Beiträge von Jörg Kokott

    Hey Dave,

    mach lieber mal 75% weiß und 45% Blau für den Anfang, hochdrehen kannst Du doch immer noch, aber da kommt jetzt richtig Licht raus, unterschätz das mal nicht, brutzel Dir nicht die Korallen weg, die kennen seit Jahren nur HQI mit relativ geringem Blauanteil... nich das nachher einer weint :-))))

    Dann kannst Du in den nächsten 2-3 Wochen immer noch auf 80/50 und dann 85/55 hochgehen...

    Jörg

    Hi David,

    super, ging ja dann doch recht fix. Ich kenne die Emitterkombination ja auch und für mich habe ich auch eine 10 K Variante geordert, weil mir die 16 K zu blaulastig sind. Aber denke, Du solltest Dich erstmal mit der GHL Steuerung etwas anfreunden und dann kannst Du ein wenig rumspielen. Ich würde mit dem Blaukanal wie Stefan Lodahl auch weiter runtergehen, dann wird das Licht anteilig "heller" erscheinen.

    Achte nur darauf, dass Du nicht ewig und die ganze Zeit dran rumspielst, Photoakklimatisation ist ein energieaufwändiger Prozess der die Korallen auch entsprechend fordert. Du solltest also schon zügig für ein langfristig einheitliches Licht entscheiden und dann eben nur minimale Änderungen vornehmen.

    An den Blauanteil, den Du jetzt im Vergleich zur vorherigen Beleuchtung auf das Becken schießt, müssen sich Deine Korallen auf jeden Fall gewöhnen! Also schön vosichtig!

    Beckenausleuchtung ist aber absolut zufriedenstellend finde ich! Eine gute Wahl!

    Jörg

    Hallo zusammen,

    aufgrund der hohen Beliebtheit von Nano Riffaquarien und dem hier wachsenden Bedarf für eine nachhaltige und produktive Versorgung auch empfindlicherer Pfleglinge bringt sangokai in Kürze eine Nanoriffe edition auf den Mart. Die komplette sangokai Grundnährstoffversorgung wird hier in 3 separaten Produkten angeboten:

    1) sango nutri- basic NANO All-in-One Lösung als Mischung der wichtigsten Bestandteile aus sango nutri-amin basic, nutri-element basic und nutri-spur basic
    2) kai mineral NANO
    3) kai geos NANO

    Die beiden kai Produkte sind absolut gleichwertig zu den Hauptprodukten, und wurden auf eine Nano-freundliche Dosierung umgerechnet und entsprechend aufkonzentriert.

    Die Dosierungen erfolgen dann auf einer 1-2 Tropfen pro 20 L Grundlage, so dass eigentlich alle Nanoriffe mit einer einfachen Tröpfchendosierung den täglichen oder wöchentliche Bedarf an Nähr- und Mineralstoffen abdecken können.

    Da das Funktionsprinzip des sangokai Grundnährstoffsystems auf die Erweiterung der Organismenvielfalt, insbesondere in der Mikrobenwelt, läßt sich gerade in den kleinen Nanoriffaquarien dieser Zugewinn an Kleinstfauna hervorragend beobachten. Die Qualität und das Beobachtungspotential wird also hier ungemein gesteigert!

    Weitere Informationen finden sich auf http://www.sangokai.de, die Produkte werden hier in Kürze noch weiter im Detail vorgestellt.

    Der genaue Erscheinungstermin steht derzeit noch nicht fest.

    Zitat

    Was mir aufgefallen ist, die meisten Nutzer von der Sangokai Produkt Palette haben so wie ich ein reines Riffkeramik Becken.

    Nein, das stimmt nicht, das ist breit verteilt. Es gibt allerdings einige Becken, die trotz hochpreisiger Technik und einer mehr oder weniger identischen Beckengestaltungen wie die von Stefan nicht gut laufen. Der Grund, dass die Leute auch die sangokai Produkte anwenden, liegt vermutlich darin, dass ich sie unterstütze und optimal zu beraten versuche, genau wie ich das auch bei Dir getan habe, Kevin. Auch Du hast von mir die Option mit dem Anamnesebogen wahrgenommen und ich habe Dir auch eine entsprechende umfangreiche Auswertung kostenfrei geboten. Und Dein Problem mit Deinem alten Aufbau und der Strömungverteilung etc., den Tipp hast du genau von wem bekommen? Danach habe ich jedenfalls nicht mehr viel von Dir gehört...

    Ich möchte das hier bitte dann auch in den genannten Preis von 50 Euro eingerechnet haben, weil mich Stefan wie jeder andere Anwender auch zu jeder Zeit kontaktieren kann.

    Im Übrigen, jedes Aquarum erzeugt proportional zur Beckengröße Kosten. Ein 10%iger Wasserwechsel bei 1000 L ist auch nicht billig, und ich empfehle wiederum nur 2-3% pro Woche, da werden also auch eine ganze Menge Kosten eingespart! Und was wiederum eine Vollverkleidung an Keramik kostet und sonstiger Aufwand bei vielen sehr teuren und hochwertigen Becken, die aus welchen Gründen heraus auch immer nicht funktionieren, da frage ich mich schon, warum dann ausgerechnet bei Additivprodukten auf den Preis geschaut wird. Und wie gesagt, das was ich als support leiste, kann man mit Geld sowieso nicht gegenrechnen.

    Jörg

    Hi,

    warum steht der denn hinter dem Abschäumer? Hat Du das so entschieden, oder hat Dir das jemand empfohlen?

    Ziel der "Pelletfilterung" (ich schreibe das extra mal in " wegen dem Begriff des Filters) ist doch, Makronährstoffe wie Nitrat und Phosphat in Bakterienbiomasse umzuwandeln, und - jetzt kommst - diese Biomasse aus dem System zu entfernen. Stichwort Nährstoffexport. Das ganze geht nur über den Abschäumer, der sehr gut bakterielle Biomasse erfasst und entfernt. Sogesehen wandelst Du nur die Nährstoffe wie Nitrat und Phosphat in partikuläre organische Formen um - also in Detritus.

    Das Funktionsprinzip ist also in Deinem System falsch umgesetzt!

    Grüße
    Jörg

    Hi Andreas,

    die Mikronährstoffe in der sangokai Grundnährstoffversorgung fördern auch den bakteriellen Abbau der Pellets im Pelletfilter, daher muss man ein wenig aufpassen, dass man nicht zu viele Pellets benutzt bzw. langfristig darauf achtet, dass man nicht mehr so viele Pellets nachfüllt wie zu anfang.

    Ich persönlich betrachte es kritisch, dass Pelletfilter, v.a. wenn sie zu extrem betrieben werden und auch nicht vor dem Abschäumer platziert sind, sondern dahinter, zu viel bakterielle Biomasse ins Hauptbecken befördern. Da hier die Nährstoffgrundlage fehlt, bildet sich aus dieser Bakterienbiomasse oft Detritus und dadurch können auch die gesunden Biofilme im Hauptbecken negativ beeinträchtigt werden. Daher bin ich mit der Pelletfilterung sehr vorsichtig.

    Liebe Grüße
    Jörg

    Hallo Hans-Werner,

    kann ich jetzt nicht nachvollziehen, was Du schreibst. Es gibt in Zooxanthellen nicht nur Peridinin, sondern eben auch Chlorophyll, über die chromatische Adaption stellen sich die Photosysteme zwar ein, aber was ist mit Mikro- oder Makroalgen, die eher im kurzwelligen Blaubereich über ihre Chlorophylle absorbieren? Eine Emissionswellenlänge kann über Fluoreszenzen immer auch ins Langwellige umgewandelt werden, aber aus einer langen Wellenlänge eine kürzere machen, das geht nicht. Daher kritisiere ich persönlich auch die Emission von den langen Blauwellenlängen, weil man sich darüber potentiell in der photosynthetischen Leistungsfähigkeit begrenzt. Und nach meiner Auffassung lag/liegt hier insbesondere auch die Leistungsfähigkeit von T5 oder T8 Leuchtmitteln, was uns den hohen Erfolg der letzten 10 Jahre auch mit beschert hat.

    Dazu kommt die Anregung der Chromoproteinsynthese in Korallen möglicherweise auch über kurzwellige Blaustrahlung (v.a. vom Pocilloporin), das ist unabhängig von den Photosynthesepigmenten.

    Es gibt Emitter die bei 420 nm Strahlung raushauen, die erzeugen aber auch UVA Strahlung, und die ist mir persönlich wiederum zu energiereich und zu stark wachstumshemmend bei Korallen.

    Ich würde aber nich kategorisch ausschliessen, dass kurzwellige Blaustrahlung keine Bedeutung hat, nur weil die Chl-Perid.-Komplexe irgendwo bei 470 nm absorbieren. Wie bei vielen anderen Dingen in der Riffaquaristik bin ich dafür, nicht mit "Mut zur Lücke" an faktische Dinge heranzugehen, sondern auch bei mangelndem theoretischen Verständnig (was wir derzeit bei Thema Licht und LED noch haben) eine größtmögliche qualitative Bandbreite anzubieten.

    Jörg

    Zitat

    Original von Ina Fischer
    Für die Zukunft würde ich mir wünschen, dass du dich bitte nicht immer durch mich angegriffen fühlst. Jeder hat seine Philisophie an die Sache heran zu gehen. Das ist doch das wunderbare. Ich habe mich für einen Weg entschieden, du für einen anderen. Jeder dieser Wege hat seine Berechtigung, wenn das Ergebnis stimmt. Auch bzw. gerade durch Diskussionen wie die vorangegangene werden Anfänger eine Menge lernen.

    Friede? :smiling_face_with_sunglasses:

    Viele Grüße,
    Ina

    Ina,
    natürlich haben wir Frieden, nur weil man mal diskutiert, heißt das doch nicht, dass gleich Unfriede herrscht. Mir lag das eben schon mehrfach quer im Magen und jetzt habe ich es halt mal angesprochen, und danke Claude auch dafür, dass das hier bei ihm passiert. Und auf das von Dir Gesagte können wir uns natürlich gerne einigen. Nichts für ungut. Ich würde mir von Dir gerne wünschen, dass Du nicht grunsätzlich davon ausgehst, dass alle Aquarien so funktionieren wie Deins. Auch Neueinsteiger können Riffaquarien haben, die einen Spurenelementmangel aufweisen. Die Notwendigkeit einer Spurenelementdosierung ergibt sich schließlich nicht darüber, wie erfahren oder unerfahren ein Anwender ist.

    Liebe Grüße
    Jörg

    Zitat

    Original von Thomas Engels
    Wie würde es denn in einem solchem becken MIT spurizugabe aussehen ?

    Wenn sich bestimmte Parameter wie Färbung oder was auch immer mit einer Spurenelementzugabe trotz dieses analytischen Befunds verbessern, dann würde das dafür sprechen, dass die Mikonährelemente oder Spurenmetalle in einer schlecht verwertbaren Form vorliegen, und die aus der Spurenelementlösung eben wirksamer sind. An sonsten erkennt man Spurenelementüberdosierungen ja immer sehr schnell an einer Gewebeeindunklung, Entwicklung von Algen, Scheibenbelag, etc. Das kann man ja pauschal nicht sagen, was passiert wäre, wenn Armin dann auch noch Spurenelemente dosiert hätte. Armin hatte glaube ich bei seinem Becken auch Abschäumeradsorbat gemessen und konnte hier vermehrt Eisen feststellen. Seine Schlußfolgerung war: Abschäumer ziehen Eisen aus dem Becken. Für sein Becken stimmte das, weil bei einem hohen Phosphatgehalt Eisen leicht ausfällt und eben in partikulärer Form abgeschäumt wird. In anderen Becken hätte sich das ggf. nicht so dargestellt. In der Wissenschaft sind Messungen und Dikussionen darüber immer relativ zu betrachten und stellen sich in Abhängigkeit von den experimentellen Rahmenbedingungen in einem spezifischen Fall eben so dar. Das heißt aber nicht, dass es immer so ist.

    Das alles kommt aber auf die Frage, wie sie hier schon formuliert wurde, an, was ein schönes Riffaquarium ist? Garantiert hat Armin bei 1 mg/L Phosphat keine hellweiße Acropora echinata mit roten Spitzen gepflegt. Aber das muss man ja auch nicht. Ich weiß von einer lila Stylophora, die unter diesen Bedingungen in seinem Becken gut wuchs.

    Mein ursprünglicher Punkt ging auf die auf mich absolut wirkende Aussage von Ina zurück, dass ein regelmäßiger Wasserwechsel alle notwendigen Stoffe dosiert. Und das will ich nicht so stehenlassen. Es gibt die alten Untersuchungen von Shimek mit sehr variablen Spurenmetallkonzentrationen in Meersalzmischungen, die bis heute in der Form nicht mehr durchgeführt wurden. Die Hersteller machen ihre eigenen Analysen, die sie aber eben nicht veröffentlichen. Ich weiß nicht, welches Salz und welches Ausgangswasser Armin damals benutzt hat. Und hier ist zumindest im Buch nur eine Analyse dargestellt, die doch überhaupt nicht grundsätzlich auf andere Becken übertragen werden können.

    Manche Aquarien sind volldekoriert mit Wandverkleidungen, in anderen Becken stehen nur zwei Säulen, darüber ergibt sich doch schon ein komplett unterschiedlicher Bedarf.

    Jörg

    Zitat

    Original von Thomas Engelsvon phosphat steht da nichts , aber o.k. , zu hohen phosphatwerten passen die hohen spuriwerte ,wieso ist das relevant ,darum geht es doch hier gar nicht ?
    Oder gibt es da eine automatik (noch nie gehöhrt , lerne aber gerne dazu) , das ein hoher phosphatwert zu erhöhten spuriwerten führt ?

    Hi Thomas,
    wenn Du das Buch vorliegen hast, schau mal bitte die Seite links neben der Tabelle (S. 126), da steht von Armin geschrieben folgendes:

    "[...] Hierzu wird der Phosphatgehalt eines Organismus, im Beispiel eine Diatomee, mit seinem Gehalt an Spurenelementen in Beziehung gesetzt. Niedriges Phosphatangebot hieße in diesem Fall auch niedriges Spurenelementangebot."

    Und das gilt auch umgekehrt. Armin diskutiert in diesem Rahmen das Redfield-Verhältnis, was ich zwar überhaupt nicht mag, aber egal, es geht um die Verfügbarkeit von Nährstoffen, und nicht darum, ob und auf welchem Niveau sie messbar sind. Je höher der Stickstoff und Phosphorgehalt ist, desto schneller limitieren Spurenelemente das Wachstum. Wenn Du z.B. viel Phosphat hast, dann machst Du es Algen und Korallen schwer, wenn Du Stickstoff runterziehst. Oder umgekehrt, wenn Phosphat niedrig ist und Du Stickstoff dosierst, dann erzeugst Du auch eine Blockade in der Nährstoffverfügbarkeit, obwohl Du noch das limitierende Nährelement nachweisen kannst. Und so stellen sich auch diese Verhältnisse zwischen Makro- und Mikronährstoffgehalt ein.

    Das Armin eben den Makronährstoffgehalt in seiner publizierten Analyse nicht darstellt, ist auch nicht korrekt, weil es eben genau wie hier passiert absolute Werte miteinander vergleicht. Ich weiss nur von Armin selbst, dass er immer in seinem Becken hohe Werte hatte, und ich glaube auch aus einem Vortag von ihm zu wissen, dass das sein eigenes Aquarium war.

    Grüße
    Jörg

    Entschuldige, Ina, das mit dem Rumhacken war jetzt nicht auf Dich bezogen, sondern verallgemeinert. Das Wort "Wundermittel" wird allerdings auch von Dir regelmäßig und gerne geschrieben, und die Art und Weise, wie Du mit dem Wort umgehst, implizierst Du beim Leser, dass Du hier nur Geldmacherei vermutest, und das finde ich nicht ganz fair. Egal, das wird hier offtopic und ist eben auch nicht mein Board.

    Meine Frage selbst hast Du aber immer noch nicht beantwortet. Das Dein Becken so gut läuft, wie Du es mit sicherlich gutem Geschick und Erfahrung betreibst, stelle ich Dir nicht in Abrede. Es gibt aber auch Aquarianer, darunter auch neueinsteigende Anwender, die sehr extreme Filtermethoden betreiben und ohne eine Zudosierung einfach nicht funktionieren. Es gibt Meersalzmischungen, die nur sehr geringe Spurenmetallverunreinigungen aufweisen, damit ist der Wasserwechsel hinsichtlich einer Nährstoffversorgung sogar eher kontraproduktiv.

    Zu dem Aquarium hier, um das es eigentlich ja geht, spielt eine grundlegende Mikronährstoffversorgung sehr wohl eine wichtige Rolle. Die muss aber von der Dosis her angemessen und konstant sein, und das ist das, was Claude sagt. Ein Wasserwechsel mit einer von mir aus an dieser Stelle angenommenen Spurenelementdosis, liefert nach Deiner Arbeitsroutine einmal die Woche schlagartig Nährstoffe. Wichtig wäre aber, dass das täglich geschieht, in einer entsprechend geringen aber verfügbaren Dosis, weil dadurch die Korallen auch auf der Höhe ihrer physiologischen Leistungsfähgikeit bleiben.

    Natürlich muss Konkurrenz geschaffen werden, da ist Deine Empfehlung absolut richtig und zwingend notwendig, gleichzeitig muss aber gewährleistet sein, dass die Korallen versorgt sind. Nur dadurch können sie kompetitiv genug sein, um die Algen langfristig zu verdrängen. Auch wenn natürlich die Algen mit von der Spurenelementdosierung profitieren, wäre es ein falscher Ansatz, die Algen "auszuhungern", weil darunter auch die Korallen leider und sich eben nicht durchsetzen können. Ich denke, dass Claude hier ähnlicher Ansicht ist.

    Jörg

    Hi Thomas,

    ja, wenn es sein eigenes Becken war, dann hatte wenn ich mich recht erinnere Armin auch 1 mg/L Phosphat im Wasser. Wenn man den Mikronährstoffgehalt mit dem Makronährstoffgehalt in Relation setzt, dann passen die Messwerte auch wieder zusammen. Wenn er die Angaben aus dem Meer mit dem Faktor für die Phosphatanreicherung hochgerechnet hätte, würden da auch andere Werte stehen.

    Warum haben denn Spurenelementlösungen oft einen positiven Effekt auf das Aquariensystem, wenn auf der anderen Seite argumentiert wird, dass alles im Salz vorhanden ist?

    Von meinem Ansatz her sollte ein Meersalz so sauber wie möglich sein, dann kann man mit einer Spurenelementlösung gezielt Nährstoffe zudosieren.

    Wichtig ist, dass man immer den individuellen Fall anschaut.

    Ich habe Ina mit Claudes Einverständnis angesprochen und würde gerne genau von ihr wissen, warum Sie in jedem Fall und für jedes Becken immer wieder das gleiche sagt. Es wird hier leider immer auf Herstellern wie Claude oder auch mir rumgehackt und in genau diesem Fall von Ina als Mitglied des Forenteams in Claudes eigenem Forum davon abgeraten, seine Produkte zu nutzen. Das finde ich schonmal nicht okay, das muss aber Claude wissen, wie er darauf reagiert. Was aber die Salzhersteller in ihre Sachen reinmischen, und das niemand im Handel freiwillig einem Kunden zu weniger Wasserwechsel raten würde, weil das schlecht fürs Geschäft ist, das ist im Rahmen von Inas low-budget Aquaristik aber völlig okay? Hmm. Ich wundere mich da immer sehr drüber, warum hier bei zwei Produkten mit wie behauptet theoretisch gleicher Zielsetzung mit zweierlei Mass gemessen wird.

    Jörg

    Hallo Ina,

    Zitat

    Original von Ina Fischer
    Die wenigen Korallen bekommen alles notwendige aus einem regelmäßig durchgeführten Wasserwechsel.

    Das schreibst Du immer, und jedesmal frage ich mich, woher Du das weißt? Die Fadenalgen ziehen bei dem Dominanzwachstum keine Spurenelemente raus, die den Korallen dann fehlen? Und die Bakterien in seinem Becken verbrauchen auch keine Spurenelemente?

    Zitat

    Am besten wöchentlich. So sparst du eine Menge Geld, die du dann in schöne Korallenableger investieren kannst. :winking_face:

    Ein Wasserwechsel kostet viel Geld! Da ist jede Spurenelementlösung billiger und arbeitet gezielter und spezifischer.

    Sorry, Claude, dass ich hier in Deinem Board rumtobe, aber das würde mich mal interessieren. Hoffe, das ist okay!?

    Grüße
    Jörg

    Hi,

    wenn Du Stickstoff weiter anhebst, verschlechterst Du nur die Bedingungen, wenn Du wiederum primär im Spurenmetallhaushalt unterversorgt bist. Daher der Tipp, mit einer guten Spurenelementlösung zu arbeiten. Das ist zunächst auch der einfachste Ansatz, als in den Makronährstoffhaushalt einzugreifen, den ich anhand Deiner Messergebnisse, sofern sie denn stimmen, gar nicht als problematisch ansehen würde.

    Liebe Grüße
    Jörg

    Hallo,

    das kann auch durch einen Eisen- oder allgemein Spurenelementmangel verursacht sein. Gerade in der Anfangszeit wird durch die wachsenden Bakterienpopulationen hier einge ganze Menge verbraucht. Dosiert Du Spurenelemente? Was ist das denn für eine Sinularia?

    Grüße
    Jörg

    Hallo zusammen,

    den Produkttext von kai mineral habe ich auf der sangokai Webseite nochmal etwas erweitert und erläutere kurz, welchen Stellenwert dieses mineralische Suspensionsmedium hat, um die Artenvielfalt bei vielen filtrierenden kalkskelettbildenden Organismen im Aquarium zu erhöhen. Hier der direkte link zum Produkt.

    Im praktischen Betrieb zeigen sangokai Riffaquarien immer wieder, wie stark doch viele Beckenbewohner auch von partikulären Kalkformen abhängig sind, also unabhängig vom gelösten Calcium- und Carbonatgehalt.

    Nicht nur, dass sich schnell viele Kalkrotalgen ansiedeln und zügig wachsen, oder Tridacna Muscheln offensichtlich starke Wuchsränder bekommen, v.a. die Kleinstfauna entwickelt sich dadurch sehr stark. Dazu zählen v.a. auch sehr viele verschiedene Schwämme, Foraminiferen, und erfreulicherweise auch unterschiedliche Seescheiden, sowohl koloniebildende, als auch solitäre Einzeltiere. Vermutlich ist hier auch die Kopplung an die sango nutri- Mikronährstoffe ein Schlüssel zum Erfolg, aber der Effekt durch das kai mineral ist in fast allen Becken zu sehen.

    Es wäre schön, wenn die sangokai Anwender hier ihre erfahrungen und Beobachtungen schildern würden, damit wir ein breiteres Erfahrungsspektrum erhalten, wie sich eine partikuläre Mineralstoffversorgung im Riffaquarium auswirkt und welche Bedeutung einer solchen bislang nur im sangokai System forcierten Versorgung zukommt. Vielen Dank schonmal im voraus für Eure Erfahrungen!

    Jörg

    Hallo zusammen,

    mal ganz unabhängig von wirklich vielen Vorteilen digitaler Medien, würde es mich interessieren, ob Leser einen Unterschied im Verständnis komplexer und fachlich tiefergehender Inhalte feststellen können, wenn sie ein Heft in der Hand haben, oder wenn sie ein PDF auf einem Monitor oder einem tablet lesen.

    Ich kann nur bei mir beobachten, dass ich z.B. beim Korrekturlesen Fehler im Text schneller und einfacher finde, wenn ich mir das Skript ausdrucke. Ich kann mir daher auch vorstellen, dass man Textinhalte in gedruckter Papierform ggf. auch einfacher versteht.

    Ich schreibe ja z.B. recht kompliziert und eben auch sehr fachlich orientiert, daher würde mich als Fachautor dieser Aspekt im Rahmen einer solchen Diskussion sehr interessieren.

    Grüße
    Jörg

    Zitat

    Original von Kevin BittroffWenn ich diese jetzt entferne, kommt in mir wieder die Angst hoch, wieder enorm in die Beckenbiologie einzugreifen. Ich hatte vor ein paar Jahren erst 3 mal meinen kompletten Fischbesatz verloren, weil die Beckenbiologie gekippt bzw. nicht richtig funktioniert hatte. Ich glaube zum Schluss hatte ich alle möglichen Krankheiten incl. Vibrionen usw. Eine genaue Erklärung, habe ich bis heute nicht und diese konnte mir auch bisher niemand sagen.

    Hi Kevin,

    das Thema Aquarienbiologie wird gerne immer als absolute Grüße dargestellt, Du und offenbar die meisten anderen auch, gehen einfach davon aus, dass auf den Steinen gute und nützliche Bakterien sitzen, wie z.B. Nitrifikanten, die überall und in jeder Situation was positives für die Aquarienbiologie machen. Schön wäre das ja, aber das ist doch ein Wunschglaube.

    Die Beckenmikrobiologie ist ein labiles und dynamisches System, d.h. abhängig von der Ammoniumkonzentration, der allgemeinen physikalisch-chemischen Umgebung (auch Strömung), von der Zeit und v.a. von der räumlichen Anordnung der Nitrifikationsbakterien hängt es ab, ob die Nitrifikationskette läuft oder eben nicht. Du sagst zwar, dass Dein Aufbau überall gut beströmt war, ich weiß aber, dass wir in emails genau darüber gesprochen haben und ich Dir sagte, dass ich bei der Beckenform und der Gestaltung bezweifle, dass Du in der Mitte ausreichend Strömung hinbekommst. Dass Du an dieser Stelle sagst, dass alle lebenden Steine ausreichend mit Wasser versorgt waren, ist jetzt daher für mich komisch, warum hast Du dann überhaupt Deine Gestaltung umgebaut, wenn nicht auch aus diesem Grund?

    Mag ja sein, dass Du auf den lebenden Steinen z.B. Nitrifikanten oder anderen Bakterien sitzen hast (was niemand von uns einfach so behaupten kann!), aber die müssen sich jetzt in der neuen Umgebung mit einer ganz anderen Strömung und einer ganz anderen Nährstoffversorgung erst einmal neu formieren, vermehren, und dann kann man nach 1-3 Wochen vielleicht davon ausgehen, dass die wieder z.B. im Bereich der Nitrifikation funktionieren. Aber das dauert eben, wenn es denn überhaupt passiert, wenn da lange noch der Detritus drauf liegt, passiert das nämlich alles nicht.

    Was in Deinem alten Becken passiert war, würde mich auch interessieren, irgendwas musst du ja hier auch gemacht haben, von alleine "kippt" keine Beckenbiologie. Wichtig ist eben nur, dass man sich darüber bewußt sein muss, dass der Ausbau und die Neuplatzierung eines Steines auf die Funktionsweise des Steins einen gravierenden Einfluß hat, wenn die Umgebungsbedingungen sich stark verändern, also vom Unterbau an einen vollexponierten Platz.
    Man kann hier nicht einfach sagen (das betrifft aber die anderen Mitschreiber), dass die lebenden Steine dort wo Du sie jetzt platziert hast, grundsätzlich etwas gutes bewirken, das ist mir zu einseitig, zu spekulativ, und v.a. deckt es sich nicht mit meinen praktischen Erfahrungen.

    Wenn man solche allgemeinen Meinungen, wie sie sich oft propagandieren, nicht in Frage stellt, dann tritt man irgendwann auf der Stelle.

    Grüße
    Jörg

    Ach so, den Lichtmangel diskutiere ich aber v.a. jetzt dahingehend, dass das lichtfern gehaltete Gestein nun für alle phototrophen Organismen ein neuer Siedlungsraum ist, und für Cyanobakterien oder Fadenalgen gerade eine offene Bühne sind. Im Technikbecken von Kevin hängt jedenfalls leicht schief ein T5-Doppelbalken.

    Hallo Ingrid,

    weil die photoautrotrophen Organismen, v.a. die Mikroalgen, einen wichtigen Anteil daran haben, dass die lebenden Steine funktionieren. Sie spielen eine Akzeptorrolle in der Aufnahme von Nährstoffe und in der "Energiebindung" aus der Umgebung, und sie nehmen Schadstoffe von den anderen Organismen auf den Steinen bzw. in den Biofilmen auf. Sie bilden eine Kompetenzkraft in den Biofilmen, halten diese in ihrer Entwicklung dynamisch, und sie ziehen v.a. herbivore Kleinsstiere an, die hier "granzen" und dadurch den gesamten Stein langfristig als Biotop oder Mikrokosmos lebendig halten. Wenn die photoautotrophen Organismen absterben, und der Stein zudem noch im Bereich der Beströmung geschwächt wird, dann verliert er ungemein an Qualität.

    Wenn alleine die Porösität eines Steine wichtig wäre, dann wären wir seither mit Siporax glücklich gewesen und das Berliner System hätte es so nie gegeben.

    Grüße
    Jörg

    Zitat

    Original von Koberstaedt
    es handelt sich doch offensichtlich um - wenn auch alte - echte poröse lebende Steine. Diese sind mikrobiologisch nicht nur wegen des Aufwuchses, der hier tatsächlich fehlt, sondern auch im Zusammenhang mit ihrem Innenleben interessant. Dort haben sich mit Sicherheit - neben anderen Mikroorganismen - unzählige nützliche, an das System angepasste Bakterien der unterschiedlichsten Art trotz Störungen erhalten.

    Hallo Bernd,

    sowas steht auch in Büchern drin wie in Fossa&Nilsen etc, in denen seit 20 Jahren kann einziger neuer moderner Ansatz mehr zu finden ist. Ich kann anhand der geposteten Bilder nicht sehen, ob die Steine noch porös sind, und Du kannst das auch nicht sehen. Allerdings habe ich schon eine Menge Aquarien in meiner beruflichen Laufbahn abgebaut und gesehen, wie solche Steine aus der Nähe aussehen. Nimm doch mal so einen Stein und schüttel ihn in Wasser. Das was da rauskommt, ist das, was die Oberflächen versiegelt.

    Was hast Du denn dem Botaniker für einen Stein geschickt, einer, der in Deinem Becken oberflächennah der Strömung und Licht exponiert war, oder hast Du dafür ein Becken abgebaut und einen Stein von unten genommen?

    Jörg

    Hans-Werner, von alleine wird sich doch kein Phosphat rücklösen, das ist chemisch doch gar nicht möglich in der derzeitigen Umgebung. Was aber möglich ist, das ist die nun wieder einsetzende Bakterienaktivität auf den Steinen... Also wo gehen jetzt die derzeit fehlenden Nährstoffe hin? Vermutlich in den Bakterienstoffwechsel auf Siedlungssubstrat, dass in den vergangenen Tagen neu entstanden ist. Das ist nicht nur die Keramik, sondern auch die lebenden Steine im Technikbecken. Ich fände es ganz angebracht, dass alle mal genau darüber nachdenken, was biologisch passieren kann. Solche Steine sind doch keine Glückskekse, die man aufmacht, wenn man sie braucht... Alle pflegerischen Maßnahmen haben Konsequenzen, einerseits wird hier argumentiert, dass alle möglichen Dosierungen von Kohlenstoffquellen nun nach dem Umbau der Gestaltung rauskommen, gleichzeitig wird aber gesagt, dass die Steine absolut unbedenklich sind. Kontroverser kann man eine Diskussion ja kaum führen.

    Ich habe nicht gesagt, dass die Entfernung der Steine alle Probleme von jetzt auf gleich löst, sondern gesagt, dass sie der weiteren Entwicklung nicht im positiven Sinnen förderlich sind, und habe auch erklärt, warum ich das denke. Wie ich schon sagte, Kevin steht vor den Steinen und hatte sie in der Hand. Er kann beurteilen, wie gut die Steine sind oder eben auch nicht. Für mich sehen lebende Steine jedenfalls anders aus.

    Hallo Torsten,

    puh, das ist nicht leicht zu beantworten, dass kann alle möglichen Ursachen haben, angefangen von Strömung (die Du ausschliesst), über Keimzahlbelastung, hin zu Strahllungsstress, und alle Kombinationen aus den genannten und auch nichtgenannten Faktoren.

    Einen direkten Einfluß der Produkte kai mineral und kai geos kann ich insofern generalisiert ausschliessen, dafür habe ich genug Bespiele aus sangokai Becken, in denen Lederkorallen perfekt stehen. Das kai geos wird ja eh nur 1x die Woche dosiert und das kai mineral schafft nun auch keine extrem starke Partikelbeladung des Wassers.

    Es kann ein temporäres Problem sein, dass sich mit der Zeit wieder gibt. Gerade wenn man manche Lederkorallen frisch einsetzt, sind die manchmal wochenlang am häuten. Genauso gut kann es ein Ctenochaetus sein, der sich freut, wenn die Polypen rauskommt und die erstmal "auslutscht". Hast Du auf den Lederkorallen sessile Ctenophoren (Rippenquallen) sitzen? Sind in der Umgebung aggressive LPS wie Galaxea?

    Ich habe auf Deine Problematik keine direkte und plausible Antwort/Erklärung.

    Grüße
    Jörg

    Zitat

    Original von Koberstaedt
    Die von Jörg vorgeschlagenen Maßnahmen würde ich auch so treffen, nur bezüglich der Steine nicht, da bin ich eher bei Joe. In den Steinen wird es trotz des"Störfalls" immer noch von Mikroorganismen wimmeln und zwar vor allem von solchen, die sich in der Vergangenheit bei Deinen konkreten Beckenverhältnissen gut entwickelt haben.

    Hallo zusammen,

    so verwundert, wie Ihr jetzt offenbar seid, bin ich es jetzt!!!. Joe, würdest Du einem Kunden die Steine, die Kevin jetzt gerade wie auf dem Foto dokumentiert eingelagert hat, als qualitativ gutes Lebendgestein verkaufen? Und Bernd, wo wimmelt denn da was? Joe, die Nährstoffe waren in den Steinen, dort wo sie im Hauptbecken lagen, abgebunden, jetzt werden sie unter Umständen mit der Zeit freigesetzt! Das wird ein Problem werden!

    Das sind doch Steine, die offensichtlich aus dem Unterbau stammen, wo kein Licht und kaum Strömung vorhanden war, die kompletten Aufwuchsorganismen sind so gut wie weg. Das einzige, was passiert sein wird, ist dass die Steine sedimentiert sind und die Oberfläche verdichtet ist, dass sie Nährstoffe eingelagert haben. jetzt wiederum sind sie ins Technikbecken gekommen, wo plötzlich wieder sauerstoffreiches Wasser hinkommt und sich dort Bakterien ansiedeln. Die Depots können sich rücklösen, oder, jetzt wo wieder Licht hinkommmt, werden sich womöglich Algen und phototrophe Bakterie ansiedeln und die Steine in unansehnliche Algenbeläge verhüllen.

    Und ausserdem ist doch nicht der gesamte Aufbau aus Kermaik neu, doch nur der Mittelteil. Ihr tut so, als wäre das Becken selbst tot und das Technikbecken mit den Lebenden Steine wäre jetzt Ausgangspunkt für neues Leben. Das ist doch fern der Tatsachen. Es sind genug Bakterien und nützliche Organismen im Hauptbecken, es gilt nur zu verhindern, dass sich die Rückstände aus den alten lebenden Steinen im Technikbecken nun bemerkbar machen.

    Man kann sich ja über viele Dinge produktiv streiten, aber dass ihr tatsächlich der Ansicht seid, dass die auf den Fotos gezeigte, übrig gebliebene schlechte Qualität der Steine im Filterbecken positiv für das Gesamtsystem sei, das finde ich schon bemerkenswert ....

    Jörg

    Hi Kevin,

    naja, lebende Steine sind das in Deinem Technikbecken schon lange nicht mehr. Das was da alles ein- und abgelagert ist, ist für die weitere Beckenentwicklung nicht förderlich.

    Die Steine hätte ich gar nicht mehr zwischengelagert, sondern sie (wenn Du Dich davon nicht trennen wolltest) abgespült, 2-3 Wochen in wechselndem Süßwasser gewässert, und dann eingelagert. Ich würde nun alle(!) rausnehmen und das ganze Technikbecken mal komplett sauber machen, einen Wasserwechsel machst Du dann ja automatisch. Abschäumer solltest Du schön feucht einstellen, lieber so, dass er etwas heller abschäumt, dadurch bekommst Du auch mehr Bakterien aus dem Wasser, und dann sollte auch der Einfluß auf den Nährstoffhaushalt abnehmen. Ozonisierung würde ich auf jeden Fall dauerhaft empfehlen, und dann Kohle hinter den Abschäumerauslauf platzieren. Dann würde ich das Becken einfach laufen lassen.

    Ich habe mir ehrlich gesagt den aktuellen Zustand deutlich schlimmer vorgestellt, das sieht zzwar gerade alles nicht pralle aus, aber ich hab damit gerechnet, dass kaum mehr Korallen leben.

    Was Phosphat und Nährstoffe angeht: Du bist derjenige, der dass beurteilen muss, was gut ist und was gegenteilig wirkt. Wenn Du sagst, Phosphat tut Deinen Korallen gut, okay, dann ist das so. Aber dass Du cyanos bekommst, nachdem Du eine Flasche P+ dosiert hast, das wundert mich auch nicht. Derzeit sind Zusammenhänge einfach unglaublich schwer zu erkennen oder nachzuvollziehen, ich würde daher auch für alle Optionen, die Dir hier genannt werden, offen bleiben.

    Grüße
    Jörg

    Hallo Kevin,

    nicht, dass ich jetzt auch noch meinen Senf dazugeben wollte, und ehrlich gesagt habe ich auch gerade nicht mehr den Überblick, was Du jetzt wie gemacht hast. Poste doch bitte mal ein aktuelles Bild vom Becken und vom Technikbecken, damit man mal sieht, über was wir eigentlich sprechen.

    Ich kann Claude nur recht geben, mit einer Anhebung des Nährstoffgehalts wirst Du nichts erreichen, was auch immer Dein Phosphat umwandelt, es sind nicht die Korallen... Und offenbar sterben die so oder so, also hör mal auf, soviel Nährstoffe ins Becken zu schütten. Das nutri-complete wird Dir auch nicht helfen, um die Korallen zu retten, die werden mit den dosierten Nährstoffen auch nichts anfangen können. Ingrid glaube ich wars hat auch recht, wenn Du soviel Korallen verlierst, dann hast Du darüber einen Nährstoffeintrag.

    Und schließlich ist Dietmars Beitrag auch richtig, Du hast viele Tipps und Ratschläge erhalten, aber der bisher eingeschlagene Weg bringt Dein Becken auch nicht aus der Minsere, und Du bist leider der einzige, der an dem Becken etwas unternehmen kann. Ob Du keine Lust mehr auf Lebendgesteingestapel hast oder nicht, hat doch nichts mehr der jetzigen Situation zu tun, dass Du die Keramik zumindest vorübergehend wieder entfernst. Hauptsache, dass Becken läuft wieder. Riffgestein gehört auch nicht ins Technikbecken, sondern ins Hauptbecken, wo es ordentlich beströmt und beleuchtet werden kann.

    Wie gesagt, ich will jetzt in keine Kerbe hauen, aber ganz aktuelle Fotos wären hilfreich und Deine Maßnahmen, 500 mL Phosphor+ ins Becken zu schütten, ist kontraproduktiv. Ich weiß, wieviel Phosphat da drin ist... und das ist eine riesen Menge für ca. eine Woche. Was drin ist, ist drin, und kommt irgendwann wieder zum Vorschein.

    Ich schlage also vor, dass wir nochmal ganz systematisch anhand der Bilder zusammen überlegen, was Du tun kannst. Aber ich würde auch das Becken erstmal wieder so umgestalten, dass die Keramik keinen einfluß mehr auf das System nehmen kann. Dann kann man im Nachgang immer noch Ursachenforschung betreiben.

    Tut mir auch sehr Leid, was da passiert ist, keine Frage!
    Liebe Grüße
    Jörg

    Hi,

    wenn Du das Becken sehr hoch planst, landest Du nachher bei min. 20 mm Glas, das muss erstens auch inkl. Wasser der Boden tragen, zweitens hast Du dann abzgl. der Glasdicke nur noch ca. 50 cm effektive Beckentiefe, und das sieht nachher ehrlich gesagt sehr merkwürdig aus, wenn das Becken hoch ist. Nicht nur, dass Du bezogen auf die Beckenhöhe gar keine Tiefenwirkung durch welche Dekoration auch immer erzeugen kannst, wird Dir sogar im Gegenteil die Dekoration die Sichttiefe optisch eher noch kleiner machen, als sie ohnehin schon ist. Was die optische Verzerrung bei dickem Glas angeht, würde ich sogar zu Acryl raten, mit allen Nachteilen bei großen Flächen, die Du regelmäßig putzen musst. Vorteil ist aber die sehr guten optischen Eigenschaften und die geringere Masse.

    Ich würde da ein schönes "normales" Becken draus machen, mit 60 cm Glashöhe und 55 mm Wasserstand, das spart Dir eine Menge Stress...

    Jörg

    Hallo Michael,

    Strontium ist im kai mineral enthalten, und zwar in Dosiermengen, die eine Aufrechterhaltung eines optimalen Strontiumgehalts ermöglicht. In der Tat wird man allerdings keinen gravierenden Mangel damit ausgleichen können, der z.B. dadurch verursacht ist, dass Meersalzmischungen kein Strontium oder zu wenig Strontium enthalten.

    Was das Problem mit Deinen Korallen angeht, kann ich darüber leider absolut nichts sagen, weil mir gar keine Infos zur Verfügung stehen, die Deine offenbar schon vor der Dosierung der sangokai Produkte bestehende Problematik im Ansatz erklären würden. Du kannst Dir gerne den Anamnesebogen von der sangokai Webseite runterladen und den zusammen mit ein paar Bildern Deines Beckens und Technikbeckens an mich schicken. Gerne schaue ich mir das mal an. Es kann aber daran liegen, dass Du z.B. im Nährstoffhaushalt grenzwertig arbeitest, und mit den sangokai Produkten Deine Nährstoffexportsysteme noch weiter ankurbelst, was eben zu einer Nährstoffarmut führt. Es kann auch der umgekehrte Fall sein, dass Du mit einer Nährstoffanreicherung zu tun hast, und nun führst Du mit der sangokai Produktlinie Mikronährstoffe zu, die Deinen Bakterienhaushalt verbessern, sodass bestimmte Mikroben anfangen, Nährstoffdepots abzubauen. Hier wird dann oft im Rahmen einer Erstverschlechterung der v.a. der Phosphatgehalt angehoben. Das sind nur zwei Varianten. Einige andere gibt es auch noch, aber wie ich schon sagte, wir sollten hier im Einzelfall genau prüfen, was Sache ist. Dafür brauche ich aber weitere Daten zu Deinem Becken. Es gibt immer etwas zu optimieren!

    Danke für Deinen produktiven Beitrag!

    Liebe Grüße
    Jörg

    Zitat

    Original von Koralle22
    Das es Deiner Meinung nach nicht an den Ai Sol liegt, beruhigt mich sehr.

    Hmm... zu sehr beruhigt solltest Du darüber nicht sein, denn ausschliessen kannst Du es nicht, im Gegenteil. Bei einer hohen Strahlungsintensität insbesondere im energiereichen Blaubereich kann es durchaus sein, dass die Korallen vermehrt Zooxanthellen aus dem Gewebe ausstoßen, und die können sich insbesondere auf dem Sand ansieden und hier eine Weile vor sich hinleben. Du hast auch viele Cyanobakterien im Becken, da ist ein zu hoher Blauanteil in der Beleuchtung eher kontraproduktiv, ggf. sogar die Ursache. Ich halte einen Zusammenhang mit der Blaulastigkeit für sehr wahrscheinlich.

    Im Übrigen hast Du den linken Aufbau ziemlich "klotzig" gestaltet, damit hast Du zum einen wenig Stellfläche, zum anderen ist das aber eine Senke für partikuläre Einlagerungen, die Dir langfristig Probleme machen werden. Vielleicht überdenkst Du den Aufbau nochmal, jetzt wo das Becken prinzipiell noch recht jung ist. Vor allem wenn Du wie Du es andeutest viel mit Staubfutter arbeitest, entwickelst Du darüber langfristig eine Nährstoffbombe.

    Grüße
    Jörg

    Ab heute ist ein brandneuer Artikel auf http://www.sangokai.de online, der sich mit der kombinierten Anwendung von sangokai Produkten mit der Keramik von Riffsystem (Mirjam Berghammer) beschäftigt.

    In dem Artikel diskutiere ich auf sehr fachlichem Niveau allgemeine Funktionsprinzipien der Aquariengestaltung in Zusammenhang mit der Wirkung der sangokai Grundnährstoffversorgung. Das Kapitel Aquariengestaltung wird hier sehr intensiv erörtert, ich denke, da ist für jeden etwas dabei.

    Viel Spaß beim Lesen und einen schönen 1. Mai.

    Grüße
    Jörg