Beiträge von Jörg Kokott

    Zitat

    Original von frankdreistein
    Hallo Jörg,

    Mit partikulär ist einfach O2 gemeint.


    Anaerob heißt ja das auch keine Sauerstoffmoleküle sonst irgendwie gebunden sind, wie im Falle von NO3 = anoxisch.

    O2 wäre dann gelöster Sauerstoff. Im Nitrat-Anion ist der Sauerstoff
    gebunden. Aber jetzt weiss ich, was Du meinst.

    Ne, das bringt jetzt nix mehr. Loest es sich nicht?

    Wieviel ist denn noch uebrig, was sich nicht loest? Ueber ein paar Kruemel wuerde ich mir mal keine Gedanken machen, wenn der Boden des Gefaesses noch voll ist, waere das eher schlecht.

    Bist Du sicher das es geloestes Calciumchlorid ist oder kann es nicht auch ausgefaelltes Calciumcarbonat sein?

    Wenn Calciumchlorid-Dihydrat in waessrige Loesung uebergeht, wird dabei Waerme frei, d.h. es ist eine exotherme Reaktion. Wenn Ihr hier weiter erwaermt, beeintraechtigt Ihr die Loeslichkeit. Ihr muesstet dann eher kuehlen.

    Welche Masse Calciumchlorid-Dihydrat habt Ihr in welchem Volumen Osmosewasser geloest?

    Hi,

    Ihr habt aber was anderes geschrieben, was Michael ja aufgefallen war. Wenn Euer Aerometer beim Haendler 1026 anzeigt, das Wasser beim Haendler aber nur 1023 hat, dann zeigt Euer Aerometer 3 zu viel an.

    D.h. wenn ihr zu Hause messt und 1023 rausbekommt, dann habt ihr nicht 1026 sondern wahrscheinlich nur 1020, auch wenn es wie Michael schrieb nicht linear sein muss und stark temperaturabhaengig ist.

    Also wenn Ihr zuletzt 1022 gemessen habt, dann habt ihr vielleicht 1019!
    Und das is en bischen wenich, oder?

    Habt Ihr beim Haendler Euer Wasser mitgenommen und das vor Ort mit allen zur Verfuegung stehenden Geraeten gemessen oder nur die Vergleichsmessung mit dem Haendlerwasser gemacht?

    Was jetzt als letztes von Euch kam, war dass Euer Aerometer 3 zu wenig angezeigt hat.
    Ich weiss jetzt nicht, was nun stimmt??

    Zitat

    Original von Michael Riediger

    Nein! Wenn Euer Händler 1023 g/dl hat und Euer Aräometer 1026 g/l anzeigt, dann sollte es bei Euch daheim ja genauso sein. Aräometer zeigt 1026 g/l an, im Becken beträgt die Dichte 1023 g/l an.

    Klingt plausibel.

    Was genau habt Ihr denn beim letzten Mal im Becken gemessen? Muesste man ja noch reproduzieren koennen.

    Zitat

    Original von Claudi
    Hallo zusammen,

    habe nun ein Foto von Jörg gefunden. Er schaut zwar etwas knötterig, hat aber fast so große Füße wie Nils auf seinem Bild.
    Aber keine Panik, er schaut nicht immer so brummelig aus...

    Viele Grüße
    von
    Claudi

    Was liest Joerg denn da, "Kein Land in Sicht - Nautik fuer Einsteiger"?

    Da wuerde ich wohl auch so ein Gesicht ziehen... :winking_face:

    Hi,

    habt Ihr einen bekannten oder Haendler, bei dem ihr Eure Dichte mal nachmessen koennt. Ich traue der Sache nicht, v.a. wenn Du schon beschreibst, dass Du mit Refraktometer gemessen hast und Unterschiede zum Aerometer festgestellt hast.

    Nur was von beidem zeigt das richtige an? Ich wuerde dem Refraktometer genau so wenig trauen wie allem anderen, nur durch vergleichsmessungen kannst Du rausfinden, was nun halbwegs richtig ist.

    Habt Ihr die Dichte gesenkt in den letzten Wochen? Seit wann besteht das Problem genau, erst seit diesen zwei Tagen (weil Du da einen alten Beiotrag erwaehnst)?

    Dein Becken ist ja halb leer, da brauchst Dich nicht wundern, dass Du bei dem Fischbesatz mit Zebrasoma flavescens und Z. desjardinii (veliferum?) Probleme mit dem Nitratgehalt kriegst.
    Setz Korallen ein, am bestens schnellwuechsige Arten, dann hast Du Ruhe.

    Ich meine, DEine Korallen stehen 1A, und DU willst mit einem SChwefelnitratfilter anruecken :confused_face: (*kopfschuettel*)

    Lass das Becken so wie es ist, egal was DEin Nitrattest anzeigt. :winking_face:

    Doctorfisch hat zu diesem Thema folgendes beizutragen:

    Zitat

    Das kann man so machen.Schadet nichts aber ob es auch was nuetzt? Algenphasen wirst du noch einige bekommen auch Kieselalgen koennten noch mal vorkommen.

    Der Sand wird dann halt nur spaeter braun :winking_face:

    Ansonsten rate ich dir auch zu feinen Bodengrund.
    Ich selber habe ja auch bei Ersteinrichtung groben Bodengrund eingebracht und habe das immer bereut.
    Seit kurzem bin Ich dabei step by step den Bodengrund auszutauschen gegen Hobby coralit (0-1/1-2mm.)

    Live Sand ist gerade "in" und soll nicht schlecht sein also auch eine alternative zum "normalen" Sand wenn man moechte.

    Gruss
    Frank

    Hallo Nezava,

    ich wuerde Dir feinen Bodengrund empfehlen, in einer Schichthoehe von 2-3 cm. Grober Korallenbruch sammelt sich voll mit Detritus (=nicht zersetztes tierisches und pflanzliches Material, sieht aus wie braune Staubflocken) und dann kann es Dir passieren, dass Dein Bodengrund zur Naehrstofffalle wird und Du staendig eine Abgabe von Nitrat und Phosphat aus dem Bodengrund zu befuerchten hast.

    Feiner Sand hat zudem eine viel hoehere Oberflaeche als Korallenbruch, wenn auch die Innere Oberflaeche im Korallenbruch hoeher ist.

    Aber rein optisch sieht feriner weisser Sand nicht gerade schlecht aus.

    Ich wuerde Dir empfehlen, Dich mal ueber den Live Sand zu informieren, informationen dazu bekommst Du einerseits hier im Forum Archiv, andererseits auf einigen Haendlerseiten, die Du sicher finden wirst, wenn Du dem ein oder anderen roten H folgst.

    Der LiveSand ist sehr fein, stammt aus dem Meer und wird zudem mit einer Bakteriennaehrloesung behandelt, die das Bakterienwachstum waehrend des Transports gewaehrleistet.
    Bislang gibt es da eigentlich nur sehr gute Resultate, v.a weil die Einfahrphase deutlich angenehmer ablaeuft, i.d.R. ohne viel Algenwachstum und mit einer meist sehr kurzen bis ausbleibenden Nitritphase.

    Ich halte den Preis fuer den Live Sand durchaus fuer gerechtfertigt, und in Kombination mit guten Lebenden Steinen wirst Du sicherlich ein sehr stabiles Aquarienmilieu bekommen.

    Zitat

    Trotz nachgeschalteter Säule war der Schwefelgehalt im Wasser deutlich gestiegen.

    Hi,

    die nachgeschaltete Kalksaeule puffert ja auch nur den pH-Wert von der Schwefelsaeule. Dass heist von H[T]2[/T]SO[T]4[/T] und CaCO[T]3[/T]
    bleibt dann immer noch das Sulfat, Calcium, CO[T]2[/T] und Wasser (bzw. zwei HCO[T]3[/T][H]-[/H]) uebrig.

    Ich halte von den Dingern auch nix, wenn man mal die Calcium- und KH Problematik betrachtet, die alleine in den letzten Monaten gleich zwei Mal hier im Forum aufgetaucht ist. Also Finger weg von dem Ding.

    Ich wuerde da eher alternativ auf einenexternen Sandbettfilter mit Algenrefugium mit all seinen Vor- und Nachteilen umsteigen als mir so eine SChwefelbombe nach Hause zu holen.

    In gewisser Weise produzieren diese Korallenbruchbiofilter auch Nitrat, weil sich hier ziemlich viel organischer Dreck absetzt, der dann zersetzt wird. Allerdings erfolgt i.D.R. keine weitere Denitrifizierung, weil dafuer immer noch zu viel Sauerstoff vorhanden ist.

    Rieselfilter haben das Potential, organische Makromolekuele im Biofilm aufzuspalten. D.h. es werden auch solche Makromolekuele abgebaut, die sonst vom Abschaeumer erfasst werden wuerden.
    Hierbei steht der Rieselfilter mit dem Abschaeumer in Konkurrenz. D.h. es wird doch mehr Nitrat gebildet, als nur als Ammonium im Wasser ist.

    Ich wuerde aber an den Begriff "Nitratschleuder" nicht so viel Gedanken verschwenden, ist wohl eher die umgangssparchliche Variante fuer "fehlende Denitrifikation".

    Zitat

    Original von Peter Schmiedel
    Auch ich halte die Dichte für einen Grund.

    Was bitte ist denn eine Heteroxenia ????

    Kennst Du nicht??? Schaem Dich :grinning_squinting_face:

    Waechst wie eine Sarcophyton glaucum, also pilzfoermig, dann denk Dir aber die Sarcophytonpolypen weg und setzte "normale" Xeniapolypen drauf.
    Und hetero deshalb, weil die wie die Sarcophyton zwei Polypentypen hat, die langen Stiele die auch pumpen als auch kleine, die nicht rauskommen.

    Hab die hier im Tank, sehe nett aus, ist aber leider schon dunkel, sonst wuerde ich ein Foto machen. Sieht man aber eher selten im Handel, glaube ich.

    Hi,

    also mal ehrlich, es wird einen sichtbaren Unterschied zwischen guten aber verketteten Artemien und dem schleimigen etwas geben, dass Michael als Bild gezeigt hat.

    Es hat nix mit der Groesse zu tun, dass sie schleimig waeren oder sehe ich das falsch. Ausserdem sind die Artemien signifikant kleiner als sonst? Hat da mal jemand drauf geachtet?

    Das mit der unterbrochenen Kuehlkette klingt plausibel und erklaert die hohe Keimzahl im Futter.

    Hi,

    letztlich funktioniert die Nitrifikation wie auch die Denitrifikation im Suess- wie im Meerwasser gleich, weil die Stoffwechselwege identisch sind. Wohl gibt es aber durchaus Unterschiede in der Bakteriengemeinschaft, die fuer die jeweiligen Ab- bzw. Umbauprozesse in Frage kommen.

    Es ist nicht wie immer im Suesswasser behauptet Nitrosomonas und Nitrobacter als Nitrifizierer, sonder eine Vielzahl mehr, wie z.B. Nitrospira oder Nitrosocossus.

    Im Meerwasser benutzen wir Lebende Steine, die sowohl Nitrifizierer als auch Denitrifizierer enthalten. Der Vorteil dabei ist die raeumliche Naehe zwischen aerober Oberflaeche mit den Nitrifizierern und der anaeroben inneren Oberflaeche in den Poren der Steine. D.h. Ammonium wird an der Oberflaeche zu Nitrit und Nitrat umgewandelt, das Nitrat wird dann nach innen "weitergegeben". Das gleiche passiert in einem ausreichend hohen Bodengrund, wie im Jaubert oder Deep-Sand-Bed/Miracle Mud System.

    Andreas hat schon recht, dass wir im Meerwasser keine hoeheren Pflanzen haben, es sei denn man hat ein Mangrovenbaeumchen im Aquarium wachsen oder man versucht mehr oder weniger vergeblich Seegraeser zu halten. Aber wir haben im Meerwasser Algen ohne Ende, angefangen von den Zooxanthellen bis hin zu Caulerpa, Halimeda und Kalkalgen. In Algenrefugien wachsen darueber hinaus noch viele weitere Arten und es kommt hier sicher auch zur zeitweisen Bildung von Phytoplankton.

    D.h. in einem gut mit Korallen besetzten und schnell wachsenden Arten laesst sich alleine durch die Vielzahl der Nitratverbraucher eine Nitratanreicherung verhindern.

    Der Nachteil mit den Rieselfiltern oder sogar selbstgebauten Kalkbruch-Biofiltern, wie sie frueher Ueblich waren, produziert man nur Nitrat. Aber das Nitrat muss an einem anderen Ort in molekularen Stickstoff umgewandelt werden, weil es nicht wie in Lebenden Steinen in einem Mikrokosmos passiert. Das ist dann das Problem!

    Deshalb sind Suess- und Meerwasseraquarien prinzipiell unterschiedlich.

    Zitat

    Original von Marc P.
    @ Jörg Kokott
    Ich bin der englischen Sprache durchaus mächtig und hättest du meine Beiträge und die von Uncle Tom genauer gelesen hättest du das vieleicht gemerkt. :face_with_rolling_eyes: Aber ich bin dennoch für den sehr freundlichen hinweis dankbar. :confused_face:

    Marc,

    da hast Du recht, sorry.

    Zitat

    Aber ich bin dennoch für den sehr freundlichen hinweis dankbar. :confused_face:

    Nochmals entschuldigung, bin im Moment etwas gereizt und sollte besser meine Klappe halten.

    Das mit dem Haemocyanin hat Hans-Werner ja schon gesagt. Die Pigmente sind Carotinoide, v.a. Astaxanthin und beta-Carotin.

    Marc P,

    1) Aquaculture = Aquakultur hat nix mit Wildfaengen zu tun, sondern mit einer grossskaligen Vermehrungs- und Aufzuchtsanlage fuer aquatische Organismen, also kuenstlich!

    2) Nutrient-enriched = "erhoehter Naehrwert" hat nix mit See oder Tuempelwasser zu tun, sondern bedeutet, dass die Artemien mit Futter versorgt wurden, dass sehr naehrstoffreich ist. Bei der Zucht ist es immer wichtig, ein naehrstoffreiches Futter zu verwenden, damit die zu zuechtenden Tiere alles haben was sie brauchen und gluecklich sind.

    3) die Artemien schwimmen nicht in einer roten Blutsuppe, sondern sie fressen Algen, die rote Pigmente aufweisen. Und diese Pigmente lagern die Artemien in ihr Gewebe ein. Deshalb sind die rot!

    :confused_face:

    Hi,

    sowohl Dein Phosphat (PO4) als auch Dein Silikatwert sind deutlich zu hoch. Referenzwerte fuer Phosphat sind 0,05-0,1 mg/L und fuer Silikat < 0,2.

    Alleine von Deinem Silkatwert laesst sich schliessen, dass Du Dein Nachfuellwasser wahrschenlich ohne Osmoseanalge bzw. ohne Reinstfilter verwendest. Benutzt Du Leitungswasser?

    Es gibt die Moeglichkeit, Phosphat mit entsprechenden Phosphatadsorbern zu binden, die meisten arbeiten auf Eisenhydroxidbasis, z.B. Contraphos oder Rowaphos.

    Kannst Du weitere Informationen ueber DEin Aquariensystem liefern, also Beckengroesse, Filterung, Abschaeumung, Fisch- und Korallenbesatz, eventuell mit Foto?

    Nachtrag: ok, hab Deine Signatur erst jetzt gesehen.
    Wie wachsen die Algen im Schlammfilter? Kannst Du reichlich Caulerpa ernten?

    Hallo Ingrig,

    Sabine schreib bereits das wesentliche Merkmal guter Lebender Steine.
    Ich wuerde keine kaufen, die trockengefallen sind, weil hier alle Organismen einschliesslich Bakterien und Mikroalgen und die Mikrofauna abgestorben sind. Bringst Du solche Steine in Dein Aquarium ein, werden sich v.a. hier Algen aufsetzen und die Vielzahl der im poroesen Stein enthaltenen Naehrstoffe aufschliessen. Das ist einerseits optisch unschoen, aber darueber hinaus regenerieren sich an diesen Stellen andere Lebenwesen nur schlecht, weil die Algen auf diesem Siedlungsraum dominieren und die Neuansiedlung anderer Tiere verhindern.

    Es ist nicht schlimm, wenn mal hier oder da eine Anemonia cf. majano oder eine Glasrose sitzt, die kann man entweder mit einem SChraubendreher gruendlich ausbrechen (nicht abkratzen!), oder aber wegspritzen.

    Dennoch, gute Lebende Steine erkennst Du, wenn Du Dich ein bischen umschaust. Es sind doch eine Viehzahl an aufsitzenden Algen und Tiere vorhanden, die das Bild eindeutig praegen.

    Es gibt spezielle Screeningmethoden fuer Phytotoxine, es wird das ganze sicherlich vereinfachen. Allerdings ohne Gewaer, nicht dass Ihr mir das nachher in die Schuhe schiebt, wenn da nix ist. Es spricht wie Frank das schon sagte sehr fuer ein Gift. Und da kann eigentlich nur sowas in Frage kommen, v.a. wenn man bedenkt wie die Artemien gefuettert werden.

    Wenn sich bei dem Hersteller in den Kulturen eine toxische Art eingeschlichen hat - was durchaus schnell mal passieren kann - oder sogar eine potentiell toxische Art verwendet wird, die nur unter bestimmten Umstaenden die Toxine produziert, dann halte ich das fuer sehr wahrscheinlich.

    Wie gesagt wuerde ich gerne Bernd Quirbachs Meinung hoeren.
    Ich schreibe ihm kurz eine PN und verweise auf den Beitrag hier.

    Klingt sehr nach Algentoxinen!

    Viele Algen, v.a. Rotalgen, produzieren Phtotoxine, die ueber die Nahrungskette akkumuliert werden. Deshalb sollte man zu bestimmten Jahreszeiten bzw. Monaten keine Muscheln essen, weil zu dieser Zeit Algenblueten auftreten, die Toxine produzieren, die dann in die Muscheln gelangen und sich dort anreichern. Manche sind sogar fuer den Menschen aeusserst gifitg (red tides, Rote Tiden, eine Rotalge, glaube Alexandrium, die an den Strand angespuehlt werden und aufgrund ihrer Pigmentierung das Wasser rot faerben).

    Wenn die Algen, mit denen die Artemien aufgezogen wurden, toxisch waren, na dann viel Spass. Die Gift reichern sich meines Wissens nach in der Fischleber an, sind aber soweit ich weiss Neurotoxine.

    Bernd Quirbach sollte dazu mehr wissen!

    Zitat

    Original von Stefan H.
    Hallo,

    geht auf Korallenriff.de.Auf der Startseite ist ein Link.

    mfg Stefan

    Der verweist aber nich auf die Giesemann Homepage sonder auf einen Onlineshop. Und auch da gibt es kein Emissionsspektrum sondern lediglich Angaben ueber "Lumen" und "Lichtfarbe", und das ist beides irrelevant.

    Hi,

    Anemonen machen v.a. nach Transport und/oder Wechsel in andere Aquarien gerne einen Wasserwechsel, bei denen sie das gesamte Wasser aus ihrer Koerpersaeule rauspumpen und sich dann in den darauf folgenden zwei - vier Tagen wieder vollpumpen.
    Muss also nix schlimmes sein und hat auch nichts damit zu tun, dass die Anemonenfische noch nicht drin sind. Verletzungen bei Entacmea quadricolor sind i.d.R. unbedenklich, ist eine sehr "harte" Anemone dies sich nach Verletzung eher teilt als das sie davon Nekrosen bekommt.

    Zitat

    Original von Peter Schmiedel
    Maeddels,

    die Erfahrung vom letzten Jahr zeigte das Caiphi der Drink der Stunde(n) ist ... harte Drinks fuer harte Aqaurianer :smiling_face:

    :grinning_squinting_face: oh, oh, da erinnere ich mich dran. Abgefuellt haben sie mich, den armen Studenten. Will nicht wissen, was Colette ueber uns gedacht hat... :grinning_squinting_face:

    Caipis kennt hier keiner, wurde aber vor nicht allzu langer Zeit von einer deutschen Studentin fuer die fairwell Feierlichkeiten im Institut eingefuehrt. Allerdings heissen sie hier nicht Caipirhinas sonder "Good German Vitamin Drinks" ...

    Zitat

    Original von kenny
    Übrigens übersättigt, das heißt bis zum Sättigungsgrad und darüber hinaus wird Sauerstoff zugeführt. Alles was über dem Sättigungsgrad drin ist wird aber sehr schnell wieder entweichen (als Blasen). In dem Buch von Daniel Knop Steinkorallen im Riffaquarium wird beschrieben, das zuviel Sauerstoff zum Austoßen der Zooxanthellen führen kann (weil sich sonst toxische Konzentrationen von Sauerstoff im Gewebe der Korallen anreichern).

    Eine Uebersaettigung wuerde man nur mit einer Druckerhoehung erreichen. Unter normalen Bedingungen und bei einer gegebenen Temperatur im Aquarienwasser wird man das Wasser saettigen, aber nicht uebersaettigen, egal wie gross oder gut der Abschaeumer ist.

    Das mit den Zooxanthellen hat mit dem Sauerstoffgehalt im Wasser nichts zu tun. Die Photosynthese der Algen erzeugt einen 4-6 fach hoeheren Sauerstoffpartialdruck im Korallengewebe gegenueber dem Wasser. Dagegen koennen wir nix machen, ist halt so. Das dadurch oxidativer Stress entstehen kann, der letztlich Sauerstoffradiakale hervorruft die dann die Algen und die Koralle schaedigen, wird sehr wahrscheinlich nur bei hoerenen Wassertemperaturen und/oder UV-Stress ausgeloest. Beide Symbiosepartner produzieren Antioxidantien, die unter normalen Bedingungen oxidativen Stress mehr oder weniger eindaemmen.

    So kommt letztlich coral bleaching zu stande.

    Der Kerl ist ja schon wieder Weltmeister :grinning_squinting_face:

    Die Aussies stehen nicht so auf Formel 1, deshalb kriege ich hier nicht viel mit. Und der Hinweis mit Montoya hat mich ja dann neugierig gemacht.

    Schon irgendwie unglaublich...

    Der link zu der Seite ist aber wirklich gut:D Im Labor haben jedenfalls alle ziemlich verstoert geguckt, als ich die Boxen laut gedreht hab :grinning_squinting_face:

    Schleimdruesenzellen und Nesselzellen funktionieren unabhaengig voneinander.
    Wenn sich die Koralle bei Ebbe durch das Sezernieren des Schleims vor dem Austrocknen schuetzt, dann hat sie wenig davon, gleichzeitig Nesselzellen abzugeben. Die Produktion der Nesselkapseln (Cnidocysten) ist energieaufwendig, und Energie hat niemand zu "verschenken".

    Das Ausstossen der Nesselfaeden wird je nach Typ von Nesselkapseln (da gibt es mehr als ein Dutzend) durch einen mechanischen oder chemischen Reiz ausgeloest. Wenn man eine Koralle beruehrt, wird sie im Bereich wo sie berueht wurde sehr wahrscheinlich Nesselkapseln ausloesen. Problem sind da eher chemische Signalstoffe, die zumindest mir unbekannt sind. In wie fern wir die im Aquarium haben und damit das Nesseln induzieren, weiss ich nicht.

    Bei einer guten Abschaeumung wird man aber wenig davon im Becken haben, weil die sehr gut an die feinen Blaeschen haften und somit enfernt werden.

    Ich denke es ist einfach eine Sache, wie man die Korallen im Becken plaziert. Gerade grosspolypige Steinkorallen sollte man nicht direkt neben eine Acropora setzen...

    Hi,

    ist jetzt eher eine unqualifizierte Bemerkung, aber ich wuerde mir ueber einen Wechsel Gedanken machen, wenn ich mit dem, was ich habe, nicht mehr zufrieden bin, und nicht weil es mir irgendwer erzaehlt.

    Hilft Dir nicht grossartig weiter, aber es gibt hier einige Leute die praktische T5-Erfahrung haben. Ich habe sie nicht, von daher nur das bisher gesagte.

    Ich wuerde wie Michael schon sagt zwei Roehren nehmen, eine Daylight und eine Blau. Gute Reflektoren drueber und fertig.

    Auf eine ausreichende Fuetterung wuerde ich aber achten.

    Ich finde das Becken zu klein. Auch wenn Anemonenfische nicht wirklich viel in der Gegend rumschwimmen, aber der A. clarkii wird doch schon etwas groesser.

    Ich wuerde v.a. eher in die Tiefe gehen, also 50x50x50 quadratisch praktisch gut, aber ber 30er Tiefe wird sich auch die Teppichanemone irgendwann ueber die Seitenscheiben ausdehnen.

    Es gibt zwei Parameter, die wesentlichen Einfluss auf die Zooxanthellendichte im Korallengewebe haben:

    1) Strahlungsintensitaet
    2) Naehrstoffgehalt

    Je hoeher die Zooxanthellendichte, desto dunkler wird das Korallengewebe und entsprechend staerker werden die Pigmente der Korallen ueberlagert.

    Dass heisst, Deine Korallen koennen durchaus bunt sein, Du siehst es nur nicht, weil die Zooxanthellen (sind von Natur aus braun) alles ueberdecken.

    Beide Parameter koennen wir beeinflussen:

    zu 1) mehr Licht, v.a. mehr blaues Licht. 10000 K und Daylight Brenner emittieren zu wenig blau. Bei den Brennern wird v.a. violett emittiert, damit koennen die Zooxanthellen aber wenig anfangen. Also mehr Blauroehren bzw. auf Roehren umsteigen, die einen "echten" Blauanteil haben.

    zu 2) Naehrstoffgehalt senken!

    Du sagst, Dein Becken waere naehrstoffarm. Mit wenigen Fischen und guter Abschaeumung i.d.R. auch kein Problem. Aber lass Dich von Deinen Messergebnissen nicht taeuschen, wenn auch Salifert recht gut ist. Wenn moeglich, leihe doch mal einen Test von einem befreundeten Aquarianer und mess mal gegen. Schadet nie.

    Auf korallenriff.de ist ein Erfahrungsbericht ueber Farbigkeit in Korallen, vielleicht bringt Dir das was, den mal durchzulesen.

    Mit der Spurenelementversorgung ist das uebrigens das gleiche, v.a. wenn Du Eisen dosierst. Da kannst Du schnell mal braune Korallen bekommen. Deine Idee ist da also gar nicht schlecht, und versuchsweise koenntest Du mal die Spurenelemente weg lassen.