Beiträge von Jörg Kokott

    Kai,

    ist es eine astförmig wachsende, also M. digitata oder M. samarensis, oder eine Platte?

    die Platten- oder baumpilzartig wachsenden Montiporas zeigen ihre Polypen so gut wie nie (es gibt Ausnahmen, bevor jetzt einer losschreit :D).

    Wie wäre es mit einem Foto?

    Ansonsten schau mal bei Korallenriff.de bei den Erfahrungsberichten, da steht was vom SIndelfingen-Vortrag über Farbigkeit bei Steinkorallen. Vielleicht hilft Dir das weiter?

    Zitat

    Original von Dunkelzahn
    ... aber ein mehr oder weniger gemischtes Phytoplankton wäre denke ich nicht schlecht, oder?

    Hi,

    das wird man nur schwer hinkriegen. Wenn Du geschlossene Kulturgefäße ohne weitere Kompartimentierung hast, wird sich in einem Gemisch von mehreren Arten die Art durchsetzen, die am konkurrenzfähigsten um die begrenzten Nährstoffe ist. Von daher ist das nicht einfach möglich. Arten, die ein unterschiedliches Schwebeverhalten haben, wie z.B. Tetraselmis und Nannochloropsis, könnte man rein theoretisch räumlich in einer Kultur voneinander trennen, weil Tetraselmis zu Boden sinkt.
    Das Problem ist jedoch, das sich die Nährstoffe im Kulturmedium mit der Zeit in einem Gradienten nach unten hin "absetzen", so daß man die Kulturen mehrmals täglich neu aufrühren/aufschütteln muß, damit sich die Nährstoffe verteilen. damit bringt man Tetraselmuis dann wieder in die Schwebephase.

    Es klappt also meistens, und auf Dauer schon gar nicht, mit der gleichzeitigen Kultur von Phytoplanktonarten.

    Du mußt also entweder mehrere Ansätze fahren, oder Dich auch eine Art beschränken. Dunaliella ist die Standardmäßig zur Brachionus-Zucht verwendete Art, eignet sich aufgrund der Größe jedoch nicht zur Ernährung z.B. von azooxanthellaten Gorgonien.

    Für welchen Zweck willst Du denn das Phytoplankton kultivieren, denn danach richtet sich die Artenwahl?

    Hallo,

    die meisten Universitätsbibliotheken haben online-Abonnements für viele Journals. Die findet man dann im Bib-Katalog aufgeführt.

    Ich empfehle Dir die Paper-Suchmaschine "Scirus", die direkt mit Science-Direct verknüpft ist. Scirus ist recht übersichtlich und findet eine ganze Menge an Literatur.

    Wichtig: Auf Englisch suchen, nicht auf Deutsch! Wissenschaftliche Literatur ist fast ausschließlich englisch: also nicht Koralle sonder coral... :grinning_squinting_face:

    Hi Claude,

    dann kann ich mir nur vorstellen, daß es nicht ausreicht, das eine Algenzelle im Korallenschleim haften bleibt. Diese und Deine Beobachtungen würde dann eher für eine Zelle-Oberflächen- Interaktion sprechen, so daß die Koralle zwischen toten und lebenden Zellen differenzieren kann und nur lebende Zellen zur Mundöffnung befördert. Anders könnte ich mir das nicht erklären! :confused_face:

    Insgesamt betraf es ja glaube ich auch letztlich alle Gorgonien in Frank's Becken.

    Deine Untersuchungen an Schwämmen sind ja auch sehr interessant. Ich dachte immer, Schwämme filtrieren alles, was sie kriegen können und was v.a. einer bestimmten Größe entspricht: also Bakterien und Nanophytoplankton.

    Hallo,

    ich habe das konzentrierte Phytoplankton seit zwei Tagen. Und zwar das New Life Mix mit vier Arten (?) Habe die Packung in der Uni, deshalb weiß ich den Namen grad' nicht genau.
    In der Tat bekommt man mit einen Tropfen des Konzentrats (das ist wirklich schwarz!) in 10 mL Meerwasser eine dunklere Farbe als eine Verschlußkappe vom Aquatim. Delpha ist ja noch dünner als das Aquatim.

    Die Zellen sind aber wirklich mausetot. Weiß nicht, on meines riecht, hab' gerade Schnupfen :grinning_squinting_face:

    Dennoch: das was so nach Fisch riecht, sind schwefelhaltige Stoffwechselprodukte der Algen: Dimethylsulfid (DMS) und Dimethylsulfoniumpropionat (DMSP). War mal jemand im Sommer auf Helgoland am Oststrand ... ? Das was da so übel in der Luft hängt ist DMSP!

    DMSP ist ein gasförmiger Spurenstoff und schon minimalste Spuren davon stinken ungemein, weil die Geruchsrezeptoren sehr empfindlich sind bzw. das Signal bis zum Gehirn extrem verstärkt wird.

    Das heißt, wenn es etwas nach Fisch riecht, muß da wirklich nur minimal was drin sein, und das hat nicht unbedingt eine schädliche Wirkung auf unser Aquarium. Außerdem hat das Aquatim meiner Meinung nach auch schon sehr ordentlich nach DMSP gerochen und hier war's auch egal!

    Die Algen sind mausetot und wenn das Material nicht kühl gelagert wird gehen die Zellen durch die intakten Enzyme schnell kaputt und entsprechend laufen die Zellen aus und das riecht dann etwas.

    Bezüglich der Beobachtung von Frank Diehl:

    Der Fischgeruch hat wohl nix mit dem fehlenden Freßreflex bei der einen Gorgonie zu tun. Man überlege, wie stark im Aquarium der entsprechend für den Geruch verantwortliche Stoff (DMSP) verdünnt wird, und sollte dieser in irgend einer Form toxisch oder sonstwas sein, dann hätte dies Auswirkungen auf alle Korallen gehabt.

    Ich kann mir nicht vorstellen, das es was mit der Verklumpung zu tun hat. Selbst wenn letztlich einige Zellen verklumpen, liegen noch genügend Einzelzellen vor, die eigentlich zu einem Freßreflex hätten führen müssen.

    Folgendes würde ich in Betracht ziehen:

    1) Franks lebende Algenkulturen haben Planktonarten, die genau die richtige Zellgröße für diese eine Gorgonie haben, das konzentrierte Plankton ist jedoch insgesamt zu groß bzw. besitzt nicht die spezifische Größe.

    2) Möglicherweise ist die Planktondichte im Aquarium nach Abklemmen des Planktonreaktors nicht mehr hoch genug, so daß sich die Gorgonie nicht mehr öffnet: also eine Abhängigkeit von der Planktondichte und eine höhere Dosierung des Konzentrats bzw. eine Veränderung der Anteile der verschiedenen Arten im Konzentrat.

    3) Ich kann mir vorstellen, das der fehlende Freßreflex bei dieser einen Gorgonie damit zusammenhängt, das die Zellen einfach tot sind und zum Beispiel bestimmte Zelloberflächenstrukturen nicht mehr besitzen, die den Freßreflex bei dieser Gorgonie sonst auslösen. Das sind ganz oft mit Zuckern verknüpfte Proteine (Glycoproteine), die in der Zellmembran bzw. hier Zellwand verankert sind. Auch besitzt z.B. Tetraselmis durch die Flagellen einen Fortbewegungsmechanismus. Der Flagellenschlag könnte auch für den Freßreflex verantwortlich sein. Fischlarven gehen meist auch nur an Futter, das zappelt, und nicht an totes Zooplankton.
    Es ist hier eh die Frage: wie fressen solche Gorgonien?
    Selbst wenn die Algenzellen sehr groß sind, finde ich den Tentakelkranz auch bei sehr kleinpolypigen Gorgonienarten noch zu groß dafür, das die Algen aktiv gefangen werden können. Außerdem müßte man dann hier einen Freßreflex sehen, also ein Schließen der Tentakel! Das wird aber meist nicht beobachtet.

    Vielmehr bleiben die Algen sehr wahrscheinlich einfach auf der Polypenoberfläche bzw. der meist fiedrigen Tentakeln im Korallenschleim kleben und werden mit kleinen Cilien zur Mundöffnung befördert. Das kriegt man dann nicht mit, weil sich dafür die Tentakel nicht bewegen müssen. Letzteres ist also wahrscheinlicher. Die Tentakel dienen dann einfach nur zur Oberflächenvergrößerung und um diesen Filterapparat entsprechend der Strömungsrichtung besser ausrichten zu können.

    Ich wundere mich nur, warum die Polypen bei Nahrungsmangel nicht mehr ausgestreckt werden? Das ist unlogisch! Normalerweise müssten sie extrem ausgefahren werden, damit möglichst viel von der gering vorhandenen Nahrung eingefangen werden kann. Oder hab' ich hier einen Denkfehler?

    Frank: Was ist das denn für eine Art? Kannst Du ein Foto ins Forum reinstellen?

    Hi Thomas,

    hatte ich gelesen. Ich bin einfach mal gespannt... und ich denke, das halten wir bis dahin aus.

    Statistik hin oder her. Es gibt auch in Deutschland nahmhafte Institute, die mit der quantitativen Messung von Meerwasser Bestandteilen arge Schwierigkeiten haben.

    Aber mal sehen, was dabei rauskommen wird.

    Ich habe mir nur mal gerade vorgestellt, drei replizierte Proben, knapp 15 verschiedene Mischung und 3 unabhängige Labors. Da kann 'ne Menge schief gehen ... :grinning_squinting_face:

    Fände ich irgendwie komisch, das gäbe dann das absolute Chaos in der amerikanischen Riffaquaristik. Die Fische und Korallen leben zwar alle munter weiter, aber die Aquariner sind völlig fertig! :smiling_face:

    Finde ich aber gerade interessant: da wird Miracle Mud erwähnt. Haben die das etwa auch schon durchgetestet?

    Hi Thomas,

    wär's da nicht billiger, die Salzhersteller oder das Patentamt mit der Hälfte an Geld zu bestechen ... :grinning_squinting_face:

    Im ERnst: das gibt ein Desaster! Und meiner Meinung nach ist es beinahe rausgeworfenes Geld.

    Gerade was analytische Messungen angeht, spielt es eine wesentliche Rolle, welche Methoden gewählt werden, welche Gerätschaften benutzt werden und letztlich vor allem, welcher Laborangestellte mißt.

    Wir sprechen hier von Substanzen, die teilweise bis runter an die Nachweisegrenze der heute gängigen Methoden herangehen, und da wird der Fehlerbalken der nicht kurz ausfallen, wenn überhaupt mehrere statistisch auswertbare Messungen gemacht werden.

    Also ich sehe das ganze skeptisch ... bin aber absolut gespannt auf die Ergebnisse.

    Hallo,

    ich kann Tabata2, Sabine und Euch in Eurem Mißtrauen nur unterstützen. Es ist deutlich zu früh für Fische!

    Jeder hat natürlich seine berechtigte Meinung und Erfahrung, aber ich würde auch JestersTears Empfehlung kritisch betrachten.

    Man kann die Bakterienpopulationen auch durch eine Futterdosierung ohne Fische (!) ernähren. Aber selbst das halte ich für überflüssig. Letztlich regelt sich mit der Zeit alles von alleine, man muß dem System nur Zeit geben und es machen lassen.

    Es sterben in der Einfahrphase genügend Organismen ab, die dann für eine Wasserbelastung sorgen. Auch entstehen in der Einfahrphase viele nur kurzlebige Organismen, die aber für die Entwicklung durchaus wichtig sind. Mit einem zu frühen Fischbesatz würden solche Organismen schnell weggefressen werden: v.a. viele Algen fallen hier drunter, die aber letztlich die Lebensgrundlagen für die weiteren Generationen von anderen Arten verbessern. Es ist gleich einer ökologischen Sukkzession, die man nicht stören sollte.

    Meiner Meinung nach sind Krusten- und Scheibenanemonen ideal. Auch Füllhornkorallen (Röhrenkorallen) sind geeignet. Etwas später, wenn diese Pionierkorallen mal eine oder zwei Wochen schön auf sind, würde ich Lederkorallen einsetzen. Diese brauchen meist eine etwas längere Eingewöhnungsphase, die manchmal drei oder vier Wochen dauert, aber dann beginnen sie schnell zu wachsen und entnehmen dem Aquarium viele überschüssige Nährstoffe. Nach mind. 3 Monaten würde ich an den Fischbesatz denken, vorher nicht!
    Erscheint Euch vielleicht lange, aber drei MOnate sind schnell rum und überlegt mal, wie lange Ihr Euer Aquarium dann habt ... da könnt Ihr Euch noch lange an den Fischen erfreuen!

    Hallo, das ist eine Nacktkiemerschnecke (Nudibranchia), und das sind typische Korallen-Nahrungsspezialisten: sehen toll aus, aber ich würde sie entfernen: wohin? am besten in ein extra Becken und dann kannst Du sie ja mit Ablegern füttern ... :grinning_squinting_face: Im ernst, hat das mal einer versucht, ob man sie langfristig mit wuchernder Xenia oder lästigen Füllhornkorallen am Leben erhalten kann.

    So ein Tier ins Klo zu spülen ... wäre schade.

    Kann natürlich sein, dass sie nur zufällig unter der Koralle sitzt, aber ich würde mich auf diesen Zufall nicht zu sehr verlassen. Vielleicht hast Du in einem extra becken die Möglickeit, sie etwas zu beobachten, ob sie an Korallen rangeht oder nicht. Aber ich würde sagen, zu 90% frißt sie Korallenpolypen

    Hallo,

    ich will nicht bestreiten, das es nicht geht. Hat ja wohl auch geklappt. Ich schreib nur, das es zu Vergiftungen kommen kann.

    Mich wundert es aber, das die Methode von Alexander Girz durchgeführt wurde, weil er ja Zeovit benutzt und hier eine Iod- und Spurenelementüberdosierung als fraglich eingestuft wird. Oder war das, bevor er sein Becken mit Zeovit betrieben hatte?

    Hi,

    8 Wochen lang 5 mL LL pro 1000 L Wasser ... ja, das kann zu einer Vergiftung führen.

    Alle Polyiodide, die man an LL dem Meerwasser zuführt, reagieren zu Iodat, IO3-. Iodat ist sehr stabil in Meerwasser und wird akkumulieren, es läßt sich auch nicht so gut mit Aktivkohle rauskriegen, d.h. letztlich muß man über Wasserwechsel den Iodatgehalt wieder runterverdünnen.

    Iodat ist nicht ganz so toxisch wie Iodid oder sogar elementares Iod, aber auf dauer schadet es mit Sicherheit. Iodat kann von den Organismen auch nicht gut verwertet werden, und schon gar nicht in diesen Mengen.

    Ich würde die Finger davon lassen und wenn überhaupt die Korallen rausnehmen und in PVP-Iod baden (Methode von Michael Mrutzke). Wenn das gesamte Becken voll mit Strudelwürmern ist, dann würde ich auch den P. hexataenia einsetzen. Laß Dir aber bloß keinen Thallassoma hardwickii andrehen, wenn der P. hexataenia nicht erhältlich ist. Der T. hardwickii wird auch oft empfohlen, weil er Strudelwürmer frißt, aber ... der Fisch ist nicht ohne!

    Hi Bernd,

    ein CO2-Mangel wird bei Fischen nicht viel ausmachen ... eher ein Sauerstoffmangel, und der wird letztlich durch die durchgehende Photosynthese verhindert, so daß es in solchen Becken z.B. auch möglich ist, trotz hohem Fisch und Algen/Korallenbesatz nachts den Abschäumer auszumachen bzw. das Becken ohne Abschäumer zu betrieben.

    Der hohe ph-Wert kommt nicht nur durch den CO2-Entzug zu stande, sondern weil im Zuge der Photosynthese auch Hydroxonium-Ionen entstehen und abgegeben werden (bitte frag mich jetzt nicht, wo genau im Stoffwechsel, das werde ich zu Hause nachlesen, habe die Unterlagen grad nicht hier!).

    Aber es ist wichtig auf den CO2- und Nährstoffbedarf der Algen hinzuweisen. Eine NaHCO3-Zugabe oder CO2-Zugabe sollte also wirklich von nöten sein.

    Ich habe so daß ins Refugium reingeworfen, was irgendwo im Becken wuchs. Zwei Caulerpa-Arten (ich glaube, ein Hybride aus C. racemosa mit noch was anderem, und eine weitere Art, über deren Bestimmung ich mir noch keine Gedanken gemacht habe). Darüber hinaus jede Menge Rotalgen mit feinen, verzweigten Thalli (drei Arten), die auf zwei kleinen Lebenden Steinen wachsen (auch hier keine Bestimmung erfolgt!).

    Zitat

    Original von Thomas Pohl
    Ja das mit der Vorstufe klären wir mal...werd irgendwo die Formel abschreiben und bis dahin.... :smiling_face:
    Gruss Th.

    Hi,

    um das Thema Vorstufe jetzt endgültig zu beenden, das macht mich nämlich schon nervös:

    Es gibt das Wort "reduzieren" im Sinne von "kleiner machen" oder "herabsetzen", aber das gibt es auch noch chemisch im Sinne von "Reduktion" als das Gegenteil von "Oxidation".

    Thomas meint Reduzierung von Nitrat: also das herabsetzen des Nitratgehaltes!

    Harald meint die chemische Reduktion von Nitrat über Nitrit zu Ammonium. (die Nitrifikation von Ammonium über Nitrit zu Nitrat ist entsprechend die Oxidation des Stickstoffs!) Harald: das Zeovit adsorbiert Ammonium, das wird dann auf der aeroben Oberfläche nitrifiziert: also oxidiert über Nitrit zu Nitrat, und dann in dem anaeroben inneren Milieu weiter zu molekularem Stickstoff reduziert und dieser entweicht dann (sieht man im Topffilter)!

    Jetzt klar ????

    Mensch, und dafür braucht Ihr über eine Seite und es fällt Euch immer noch nicht auf ... :frowning_face: :confused_face:

    Hi Bernd,

    Seegräser sind aber höhere Pfanzen, keine Algen! Und die Biochemie der Pflanzen spiegelt sich auch in der Systematik wieder!

    Wenn man es nur auf das Wachstum der Algen absieht, dann habt Ihr durchaus Recht.
    Es gin mir hier mehr um die Fragem, ob Algen eine 24h Beleuchtung ohne Probleme abkönnen und dabei auch gut und kontinuierlich wachsen. Und das kann man mit Ja beantworten, vorausgesetzt, man kümmert sich um CO2 und Nährstoffe.

    Darüber hinaus wird durch eine 24h Beleuchtung die Reproduktion der Algen (wohl v.a. Caulerpa) inhibiert, so daß es nicht zu den massiven Sporulationen mit einem Zusammenbruch des Bestandes kommt. Das wäre für einen Algenfilter nicht so daß ware.
    Der Vorteil ist aber v.a. eine pH-Stabilisierung, die man nur über eine 24 Stunden Beleuchtung erreichen kann.

    Mein eigenes Refugium, das jetzt seit knapp einer Woche läuft, bestrahle ich aber auch nur im Rhytmus der Aquarienhauptbeleuchtung, weil das Refugium direkt neben dem Becken steht und nicht in einem Unterschrank oder ähnlichem.

    Hi Frank,

    Assimilation und Dissimilation, oder sagen wir es mal oberflächlicher aber verständlich: Photosynthese und Atmung laufen stets parallel ab.

    Das resultiert vielleicht noch aus den heute nicht mehr üblichen Bezeichungen Licht- und Dunkelreaktion der Photosynthese: Das impliziert nämlich, das die Kohlenstoffassimilation (z.B. Calvinzyklus) nur nachts bzw. in der Dunkelphase passiert. Tatsächlich geschieht aber beides parallel und man sagt hier lichtabhängig bzw. lichtunabhängige Photosynthesereaktion.

    Was die Photosynthese anbelangt, so müssen wir zwischen Landpflanzen und Algen unterscheiden: Viele Landpflanzen haben einen ausgeprägten diurnalen Rhythmus und fixieren z.B. CO2 nur Nachts (weil sie dann keinen Wasserverlust durch Verdunstung befürchten müssen), tagsüber treiben sie Photosynthese. Kakteen sind hier ein typisches Beispiel!

    Bei aquatischen Pflanzen ist das jedoch anders: Algen entnehmen ihre Nahrung und Ausgangsstoffe nur aus dem Wasser und die stehen ihnen Tag wie Nacht zur Verfügung.

    Von daher hat man theoretisch bezüglich des Algenwachtums keine großen Nachteile zu befürchten.
    Problematisch wird es dagegen mit den Tieren.

    Ich erinnere an Sindelfingen und dem MiracleMud Vortrag, als ein armes Seepferdchen im MiracleMudfilter ohne Sonnenbrille oder Schlafhaube 24h bestrahlt wurde ... das kann's dann irgendwo nicht sein. Aber die Kleinfauna in einem solchen System hat entsprechende Rückzugmöglichkeiten und kann sich innerhalb des Sedimentes oder der Steine des Lichtes entziehen.

    Von daher sehe ich auch langfristig keine direkten negativen Aspekte bei der 24h Beleuchtung von Algenrefugien.

    Aber wir haben dennoch einen hohen pH-Wert, und der spielt bei der Fällung von Carbonaten eine wesentliche Rolle. Das heißt z.B. bei der Kalkwassermethode, die man ja grundsätzlich nur morgens bei niedrigen pH-Werten anwenden soll, haben wir hier das Problem, das wir diese stets bei hohen pH-Werten benutzen müssen. Deshalb würde ich bei solchen Becken auf eine Kalkwassergabe verzichten oder sie deutlich (was das verwendete Volumen angeht) reduzieren, um den pH-Wert nicht noch höher zu treiben. Letztlich hat die Kalkwassermethode ihre Berechtigung vor allem wegen der morgendlichen Anhebung des pH-Wertes ... weil das wohl v.a. den Kalkrotalgen auch ganz gut gefällt (vermute ich mal).

    Hallo!

    Das wird auch meistens so gemacht, weil durch die kontinuierliche Algenphotosynthese eine pH-Stabilität erreicht wird. Der pH-Wert wird dann beinahe stabil im alkalischen Milieu zwischen 8,2 und 8,5 liegen, je nach Becken und System.

    Außerdem hast Du einen 24h Nährstoffentzug durch die Algen.

    Beachte jedoch, das die durchgehende Photosynthese sehr viel CO2 bzw. Hydrogencarbonat entzieht: also mal etwas mehr auf die Karbonathärte achten (die wohl sinken wird) und gegebenenfalls mit Natriumhydrogencarbonat eine C-Quelle für die Photosynthese bereitstellen, damit die Algen gut wachsen.

    Auch wirst Du einen höheren Eisenbedarf abdecken müssen. Hier kannst Du im Refugium selbst mit dem von Dennerle erhältlichen Eisendünger arbeiten (vorsichtig antasten bitte und bloß nicht die Dosierunanleitung der Firma Dennerle für's Süßwasser beachten. Hier mußt Du etwas ausprobieren!).

    Das stimmt schon, von der Argumentation her. Aber denke dran, welchen Preis Du vielleicht dafür zahlen mußt, bzw, die Tiere.
    Ich denke aber nicht, das es bei Z. flavescens zu Problemen kommt, wenn zu einem (!) großen Individuum zwei oder drei weitere, kleine hinzukommen. Wenn die Neulinge alle halbwegs gleich groß sind, ist das kein Problem. Er kann wenn er es überhaupt tut, nur einen jagen, aber nicht drei gleichzeitig. Das Becken ist wohl auch groß genug. Und wie gesagt, Z. flavescens ist eigentlich recht friedlich und es kommt wenn oft nur zu Drohgebärden oder kurzen Verfolgungen, aber nicht zu endlosem Jagen.

    Hallo Ruedi,

    warte bitte noch ab. Auch wenn es zum größten Teil mit Altwasser gefüllt wird, macht das Becken trotzdem eine Einfahrphase durch. Sei froh, wenn Dein jetziger Fischbestand den Umzug gut übersteht.

    Sicherlich kannst Du in einem 1000 L eine Gruppe Z. flavescens pflegen. Aber bitte erst in ein paar Monaten, wenn alles stabill ist!

    Hallo Yurian,

    berechtigte Frage ... die jetzt auch von mir gekommen wäre. Es ist selbst fraglich, in wie fern alle 20 proteinogenen Aminosäuren über die Korallenoberfläche aufgenommen werden.
    Es muß sich bei den beiden anderen aber nicht um künstliche Aminosäuren handeln. Es gibt andere proteinogen Aminosäuren, die jedoch nicht zu den Standardaminosäuren gefaßt werden, und durch postsynthetische Modifikationen innerhalb der Organismen gebildet und eingebaut werden. Die bekanntesten sind 4-Hydroxyprolin und 5-Hydroxylysin. Einen besonderen Fall bildet das Selenocystein, das nämlich nicht durch postsynthetische Modifikation gebildet wird, sondern gleich so synthetisiert wird: Anstelle des Schwefels wird hier dirket Selen eingebaut.

    Aber ich denke, Thomas hat sich hier einfach vertan. Diese Aminosäuren könnte man zwar aus den Organismen isolieren und aufreinigen, dann würde das Zeofood allerdings einige hundert Euro kosten ... wenn man damit hinkommt!

    Ich kann natürlich nicht nach der Quelle fragen, die Thomas hier verwendet, aber ich würde davon ausgehen, das es sich hierbei um ein Versehen handelt.

    Der wichtige Punkt ist jedoch die Verfügbarkeit: Korallen können sog. "Dissolved Free Amino Acids (DFAA's) über ihre Oberfläche aufnehmen und wohl auch verwerten, aber mit Sicherheit nicht alle 20 Standardaminosäuren. Deshalb wird ein Großteil etweder abgeschäumt oder wird zersetzt und bildet dann Ammonium, das wiederum den Korallen und Zooxanthellen als Stickstoffquelle zur Verfügung steht bzw. vom Zeovit adsorbiert und dort nitrifiziert werden kann.

    Zitat

    Original von cornelia
    hat mir mein Händler geraten, denn wenn Würmer, vertragen die das Süsswasser nicht und verenden.

    Oje ... also: Süßwasserbäder sind bei Meerwasserfischen manchmal ganz hilfreich, stehen wegen des akuten Stresses trotzdem in der Kritik.

    Bei Korallen ist das viel schlimmer: deren Gewebe ist so dünn (besteht letztlich nur aus zwei Zellschichten) und wird von einem Süßwasserbad meist genauso betroffen wie die unsäglichen Würmchen oder sonst was auf der Koralle.

    Hast DU denn überhaupt "Würmer" ? Oder hat der Händler hier einfach mal drauf los geraten.

    Mach das bloß nicht wieder und bestell' Deinem Händler einen schönen Gruß, er soll solche Empfehlungen an seinen eigenen Korallen machen aber es seinen Kunden nicht unterjubeln!

    Ich würde an Deiner Stelle die Koralle einfach mal in Ruhe lassen, jetzt nach dieser Leitungswasseraktion sowieso. Stelle sie strömungsexponiert auf einen Stein und laß sie einfach mal in Ruhe. Es kann bei Lederkorallen durchaus sein, das sie sich über mehrere Wochen akklimatisieren müssen, z.B. an neue Nährstoffsituationen, Lichtsituationen etc.

    Gerade Lederkorallen wie Sarcophyton oder Lobophytum sind da besonders langsame Kandidaten, die ihre Ruhe brauchen!

    Bitte gehe noch mal auf die Würmer ein: was sollen das für welche sein?

    Hallo Oliver,

    in vielen Salzmischungen ist sowohl zu wenig Calcium als auch zu wenig Magnesium enthalten. Von daher ist Deine Beobachtung nicht unbedingt auf den ausschließlichen Verbrauch durch Organismen zurückzuführen.

    Ich würde den Magnesiumgehalt erst mal auf 1300 mg/L anheben. Das ist meiner Meinung nach auch ein Wert, mit dem man langfristig recht gut fahren kann, obwohl er eher die untere Grenze darstellt. Erst wenn der Gehalt von 1300 mg/L stabilisiert ist, würde ich auf maximal 1400 mg/L gehen. Durch Wasserwechsel wirst Du Dir den Wert immer wieder verdünnen, wenn der Mg-Wert im Tropic-Marin Salz etwas zu niedrig ist, so daß Du desöfteren nachdosieren mußt.

    Zitat

    Original von cornelia
    Nun habe ich meine Lederkoralle unter dem Leitungswasser abgespühlt. Sie zieht sich dann total zusammen, dabei ist mir aufgefallen, dass sich der Fuss
    etwas löst und an einigen Stellen bröselt.


    Cornelia,

    ähhhhhhh? Leitungswasser? Was hast Dir denn dabei gedacht?

    Hallo Leute,

    ich möchte nicht, dass die Meinung entsteht, wir diskutieren hier ein schlechtes System, weil man nicht weiß wie es funktioniert.

    Man weiß sehr gut wie es anzuwenden ist und hier liegen auch gute (wie auch manche schlechte) Erfahrungen vor. Aber auch mit anderen Systemem gibt es schlechte Erfahrungen. NUr wenn es in zwei oder drei Becken nicht funktioniert, aus welchen Gründen auch immer, sollte man das Zeovit-System nicht in Frage stellen. Das wäre etwas unfair. Darüber hinaus wird über MIracle Mud genauso spekuliert wie über das Zeovit und Leng Sy's Erfolgskonzept ist auch ein sehr gut gehütetes Geheimnis. Und wenn Leng Sy ein Vortrag darüber hält, dann ist es letztlich auch nur ein Gerede um den heißen Brei.

    Die Frage, wie es genau funktionert, interessiert bestimmte Leute und dies wird in Zukunft auch weiter verfolgt werden müssen, weil es für die Weiterentwicklung wichtig ist, ändert aber nichts an dem eventuellen Erfolg dieser Methode.Man experimentiert damit nicht mehr oder weniger wie bei anderen Systemen auch. "never change a winning team" ist durchaus ein richtiger Weg, wenn man mit seinem System eben zufrieden ist. Aber es soll niemanden davon abhalten, andere Methoden auszuprobieren, wenn es denn gewünscht ist.

    Farbige Korallen: Es ist für mich keine Modeerscheinung, dafür dauert das einfach zu lange an. Es ist ein weiterer Parameter in der Steinkorallenhaltung, der durch die Verbesserung der Hälterungsbedingungen einen weiteren Maßstab bietet. So wie wir auch das Korallenwachstum maximieren wollen, so ist es für jeden berechtigt, seine Farbigkeit zu maximieren, ohne sich dem Vorwurf zu unterwerfen, man würde hier nur eine Modeerscheinung verfolgen.

    Ich begebe mich allerdings auch nicht auf die Fährte und entschuldige mich bei Thomas, weil hier versucht wurde eine Diskussion anzuregen, die nicht den Sinn hatte, aus Thomas die Zusammensetzung seiner Produkte rauszuquetschen, selbst wenn auf die Zusammensetzung von Zeofood eingegangen wurde. Thomas hat sich aus dieser Diskussion zurückgezogen und damit ist der Fall erledigt.
    Man sollte Diskussionen führen können, ohne das man sich nachher für irgend etwas entschuldigen muß, da bin ich von der UNi ganz andere Dispute gewohnt, und selbst wenn man sich fachlich in die Wolle kriegt, was durchaus vorkommt, geht man danach trotzdem ein Bier zusammen trinken. Und das sollte man auch hier auf's Forum übertragen können. Wenn sich jemand zu sehr eingeengt fühlt und sich aus einer Diskussion nicht anders zu befreien weiß, als einen deutlichen Schlußstrich zu ziehen, dann bedarf es hier meiner Meinung nach keiner Entschuldigung. Soviel zu Frank Mohr's Bitte, eine Entschuldigung auszusprechen.

    Hallo,

    Thomas: ich hoffe Du beziehst das outloggen nur auf den heutigen Abend und bist morgen in alter Frische wieder dabei! Ich hatte Dir bereits vor zwei Tagen mitgeteilt, daß Du hier als Ansprechnpartner in Sachen Zeovit nicht ersetzbar bist, und das gilt auch heute noch! Also, ein dickes Forumfell hast Du doch sicher, oder? :grinning_squinting_face:
    Deine Meinung und Dein Betriebsgeheimnis bleibt gewahrt, das hast Du unmißverständlich verdeutlicht und wird akzeptiert ...
    obwohl es klar gemacht wurde, das niemand wissen will, was und in welcher Quantität im Zeofood drinne ist. Es geht hier einfach nur um eine weiterführende Diskussion, und der entziehst Du Dich was Dein gutes Recht ist. Also Schwamm drüber, schlage ich vor!

    Frank (MOhr):
    Ich bin kein Hersteller und kein Händler und hätte auch keine weiteren finanziellen Interessen, die mich daran hindern würden, solche "Erkenntnisse" preiszugeben! Sonst würde ich im stillen Kämmerchen vor mich hin experimentieren und nicht den Weg ins öffentliche Forum gehen!

    Ich betreibe das hier auch als Hobby, Bernd und Frank auch, und alle anderen auch.
    Aber wir wollen in naher Zukunft auch einmal Tiere halten können, die bisher aus rein methodischen Gründen noch nicht haltbar sind. Mittlerweile können wir sie ernähren, aber das machen unsere Systeme nicht lange mit. Zumindest sieht es derzeit so aus, als müßten wir noch heftigere Geschütze ausfahren als Schlammfilter oder sonstiges!

    Aus diesem Grunde hinterfragt man nicht nur, sondern man versucht neue Ideen zu entwickeln oder, wie im Falle von Thomas Zeovit-System, weiter theoretisch zu optimieren. Und deshalb kommen ab und an im Forum Diskussionen zustande, die ein wenig abweichend sind. Das macht aber dieses Forum mit aus und damit wird wohl auch jeder zurecht kommen.

    Ich sage es auch nochmal: niemand will die Zusammensetzung des Zeofoods erfahren und das wurde auch sehr deutlich. Leider wird es immer noch aufgegriffen bzw. immer noch falsch verstanden.

    Es geht hier um den einfachen und grundlegenden Erfahrungsaustausch, nicht mehr!

    Hi Thomas,

    so, mein fünfhundertster Beitrag ist Dir gewidmet :grinning_squinting_face:

    Letztlich geht es, wie gesagt, nicht darum, das Du sagst, was Du drin hast, sondern das Du bestimmte Punkte mit Deiner Meinung und Erfahrung versiehst.

    Zum Beispiel C-Quelle: ich finde es reicht nicht aus, zu sagen: "Honig, Ethanol und Traubenzucker haben schon viele ausprobiert und dies haben schon andere Seewassergrössen verbreitet ... versuchs halt".

    Ich fände es schöner, wenn Du hier einfach eine Erklärungen oder Begründung anfügen könntest. Letztlich ist das ein Diskussionsforum und kein Kreuzworträtsel. Das sind ja allgemeine Aussagen, die noch nicht mal Dein Produkt direkt tangiert.

    Wie gesagt, der Vorteil für Dich ist einfach, durch derartig gestartete Dikussionen die ein oder andere Idee zu bekommen. Was Du dann daraus machst, ist natürlich Deine Sache. Aber die Chance besteht natürlich.

    Wenn wir z.B. das Thema Nährstoffe ansprechen - und da lief ja kürzlich eine Diskussion, von der ich eigentlich gehofft habe, Deine Beteiligung zu finden - da wird Dir doch irgend etwas zu einfallen, was Du auf einer theoretischen Basis beitragen kannst! Mehr will ich gar nicht :grinning_squinting_face:

    Hallo,

    Calciumchlorid-Dihydrat = CaCl2 x 2H2O ist das selbe wie
    Calcium chloratum 2-Hydrat! Letzteres ist nur die pharmazeutische Bezeichnung.

    Also gleiche Anwendung wie Hans-Werner Balling sie beschreibt! Wenn Du Calcium Chloratum 2-Hydrat schon hast, dann schau mal auf die Packung: da müßte nämlich auch die Summenformel CaCL2 x 2H2O und die Molmasse stehen: 147,1 g/mol!

    Daran siehst Du, das es gleich ist.

    Hi Thomas,

    naja, so ganz pumpel wird Dir die Theorie nicht sein: irgendwas denkst Du Dir doch bei der ganzen Sache ... oder? Soviel Glück kannst Du nämlich gar nicht haben ... :grinning_squinting_face:

    Also, wir müssen hier nicht auf dem höchsten theoretischen Niveau diskutieren, bis nachher keiner mehr kapiert, um was es geht! Aber es gibt genügend Diskussionspunkte, die nicht nur dem Anwender selbst etwas bringen, sondern Dir auch mögliche Anhaltspunkte oder Ideen geben, das System weiter zu entwickeln, und darauf kommt es an. Deshalb sollte Dir nicht alles egal sein.

    Was meinst Du?

    Im übrigen kriegt man das in 15 Minuten hin, vorausgesetzt das AAS (= AtomabsorptionsSpektrophotometer) ist schon mal warmgelaufen ...

    Im Ernst: Du sollst ja nicht ausplaudern, was Du im Zeofood drinne hast oder welche Quellen Du benutzt, um es herzustellen und was es daher von anderen Produkten unterscheidet. Aber ein bißchen mehr Kooperation schadet Dir und allen Beteiligten auch nicht!

    So denke ich jedenfalls.

    Hallo,

    kann man eigentlich nur rätseln.
    Ich würde mal darauf tippen, das Du aufgrund der starken Caulerpa-Entfernung in Kombination mit dem aufgewühlten Bodengrund eine hohe Keimzahl im Wasser hast:

    also Du wühlst die im Bodengrund vorhandenen Bakterien auf, die werden dadurch zu einem Anteil ins Wasser "suspendiert", und weil die Caulerpa ausblutet und kurzzeitig einen schöne Nährstoffsuppe ans Wasser abgibt, erhälst Du eine Bakterienblüte.

    Das der Abschäumer dann nicht mehr schäumt hängt weniger mit der Dichte zusammen, als mit dem Vorhandensein von Substanzen, die eine Oberflächenspannung herabsetzen. Du hast dichtebedingt kleine Luftblasen im Abschäumer, die können aber nicht beladen werden.

    Ich rate Dir, kurzzeitig Kohle einzusetzen (für zwei oder drei Tage), um mögliche Schadstoffe rauszuziehen, sollte die Bakterienblüte absterben (wenn es denn eine ist, klingt aber wahrscheinlich, was soll es sonst sein? Sedimente lagern sich schnell wieder ab und führen nicht zu einer deratig langanhaltenden Trübung).

    Über den Abschäumer hast Du einen ausreichend hohen Sauerstoffeintrag, da brauchst Du Dir keine Sorge machen. Nur nicht abschalten!