Beiträge von Armin Glaser

    Hallo,

    um Missverständnisse gleich zu vermeiden : ich bin auch kein Bryopsisfan, und weiß nur zu gut,
    dass die Mistviecher gerne Steinkorallen überwuchern, wenn man kurz mal nicht aufpasst.

    Aber ich habe einen "Waffenstillstandsvertrag" mit ihnen geschlossen : Sie wachsen in bestimmten Regionen
    und ich ernte sie einmal die Woche ab, was ein hervorragender Nährstoffaustrag (v.a. PO4) ist.

    Das das gar kein schlechter Zustand ist, habe ich erfahren, als ich mal einigen Schnecken, Seehasen und Einsiedler
    einsetzte, die sich darüber her machten. Dadurch konnte ich die Phosphate nicht mehr austragen, sie wurden
    remineralisiert und der PO4-Wert im Becken verdoppelte sich innerhalb weniger Tage. War nicht gerade toll
    für meine Steinkorallen.

    Gruß Armin

    Hallo Rene,

    gut, dass du durch Thomas' Tips zu dem Schluss gekommen bist, die Natron-Menge über die KH
    zu ermitteln. Ich bin selbst nicht mehr glücklich darüber, dass ich eine feste Zahlenvorgabe veröffentlicht habe.
    Denn das "Kleingedruckte" danach wird oft nicht gründlich genug gelesen.

    Die vorgegebenen Zahlen sind nur ein Anhaltspunkt, um eine Größenordnung der Zugabemenge zu wissen.
    Was dein individuelles Becken an Ca, Mg und KH benötigt, kannst du nur durch Messungen ermitteln.

    Gruß Armin

    Hallo Stefan,

    bevor du irgendeinen Eingriff in dein Becken unternimmst, lass mal von jemand anderem (zB Händler)
    deine Werte überprüfen.

    Die angegebenen Werte kommen mir sehr seltsam vor, und Messfehler sind oft der Ausgangspunkt,
    um ein Aquarium nachhaltig zu schädigen !

    Gruß Armin

    Hallo Olli,

    die Korngröße ist nicht so wichtig. Die äußere Oberfläche ist zwar bei kleineren Körnungen größer,
    macht aber gegenüber der inneren Oberfläche einen verschwindend geringen Teil aus.
    Du musst dir das wie einen Käse mit milliarden von Löchern vorstellen, in diesen Löchern finden die
    Bindungsprozesse statt, nicht auf der Käseoberfläche.

    Gruß Armin

    Hallo Sven,

    Aktivkohle kann zwar Ethanol aus Luft filtern (wie in dem Link beschrieben), in Wasser wird sie das direkt eher nicht tun.

    Sie kann es dort aber indirekt : Da die Kohle sehr schnell von Bakterien besiedelt wird, können diese den Ethanol
    aufnehmen.

    Jedenfallls ist es besser, den Wodka nicht nochmal über Aktivkohle laufen zu lassen. Außer er wäre verunreinigt,
    aber das ist eine ganz andere Geschichte.

    Gruß Armin

    Hallo Norbert,

    deinen Test kenne ich nicht. Aber ganz viele andere !
    Es ist NIE so, dass du deine komplette Reagenz für einen einzigen Test verbrauchen musst.
    Es ist aber manchmal so, dass in Anleitungen Blödsinn steht. Vor allem wenn sie übersetzt wurden.

    Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wirst du einen beigefügten Messlöffel voll,
    meist gestrichen gefüllt, verwenden müssen.

    Gruß Armin

    Hallo Jan,

    da du den Kalkreaktor schon runtergedreht hast, sollte sich das schnell wieder einpegeln.
    Wenn nicht, stell ihn ein paar Tage ganz ab. Wenn Calcium zu niedrig wird, gib nur etwas Calciumchlorid
    zu. Die notwendige Menge kannst du mit Martin Kuhns ACalc berechnen.

    Gruß Armin

    Hallo Andreas,

    vielleicht ist das zu viel Aufwand, den du betreibst. Sowohl mit Osmosewasserspülen als auch mit Natronlauge
    kannst du nur organische Ablagerungen an der Oberfläche des Korallenbruchs entfernen, eingelagertes Phosphat
    aber nicht.

    Hast du schon mal gemessen, ob du überhaupt etwas entfernst ? Mach mal einen Phosphattest mit dem
    Spülwasser vor und nach der Reinigung des Korallenbruchs, wenn du dabei nichts findest, kannst du dir die Arbeit
    sparen. Eine andere Methode wäre es, einfach mal eine Probe des Korallenbruchs ein paar Tage in Wasser zu legen.
    Wenn organische Verunreinigungen dran sind, müsstest du das irgendwann riechen. Wenn es richtig stinkt und
    trübe wird, dann, und nur dann, würde ich die Natronlauge anwenden.

    Gruß Armin

    Hallo Heinz,

    das mit der gleichen Menge ist ein häufiges Missverständnis.
    Das Problem ist, dass im Aquarium noch ein paar Vorgänge wie zB Photosynthese ablaufen,
    die sich nicht so einfach berechnen lassen wie die Kalkbildung , die sich aber auch auf die
    KH auswirken. Deshalb muss bei jedem Becken der individuelle Verbrauch sowohl an Ca
    als auch an KH ermittelt werden. Die berechneten Mengen sind ein guter Ausgangswert,
    die praktisch ermittelten Werte dann das Optimum.

    Dass KH-Werte über 10 Korallen Probleme bereiten wird regelmäßig von Aquarianern berichtet.
    Ich würde den Wert vorsichtshalber an der Natur orientieren, da ist er 6,5. Nicht unter 6 und
    nicht über 8 hat sich bewährt.

    Gruß Armin

    Hallo Pinuccio,

    der Wert kann mit dem verwendeten Salz zusammen hängen. Ist aber überhaupt kein Problem,
    denn du kannst einfach etwas Natron ins Technikbecken geben, bis die KH bei 7-8 ist.

    Eins würde mich aber interessieren : Womit hast du die Werte vorher "eingestellt" ?

    Gruß Armin

    Hallo Heinz,

    dein Problem ist einfach zu lösen :

    Reduziere deine Gesamtdosierung etwas, da bei dir sowohl Ca als auch KH ein wenig zu hoch sind.
    Wenn die KH auch dann noch zu hoch ist, wenn Ca zwischen 400 und 450liegt, dann reduziere die
    Natron-Zugabe stärker.

    Die berechneten Zugabewerte sind immer nur Anhaltswerte. Was dein Becken wirklich braucht, kannst du
    durch regelmäßige Calcium und KH-Messung ermitteln. Das schwankt auch mit der Jahreszeit und dem Korallenwachstum.

    Gruß Armin

    Hallo Daniel,

    eine Prognose zu geben, wann die Fadenalgen verschwinden, ist nicht einfach.
    Mit letzter Sicherheit erst dann, wenn sie keine Siedlungsfläche mehr haben, weil alles voll
    Korallen, Kalkrotalgen etc. ist. Bis dahin solltest du das Gleichgewicht zwischen Algenwachstum
    und Algenfressern kontrollieren, miit Einsiedlern und Schnecken hast du für diesen frühen Zeitpunkt
    schon das Richtige getan. Später tun algenfressende Fische den Rest.

    Kleine Cyanoflecken sind noch nicht beunruhigend. In einem noch nicht völig stabiles System kann sich
    das schnell wieder ändern. Wenn das Becken mal richtig läuft, setz grabende Organismen wie Kammseesterne
    und Seegurken ein, die sind eine gute Cyanokontrolle.

    Ammonium kannst du ab und zu messen, einfach weil's giftig ist. Den Nitritpeak hast du hinter dir,
    weitere Messung muss nicht sein.

    Gruß Armin

    Hallo Clemens,

    die messungen, die du jetzt durchführst, haben vor allem einen Nutzen :
    Du lernst den Umgang mit den Wassertests, ein Faktor, der meiner Meinung nach oft unterschätzt wird.

    An den Ammonium und Nitritwerten kannst du ganz gut die biologische Entwicklung deines Beckens
    beobachten. Und wenn du diese ein wenig beschleunigen willst, gib eine Hand voll Dreck aus einem alten
    Meerwasserbecken dazu.

    Gruß Armin

    Hallo Joe,

    du kannst dir wirklich viel Geld sparen :
    Erstens sind 12 mg/L NO3 kein Problem und zweitens zeigt dein Vorher/Nachher-Vergleich mit
    dem Osmosewasser, dass das Messergebnis nicht stimmen kann.

    Oder hast du Löcher in deine Osmosemembran gebohrt =)

    Gruß Armin

    Hallo Guido,

    zu Ungeduld wurde ja schon alles Notwendige gesagt.
    Zum Nitritwert selber, wenn er richtig genmessen ist :
    Du hast das richtige schon getan, nämlich auch Ammoniak geprüft. Da dieses nn ist, hast du kein Problem,
    außer dass bei der Nitrifikation in deinem Becken bisher nur die 1. Stufe richtig funktioniert.

    Besorg dir mal den "Meerwasseraquarianer" Nr.2/2006. Da ist ein Artikel zum Thema drin, der
    Titel enthält bereits die Antwort für dich : Nitrit, die überschätzte Gefahr.

    Gruß Armin

    Hallo Clemens,

    das erste was du in der Meerwasseraquaristik brauchst, ist Geduld.
    Da passiert gerade nix böses, das pendelt sich alles ein.

    Wieviel Calcium enthält eigentlich dein Leitungswasser ?

    Gruß Armin

    Hallo Peter,

    ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für dich :

    Die gute : Das Messergebnis für Chrom ist definitiv falsch. Dein Wasser enthält in Wirklichkeit gerade mal
    1 Mikrogramm davon. Da ist denen wohl eine Verunreinigung passiert.

    Die schlechte : Du hast 50 Mikrogramm Blei im Wasser ! Das ist doppelt so viel wie nach heutiger deutscher
    Trinkwasserverordnung und fünf mal so viel wie nach der zukünftigen TVO.

    Sorry, ich hatte glatt übersehen, dass die Spaßvögel gar kein Blei bei dir gemessen hatten.
    Eine Schwermetallanalyse ohne Blei ist keine gute Idee.

    So, jetzt kannst du versuchen rauszukriegen wo das Blei herkommt. Bleigießen an Sylvester wirst du wohl kaum
    direkt im Aquarium veranstaltet haben ?

    Gruß Armin

    Hallo Sven,

    ein Problem besteht darin, dass die Menge des sauren Zuflusswassers, in deinem Fall pH 6-6,3
    abhängig vom Kalkverbrauch ist. Je mehr saures Wasser zufließt, desto stärker die pH-Absenkung im Becken.
    Da die Calcifikation selbst auch den pH senkt, kann sich dieser Effekt aufschaukeln.
    Dies kann durch die nachgeschaltete Stufe verhindert werden.

    Gruß Armin

    NEIN NICHT SCHON WIEDER !!!!

    Dieses bescheuerte Thema der Pervertierung von Aquarienhaltung hatten wir doch schon vor einigen
    Jahren schon mal. :frowning_face:

    Als ich mir das damals mal etwas genauer angeschaut habe und den Hersteller der Zauberlösung
    auf ein paar Ungereimtheiten hinwies, war irgendwann nix mehr zu hören davon.

    Und jetzt geht es schon wieder los ?

    Ich hoffe, dass sich diesmal der Tierschutzgedanke schneller gegen verantwortungslose Geschäftemacherei durchsetzen wird.

    Armin

    Hallo Benny,

    gut, dass es sich scheinbar wieder stabilisiert.

    Das sieht nach irgendeiner Vergiftung aus, giftige Tiere hast du ja bereits ausgeschlossen.
    Kann was ins Becken gelangt sein : Zigarette, Reinigungsmittel, Pflanzenschutzmittel ?
    Hat irgendwas komisch gerochen im Raum ?

    Hallo Dietmar,

    du verwendest die richtige Skala, denn diese gibt den Gehalt als mg/L PO4 an. Dies ist die Einheit
    die auch von aquaristischen Tests und in der aquaristischen Literatur verwendet wird.
    Nur diese Zahlen sind auch mit anderen Aquarien vergleichbar.

    Man kann die anderen Werte natürlich alle ineinander umrechnen, aber es gibt das Risiko der Verwechslung.

    @manuel: Der Merck-vertrieb heißt VWR, aber ich glaube nicht, dass du als Privatperson dort beliefert wirst.

    Gruß Armin

    Hallo Martin,

    willkommmen im Märchenreich der Meerwasseraquaristik :grinning_squinting_face:

    Strontium ist genauso stabil wie Calcium und Magnesium. Seine physiologische Wirkung
    ist noch nicht ganz geklärt, mit großer Wahrscheinlichkeit wird es von Steinkorallen
    nur verwendet, weil es da ist und wird ansonsten durch Calcium ersetzt.

    Bei Eisen ist es etwas komplizierter, dieses kann tatsächlich schwerlösliche Oxide bilden und ausfallen.
    Wasserwechsel gleicht das aber aus, und wenn du zuviel zugibst, freuen sich vor allem die Algen.

    Gruß Armin

    Hallo Sensay,

    ob der von dir zitierte Link die Quelle aller Weisheit ist, will ich mal lieber nicht kommentieren :grinning_squinting_face:

    Es ist richtig, dass ein Teil des Calciums in der Nachbereitungsstufe ausfällen kann. Wieviel das ist,
    hängt von der Einstellung des Kalkreaktors und vom Geschick des Konstrukteurs ab.
    Wenn der Reaktor richtig betrieben wird, wird sogar noch zusätzlicher Kalk in der 2. Stufe gelöst.

    Verhindert wird aber auf jeden Fall, dass überschüssiges CO2 ins Becken gelangt und den pH-Wert senkt.
    Und das ist viel wichtiger als ein paar Milligramm mehr oder weniger Calcium !


    Gruß Armin

    Hallo Tino,

    mit regelmäßigem Wasserwechsel mit dem normalen TM bekommst du das auf schonende Weise
    wieder hin.

    AUF KEINEN FALL DAS MINERALSALZ DAFÜR VERWENDEN !

    Das ist nur dazu da, um bei der üblichen Ballingmethode (Calciumchlorid/Natron) das entstehende
    überschüssige Natriumchlorid auszugleichen. Für sonstige Experimente ist es ungeeignet.

    A propos Expermente : Versuch bitte nicht mehr, deine Wasserwerte zu tunen. Mg liegt im Meer
    bei 1283 mg/kg und das ist der beste Kompromiss für alle Beckenbewohner.

    Oder hast du ein reines Kalkrotalgenaquarium ? :grinning_squinting_face:

    Gruß Armin

    Hallo Igdirligenc,

    Wasser ansetzen ohne Dichte/Salzgehaltmessung ist ein Lotteriespiel.
    Das kannst du nur machen, wenn du sehr viel viel Erfahrung hast.
    Und auch dann kann's schief gehen.

    Also so schnell wie möglich in den Laden, und ein Aräometer holen !

    Gruß Armin

    PS: Kannst du mir deinen Namen übersetzen ? Da hat mein Sözlük versagt.
    Gern auch per PN

    Hallo Peter,

    danke für die Zahlen, mir sagen die schon was :]
    Die Angaben sehen ordentlich aus , obwohl es die Methode ist, die ich befürchtet hatte.
    Da mir der Weihnachtsmann gestern verraten hat, dass wir auch so was Kleines ans IMG kriegen,
    bin ich schon mal ganz gespannt, wie gut die Ergebnisse mit dieser "quick and dirty"-ICP werden.

    Deine Wasserprobe habe ich jedenfalls gestern in unsere große Kiste gegeben, Ergebnisse sollten
    in den nächsten 24 Stunden da sein.

    Gruß Armin

    Hallo Fritz,

    der Phosphatwert um 1 mg/L muss kein Problem sein.
    Entscheidend ist, dass du den Wert raus bekommst, der
    sich mit minimalem Aufwand in deinem Becken stabil halten lässt.
    Den Korallen sind Gewohnheitstiere (in einem begrenzten Bereich).

    Schwankungen von 0,75 bis 3 sind unbedingt zu vermeiden !

    Gruß Armin

    Hallo Pschmilli,

    als erstes überprüf mal deine Messergebnisse, bzw lass noch jemand anderes messen.
    Wenn sich die Werte bestätigen, dann fahr deinen Kalkreaktor etwas zurück (wegen dem
    hohen Ca-Wert). Falls deine kH dann mit der Zeit zu niedrig werden sollte, gib morgens etwas
    Natron ins Technikbecken.
    Den Mg-Gehalt solltest du durch regelmäßigen Wasserwechsel in Griff bekommen.
    Wenn nicht, dann berechne mit dem ACalc-Rechner von Martin Kuhn die Menge an Magnesium-
    chlorid, die du nach und nach zugeben musst.

    Gruß Armin

    Hallo Markus,

    Unterschiede gibt es sicher in der Gewinnspanne :frowning_face:

    Dann gibt es natürlich ganz unterschiedliche Qualitätsstufen(Reinheiten) der Salze.
    Das geht aber im aquaristischen Bereich nicht über die Stufe "DAB" raus, und
    wenn die erfüllt ist, wird es auch deutlich dazu gesagt.

    Wenn also nix besonderes angegeben ist, kauf 1. beim Händler deines vertrauens
    und wenn du mehrere davon hast, nimm den günstigsten.

    Gruß Armin

    Hallo Dirk,

    der Begriff "gammeln" war wohl etwas ungenau. Ich meine damit nicht einen anaeroben
    Prozess, bei dem stark riechender Schwefelwasserstoff entsteht, sondern eine
    aerobe Zersetzung von organischem Material, zB Bakterien zersetzen Futterreste.

    Dabei wird Sauerstoff verbraucht (hechelnde Fische) und Kohlendioxid erzeugt
    (niedriger pH).

    Gruß Armin

    Hallo Markus,

    bei 5% Wasserwechsel pro Woche würde ich vorsichtshalber Mineralsalz zugeben.
    Nimm als Menge einen Mittelwert aus dem, was sich aus der Calciumzugabe ergeben würde und
    dem, was sich aus der Natronzugabe ergeben würde.

    Um dir eine richtige auskunft geben zu können, ist es hilfreich, wenn du deine Werte
    nicht nur mit "hoch" oder "niedrig" angibst, sondern auch Zahlen nennst, sowie
    die verwendeten Tests und die Anzahl der durchgeführten Messungen.

    Gruß Armin