Beiträge von Armin Glaser

    Hallo Christian,

    wenn du deinen kH-Wert mit einem 2. Test bzw. beim Händler
    überprüft hast und er stimmt, dann mach am Besten folgendes :

    Kalkreaktor runterfahren (Durchfluss UND CO2). Dabei sinkt zwar auch
    dein Ca-Gehalt wahrscheinlich etwas, aber bis 360 mg/l ist das unbedenklich.

    Wenn du es auf diese Weise nicht allmählich in Griff bekommst, dann reduzier
    den Kalki noch mehr und dosier etwas Calciumchloridlösung zu. Die Erklärung
    dazu findest du im Artikel "Calcium und Karbonathärte" im Meerwasser-
    aquarianer 03/2003.

    Gruß Armin

    Hallo Hans-Werner,

    ich habe das Becken von Guido noch mal genauer durchgerechnet, und bin
    zu folgendem Ergebnis gekommen :
    Aragonit-Übersättigung bei pH 8,2 500 mg Ca und kH 6,5 = 4,68.
    Nach Zugabe von 3 g Natron auf 100 l : Aragonit-Übersättigung = 5,89.
    Da der Bereich ab 6 als kritisch angesehen wird, muss ich dir recht geben,
    dass wir hier möglicherweise schon mit einer Calciumkarbonat-Fällung rechnen
    können.

    Worum es mir ging, und da hätte ich den genannten Fall besser vorher
    gerechnet, ist, die Mär von dem einfachen Zusammenhang mehr KH =
    weniger Ca in Frage zu stellen. Es genügt eben nicht, nur ein scheinbar
    statisches Löslichkeitsprodukt zu betrachten, da wir hier die pH-abhängige
    Carbonatspeziation und den CO2-Austausch unseres halboffenen Systems
    beachten müssen. Auf deutsch gesagt : Wenn wir in Calcium und Karbonat-
    härtebereichen ähnlich wie in der Natur liegen, bringt Natronzugabe nur
    mehr kH, aber nicht weniger Ca. Wenn wir deutlich drüber liegen (und
    500 mg Ca ist deutlich drüber), dann kann es zu Calciumkarbonatfällungen
    kommen, das heißt, dass Ca abnimmt und kH nur wenig zunimmt. Da
    spielen dann aber auch Faktoren wie Gasaustausch (Abschäumer!) und
    Tierbesatz eine Rolle.

    FrankE : Ich würde nie Randy Holmes-Farley in Frage stellen, er ist
    für mich der Beste in diesem Gebiet ! Worauf er aber mit seiner "balanced
    combination" hinauswill, das ist die dem Verbrauch entsprechende
    Calcium- und Carbonatzugabe, damit sich am Ende nicht eine Substanz
    im Becken anreichert.

    @Guido : Bei kH < 6 Die Balling-Zugabe GANZ LANGSAM wieder anfangen.
    Nicht gleich volle Dosierung, sondern über tägliches Messen herauskriegen,
    was für DEIN BECKEN optimal ist.

    Armin

    Hallo Frank,

    das stimmt so nicht ganz. Die Zugabe von Hydrogencarbonat senkt im
    Normalfall den Ca-Gehalt NICHT ! Zu den von dir genannten Ausfällungen
    kann es nur bei extrem hohen Ca-Werten oder bei hohem pH kommen.
    Die Zugabe von Hydrogencarbonat senkt aber im Meerwasser den pH etwas,
    bzw. stabilisiert ihn im Bereich von etwa 8,1.

    @Guido :
    Ruhig bleiben, nicht gleich solche Mengen von Hydrogencarbonat oder
    anderem zusetzen !
    Achte auf guten CO2-Austausch (Abschäumer, Oberflächenbewegung).
    Dosier erst mal gar nix, behalte die kH im Auge und fang bei kH 6 wieder
    mit Balling an, aber alle 3 Komponenten ! Dein Ca-Gehalt ist unbedenklich,
    die Korallen freuen sich höchstens drüber, und im schlimmsten Fall lagert
    sich irgendwo mal ein bisschen Kalk ab, zB in den Pumpen.

    Gruß Armin

    Hallo Ilja,

    fast richtig, bloß umgekehrt :
    Das Molgewicht wird mit der Wertigkeit MULTIPLIZIERT.
    40 Mol Ca++ sind 80 eq. (das steht tatsächlich falsch auf der genannten Internetseite, trau keiner Info aus dem Netz ;)).

    Das bedeutet, dass die gleiche Menge Austauscherharz nur halb so viele
    Calciumionen wie Natriumionen aufnehmen kann.

    Gruß Armin

    Hallo Hans-Werner,

    du schneidest einfach immer die interessantesten Themaen an,
    das muss ich dir lassen.

    Für die Bingman/Atkinson-Werte würde ich auch nicht meine Hand ins
    Feuer legen und Harkers Kritik habe ich sehr interessiert gelesen. Aber so
    ganz auf der Höhe der Technik ist der Gute leider nicht. Und dass er erst
    den anderen vorwirft, sie könnten Meerwasser nicht richtig messen und
    dann stolz verkündet, dass er seine Messungen nach EPA 200.7 durch-
    geführt hat (dem US-Standard zur Messung von Spurenelementen in
    SÜSSWASSER !), macht ihn auch nicht richtig vertrauenserweckend.

    Du weißt, ich guck mir auch ab und zu mein Wasser mit dem Mikroskop
    an :winking_face: , und dass ich dabei mehr Spurenelemente finde als im Meerwasser,
    ist vollkommen logisch.
    Das ist für mich allein schon deswegen logisch, weil jeder Chemiker, der
    Meerwasser mit extrem niedrigem Schwermetallgehalt verwenden will, den
    NIST-Standard, also echtes Meerwasser verwendet, da ihm kein Hersteller
    dieser Welt Salze anbieten kann, die so wenig Schwermetalle (auch
    Spurenelemente genannt) enthalten.

    Deshalb, und aus ein paar anderen zum Teil schon von anderen genannten
    Gründen, gehöre auch ich der Gemeinde der Wasserwechlser an.
    Und wenn ich statt Tropic Marin Spuris immer brav mein Tropic Marin
    Meersalz verwende können wir doch beide damit leben :winking_face:

    Gruß Armin

    Hallo Klaus,

    wie immer erst mal die üblichen Fragen :
    - wie hast du den pH gemessen ?
    - wann hast du zuletzt deine pH-Elektrode kalibriert ?
    Übrigens: Das "abends" soll wohl "morgens" heißen, denn dann ist der pH am
    niedrigsten.

    Überprüf erst mal deine Messung, der Schwankungsbereich an sich
    (0,45) ist oK. Wenn die Tiere oK sind, tu ansonsten gar nichts, wenn nicht
    hast du die Möglichkeit, dein CO2 am Kalkreaktor runterzuregeln.

    Gruß Armin

    Hallo Hans-Werner,

    da sind wir ja wieder bei unserem alten Thema :winking_face:
    Du hast schon recht, sowohl bei der Ca, als auch bei der Mg-Zugabe
    als Hydrogencarbonat steigt mit der Zeit die kH an (kannst du dich
    noch an den Artikel im MA 3/2003 erinnern ?).

    Die Zufuhr mit der Sulfat/Chloridmischung ist dafür aber m.E. keine
    optimale Lösung, besser ist Ca UND Mg-"Balling", dabei die kH im Auge
    behalten und bei Bedarf den Ca und Mg-Chloridanteil zu erhöhen.

    Gruß Armin

    Hallo zusammen,

    spannendes Thema, ich würd's auch gerne genau wissen. Von der
    Phosphattheorie bin ich wegen meinen eigenen Erfahrungen nicht überzeugt,
    aber eine bessere habe ich auch noch nicht.
    Ich wäre aber sehr interessiert, ein paar besonders brüchige Skelettstücke
    im Labor zu untersuchen. Wer sowas hat, bitte eine PN schicken.

    Gruß Armin

    Hallo Marcus,

    wie du richtig vermutest, ist das Natriumverhältnis nicht egal.
    Auch wenn noch nie systematisch untersucht worden ist, wie
    und ab welchen Abweichungen sich die Veränderung der Salzzusammen-
    setzung auswirkt, sollte man sich immer an den natürlichen Verhältnissen oreintieren.
    Die Mg-Zugabe mit Mg-Chlorid und Mg-Sulfat ist keine optimale Methode.
    Sie geht nur vom Verhältnis Chlorid zu Sulfat im Meerwasser aus, gleicht
    aber den Chlorid- und Sulfatzusatz nicht aus. Mit der Zugabe von NaCl-freiem
    Salz kannst du den Chloridüberschuss ausgleichen, den Sulfatzusatz nicht.
    Außerdem, wie du ja selbst bemerkt hast, stellt sich dadurch auf Dauer ein
    Natriummangel ein.
    Besser ist es, Magnesium wie Calcium als Chlorid mit Natron zusammen
    zuzugeben, da es ja auch wie Calcium als Karbonat verbraucht wird. Dann
    kannst du mit NaCl-freiem Salz das überschüssige Natrium und Chlorid
    ausgleichen.

    Gruß Armin

    Hallo Michael,

    ich hab mir das Teil mal bei atromedia geholt. Bin aber damit nicht glücklich
    geworden.
    Jetzt habe ich ein Feines von Krüss, das auch eine vernünftige Skala hat.
    Schau ab und zu bei ebay, da kann man sowas manchmal bekommen.
    Achte aber drauf, dass es aus zwei Röhren besteht, also eher wie ein
    Fernglas und nicht wie ein Fernrohr aussieht, sonst hat es keine Skala.

    Gruß Armin

    Hallo Pedro,

    wahrscheinlich meinst du mit Schwefelgeruch eher Schwefelwasserstoff,
    also Geruch von faulen Eiern, oder ? Wenn das so ist, dann ist deine
    Durchflussrate zu gering, es wird nicht nur Nitrat verbraucht, sondern auch
    Sulfat. Schnell ändern, denn das entstehnde Zeug (Schwefelwasserstoff) ist
    giftig. Erhöhe den Durchfluss so lange, bis der Geruch weg ist. Dann arbeitet
    dein Reaktor im optimalen Bereich.

    Gruß Armin

    Hallo Markus,

    sicher kannst du mit MgCl2 arbeiten. Das ist sogar besser, als wenn du
    Chlorid und Sulfat (SO4) nimmst. Die Cl/SO4-Methode ist eigentlich noch
    aus der "Vor-Balling-Zeit", man hatte sich dabei nur an dem Verhältnis
    der häufigsten Anionen im Meerwasser orientiert, eben Chlorid und Sulfat.

    Das Problem ist aber, dass Magnesium, genau wie Calcium, als Karbonat (CO3)
    verbraucht wird. Somit bleibt Chlorid und Sulfat übrig. Das Chlorid kann man
    durch die Ballingmethode kompensieren, das Sulfat reichert sich an. Also
    lässt man es besser weg.

    Gruß Armin

    Hallo Ilja,

    das find ich ja richtig interessant, dass andere die gleiche Erfahrung machen
    mussten wie ich. In der Literatur hatte ich noch nie was über das aggressive
    Verhalten des C.strigosus gefunden und bisher hatte es noch niemand,dem
    ich es erzählt hatte, nachvollziehen können.
    Mein Strigosus hat 2 Salarias auf dem Gewissen, der erste davon war ein
    alteingesessenes Prachtexemplar, der sich sonst von niemand was vormachen ließ.

    Ich kann dir nach meinen Erfahrungen, die sich auf ein 1500 l Becken beziehen,
    wo sie sich eigentlich hätten aus dem Weg gehem können, nur sagen :
    Versuche einen der beiden rauszufangen, sonst überlebt es der Salarias auf
    Dauer nicht !

    Gruß Armin

    Hallo Aquarius,

    das ist genau der Unterschied zwischen autotroph und heterotroph :

    Autotrophe Organismen (zB Algen) können das (anorganische) Carbonat
    als Kohlenstoffquelle nutzen, heterotrophe Organismen brauchen stattdessen
    organischen Kohlenstoff.

    Gruß Armin

    Hallo Michael,

    mein Verdacht bestärkt sich, dass das Problem von deiner Kalkwasserzufuhr
    herrührt. 2 Liter auf 112 L Beckeninhalt sind auch einiges. Nimmst du ab-
    gesetzte, klare Lösung, oder wird sie trübe gerührt (= übersättigt?).
    Du schreibst, dass du 50 ml alle 20 min zugibst. Dann läuft deine Dosierung
    also mehr als 13 Stunden, somit auch während Phasen mit höherem pH, was
    das Fällungsrisiko immens steigert. Der Belag, den du beschreibst, passt da
    genau dazu.

    Mein Tip wäre : weniger Kalkwasserzugabe und nur in den Stunden vor dem
    Einschalten der Beleuchtung (=pH-Minimum).

    Gruß Armin

    Hallo zusammen.
    Kaum schaut man mal ein paar Tage nicht rein, verpasst man gleich
    was interessantes :winking_face:

    Thomas: Das fehlende Kalium ist kein Problem. auch Standard-Meerwasser
    nach DIN 50900 enthält kein Kalium.
    Den Zusatz der Schwefelsäure kann ich mir nur mit der längeren Haltbarkeit
    erklären, PO4 ist nun mal äußerst lecker für Bakterien, genau wie NO3.
    Deshalb würde ich einen Phosphor- und Stickstofffreien Standard ansetzen,
    und P und N nur direkt zur Messung zusetzen.

    Gruß Armin

    Hallo Kerstin,

    na so ein Zufall, rate mal was wir vorletzte Woche gerade untersucht haben :grinning_squinting_face:

    Das Problem bei den Leistungsmessgeräten ist, dass sie die SCHEINLEISTUNG
    messen. Und die liegt bei einer HQI etwa beim Doppelten der Wirkleistung.
    Das macht die Drosselspule im Vorschaltgerät.
    Aber kein Grund zur Sorge. Bezahlen musst du an den Stromlieferanten nur
    die Wirkleistung, die bei HQIs in etwa dem Wert, der auf dem Leuchtmittel
    steht, entspricht. Wenn du ihn messen willst : Kauf dir ein altes Stromzählwerk
    im Baumarkt, die messen tatsächlich die Wirkleistung.

    Gruß Armin

    Hallo Michael,

    ein interessantes Phänomen. Eine derart schnelle Salinitätsabnahme kann
    eigentlich nur mit der Art der Kalkwasserzugabe zusammenhängen.
    Durch die direkte Einleitung in den Abschäumer können temporäre
    Ausfällungen wie Magnesiumhydroxid, die sich normalerweise wieder lösen,
    möglicherweise direkt abgeschäumt werden. Dafür spricht auch die Abnahme
    des Mg-Werts.

    Versuch mal das Kalkwasser woanders zuzugeben, möglichst an einer gut
    durchströmten Stelle in der ersten Filterkammer, wo einerseits Apatite
    sedimentieren können und andererseits Hydroxide sich wieder auflösen können.

    Gruß Armin

    Hallo Henry,

    ein kleiner Hinweis zu dem Laborergebnis, der die Sache leider aber nicht
    einfacher macht :
    Viele Labors haben keine Erfahrung mit Meerwasseranalytik. Sie können dir
    dann zwar zu Trinkwasserbelastungen u.ä. genaueste Ergebnisse liefern,
    scheitern aber an der speziellen Problematik Meerwasser. Ich habe selbst
    schon einige lustige Zahlen von süddeutschen Labors erhalten, die gerade
    bei Ca und Mg viel zu niedrig waren. Frag doch zur Sicherheit mal bei deinem
    Labor nach, ob sie regelmäßig Meerwasseranalytik betreiben. Auch die verwen-
    dete Methode wäre interessant.

    Das wichtigste wurde schon von anderen erwähnt : Benutze deine Tests, um Veränderungen zu beobachten.
    Wenn du den gleichen Test immer unter den gleichen Bedingungen
    verwendest, ist das schon mal eine gute Voraussetzung. Beim häufigen
    Wechsel der Tests hast du das Risiko, dich von den Eigenheiten des
    jeweiligen Tests verwirren zu lassen. Deshalb den neuen Test nehmen,
    solange noch was vom alten übrig ist und mit einer Vergleichsmessung fest-
    stellen, was im gleichen Wasser A zund B anzeigen.

    Wenn du etwas Geduld hast : Im Meerwasseraquarianer 4/04 wird es einen
    ausführlichen Artikel zu diesem Thema geben.

    Gruß Armin

    Hallo Florian,

    ich habe sehr gute Erfahrungen mit L. wurdemani gemacht, 2 Exemplare
    halten ein 1500 l Becken glasrosenfrei, das vorher gut mit Aiptasien belebt war.
    Es ist nur Glücksache, ob du wirklich glasrosenfressende Wurdemani bekommst,
    oder was anderes (ich bin mir nicht sicher, ob es am Individualverhalten liegt,
    oder ob ähnlich aussehende Arten im Umlauf sind).
    Zum Glück gibt es einen ganz einfachen Trick : Lass deinen Händler vor dem
    Kauf eine Aiptasie zu den Wurdemanis reinwerfen. Wenn sie sofort darauf
    losgehen und sie fressen : Kaufen und du bist alle Aiptasiensorgen los.

    Armin

    Hallo,

    die beiden Methoden können sich nicht gegenseitig ersetzen,
    aber ergänzen. Die eine erhöht die Karbonathärte, die andere
    (fast) nicht.
    Kalkwasser führt nur zu Problemen, wenn es direkt ins Becken
    gegeben wird. Führt man es ins Filterbecken (1.Kammer), so dass
    sich die phophathaltigen Sedimente so absetzen können, dass sie
    gelegentlich entfernt werden können, besteht das Problem nicht mehr.

    Gruß Armin

    Hallo Michael,

    ich habe andere Erfahrungen gemacht. Obwohl ich die 2. Kammer des
    Filterbeckens als Ablegerbecken nutze, kann ich auch dort problemlos von Zeit
    zu Zeit die Ablagerungen absaugen. In der 1. Kammer sowieso.
    Den Widerspruch zu Sprung sehe ich nicht, vor allem da er von Schwebstoffen
    schreibt und wir von ausgefälltem Hydroxylapatit und Phosphat reden, das sich
    wesentlich leichter ablagert.

    Gruß Armin

    Hallo Michael,

    die Erklärung für das, was du "Sättigung" nennst, hast du doch mit dem
    Hüster-Zitat schon gegeben. Es handelt sich hier um einen Gleichgewichts-
    effekt, wenn die Menge des durch Kalkwasser ausgefällten PO_4 gleich der
    Menge des durch Bakterien u.a. rückgelösten PO_4 ist, dann hat man den
    Anschein einer Sättigung.
    Entstehen kann dieser Zustand auf längere Zeit, wenn Kalkwasser direkt ins
    Becken gegeben wird. Im Gegensatz zu den (Kilo-)meterdicken Sediment-
    schichten im Meer geht im Aquarium nichts wirklich verloren. Spätestens
    durch grabende Tiere kann auch im tiefsten Bodengrund verstecktes
    irgendwann wieder auftauchen. Eine Ausnahme bilden höchstens Korallen-
    skelette, die bestenfalls in geringem Maß durch bohrende Organismen
    zersetzt werden.
    Und natürlich Wasserwechsel, Filter und Eiweißabschäumer : Was im Klo
    landet, ist wirklichn weg :smiling_face:

    Vermeiden läßt sich dieser Effekt einigermaßen sicher, indem das Kalkwasser
    in die vordere Filterkammer des Unterbeckens gegeben wird, dann hat man
    zwei Sedimentationskammern, deren Ablagerungen natürlich auch von Zeit
    zu Zeit entfernt werden müssen.

    Gruß Armin

    Hallo Andrea,

    ich würde auf jeden Fall nichts vorschnelles unternehmen.
    Prüfe deine Werte erst mal mit einem 3. oder auch 4. Test (Händler,
    Freunde).
    Es geht hier um Wasserwerte, die nicht akut bedrohlich sind.
    Interessant ist auf alle Fälle, was hast du für eine Salinität (oder
    meinetwegen auch Dichte bei welcher Temperatur) ?
    Was gibst du deinem Wasser zu (Kalkreaktor, Ca-Lösungen ...) ?

    Gruß Armin

    Zum Trinken würd ich's auch nicht gerne nehmen, aber für die Aquaristik
    hat ein Na-basierter Ionenaustauscher durchaus seine Vorteile und wird
    deshalb bei Großanlagen auch fast immer eingesetzt :
    Das Calcium wird durch Natrium ersetzt, das Natrium wird (größtenteils) von der
    UO zurückgehaltenund das Calcium kann die Membrane nicht mehr
    verblocken.

    Armin

    Hallo Henry,

    das ist komisch, dass der ältere Test niedrigere Werte anzeigt als der neue.
    Eigentlich kann sich beim kH-Test nur die Säure verflüchtigen, und dann
    würden höhere Werte angezeigt werden. Deshalb würde ich eher auf eine
    Chargenabweichung tippen.

    Gruß Armin

    Hallo Frank,

    da hatte ich dich wohl falsch verstanden, der pH wurde also durch den
    Abschäumer niedriger ? Kann es sein, dass dein Raum schlecht belüftet ist ?
    Der Abschäumer sorgt für besseren Gasaustausch, das bedeutet
    normalerweise, dass CO2 aus dem Wasser ausgetrieben wird, kann aber bei
    unbelüfteten Räumen, in denen sich viele Menschen aufhalten, auch bedeuten,
    dass CO2 ins Wasser eingetragen wird.

    Gruß Armin

    Hallo Daniel,

    das beste ist eine Kombination aus beidem.
    Schaltest du sie im Kreis, ist die Gesamtströmung deutlich größer,
    schaltest du sie gegeneinander, dann wird die Strömung "chaotischer"
    und erreicht mehr tote Winkel.
    Als Optimum hat sich bei mir herausgestellt die Pumpen für jede Richtung je
    5 Minuten laufen zu lassen, mit einer Minute Überlappung. Daraus ergibt sich
    3 Minuten links rum, 1 Minute Chaos, 3 Minuten rechts rum usw.

    Gruß Armin

    Hallo Frank,

    so ganz schlau werd ich aus deiner Beschreibung nicht. War der pH VOR
    dem Einschalten des Abschäumers höher oder danach ? Um welche Uhrzeit
    hast du jeweils den pH gemessen ? Womit misst du den pH-Wert ?
    Was passieren kann, ist ein zu geringer Gasaustausch ohne Abschäumer. Da
    kann sich nachts sehr viel Kohlendioxid im Wasser anreichern und den pH
    bis morgens auf so geringe Werte bringen. Probiers mal mit weiter laufendem
    Abschäumer und lass nur den Topf oben weg, wenn du dein Wasser
    "dreckiger" haben willst.

    Gruß Armin

    Hallo Sven,

    erstmal ne Frage : was ist das für ne Methode mit dem Organo-P
    in der Mikrowelle ? Normalerweise misst man organisches P nach
    einem heißen Aufschluss mit einem Oxidationsmittel, dass das mit
    Erhitzen allein klapp, wäre mir neu.

    Zu deinem Si-Problem : Es kann gut sein, dass du dir da ein paar
    Kieselalgen gekocht hast, die du vorher bei der Messung nicht erfasst
    hast. Wahrscheinlicher ist aber, dass es zu einer Verunreinigung kam.

    Gruß Armin

    @Mark

    Du bist aber hartnäckig. Gut, dann mach ich's mal ausführlicher :

    Weder bei Merck

    http://chemdat.merck.de/cdrl/catalog/s…index_body.html

    noch in sonst einer Chemiedatenbank dieses Planeten findest du eine Substanz
    namens PHSO4, die übrigens das gleiche wäre wie HPSO4 (wer Wissen hat ist
    klar im Vorteil). Das liegt daran, dass in dieser Verbindung Phosphor die Oxi-
    dationsstufe +I haben müßte, dieser aber unter irdischen Bedingungen nur
    in den Stufen +III, +V und -V existiert. Oder wird das Zeug von UFOs geliefert ?

    Zum nächsten Punkt : du schreibst richtig, dass Händler die Niedrigsalzmethode
    als QUARANTÄNE anwenden (und zur Krankheitsbehandlung). Ich und alle
    anderen tierliebenden Menschen wollen unsere Pfleglinge aber nicht lebenslang
    in Quarantäne halten.

    Oder kannst du dir vorstellen, dein ganzes Leben im Krankenbett zu verbringen ?