Beiträge von Armin Glaser

    Hallo Jochen,

    vom Calciumchlorid lösen sich 745 g/l, beim Dihydrat sind es 986,5 g/l.

    Bei Natron (Natriumhydrogencarbonat) sind es 96 g/l.

    Wieviel natriumchloridfreie Meersalzmischung sich in einem Liter Wasser löst, lässt sich nicht genau sagen, es kommt auf
    die genaue Zusammensetzung an, die je nach Hersteller unterschiedlich ist.

    Hallo Raimund und Nico,

    bei Nicos extrem niedrigem Calciumwert würde ich das Problem von der anderen Seite angehen:
    Wieviel Calcium misst du, wenn du Meerwasser mit einer guten Salzmischung mit Sallinität 35 frisch ansetzt?
    Ist dieser Wert auch sehr niedrig? Dann hast du ein Messproblem.

    Bei Raimunds Becken gehe ich vom ganz normalen Verbrauch aus. du gibst in 5 Tagen ca. 6 Gramm Calcium zu,
    das sind etwa 1,2 Gramm pro Tag, in einem mit Steinkorallen besetzten 645 Liter Becken ein durchaus normaler Wert.

    Hallo Dirk,

    klar ist eine automatische Kalibrierung etwas einfacher. Aber eine manuelle 2-Punkt-Kalibrierung ist auch kein Hexenwerk:
    1) Fußpunkt mit pH7 einstellen
    2) Steilheit mit pH 10 einstellen. Fertig.
    Das dauert normalerweise keine 10 Minuten. Und ist nicht allzu oft nötig.

    Die interne Elektrode ist oft nicht so toll und lässt sich nicht gegen eine preisgünstige bessere austauschen.

    Aber besser als Tröpfchentests ist das natürlich allemal.

    Alex: Die pH-Messung ist eine der aussagekräftigsten Messungen im Meerwaseraquarium.
    Du kannst dadurch u.a. das Verhältnis von Atmung und Photosynthese im Becken beurteilen, den CO2-Gehalt sehen,
    den Gasaustausch einschätzen, Belüftungsprobleme im Aufstellraum und Veränderungen der KH erkennen
    und sogar Fäulnisprozesse durch tote Tiere oder überschüssiges Futter bemerken.

    Hallo Uwe,

    Calciumhydroxid ist relativ unkritisch, da kannst du eigentlich jede Qualität verwenden.
    Nur darauf achten, dass du nie den letzten Rest Bodensatz aus dem Kalkwasser verwendest,
    denn da sammelt sich alles "Böse".

    Hallo Klaus,

    ich sehe noch immense Weiterentwicklungsmöglichkeiten bei Abschäumern und zwar vor allem an einem Punkt:
    Erst wenn irgendein Abschäumer in der Lage ist, sich automatisch auf verschiedene Wasserbedingungen einzustellen,
    das heißt nicht mehr überschäumen kann, werde ich richtig zufrieden sein.
    Die bisherigen Lösungen konnten mich nicht überzeugen, das lief meist darauf hinaus, die verbrauchte Luft
    wieder anzusaugen und somit den Gasaustausch zu verringern.

    Deine Ankündigung mit regelbaren Pumpen klingt interessant: Das ganze gekoppelt mit einer Schaumhöhenüberwachung
    und du könntest mich und wahrscheinlich auch das ganze Vivarium glücklich machen!

    Hallo Fred,

    das sind ja wilde Redoxwerte, die du da angibst. Wo sind die her? Sind das Redoxpotentialangaben oder Anzeigewerte von
    Redoxmessgeräten mit Ag/AgCl-Elektroden? Auf welchen pH bezogen?

    Denitrifikation kann bei pH 8 schon unterhalb von +675 mV (Anzeigewert +468 mV) stattfinden, je tiefer der
    Redoxwert, desto stärker die Denitrifikation. Sulfatreduktion (=Schwefelwasserstoffbildung) findet unterhalb von
    -280 mV (Anzeigewert -487 mV) statt.

    Hallo Olli,

    wie Hans-Werner schon erklärt hat, handelt es sich um einen Ablesefehler beim Aräometer. Deshalb zum Messen
    immer einen Messzylinder verwenden.

    @Hans-Werner: Die Unterschiede im Verhältnis Dichte/Refraktion/Leitwert, die sich aus einem Mg-Konzentrationsunterschied
    von 1100 zu 1500 mg/l ergeben, sind so gering, dass sie mit keinem in der Aquaristik verwendeten Messgeräten
    auch nur annähernd zu erfassen sind.

    Hallo Uwe,

    den Cond315i lässt sich, im Gegensatz zu den Vorgängermodellen, wirklich nicht kalibrieren.
    Deine Zellkonstante von 0,475 ist richtig.

    War die Temperatur des Wassers, das du mit dem Aräometer gemessen hast, wirklich exakt 25,0°C?
    Dann wäre deine Salinität 34,7. Wäre das Wasser aber beim Messen auf 23°C abgekühlt, entspräche deine
    Dichtemessung von 1,0231 kg/l einer Salinität von 33,9 und damit exakt dem Ergebnis des Cond315i.

    Hallo Fred,

    natürlich ist ein Photometer ein gutes Hilfsmittel, das die Ablesung colorimetrischer Tests (=Farbtests) vereinfacht.

    Richtig ist auch, dass man entweder eine teure Kombination aus Photometer und Testreagenz kaufen muss,
    oder das Photometer mit einem beliebigen Test betreiben kann, wenn man es vorher mit einer Messreihe
    aus verschiedenen Standards, die unterhalb, innerhalb und oberhalb der erwarteten Messwerte liegen müssen, kalibriert.

    Das von dir aufgeführte Gerät ist das einfachste aller Photometer, das professionellen Geräten in einer wesentlichen
    Eigenschaft unterlegen ist: es misst nicht eine bestimmte Wellenlänge, sondern ein ganzes Spektrum. Daher ist
    es viel abhängiger von Verfärbungen im Wasser und damit nicht so genau. Aber wenn du es ordentlich kalibrierst trotzdem hilfreich.

    Hallo Asko,

    wieso gehst du davon aus, dass gerade Eiweiße die Nahrungsgrundlage für besonders bösartige Bakterien sein sollen?
    Es gibt Bakterien, die Eiweiße verwerten können, viele bevorzugen aber einfachere Kohlenstoffverbindungen,
    die autotrophen benötigen statt dessen u.a. Ammonium oder Nitrat.

    Ein aerober Filter, wie er von dir beschrieben wurde, verhindert jedenfalls, dass Nährstoffe schon in ihrer frühen
    Form (z.B. als Eiweiße und Phospholipide) durch Abschäumung aus dem Wasser entfernt werden. Sie werden statt dessen
    teilweise in einfachere organische Verbindungen, zu einem großen Teil aber in Ammonium und Phosphate aufgespalten.
    Das sind alles Substanzen die wesentlich schwerer aus dem Aquarium entfernt werden können.

    Hallo Uwe,

    welchem Test du glauben kannst wirst du erst nach Messung eines Nitratstandards wissen.
    Aber die Größenordnung von 1-5 mg/l NO3 weißt du jetzt und das reicht normalerweise.

    Achte darauf, ob sich der Wert, egal mit welchem der beiden Tests, verändert. Solange er stabil bleibt und die Tiere
    einen gesunden Eindruck machen, ist alles oK.

    Hallo Trinit,

    die angegebene Wasserwerte sagen gar nix aus. Es fehlt sowohl Phosphat, als auch Nitrat, als auch Silicat.

    Der Betrieb ohne Umkehrosmoseanlage birgt immer ein gewisses Risiko, allein schon wegen der Gefahr einer
    Chlorierung des Wassers bei Leitungsschäden.

    Gib mal "Umkehrosmose" in die Suchfunktion ein, wir hatten zu dem Thema schon ausführliche Diskussionen.

    Hallo zusammen,

    natürlich ist es so wie Jens gesagt hat: durch Calciumhydroxid STEIGT der pH.
    Wenn man irrtümlich zu viel davon ins Aquarium gibt, erzeugt das einen pH-Schock für ALLE Tiere.
    Garnelen sind am empfindlichsten, sie sterben zuerst.

    Die Verringerung des pH erfolgt am besten mit Salzsäure, Essigsäure könnte eine Bakterienblüte auslösen.
    Aber solche Maßnahmen NIEMALS ohne ständige pH-Kontrolle durchführen.
    Wenn der pH bereits seit einigen Tage erhöht ist, ist eine Säurezugabe nicht mehr sinnvoll, da sich die Tiere bereits
    an den hohen pH angepasst haben und eine schnelle pH-Senkung ebenfalls Stress für die Beckenbewohner bedeutet.
    Dann lieber etwas Wasser wechseln und abwarten, bis sich der pH wieder von alleine senkt.

    Hallo Roli,

    da es außer der Kalkbildung auch noch andere Faktoren gibt, die die Alkalinität beeinflussen, kann es durchaus sein,
    dass so unterschiedliche Mengen zugegeben werden müssen.

    Aber immer die Messungen mit Standards überprüfen, um auszuschließen, dass ein Messfehler zu Grunde liegt!

    Hallo Bernd,

    hat sich bei deinen algenfressenden Beckenbewohnern was geändert? Ein Doc vor einiger Zeit gestorben,
    weniger Einsiedlerkrebse als früher? Oder hast du an der Fütterung was geändert?

    Hallo Gerald,

    wenn du Spurenelemente zugeben willst, kannst du ruhig auch angebrochene Ampullen verwenden.
    Lösungen im Kühlschrank aufbewahren ist immer sinnvoll.

    Aber wie schon Gerd sagte: Wasserwechsel hilft auch.

    Hallo Hans-Werner,

    ich habe nicht den ganzen Thread verfolgt und bitte deshalb Wiederholungen zu verzeihen, aber zum Thema
    "Verhaltensstörung" habe ich eine Erfahrung, die ich bemerkenswert finde:

    Ich hielt bis vor 7 Jahren einen ausgewachsenen Zebrasoma flavescens in einem 270 Liter Dreieckbecken,
    Frontscheibenlänge ca. 80 cm. Im letzten halben Jahr seines dortigen Aufenthalts fing der Fisch an, immer öfter
    ruckartig vorwärts und rückwärts zu schwimmen. Ich war mir anfangs nicht sicher, worauf dieses seltsame Verhalten
    zurückzuführen war. Aber von der Minute an, als ich ihn in sein jetziges 3 Meter Becken setzte, hörte das Verhalten auf. Er schwimmt jetzt seit 7 Jahren nur noch entspannt geradeaus.

    Hallo Horst,

    unterschätze das Reinstwasser nicht! Es ist eines der großen Probleme der Krankenhäuser, ihr Reinstwasser sauber
    d.h. keimfrei zu halten. Es gibt nämlich so blöde Bakterien, die sich fast nirgends vermehren können, weil sie zu starke
    Konkurrenten haben. Bloß im Reinstwasser haben sie ihre Nische gefunden, und obwohl da wirklich fast nix außer
    Wasser vorhanden ist, vermehren sie sich darin.

    Zum Glück haben solche Bakterien aber im Meerwasser keine Überlebenschance.

    Hallo Martin,

    ich glaube wir müssen 2 Probleme voneinander unterscheiden.
    - Das erste ist die Zugabe von Magnesiumcarbonat in den Kalkreaktor, was tatsächlich zu einem zu hohen Mg-Wert führt.
    - Das zweite sind die Messungen mit frisch angesetztem Meerwasser, wo ich dir zustimme, dass da was mit der Messung
    nicht stimmen kann. Das Leitungswasser kann übrigens nicht das Problem sein, selbst hartes Wasser enthält nur ca. 10 mg/l Mg.

    Hallo Jessika,

    ich möchte mich ja nicht grundsätzlich dem Fortschritt in den Weg stellen, aber so angepriesene Wundermittel wie
    dieses erzeugen bei mir Skepsis, vor allem wenn sie für Süß- UND Meerwasser empfohlen werden.

    Hier scheint es sich um eine Mischung aus Aktivkohle, Ionenaustauscherharz und nicht näher beschriebenen
    organischen Makromolekülen zu handeln, die alles Böse aus dem Wasser entfernen sollen. Immerhin räumt die
    Beschreibung ein, dass der Ionenaustausch im Meerwasser nicht funktioniert.

    Im günstigsten Fall entfernt dir das Mittel die Stoffe, die sonst dein Abschäumer und Aktivkohle entfernen würden.
    Wenn du aber die Menge, die dein Abschäumer normalerweise rausholt, mit dem, was an dem Wundermittel hängen bleibt,
    vergleichst, wirst du schnell feststellen, dass dieser günstige Fall eher unwahrscheinlich ist.

    Wahrscheinlicher ist, dass sich das Mittel durch Abgabe von fettähnlichen Stoffen fatal auf die Abschäumung auswirkt
    und so zu einer allmählichen Schadstoffanreicherung im Becken führt. Das kannst du wahrscheinlich sehr schnell
    an deinem Nitrat- und Phosphatwert erkennen.

    Hallo Torsch,

    die Verwendung von Magnesiumgranulat (=granuliertes Magnesiumcarbonat) im Kalkreaktor ist ein hinreichender Grund,
    um längere Zeit hohe Magnesiumwerte im Aquarium zu haben. Mach viel Wasserwechsel mit einem Salz wie z.B.
    Tropic Marin Classic, das nicht übermäßig viel Mg enthält. Dann löst sich dein Problem langsam aber sicher.

    Hallo Birger,

    die gleiche Frage habe ich schon vor Kurzem beantwortet:

    Die beiden genannten ADsorber sind sich so ähnlich, dass sie sich mischen lassen. Wegen der Ähnlichkeit kannst
    du aber auch probieren, ob du nicht mit einem der beiden alleine auskommst.

    Hallo Michael,

    laut Originalrezept von Hans-Werner Balling wird je 75 g entstandenem NaCl 25 g NaCl-freies Salz zugegeben.

    Aus 147 g CaCl2 x 2H2O und 168 g NaHCO3 entstehen 116,9 g NaCl. 116,9 : 75 x 25 = 38,97.
    Folglich sind die 39 g richtig.

    Die 50 g sind aber kein Problem, außer dass sie mehr kosten. Denn wenn man es ganz genau nimmt, muss man die
    Zusammensetzung des NaCl-freien Salzes kennen (was aber leider immer ein Herstellergeheimnis ist). Es gibt nämlich
    verschiedene Möglichkeiten, die gleiche Meersalzmischung herzustellen. Da sowohl natriumhaltige Salze wie Na2SO4
    und NaHCO3 als auch chloridhaltige Salze wie MgCl2 und CaCl2 darin vorkommen, kann je nach Rezeptur das Verhältnis
    NaCl/NaCl-freies Salz schwanken. Daher könnte in einer anderen Rezeptur der NaCl-Anteil tatsächlich nicht bei den 25%
    liegen, von denen Hans-Werner Balling ausging, sondern bei 30% wie von Preis angegeben.

    Aber wie schon gesagt, da die Zusammensetzung leider nicht von den Herstellern verraten wird, müssen wir mit
    dieser Unsicherheit leben. Der Unterschied zwischen 25% und 30% NaCl-freier Salzzugabe würde sich aber nur
    bemerkbar machen, wenn viele Jahre lang überhaupt kein Wasser gewechselt werden würde.

    Hallo Roli,

    ich hatte gerade mehr Zeit als Jens und konnte es durchrechnen:

    Ein Gramm Natron (Natriumhydrogencarbonat, NaHCO3) kannst du durch 0,63 Gramm Soda (Natriumcarbonat, Na2CO3) ersetzen.

    Ersetze aber nicht das ganze Natron durch Soda, sondern erst mal nur ungefähr die Hälfte. Die beiden Substanzen
    lassen sich problemlos miteinander mischen. Kontrolliere bei der Anwendung regelmäßig den pH und überprüfe,
    ob deine pH-Messung korrekt ist.

    Hallo Andreas,

    da sich in 10 Liter Wasser 960 Gramm Natron lösen, darf bei deiner Zugabe eigentlich nix ausfallen.
    Die Frage ist aber, was du für Wasser verwendest. Wenn du hartes (kalkhaltiges) Leitungswasser verwendest,
    dann kann Kalk ausfallen.