Beiträge von Jörg Kokott

    Dann ist es eine Heteractis malu. Das wäre die zweite Möglichkeit, und weil die H. magnifica oft zweifarbig ist, könnte dies hier passen. Anhand der Mundöffnung kann man aber H. magnifica und H. malu gut voneinander unterscheiden, weil die H. magnifica nämlich eine aufgewölbten Munoöffnungsrand hat und erst in einem größeren Abstand vom Mund kreisförmig die Tentakel beginnen. Bei der H. malu gehen die Tentakel bis sehr nahe an die Mundöffnung ran.

    Aber so länger ich mir das Bild angucke, denke ich auch, das es eine H. malu in erin sehr schönen Farbmorphe ist. Und die ist tasächlich sehr gut haltbar und standorttreu!

    Hallo,

    würde ich als Heteractis magnifica identifizieren. Die ist recht heikel, weil sie sehr empfindlich gegenüber Verletzungen ist. Es kommt hier schon darauf an, wie die Anemone in der Natur entnommen wurde. Wenn sie nur eine minimale Verletzung hat, wird sie zu 99% an einer Sekundärinfektion eingehen.

    Sie ist zooxanthellat, nimmt jedoch auch Ersatzfutter wie Muschelfleisch oder kleine Stinte an. Allerdings muß man ehrlich sagen, das die meisten nicht sehr alt werden!

    Sie sitzt gerne an exponierten Stellen und braucht viel Strömung und auch auch recht viel Licht. Sie ist aber wanderfreudig, muß man auch sagen!

    Zu indentifizieren an den vertikal in einer Reihe verlaufenden Verrucae, den Warzen im Bereich der "Körpersäule" und unterhalb des Tentakelkranzes.

    Michael Mrutzek hat Erfahrungen mit Parasiten bei Kurstenanemonen, und zwar v.a. bei Palythoa und Protopalythoa-Arten. Hierbei handelt es sich um kleine parasitierende Schnecken, ich meine es sind Gehäuseschnecken. Sehr klein, etwa 1mm groß und sehen aus wie kleine weiße Kügelchen. Schau mal im Lexikon bei Korallenriff.de, da sind die irgendwo auch im Bild zu sehen. Ansonsten Michael direkt anschreiben.

    Schau mal,ob Du sowas beobachten kannst.
    Ich denke auch nicht, das eine Salinität von 35,9 ein Problem ist. Sicherlich etwas höher, aber das wird glaube ich nicht die Ursache sein. Trotzdem senken auf 35,0 psu bzw. 1,023 bei 25°C.

    Hallo Thomas,

    damit wir uns nun wieder mit dem eigentlichen Thema beschäftigen können: dem Zeovitsystem, nur abschliessend ein paar Worte:

    Wie ich schon sagte bist Du derjenige, der die meiste Erfahrung v.a. in den Problemfällen hat und wenn Deine Kunden ein Problem oder eine Frage haben, dann ist das Forum sicher der geeignete Platz dafür. Das machen andere Hersteller oder Händler hier auch, und Beratungen sind doch auch ein wichtiger Teil dieses Forums.

    Also, bitte nicht falsch verstehen. Es sollte ein Hinweis sein und nicht mehr :winking_face: ... und schön weiter schreiben, gelle Thomas :grinning_squinting_face:

    Zum Thema: "Wer hat Erfahrungen mit dem Zeovit-System?"

    Anfangs kam das wohl so rüber, als würden hier völlig kontroverse Meinungen und wenig Erfahrungen mit dem Zeovit-System vorliegen. Ich hoffe, das hat sich durch die Beiteiligung von einigen Zeovit-Anwender etwas klarer dargestellt. Das System funktioniert ohne weiteres und vor allem mit der Zeit sehr gut. Man sollte halt bei bestimmten Becken anfangs aufpassen und gewisse Problempunkte in Erwägung ziehen. Andererseite denke ich, ist es legitim zu sagen, das manche Leute wirklich besser bei ihrem System bleiben, wenn sei damit seit langen Jahren Erfolg haben... das erspart nämlich viel Aufregung.

    Ich habe vielleicht die schwierige Art an mir, alles immer von Zwei Seiten zu sehen, und dann kommt es halt vor, das ich mehr Verwirrung stifte als dazu beitrage, das eine Aussage klar rüberkommt.

    Ich finde das Zeovit als Möglichkeit zur Systemoptimierung sehr interessant und es sind immer noch nicht alle Fragen geklärt, was in bestimmten Details in einem solchen System passiert. Und deshalb habe ich mich auch damit reichlich beschäftigt und weil ich wohl manchmal ein kleines Mitteilungsbedürfnis habe, blubbert so manchaml etwas zu viel raus... :grinning_squinting_face:

    Ich hoffe, wir sind jetzt wieder nach meiner kleinen Abweichung vom Weg beim Thema und es wäre schön, wenn sich andere Zeovit-Anwender auch zu Wort melden und ihre Erfahrungen schildern. Es wäre nämlich mal sehr interessant, einfach Unterschiede zwischen frisch eingerichteten Zeovitbecken und bestehenden Becken, die umgerüstet werden, zu erfassen. Dann kommt man auch leichter dahinter, was im System so passiert bzw. passieren kann. Gegebenenfalls kann man dann auch gezielter Hinweise oder Tips geben, damit manche Probleme z.B. nicht unerwartet passieren.

    Hallo Sascha,

    ich denke nicht, das wir hier weit vom Thema abkommen, weil es iP letztlich auch hilft, ein eigenes Urteil zu bilden.

    Überhaupt hast Du wohl zumindest theoretisch recht viel Wissen über das Thema DSB, und es macht natürlich um so mehr Spaß, auf dieser Basis zu diskutieren. Zumal das Thema hier im Forum sehr aktuell ist.

    Bis auf die Artikel von Toonen ist mir die von Dir empfohlene Literatur bekannt. Danke für die Referenzen!

    Zum Thema Infauna in marinen Sedimenten:

    Live Sand hat selbstverständlich viele Vorteile und eine regelmäßige Neubeimpfung mit DSB Activator Kits bzw. Critterpacks ist auch nur förderlich.

    Es ist ein ökologisches Konzept, das sich bei fehlender Störung eines Systems letztlich die am besten an das System angepassten Organismen durchsetzen und damit das System dominieren (Intermediate Disturbance Hypothesis).

    Allerdings spielt dieser Aspekt der Kleinstfauna-Artenvielfalt hier denke ich keine große Rolle.
    Ich will die Ergebnisse aus Amerika nicht in Frage stellen (das steht mir gar nicht zu), aber ich möchte sie hinterfragen!

    In unseren Becken sind Amphipoden z.B. sehr dominant im Bereich der Sandoberflächen, und detritivorer Borstenwürmer innerhalb des Sandes. Das reicht meiner Meinung nach aber auch schon völlig aus, um den Sand erstens zu Beleben und zweitens durchzuwühlen. Abgesehen von der benthos-assoziierten Fauna wie tropsches Mysis oder Copepoden, die hier ihre Rückziemöglichkeit haben.

    Ich denke nicht, das sich die Populationen dieser Tiergruppen in einem solchen System über die Jahre verändern, es sei denn, ihnen geht die Nahrung aus! Das muß natürlich berücksichtigt werden. Wenn jedoch eine zusätzliche Ernährung gewährleistet ist, sollte man hier langfristig eigentlich keine Probleme bekommen, eine größere Population weniger Arten aufrecht zu erhalten. Und ich weiß nicht, wie weit die Amerikaner im Bereich der Phytoplanktonfütterung sind? Vielleicht weißt Du darüber etwas.
    Es sind viele Beobachtungen in unseren Hauptbecken gemacht worden, das eine Phytoplanktongabe gerade die Kleinstfauna sehr stark beleben kann. Ich selbst werde in einem - gerade aus Gründen der aktuellen Thematik - aufgebauten Refugium mit DSB an einem Experimentieraquarium eine Phytoplanktongabe ausprobieren, um die einzelnen Fortpflanzungsstadien der Kleinstfauna zu ernähren.
    Ich denke hier liegt letztlich das Problem in der ganzen Sache, das die speziellen Ernährungsbedürfnisse der Kleinstfauna nicht berücksichtigt wurden oder werden.

    Das die Artenvielfalt abnimmt, ist jedoch aus ökologischer Sicht wie gesagt beinahe vorprogrammiert.

    Natürlich fehlt hier in Deutschland auch die Erfahrung mit DSB Filtern an sich, da sind uns die Amerikaner weit voraus, aber letztlich halte ich ein solches System alleine aufgrund der maximierten Stickstoffkreisläufe für eine geeignete Methode, der wir in Zukunft mehr Aufmerksamkeit widmen müssen. Übrigens liegen im Bereich der MM-Filter auch keine langfristigen Erfahrungen vor, ausser den von Leng Sy selbst gemachten.

    Was die Verbackung des Sedimentes betrifft korreliert diese natürlich mit abnehmender Korngröße. Je feiner das Material, desto schneller wird es sich verdichten. Dazu müssen wir aber auch noch die Fließgeschwindigkeit des über dem Sandbett bedindlichen Wassers mit einbeziehen. Wenn diese recht hoch ist, werden zumindest die obersten Schichten regelmäßig umgeschichtet und verbacken dadurch nicht.
    Algenwachstum auf der Sandoberfläche verlangsamt diese Fließgeschwindigkeit und entsprechend muß dies auch im System berücksichtigt werden. Andererseits trägt wie gesagt auch die Caulerpa-Rhizoidbildung dazu bei, das hier eine Verdichtung verlangsamt wird. Die meisten Aquarianer zwicken die Caulerpa in den im Wasser befindlichen Thallusbereichen ab, aber entnehmen dem Sediment keine Algen. Dadurch wird das Sediment mechanisch gestört und es wird neuer Siedlungsraum frei.

    Du beschreibst, das die im Laufe der Zeit abnehmende Fauna der weiteren Durchmischung des Sedimentes nicht mehr nachkommen kann. Darüber hinaus sprichtst Du die Verbackung der untersten Sedimentschichten an. Die Kleinfauna hält sich jedoch sowieso nur in der obersten aeroben Schicht auf, und nicht in den tieferen anaeroben Schichten. Dass heißt, das diese Fauna gar keine Einfluß auf die Verbackung haben kann und dies entsprechend von Anfang an nicht verhindert. Die aerobe Schicht wird von dem ins Sediment eintretende Wasser determiniert, und darin halten sich die Organismen auf. Und nicht umgekehrt: zuerst muß im Sediment mal Sauerstoff vorhanden sein, bevor dort Tiere hinkommen.


    Übrigens habe ich von Markus bereits Antwort erhalten, und er bestätigt, das die 2,5 cm Schichtdicke als unterste Grenze anzusehen ist und dies letztendlich auf sein eigenes Aquariensystem abgestimmt ist, aber nicht der Norm bzw. Ecosystem-Empfehlung entspricht.

    Zur Korngröße: je kleiner, desto größer die Oberfläche. Das wird immer als der entscheidende Punkt angesehen. Allerdings verringert dies den Wasserdurchfluß im Sediment und damit letztlich den Stoffaustausch zwischen Bakterien und deren Mikroumgebung.
    Eine zu große Korngröße wird zu einer verstärken Verdreckung des Sedimentes mit Detritus führen, was ebenfalls zu einer Verringerung des Wasseraustausches führt und weiterhin den Stoffaustausch zwischen aerober und anaerober Schichtung erschwert. Das heißt, die Stoffumsätze werden bereits im Detritus stattfinden und gelangen von hier aus eher wieder ins Wasser als in die tieferen Schichten.

    Ich erachte persönlich eine Korngröße von 1-2 mm für geeignet. In wie fern ich dies noch in zwei oder drei Jahren sagen werde, weiß ich natürlich nicht, aber aus den mir im Moment vorliegenden Befunden und Erfahrungen sollte dies ein guter Kompromiss sein.

    Ich bin deshalb dem DSB hinterher, weil es eine sehr einfache und günstige Alternative ist, unsere bisherigen Becken zu unterstützen. Und hier liegt ein weiterer Punkt: Unsere Becken werden gegenüber den amerikanischen Becken ganz anders betrieben und zielen mehr darauf ab, Korallenwachstum zu maximieren und den Eintrag von organischen Belastungen zu minimieren.
    Die meisten Amerikaner versuchen v.a. die organische Belastung ihrer Becken abzubauen (viele betreiben z.B. keine Abschäumung ... und finde mal hier jemanden, der keinen Abschäumer hat) um ein gutes Korallenwachstum zu erreichen. Das ist ein deutlicher Unterschied, der sich letztlich auch in der Methodik wiederspiegelt!

    Das heißt, wir sollten uns darüber bewußt sein, das unsere Becken so weiterlaufen wie bisher, aber durch einen DSB unterstützt werden, und den DSB nicht als zentrale Filterkomponente betreiben. Dieses Bild habe ich zumindest vor Augen!

    Hallo Roland,

    nur die Ruhe und nicht zappelig werden :grinning_squinting_face:

    Ernsthaft: Man könnte fast sagen, in den ersten zwei Wochen brauch man fast gar nicht messen. Da baut man sich Hoffnung auf und am nächsten Tag sieht alles schon ganz anders aus.
    Du wirst in der Einfahrphase noch viele Auf- und Ab's miterleben. Ich will nicht sage, es ist die Ruhe vor dem Sturm, sondern eher: bald erwacht das Leben!

    Bereichte aber gerne weiterhin, es ist wohl die spannendste Zeit und es macht einfach Spaß, zuzuschauen, was da passiert.

    Hi Sascha,

    hatte sich so angehört als wärest Du absoluter MM-Fan und da dachte ich, Du hättest einen MM-Filter in Betrieb. Naja, geirrt ... :grinning_squinting_face:

    Zum Verbacken des Sediments: Ein Verbacken kommt dann zustande, wenn der Bodengrund unbelebt ist. Die obersten Schichten sind bzw. werden allerdings von den benthischen Bewohnern stark durchwühlt, natürlich langsam, aber in der Masse macht das was aus. Auch gräbt sich das Caulerpa-Rhizoid (das was aussieht wie eine Wurzel, aber keine ist), recht tief ins Sediment ein und wird auch hier ein verbacken verhindern.

    Wie kommst Du darauf, das sich da keine benthische Fauna entwickelt ??? Wie soll die denn beim Miracle Mud dahin kommen, da ist der Schlamm auch absolut unbelebt. Deep Sand Bed sagt nichts anderes aus, als das man hier einen dicken Haufen Sand ins Refugium kippt. Mehr nicht. Ob man dann Live Sand nimmt oder unbelebten Bodengrund ist völlig schnuppe!

    Wenn die untersten Schichten durch den Wasserdruck verbacken sollten, dann ist das nicht weiter schlimm. Der Punkt ist aber, das Du bei einem höheren Sedimentbett von mehr als 5 cm eine deutlich größere anaerobe Zone hast und dadurch das anaerobe Sandbett eine größere Zahl an Bakterien beherbergen kann. Das ganze Sediment ist dadurch stabiler. Außerdem haben die Bakterien in allen Sandschichten eine Stoffwechselaktivität und setzen z.B. Säuren frei, um Substanzen aufschließen zu können. Da wir sehr wahrscheinlich alle kalkhaltigen Bodengrund benutzen würden, entstehen dabei Lösungsvorgänge, die letztlich auch verhindern, das das Sediment sich zu stark verdichtet. Aber auch bei anderen Materialen werden solche Effekte auftreten.

    Die Angabe von 2,5 cm auf Markus Resch's Homepage kenne ich. Ich finde das recht wenig, da ich aus Jens Kallmeyers Vortrag in Sindelfingen diese nette Animation gesehen habe, in der ein Farbstoff durch durch Wasseragitation durchs Sediment befördert wurde. Und das waren locker 2 cm, die da von Wasser durchströmt werden: also aerobe! Irgendwo muß aber auch noch das anaerobe Mileu hin, das passt aber nicht in einen halben Zentimeter rein! Ich werde ihn mal fragen, was er dazu meint, aber er schreibt auch min. (=deute ich mal als mindestens oder minimum) hinzu.

    Wenn Caulerpa-Algen nicht wachsen, dann liegt das daran, das der Nährstoffgehalt zu gering ist bzw. irgend ein Nährstoff das Wachstum limitiert... in diesem Falle wird wahrscheinlich auch keine Koralle mehr wachsen. Der Hinweis mit dem Eisen ist berechtigt und ich hatte das aufgegriffen, weil in der aktuellen Koralle-Ausgabe von Terry Siegel ein Beitrag zu lesen ist. Aber im Ernst, ich kenne kein Algenbecken/refugium, wo Caulerpa nicht wächst, außer in der Einfahrphase. Meine eigenen Beobachtungen sind eigentlich stets die, das Caulerpa noch wächst, wenn die Korallen schon anfangen aus einer Nährstofflimitierung heraus schlapp zu machen. Ich denke, hier kommen wieder die organischen Nährstoffe ins Spiel!

    Beim Sediment an sich geht es übrigens nicht um Phosphatabbau, sondern um den Stickstoffkreislauf. Der Phosphatentzug kommt wohl hauptsächlich durch die Algen zustande. Die Bakterien im Substrat werden Phosphat dann verbrauchen, wenn die Population anwächst, d.h. in den ersten paar Wochen. Danach liegt ein Steady State vor, d.h. hier wird Phosphor lediglich umgesetzt, aber nicht verbraucht, weil pro neu entstandenem Bakterium, das Phosphat verbraucht, gleichzeitig ein anderes stirbt und Phosphat wieder freisetzt. Überhaupt kriegt man auch in der Wachstumsphase das Phosphat nicht aus dem Becken raus!

    Zitat

    Original von Thomas Pohl
    Klar Jörg, wenn du mich mal kennen lernst wirst du schnell merken, das ich dir Lack auch verkaufen kann, wenns sein muss,aber nur wenns im Meerwasser funktioniert :smiling_face:
    Es ist so wie ich das schreib, da ich das selbst so praktiziere, werden die Korallen zu hell,dann dosier ich Bak und food so lang bis die Gewebefarbe passt, das hat doch nix mit Lack zu tun, oder hab ichs zu einfach geschrieben? :smiling_face:

    Gruss Th.

    Hi Thomas,

    erstens sollte es ein Scherz sein :grinning_squinting_face:

    Nicht zu einfach geschrieben, ich fand die Aussage nur amüsant, weil sie impliziert, das ich meine rosa Seriatopora mal schnell zur blauen Seriatopora umwandel ... :grinning_squinting_face:

    Zweitens wollte ich Dich als Händler outen. Das Forum ist nämlich kein Verkaufs- oder Werbeplatz ... nicht das Du hier direkte Verkaufswerbung betrieben hast, das will ich Dir damit gar nicht unterstellen, aber ich wollte halt einfach nur auf Deinen "Status" hinweisen, es sind nämlich noch viele andere Händler im Forum aktiv, die auch gerne schreiben würden:"bestelle Dir das"!

    Also, nix für ungut ! :winking_face:

    Ich weiß das Du die Erfahrung auf dem Zeovit-Gebiet hast, mehr als jeder andere, und ich kann Deine Aussage ja auch nur damit unterstützen, in dem ich sage, das es funktioniert. Ich selbst habe ja das Zeovit mit Zeofood 6 und den Bakterien im Einsatz und bin damit sehr zufrieden.

    Allerdings klappt das auch mit anderen Systemen ... viele Dinge führen eben nach Rom. Und eine Trachyphyllia kriegt man auch bei anderen Systemen und Nährstoffgehalten zum Leuchten.

    Eine Korallenkolonie, die keine Chromoproteine bilden kann, weil sie einfach die genetische Information dazu nicht trägt, wirst Du mit keiner Methode farbig kriegen. Sehr wohl aber zart beige, wenn die Nährstoffkonzentrationen niedrig sind, und das kann ja auch ganz schick schön aussehen.

    Vieles liegt auch im Bereich der Strahlungsinduktion begründet und ganz klar auch im Nährstoffgehalt: falsches Licht und viele Nährstoffe führt meist zu geringem Wachstum und einer dunkel braunen Koralle. Sehr gutes Licht und eine hohe Nährstoffkonzentrationen kann aber auch gutes Wachstum und schöne Farben entwickeln!

    Also es ist stets die Kombination aus mehreren Faktoren, die uns beschäftigen.

    Hi,
    naja, wenn's bei Dir funktioniert, ist doch gut :grinning_squinting_face: Ich selbst kenne das Zeug nicht und habe in SiFi auch nicht drauf geachtet. Aber ich steige mit dem Zeopower nicht so ganz durch, was das jetzt nun genau machen soll.

    Adsorbiert das Zeolith im Phoslock jetzt oder fällt es aus?

    Zitat

    Original von iP
    Hi Jörg,

    wenn du dir da gaaanz sicher bist, dass es sich um diese verbindung handelt, werde ich da mal was gucken gehen:)
    Rufe dich am WE an!

    MfG,

    Gaaaaanz sicher bin ich mir da nicht, weil ich das Zeug nicht genau chemisch analysiert habe.

    Allerdings paßt die Farbe von dem Zeug. Kann sein das da noch Eisenhydroxide drin sind, v.a. dreiwertiges Fe(OH)3.

    Der Trick mit der Stahlwolle ist letztlich nix anderes, das ist auch Eisenoxid, aber eben stark mit anderen Schwermetallen verunreinigt, weshalb man das nicht so gerne verwendet.

    Was willst Du denn da gucken gehen??

    Übrigens kann man Phoshat auch mir Eisenchlorid ausfällen, aber das eignet sich nicht von der Anwendung her für die Aquaristik, weil das dann ein Flüssigphosphatfäller wäre.

    Zitat

    Original von Jens Bruckner
    Hallo Aquarius,
    zur Phosphatfällung setze ich zeitweise Phoslock der Firma Söll ein. Ein patentiertes Verfahren laut Firma Söll (IP60 Verfahren). Phosphat wird umkappselt und wird vom Abschäumer erfasst.
    Wirkt ganz gut.

    Gruß Jens

    Hi Jens,
    Hmm, im Netz habe ich unter Phoslock nur ein Süßwasserprodukt auf Zeolitbasis gefunden. Kennst Du die Adresse der Homepage von Söll?

    Zitat

    Original von iP
    Hi leuts,

    weiss jemand aus welcher verbindung Contraphos bzw. Rowaphos besteht?
    Ist das ein geheimnis oder darf es verraten werden?

    MfG,
    iP!!

    Das ist glaube ich kein großes Geheimnis.

    Das Trägermaterial enthält eine Eisenoxid-Verbindung:

    Fe2O3, das mit Orthophosphat zu Eisen(III)-Phosphat, FePO4 reagiert.

    Zitat

    Original von Aquarius
    Frage an Jörg?

    Hallo Jörg!

    Mich würde interessieren ob du überhaupt keine Phosphatadsorber verwendest, oder nur keine mehr auf Eisenoxydbasis. Wenn du noch welche verwendest, welche? Ich habe das Problem,daß das Nitrat bei 1mg und das Phosphat bei 0,1mg liegt. Also Phosphat ist viel zu hoch. Sichtbare Probleme bestehen aber keine. Das Aquarium steht seit über 12 Jahren, Zeovit verwende ich seit gut4 Monaten. Wäre es sinnvoll den Stickstoffgehalt etwas zu erhöhen? Eventuell mit Hirschhornsalz. In welcher Dosis. Ich bedanke mich für alle Antworten.

    Gruß

    Aquarius

    Hallo Aquarius,

    nee, hab keinen Adsorber im Einsatz, schon seit über zwei Jahren nicht mehr. Hatte früher mal Contraphos im Einsatz und die Sauerei habe ich mir dann im weiteren erspart. Ehrlich gesagt bin ich auch nicht so der "Messfuzzi" und meinen Phosphatgehalt kenne ich ehrlich gesagt seit zwei Jahren auch nicht.

    Das soll jetzt aber kein Aufruf sein, auf Tests zu verzichten, im Gegenteil: DAS IST WICHTIG.

    Ich kenne aber mein Becken und weiß, wenn was nicht stimmt und was dann nicht stimmt. Von daher kaufe ich mir dür das Geld eines Merck oder Macherey&Nagel Test lieber ein gutes neues Meerwasser-Buch! Wenn ich ein größeres Becken und damit den Platz hätte, würde ich wohl auch versuchen, meine Werte möglichst optimal zu halten, damit die Korallen sehr schnell zu schönen großen Stöcken heranwachsen. Nur eben bei meinem jetzigen Becken macht das keinen Sinn!


    Ich war mit meinem Korallenwachstum eigentlich immer zufrieden und deshalb sehe ich es nicht ein, hier das letzte herauszukitzeln, was bei einem 100 L Becken wohl auch irgendwie dumm wäre, weil ich dann alle naselang irgendwelche Ableger brechen oder Lederkorallen mit der Schere an den Leib muß.

    Ich betreibe mein Becken mit einem überdimensionierten Abschäumer (Aquamedic Turboflotor 1000 Multi) und Lebenden Steinen. Dann habe ich in einer Filterpatrone unter einer kleinen Powerhead seit einem Jahr Zeovit im Einsatz. Das Material wird also nicht wirklich durchströmt, sondern eher umströmt.

    Wenn ich neues Zeovit einsetze (was allerdings aus Gründen der Faulheit/Zeitmangel meistens erst nach 3 oder 4 Monaten passiert), dann läuft der Abschäumer zwei Wochen lang durch, danach schalte ich die Luftzufuhr ab und betreibe das Becken ohne Abschäumnung, allerdings läuft er ein Mal die Woche von Samstag auch Sonntag über Nacht durch.


    Deine Werte sind doch ok. 0,1 mg/L Phosphat sind für die Pflege von kleinpolypigen Steinkorallen zwar eher Obergrenze, aber auf keinen Fall bedenklich. 1 mg/L Nitrat ist auch völlig ok.
    Würde da gar nicht groß dran rumfummeln, das bringt meistens nur negative Folgen mit sich, v.a. wenn Du mit Deinem Becken zufrieden bist.

    Den Tip mit dem Hirschhornsalz habe ich noch nie ausprobiert, würde mich da aber auf BerndQ's Erfahrung verlassen. Allerdings würde ich persönlich lieber Ammoniumchlorid nehmen, weil dies die KH nicht beeinflußt (Hirschhornsalz ist eine Carbonatverbindung!) und wohl auch besser löslich ist.

    Zu den Adsorbern:

    Adsorber auf Eisenoxidbasis (Rowaphos, Contraphos) machen bei sehr niedrigen Phosphatkonzentrationen "schlapp" und man muß hier die Adsorbermenge und den Durchfluß sehr stark erhöhen, um einen weiteren geringen Phosphatentzug zu ermöglichen. Ich glaube, die unterste Grenze war so erfahrungsgemäß bei 0,1 - 0,15 mg/L. Von daher würde ich Dir, wenn Du unbedingt an Deinem Phosphatgehalt rumschrauben willst, keinen Eisenoxid-Adsorber empfehlen.

    Die Phosphatadsorber auf Zeolithbasis hatte ich nie im Einsatz, und hier gibt es wohl unterschiedliche Erfahrungen. Ein guter Freund ist mit Antiphos jedenfalls sehr zufrieden.

    Ansonsten gibt es eben die Phosphat-Fäller: Zeovit und Tropic Marin Elimiphos. Die funktionieren beide sehr gut, wobei das Elimiphos sehr fein ist und daher eine Phosphatsenkung vielleicht etwas effektiver oder schneller ermöglicht als das Zeovit mit seinen dicken Steinchen/Steinen.
    Ich persönlich würde mich wohl für das Elimiphos entscheiden, wenn ich einen reinen Adsorber für den kurzfristigen Einsatz bräuchte, allerdings ist der recht teuer.

    Zitat

    Original von sabine
    Hallo,
    und mich würde interessieren, was bei Jaubert eine menge Arbeit macht :confused_face: :confused_face:


    Vom Jauert-System würde ich Dir aus eigenen Versuchen abraten, macht ne menge Arbeit

    Hi Sabine,

    ich denke auch, das ist nicht mehr Arbeit als jedes andere Sandbettsystem auch. Ob Du jetzt ein Plenum einbaust, oder ob Du für den Miracle Mud Filter eine Bioballsäule einbauen mußt. Darüber hinaus ist die Wasserdurchführung im Jaubert System viel einfacher!

    Außerdem kommt Jaubert um einiges billgier als das Miracle Mud System!

    Wenn es also um Sandbettfilter als Empfehlung für iP geht, um seinen Nährstoffgehalt zu reduzieren, dann sollte man wenn schon alle funktinierenden Systeme aufführen.

    Also:
    Jaubert System
    Deepsand Bed filter (DSB)
    Miracle Mud

    Zitat

    Original von Sascha Hauser
    Von Jörgs idee halte ich nicht viel, da wenn ich es richtig Verstanden habe, ein Verbacken der unteren Sandschichten, sehr schnell eintreten wird, was Dir auch nicht gerade helfen wird Po4 zu reduzieren.
    (Ich lasse mich hier gerne korrigieren, wenn jemand auf diese Art schon positive Erfahrungen gemacht hat.)

    Gruß

    Sascha

    Hi Sascha,

    wie machst Du das denn mit dem Verbacken der untersten MiracleMud schichten ... ?

    Zitat

    Original von D Nitschke
    Also kein Denken im eigentlichen Sinn, aber zumindest eine aufeinander abgestimmte Aktion?! Steigt nun eigentlich der Kalkverbauch dieser Euphilia?

    Dirk

    Dirk,

    Denken und abgestimmte Aktionen sind zwei Sachen.
    Alles ist in lebenden Organismen aufeinander abgestimmt, so auch die Vermehrung. Es passiert in einem lebenden Organismus nichts einfach mal so, sondern alles kontrolliert. Der Stoffwechsel funktioniert eigentlich wie ein Computer: An oder aus, also letzlich ein binäres System.

    Der Kalkverbraucht steigt dadurch nicht an (nicht mehr oder weniger wie durch normales weiterwachstum: eine kleine Koralle verbraucht pro Zeiteinheit weniger als der gleiche Klon ein Jahr später, wenn er doppelt so groß ist), nur der Energiebedarf steigt. Vermehrung ist immer energieaufwendig, und deshalb wächst eine Koralle während ihrer Reproduktionsphase langsamer als sonst, auch wenn man es manchmal nicht merkt, wenn der Koralle sehr viel Energie zur Verfügung steht.

    Zitat

    Original von D Nitschke
    Meine Euphilia öffnet sich seit einiger Zeit auf einer Seite eher mager. An eben dieser Seite wachsen auch einige neue Tentakeln, denen das mehr an Lich sehr gut bekommt. Ist das bewußt so von der Koralle gewollt, oder Zufall?

    Siehe Bild.

    Danke und Grüße

    Dirk

    Hi Dirk,

    Korallen, wie alle Nesseltiere, haben ein diffuses Nervennetz ... da ist nicht viel mit Denken :grinning_squinting_face:

    Da wachsen keine Tentakel, sondern kleine Ablegerkolonien! Tentakel sind Teile eines Polypen, und die sind bei Euphyllia zu einem ankerartigen "Bubbel" (daher Ankerkoralle, E. ancora) verschmolzen.

    Es haben sich an den von Dir genannten und gut sichtbaren Stellen kleine Kolonien von dem Mutterstock abgezweigt und die wachsen jetzt heran, wobei die Polypen noch sehr klein sind ... aber voll geöffnet. Wenn sich Polypen teilen, dann sind die niemals voll geöffnet, deshalb hast Du das richtig beobachtet, das die Polypen an dieser Stelle nicht so auf sind wie sonst.

    Zitat

    Original von iP
    Und dann eine letzte Stillwasserzone, nach der es dann zurück ins Hauptbecken geht. Ich würde das dann 24 h beleuchten, keine Tiere: keine Einsiedler und ... auch kene Seepferdchen.
    ----> Wozu die Stillwasserzone? Was genau verstehst du darunter? Und wieso keine einsiedler? Ist das denn schlecht?

    In die letzte Kammer kannst Du dann auch ab und zu Kohle geben, wenn Du merkst, das die Algen Gelbstoffe produzieren (wenn das denn passiert?).
    ----> Wieder was dazugelernt. Warum machen das algen?


    [/quote]

    Hallo iP (wie war eigentlich nochmal Dein richtiger Name ??)

    klar, wir können mal telefonieren. Ich schicke Dir die Nummer per PN.

    ich hatte eher vermutet, das sich jemand fragt, wafür die extra Kammer mit Lebenden Steinen gut sein soll... :grinning_squinting_face:

    egal, die Stillwasserkammer hat zwei simple Funktionen:

    1) das die Kleinstlebewesen, die in der Sand- und in der Steinkammer leben und sich entwickeln, hier ihre "völlige Ruhe" haben und nicht so leicht von der starken Rückführpumpe erfaßt werden. Die Rückführpumpe kann dann also einfach und ungestört ihren Dienst tun und verdreckt nicht so schnell mit Sand und allem möglichen Zeug, Z.B. abgerissenen Algenthalli.

    2) Hier kann man dann z.B. Aktivkohlebeutel reinhängen und sonstiges, was man vielleicht braucht.

    Gelbstoffe: das sind Sekundärmetabolite, die Algen produzieren und die meistens durch ein Leck freigesetzt werden, weil die Pflanze im Laufe der Zeit viel synthetisiert und akkumuliert. Aber auch aus dem Abbau von totem organischen Material entstehen Gelbstoffe. Daher sind v.a. solche Becken oft mit Gelbstoffen mehr belastet, die durch eine hohe Detritusbildung charakterisiert sind.

    Die biologische Funktion von Gelbstoffen ist sehr verschieden, weil "Gelbstoff" ja nur ein Name für eine Kategorie ist, in die Substanzen eingeordnet werden, die letztlich durch Strahlungsabsorption gelb erscheinen. Hierzu gehören z.B. Phenylverbindungen, die z.B. als Fraßschutzmittel synthetisiert werden, aber auch Huminsäuren, die meistens jedoch aus organischen Substraten (Torf) rausgewaschen werden. Per Definition werden glaube ich sogar auch anorganische Substanzen als Gelbstoffe bezeichnet, wenn sie eben durch Lichtabsorption gelb erscheinen.

    Deshalb sind Gelbstoffe ja auch so unbeliebt, weil sie das Strahlungsspektrum verändern und v.a. die zur Photosynthese wichtige blauen Strahlungsanteile herausfiltern (sonst wären sie nicht gelb).


    Im Miracle Mud System ist angeblich eine Gelbstoffentwicklung ausgeschlossen, trotz der hohen Algendichte im Filter selbst. Manche Bakterien können Gelbstoffe im Meerwasseraquarium sicher aufspalten und irgendwie verwerten. Möglicherweise helfen Sandbettfilter auch dabei, das solche Bakterien im Substrat siedeln können.

    Zitat

    Original von Poseidon
    Hallo und guten Morgen zusammen,

    kann man ein keines Becken alternativ auch mit Bio Calcium fahren anstatt mit Kalkwasser und ist es problemlos möglich Bio Calcium und Bio Magnesium in einem Kanister mit Osmosewasser zu mischen un dann langsam dem Becken zu zuführen? :confused_face:

    Wünsche euch einen schönen Tag
    Roland


    Hallo Roland,

    es ist mehr als nur eine Alternative. Tropic Marin Biocalcium ist nichts anderes als die Balling-Methode in Folrm eines Mixes aus allen Festsubtanzen.

    Das hat einerseits den Vorteil, das man nur eine Dose und einen Löffel braucht, aber den großen Nachteil, das man nur wenig pro Tag dosieren darf, und zwar deshalb:

    Weil dort Calciumchlorid und Natriumhydrogencarbonat im richtigen Verhältnis miteinander vermischt sind, führt dies zu einer recht schnellen Anhebung der Karbonathärte. Damit diese nicht zu sehr ansteigt, darfst Du nur pr0 100 L Wasser einen Löffel täglich dosieren (Glaube, so ungefähr).
    Das bedeutet, das Du mit Tropic Marin Biocalcium kein Calciumdefizit von z.B. 50 mg/L Ca2+ ausgleichen kannst, weil Dir die gleichzeitig dosierten Carbonate alles wieder ausfällen.

    Aber das ist auch nicht unbedingt Deine Frage, weil Du ja mit Kalkwasser noch viel viel weniger Calcium dosierts.

    Zu der Frage mit dem Auflösen in einem Kanister: das solltest Du nicht machen, weil Du es erstens nicht gut gelöst bekommst, und Dir zweitens sehr schell innerhalb weniger Stunden Kalk ausfällt.

    Deshalb streue das Pulver einfach mit dem beigelieferten Löffel auf die Wasseroberfläche, am besten im gut durchströmten Filterbecken oder aber auch in eine strömungsreiche Ecke Deines Awquariums.

    Biomagnesium würde ich Dir nicht empfehlen. Auch hier darst Du am Tag nur einen Löffel dosieren, und damit wirst Du den Magnesiumgehalt auch nicht anheben können.

    [quote]Original von Thomas Pohl
    @Jörg
    dann solltest du mal Eisen vor und nach dem Adsorbereinsatz messen.Ich hab das vor 2 jahren machen lassen.Da nach Einsatz von blablablaphos immer das Eisen weg war, b.z.w. nach zudosieren von Eisen die Korallen wieder deutlich an Farbe zulegten, bis zu einem gewissen Punkt, der Mangel war immer nur zu dem Zeitpunkt der Adsoberverwendung.
    Zur Anpassung: die Menge ist nicht zuviel, wenn sich der Kunde nicht selbst bescheisst und mal schnell 200L Wasser mehr errechnet, damit alles schneller geht :smiling_face:
    Ich sagte auch das es zweierlei alte Becken gibt...voll gepumptes Spurenwasser und da sollte die Anpassung langsam und zeitgleich mit der Spurenreduzierung erfolgen.Oder die Wasserwechsler ohne Spuren, da passiert nix, da keine erhöhten Elementewerte vorliegen.
    Mit der veröffentlichung auf der Page hast du natürlich Recht, dass werd ich schnellstens machen, aber die meisten rufen eh nochmal an und kriegen das dann auch ausführlich erklärt.

    Hi Thomas,

    ich denke ohnehin ist es mal an der Zeit, daß Du über solche Erfahrungen auf Deiner Seite berichtest. Letztlich hat niemand sonst die umfassende Erfahrung mit Zeovit. Aber dieses Thema ist nun schon öfter im Forum aufgetaucht und ich schreibe meine Meinung auch nicht zum ersten Mal. Deshalb wäre es natürlich gut, wenn man hier auch auf Deine Seite verweisen kann.

    Klar, man ist machtlos, wenn man bei der Volumenberechnung des Aquariums um drei Zehnerpotenzen daneben liegt. Den Vorwurf kann Dir auch keiner machen.
    Aber viele Leute verlassen sich auf Angaben der Hersteller oder Vertreiber. Das ist mit Spurenelementen so und mit allen möglichen Gebrauchsanweisungen auch.

    Wie ich schon sagte, ich selbst benutze das Zeovit jetzt schon über ein Jahr und hatte keine Probleme damit.


    Zum Eisen: das ist natürlich eine sehr interessante Beobachtung! Dies auf die Adsorption von Eisen durch den Adsorber zurückzuführen ist natürlich nur eine Spekulation, aber hier sollte man das mal verfolgen. Ich krame mal meine anorganischen Chemiekenntnisse aus und versuche mich da mal einzuarbeiten und werde das Thema dann mal öffentich aufgreifen. Danke zunächst für Deine Beobachtungen!

    Nur, verstehe auch meinen Gesichtspunkt: halte mal einen rostigen Nagel ins Aquarium und messe dann mal Fe(III). Da löst sich binnen weniger Minuten Eisen raus. Wenn man die Phosphatadsorber auf Eisenoxidbasis benutzt, dann konnte ich es zumindest nie verhindern (benutze diese Dinger aber auch nicht mehr!), das Ausspülungen des eisenhaltigen Feinmaterials ins Aquarium gelangt sind. Und hier muß es einfach zu Eisenauswaschungen kommen ...

    Das ist für mich sehr wiedersprüchlich.

    Hallo iP,

    letztlich kannst Du beides miteinander verbinden: Jaubert und Algenrefugium.

    Die Sache mit dem Phosphat im Ausgangswasser ... hast Du noch nie Dein Ausgangswasser auf Phosphat gemessen?

    Da könnte natürlich der Hund, oder ein Teil des Hundes begraben sein.

    Miracle Mud ist mit Sicherheit ein System, das funktioniert. Es ist teuer, das stimmt.

    Zu Jaubert: Letztlich hast Du mit einem ausreichend hohen Bodengrund immer einen sehr effektiven Stickstoffkreislauf, d.h. Stickstoff ist an sich nicht mehr unbedingt so das Problem. Dir geht es ja ums Phosphat.

    Ich kann selbst nicht beurteilen, in wie fern der Abbau von Phosphat innerhalb einer hohen Sedimentschicht signifikant ist. Also bringt das was, oder nur ein bißchen, oder gar nix? Keine Ahnung, da tappe ich noch ein wenig im Dunkel.

    Aber was ich Dir empfehlen würde, ist (übrigens, das mit den 650 L Algenrefugium denke ich kannst Du mal vergessen, das ist ja fast so groß wie Dein Hauptbecken und mehr als 5 mal so groß wie mein eigenes Becken?) einfach mal eine Kombination zu probieren: Also einen relativ feinen Sand (z.B. Foraminiferensand oder besser noch kleiner) mit einer Schichtdicke von ca. 10 cm. Entweder Du machst es komplett nach Jaubert mit Plenum etc., oder Du füllst einen mit Glasscheiben abgetrennten Bereich mit dieser Schicht einfach so auf. Darauf würde ich dann auch keine Steine und nix setzen, sondern stumpf Caulerpa reinsetzen. Hier kann man sich dann mal eine Wasserdurchführung überlegen.

    Hinter diesem Sandbereich, baust Du Dir dann einen abgetrennten Bereich mit kleinen Brocken (5-10 cm) von Lebenden Steinen, die Du mit einer Strömungspumpe auch ordentlich umströmen lässt. Darauf lässt Du einfach mal was wachsen, was da gerade kommt. Und dann eine letzte Stillwasserzone, nach der es dann zurück ins Hauptbecken geht. Ich würde das dann 24 h beleuchten, keine Tiere: keine Einsiedler und ... auch kene Seepferdchen.

    Größenmaßstab: so ein 1 Meter Becken sollte reichen.

    In die letzte Kammer kannst Du dann auch ab und zu Kohle geben, wenn Du merkst, das die Algen Gelbstoffe produzieren (wenn das denn passiert?).

    Zitat

    Original von iP
    Hi Jörg,

    ab wann ist ein becken bei dir ein "altbecken"?

    grüße,

    Hi iP,

    eine schwierigere Frage hättest Du Dir nicht einfallen lassen können, oder ... :grinning_squinting_face:

    Ich würde die Frage gerne umstellen, weil darauf gibt es keine Antwort. Ich würde eher fragen, was ein "Altbecken" charakterisiert:

    Die meisten Altaquarien sind sehr stark mit feinen Sedimenten zugesetzt und schon richtig verbacken. 10 Jahre Kalkwasser ... das gibt dann eine feste Betonplatte am Boden und die Steine kann man meisseln.

    Das System hat sich derart stabilisiert, das wir z.B. im Bereich der Mikrobenvielfalt nur noch sehr wenige, aber stark domnierende Populationen finden. Es fehlen hier einfach im Laufe der Zeit die Störungen, die wir in jungen Aquarien haben, die aber in den letzteren zu einer höheren Artenvielfalt führen.

    Dadurch wird die Toleranzgrenze, oder besser gesagt die "Pufferkapazität" (nicht chemisch verstehen!) immer mehr abnehmen. Auch die Korallen und Algen sind letztlich daran akklimatisiert.

    Massive Störungen werden dann meistens nicht verkraftet, schon gar nicht, wenn sie schnell erfolgen.

    Was sich überhaupt in alten Becken an Sedimenten ablagert .. da sollte man die schlafenden Geister nicht wecken. Wenn man dann plötzlich nach mehreren Jahren mal eine Strömungspumpe hinter hängt oder den Bodengrund auswäscht, na dann :winking_face_with_tongue:

    Warum ich das so betrachte: Auch in jungen Becken können unter bestimmten Voraussetzungen starke Detritus- und Sedimentablagerungen zu solchen Problemen führen. Das kann ein Becken mit 6 Monaten Standzeit sein, oder auch eines mit 2,3 oder 5 Jahren. Da steckt man halt nicht drin. Aber hier ist es oft so, das immer noch ein höheres Regenerierungspotential da ist, weil meistens die Artenvielfalt in den Becken noch nicht so ganz am Boden ist.

    Letztlich könnte man durch das regelmäßige Auswechseln von einigen wenigen Lebenden Steinen durch Neue das Becken immer mal wieder auffrischen. Gleiches gilt für den Bodengrund, wenn man mit einem Bekannten immer mal wieder ein Schäufelchen tauscht. Mit sowas muß man aber früh anfangen, damit das System daran gewohnt ist.

    So was könnte man sozusagen als "Beckensport" ansehen. Aber so was verläuft sich dann schnell im Sand und man macht es dann eh nicht.

    Zitat

    Original von Peter Müller
    Hallo Jörg,
    ich dachte bisher die BLV-Brenner wären sehr farbstabil. So war jedenfalls mein Meinung nachdem ich die die Erfahrungen der anderen User hier bisher verfolgt habe. Danach schien der BLV mit Abstand der beste zu sein oder habe ich mich da verlesen. Wann sollte denn der Brenner nach Deiner Meinung ausgetauscht werden. Ich hatte vorher die AB Brenner die die waren spätestens noch ca. 7 Monaten hin.
    Gruß Peter

    Schade das Arcardia nicht 250 Watt Brenner mit Schraubsockel rausgebracht. :frowning_face:

    Hallo,

    können ja unterschiedliche Meinungen bestehen. Ich habe bei meinen letzten drei BLV Brennern nach drei oder maximal vier Monaten festgestellt, das sich das Licht verändert hat und vor allem ein etwas gelbliches Licht emittiert wird. Das war bei zwei 70W und bei einem 400 W der Fall. Meiner Meinung nach ist der BLV 10000 K nicht mit Abstand der Beste, aber das ist geschmacksache.

    Das heißt nicht, das die Brenner Schrott sind. Ich habe die Brenner auch immer noch über dem Becken und die Korallen wachsen, aber ich bin davon überzeugt, das v.a. in dem sowieso gering emittierten Blaubereich nach wenigen Monaten einiges weiter abrutscht. Das könnte man mit zusätzlichen Blauröhren zwar ausgleichen, ist aber nicht so ganz Sinn der Sache.

    Den AB 70 W hatte ich früher, der war zunächst etwas mehr bläulichgrün und später dann gelblich grün. Da hat man den Unterschied doch noch deutlicher gespürt, stimmt!

    Zitat

    Original von Thomas Pohl

    Naja und das grösste Problem ist die Geduld :smiling_face:

    Zum Thema Phosphatadsorber,er bringt in zusammenhang mit Zeovit nix...sondern ist nur schlecht,da Eisen entzogen wird,dies nachzudosieren ist sehr schwer.
    Gruss Th.

    Hi Thomas,

    keine Frage, das mit der Geduld ist der entscheidende Punkt bei der Sache, da sind wir uns völlig einig.

    Du weist darauf hin, das bei alten Becken die Anpassung sehr langsam erfolgen muß. Bin ich völlig mit einverstanden, allerdings wäre dies ein Punkt, den Du z.B. auf Deiner Homepage durchaus anführen könntest und auch solltest. Ich denke, die üblicherweise von Dir empfohlene Menge an Zeovit sind bei manchen Altaquarien einfach schon zuviel.

    Phosphatadsorber auf Eisenoxid-Basis: ich glaube, das hatten wir schon mal. Das Zeug besteht aus Eisen, und wenn überhaupt, dann gibt es Eisen eher ans Wasser ab, als das es Eisen adsorbiert.

    Hi Roland aus Hamburg,

    Glückwunsch! Erstmal geschafft, was ... :grinning_squinting_face:

    Freue Dich auf eine aufregende Einfahrphase. Kann sein, das der schöne Steinaufbau demnächst mal für kurze Zeit unter einer grünen, fadigen Matte verschwindet :winking_face: Aber keine Angst, die kommen wieder ...

    die Steine meine ich :D!

    Also, viel Erfolg und keine Scheu mit Fragen!

    Grüße aus Bremen,
    Jörg

    Zitat

    Original von Dunkelzahn
    Hallo,

    ich moechte die eigentlich nicht lange aufbewahren .. wird ja alle 3 bis 4 Tage gebraucht *g*. Und jedesmal was anderes da reinschuetten ist auch heftig, oder? Ist als Einmalharz angeboten .. also keine Regenerierung ...

    Gruß

    Roger

    Hallo,

    ach so, na dann ...

    Nix für ungut :grinning_squinting_face:

    Zitat

    Original von Dunkelzahn
    Servus,

    ok, ich bau schon nen Hahn drunter :smiling_face: Den Rest entfernt die UOA .. ist nur fuer Kieselsaeure ..

    Gruß

    Roger

    Hallo Roger,

    eigentlich sollte der Hersteller eine Gebrauchsanweisung mitliefern, weil Austauscherharze wie alle anderen Flüssig-Chromatographie - Materialien bestimmte Aufbewahrungslösungen benötigen.
    Da sollte dann auch drinstehen, wie Du das Harz regenerierst.

    Ich kenne mich nur mit analytischen und präparativen Säulenmaterialien für die Flüssigkeitschromatographie aus, und die sind v.a. empfindlich in Bezug auf eine Bakterien- oder Pilzentwicklung. Deshalb lagert man Säulenmaterialien meistens in 20% Methanol oder Ethanol auf. Kann man vielleicht nicht unbedingt vergleichen, ich wollte es nur erwähnen. Aber vor allem wenn Du die Harze längere Zeit lagerst, würde ich sie in 20% Ethanol p.A. (nicht Wodka!) aufschwemmen und in einem verschlossenen Gefäß aufbewahren, vorausgesetzt, der Hersteller sagt, das sein Material das ab kann.

    Wenn ich hier falsch liege, dann möge man mich korrigieren, weil ich nie Austauscherharze für die Aquaristik verwendet habe.

    Zitat

    Original von sabine
    Hallo,
    ich finde aber auch der Lippi sieht aus wie im Kuiter Buch, also der lubbocki. Da muß ich Henry rechtgegeben.

    Hallo,
    also, dann will ich da auch gar nicht wiedersprechen. Das Problem bei Lippfischen ist ja auch

    1) der Farbdimorphimus zwischen Männchen und Weibchen
    2) Balzufärbungen
    3) Stressfärbungen

    Ich kenne den C. lubbocki als einen mehr oder weniger rot gefärbten Fisch. Aber vielleicht ist das ja auch die Balzfärbung gewesen ...?

    Keine Ahnung, habe mal in Google C. lubbocki eingegeben und dann unter vielen anderen auch die gezeigte Färbung als C. lubbocki gefunden. Von daher habt Ihr sicher Recht!

    Zitat

    Original von Ruedi
    Hallo Henry

    mehr als Jörg kann ich dir leider auch nicht sagen :loudly_crying_face: .

    Warum ich dennoch hier schreibe ist, dass mir deine Koralle im Hintergrung sofort aufgefallen ist. Ich habe genau die gleiche, bei mir ist sie selbständig aus einem LS gewachsen den ich vor knapp einem Jahr in Filderstadt bei Claude gekauft habe :smiling_face: .

    Bis heute weiss ich nicht genau um welche es sich handelt. Hast du den genauen Namen? Würde mich freuen.

    Hallo Ruedi,

    Pavona decussata! Eine wirklich sehr schöne Koralle.

    Zitat

    Original von OliverLandwehr
    Schon komisch welchen Unterschied es zwischen 14000K und 14000 K gibt... Ich hab eigentlich gehofft das es dunkler wird, aber genau das Gegenteil ist mit den Arcadia Brennern passiert...

    Hi,

    das zeigt mal wieder, wie schlecht die Farbtemperatur dazu geeignet ist, eine Aussage über das Leuchtmittel zu machen!

    Der Arcadiabrenner hat v.a. einen höheren Violettanteil als z.B. ein BLV 10000 K. Der Blauanteil im Arcadia 14000 K ist allerdings nicht sehr viel höher als beim BLV. Das ist jedoch der wichtige Bereich für die Photosynthese. Mit dem Violettanteil kann man die Fluoreszenzpigmentbildung fördern, hier hat man dann nur das Problem, das der Arcadia 14000 K zu hell ist, und die im Vergleich dazu schwache Fluoreszenzemission der Korallen völlig übertrumpft.
    Das ist beim Aquaconnect Performance dann etwas anders, da kommt die Fluoreszenz besser durch.

    Selbst habe ich den Arcadia Brenner noch nicht benutzt, aber bezüglich des Emmisionsspektrums sehe ich zwischen dem BLV 10000 und dem Arcadia 14000 K keine großen Unterschiede bezüglich der Qualität des Spektrums für die Algen. Ein Unterschied für das menschliche Auge ist mit Sicherheit da, das interessiert aber die Korallen und Algen nicht ...

    Was die Farbstabilität angeht, dann kann der Arcadia 14000 K auf jeden Fall nicht schlechter sein als der BLV ... das kriegt man wohl kaum hin ... :frowning_face:

    Hallo Hans,

    ich möchte Sabine und Peter unterstützen, und Dich bitten, mit dem Fischbesatz so lange wie möglich zu warten. Es geht dabei nicht nur darum, das die Wasserwerte in Ordnung sind, damit man Fische einsetzen kann. Das wird oft so gesehen, ist aber völlig falsch:

    Man muß den Moment abwarten, zu dem das Aquariensystem überhaupt in der Lage ist, einen Fischbesatz zu vertragen!

    Und das zu wissen, bringt Dich schon ein Stückchen weiter in der "verlustfreien" Riffaquaristik.

    Klar kann es sein, das Deine Werte morgen alle ok sind, aber wenn Du Übermorgen einen Doktor reinsetzt, der wie wild anfängt zu fressen und dabei Stoffwechselprodukte ausscheidet, die alles an vorhandener Mikroflora im Becken überlastet, dann liegt er überübermorgen japsend in der Ecke und hat eine Nitritvergiftung, von der er sich nicht erholen wird!

    Deshalb die Bitte,verlasse Dich auf die Aussagen von Sabine und Peter, die wissen, wovon sie reden! Deinen Händler kann man nur sagen: Glück gehabt ... :frowning_face:

    Im übrigen ist an einem Phosphatadsorber nichts anrüchiges :D. In vielen Fällen kommt man auch einfach nicht drumrum. Phosphat akkumuliert automatisch, und je früher es aus dem Becken raus ist, desto besser ist das.
    Ich würde einen Adsorber (mit "d" übrigens!) nicht von Anfang an in der Einfahrphase nutzen, weil sich gerade in dieser Phase die Bakterien stark vermehren und auch einen erhöhten Phosphorbedarf haben. Aber sobald die Einfahrphase weitestgehend vorüber ist und sich wirklich über längere Zeit nur noch Fadenalgen im Becken breit machen, kannst Du einen Phosphatadsorber einsetzen.

    Viel Erfolg!

    Also, das ist keine Aktivkohle, sondern letztlich ein Ionenaustauscher. Eine Nitratbindung ist zwar gut und schön, allerdings verändern Ionenaustauscher mehr oder weniger stark die Zusammensetzung des Meerwassers, sprich Ionenverschiebung. Es heißt schließlich nicht umsonst Austauscherharz, weil man das eine bindet, dafür aber ein anderes Ion vom Material verdrängt wird. Um NItrat zu binden, braucht man einen Anionenaustauscher, weil Nitrat schließlich ein Anion ist. Das heißt, es wird auch ein Anion rausgelöst, und das ist in den meisten Fällen z.B. Sulfat. Sulfat ist Hauptkomponente im Meerwasser. Eine durch den Austauscher bedingte Zufuhr von Sulfat kann möglicherweise Folgen nach sich ziehen, die sich meistens dadurch zeigen, das die Korallen nicht mehr so gut stehen. Wasserwechsel können hier allerdings helfen, allerdings mit frischem Meerwasser :grinning_squinting_face:

    Ich selbst bezweifle die Anwendung von Ionenaustauschern in der Riffaquaristik, eben aus genanntem Grund.

    Zitat

    Original von MarkusK
    Hallo Jörg,

    kann zu Veränderungen leider nichts sagen, da das Algenrefugium seit Einrichtung des Beckens besteht :grinning_squinting_face:
    Nitrat und Phosphat war bis zur Übersiedlung nicht nachweisbar.
    PH Wert stabil bei 8,2
    Keine negativen Ereignisse wie Caulerpasterben oder sonstiges

    So mehr gibts leider nicht

    Grüße

    Markus

    Hallo Markus,

    danke. Zumindest aber einer, der sich zum Thema Algenrefugium gemeldet hat.

    Zitat

    Original von Jörg
    Hallo zusammen
    Das Thema sagt einfach schon alles. Ich möchte einfach nur wissen ob es negative oder positive Erfahrungen zu dem Thema gibt. Ich weiß das es Berichte im Korallenriff und in der Korallen-zucht gibt. Mich interessieren aber eure Meinungen.
    Gruß Jörg

    Hallo Jörg,

    ich habe in der laufenden Nährstoffdiskussion etwas über Zeolithe allgemein und speziell Zeovit geschrieben. das kannst Du Dir mal durchlesen.

    Meine persönliche Meinung zum Zeovit ist folgende:

    Vor allem bei jungen Aquarien, die wenig Detritus- und Sedimentablagerungen in der Dekoration besitzen, ist die Zeovit-Methode sehr geeignet, um ein nährstoffarmes Meerwasser zu erreichen.
    Folgende Gefahren sehe ich bei Einsatz von Zeovit, obwohl ich fairerweise dazu sagen muß, das mir persönlich keiner der nun folgend behandelten Szenarien passiert ist:

    1)
    Wenn Ammonium als Ausgangs -Stickstoffverbindung im Wasser gelöst vorliegt, kann recht schnell ein stickstoffarmes Milieu erzeugt werden. Wenn, wie geschrieben, Detritusablagerungen im Aquarium ständig Nitrat bilden, danm wird man wahrscheinlich diesen Nitratgehalt mit Zeovit auch nicht runter bekommen. Siehe dazu den Beitrag in der Nährstoffdiskussion.

    Das birgt folgende Gefahr: Phosphat wird recht schnell aus dem Aquarium über die Abschäumung entfernt, weil das Zeovit Substanzen an das Wasser abgibt, die langsam aber kontinuierlich Phosphat ausfällen. Dieser Niederschlag ist jedoch derart fein, das er lange in der Schwebe bleibt und dadurch gut abgeschäumt werden kann. Gleichzeitig lagern sich viele andere Schwebstoffe an diese Flocken an und werden mit abgeschäumt. Das ist der Grund, warum Peters Aquarienwasser kristall klar ist und weshalb sich nix in der Dekoration ablagert.
    Das führt aber dazu, das der Phosphatgehalt schnell sinkt, unter den genannten Umständen aber der Nitratgehalt nur gering, wenn überhaupt in der gleichen Zeit fällt. Und dann hat man einen Phosphormangel, mit der die Korallen aufgrund der fehlenden Akklimatisationszeit nicht klar kommen. Ausbleichungen können dann die Folge sein.

    2)
    Wenn der Fischbesatz hoch ist, und man v.a. über die Fütterungen einen hohen Phosphateintrag hat, dann kann genau das Gegenteil erfolgen.
    Wenn nämlich der Stickstoff-Abbau durch das Zeovit gut funktioniert, und das Wasser bezüglich Stickstoff sehr nährstoffarm ist, dann kann es passieren, das ein Stickstoffmangel vorherrscht.
    Phosphat hoch, Nitrat und Ammonium extrem niedrig = Stickstoffmangel. Aus diesem Grunde, da wiederspricht mir jedoch Thomas Pohl, würde ich dazu raten, in einem solchen Falle einen zusätzlichen Phosphatadsorber zu verwenden. Denn, das Zeovit hat nur, auch chargenbedingt, ein begrenztes Kontingent an rauslösbaren Substanzen, die Phosphat ausfällen. Ist dies verbraucht, dann wird auch keine weitere Phosphatentfernung möglich sein. Die Bakterien auf und in dem Zeovit sind mit Sicherheit nicht dazu in der Lage, Phosphat nennenswert zu entfernen, weil Bakterienpopulationen sehr schnell ihr Maximum erreichen und dann lediglich ein Umbau des Phosphates, aber kein Phosphatentzug mehr stattfinden kann. Das heißt, in dieser Phase "stirbt" eine Bakterie, gleichzeitig entsteht durch Zellteilung eine neue Bakterie. Die Population bleibt also gleich und das verbrauchte Phosphat wird auf der anderen Seite wieder freigesetzt. Ein Phosphatentzug kann also nur in der Wachstumsphase erfolgen, aber die ist recht schnell, besser gesagt rasant, zu Ende!

    Wie gesagt, beides ist mir selbst noch nicht passiert.

    Wenn es aber funktioniert, dann sollte es auch ein stabiles Milieu sein, an das sich die Korallen akklimatisieren können. Durch das sehr nährstoffarme Wasser ist die Zooxanthellendichte sehr niedrig, was v.a. zu einem durchsichtigen Korallengewebe führt. Farben der Korallen kommen dadurch sehr gut zur Geltung, weil sie nicht von einer hohen Zooxanthellendichte überlagert werden. Auch das Wachstum der Korallen ist sehr gut, wobei ich persönlich denke, das man auch unter erhöhten Nährstoffgehalten ein gleich gutes Wachstum erziehlen kann, wenn hier kein Nährstoff limitierend wird.

    Zitat

    Original von Henry
    Hallo,

    und hier mal wieder ein Bilderrätsel.

    Kennt jemand von Euch diesen Lippfisch, ich habe bei Kuiter nachgesehen und bin der Meinung das es sich um ein männliches Exemplar von Cirrhilabrus lubbocki handelt.

    Danke und Gruß

    Henry

    Hallo Henry,

    es ist ein Cirrhilabrus, aber es ist meiner Meinung nach nicht C. lubbocki, der hat nämlich eine eher rote Grundfärbung, und keine violette mit gelbem Dorsalstreifen.

    Ich schaue selbst auch mal nach. Hast Du den Meerwasseratlas Band 1. Da sind auch jede Menge Lippfische drin, vielleicht wirst Du da fündig. Ich habe diesen Band und werde nachher mal reinschauen.

    Zitat

    Original von MarkusK
    Hallo Jörg,

    scheinst überlesen zu haben, daß ich (wenn auch nur ein sehr kleines) ein Algenrefugium habe.

    Grüße

    Markus

    Hi Markus,

    sorry, hatte ich übersehen. Kannst Du denn etwas mehr darüber berichten. Wie haben sich dadurch vielleicht Deine Nährstoffkonzentrationen im Riffaquarium verändert, und in welcher Zeitspanne. Hast Du sonstige Erfahrungen, die Du schildern könntest?