Hallo Asko,
ganz so einfach wie man sie sich wünscht, ist die Welt leider nicht. 
Gläubig kann man Wissenschaft gegenüber nur sein, wenn man sich nicht intensiv genug damit beschäftigt,
ansonsten hat wirkliche Wissenschaft den Vorteil, dass ihre Ergebnisse exakt beschrieben und daher jederzeit
reproduzierbar sind.
Du könntest, was ich dir allerdings nicht raten will, die Wirkung des inerten Gases N2 ganz einfach an dir selbst testen,
indem du ohne Dekompressionsstopps aus 30 Meter Wassertiefe auftauchst. Es würden sich Gasblasen, die hauptsächlich
aus N2 bestünden, in deinem Körper bilden und du gerietest in Lebensgefahr. Den gleichen Effekt können Fische
erleiden, wenn sie in Wasser schwimmen, in dem mehr N2 gelöst ist, als in dem Wasser, das sich in ihrem Körper befindet.
Dutzende von Studien und dokumentierten Erfahrungen aus Fischzuchtanstalten zählen für mich persönlich mehr
als ein einfaches "da glaub ich nicht dran".
Die Bedingungen, unter denen Gasübersättigung und damit die Gefahr von Gasblasenkrankheit entstehen können,
sind ebenfalls gut dokumentiert. Eine dieser Bedingungen, die in Aquarien möglich ist, ist das Ansaugen von Luft in Pumpen.
Ich gehe bisher davon aus, dass in einem Abschäumer und der nachfolgenden Filterkammer eine eventuelle Übersättigung
wieder ausgeglichen wird und das Thema deshalb im Meerwasseraquarien normalerweise nicht relevant ist.
Aber allzu einfach sollten wir es uns bei solchen Fragen trotzdem nicht machen.
PS: Ich wusste bisher noch nicht, dass so viele Forellen in Meerwasseraquarien rumschwimmen 