Hallo Hans-Werner,
ich habe das Becken von Guido noch mal genauer durchgerechnet, und bin
zu folgendem Ergebnis gekommen :
Aragonit-Übersättigung bei pH 8,2 500 mg Ca und kH 6,5 = 4,68.
Nach Zugabe von 3 g Natron auf 100 l : Aragonit-Übersättigung = 5,89.
Da der Bereich ab 6 als kritisch angesehen wird, muss ich dir recht geben,
dass wir hier möglicherweise schon mit einer Calciumkarbonat-Fällung rechnen
können.
Worum es mir ging, und da hätte ich den genannten Fall besser vorher
gerechnet, ist, die Mär von dem einfachen Zusammenhang mehr KH =
weniger Ca in Frage zu stellen. Es genügt eben nicht, nur ein scheinbar
statisches Löslichkeitsprodukt zu betrachten, da wir hier die pH-abhängige
Carbonatspeziation und den CO2-Austausch unseres halboffenen Systems
beachten müssen. Auf deutsch gesagt : Wenn wir in Calcium und Karbonat-
härtebereichen ähnlich wie in der Natur liegen, bringt Natronzugabe nur
mehr kH, aber nicht weniger Ca. Wenn wir deutlich drüber liegen (und
500 mg Ca ist deutlich drüber), dann kann es zu Calciumkarbonatfällungen
kommen, das heißt, dass Ca abnimmt und kH nur wenig zunimmt. Da
spielen dann aber auch Faktoren wie Gasaustausch (Abschäumer!) und
Tierbesatz eine Rolle.
FrankE : Ich würde nie Randy Holmes-Farley in Frage stellen, er ist
für mich der Beste in diesem Gebiet ! Worauf er aber mit seiner "balanced
combination" hinauswill, das ist die dem Verbrauch entsprechende
Calcium- und Carbonatzugabe, damit sich am Ende nicht eine Substanz
im Becken anreichert.
@Guido : Bei kH < 6 Die Balling-Zugabe GANZ LANGSAM wieder anfangen.
Nicht gleich volle Dosierung, sondern über tägliches Messen herauskriegen,
was für DEIN BECKEN optimal ist.
Armin