Beiträge von Armin Glaser

    Hallo Gerd,

    wenn du so stark fütterst wird eine Nitratlimitierung nicht ein Problem sein. Bei starker Strömung und großer Besiedelungsfläche
    kann Nitrat schnell abgebaut werden, trotzdem steht es nach jeder Fütterung wieder zeitweise zur Verfügung.

    Hallo Axel,

    beim Vergleich Tröpfchen-pH-Test gegen kalibrierte Elektrode würde ich normalerweise der Elektrode glauben.

    Du schreibst, dass sie möglicherweise nicht zum Messgerät passt, weil sie auch die Temperatur misst. Dafür
    besitzt sie aber einen Extraanschluss, den du beim IKS einfach weglassen kannst. Die pH-Messung über
    den BNC-Anschluss bleibt davon unbeeinflusst.

    Hallo Axel,

    das hat einen ganz einfachen Grund: schlechte Luft. Im Winter hast du sicherlich nicht den ganzen Tag das Fenster
    offen, da du atmest ist der CO2-Gehalt im Zimmer höher als draußen. Das wirkt sich auf das Wasser aus, besonders
    wenn da drin noch nichts lebt, das das CO2 verbrauchen kann.

    Hallo Marc,

    beim Kochen könnte das Ammonium mobilisiert werden. Aber dieses muss durch irgendetwas ersetzt werden,
    im Leitungswasser voraussichtlich Calcium. Auch hier hast du hinterher das Problem, dass dem Aquarienwasser zu viel Kalium entzogen wird.

    Hallo Jürgen,

    irgendwas stimmt mit deiner Messung nicht. Wenn dein Calciumwert durch den Kalki um 170 mg/l steigt, dann kann
    dein KH-Wert nur um 24 °dH steigen. Ich gehe bei dir von dem bekannten Salifert KH-Problem aus. Daher ist dein
    KH-Wert im Aquarium auch sicher niedriger als 14, was beruhigend ist.

    Probiere mal einen anderen KH-Test aus.

    Hallo Marc,

    die Reagenzien sind normalerweise ungiftig, nur sauer oder basisch und können mit viel Wasser entsorgt werden.
    Die großen Hersteller wie Macherey-Nagel bieten die Entsorgung ihrer Produkte an, was natürlich die
    umweltfreundlichere Alternative ist.

    Hallo Marc,

    der Zeoltih ließe sich zwar durch Kochsalz von Ammonium befreien, durch diese Methode würdest du dir aber auf die
    Dauer ein Kaliumproblem einhandeln, da ein so regenerierter Zeolith dem Wasser Kalium entzieht. Du müsstest
    experimentell ermitteln, wie viel Kalium du dann wieder zufügen müsstest.

    Entsorgen ist in diesem Fall einfacher.

    Hallo Christian,

    wenn dein Messwert richtig ist, dann hast du ein Problem! Kupfer kommt im Meer in einer Konzentration von
    ca 0,25 µg/l vor, empfohlen wird z.B. vom australischen Umweltrat 0,3 µg/l, von der amerikanischen Umweltbehörde
    maximal 4,8 µg/l. Ich messe in Meerwasseraquarien bis zu 40 µg/l, einen so hohen Wert wie du habe ich noch nie gefunden.

    Dieses Wasser darfst du auf keinen Fall unbehandelt ins Aquarium geben. Unbedingt Umkehrosmose anwenden,
    hier wäre sogar ein nachgeschalteter Ionenaustauscher überlegenswert.

    Hallo Olaf,

    ich würde eine Metallklinge niemals länger im Meerwasser lassen, da jedes Metall irgendwann davon angegriffen wird.

    Dass die EasyBlade schnell rostet ist eher ein Vorteil, da der Stahl dann nicht sehr hoch legiert ist und fast nur Eisen ins Wasser gerät.
    Dieses hat eine Düngewirkung und kann im schlimmsten Fall das Algenwachstum ansteigen lassen.

    Hallo Dirk,

    bei KH 7 wäre bei optimalem Gasaustausch dein pH Wert 8,3. Da er bei dir zwischen 7,7 und 8,0 liegt, hast du einen
    CO2-Überschuss im Aquarium, die CO2-Produktion durch Atmung übersteigt den CO2-Verbrauch durch Photosynthese.

    Hallo Dirk,

    der pH-Wert hängt von der Alkalinität und vom CO2-Gehalt des Wassers ab. pH 8,4 ist optimal wenn die Alkalinität
    9,5 °dH beträgt. Geringe pH-Schwankung kann ein Zeichen für guten Gasaustausch sein, aber auch Aquarien mit relativ
    wenig Leben darin, d.h. wenig Atmung und wenig Photosynthese zeigen geringe pH-Schwankungen.

    Hallo Hans-Werner,

    deine Aussage zur Trophie ist so nicht richtig. Man unterscheidet 3 Bereiche:
    1. Die Energiequelle. Diese kann das Licht sein oder chemische Prozesse. Man spricht dann von Photo- oder Chemotrophie.
    2. Die Elektronenquelle. Diese kann anorganisch oder organisch sein, das heißt dann lithotroph oder organotroph.
    3. Die Kohlenstoffquelle. Diese kann CO2 (=autotroph) oder organischer Kohlenstoff sein (=heterotroph).

    Ein Beispiel: Die Nitrosofizierer Nitrosococcus beziehen ihre Energie aus der Ammoniumoxidation, ihre Elektronen
    aus dem Stickstoffatom und verwenden CO2. Folglich sind sie chemolithoautotroph.

    Nach heutigem Wissen kommen nicht alle möglichen Trophiekombinationen in der Natur vor, trotzdem kann ich aus
    der Kohlenstoffquelle nicht auf die Energiequelle rückschließen.

    Hallo Herbert,

    nicht gleich so aufregen! Lieber etwas gründlicher lesen.

    Ich schrieb, dass ich die 0,024 mg/l Stufe des Rowa-Tests als Ratespiel empfinde, nicht den Test als solchen.
    Dass ich selbst eine etwas aufwendigere Analytik betreibe, als sie mit einem aquaristischen Schnelltest möglich ist,
    sehe ich nicht als persönlichen Makel an =)

    Und beim Lesen des Ratgebers findest du Sätze wie diesen: "Auch die kolorimetrischen Tests renommierter
    Hersteller sind nur Schnelltests, eigentlich dazu gedacht, vor Ort eine ungefähre Bestimmung zu machen."(S.112)

    Hallo Stefan,

    danke, dass du das Bild hier reingestellt hast. Ich finde es wirklich gewagt, dass hier noch eine 0,024 mg/l Stufe
    eingefügt wurde. Das Merck-Original hat diese nicht und sie kommt mir eher wie ein Ratespiel vor.

    Als Photometer für die Phosphatmessung kannst du jedes mit 690 nm Filter verwenden. Da werden immer mal
    wieder bezahlbare versteigert.

    Hallo Stefan,

    die Umrechnung von TDS in µS/cm ist abhängig von der Zusammensetzung der gemessenen Lösung und muss
    eigentlich für jede Lösung individuell ermittelt werden. Der von Horst genannte Wert 1 ppm = 0,5 µS/cm wird häufig
    verwendet, genauso häufig ist aber auch 1 ppm = 1 µS/cm. Der Umrechnungsfaktor sollte eigentlich beim Gerät
    angegeben sein.

    Als groben Richtwert, wann dein Harz erschöpft ist, kannst du 20-50 µS/cm annehmen. Da verschiedene Harze aber
    verschieden reines Ausgangswasser produzieren solltest du auf jeden Fall den Leitwert des Ausgangswassers
    bei frischen Harz messen und bei einer deutlichen Erhöhung dieses Wertes das Harz regenerieren (lassen).

    Hallo Angi,

    da muss ich dir in einigen Punkten widersprechen:

    Die Bakterien, die sich einmal im Aquarium durchgesetzt haben, weil ihnen die Bedingungen am besten zusagen
    (und das können hunderte oder tausende verschiedenen Arten an unterschiedlichen Orten im Becken sein), lassen
    sich nicht nachträglich von einer Art, gegen die sie sich schon einmal durchgesetzt haben, wieder verdrängen.

    Oder einfacher gesagt: Einmal Looser, immer Looser :grinning_squinting_face:

    ALLE Lebewesen und damit natürlich auch alle Bakterien sind auf Kohlenstoffquellen angewiesen. Manche auf
    anorganische, andere auf organische. Man nennt sie daher entweder autotroph oder heterotroph.
    Außerdem hat die Energiegewinnung nichts mit der Kohlenstoffaufnahme zu tun. Viele phototrophe (=photosynthetisierende)
    Bakterien sind autotroph, andere wie z.B. die Proteobakterien sind heterotroph.

    Die Farbe der Baktereienlösung wird wahrscheinlich eher durch die enthaltenen Nährstoffe als durch die Bakterien selbst bestimmt.

    Hallo Stefan,

    ich habe zwar nur den Merck und nicht den Rowa hier, aber die sollten ja eigentlich identisch sein. Bei mir ist die
    Vergleichsfarbe für 0,046 ein zwar schwaches aber eindeutiges Blau. Vielleicht ist bei deinem Test beim Druck was
    schief gegangen.

    Vielleicht können ja noch ein paar Rowa-Besitzer einen Blick auf ihre Farbskala werfen und das Ergebnis berichten.

    Hallo Robert.

    ein pH der sich zwischen 7,57 und 8,0 bewegt klingt schon mal viel undramatischer als 7,5. Du musst nicht unbedingt
    etwas ändern, aber eine 2. Stufe mit Korallenbruch ist immer eine empfehlenswerte Maßnahme beim Betrieb eines
    Kalkreaktors.

    Das kleine Caulerpabecken würde nicht allzu viel bringen, du könntest höchstens versuchen es antizyklisch (tags aus,
    nachts ein) mit extrem viel Licht zu betreiben.

    Hallo zusammen,

    ich habe mir mal den Originalartikel in der "Science" angeschaut. Da wird festgestellt, dass Fische Kalkkristalle im
    Darm produzieren und diese dann ausscheiden. Da sich dieser Kalk beim Absinken Richtung Meeresgrund auf
    Grund der Druckerhöhung wieder löst, steigt die Alkalinität in den tieferen Meeresschichten. Gleichzeitig sinkt sie
    natürlich entsprechend im Oberflächenwasser. Es geht hier aber um Veränderungen in der Größenordnung von 0,03°dKH!

    Dass daraus ein Spiegel-Redakteur die reißerische Überschrift macht "Fische machen Meere alkalischer" ist ein
    anschauliches Beispiel für Medienkultur.

    @Knut: Ich bezweifle stark, dass du allmähliche pH-Änderungen beim Tauchen wahrnehmen kannst. Den Tag, an
    dem sich dein Neoprenanzug im sauren Ozean ausflösen wird, wirst du sicher nicht erleben, da sich bis dahin die
    Überlebenswahrscheinlichkeit auch außerhalb des Wassers gegen null entwickelt haben wird.

    Was ist denn das schon wieder für ein pseudowissenschaftlicher Quatsch (zumindest) am Ende des Artikels?

    "Wie Forscher zu Beginn des Jahres in der Fachzeitschrift "Science" berichteten, produzieren Fische jedes Jahr 110 Millionen Tonnen Kalziumkarbonat und machen die Meere damit alkalischer."

    Erstens wäre mir neu, dass Fische Kalk produzieren und zweitens macht die Kalkbildung SAUER und nicht alkalisch.

    Hallo zusammen,

    eine Aussage wie "Aktivkohle adsorbiert nur 12 Stunden" ist vollkommen unseriös. Wie lange die Kohle adsorbiert
    ist von so vielen Faktoren abhängig, die sich in jedem Aquarium unterscheiden, dass solche Pauschalaussagen keine
    Grundlage haben.

    Aktivkohle kann z.B., nachdem sie zunächst gesättigt ist, einige Zeit später wieder neu adsorbieren. Das passiert
    dadurch, dass die adsorbierten Stoffe langsam tiefer in die Poren kriechen.

    Auf jeden Fall ist der Ansatz sinnvoll, die Kohle langsam zu durchströmen. Damit geschehen Veränderungen im
    Aquariumwasser ebenfalls langsam, was gesünder für die Tiere ist. Mit dem schnellen Einsatz großer Mengen
    von Aktivkohle sind schon ganze Becken geplättet worden.