Hallo Aquarius,
nein, das funktioniert nicht. Eisensilicate entstehen im Meerwasser nicht so leicht wie Eisenphosphate.
Hallo Aquarius,
nein, das funktioniert nicht. Eisensilicate entstehen im Meerwasser nicht so leicht wie Eisenphosphate.
Hallo Artur,
Phosphat ist PO4.
Hallo Sven,
überprüfe zuerst mal deine PO4 und NO3-Messergebnisse.
Wenn sie richtig sind, dann hast du ein Problem mit der Denitrifikation in deinem Aquarium. Lebendgestein und
Strömung hast du ja anscheinend genug. Hast du ein Antibiotikum eingesetzt? Wie lange liegt dein letzter großer
Eingriff (zB Bodentausch) zurück?
Hallo Karl,
vernünftige Lösung ![]()
Hallo Karl,
ich habe gerade nochmal mit Jens Kallmeyer über dein Magnesiumgranulat gesprochen.
Er hatte eine zündende Idee zur wahren Zusammensetzung des Granulats:
Die Angabe Magnesiumoxid auf der Packung ist Quatsch, da wurde eine in der Geochemie übliche Angabe
des Magnesiumgehalts (1 g Mg = 1,67 g MgO) mit der Zusammensetzung verwechselt. Das gleiche gilt natürlich
auch für die Calciumoxidangabe. In Wirklichkeit ist sicherlich Magnesiumcarbonat und etwas Calciumcarbonat
in dem Granulat enthalten, keine Oxide.
Diese Erkenntnis ändert natürlich nichts an der vorherigen Aussage, dass du das Granulat besser weglassen sollst.
Hallo Scorpi,
24 Stunden müssten reichen. Am besten die Kohle immer wieder etwas bewegen.
Noch aufschlussreicher sind die Messungen, wenn du statt Osmosewasser frisch angesetztes Meerwasser nimmst.
Hallo Silvia,
ich find es klasse, dass du dich so in das Thema reinkniest !
Erklär doch mal bitte, was dein Denkfehler war, dann kannst du verhindern,
dass andere den gleichen machen.
Hi Fraenky,
ganz einfach: Mit dem hohen pH-Wert leben.
Wenn er eine natürliche Ursache hat, schadet er niemandem.
Hallo Michael,
aus deinen Angaben entnehme ich, dass dein pH morgens bei 7,7 und abends bei 8,0 liegt. Das ist ein bisschen
niedriger als normal, aber gerade noch im vertretbaren Bereich. Läge dein CO2-Gehalt im Gleichgewicht mit der
Atmosphärenluft, müsste dein pH bei 8,35 liegen, du hast also immer einen CO2-Überschuss.
Wenn deine Messungen stimmen, gibt es folgende Gründe für zuviel CO2: Kalkreaktor, Fütterung, Fischbesatz, Raumluft.
Hallo Symanzik,
in dem Zitat steckt leider ein Denkfehler drin. Calciumcarbonat (und entsprechend Magnesiumcarbonat) löst sich immer
nach der Formel CaCO3 -> Ca++ + CO3-- -> Ca++ + 2 HCO3-
Das bedeutet, dass zu einem Molekül Calcium immer zwei Moleküle Hydrogencarbonat kommen, egal wie der
Kalkreaktor betrieben wird. Was man verändern kann, ist die Menge des entstehenden Calciums und Hydrogencarbonats
und die Menge an überschüssiger Kohlensäure, die den pH-Wert senkt. Mehr nicht.
Hallo Fraenky,
die pH-Messung würde ich zuerst mal überprüfen. Wie hoch ist der pH-Wert, wenn du frisch angesetztes
Meerwasser misst?
Da du noch keine CO2-Produzenten im Aquarium hast, kann es natürlich sein, dass ein starker CO2-Mangel vorliegt.
Der erledigt sich, wenn die ersten Fische drin sind.
Hallo Silvia,
genaues über diese Vorgänge ist schon lange bekannt. Wenn du es wirklich wissen willst empfehle ich dir z.B. :
Schwoerbel, Einführung in die Limnologie
Rheinheimer, Mikrobiologie der Gewässer
Libes, An introduction to marine biogeochemistry
Canfield, Aquatic Geomicrobiology
Das letztgenannte ist das Aktuellste und Gründlichste zum Thema.
Hallo Andreas,
Meerwasser enthält 0 - 10 mg/l SiO2. Im Riffbereich wird 0,08 - 0,22 mg/l SiO2 angegeben (Seychellen, Atoll Research Bulletin 366)
an anderer Stelle (Dubinsky, Coral Reefs) sogar bis 1 mg/l SiO2.
Du kannst den SiO2-Gehalt z.B. mit Natriumtrisilicat anheben, 134 mg davon erhöhen den SiO2-Wert von 100 Liter
Meerwasser um 1 mg/l. Ich habe auch mal eine Weile auf Grund des Bingman-Artikels damit experimentiert, ohne
eine Veränderung festzustellen. Allerdings verwende ich auch nur UO ohne Austauscherharz.
Hallo Silvia,
das Problem bei der Meerwasseraquaristik (und in anderen Bereichen natürlich auch) ist, dass vieles gesagt und
geschrieben wird und es oft schwer ist, richtiges von falschem zu unterscheiden. Deshalb empfehle ich, im Zweifelsfall
in eine wissenschaftliche Studie zu schauen, weil da mehr bewiesen und weniger behauptet wird. Und bloß nicht
alles glauben, bloß weil es irgendwo im Internet steht.
Die Baks bekommst du übrigens am besten ins Becken, wen du eine Hand voll Dreck aus einem alten Aquarium
in dein eigenes Becken wirfst.
@Leo: Ein Filter hat immer am Anfang eine aerobe Zone, wo nitrifiziert wird und, wenn er lang genug ist, dahinter
eine anaerobe Zone, in der denitrifiziert werden kann. So werden auch auf der Baumwolle im vorderen Bereich
Nitrifizierer sitzen, die die Baumwolle nur als Siedlungsfläche benutzen und alles was sie brauchen (O2, NH4, PO4...)
aus dem Wasser entnehmen. Erst danach kommen die Denitrifizierer, die die Baumwolle auch als Nahrungsgrundlage
nutzen.
Hallo Karl,
dein Verdacht mit dem Magnesium-Granulat ist richtig. Lass es einfach weg.
Magnesiumoxid erhöht die Alkalinität (KH) genauso wie Magnesiumcarbonat und Calciumcarbonat.
Das Magnesium wird nicht verbraucht sondern lagert sich irgendwo ab. Zurück bleibt die KH wie du selbst
feststellen konntest. Ich vermute mal, dass auch dein pH ungewöhnlich hoch ist.
Hallo Matthias,
25°C gelten allgemein als Zimmertemperatur. Im Winter liegt man allerdings oft darunter.
Daher anwärmen, sonst kommt der Ca/Mg-Farbumschlag zu spät.
Hallo Alex,
0,302 g Natriumhydrogencarbonat sind 3,596 mMol. Die Alkalinität (KH) errechnet sich aus Millimolarität x 2,78.
3,596 X 2,78 = 9,99688 °dH
Hallo Leo,
natürlich kann auch auf der Baumwolle Nitrat gebildet werden, wie auf jeder beliebigen Siedlungsfläche. Dabei
wird aber keine Baumwolle abgebaut, da die Nitrifizierer autotroph sind und nix mit organischem Kohlenstoff
anfangen können.
Die heterotrophen Bakterien, die die Baumwolle abbauen, geben dabei tatsächlich geringe Mengen organischer
Kohlenstoffverbindungen ins Wasser ab. Dies ist aber nur ein untergeordneter Effekt. Das ganze ist ebenfalls
in der Studie von della Rocca et al beschrieben.
@Silvia: Nö, Nitrat wandelt im Aquarium niemand in CO2 um, dazu bedarf es einer Kernspaltung und das lassen wir mal lieber ![]()
Du meintest wahrscheinlich die Umwandlung von Nitrat in gasfömigen Stickstoff. Diese Umwandlung machen
völlig andere Bakterien, als diejenigen, die Nitrit in Nittrat umwandeln. Das eine sind die heterotrophen Pseudomonas,
das andere die autotrophen Nitrospira und Nitrobacter.
Hallo Veronika,
bevor du Maßnahmen zur Magnesiumerhöhung beginnst, solltest du erst einmal deine Messung überprüfen.
Dazu eignet sich am besten eine Referenzlösung, aber auch die einfache Messung von frisch angesetztem Meerwasser
(Salinität 35 = Dichte 1,023 bei 25°C) kann dir schon zeigen, ob deine Messung einigermaßen oK ist. Hier solltest
du Werte von 1200 mg/l Mg oder mehr erhalten.
Bei der Mg-Messung musst du auch darauf achten, dass die Probe nicht unter 25°C hat. In kalten Räumen am besten
die Probe in einem warmen Wasserbad etwas anwärmen.
Die Bedeutung von Magnesium wird übrigens meist überschätzt. auch seine Wirkung auf die Calciumcarbonatlöslichkeit
ist nicht so hoch wie oft vermutet wird. Trotzdem sollte ein Wert von nur 880 mg/l Mg nicht sein.
Hallo Alex,
7,16 g Kaliumdihydrogenphosphat enthalten 5 g Phosphat. Wenn du das in 1 Liter Wasser löst, hast du 5.000 mg/l PO4.
Durch das Verdünnen der 100 ml mit 900 ml Wasser hast du noch 500 mg/l PO4.
Wenn du davon 5 ml ins Aquarium zugibst, sind das 2,5 mg PO4.
Auf deinen Beckeninhalt von 500 l umgerechnet gibst du also täglich 0,005 mg/l PO4 zu.
Das ist ein vorsichtiger Wert, bei dem eigentlich nichts schief gehen kann.
Hallo Peter,
ich betreibe meinen Eisenoxidhydrat-Adsorber ebenfalls im Wirbelbett. Das Bett bewegt sich so langsam, dass
die Bewegung gerade eben noch erkennbar ist.
Schwund habe ich bei dieser Betriebsart noch keinen feststellen können.
Hallo zusammen,
da ist schon der Link: http://archiv.korallenriff.de/05_beckum_standards.html
Hallo Thomas,
es ist tatsächlich so, dass einige Wassertests sehr temperaturabhängig sind.
Calcium und Magnesium sollten unbedingt beim einer Temperatur von mindestens 25°C gemessen werden,
bei Nitrat sollten es ebenfalls am besten 20-25°C sein.
Hallo Silvia,
ein Abschäumer entfernt Nährstoffe aus dem Wasser, bevor sie Nitrat bilden können. Er kann auch phosphorhaltige
Stoffe entfernen, was wichtig ist, da Phosphat durch die Denitrifikation nicht reduziert wird.
Lebendgestein hat nur die Funktion sauerstoffarme Zonen für denitrifizierende Bakterien zur Verfügung zu stellen.
Es bietet Besiedlungsfläche und das passende (anaerobe) Klima, aber kann die Bakterien nicht ernähren.
Watte hingegen bietet sowohl die Besiedlungsgrundlage, die bei entsprechend langsamem Wasserdurchfluss auch
anaerob ist, als auch die Nahrungsgrundlage für die denitrifizierenden Bakterien.
Hallo Alex,
richtig, jetzt etwas Natron-Lösung zugeben um die KH wieder ganz leicht zu erhöhen. Und den Ca-Wert im Auge behalten.
Hallo Michael,
ja klar, zu viel Futter kann natürlich auch die Ursache sein.
Wenn du die Möglichkeit hast probier aber auch mal aus die Ansaugluft für den Abschäumer von draußen zu holen.
Hallo Roger,
Leos Messergebnisse sind etwas verwirrend. Egal ob denitrifiziert wird oder einfach nur irgendwelche beliebigen
Bakterien wachsen, müsste am Ausgang des Filters weniger Nitrat vorhanden sein. Denn nur dort, wo die Cellulose
ist, kann irgendwelches Nitrat gebunden werden.
Die von Alex zitierte Studie weist übrigens auch die Denitrifikation durch die Cellulose-gefütterten Bakterien nach.
Hallo Michael,
natürlich machen Abdeckscheiben was aus, da staut sich die CO2-haltige Luft drunter. Hast du wenigstens ein
Technikbecken + Abschäumer? Oder wie gelangt sonst Frischluft in dein Aquarium?
Horst
Du vermutest wohl richtig, absterbende Algen oder sonstiges sich zersetzendes organisches Material sind starke
CO2-Produzenten, die den pH-Wert nach unten drücken.
Hallo Jörg,
dein Messgerät zeigt in Stellung 1 + 2 Mikrosiemens pro Zentimeter (µS/cm) und in Stellung 3 Millisiemens pro Zentimeter (mS/cm) an.
Destilliertes und vollentsalztes Wasser haben etwa 10 µS/cm, UO-Wasser 10-50 µS/cm.
Leitungswasser hat je nach Härte etwa 100 - 1000 µS/cm.
Meerwasser hat bei Salinität 35 53 mS/cm und liegt damit außerhalb deines Messbereichs.
Hallo Roger,
im Originalartikel von Tino Ranner im Meerwasseraquarianer 2/2007 steht eindeutig, dass es sich beim Baumwollfilter
um einen Denitrifikationsfilter handelt, der an den Schwefelfilter angelehnt ist.
Ich weiß nicht, wie sich daraus das Gerücht mit dem "allgemeinen Bakterienwachstum" abgeleitet hat.
Das würde zwar die Möglichkeit eines zusätzlichen Phosphatabbaus schaffen, die Methode aber für den Nitratabbau viel
ineffizienter machen und die gleichen Probleme wie Wodka u.ä. mitbringen, dass nämlich nicht vorhersagbar ist,
welche heterotrophen Bakterien sich entwickeln.
Hallo Alex,
bei Zugabe von 5 Gramm Norialgen, das sind 1 - 2 Blätter trägst du nach der von dir zitierten Analyse etwa 100 mg
Phosphat ins Aquarium ein. Allerdings liegt der Phosphor darin in organisch gebundener Form vor und muss erst einmal
von den Fischen verdaut oder von Bakterien abgebaut werden, um Phosphat zu bilden. Der Vorgang braucht etwas Zeit.
Dein "Schmodderabsaugen" könnte sich ebenfalls auf den Nitratwert ausgewirkt haben.
Hallo Kevin,
bei diesen Werten spricht eigentlich nichts gegen die Verwendung deines Leitungswassers.
Du kannst es sicherheitshalber über Aktivkohle filtern bevor du es verwendest.
Hallo Silvia,
Watte ins Becken und alle Probleme gelöst? Ganz so einfach ist es nicht.
Die Watte dient als Nährstoff für Nitrat abbauende Bakterien. Diese bauen aber Nitrat nur ab, wenn sie keinen
Sauerstoff mehr finden. Daher muss die Watte so langsam durchströmt werden, dass sich sauerstofffreie Zonen
darin bilden können. Am besten konstruierst du dir einen Langsamfilter, also einen Behälter, durch den das Wasser
ganz langsam wandert. Die richtige Durchlaufmenge musst du selbst ermitteln, wenn sie zu hoch ist, passiert nix,
also auch keine Nitratabbau, ist sie zu niedrig, stinkt es nach faulen Eiern weil sich Schwefelwasserstoff bildet.
Hi Alex,
die KH im Frischwasser ist zu hoch. Ich glaube, du hast ein Problem mit deinem KH-Test.
Nimm mal einen anderen oder besorg dir einen Standard zum Messen.
Hallo Michael,
hat dein Händler sein pH-Meter richtig kalibriert? Ansonsten sind deine pH-Werte bedenklich niedrig.
Oder ist der Raum, in dem das Aquarium steht, unbelüftet ?
Hallo Karl,
Säurebindungskapazität hat Magnesiumcarbonat, genau wie Calciumcarbonat, dadurch, dass es sich auflöst.
Insofern ist die Theorie, es würde erst nur Säure binden und sich später erst lösen, eines von den vielen Aquarianermärchen.
Hallo Kevin,
wie lange steht dein Becken eigentlich schon? Klar hat Riffkeramik in den ersten Wochen nur den Charme
einer Hochhaussiedlung, aber nach ein paar Monaten kannst du es nicht mehr von Lebendgestein unterscheiden.
Und zwar egal ob sich Kalkalgen oder ganz andere Organismen drauf angesiedelt haben.
Die wichtigste Eigenschaft des Meerwasseraquaristik heißt: Geduld.
Hallo Mike,
dass Tropic Marin und Red Sea bei mir funktionierten hatte ich bereits geschrieben.
Silicoflagellaten gehören zu den Goldalgen, während Dinoflagellaten eine eigene Algengruppe darstellen.
Und vor allem enthalten Silicoflagellaten Silicium, im Gegensatz zu Dinoflagellaten.
Hallo Kevin,
Kalkalgen sind etwas eigensinnig und manchmal ist es unklar warum sie in einem Becken wachsen und im anderen
nicht. Die sicherste Ursache für mangelndes Kalkalgenwachstum sind übereifrige Seeigel ![]()
An deinem destillierten Wasser liegt es sicher nicht. Und die Wirkung von Wundermitteln à la Purple Up scheint doch
eher begrenzt zu sein.
Für genauere Tipps müsstest du schon etwas mehr Informationen über dein Becken liefern, z.B: pH, Ca, Mg, KH.
Hallo Karl,
wie schon gesagt, überprüfe vor allen anderen Maßnahmen deine Messung mit einer Referenz.
Und wenn du meinst Magnesium zugeben zu müssen, dann nimm wie Martin bereits schrieb,
Magnesiumchlorid. Mit Magnesiumsulfat erhöhst du nur allmählich deinen Sulfatgehalt im Wasser.
