Beiträge von Armin Glaser

    Hallo Kubanskusu,

    dass du in deinem Leitungswasser den gleichen Silicatwert hast wie in destilliertem Wasser ist äußerst unwahrscheinlich.
    Ein Messfehler ist viel wahrscheinlicher. Außerdem scheint die Firma Salifert sehr abwechslungsreich in der Zusammensetzung
    ihrer Tests zu sein, vielleicht passt die Anleitung gar nicht zum Test. Lass dir den Test am besten bei dem Händler,
    wo du ihn erworben hast, mal vorführen.

    Zur Umrechnung: 1 mg Silicium = 2,1 mg Silicat (SiO2) = 3,4 mg Kieselsäure (Si(OH)4)
    Im Riff findet man 0,04 - 0,1 mg/l Si, im offenen Meer bis 5 mg/l.


    Jochen: Dass Silicat von der UO nicht zurück gehalten wird, ist falsch. Richtig ist, dass der Schlupf etwas größer
    ist als bei anderen Stoffen. Ich habe gerade die Silicatrückhaltung der UO im Naturkundemuseum überprüft: 90%

    Hallo Jan,

    was hast du für eine Probemessung zur Überprüfung gemacht ? Eine Standardmessung?
    Hast du schon mal frisch angesetztes Meerwasser der Salinität 35 (= Dichte 1,023 bei 25°C) gemessen?
    Was erhältst du da für einen Magnesiumwert ?

    Deine Steinkorallen können jedenfalls deinen Magnesiumwert nicht beeinflussen.

    Hallo Steffi,

    bei UO-Anlagen gibt's ein ganz klares Kriterium: Das Reinwasser/Abwasserverhältnis !

    Du kannst pro Liter Reinwasser zwischen 0, 5 und mehr als 4 Liter Abwasser produzieren.
    Mehr als 2 Liter Abwasser sollten nicht sein. Deshalb achte darauf, dass du das Verhältnis einstellen kannst.
    Bei der von dir anvisierten Anlage scheint das der Fall zu sein, da sie ein Spülventil hat. Dass aber kein Verhältnis
    angegeben ist, macht mich etwas skeptisch. Frag lieber noch mal nach, bevor du kaufst.

    Hallo Denis,

    der Kalkreaktor hat den Nachteil, dass er ein festes Ca/kH-Verhältnis hat. Ist dieses mal aus dem Ruder gelaufen,
    musst du dir anders helfen. In deinem Fall lass den Kalkreaktor ein paar Tage aus und gib statt dessen nur
    Calciumchlorid zu, bis deine kH etwa auf 6 ist. Die Menge ermittelst du am besten mit dem AquaCalculator.
    Dann erst den Reaktor wieder einschalten und von da aus die richtige Reaktoreinstellung suchen.

    Hallo Oliver,

    was ist das für eine Hersteller, der für eine Druckpumpenanalge 4 Liter Abwasser für einen Liter Reinstwasser
    angibt ? Da gibt es garantiert bessere. Und wie gesagt, wir haben im SNMK nur 0,5 Liter Abwasser pro Liter Permeat.

    Hallo Simon,

    mach mal langsam !

    Messe zuallererst eine Probe frisch angesetztes Meerwasser, Salinität 35 (= Dichte 1,0233 bei 25°C).
    Wenn du bei dieser mindestens 1200 misst, bei deiner Aquarienprobe aber weiterhin nur so wenig,
    dann fang erst an Maßnahmen zu ergreifen.

    In aller Regel wird der Magnesiumverbrauch in Meerwasseraquarien maßlos überschätzt. Da wird viel Geld dafür
    ausgegeben Steine zu züchten.

    Hallo Martin,

    was du da in deinem Eimer hast ist alles, bloß nicht NaHCO3. Es kann sich zwar an feuchter Luft zu
    Natriumsesquicarbonat umwandeln, aber so drastisch würde sich selbst die komplette Umwandlung
    nicht auf die KH auswirken.

    Mach noch einen letzten Versuch: Gib ca. 0,5 Gramm davon in einen Liter destilliertes Wasser. Und wenn du
    dann da drin nicht eine KH weit über 10 misst, bring den Eimer zu deinem Händler zurück.

    Hallo Dirk,

    vor mir liegt ein Tropic Marin Aräometer in der Originalhülle und da steht groß und deutlich garantierte Höchstabweichung 0,0001, drei Nullen hinter dem Komma.

    Ich habe mal für einen Artikel mehr als 10 von den TMs getestet, die 0,0001 haben alle eingehalten.

    Dieter
    Deine Ergebnisse stimmen fast mit meinen überein. Das Aräometer ist die Referenz, die Refraks sind oK, wenn man
    1 abzieht (jedenfalls bei den meisten). Die mangelnde Reproduzierbarkeit ist mir noch nicht aufgefallen.
    Und bei den Leitwertmessern ist die Temperaturkompensation ein Problem, das Verhalten von Meerwasser kriegen
    die einfach nicht hin.

    Hallo Dawn,

    eine Reversosmoseanlage mit Druckpumpe ist eine sehr sinnvolle Sache. Mit so einer Anlage schaffen wir im Naturkundemuseum
    ein Permeat/Abwasserverhältnis von 2:1, haben also nur halb soviel Abwasser wie Reinstwasser.

    Der Silikatanteil im Reinstwasser liegt auch nur bei 5% des Ausgangswassers, halb so viel wie bei dir.
    Dein "Reinstwasserfilter" enthält sicherlich keinen stark basischen Anionentauscher, die 90% schafft die UO locker alleine.

    Hallo Sven,

    da muss ich dich korrigieren: Unbelüftetes Osmosewasser kann HÖCHSTENS einen pH von 7,0 haben.
    Real wird er zwischen 7,0 und 5,6 liegen, da du dieses Wasser niemals vollkommen kohlensäurefrei halten kannst.

    Eine sinnvolle Zusammensetzung für ein Aufhärtungssalz enthält außer einem leicht löslichen Calciumsalz (zB CaCl2)
    auch Natron. Das hat die Eigenschaft, dass es den pH der Lösung zunächst senkt, da es einen Kohlensäureüberschuss
    erzeugt.

    Das Belüften wirkt sich daher genau umgekehrt auf die Aufhärtungslösung aus: Es wird CO2 ausgetrieben, der pH
    steigt, es fallen mehr Carbonate aus und die KH geht zurück.

    Hallo Sven,

    natürlich kannst du Calciumcarbonat nicht messen, wenn es ausgefallen ist. Dann musst du, wie ich bereits erwähnt habe,
    den pH senken, damit es sich wieder löst. Ob mit Kohlensäure, Essigsäure oder Salzsäure ist dabei egal.

    @Flo

    Ein Lösungs-/Feststoffgleichgewicht liegt erst vor, wenn das Löslichkeitsprodukt überschritten ist.
    Bis dahin liegt ein Stoff tatsächlich komplett in Lösung vor.

    Hallo Sven,

    1. Kalk IST Calciumcarbonat
    2. Calciumcarbonat löst sich in Anwesenheit von Kohlendioxid, weil dieses Kohlensäure bildet und diese den pH senkt.
    Du kannst die Kohlensäure beispielsweise durch Salzsäure ersetzen, dann löst sich das Calciumcarbonat auch.

    Das "Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht" ist besser als "Calciumcarbonat-pH-Gleichgewicht" zu betrachten .

    Hallo Aquarius,

    bevor ich bei der Fällung das physiologisch unbedenkliche Eisen durch Lanthan ersetzen würde, das im Organismus
    als Calciumantagonist wirkt und daher unvorhersehbare Reaktionen auslösen kann, würde ich lieber auf einen
    bewährten festen Adsorber auf Eisen- oder Aluminiumbasis zurückgreifen.

    Hallo Sven,

    die Carbonathärte im Kalkreaktor wird nicht durch die Kohlensäure gebildet, sondern durch das gelöste Carbonat.
    Würdest du den Reaktor beispielsweise mit Kochsalz statt Calciumcarbonat füllen, wäre der kH-Gewinn = 0.
    Kohlensäure hat nur die Funktion, die Löslichkeit des Carbonats zu gewährleisten.

    Insofern kann sie tatsächlich auch die Löslichkeit einer Mineralsalzmischung erhöhen bzw. Ausfällungen verhindern.
    Aber das ist nur nötig, wenn die Konzentration zu hoch gewählt wird oder die Mischung falsch zusammengesetzt
    wäre.

    Hallo Robert,

    ein gutes Aräometer lässt sich etwa 7 Mal genauer ablesen als ein Refraktometer und ist und bleibt
    deshalb die Referenz.

    Aber wie Dirk schon sagte: Ein Refrak geht einfach schneller.

    Edit: KS 22:59 Refraktometer durch Aräometer ersetzt

    Hallo Torsten,

    oK, die Wette gilt: ich schick dir ein Päckchen Thiosulfat und du schickst mir den Nobelpreis :grinning_squinting_face:


    @Jim: Auf die Sulfatdiskussion habe ich schon lange gewartet. Eine weitere Möglichkeit Meerwasseraquarianer
    zu verunsichern und ihnen am Ende vielleicht noch was Teures zu verkaufen.

    Die einzige Möglichkeit, zu viel Sulfat ins Becken zu kriegen, ist die maßlose Zugabe von Magnesiumsulfat.

    Ansonsten gilt: Ab und zu Wasser wechseln und das Thema Sulfat vergessen.

    Hallo,

    nur zur Info: Portlandzement besteht zu 60-70% aus Calciumoxid, das mit Wasser Calciumhydroxid bildet,
    den Grundstoff von Kalkwasser. PZ kann für den Aufbau eines neuen Beckens verwendet werden,
    muss aber danach einige Tage mit angesäuertem Wasser neutralisiert werden. pH kontrollieren !

    Bei anderen Zementarten wäre ich vorsichtig, weil oft nicht auszuschließen ist, dass sie fürs Aquarium
    bedenkliche Stoffe enthalten.

    Hallo Artur,

    kipp bloß kein Magnesium in dein Becken !!!
    Du machst einen Messfehler, dein Wert liegt sicherlich über 1400 mg/l.
    Wenn du bei frisch angesetztem Meerwasser der Salinität 37 nur 1020 mg/l misst,
    dann machst du was falsch oder dein Test tut nicht.

    Abschäumer unbedingt weiterlaufen lassen, regelmäßig viel Wasser wechseln
    und dabei beachten, dass deine Salinität konstant bleibt. Auf keinen Fall Meerwasser mit Salinität 37 nachfüllen.

    Hallo Flexistone,

    oder nimm mal ganz einfaches Backnatron aus dem Küchenschrank. Wenn du da keine kH drin findest,
    dann hast du ein Messproblem.

    Wenn du kein Messproblem hast, dann hat dir vielleicht jemand eine falsche Packung untergejubelt. In GroTech
    muss auf jeden Fall kH nachweisbar sein.

    Kohlensäure muss dazu übrigens keine ins Wasser, denn es ist nur ein altes Aquarianermärchen, dass Kohlensäure
    Karbonathärte erzeugen würde.

    Wer's nachrechnen will:

    kH = [HCO3-] + 2[CO3--] + [OH-] - [H+]

    H2CO3 = 2 H+ + CO3--

    2 - 2 = 0

    Hallo Chrisko,

    du hast recht, das funktioniert nicht mit den beiden Substanzen in der gleichen Flüssigkeit.
    Ich hatte selbst mal irgendwann geantwortet, dass man CaCl2 und NaCl-freies Salz zusammenschütten kann,
    bis zu einer bestimmten Konzentration geht es auch, aber bei 81 + 28 g/l fällt Calciumcarbonat aus.

    Deshalb sicherheitshalber immer 2 getrennnte Lösungen ansetzen. Das heißt, wenn du unbedingt meinst
    Magnesium zuführen zu müssen, sind es halt insgesamt 4.

    Hallo Klaus,

    Messbereichsendwert ist der Wert, den das Gerät im eingestellten Messbereich maximal anzeigt.
    Der Bedienungsanleitung entnehme ich, dass es nur einen einzigen Messbereich gibt, nämlich 0..2,5mg/l
    Damit sind 4% vom Messbereichsendwert 0,1 mg/l !


    Dieter

    Du kannst in den unteren Bereichen einfach keine höhere Genauigkeit erwarten. Wenn du's genauer haben willst,
    dann muss du dir Meerwasserstandards zB mit 0,01-0,02-0,03mg/l usw. PO4 besorgen und Vergleichsmessungen machen. Aber vorher ein paar Euro mehr ausgeben als für das kleine Hanna-Gerätchen.

    Was ich vergessen hatte zu erwähnen: Du kannst nicht davon ausgehen, dass die Anzeigewerte des Hanna-Gerätes
    noch stimmen, wenn du einen anderen Test damit verwendest. Das musst du unbedingt mit einer (einmaligen)
    Kalibrierungsreihe testen. Oder du versuchst bei Hanna rauszukriegen, mit welcher Wellenlänge gemessen wird
    und wie der Extinktionskoeffizient des Hanna-Tests ist. Und dann bei Merck den Extinktionskoeffizienten ihres
    Tests bei der Hanna-Wellenlänge anfragen. Und dann kannst du einen Korrekturfaktor aus den beiden Koeffizienten errechnen.

    Hallo Roger,

    warum Steine beim Trocknen am Strand Phosphatdepots bekommen sollen kann ich dir nicht erklären.
    Das würde ich eher in die Kategorie "Gerücht" einordnen. Einen vernünftigen Grund gibt es nicht.

    Die mineralischen Phosphatdepots waren entweder schon vorher auf dem Gestein, oder sie entstehen
    auch beim Trocknen nicht. Was beim Trocknen an Phosphaten auf dem Gestein bleibt, ist organisch.
    Und damit durch gründliches Reinigen abwaschbar.