Beiträge von Armin Glaser

    Hallo Adrian,

    den pH zu erhöhen wäre nur eine Symptombehandlung, da die Ursache wie du richtig vermutest Zersetzungsprozesse
    in deinem Becken sind. Du musst die Ursachen, Krankheit und tote Tiere beseitigen.

    Mach dir über pH, Ca und Mg jetzt keine Gedanken (Ca und Mg sind bei verdünntem Wasser natürlich niedriger
    als bei Salinität 35).

    Zum Natron: Salze schwacher Säuren sind basisch.

    Hallo Markus,

    das mit der gegenseitigen Beeinflussung stimmt so nicht. KH beeinflusst überhaupt keinen anderen Test und
    Ca/Mg nur insofern, dass normalerweise die Summe aus beiden gemessen wird und davon der Ca-Wert abgezogen
    wird. Daher wirkt sich ein Ca-Messfehler auf beide Ergebnisse aus.

    Und überschätze mal die Massenspektrometer nicht. Die haben mit Meerwasser ganz schöne Probleme. Ich hab mir
    schon den Spaß gemacht, Vergleichsmessungen zwischen ICP-MS und Titration (=Tröpfchentests) durchzuführen.
    Und war mit der Titration besser. Die Standardmethoden der Meereschemie zur Bestimmung von Ca, Mg und KH
    sind übrigens alle Titrationen, d.h. die Aquarientests funktionieren nach der gleichen Methode.

    Hallo zusammen,

    ich muss einen Teil der Hersteller gegen manche Pauschalaussagen in Schutz nehmen.
    Es gibt zwar tatsächlich schlechte Tests, aber es gibt auch gute.
    Für Fatalismus à la "dann messe ich besser gar nicht" gibt es daher keinen Grund.

    Was aber immer wieder gerne übersehen wird:

    - Messen können ist nicht angeboren. Man muss es lernen. Wie Autofahren. Deshalb: Mit Referenzlösungen üben.
    - Auf immer gleiche Messbedingungen achten: Die Temperatur sollte z.B. auch im Winter am besten 25°C betragen.
    Gerade die Ca/Mg-Messung ist kälteempfindlich. Die Lichtverhältnisse sollten immer die gleichen sein, nicht einmal
    bei Tageslicht und das nächste Mal mit der Schreibtischlampe arbeiten.

    Wenn sorgfältig gearbeitet wird und z.B. einer der auf korallenriff.de für gut befundenen Tests verwendet wird,
    dann erhält man zumindest bei Messungen wie KH, Ca, Mg und PO4 ausreichend genaue Ergebnisse.

    Hallo Claudia,

    wenn du den pH weiter im Auge behältst kannst du nichts falsch machen. Der zeigt dir zuerst, wenn's zuviel
    Calciumhydroxid wird.

    Noch ein Tipp: Im Gegensatz zu Aiptasien lassen sich Manjanos auch einigermaßen erfolgreich mechanisch entfernen,
    ganz ohne Chemie. Die brauchst du nur für die ungünstig sitzenden.

    Wer hat sich verschoben? Du meinst die Elektrolytkonzentration der Bezugselektrode. Diese verschiebt sich nicht,
    sondern kann sich auf Dauer verändern, wenn die Elektrode falsch gelagert wird (destilliertes Wasser ist das
    schlechteste) oder im Dauereinsatz betrieben wird. Das ist aber ein sehr langsamer Prozess, der bei den in der
    Aquaristik meistens eingesetzten Gelelektroden noch langsamer ist.

    Das beste ist, die Elektrode einfach längere Zeit wieder in geeigneter Lösung aufzubewahren, Glaselektroden
    in 3 molarer, Gelelektroden in gesättigter Kaliumchloridlösung.

    Hallo,

    kalibrieren hat dann seine Grenze erreicht, wenn das Diaphragma der Elektrode verschmutzt ist. Das Diaphragma
    ist eine winzig kleine Öffnung, die meist ca. 1-2 cm oberhalb der Elektrodenspitze sitzt.

    Man kann versuchen es vorsichtig mit einem Lappen zu reinigen, meist ist aber Salzsäure nötig. Im schlimmsten
    Fall sogar Flusssäure, aber davon sollte man besser die Finger weg lassen.

    Hallo Horst,

    den Hinweis verstehe ich nicht ganz. Suchst du richtige Antworten oder nur solche, die deiner Meinung nach
    realisierbar sind?

    Das Problem "niedriger pH durch hohen CO2-Gehalt im Raum" ist übrigens ganz einfach lösbar: Ansaugluft für den
    Abschäumer von außen zuführen.

    Hallo Jochen,

    um eine sicherere Aussage treffen zu können, müsste ich deinen pH (morgens/abends) wissen.

    Die Zugabe nachmittags weiterlaufen zu lassen ist jedenfalls keine gute Idee. Besser du gibst die Lösungen morgens
    im Abstand von 15-30 min zu.

    Sind Ca 450 mg/l und KH 8 eigentlich deine Ober- oder deine Untergrenze? Du schreibst, dass die Werte fallen,
    ich weiß aber immer noch nicht, ob sich deine Angaben auf vor oder nach dem Abfallen beziehen.

    Hallo Torsch,

    Vorteile einer UO im Vergleich zum Austauscher sind vor allem die Entfernung von Chlor (im Kohlevorfilter)
    und das Zurückhalten von unpolaren toxischen Stoffen, das können z.B. Pflanzenschutzmittel sein.
    Das Abwasserargument ist bei einem Permeat-/Abwasserverhältnis von 1:0,5 auch nicht mehr so stark.

    Aber man kann natürlich auch mit einem Ionenaustauscher eine vernünftige Wasseraufbereitung hinbekommen.
    Nur sollte unbedingt ein Kohlefilter nachgeschaltet werden, da im diskontinuierlichen Betrieb eine starke Bakterien-
    entwicklung und daraus folgende Toxinbildung zu erwarten ist.

    Hallo José,

    im Original-DSB wird sogar eine Gazeschicht eingezogen, damit kein Tier den Boden umgraben kann.

    Wer's aber natürlicher mag und seinen grabenden Tieren auch ein bisschen Spaß gönnt kann einen ordentlich
    tiefen Bodengrund anbieten, den sie umgraben dürfen.

    Hallo Joe,

    wenn du schon 450 mg/l Ca und KH 8 hast und versuchst diese Werte noch weiter zu erhöhen, dann kann leicht
    Kalk ausfallen. Meerwasser hat nur 420 mg/l Ca und KH 6,5, du brauchst deine Werte wirklich nicht zu erhöhen.

    Außerdem solltest du die Zugabe auf den Morgen beschränken, wenn der pH niedrig ist. Je höher der pH, desto
    leichter fällt Kalk aus.

    Hallo Monika,

    lass doch den Knallkrebs in Ruhe leben. Der tut wirklich nix böses im Becken.

    Da hat's meine Aalgrundel besser, die durfte schon 2 qm tiefen Bodengrund komplett umbuddeln und wird
    trotzdem nicht durch Rausschmiss bedroht.

    Hallo zusammen,

    wie ich an Alex' Beitrag sehe, gibt es zu diesem zugegebenermaßen nicht ganz einfachen Thema noch viele Missverständnisse.

    Ionenaustauscher können in der Wasseraufbereitung ganz unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Sie können z.B.

    - VOR der UO-Anlage angebracht werden. Dort setzt man Natriumbeladene Kationenaustauscher ein, die verhindern,
    dass durch die Calciumionen die UO-Membran verkalkt.

    - oder HINTER der UO-Anlage angebracht werden. Dort verwendet man Mischbettaustauscher oder sowohl Anionen-
    als auch Kationenaustauscher die OH- bzw. H+ beladen sind. Diese ziehen dann noch die letzten 0,0x mg Silicat,
    Carbonat und Calcium aus dem Wasser.

    Hallo Matthias,

    die vor 2 Jahren als gut befundenen Tests sind sicherlich auch heute noch gut.
    Wenn du Routine mit einem Test wie dem Tropic Marin hast liegt der Fehler unter 2%.
    Und wenn du es genauer haben willst, verdopple einfach die Probenmenge und die Reagenzzugabe.

    Hallo Markus,

    da gibt es noch ein paar Missverständnisse:

    1. Mit den von dir aufgeführten Wasserwerten kann man für die Aussage zur Literleistung eines Austauscherharzes
    gar nix sagen, da die wichtigsten Angaben (Ca, Gesamthärte usw.) fehlen.

    2. Nochmal: Nur Si aus dem Wasser holen GEHT NICHT! Du musst auch alles andere aus dem Wasser rausholen, nur
    dann ist auch Si draußen.

    3. Nur Anionen austauschen ist keine gute Idee. Dabei würde dein Wasser so stark basisch werden, dass du
    hinterher eine Menge Säure reinkippen müsstest, um es zu neutralisieren.

    @Marion und Dirk:
    Boosterpumpen bekommt ihr z.B. hier: https://wwws.aquaterrashop.de/meerwasser-neu…roducts_id/2224
    Die wird einfach vor die UO-Anlage geschaltet, erhöht deren Durchsatz und verringert die Abwassermenge enorm.
    Nachteil ist das schnelle Verblocken der UO-Membran, daher muss vor die Boosterpumpe ein Na-beladener
    Kationenaustauscher geschaltet werden. Der wird dann alle paar Wochen mit handelsüblichem Kochsalz regeneriert.
    Das ist billig, einfach und ungefährlich.

    Hallo Michael,

    richtig, wenn Bakterien aus den untersten Sandschichten plötzlich nach oben gebracht werden sterben sie zumindest
    teilweise ab. Wenn deine Grundeln auf einen Schlag das ganze Becken umgraben würden hättest du ein Problem.
    Aber da sie das normalerweise nur an einzelnen Stellen tun gibt es keinen Grund zur Sorge.

    Hallo Markus,

    Kieselsäure aus dem Wasser zu holen bedeutet immer, dass du auch alles andere aus dem Wasser holen musst.

    Du kannst nur mit einer UO-Anlage arbeiten, die holt bis zu 98% der Kieselsäure raus, dann hast du noch 0,02-0,06
    mg/l drin, die sind selbst im empfindlichsten Aquarium kein Problem.

    Die Alternative ist ein Vollentsalzerharz. Nach wieviel Litern das Harz ausgetauscht werden muss, hängt von der
    Härte deines Leitungswassers ab.

    Die ökonomischte und ökologischste Lösung ist der Betrieb einer UO-Anlage mit Enthärter und Boosterpumpe.
    Das ist zwar eine hohe Anfangsinvestition, dafür hast du nur 0,5 Liter Abwasser pro Liter Osmosewasser.

    Hallo Maik,

    da die Alkalinität (KH) außer durch die Kalkbildung von mehreren anderen Faktoren wie Photosynthese und Nitrifikation
    beeinflusst wird, kann es durchaus sein, dass du zusätzlich zum Kalkreaktor noch entweder Natron (für KH) oder
    Calciumchlorid (für Ca) zugeben musst.

    Dass bei der Veränderung der Kalkraktoreinstellung gleichzeitig die KH runter und der Ca-Wert rauf geht
    widerspricht allerdings jeder Logik. Das sieht eher nach Messfehlern aus. Hast du schon mal mit Standards geübt?

    Hallo Robert,

    Udo hat ja schon sehr schön mögliche Dosierungsprobleme beschrieben.

    Bei der Wodkamethode ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Nitratwert sinkt. Es besteht die Möglichkeit,
    dass auch der Phosphatwert sinkt, aber es besteht auch die Gefahr, dass es zu einer Bakterienblüte kommt.
    Daher musst du die Dosis vorsichtig erhöhen, dauernd die Werte kontrollieren und bei Anzeichen von zu starker
    Bakterienentwicklung sofort die Dosis senken.

    Hallo Robert,

    sei bitte vorsichtig bei der Wodkamethode. Lass auf keinen Fall jemanden die Dosierung erhöhen, der die Methode
    nicht kennt. Auch du selbst solltest dich noch etwas genauer informieren, lies die Artikel von Jörg Kokott und
    Michael Mrutzek bitte gründlich durch.
    Nach der einfachen Devise "gib X ml zu, dann ist alles gut" funktioniert diese Methode nämlich nicht.

    Noch ein kleiner Nachtrag:

    Gelb und Blau sind Komplementärfarben, daher kann beim Übergang von Gelb nach Blau ein Zwischenton als farblos/
    grau wahrgenommen werden. Dieses Grau ist aber dunkler als das "0"-Gelb.

    Über solche Feinheiten würde ich mir aber bei einem semiquantitativen Test keine Gedanken machen.
    Semiquantitativ bedeutet, dass das Messergebnis aussagt, dass ich z.B. im Bereich von 0,09 mg/l PO4 liege.
    Ob es tatsächlich 0,08 oder 0,11 mg/l sind, kann ich aber mit solchen Tests nicht ermitteln.

    Hallo zusammen,

    da muss ich mich ausnahmsweise mal in einer fremden Abteilung einschalten, ich hoffe Klaus verzeiht's mir :smiling_face:

    Die Idee hat einen ganz großen Haken: Mit dieser Rückkopplung wird ein erheblicher Teil der Abschäumerwirkung,
    nämlich der Gasaustausch, der nicht nur Sauerstoff, sondern auch Kohlendioxid betrifft, verringert.
    Auch wenn vielleicht irgendwo noch ein bisschen Luft von außen dazu kommt, wieso sollte man freiwillig
    seine Abschäumerleistung (den Gasaustausch betreffend) um 50-90% reduzieren??? Die Folge wäre schlechtere
    Sauerstoffversorgung und stärkere pH-Schwankungen.

    Lieber einen lauten Abschäumer und dafür gesündere Tiere.

    Der leichte Gelbstich, der beim Merck/Rowa-Test bei 0 auf der Farbskala zu sehen ist, ist die Farbe der zugegebenen
    Reagenzien, wenn kein Phosphat da ist, mit dem sie reagieren können.

    Ist Phosphat in der Probe vorhanden, bildet sich ein BLAUER Farbkomplex. Bei sehr geringen Konzentrationen
    ist das Blau nicht sehr leicht zu erkennen, andere Farben sind aber auf Verfärbungen der Probe zurückzuführen.
    Um diese Verfärbungen zu kompensieren wird gegen die 2. Probe ohne Reagenzien gemessen.

    Wenn die gemessene Probe einen noch helleren Farbton als die Skalen-Null hat, kann das folgende Gründe haben:
    - Ungeeignetes Licht
    - Farbsehschwäche des Anwenders
    - Anwendungsfehler
    - Entfärbung der Reagenzien, z.B. wenn Test zu alt ist

    Hallo Dirk,

    ganz einfach:

    Schritt 1: Du löst eine Meersalzmischung mit sehr hohem Carbonatgehalt, daher ist dein pH hoch (fast 9)

    Schritt 2: Du gibst KH-Bildner (=Natriumhydrogencarbonat) dazu, dieser hat einen pH von etwa 8,3 und senkt daher den pH auf 7,9

    Schritt 3: Durch das Sinken des pH entstand ein CO2-Überschuss im Wasser, ein Teil des überschüssigen CO2
    verlässt das Wasser, der pH steigt dadurch wieder etwas (7,96)

    Hallo Aquarius,

    du kannst zur Silicatentfernung auch nur einen stark basischen Anionenaustauscher verwenden. Je nach dem,
    wie sauber dein UO-Wasser ist, steigt dann aber der pH an. Im schlimmsten Fall musst du es hinterher etwas ansäuern,
    z.B. mit CO2. Mit dem Mischbettharz vermeidest du das pH-Problem.

    @Samy:
    Bei dir sieht es mehr nach einem Messproblem, als nach einem Silicatproblem aus. 25 mg/l Silicat findest du hinter keiner
    UO-Anlage. Messe mal destilliertes Wasser zum Vergleich, da ist fast kein Silicat drin. Wenn dein Test dann auch
    so einen hohen Wert zeigt, prüfe nochmal ganz genau, was da möglicherweise falsch läuft oder schmeiß den Test weg.

    Hallo Nicole,

    wenn deine UO-Anlage so viel Abwasser produziert ist sie entweder falsch eingestellt oder eine Fehlkonstruktion.
    Wenn sie sich nicht regeln lässt, besorg dir einen Absperrhahn, den du am Abwasserauslass anbringst. Mit dem
    kannst du das Reinwasser-/Abwasserverhältnis auf 1:2 einstellen. Im schlimmsten Fall hast du auch eine schlechte Membran,
    dann müsstest du nochmal ca. 50 Euro in eine neue investieren.

    Hallo Joe,

    der neue Brenner scheint eindeutig mehr photosynthetisch verwertbare Leistung als der alte abzugeben, insofern ist
    dein KH und Ca-Verbrauch durchaus möglich. Beim Mg würde ich mal versuchen, es nur auf 1300 mg/l zu erhöhen,
    da es eigentlich nur von Kalkrotalgen verbraucht wird und möglicherweise zum Teil ausfällt.

    Hallo Marc,

    Farbtests sind manchmal schwer abzulesen, im Zweifelsfall ist die Helligkeit die genauere Aussage als der Farbton.
    Wenn du dir nicht sicher bist, übe am besten mal mit einer Referenzlösung, da weißt du, was als Ergebnis rauskommen muss.
    Du kannst aber auch behelfsweise mal ein wenig Futter in einem Liter Meerwasser auflösen, um zu sehen
    ob dein Test überhaupt auf Phosphat reagiert.

    Hallo Max,

    eine Leitwertmessung ist eine sehr praktische Methode zur Salinitätsbestimmung. Sie ist etwas genauer als die
    Messung mit dem Refrak. Beide Methoden würde ich sicherheitshalber alle paar Monate mit einer Aräometermessung
    vergleichen.

    Die Redoxmessung im Meerwasser ist fehleranfällig und nicht notwendig.