Beiträge von Jörg Kokott

    Wenn Du auf 15 mL verdünnst, dann hast Du eine 1:3 Verdünnung? Also 5 mL Meerwasser : 10 mL Osmosewasser = 1:3!

    Also wo hast Du den Fehler gefunden?
    Ich verstehe das nicht, das ist unmöglich!

    Ich habe halt deshalb gefragt:

    Wenn Du 5 mL Meerwasser + 5 mL Osmosewasser miteinander mischt und dann eine 1:2 hast, DU aber anstatt den 5 mL Volumen für den JBL Test die ganzen 10 mL nimmst, dann kommt das gleiche Ergebnis raus, weil Du ja immer noch die gleiche Menge Calcium in den 10 mL hast wie vorher in den 5 mL!
    Nur das würde Dein Ergebnis erklären.

    Nur wenn Du eben von den 10 mL Verdünnung wieder 5 mL für den Test rausnimmst, hast Du auch nur noch die Hälfte an Calciumionen in diesen 5 mL!

    Also ich weiß dann auch nicht mehr ... :confused_face:

    Hi,

    halte mich jetzt nicht für blöd, aber ich frag trotzdem nach:

    Du hast 5 mL Probenwasser genommen, auf 10 mL aufgefüllt.

    Und dann hast Du sicherlich von diesen 10 mL verdünnter Probe das für den jeweiligen Test vorgeschriebene Volumen entnommen und damit den Test gemacht!

    Sag bitte ja ...

    Robert,

    hmm, das ist schlecht. Ich würde die Korallen allerdings dann lieber oberhalb der Fußscheibe brechen. Letztlich bleibt Dir nix anderes übrig, wenn Du Deine Korallen vor dem Abfressen bewahren und am Leben erhalten willst.

    Also brechen und auf Substratsteine kleben. Wenn Du Glück hast, werden sich die Spinnen dann unterhalb der Substratsteine und nicht mehr in den Lebenden Steinen aufhalten.
    Die Biester kommen, zumindest war es bei Michael so, nachts zum Fressen auf die Korallen (vorher waren sie immer unter den Substratsteinen), von daher kannst Du die PVP-Behandlung mit den Korallen auf den Substratsteinen auf die Nacht verlegen.
    Das halte ich für die einzige Lösung!

    Du wirst die Behandlung öfters durchführen müssen, bis letztlich alle Spinnen nach und nach auf die Substratsteine übergegangen sind und Du langsam aber sicher Herr der Lage wirst.

    Ausserdem, wenn es die verbliebenen Fußscheiben der Korallen überleben, wachsen Dir hier neue Kolonien hoch... sieht dann auch nicht schlecht aus! :smiling_face:

    Hi,

    ist ein Michael Mrutzek Plagegeist! MM hat in einer Ausgabe von das Aquarium einen Artikel darüber verfaßt. War das Juni-Heft 2002.
    Er beschreibt die erfolgreiche Bekämpfung mit PVP-Jod: 5 mL auf 1 L Wasser und 5 min. Inkubation der Korallen. Die Spinnen fielen daraufhin tot ab!

    Moin,

    Hast Du mit dem Salifert unverdünnt oder auch die 1:2 Verdünnung gemessen? Also 260 mg/L oder 520 mg/L ?

    Da ist was falsch gelaufen, denke ich!

    Vielleicht ist die Verdünnung falsch: Wie hast Du die denn angesetzt?

    Hallo Marc,

    eigentlich ganz brauchbar ... allerdings ist Phosphat ein wenig hoch! 0,1 mg/L ist schon der obere Referenzbereich in der Riffaquaristik, v.a. wenn Steinkorallen gehalten werden sollen. Und zu diesen 0,1 mg/L kommt dann noch das sich im Aquariensystem an sich ansammelnde Phosphat, so dass Du hier wohl zwangsläufig ein Phosphatproblem bekommen wirst. Phosphat kann man zwar ganz gut adsorbieren, aber es ist immer ein kritischer Parameter, v.a. wenn der Fischbesatz hoch ist.

    Dazu kommt, das Dein Ausgangswasser eine recht hohe KH hat, was beim Anmischen von Meerwasser mit Meersalz zu Ausfällungen führen könnte (sehr wahrscheinlich löst sich das carbonathaltige Salz nicht vollständig auf).

    Eine Osmoseanlage wäre meiner Meinung aber sowieso eine Anschaffung, die man langfristig nicht bereut! Gerade wenn Du später mal die Balling-Methode zur Calciumdosierung ausprobieren möchtest, brauchst Du Osmosewasser zum Ansetzen verschiedener LÖsungen. Dazu aber später, wenn's soweit ist.

    Ich würde Dir auf jeden Fall, trotz der eigentlich guten Werte, eine Osmoseanlage empfehlen!

    Ok. Also solltest Du als erstes Deine Strömung verbessern, wie gesagt.

    Wenn Du einen freien Topffilter hast, könntest Du diesen mit Watte oder Filterschwämmen befüllen, und die Cyanos absaugen und das gefilterte Wasser wieder ins Becken bringen. Wie gesagt, erst mal keinen Wasserwechsel! Aber wenn die Cyanos schon Deine Korallen überwuchern, dann solltest Du schon was dagegen unternehmen, sprich: Topffilter zum Absaugen einsetzen.

    Dann solltest Du auch etwas Aktivkohle einsetzen und die Spurenelementzugaben, wenn Du welche dosierst, erst einmal einstellen.

    Kannst Du beobachten, das die Cyanobeläge abends zurückgehen und morgens wieder erscheinen und sich dann mittags stark ausbreiten? Oder sind sie latent im Becken vorhanden und wachsen ununterbrochen?

    Mit was mißt Du Deinen Nitrat und Phosphatgehalt? Wie alt sind die Tests (Mindesthaltbarkeitsangabe beachten)!

    Warum solltest Du Dich zu blöd anstellen :confused_face:

    Du könntest den Abschäumer vom Bypass abkoppeln und anstelle des Abschäumers den Zeovitreaktor anschliessen und dann den Auslauf des Reaktors mit dem Abschäumer ankoppeln. Ich kenne Deine Filterbeckenkonstruktion nicht, aber das sollte eigentlich kein schwerwiegendes Problem sein? Ausser Du hast aus Platzgründen keine andere Wahl.
    Das, was an oberflächenaktiven Substanzen nun nicht in den Abschäumer kommt, wird von den Bakterien im Zeovitfilter zersetzt. Ich halte das also nicht für problematisch.

    Hi Christian,

    warum so aggressiv! Thomas hat doch zurecht nachgefragt. Wenn Du sagst, der Tropic Marin Ca/Mg Test sei sehr genau, dann ist es berechtigt nachzufragen, ob und wie Du das getestet hast bzw. woher Du das weißt. Natürlich kannst Du jedem den Test empfehlen, aber eben keine Aussagen machen, die Du nicht belegen kannst.

    Du mußt keinen wissenschaftlichen Nachweis erbringen, sondern solltest Deine Aussagen lediglich begründen. Nur wenn man mit einem Test ein Testergebnis mehrmals hintereinander bekommt, heißt das nicht, das der Test genau ist.

    Ich denke, Du liegst hier etwas falsch!

    Du hälst also seit Jahren erfolgreich Dendronephtea-Arten? Ist ja interessant!

    Also beruhige Dich bitte, es war von Thomas völlig legitim nachzufragen!

    Meik,

    na, das sieht doch gar nicht schlecht aus :grinning_squinting_face:

    Hast vielleicht in letzter Zeit ein wenig viel die Beleuchtung gewechselt. Du hast drei sehr unterschiedliche Leuchtmittel eingesetzt und jedesmal müssen sich die Korallen neu akklimatisieren.

    Warum hat Dir die Kombination 3x Aquablue + 2x Blau nicht gefallen? Hattest Du schon zu dieser Zeit diese Cyanobakterien?

    Gut, das mit der Strömung solltest Du in Angriff nehmen.
    Für Dein Becken würde sich z.B. die Tunze Stream sehr gut eignen! Kannst ja mal in der Forum-Suchfunktion danach suchen, da liefen glaube ich einige Threats zu. Gibt natürlich auch jede Menge andere gute Pumpen!

    Korallen scheinst Du eigentlich auch genug drin zu haben und der Fischbesatz ist auch ok. Ist das Wachstum der Korallen ok?

    Jetzt macht mich natürlich der Nitratwert etwas stutzig. Mit welchem Test hast Du gemessen und wie alt ist dieser?

    Es ist natürlich wichtig, das Du einen halbwegs realistischen Messwert hast. Von daher solltest Du gerade bei der Nitratmessung mit einem zweiten Test eines anderen Herstellers den Messwert verifizieren.

    Das Du am Auslauf des Nitratfilters keinen Nitratgehalt messen kannst, liegt möglicherweise auch daran, dass Dein Test aufgrund von pH-Wert und Redoxpotentials des Auslaufwassers negativ beeiflußt wird. Wie ist denn der pH-Wert des Auslaufwassers. Ich würde Dir raten, eine Wasserprobe des Auslaufs zu entnehmen, z.B. in einem Glas, und dieses für eine gute halbe Stunde mit einem Ausströmerstein zu durchlüften, damit das Wasser sauerstoffgesättigt wird und das Redoxpotential ansteigt. Danach kannst Du auch mal den pH-Wert dieser Probe messen und den Nitrattest noch einmal durchführen.

    Wie gesagt führe ich den hohen Nitratgehalt zu einem großen Teil darauf zurück, das Deine Strömung im Aquarium nicht ausreicht und Du im Aquarium zu viele Detritusablagerung hast. Hast Du eigentlich irgendwo Biobälle/"Filterigel" oder einen Filterschwamm im Aquarium/Filter, z.B. im Überlaufkasten? Das sind nämlich absolute Nitratproduzenten. Eine Entfernung solcher Biobälle oder Filterschwämme sei Dir dringend angeraten!

    Ich empfehle Dir, Dich ein bißchen mit Literatur einzudecken. Vor allem Bestimmungsliteratur ist sehr wichtig, damit Du überhaupt weißt, welche Tiere Du pflegst und welche Pflegeansprüche diese an Dich stellen. Hier ist z.B. Fossa&Nilsen Band 4 sehr gut, auch die Bücher von Julian Sprung & Charles Delbeek kann ich Dir ans Herz legen. Fossa&Nilsen Band 1 und 2 sind sehr gut zur Allgeinen Riffaquaristik. Julian Sprung hat auch ein Korallenbestimmungsbuch herausgegeben, das ganz brauchbar ist.

    Hi,

    ne, brauchst keinen neuen Threat aufmachen.

    Wo kommen die Gasblasen denn her? Wenn die Denitrifikation im Zeovit-Filter funktioniert, dann bilden sich Stickstoffblasen als das Endprodukt des Nitratabbaus. Durch die starken Strömungsverhältnisse werden diese Stickstoffblasen dann aus dem Filter rausgepumpt. Je nach Filterkonstruktion könnte es sein, das diese Stickstoffblasen dann durch die Strömung wie in einem Abschäumer in sehr viele kleine Bläschen umgewandelt werden, und wenn sie dann von den Pumpen angezogen werden, könnten sie richtig "kleingehackt" werden.

    Dafür müßte aber wie gesagt 1) die Denitrifikation funktionieren, einhergehend mit einem signifikanten Nitratabbau, und 2) der Zeovitfilter in der Nähe der OceanRunner stehen.

    Das ist mehr einen Spekulation als das es vielleicht der Realität entspricht. Aber wenn die Gasblasen nicht vom Abschäumer kommen, dann wüßte ich nicht, wo sie sonst entstehen könnten?

    Korrekterweise sollte der Abschäumer in diesem Falle hinter dem Zeovitfilter stehen: normalerweise sagt man ja, das man das Oberflächenwasser direkt dem Abschäumer zuführen sollte. Das ist aber beim Zeovitfilter anders:

    Weil durch die Freisetzung von phosphatfällenden Substanzen (Eisen und Mangan) aus dem Zeovit bei der Fällungsreaktion mit Phosphat ein extrem feiner Niederschlag entsteht, der dann abgeschäumt werden muß, sollte hier der Abschäumer direkt hinter den Zeovitfilter geschaltet sein. Ansonsten pumpst Du diese Niederschhläge ins Aquarium und dort ist die Wahrscheinlichkeit größer, das sie sich hier irgendwo in der Dekoration verfangen und ablagern, als das sie wieder über den Überlauf ins Filterbecken und damit zum Abschäumer gelangen.
    Dies nur noch als Hintergrund.

    Also schau mal, ob sich das Problem behebt, wenn Du den Zeovitfilter von den OceanRunner entfernst bzw. direkt vor den Abschäumer setzt!

    Hi Klaus,

    bei komplett knatschgelben Tubinarias wäre ich auch skeptisch, aber die T. reniformis ist oft gelbbraun mit knatschgelbem Wachstumsrändern. Und bei niedrigen Nährstoffgehalten und einer geringen Zooxanthellendichte wäre eine komplett knatschgelbe Farbe auch durchaus möglich, vor allem bei den Polypen.

    Ich habe selbst eine seit vier Jahren.

    Aber mit den Gonioporas gebe ich Dir Recht! :grinning_squinting_face:

    Manor,

    das Licht einer Blauröhre erscheint Deinem Auge dunkel und deshalb wird immer angenommen, hier würde nicht viel Licht rauskommen. Dem ist aber nicht so. Eine Blauröhre kann durchaus mehr photosynthetisch nutzbare Strahlung emittieren als die beiden 150W HQI-Brenner zusammen!

    Das ist wichtig zu wissen! Letztlich kommt es bei dem Steinkorallenwachstum vor allem auf die photosynthetisch nutzbare Strahlung an, und die erhöhst Du mit den Blauröhren!

    Von daher wirst Du mehr erreichen, wenn Du je hinten und vorne eine Blauröhre drüberhängst. Du brauchst für Dein Becken keine zusätzliche Daylight-Röhre, auch wenn Du später einmal Steinkorallen halten möchtest!

    Also entweder je 1x Blau vorne und hinten oder 2xblau hinten und 1x blau vorne. Letzteres fände ich besser, da mehr photosynthetischn nutzbare Strahlung, hängt aber von Deinem Geldbeutel ab. Du kannst z.B. auch hinten 2x Blau und vorne 1x Aquablue, ganz wie Du willst.

    Soll ich Dich jetzt von Deinem Problem erlösen? :grinning_squinting_face:

    Wenn Du nur zwei Röhren willst, dann nehme 2x Osram 67 (1 hinten, 1 vorne)

    Wenn Du drei Röhren willst, dann nehme 2x Osram 67 hinten und 1 Aquablue vorne.

    Was hällst Du davon?

    Jow, mit V2A- oder besser V4A-Winkel solltest Du keine Probleme bekommen. Sind zwar teurer, aber das lohnt sich dann schon.

    Mit dem Wassertest ... ist glaube ich nicht so ganz vergleichbar. Es ist schon ein Unterschied, ob man so ein Teil zwei Wochen in Wasser liegen läßt oder zwei Jahre bei 90% Luftfeuchtigkeit aufbewahrt. Geht ja darum, das die Holzlasur im Laufe der Zeit altersschwach wird! Selbst wenn das jetzt mit dem Test funktioniert, kann der gleiche Test mit dem gleichen Stück Holz nach einem Jahr ganz anders sein.

    Aber wie gesagt, wenn das gut gelüftet ist, sollte auch das kein Problem sein, denke ich!

    Zitat

    Original von ricard
    Der selbe "Hersteller" hat übrigens auch Fische angeboten, denen das Gen einer Qualle eingepflanzt wurde, wodurch die Tiere in der Lage sind ein Stoff zu produzieren, der sie im Dunkeln leuchten lässt.
    Zitat ENDE--------------------------------------------------

    bis bald ricard

    Hi Ricard,

    das sind die Begleiterscheinungen der Molekular- und Zellbiologie sowie der Gentechnik!

    Ein solches Experiment wurde in einer wissenschaftlichen Untersuchung gemacht, als man das Gen für das GFP-homologe Protein einer Koralle (entspricht dem Green Fluorescent Protein der Hydromeduse Aequorea victoria) in das Genom von Lurch-Eiern reinkloniert hat und dann die Larven dann dieses Chromoprotein synthetisierten und unter UV-Strahlung entsprechend bunt fluoreszierten.
    Allerdings hatte dies den wissenschaftlichen Hintergrund, die Genexpression dieses GFP-homologen Proteins zu untersuchen.

    Leider ist es heute aber schon so weit, das solche Sachen aufgrund der recht einfachen Methoden auch zu solchen Zwecken mißbraucht werden.
    Zwar würde ich dies aus menschlicher Sicht auch als pervers abstempeln, aber dem Fisch ist es relativ egal, ob er jetzt ein Protein mehr oder weniger synthetisiert. Letztlich passiert dies in der Evolution auch, nur eben langsamer und selektiv. Das ein Golfisch Chromoproteine produziert ist evolutiv gesehen recht unwahrscheinlich, aber es ist letztlich nicht unmöglich, v.a. dann, wenn z.B. ein erhöhter UV-Stress lange genug auftritt und dann z.B. auch ein Goldfisch im Gartenteich zufälligerweise dazu in der Lage ist, durch eine UV-Schutzverbindung ein solches Protein zu bilden. Dann wird dies ein Selektionsvorteil sein.

    Tierquälerei ist dies also Gott sei Dank nicht.

    Diese "Krüppelzüchtungen" sind allerdings Tierquälerei, wenn ein Fisch derart mißgestaltet wird, das er sich kaum mehr bewegen kann! Wer sowas kauft ... hat irgendwas im Leben nicht so ganz verstanden!

    Hi Manor,

    selbst ist der Mann, und die Frau auch... letztlich kann Dir keiner die Entscheidung abnehmen.

    Stephan hat Dir ja schon eine mögliche Röhrenkombination genannt. Ich selbst würde Dir nicht dazu raten, Blau und Aquablue zu kombinieren, weil der Blauanteil dann sehr hoch wird. Also entweder Blau oder Aquablau, aber nicht beides zusammen. Die Aquablau hat den Vorteil, das sie das Emissionsspektrum der HQI im Blau-Grünbereich noch verstärkt. Muß man aber auch nicht machen.

    Warum ein Dreierbalken? Ist doch von der Lichtverteilung her Unsinn! Ich würde vorne eine Blauröhre und hinten eine oder zwei Blauröhren drüberhängen. Fertig ist das!

    Hi Christoph,

    wenn die verzinkten Winkel nicht mit Meerwasser, sondern nur mit einer hohen Luftfeuchtigkkeit in Kontakt kommen, sollte das eigentlich kein Problem sein.
    Rost = Eisenoxid löst sich nach und nach immer weiter ab und frißt sich durch. Bei Zink ist das anders: die Oberfläche wird oxidiert, aber versiegelt dann das ganze Material, so daß Zinkoxid andere und bessere Eigenschaften besitzt als Eisenoxid (Rost). Deshalb gibt es bei Autos Zinkkarosserien!

    Ich mache mir aber eher Gedanken wegen des Fichtenholz. Eine einmalige Versiegelung mit der Holzlasur wird nicht ewig halten. Je nach Luftfeuchtigkeit kommt es auch hier mit der Zeit zu einer Quellung des Holzes und damit zu einer Veränderung des Holzes. Ich würde also dafür sorgen, das der Technik und Aquarienraum gut durchlüftet wird.

    Hi Tom,

    was sind das für Schwebestoffe? Ist das Wasser richtig trübe?

    Möglicherweise ist das Zeobak überdosiert und Du hast eine leichte "Bakterienblüte" im Wasser. Die legt sich aber mit der Zeit, wenn Du jetzt nicht mehr nachdosierst.

    Schäumt Dein Eiweißabschäumer gut ab?

    Bis sich der Nitratgehalt senkt dauert es etwas, weil das Zeovit und alles übrige Siedlungssubstrat erst mit Bakterien besiedelt werden muß und dann die Nitrifikation als auch die Dentrifikation erst mal in Gang kommen muß. Ein signifikanter Nitratabbau erfolgt daher immer etwas später. Was jedoch schnell erfolgt ist der Phosphatentzug, der mit der sichtlichen Wassersäuberung (kristallklares Wasser) einhergeht. Vor allem deshalb stehen Deine Korallen auch bereits besser also vorher.

    Mach also langsam mit dem Zeobak und dem Zeofood und berichte weiter!

    Um das Thema auf die Cyanobakterien zu bringen:

    Auslöser für das Auftreten der Cyanobakterien ist die Beleuchtungsumstellung:

    Ich würde gerne wissen, welche Röhren welchen Fabrikats Du vorher drüber hattest.

    Aber die Aquaconnect Performance haben einen sehr hohen, photosynthetisch nutzbaren Blauanteil, und den Kombinierst Du gerade mit noch mehr photosynthetisch nutzbarer Blaustrahlung durch die Blauröhren!

    Da die meisten Aquarien oft nur unzureichend mit Blaustrahlung bestrahlt werden, weil die meisten 10000K und 14000 K Brenner (Ausnahme Perfomrance) v.a. violette, photosynthetisch schlecht nutzbare Strahlung emittieren, und zu wenige Blauröhren drüber sind, müssen sich die Korallen erst einmal an dieses neue Strahlungsumfeld gewöhnen: Photoakklimatisation.

    Die Photoakklimatisation ist das Produkt von Pigment-Abbau und Pigmentneusynthese, und das kostet Energie. Das heißt in diesem Moment sind Deine Korallen bzw. die Zooxanthellen mehr damit beschäftigt, sich anzupassen, als das sie wachsen würden. Cyanobakterien sind im Vergleich enorm schnell in ihrer Photoakklimatisation und nutzen diese Situation, in der die Korallen und Zooxanthellen nicht wachsen und daher auch nicht konkurrenzfähig gegenüber anderen Algen und Cynaobakterien sind, aus und vermehren sich sehr stark.

    Leider ist eine solche Situation oft der Auslöser einer latent vorhandenen Cyanobakterienplage, die nicht leicht wegzubekommen ist. Bei der Beleuchtungsumstellung beobachtet man sehr oft ein verstärktes Wachstum von Fadenalgen, die dann aber nach einer oder zwei Wochen wieder verschwinden. Das ist bei Cyanobakterien nicht unbedingt der Fall.

    Es kann also durchaus sein, das sich diese Cyanobakterienplage von alleine zurückbildet, ohne das Du was tun mußt. Es muß aber nicht sein.

    Versuche noch nicht, diese Cyanobakterien im Rahmen eines Wasserwechsels aubzusaugen, weil Du durch den Wasserwechsel Spurenelemente einbringst, die letztlich nur die Cyanobakterin weiter düngen. Du mußt also abwarten, bis sich Deine Korallen akklimatisiert haben, was leider nicht einfach zu sehen ist. Ich rate Dir aber, frühestens in zwei Wochen damit zu beginnen, bei einem Wasserwechsel die Cyanobakterien abzusaugen. Auch kannst Du durch das Einbringen von höheren Algen wie Caulerpa dazu beitragen, das die Cyanbakterien einen Konkurrenten bekommen, der letztlich die Cyanos verdrängen kann.

    Deine Wasserwerte sind ok bis auf Nitrat, das ist deutlich zu hoch. Irgend etwas stimmt also in Deinem Aquarum an sich nicht, von daher ist die Beleuchtung nicht die Ursache des Cyanobakterienproblems, sondern nur der Auslöser. Die Cyanobakterien sind vorher schon latent vorhanden gewesen, können jetzt aber aus dem Vollen schöpfen, weil sie eben keinen Konkurrenzdruck haben.

    Wieviele Fische hast Du und v.a. welche? Darüber hinaus mußt Du Deinen Korallenbesatz schildern. Mir scheint es, also ob Du zu viel Nitrat produzierst (z.B. durch Fütterung), aber zu wenige Verbraucher (=Korallen und höhere Algen) hast.

    Vielleicht mußt Du also Deinen Korallenbesatz durch schnellwüchsige Arten wie z.B. Lederkorallen oder andere zooxanthellate Weichkorallen oder Röhrenkorallen aufrüsten.

    Ich sehe, Du hast einen Nitratfilter? Der scheint entweder nicht richtig zu funktionieren, oder er schafft es nicht, Deinen Nitratgehalt weiter runter zu bringen!
    Den AquaMedic Nitratfilter kenne ich nicht, vielleicht kann sich dazu jemand anderes äußern, der damit Erfahrung hat.
    Aber, abgesehen davon, das der Einsatz von Nitratfiltern an sich nicht ganz unumstritten ist, kann es nicht sein, das trotz des Nitratfilters Dein NO3-Gehalt derart hoch ist.

    Einen weiteren Punkt betrifft Deine Strömung. Du hast letztlich mit der ATK wahrscheinlich eine Rückfuhrpumpe aus dem Filterbecken und dann noch eine Eheim 1060. Ich bin überzeugt, das reicht keinesfalls aus! Eine ordentliche Strömung ist notwendig, damit das Riffaquarium einen besseren Stoffaustausch innerhalb des Aquariums von den Bakterien in der Dekoration und im Detritus, der sich zwischen der Dekoration ansammelt, und den Korallen. Zu wenig Strömung bedingt, das sich ungelöstes organisches Material (Detritus) in der Dekoration ablagert und hier entstehen dann Fäulnisherde, die viel Nitrat produzieren.

    Also grundsätzlich solltest Du denke ich Deine Strömungsbedingungen im Becken unverzüglich verbessern!

    Also bitte Beschreibe
    1) Deine frühere Beleuchung
    2) Deine Beleuchtungsdauer
    3) Deinen Fischbesatz und Fütterungen
    4) Deinen Korallenbesatz (Arten, bzw. Gattungen reichen und Anzahl)
    5) Ein Foto Deines Aquariums wäre nicht schlecht.
    6) Was benutzt Du als Ausgangswasser (Osmosewasser oder Leitunsgwasser ...). Wenn Leitungswasser, welche Wasserwerte hat dies?

    Zitat

    Original von Michael R-S
    Ach ja, ganz vergessen,

    Jörg: Es gibt sehr viele verschiedene Arten von Gonipora, die teilweise sehr unterschiedliche Ansprüche (haben sollen). Dann wird Gonipora oft gerne mit Alveopora verwechselt, die nach vielen Berichten besser haltbar sein sollen.

    Hi Michael,

    ... meine Rede. Tja, um Goniopora von Alveopora unterscheiden zu können, reicht es nicht, nur bis drei Zählen zu können :D. 24 Tentakel bei Goniopora zu 12 Tentakel bei Alveopora zu zählen, sollte doch schon machbar sein.

    Ich denke, keine schlechte Idee:

    Also, wer hat Erfahrungen in der Goniopora Haltung, egal ob positiv oder negativ. Am besten mit Artennamen!

    Zitat

    Original von JestersTear
    Hallo,

    wie erklärst Du Dir dann die Erfolge durch Zugabe von Eisen und Mangan, welche einer Ausbleichung vorbeugen und diese sogar rückgängig machen?

    Andreas!

    Hi Andreas,

    dann bestand in diesen Fällen eine Eisenlimitierung und/oder Manganlimitierung der Zooxanthellen. Aber das heißt nicht, das dies der allgemeingültige Parameter bei der Goniopora-Haltung ist!

    Es gibt Gonioporas, die verkümmern, ohne das sie an Zooxanthellenfärbung verlieren, also deren Zooxanthellenpopulation stabil bleibt! In diesen Fällen geht es den Zooxanthellen also gut und das hat dann nix mit Eisen oder Mangan-Limitierung zu tun, trotzdem sterben die Kolonien!

    Es gibt manche Goniopora-Arten, die sich im Aquarium auch längere Zeit gut halten und auch vermehren lassen. Es gibt andere Arten, die nach kurzer Zeit eingehen! Deshalb meine Bitte der genaueren Artbestimmung, damit man eben nicht Äpfel mit Birnen vergleicht!

    Hi Robby,

    ok, warte mal ab, ob sie in die Amenome reingehen. Ich frage wegen den Nachzuchten, weil Wildfänge oft an ihrer Wirtsanemonen-Spezifität festhalten und nur in solche Anemonen gehen, mit denen sie auch in der Natur vergesellschaftet sind. Nachzuchten sind dagegen deutlich flexibler und gehen v.a. in E. quadricolor ohne Probleme, ein deutlicher Vorteil von Nachzuchten!

    Einfach mal warten, das braucht seine Zeit!

    Hallo Robby,

    hmm, Florida-Anemone, kenne ich nicht. Vielleicht meinst Du Condylactis? Sorry, wegen der wissenschaftlichen Artnamen, die sind aber eigentlich auch unter Aquarianern Standard, weil es eben nur einen wissenschaftlichen Namen gibt, aber 10 Trivialnamen, der eine nennt sie Florida-Anemone, der andere Karibik-Blumentier und der dritte Bahama-Seerose. Nur als Beispiele.

    Ich empfehle Dir, eine Entacmaea quadricolor, eine sog. Kupferanemone zu kaufen. Die ist nicht teuer, sehr gut haltbar, wandert recht wenig und Nachzuchten von A. ocellaris gehen da auch gerne rein. Hast Du Wildfänge von A. ocellaris oder Nachzuchten?

    Manchmal dauert es eine Zeit lang, bis sich Anemonenfische dazu entschliessen, in eine für sie fremde Anemone reinzugehen. Vielleicht wird dieser eine Kerl, der eigentlich auch wieder einen Partner haben sollte, auch in Deine Anemone reingehen. Das weiß man nicht!

    Schau mal in Deinen Büchern nach dem wissenschaftlichen Artnamen Deiner Anemone, dann sehen wir mal weiter!

    Hi,

    bei der Stickstoff-Fixierung entsteht Wasserstoff, H2, der dann ausperlt und dem System verloren geht. Hat man es also mit Stickstoff-Fixierern zu tun, dann bilden sich Wasserstoffblasen.

    Aber: bei der Photosynthese entsteht Sauerstoff, und der ist in Meerwasser auch nur begrenzt löslich und perlt daher aus, d.h. es sind in Deinem Falle eher Sauerstoffblasen!

    Stickstoffblasen bei der Stickstoff-Fixierung wäre etwas unsinnig, weil die Bakterien den Stickstoff haben und nicht abgeben wollen!

    Zitat

    Original von Michael R-S
    Julian sagt doch in seinem Artikel: Er tippt auf zu wenig Eisen und Mangan. Er liefert dafür auch eine sehr gute Begründung: Diese Spurenelemente werden in unseren Riffaquarien sehr schnell zu Mangelware und Goniporen schein darauf mehr als alle anderen angewiesen zu sein.

    Hi,

    liefert er auch eine Begründung, warum er das denkt?

    Sowohl Eisen und Mangan sind Mikronährelemente im Korallen- und Zooxanthellenstoffwechsel. Und das ist bei allen zooxanthellaten Korallen gleich. Entweder sie hätten einen höheren Bedarf, weil sie die Elemente in ihr Skelett einbauen, was aber wohl nicht der Fall ist, oder sie hätten gegenüber allen anderen Korallen einen Eisen- und Manganabhängigen Stoffwechselweg, der weitaus stärker gefahren wird als in anderen. Nur was soll das sein und warum soll das sein?

    Was die Einlagerung von Eisen ins Skelett angeht: das macht die nicht-Steinkoralle (sondern Octokoralle) Heliopora coerulea ja vor. Aber wenn Eisen in unseren Aquarianen eine derartige Mangelware wäre, könnte diese Koralle bei uns gar nicht so toll gedeihen bzw. würde in ihr Skelett keine Eisensulfate einlagern, was sie jedoch tut. Klar, das ist mit Sicherheit eine Form des Eisens, die nicht unbedingt für Zooxanthellen verfügbar ist (vielleicht nach Umwandlung doch?), aber dies ist ein Beispiel dafür, das Eisen durchaus in unseren Becken vorhanden ist.

    Ich halte es für viel wahrscheinlicher, das es sich um ein prinzipielles Makronährstoffproblem handelt, und sich nicht auf der Basis von Spurenelementen abspielt, wie Sprung es diskutiert.

    Zitat

    Original von Jürgen Schmidt
    Hallo zusammen,

    Verwirrung (bei mir) wie immer gelungen :loudly_crying_face:
    Wahrscheinlich habe ich auch nur zu wennig biologisches Verständniss!


    Da bei mir alle Cyanos Stickstoff fixieren, dürften sie doch bei meinen genannten Nitratwerten gar nicht vorhanden sein (Stickstoff-Fixierer)?!

    Hi Jürgen,

    nochmal etwas mehr Erklärung:

    Algen und alle Photosynthese-treibenden Bakterien nutzen entweder Ammonium oder Nitrat als Stickstoffquelle. Das ist im Wasser gelöst.

    Es gibt jedoch auch Cyanobakterien, die den im Wasser gelösten Luftstickstoff, N2, fixieren können. Luft ist ja ein Gasgemisch und enthält über 70% Stickstoff. Von daher löst sich ständig Stickstoff, N2, im Wasser.
    Allerdings ist dieser N2 ganz reaktionsträge, weshalb es so energieaufwendig ist, diesen überhaupt nutzbar zu machen.
    Wenn also im Wasser Ammonium und Nitrat vorhanden ist, wären diese Luftstickstoff-fixierenden Cyanobakterien schön blöd, wenn sie weiterhin viel Energie in die Luftstickstoff-Fixierung investieren würden. Also bilden sie in Deinem Falle keine Heterocysten, sondern entnehmen dem Wasser Ammonium oder Nitrat.
    Ob Du also nun Stickstoff-Fixierer in Deinem Becken hast, kann ich nicht beurteilen, auch wenn ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen mit dem charakteristischen Tagesgang der Cyanobakterienpopulation darauf tippen würde. Aber anscheinend kann ich diese Meinung in die Tonne treten, weil sie sehr wahrscheinlich nicht stimmt, wie ich jetzt zu begreifen beginne!

    Hi,

    leider falsche Schlußfolgerung!

    Wenn die Clownfische ohne Anemone gehalten werden, zwängen sie sich nachts in Ecken, einfach weil sie sonst ungeschützt sind und sich nicht wohlfühlen. Das hat nix mit der Beleuchtung zu tun, die Beleuchtungsphase ist völlig ausreichend und die Blauröhren dürfen nachts nicht an sein!

    Also solltest Du Dir eine Anemone kaufen, wenn Du Anemonenfische halte möchtest (daher Anemonenfische!)

    Welche Art hast Du denn bzw. hattest Du?

    Hallo,

    ok, anscheinend wird dies hier durch die verschiedenen Erfahrungen komplexer:

    Wie gesagt sind meine Erfahrungen mit Cyanobakterien die, das v.a. die Stickstoff-fixierenden Bakterien einen ausgeprägten Tagesgang, begleitet durch die Wanderaktivität, machen.

    Stickstoff-fixierende Cyanobakterien lassen sich unter dem Lichtmikroskop recht einfach daran erkennen, das sich in den Zellfäden zwischen "normalen", eher rechteckigen Zellen, in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen kugelige Zellen befinden, die man als Heterocysten bezeichnet: hetero vom griechischen für "andersartig".

    Diese sind morphologisch anders, weil sie durch eine extrem dicke Wand von sauerstoff abgeschirmt sind, denn Sauerstoff behindert die Stickstoff-Fixierung. Weil Sauerstoff bei der Photosynthese stark gebildet wird, findet folglich in diesen spezialisierten Zellen keine Photosynthese statt!

    Nicht-Stickstoff-Fixierer zeigen keine solchen Heterocysten, wobei man aufpassen muß, weil selbst Stickstoff-Fixierer auch Ammonium oder Nitrat nutzen können, und unter solchen Bedingungen eben keine Heterocysten bilden.

    Das macht das ganze natürlich schwierig und in unserem Falle auch komplex:

    Wie ich es bereits schrieb, sind die Stickstoff-Fixierer oft nicht konkurrenzstark und verschwinden, wenn die Nährstoffkonzentrationen ansteigen. Weil sie aber nicht nur den im Wasser gelösten Luft-Stickstoff nutzen können, sondern eben auch Ammonium oder Nitrat, können konkurrenzstarke Cyanobakterien möglicherweise auch bei höheren Nitratgehalten auftauchen, allerdings werden sie dann aufgrund der hohen Energiekosten keinen Luftstickstoff fixieren!

    Es ist also (1) nicht einfach, Stickstoff-Fixierer von Nicht-Stickstoff-Fixierern zu unterscheiden, wenn man höhere Nährstoffgehalte im Becken hat, und (2) problematisch bei der Bekämpfung solcher Arten, wenn man weder mit einem Nährstoff-Entzug noch mit einer Nährstofferhöhung die Konkurrenzfähigkeit solcher Arten beeinflussen kann.
    Das erklärt dann möglicherweise auch die Beobachtung von Jürgen mit den sehr hartnäckigen Cyanobakterien.

    Ich schrieb das mit dem "in Luft auflösen" nicht in Anlehnung an Harald's Aussage, sondern in Bezug auf Stickstoff-Fixierer. Harald bezieht sich dagegen auf die Nicht-Stickstoff-Fixierer, die latent im Becken sichtbar sind, also am Tage wie in der Nacht. Deshalb beide Aussagen nicht vergleichen!

    KORREKTUR!


    Markus,

    muß mich korrigieren, nachdem ich mir nochmal die Produktbeschreibung durchgelesen habe:

    LiveSand wird meines Wissens so definiert, das dieses Material äquivalent zu Lebenden Steinen importiert wird und nicht nur die Bakterien, sondern auch die entsprechende Kleinstfauna enthält. Letztere scheint aber in dem "Live-Sand-Aragonit" nicht enthalten zu sein, oder? Sondern nur die Bakterien!

    Von daher reden wir hier aneinander vorbei bzw. ich habe daran vorbeigeredet. Tut mir Leid!

    Was die Bakterien angeht, dann ist es natürlich durchaus richtig, das diese zur Nitrifikation im Hauptbecken stark beiträgt, wenn man eine geringe Schichthöhe von 1-3 cm einbringt. Das hatte ich ja bereits geschrieben. Eine Denitrifikation kann aber wie gesagt nur dann erreicht werden, wenn die Schichtdicke des Materials deutlich höher ist, und das wird man aus optischen Gesichtspunkten heraus v.a. in einem Sandbettfilter verwirklichen, nicht im Hauptbecken, was aber geschmacksache ist!

    Hallo Hans-Werner,

    so witzig fand ich das eigentlich nicht. Vielleicht sollte ich mich in Zukunft etwas sachlicher ausdrücken und diese Smilies weglassen!

    Ich hatte es durchaus sachlich gemeint, weil ich einen solchen Tagesrythmus noch nicht erlebt oder davon gehört habe. Das sich Cyanobakterien nicht in Luft auflösen, wenn sie Abends verschwinden ... brauche ich wohl nicht weiter zu erläutern. Die erwähnte Geschwindigkeit, mit der sie sich fortbewegen bzw. zurückziehen, kommt aber wohl eher auf ein "Laufen" hinaus, wenn man es mit der Zellgröße bzw. Filamentgröße vergleicht! Und das fand ich interessant.

    Wasserbelastung:
    Viele Cyanobakterienplagen lassen sich verdrängen, wenn man den Abschäumer aus läßt, vorausgesetzt es handelt sich um Stickstoff-Fixierer. Und weil die Stickstoff-Fixierung so energieaufwendig ist, wird sie an die Photosynthese gekoppelt sein und deshalb treten Stickstoff-Fixierer vor allem tagsüber bzw. in der Lichtphase auf, während die bei hohen Wasserbelastungen auftretenden Cyanobakterien einen solchen Tagesgang weniger oder nicht vollziehen (abgesehen von der pH-Sensitivität, die abends zu einem leichten Rückgang führt) und latent sichtbar bleiben.
    Deshalb komme ich drauf, das es Stickstoff-Fixierer sind, wobei ich es besser so hätte forumlieren sollen, das es wahrscheinlich (!) Stickstoff-Fixierer sind. Ich kenne Deine Nährstoffgehalte natürlich nicht, von daher wirst Du es besser wissen! Das mit der Phosphataufnahme ist plausibel, weshalb ich das auch nicht weiter kommentiert habe.

    Abgesehen davon, das ich kriechende Cyanobakterien im Mikroskop gesehen habe, muß auch ein angehender Biologe Gott sei Dank nicht alles wissen... genauso wenig wie ein promovierter Biologe, der nicht an Cyanobakterien oder Algen arbeitet.

    Hi Markus,

    billiger als Lebende Steine ist er in der Tat, das bezweifel ich auch nicht. Er ist aber dennoch teurer als "toter" Sand. Ich rede nicht von den Bakterien, die weggefressen werden, sondern von der KLeinfauna bzw. deren Fortpflanzungsstadien (Larven), die da drin lebt, also kleine "Würmchen", Krebse etc. Die werden in akribischer Feinarbeit rausgepickt. Und dafür, das sich die meisten Leute keinen > 7 cm hohem Bodengrund einrichten, der dann auch die Denitrifikation erlaubt, braucht man keinen LiveSand im Hauptbecken, der bei geringer Schichthöhe auch nur die Nitrifikation ermöglicht: und die funktioniert in unseren Aquarien sowieso mit den Lebenden Steinen!

    Du hast Recht, daß die Einfahrphase dadurch deutlich beschleunigt werden kann!

    Klar kann man ihn auch für das Haupbecken nehmen, aber im Vergleich zu totem Sand hat der "LiveSand" im Hauptbecken meiner Meinung nach (abgesehen von der Einfahrphase) keine großen Vorteile! Nur in einem Refugium macht das finde ich wirklich richtig viel Sinn, und dafür ist er genial!

    Und da ich ja auch jetzt ab und an auf Deiner HP schaue, kenne ich die Preise für LiveSand sehr wohl :grinning_squinting_face:

    Hallo,

    ich vermute, das Goniopora Arten insgesamt eine höhere organische Nährstoffbelastung brauchen, d.h. sie decken einen Großteil ihrer Nahrung nicht über den Fang von Zooplankton, sondern über die Aufnahme bereits bestehender Makromoleküle, die im Wasser gelöst sind: das sind Aminosäuren, Fettsäuren, Peptide/Proteine, etc.

    Nicht umsonst stehen die meisten Goniopora-Arten, die ich kenne, in solchen Becken am besten, die man selbst für eher nicht so schön bezeichnen würde, bzw. in Becken, die ohne Abnschäumung betrieben werden.

    Letztlich wird es eine Kombination aus mehreren Sachen sein: Phyto- und Zooplankton, organische Nährstoffbelastung, ARTSPEZIFITÄT: wir reden hier immer nur über Goniopora, aber nicht explizit über Goniopora-Arten! Unter Umständen vergleicht man hier Äpfel mit Birnen!

    Laufende Cyanos... interessant! :grinning_squinting_face:

    Es handelt sich hierbei um Cyanobakterien, die Stickstoff fixieren können, also molekularen Stickstoff, N2, der im Wasser gelöst ist. Also sog. Reinwasserformen. Die treten dann auf, wenn sie keine Konkurrenz zu anderen Algen haben. Die Stickstoff-Fixierung schein eine geniale Sache zu sein, aber sie ist extrem energieaufwendig, und das macht diese Cynobakterien wenig konkurrenzstark und sie verschwinden, wenn die Nährstoffbelastung ansteigt und sich sowohl die KOrallen als auch die anderen Algen besser entwickeln können.

    Darüber hinaus sind die meisten Cyanobakterien ph-sensitiv und können keine höheren pH-Werte ab, weshalb sie abends verschwinden. Erst wenn's LIcht wieder angeht, entwickeln sie sich sehr schnell bei dem morgendlich niedrigen pH-Wert.

    Entweder mehr füttern, oder einfach mal den Abschäumer tagsüber abschalten/Luftzufuhr zudrehen und nur Nachts laufen lassen.

    LiveSand: Es wäre etwas merkwürdig, wenn man sich für viel Geld belebten Sand kauft, damit dann im Aquarium alle Fische, Borstenwürmer und Garnelen die teuer erkaufte Kleinstfauna innerhalb von zwei Tagen wegfressen ... :confused_face:
    Das ist was für ein Refugium, aber nichts für's Hauptbecken, dafür ist es ein wenig teuer. Die Bakterien entwickeln sich auch von alleine, bzw. kann man einer kleinen Packung Livesand animpfen, oder einfach warten ...!

    Hi,

    meinst Du die Koralle? Ist eine recht große Kolonie, da wäre eine Nahaufnahme der Polypen wichtig! Ich würde mal entweder auf eine Porites tippen, dafür sind aber die Polypoen verdammt lang. Ansonsten könnte es auch eine Madracis sein, gehört zu den Acroporiden. Aber wie gesagt, eine Vergrößerung sollte schon sein!