider kein Glück.

    Gruß,
    Thomas

    Hi,
    Stefan hat das Becken eben angesprochen und ich habe noch zwei Fotos auf dem Handy gefunden. Bei dem Becken habe ich viel experimentiert. Viele Korallen ließen sich nicht halten. Die schon angesprochene Meerhand, Goldseescheiden, blaue Gorgonien und sclero-sowie Dendronephtheas haben nur ein paar Monate gehalten. Gut haltbar und sogar gewachsen sind Menellas, Swiftia, Diogorgias und alle Tubastrea und Dendrophyllias (habe nicht alle Namen parat, sitze mit dem Handy auf dem Sofa

    Hi Jens,
    dann habe ich Dich falsch verstanden. Natürlich will ich Dir keine falschen Worte in den Mund legen und gut, dass Du das korrigiert hast!
    Nitrat wird weiter zugegeben.

    Samstag Vormittag komme ich gerne rum. Aber deswegen melde ich mich noch mal persönlich bei Dir.

    Danke & Gruß,
    Thomas

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für eure Ratschläge!

    Dass Po4 im Becken ist oder gewesen ist, haben wir auch vermutet - obwohl es nicht nachweisbar ist. Jens Kallmeyer war neulich hier und meinte, es könnten auch Phosphate (organisch?) gebunden sein, die deswegen nicht nachweisbar sind, aber die Korallen zum Eindunkeln bringen. Das würde auch die nicht weg zu bekommenden Cyanos auf der Deko erklären. Er hat mir empfohlen No3 zuzugeben um Po4 über die dann wachsenden Bakterien abzubauen. Eine Po4-Limitierung kann es bei mir jedenfalls nicht geben, da die Fische ordentlich Futter bekommen und ein großer Kalki mit 11l Reaktorvolumen am System läuft. Hier wird genug Po4 eingetragen. Also gebe ich mal etwas No3 (Calciumnitrat) zu und hebe den No3-Wert alle zwei Tage um 0,5mg/l an. Das Ergebnis ist nicht messbar. Innerhalb dieser Zeit ist das zugegebene Nitrat schon wieder abgebaut worden. Deswegen denke ich nicht, dass die Zugabe des No3 einen nachteiligen Effekt haben sollte.


    Übrigens läuft ein Po4-Absorber mit 0,5l Diakat B Plus mit. Das Diakat wird sporadisch (alle 4 Wochen) regeneriert. Der Zweck des Absorbers liegt aber weniger im Entfernen von Po4, sondern mehr im Entfernen von Gelb- und Trübstoffen.


    Ansonsten lasse ich die Finger raus und beobachte das Becken.

    Gruß,
    Thomas

    Hier noch ein paar Fotos.
    Kurios ist, dass neben der recht unansehnlichen Granulosa diese Grün-Creme-Farbene Tisch_Acro wächst, die keine Brauntöne zeigt.
    Auch wundert mich die Helle Acro mit den rötlichen Spitzen. Der neue Trieb ist fast weiß, wohingegen der alte Teil braun ist.

    Hättet ihr da einen Tipp?

    Gruß,
    Thomas

    Hallo zusammen,
    ich hätte mal eine Frage:
    Meine Korallen stehen an sich super. Als ich im November für zwei Wochen in den Urlaub gefahren bin, habe ich wegen der Verdunstung Glasplatten auf das Becken gelegt und meinem Kollegen die Pflege mit einer Checkliste übergeben. Er hat auch alles super gemacht, jedoch waren die Glasscheiben recht schnell dreckig und es ist nicht mehr so viel Licht ins Becken gekommen. Gefüttert hat er zudem auch ganz gut. Die Folge: Die Korallen sind etwas eingedunkelt. Die Farben an der dem Licht zugewandten Seite sind nur etwas ins Braun abgedriftet, von unten zeigen die Korallen aber ihre Schokoladenseite.

    Insbesondere die heiklen Korallen wie eine große Granulosa, die zwischenzeitlich einmal schön cremefarben war, haben jetzt eine farbliche Zweiteilung: Von oben fleckig hell und von unten braun. Vor ca. drei Wochen habe ich das Beleuchtungskonzept von 50W-Emitter-LED zu LED-T5-Mix geändert, um die Selbstabschattung zu minimieren. Das hat auch schon einiges gebracht, aber die braunen Bereiche an den Korallen sind wie eingebrannt. Besonders eine Shortcake will nicht mehr zu ihrer alten Farbe zurückfinden.


    Was würdet ihr sagen? Finger raus, auf die Wasserwerte achten und laufen lassen? Oder die (mit Salifert nicht nachweisbaren) Nährstoffe mit Baks noch weiter runter drücken?


    Gruß,
    Thomas

    Hallo zusammen,


    dass die Schnecken ihre Eier an glatten Flächen besser ablegen können, stimmt schon. Allerdings haben die Larven, die aus den Eiern schlüpfen, erst einmal eine kurze Phase, in der sie frei durch's Wasser treiben. Ein üblicher Laichkasten verhindert dies. Aus meiner Erfahrung heraus kann ich sagen, dass die Aufzucht von Larven im gleichen Gefäß wie die Elterntiere meist nicht so gut funktioniert und es zu sehr geringen Erfolgsquoten kommt. Das liegt aber meiner Meinung nicht an Hemmstoffen der Elterntiere (wie in manchen Foren vermutet) sondern schlicht daran, dass die Eltern den Jungtieren die Glasrosen wegfressen, an denen sie sich nach der frei schwimmenden Phase niedergelassen haben, und die Larven hier verhungern. Deswegen ist meine Empfehlung, Bedingungen zu schaffen, dass die Larven direkt nach dem Schlupf ins Becken entweichen können. Aber ja, eine glatte Platte oder ein Stück PVC-Rohr sind sicher als Hilfe zum Ablaichen sehr nützlich und tragen durch eine Versteckmöglichkeit zum Wohlbefinden der Schnecken bei.

    In meinem Becken sind durch frei laichende Schnecken trotz Feinfilterung und Abschäumung (und Flohkrebsen) immer noch genügend Tiere durchgekommen, um effizient gegen die Glasrosen zu wirken. In einem Gelege sind, grob geschätzt, hundert Eier. Da bei vier Tieren im Zuchtgefäß bei guter Versorgung fast täglich ein neues Gelege dazukommt, kann man sich die Menge an freien Larven vorstellen, die alleine hier freigesetzt wird. Wenn jetzt die Vermehrung durch im Becken aufgewachsene Tieren dazu kommt, kann es mit den Glasrosen sehr schnell zu Ende sein.

    Übrigens ziehe ich die Larven getrennt von den Elterntieren auf und habe Erfolgsraten von bis zu 50 Tieren pro Gelege. Allerdings haben diese Schnecken so einen Appetit, dass die meisten Versuche, eine stabile Zucht aufzubauen, daran scheitern, dass den Züchtern die Glasrosen ausgehen.


    Gruß,
    Thomas

    Hi Mike,


    bei so einer Glasrosenplage halte ich Berghias für die beste Maßnahme. Man muss es nur richtig angehen. Einfach ein paar Berghias ins Becken zu werfen, wird wahrscheinlich nicht so viel bringen, weil diese gern von einigen Lippfischen, Garnelen etc gefressen werden. Zudem richten ein paar Berghias nicht so viel aus. Man muss erreichen, dass sich die Schnecken im Aquarium vermehren. Bei dem hohen Befall an Glasrosen kann es dann zu einer entsprechenden Berghia-Explosion kommen und nach etwa zwei Monaten sollten die Glasrosen bis auf die letzte gefressen sein.

    Mir ist das bei meinem ersten Versuch unbeabsichtigt gelungen. Ich habe die Schnecken ohne groß nachzudenken ins Ablegerbecken gegeben. Dann haben sie sich verkrochen. Gesehen habe ich erst mal keine mehr und dachte, dass ich mein Geld auch besser ausgeben kann. Im Ablegerbecken gab es keine Fressfeinde und nach ein paar Wochen wurden dann die Glasrosen schlagartig weniger. Als ich dann mal nachts ins Becken gesehen habe, waren an den Scheiben des Ablegerbeckens ca. 15 Berghias (4 hatte ich ursprünglich eingesetzt).

    Um diese Vermehrung etwas kontrollierter einzuleiten, würde ich empfehlen, einen Laichkasten aus Gaze (damit die geschlüpften Larven von der Strömung ins Becken getragen werden) einzuhängen und hier 3-4 Berghias ordentlich zufüttern. Diese werden schnell laichen und die Larven verteilen sich im Becken. Berghias laichen, wenn sie gut im Futter stehen, etwa alle zwei Tage. Es wird also permanent für Nachschub gesorgt. Nach etwa 3-4 Wochen legen die kleinen Schnecken dann massiv an Wachstum und Appetit zu und Deine Glasrosenplage sollte bald Geschichte sein.

    Gruß,
    Thomas

    Hi Torsten,
    jetzt muss ich Dich noch mal persönlich fragen: Du lehnst Kalkreaktoren kategorisch ab und gibst als Gründe die Unzuverlässigkeit von Nadelventilen und die PH-Elektroden am Controller an. Wo ist denn die Schwachstelle, wenn man einen Kalki ohne ein Nadelventil (stattdessen mit einer qualitativ hochwertigen Dosierpumpe) und ohne automatischen Controller, sonder mit manuell eingestelltem Co2-Zustrom betreibt?

    Mein System ist so konfiguriert. Die einzige Schwachstelle ist die Dosierpumpe, wo der Schlauch irgendwann undicht werden könnte. Selbst dann passiert nichts, vorausgesetzt die Dosierpumpe ist so angebracht, dass das heraustropfende Wasser ins Technikbecken laufen kann. Der Durchfluss würde sich erhöhen und im Kalki würde der PH-Wert steigen und dieser folglich nicht mehr richtig arbeiten. Abgesehen von der nun fehlenden Versorgung mit Ca, MG und den restlichen im Korallenbruch vorhandenen Elementen, passiert nichts.

    Übrigens waren bei den letzten Reaktoren, die ich in Betrieb hatte, die Nadelventile immer die Schwachstelle. Diese mussten ein Mal die Woche gereinigt werden. Und im Betrieb mit Controller hat man das Verstopfen nicht einmal gemerkt, weil durch die aktive Regelung der PH-Wert im Reaktor angepasst wurde - auch wenn der Durchfluss durch Verstopfen des Ventils vom gewünschten Wert abweicht. Deswegen betreibe ich meinen Kalki nur noch mit passender Dosierpumpe und ohne Controller. Der PH-Wert im Reaktor dient mir nur als Richtwert und als Orientierung dafür, ob der Reaktor richtig arbeitet.

    Verglichen mit dem Aufwand, den ich mit den Ballingsalzen hätte, ist mir (als Faulpelz) dieses System lieber. Allerdings sind meine Becken zu 99% mit Steinkorallen besetzt. Bei einem weniger Ca-hungrigen Besatz mag Balling die bessere Lösung sein.

    Gruß,
    Thomas

    Hi!

    Die Überlegung ob Kalki oder Balling stand bei mir auch einmal wieder ins Haus. Mein Kalki von Meerwassertechnik (Größe II) war mit den ca. 1200l und gutem SPS-Besatz überfordert, so dass ich stets mit Balling zudosieren musste. So richtig in Schwung ist das Becken da nicht gekommen. Nachdem ich mir die laufenden Kosten mit Balling und Kalki durchgerechnet hatte, habe ich mich entschieden, mir einen größeren Kalkreaktor zuzulegen.

    Mit im Rennen waren der DaStaCo, Gralla GKR-950 und der Grotech HCR 200. Der DaStaCo ist aus Platz- und Preisgründen rausgeflogen und der Grotech lag mir im Stromverbrauch zu hoch. Nach einigem Hin und Her habe ich mich für den recht kostengünstigen Gralla GKR-950 entschieden. Der Preis von 400€ hat mich zunächst stutzig gemacht, weil die Mitbewerber doch deutlich teurer ausfallen. Inzwischen läuft der Reaktor ein fünf Wochen und ich bin sehr zufrieden. Er ist leise und lässt sich super einstellen. Statt eines Controllers läuft nur eine PH-Sonde zur Kontrolle des PH-Wertes mit. So kann ich den Co2-Zufluss manuell regeln und habe nicht die Gefahr des permanenten Co2-Zustroms bei einem Defekt eines Ventils, die Thorsten beschreibt. Die Durchflussmenge wird über eine Grotech SP 4800 am Auslass geregelt. Dadurch ergeben sich zwei nette Vorteile: Der Kalki lässt sich super einstellen und durch den steten Überdruck im Inneren einfach entlüften. Bei meinem alten Kalki war das Entlüften von Fremdgasen immer ein Thema. Diese mussten aktiv abgesaugt werden. Bei dem GKR-950 ist im Deckel ein Ventil verbaut, dass kurz betätigt wird. Durch den Überdruck entweichen die Gase schnell. Das Co2 wird über eine Venturidüse eingemischt. Mein subjektiver Eindruck ist, dass das System sehr gut funktioniert. Verglichen mit dem alten Kalki wird weniger Co2 benötigt, um den Ziel-PH-Wert von 6.4 zu erreichen.

    Seit der Kalkreaktor in Betrieb ist, kann ich die KH recht einfach bei 7°dH halten. Seit dem wachsen die Korallen spürbar schneller und stehen besser.
    Man sollte aber zur Sicherheit immer ein Set Balling-Salze da haben, denn je nach verwendetem Füllmaterial oder Einstellung des Reaktors kann es vorkommen, dass KH, Ca oder Mg einzeln angeglichen werden müssen.

    Gruß,
    Thomas

    Hi Spooner,

    Fragen über Fragen:

    • Wie lange haben Du und Dein Kumpel den Gralla schon im Einsatz?
    • Ist euch irgendwas negatives an der Venturidüse aufgefallen?
      Ich habe in einem anderen Beitrag gelesen, dass die zu Leistungseinbußen führen soll.
    • Mit welchem PH-Wert fahrt ihr den Reaktor und wie viel Co2 verbraucht der Reaktor im Vergleich zum Grotech?

    Vielen Dank & Gruß,
    Thomas

    Hi Spooner,

    vielen Dank für Deinen Kommentar!
    Den Aquacare habe ich mir auch schon angesehen. Allerdings haben die Reaktoren vergleichsweise kleine Reaktorkammern und müssen sicherlich häufig neu befüllt werden.

    Gruß,
    Thomas

    Hallo zusammen!

    Da mein Kalkreaktor es nicht mehr schafft, mein Becken ausreichend zu versorgen, suche ich nach etwas Größerem. Momentan läuft ein Meerwassertechnik-Kalkreaktor Größe 2. Leider bekomme ich den PH-Wert im Reaktor nicht über 6.7 und erreiche eine maximale KH von 6.5°dH im Becken. Wenn die Korallen noch etwas mehr wachsen, reicht der alte Kalki vorne und hinten nicht mehr.

    Jetzt habe ich zwei Reaktoren mit größerem Volumen auf dem Zettel:
    1) Grotech HRC 200
    2) Gralla Kalkreaktor GKR-950


    Beide haben mit 12l ähnliche Reaktorvolumen. An sich würde ich wegen der einfachen Armaturen zum Grotech tendieren. Allerdings nimmt die verbaute Eheim-Pumpe 65W und erzeugt so Stromkosten von fast 15€ monatlich. Der Gralla hat eine Aquabee 3000 verbaut und ist da etwas sparsamer.


    Hat jemand von euch Erfahrungen mit den Gralla-Reaktoren? Man liest im WWW nicht so viel darüber, außer, dass sie ordentlich verarbeitet sein sollen.


    Oder würdet ihr einen komplett anderen Reaktor empfehlen? DaStaCo klammere ich jetzt mal aus. Auch wenn die Geräte super sind, liegt er Reaktor einfach über meinem Budget.


    Danke & Gruß,
    Thomas

    Hi Nemo,

    eine von meinen Shortys habe ich von Claude (Extremecorals). Es soll übrigens ein Ableger der seltenen "tricolor" sein. Mal schauen, was daraus wird, wenn sie erst mal größer wird. Sie steht seit einigen Monaten bei mir, hat ein gutes Polypenbild und schöne Farbe, aber keine Ambitionen zu wachsen.

    Es ist zwar nur kein kleiner Ableger, war aber mit 40€ verschmerzbar.
    Du kannst ihn ja mal anschreiben. Er hat ab und zu auch noch Tiere da, die nicht im Shop gelistet sind.

    Gruß,
    Thomas

    Hi Stefan,

    ich habe das gleiche Gestell und ich würde Dietmar recht geben:
    meins wackelt, wenn man so will, auch. Aber nicht, weil das Gestell instabil ist, sondern weil es so steif ist, dass es auf dem geringfügig unebenen Boden wackelt. Da hilft ein Keil (Bierdeckel) oder besser zwei Dübel in der Wand.

    Gruß,
    Thomas

    Hallo zusammen,

    am Wochenende habe ich das Glück gehabt, recht früh aus einem Indonesienimport tolle Wildstöcke herauszusuchen.
    Jetzt wollte ich mal bei den Experten nachfragen, ob ihr eine Ahnung habt, um welche Acros es sich dabei handelt.

    Ich bin mal gespannt, wie sich die Korallen in meinem Becken entwickeln. Natürlich sind sie vom Transport her noch sehr aufgehellt, aber sie zeigen bereits ihre Polypen und machen an sich einen fitten Eindruck.

    Anbei erst einmal die Fotos von oben.

    Gruß,
    Thomas

    Hi Leute,

    ach, das Herumhacken ist immer so einfach.

    Alex, wenn ich die Fotos Deiner Bestands-Korallen ansehe, dann würde ich trotz der Algenprobleme sagen, dass Dein Wasser an sich ganz in Ordnung ist. Die Korallen stehen doch gut. Die Farben sind kräftig und die Polypenexpansion sieht auch gut aus. Hast Du wirklich keinen Abschäumer laufen? Dann ist der Besatz mit SPS in der Tat mutig.

    Übrigens könnten, wenn Du keinen Abschäumer hast, die Algen wesentlich dazu beitragen, dass das Becken so nährstoffarm läuft und die SPS gut stehen. An sich würde ich Dir empfehlen, eine Hand voll Schnecken oder den schon angesprochenen Pfaffenhut einzusetzen. Dann wären die Algen sicher schnell gegessen. Allerdings würden dann auch die in ihnen gebundenen Nährstoffe wieder freigesetzt werden.

    Wo ist noch gleich Deine Beckenvorstellung? Das mit dem fehlenden Abschäumer und Deiner Strategie zur Nährstoffextraktion möchte ich noch mal nachlesen.

    Gruß,
    Thomas

    Hi Stefan,

    so einen Kandidaten habe ich auch mal zur Pflege bekommen. Meine hat in der Anfangszeit auch LPS-Pellets bekommen, das schien ihr aber zu mächtig gewesen zu sein. Besser funktioniert hat es dann mit kleinen Mysis, Arthemien und Lobstereiern. Das scheint leichter verdaubar zu sein.

    Meine steht recht dunkel mit wenig Strömung. Da scheint es ihr am Besten zu gefallen.

    Gruß,
    Thomas

    Hi zusammen,

    so langsam läuft's rund. Insgesamt habe ich nur die Futterdosis angehoben. Ansonsten war ich gerade zu sehr eingespannt, um mich großartig um andere Dinge zu kümmern. Wie so oft in der Meerwasseraquaristik scheint sich zu zeigen, dass Kontinuität das Maß der Dinge ist.
    Anbei neue Fotos der Korallen. Insgesamt sind die Farben der Korallen kontrastreicher geworden und das Wachstum hat etwas zugelegt. Und die Bryopsis (wenn es denn welche waren) sind auch verschwunden.

    Im Gegenzug dunkeln aber auch Korallen ein, die mir vorher besser gefallen haben, so etwa die Granulosa. Sie hat aber auch kräftigere Wachstumsspitzen bekommen. Vielleicht braucht sie einfach mehr Licht. Die Weiße Acro sieht auf dem Foto schmutziger aus, als sie real wirkt. Wenn man sie so sieht, erscheint sie strahlend weiß mit blauen Wachstumsspitzen. Das stellt die Kamera irgendwie anders dar.

    Allerdings sind in einem der drei Becken des Kreislaufs Cyanos aufgetreten. Da halte ich die Füße still, pinsel sie am Wochenende weg gebe ein paar Bakterien hinzu. Die Korallen scheint es nicht zu beeinträchtigen.

    Gruß,
    Thomas

    Hi zusammen,

    zum Thema Versand will ich mich auch kurz zu Worte melden.
    Es sind schon eine Menge Leute unterwegs, die Korallen zerhacken und auf allen möglichen Kanälen versuchen zu verkaufen, um sich ein paar Euro einzustecken.
    Abgesehen von diesen Praktiken, mit denen ich nichts zu tun haben möchte, habe ich auch schmerzhaft feststellen müssen, dass das mit dem Versand nicht so einfach ist, wie man denken könnte.
    Vor ein paar Wochen haben Freunde aus Bayern und ich versucht ein paar Acroporen und LPS zu auszutauschen. Selbst mit Styroporbox, 3 Heatoacks und DHL Expressversand und einer Versandzeit von ca. 20h ist NICHTS lebend angekommen. Leider bei zwei Versuchen. Das war teuer bezahltes Lehrgeld. Da die Empfänger und ich uns kennen gibt es da kein Schuldfrage. Wenn wir uns das nächste mal besuchen, bringen wir uns die Ableger persönlich vorbei, auch wenn es dann eben wieder ein halbes Jahr dauern sollte.

    Es gibt allerdings auch einige Tiere, die recht unproblematisch im Versand sind. Montis, Weichkorallen und Zoas sind bisher immer gut angekommen.

    Gruß,
    Thomas

    Hallo Hans-Werner,

    okay, ich nehme für mich also daraus mit, dass es zwar nicht vorhersagbar ist ob die Algen auf Nitrat oder Ammonium mehr reagieren.
    Naja, viel passieren, außer dass es mehr oder weniger grün wird, kann ja nicht. Werde es mal mit Nitrat probieren.

    Gruß,
    Thomas

    Hi,

    Thomas:
    Dosierst Du Ammonium oder Nitrat? Ich habe bislang AmmoniumChlorid dosiert, da dies von den Korallen direkt aufgenommen werden kann. Allerdings, wie ich jetzt auch merke, mit dem Effekt, dass manche Algen wie Bryopsis, auch davon profitieren. Wenn dieser Effekt bei Nitrat ausbleiben würde, wäre das praktisch. Eine Flasche mit NatriumNitrat-Stammösung hätte ich noch im Schrank.

    Alex:
    Mit Korallenfutter habe ich auch gute Erfahrungen gemacht. Reefbooster hat auch geholfen, wenn die Korallen zu sehr aufgehellt sind. Allerdings ist bei dem Volumen meiner Anlage der Einsatz von Reefbooster recht teuer (ca. 15 Ampullen pro Monat). Da würde man mit Ammonium oder Nitrat erheblich günstiger fahren.

    Gruß,
    Thomas

    Hallo Hans-Werner,

    vielen Dank für Deine Antwort. Balling-Salze habe ich auch noch im Schrank stehen und verwende sie, um die Werte, die mal aus dem Ruder laufen, zu kompensieren. Ab und zu verstopft der Kalki, dann sackt die Karbonathärte ab und wird mit Natriumhydrogencarbonat gepuffert. Auch braucht das Becken wegen des starken Kalkalgenwuchses gerade mehr Magnesium als der Kalki liefert. Hier wird mit Magnesiumchlorid nachgeholfen.

    Deine Aussage, dass aufgrund des Polypenbildes keine Po4-Limitierung vorliegen kann, hat mir sehr geholfen. Aber eine Frage hätte ich noch: Bei der Zugabe von Ammonium profitieren ja die niederen Algen. Sind ähnliche Effekte bei Nitrat zu erwarten? Wie kann man die Stickstoffe erhöhen, ohne dabei das Algenwachstum zu fördern?

    Gruß,
    Thomas