Beiträge von Armin Glaser

    Hallo,

    einen Unterschied macht es schon, ob Phosphat an Calcium, Eisen oder sonstwas gebunden ist,
    das nicht abgeschäumt werden kann und sich deshalb im Becken ablagern muss, oder ob es in
    die organische Substanz der Bakterien aufgenommen und nach deren Absterben oder Lösen vom
    Substrat in den Abschäumer gelangen kann.

    Gruß Armin

    Hallo Rafael,

    mit Strömung experimentieren ist oft ein guter Weg. Dabei würde ich auch ändernde Strömungen probieren,
    da das "chaotische" Aufeinandertreffen zwar Strömungsschatten vermeiden kann, sich aber die Gesamt-
    strömung dabei durch Auslöschung erheblich verringern kann.

    Ich hab's zB so gemacht : 2 Pumpen je 3 Minuten an, 2 Minuten aus, dabei eine Minute Überlappung.
    Das ergibt 2 Minuten starke Kreisströmung in die eine Richtung, dann 1 Minute Chaos, dann 2 Minuten
    Kreisströmung in die andere Richtung. Ich bin zufrieden damit.

    Gruß Armin

    Hallo Norman,

    sorry, wenn ich mich missverständlich ausgedrückt habe.

    Eine Ruck-Zuck-Lösung für dein Problem kannst du nicht erwarten,
    dazu ist schon zuviel passiert, was ich im ersten Beitrag als "Achterbahnfahrt" bezeichnet habe.
    Ich sehe das Problem darin, dass zu schnell Veränderungen im Becken vorgenommen wurden
    und auch werden. Deshalb habe ich auch auf das "schick" so reagiert.

    Ich würde den Phosphatwert so einstellen, dass er sich mit wenig Aufwand, also auch wenig Adsorber, stabil hält.
    Und auch mit der Algenbehandlung so lange warten, bis sich das System wieder stabilisiert hat.
    Vielleicht löst sich das Algenproblem dabei sogar von selbst. Schließlich hast du ursprünglich mal ein
    gut funktionierendes Becken gehabt. und das sagt mehr aus als jeder Messwert.

    Gruß Armin

    Hallo Dietmar,

    Ammoniumtests sind relativ unkritisch. Die sollten eigentlich alle funktionieren.
    Wichtig ist, dass eine Tabelle dabei ist, die angibt, wieviel Ammoniak beim jeweiligen
    pH vorhanden ist. Ammoniak sollt unter 0,1 mg/L bleiben.

    Aquarius : Deine hochkonzentrierte Lösung ist lange haltbar. Ammoniumnitrat ist zwar bei Bakterien
    belibt, solche Konzentrationen verderben ihnen aber den Appetit. Ammoniumnitrat ist unkritisch,
    solange man es nicht erhitzt oder mit brennbaren Stoffen in Berührung bringt. Der Heizkeller wäre
    zB der ungeeignetste Ort für die Lagerung.

    Gruß Armin

    Hallo Dirk,

    bei der Phophatbelastung von Korallenbruch gibt es 2 Möglichkeiten :
    1- organische Verunreinigungen wie Gewebereste
    2- eingebautes Phosphat

    Nur das Erste kannst du wegwaschen, am besten mit Natronlauge, aber auch schon Wasser hilft etwas.
    Wenn das Phosphat jedoch in Korallenbruch als Calciumphosphat enthalten ist, nützt das nix.

    Gruß Armin

    Hallo Thomas,

    das meine ich so : Der pH-Wert im Aquarium hängt direkt mit dem CO2-Gehalt zusammen.
    Deshalb ist er morgens am niedrigsten (nachts produzieren ALLE Organismen Kohlendioxid)
    und abends am höchsten (tagsüber verbrauchen Photosynthetisierer, in unserem Fall Algen,
    Kohlendioxid). Wenn du viele Algen (auch in Korallen) im Becken hast, kann der pH sehr hoch
    werden, wenn du dagegen wenige Algen und viele Fische im Becken hast, wird der pH niedriger.

    Auch Zersetzungsprozesse von organischem Material produzieren CO2 und senken damit den pH.

    Mit dem Calciumhydroxid kannst du das Problem nur temporär lösen. Achte wenigstens darauf,
    dass du es nur in der ersten Tageshälfte zugibst, damit kannst du den pH auf dem (höheren) Abendwert
    stabilisieren.

    Stefan C. : hast du mal die KH der beiden verglichenen Beecken gemessen? Ich schätze, da wirst du
    einen Unterschied feststellen.

    Gruß Armin

    Hallo Rafael,

    der Grund für den schwarzen Sand ist, dass da irgendwas Organisches zersetzt wird, und nicht genug
    Sauerstoff hin kommt. Das kann ein Strömungsschatten sein, so dass an dieser Stelle alle Futterreste
    liegen bleiben, das kann damit zu tun haben, dass nicht genug grabende und resteverwertende Organismen
    vorhanden sind. Oder vielleicht einfach, weil ein aggressiver Anemonenfisch die Baggergrundel genau an
    dieser Stelle nicht buddeln lässt.

    Wie Joe schon schrieb, wirkt sich das erst aus, wenn dann nach längerer Zeit drin rumgewühlt wird.
    Aber besser ist schon, solche Zeitbomben nicht im Becken zu haben.

    Gruß Armin

    Hallo Dietmar,

    ich hoffe mal, dass du den Nitratwert mehrmals gemessen hast, und dass der Test funktioniert.
    Sicherer wäre, nochmal 2-3 Messungen mit einem alternativen Nitrattest vorzunehmen.

    Du kannst die Zugabe von Ammoniumnitrat versuchen, aber denk immer daran, dass Ammonium giftig ist.
    Nur in einem funktionierenden Becken wird es schnell zu mindergiftigem Nitrit und Nitrat verarbeitet.

    Die Dosierung, orientiert am Vorschlag von Jörg Kokott, wäre für deine 1200 Liter 0,24 Gramm Ammoniumnitrat
    pro Tag. Von dieser Dosierung aus kannst du langsam steigern. Ich würde aber unbedingt täglich Ammonium
    messen. Und darauf achten, dass der pH im Becken nicht zu hoch wird !

    Gruß Armin

    Hallo Thomas,

    es ist dir ja schon bestätigt worden, deine pH-Sonde scheint richtig anzuzeigen.
    Folglich hast du ein Kohlendioxidproblem. Dei deiner Karbonathärte sollte der pH
    bis an 8,3 herankommen. Hast du sehr hohen Tierbesatz ? Sind wenig Photosynthetisierer
    im Becken ? Gammelt irgendwas im Becken ?

    Gruß Armin

    Hallo Stefan,

    bei dem Einfluss der Raumluft auf den pH-Wert handelt es sich ausnahmsweise mal nicht
    um ein Aquarianermärchen. Der pH wird im Aquarium hauptsächlich über den CO2-Gehalt
    bestimmt. Und dieses CO2 liegt im Gleichgewicht mit dem CO2-Gehalt der Umgebungsluft.
    Steigt dieser CO2-Gehalt, erhöht sich folgllich der CO2-Gehalt im Becken : der pH sinkt.

    Beispiel : KH 7,5 0,036% CO2 => pH 8,3
    Dies ist normale Atmosphärenkonzentration. Verdoppelst du diese, was durch einfaches Atmen in einem unbelüfteten
    Raum recht schnell passieren kann : 0,072% CO2 => pH 8,0

    Wenn du in 2 identischen Becken, von denen eines an offener Luft und das andere in einem stickigen Raum
    steht, keinen Unterschied messen kannst, gibt es nur eine Erkläruing : Messfehler.

    Thomas : bitte prüfe vor irgendwelchen Maßnahmen erst mal, ob dein PH-Messgerät in einer Lösung von
    1 Teelöffel Borax in 1 Liter Wasser pH 9,2 anzeigt. Sonst baust du deine Maßnahmen auf einen Messfehler auf,
    und das geht ins Auge.

    Gruß Armin

    Hallo Guido,

    egal was du weiter vor hast, lass bitte den Abschäumer laufen !
    Wenn du deine Nährstoffbelastung erhöhen willst, dann mach einfach den Schaumtopf weg.
    Dann zieht der Abschäumer nix mehr raus, sorgt aber immer noch für Gasaustausch.

    Es kann durchaus sein, dass deine heterotrophen Denitrifizierer sich gerade über die Zusatzhäppchen freuen,
    die du ihnen durch die Abschäumerabschaltung bietest. Das würde das Sinken des NItratwerts erklären.

    Gruß Armin

    Hallo Dirk,

    ich bin immer wieder überrascht, wenn jemand in einem lange gut laufenden Becken so heftige Eingriffe vornimmt
    und hoffe, dass mich das selbst trotz großer Unternehmungslust niemals überkommen wird :smiling_face_with_sunglasses:

    Bei den vielen Veränderungen ist es nicht möglich, zu deinem Becken noch eine Aussage zu treffen,
    außer der : Schwarze Zonen sind nicht Bereiche der Denitrifikation, bei der Nitrat abgebaut und Stickstoffgas gebildet wird,
    sondern der Sulfatatmung, bei der giftiger Schwefelwasserstoff gebildet wird. Der Übergangsberecih zur Sulfatatmungs-
    zone kann auch schon sehr dunkel sein, solange eine von ganz unten genommene Probe nicht nach faulen Eiern stinkt,
    ist es kein Problem.

    Gruß Armin

    Hallo,

    ich kann vor diesen Kaliumzugabeexperimenten nur dringend warnen !

    Auf der Basis der im Augenblick im aquaristischen Handel erhältlichen Kaliumtests
    ist ohne Routine und Standardvergleich keine ausreichende Messgenauigkeit vorhanden,
    um gefährliche Überdosierungen zu vermeiden.

    Kalium kann schon bei geringer Überdosierung giftig für empfindliche Tiere sein !

    Schaut euch vor solchen Experimenten bitte mal http://archiv.korallenriff.de/Sindelfingen20…glaser_2006.pdf an.

    Gruß Armin

    Hallo Jörg,

    bei deinen aus dem Ruder gelaufenen Werten (KH 11 , Ca 220) musst du unbedingt die Zugaben ändern !
    Ich würde zunächst nur das Calciumchlorid zugeben und das Natron weglassen.
    Das Kalkwasser würde ich weiter zugeben, da es den Calciumwert zusätzlich wieder hochsetzen kann.

    Ich kann es nur immer wieder wiederholen :
    Die Ballingmethode ist grundsätzlich ein hervorragender Ansatz, um Calcium und Karbonathärte zuzugeben.
    Das Entscheidende ist aber nicht, dass alle drei Komponenten immer im festen Verhältnis zugegeben werden,
    sondern dass die Calciumchloridzugabe sich nach dem Calciumverbrauch und die Natronzugabe nach dem KH-Verbrauch richtet !!!

    Das ist ja gerade der Vorzug dieser Methode, dass man die Komponentenzugabe den realen Verhältnissen im Aquarium anpassen kann.

    Gruß Armin

    Hallo Rafael,

    auf deine Nase kannst du dich verlassen. sie ist eines der empfindlichsten
    Messgeräte für Schwefelwasserstoff, das es gibt. Wenn du also nix riechen kannst,
    dann ist der dunkle Sand kein Problem.

    Kontrolliere ihn aber immer mal wieder.

    Gruß Armin

    Hallo Rafael,

    mach auf jeden Fall den von Ralf vorgeschlagenen Nasentest, denn es sieht nach anaerober Zersetzung aus.
    Das hieße, da ist zu viel Dreck (Ex-Futter) drin und zu wenig Sauerstoff (=Strömung) dran. Grabende Organismen
    wie Kammseesterne und Müllschlucker wie Seewalzen verhindern das übrigens gut.

    Gruß Armin

    Hallo Andreas,

    deine Messungen klingen interessant, wenn sie auch überraschende Werte messen. Ein Unsicherheitsfaktor
    ist natürlich die Messung selbst, dann kommt dazu, dass außer Thermodynamik natürlich auch Bakterien im Spiel
    sind.

    Wie hast du denn die verschiedenen Redoxwerte erzeugt, über die Änderung des Durchflusses ?

    Gruß Armin

    ...nur weißt du dann nur die Summe aus Ca und Mg, nicht die Einzelwerte.

    Wie Ralf schon vermutete, gehe auch ich davon aus, dass du zuviel Reagenz bei der Ca-Messung zugegeben hast,
    wahrscheinlich weil du den Farbumschlag nicht gut erkennen konntest.
    Experimentiere mal mit dem Licht, je heller, desto besser. Und achte auf die Raumtemperatur, wenn die zu niedrig
    ist verzögert sich der Farbumschlag.

    Gruß Armin

    Hallo Andreas,

    also wenn ich 8,24 in die Formel ((4,25 - 9/8 x pH) x 59) + 217 einsetze, kommt -79,18 raus :winking_face:

    Damit sind wir tatsächlich bei den -80 mV gelandet, die schon vorher erwähnt wurden. Aber wie gesagt,
    das ist der Wert, an dem soviel HS- wie SO4-- vorliegt. Du solltest am Besten deinen Anzeigewert
    nicht unter -50 bis -60 mV fallen lassen.

    Gruß Armin

    Hallo Michael,

    die UO hält ca. 95% zurück. Die übrigen 5% könnten beim Kupfer ein Problem werden.
    Ich würde das Wasser mal untersuchen lassen, das kannst du mit dem Regenwasser beim Labor
    um die Ecke tun. Es kann gut sein, dass deine Kupferplatten schon Oxid- und Carbonatschichten
    gebildet haben, und das Wasser gar nicht belastet ist. Schließlich sind auch die meisten Wasserleitungen
    aus diesem Material.

    Gruß Armin

    Hallo Thomas,

    Himmel ist hier viel los.

    Zu deiner Frage wg der NaCl-freien Zugabe.
    Wenn das Verhältnis Na:Cl nicht 1:1 ist, muss man eben einen Kompromiss eingehen. Das Mineralsalz
    soll ja nicht Na allein, sondern Na UND Cl kompensieren. Und der beste Kompromiss liegt dann erst mal in der Mitte.

    Aber vielleicht finde ich noch ein paar gute Informationen zur Toxizität von Na einerseits und Cl andererseits.
    Dann lässt sich vielleicht noch was optimieren.

    @Roderich: Die Sulfatzugabe hatte folgenden Hintergrund : Man ging damals einfach von den häufigsten Anionen
    im Meerwaser aus, das sind Chlorid und Sulfat, um möglichst unschädliche Gegenionen zum Magnesium zu verwenden.
    Das war kein schlechter Ansatz, aber die Forschung geht weiter...

    Gruß Armin

    Hallo Christian,

    redest du von Balling oder von Spurenelementen ?

    Die Ballingmethode mit den 3 Komponenten bringt Calcium und Carbonathärte ins Becken,
    Spurenelemente sind dagegen solche Sachen wie Molybdän, Kupfer und Eisen.

    Wenn du Spurenelemente zu den Ballingsubstanzen dazumischen willst, dann tu sie nicht
    in das Gefäß mit dem Natron. Ausnahme von dieser Regel ist Iod, Brom und Fluor.

    Gruß Armin

    Hallo Lippi,

    es gibt viele gute Phosphatadsorber, Schnelligkeit sollte dabei nicht unbedingt das Hauptkriterium sein.
    Denn mit Schnelligkeit veränderst du dein Wasser schnell und das mögen alle Bewohner, vor allem Korallen
    überhaupt nicht.

    Also egal welchen Adsorber du nimmst : Nimm erstmal wenig und lass deinem System Zeit.

    Gruß Armin

    Hallo Andreas,

    ganz so einfach ist die Sache nicht. Du musst bei der Angabe des Redoxpotentials erstens darauf achten,
    dass es pH-abhängig ist und zweitens, dass das angegebene Potential ein Gleichgewichtspunkt ist, d.h.
    der Punkt, an dem genausoviel SO4-- wie HS- vorliegt.
    Außerdem musst du beachten, dass Redoxpotentiale normalerweise bezogen auf die Normalwasserstoffelektrode
    angegeben werden, dass du aber mit einer Silber/Silberchloridelektrode misst, was eine Differenz von 217 mV ausmacht.

    Aus all dem ergibt sich folgendes :
    für pH 7 -214 mV, das sind +3 mV auf deiner Anzeige
    für pH 8 -280 mV, das sind -63 mV auf deiner Anzeige

    Ich kenne deinen pH im Nitratfilter nicht, du kannst ihn mal messen und in die Formel
    ((4,25 - 9/8 x pH) x 59) + 217 einsetzen, dann hast du deinen Anzeigewert.

    Aber wie gesagt, an diesem Punkt ist schon genausoviel HS- wie SO4 vorhanden,
    versuch besser da noch einige zig mV drüber zu bleiben.

    Gruß Armin

    Hallo,

    der Thread hier ist so unübersichtlich geworden, dass ich es kaum wage, auch noch meinen Senf dazu zu geben,
    aber ich probier's mal trotzdem :

    - Balling Methode :
    Die Balling-Methode besteht aus 3 Teilen...
    1. Calciumchlorid, um Calcium zuzugeben
    2. Natron (NaHCO3), um Carbonathärte (KH) zuzugeben
    3. Kochsalzfreies = NaCl-freies = Mineralsalz, um das überschüssige NaCl zu kompensieren
    ...nicht mehr und nicht weniger !

    Im Original wird empfohlen, die 3 Teile in einem festen Verhältnis zuzugeben, so wie es auch Martin Kuhns ACalc
    hervorragend berechnet.
    In der Praxis hat sich gezeigt, dass sich die Methode noch verfeinern lässt, denn oftmals verhält sich der Ca-Verbrauch
    nicht proportional zum KH-Verbrauch.
    Dafür wird die Menge des Calciumchlorids erhöht, um nur den Ca-Wert zu erhöhen (und umgekehrt).
    Oder die Menge des Natrons erhöht, um nur die KH zu erhöhen (und umgekehrt).
    Die Menge des NaCl-freien Salzes wird dann als Mittelwert aus 1. und 2. gebildet, zB Calcium 150%, Natron 100%
    => NaCl-freies Salz 125%
    Mit dieser Methode können auch ganz aus dem Ruder gelaufene Ca und KH-Werte allmählich in den Bereich
    von natürlichem Meerwasser gebracht werden.

    - Magnesium
    Wenn Magnesium zugegeben wird (bei Werten unter 1250 mg/L) dann sollte dies nur mit Magnesiumchlorid erfolgen.
    Die zugehörige KH-Zugabe erfolgt mit der oben beschriebene (optimierte) Ballingmethode.
    Dabei beachten : Der Magnesiumverbrauch im Aquarium ist VIEL geringer als der Calciumverbrauch,
    meistens wird er schon durch Wasserwechsel kompensiert.

    - Spurenelemente
    Mit Spurenelementen haben die oben beschriebenen Maßnahmen nix zu tun. Die von uns verwendeten Meersalz-
    mischungen enthalten normalerweise soviele Spurenelemente, dass auch dafür normale Wasserwechsel ausreichen.
    Wer mit noch mehr Spurenelementen experimentieren will, kann das unabhängig von der Ca, Mg und KH-Zugabe tun.


    Gruß Armin

    Hallo René,

    Meerwasser wäre der denkbar schlechteste Standard für PO4 und NO3.
    Die Mengen wären erstens so gering, dass du mit aquaristischen Tests
    nix messen könntest und zweitens würden sie sich in Nullkommanix durch
    bakterielle Aktivität verändern.

    Gruß Armin

    Hallo Marcus,

    die Aussage "dass es immer wieder Probleme gibt mit ALLEN Tests von JEDEM Hersteller" muss ich ein bisschen abschwächen,
    und das, nachdem ich mich sehr viel mit dem Thema Tests beschäftigt habe.

    Wie du u.a. aus den Berichten in Korallenriff.de ersehen kannst sind die Ergebnisse je nach Hersteller unterschiedlich
    und natürlich je nach Test. Nitrat ist einfach mal schwieriger zu messen als Calcium.

    Aber meiner Erfahrung nach ist die größte Schwachstelle der Anwender, denn bei falscher Anwendung liefert der
    beste Test falsche Ergebnisse. Schlechte Anleitungen machen das natürlich noch schlimmer.

    Ich bin auch deswegen ein großer Fan von Standards, weil man damit nicht nur die Fähigkeiten der Tests überprüfen
    kann, sondern auch üben kann, die Tests richtig anzuwenden. Und Routine ist das A und O bei Messungen.

    Gruß Armin

    Hallo Michael,

    gut, dass du nochmal auf den alten Thread hingewiesen hast.
    Du hast damals deine Korallen ziemlich gestresst durch die schnelle Phophatreduzierung.
    Es muss nicht, kann aber die Ursache für die jetzige Katastrophe sein. Geschwächte Korallen
    können sich schlechter gegen Helicostomas wehren, und wenn sich diese Mistviecher erst mal in ausreichender
    Anzahl im Becken ausgebreitet haben, kann so was wie bei dir passieren.

    Hast du dir mal eine Gewebeprobe unter dem Mikroskop angeschaut ?

    Gruß Armin

    Hallo Miriam,

    das was du beschreibst, ist kein richtiges Aräometer, sondern ein Schwimmerschätzgerät.
    Das kannst du zwar für den Alltag gebrauchen, wenn du Routine hast, aber vorher musst du
    mit einem möglichst großen richtigen Aräometer rauskriegen, was das Schätzkästchen wirklich anzeigt.

    Für einen Salzgehalt von 35 brauchst du etwa 36-40 g/L, mehr auf keinen Fall. außerdem immer die Temperatur
    beachten, wenn du den Salzgehalt über die Dichte ermittelst.

    Gruß Armin

    Hallo Michael,

    so ne Sch...

    Hast du irgendwas festgestellt, was sich vor kurzem schnell geändert hat ? Temperatur, Salzgehalt, pH, PO4 ?
    Kann mit dem Ozon was schief gegangen sein ? Ist was ins Becken gefallen ?

    Kannst du möglichst viele Tiere umsiedeln ?
    Ansonsten : Wasser wechseln, jeden Tag und ruhig auch mal 50 %.

    Viel Glück
    Armin